Schlagwort-Archive: Uni

Attraktiv war gestern

Der Slogan „Attraktive Hochschulpolitik“ mit dem der RCDS Magdeburg letztes Jahr zu den Gremienwahlen antrat hat dieses Jahr ausgesorgt. Dieses Jahr ist beim RCDS Leidenschaft angesagt. Dazu hat sich die Vorsitzende Landesvorsitzende Anna Genske dieses Jahr nicht alleine für das Plakat ablichten lassen, sondern sich männliche Unterstützung in Form des Schatzmeisters des RCDS Magdeburg Max Friese geholt. Welche Ziele der RCDS verfolgt, wird, wie im letzten Jahr auch, auf dem Plakat allerdings nicht deutlich. Erste Vermutungen kann der Leser nach dem Klick anstellen.

Attraktiv war gestern weiterlesen

Imagine all the people

Und es ist wieder so weit, die Hochschulgruppen beginnen mit der Plakatierung für die Gremienwahlen. Fast schon traditionell hat auch dieses Jahr die GHG zuerst ihre Plakate aufgehängt. Nach Iwo Jima und Mondlandung geht es dieses Jahr in die Welt der Musik. Geographisch gehen wir von den USA nach Großbritannien. Das Foto wurde mir dieses Jahr freundlicherweise zur Besprechung zur Verfügung gestellt, so dass ich erstmal ohne Fotografien auskomme.

Imagine all the people weiterlesen

Watch me

An der Universität Magdeburg stehen mal wieder Gremienwahlen an und wie eigentlich fast jedes Jahr gibt es auch dieses Mal wieder kurz vor und wahrscheinlich kurz nach der Wahl ein erhöhtes Aufkommen an „Öffentlichskeitsarbeit“. Dieses Jahr ist allerdings etwas neues dazugekommen, nämlich ein Watchblog. Beobachtet wird allerdings nicht, was alle Hochschulgruppen so treiben, sondern nur, ganz speziell der RCDS Magdeburg. Dementsprechend nennt sich der Watchblog auch „RCDS Watch“ bzw. „RCDS Watch MD“. Nun besticht der RCDS nicht unbedingt durch eine wirklich grandiose Gremienarbeit und ich bin sicherlich der Letzte, der gegen solche Watchblogs etwas einzuwenden hat. Selbst wenn für mich nichts weltbewegend neues drinsteht. Was an der ganzen Watchblog-Geschichte allerdings stört, ist die Anonymität und die mangelnde Transparenz bei der „Datenerhebung“. Es gibt sicherlich gute Gründe auf ein Impressum zu verzichten. Bei einem normalen Watchblog ziehen diese Gründe aber nicht. Vielmehr ist es, meiner Meinung nach, relativ wichtig, dass man bei einem kritischen Watchblog einschätzen kann, wer einem die Inhalte darbietet. Der RCDS Watchblog verzichtet auf ein Impressum und stellt nur unter dem Punkt „Wer sind wir?“ fest:

Watch me weiterlesen

Journalistische und nackte Tatsachen

Magdeburger Studenten haben sich auch dieses Jahr wieder im gängigsten Kostüm der Welt für einen Kalender ablichten lassen. Das Projekt un.geniert hat sich, und das ist wichtig, aus Spaß an der Freude zusammengefunden. Die letzten beiden Kalender waren mehr oder weniger beliebt und es sollte interessierten Studierenden erneut die Möglichkeit gegeben werden, sich für ein gemeinnütziges Projekt1 zur Verfügung zu stellen und andere mit ihrem Aussehen zu begeistern. Dieses Anliegen ist auch zu den meisten Presseorganen durchgedrungen, auch wenn fast kein Artikel ohne inhaltliche Fehler auskommt. Irgendwann kam dann aber das Presseorgan mit den vier großen Buchstaben dazwischen. Vorher sahen die Überschriften und Aufmacher ungefähr wie folgt aus:

Journalistische und nackte Tatsachen weiterlesen

  1. Der Gewinn wird für studentische Zwecke gespendet. []

Kleine Umfrage

Da ich weiß wie viel Arbeit so eine Umfrage macht, an dieser Stelle etwas Fremdwerbung. Tamara Specht macht eine Umfrage zum Thema Cybermobbing unter Jugendlichen.

Wenn ihr Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren, LehrerInnen, die Jugendliche in diesem Alter unterrichten, oder Eltern, die Kinder in diesem Alter haben, kennt, wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr die Links zu den Umfragen an diese weiterleiten könntet! Und solltet ihr selbst zu einer meiner drei Zielgruppen gehören, freue ich mich natürlich, wenn ihr den Fragebogen selbst ausfüllen würdet. Natürlich freue ich mich auch über Hinweise auf die Umfrage in anderen Blogs.

Hier nun die Links zu den drei Umfragen:
Umfrage unter Jugendlichen: http://umfrage.imb-uni-augsburg.de/index.php?sid=29818&newtest=Y&lang=de-informal
Umfrage unter Eltern: http://umfrage.imb-uni-augsburg.de/index.php?sid=77845&newtest=Y&lang=de
Umfrage unter Lehrerinnen und Lehrern: http://umfrage.imb-uni-augsburg.de/index.php?sid=83762&newtest=Y&lang=de

Hier im Blog werde ich natürlich weiterhin berichten, wie meine Forschung zum Thema “Cyber-Mobbing unter Jugendlichen” läuft!

Wie im Zitat steht, richtet sich die Umfrage an Jugendliche (12-19 Jahre), Lehrkräfte und Eltern. Ich selbst rfrag mich aktuell noch, ob ich schon in die Kategorie „Lehrerinnen und Lehrer“ falle. Vielleicht findet sich ja jemand, der eindeutig in eine der Kategorien gehört und der Lust hat mitzumachen.

Und plötzlich interessiert es niemanden mehr

Die Piratenpartei Sachsen-Anhalt hat vor einiger Zeit eine Pressemitteilung über die Uni Magdeburg rausgegeben. Inhalt ist eine erneute Datenschutzpanne an der Uni. Wir erinnern uns zurück, sowas gab es schonmal. Damals waren die Forderungen der Studierendenschaft, vertreten durch den damaligen Studentenrat, mittlerweile Studierendenrat, ziemlich lang. Passiert ist…nun, nicht wirklich viel. Der Datenschutzbeauftragte scheint mittlerweile ein neuer zu sein. Aber von den Forderungen des StuRas und dem „Arbeitskreis Datenschutz“ hat man seitdem nie wieder etwas gehört. Und nun gibt es plötzlich einen neuen Datenskandal, „ist nun eine weitere Lücke im Datenschutz der Universität entdeckt worden“, wie die Piraten LSA in ihrer Pressemitteilung vom 23. September 2009 schreiben. Betrachtet man diesen Eintrag in einem örtlichen Forum, so wird deutlich, dass es sich zwar um die neuste Panne, aber nicht um die einzige in letzten Zeit handelt. Ausschlaggebend war beim etwas älteren Fall, der auch in der PM der Piraten erwähnt wird, dieser Blogeintrag vom 13. Juli 2009. An den wirklich zahllosen Kommentaren sowohl im Blog, als auch im Forum, kann man entnehmen, wie sehr das Thema noch zu reizen wusste. Dies ist schade, aber wie ich finde auch verständlich. Vorher wurde viel Aufhebens gemacht und die entsprechenden Stellen gelobten Besserung und was weiß ich nicht alles, doch passiert ist im Endeffekt nahezu nichts. Um ehrlich zu sein: Ich bin der Meinung, dass gar nichts passiert ist, kann dies aber nicht belegen. Deswegen ist halt fast/nahezu nichts passiert. Sicher sollte man sich dann trotzdem aufregen, aber warum? Verpufft doch wahrscheinlich eh wieder. Dies ist wahrscheinlich den meisten Lesern durch den Kopf gegangen, zumindest ging es mir so.
Und plötzlich interessiert es niemanden mehr weiterlesen

„Ich weiß nicht, ob sie das so in der Didaktik lernen.“

Sie wisse nicht, ob ich das so in der Didaktik lernen würde, aber es wäre ziemlicher Mist gewesen. Das bekam ich im Praktikum für einen wirklich „dämlichen“ Fehler zu hören. Ich bin froh über entsprechende Kritik, vor allem, wenn der Fehler oder die Ansicht dort sei ein Fehler gewesen, nichts mit unterschiedlichen Lehrstilen zu tun hat. Ich werde wahrscheinlich auch genau diese Stunde im Praktikumsbericht entsprechend auswerten1 und werde auch mir selbst den Großteil der Schuld zuschieben. Noch bin ich allerdings am Überlegen, ob nicht auch die Didaktik den einen oder anderen Seitenhieb bekommt. Wahrscheinlich wird sie es nicht, weil die einzige Didaktikerin für das Fach diesen Bericht liest und ich nicht ganz genau weiß, wie es mit ihrer Kritikfähigkeit bestellt ist. Dementsprechend werde ich zunächst einmal hier meine Gedanken entsprechend ordnen.

„Ich weiß nicht, ob sie das so in der Didaktik lernen.“ weiterlesen

  1. Wenn mir im Rest des Praktikums nicht noch schlimmeres passiert, was ich ja nicht hoffe. []

Vielen Dank für die Blumen?

An der Uni Magdeburg ist es so, dass es zwar eine feierliche, zentrale Immatrikulation gibt, die Exmatrikulationsfeiern aber durch die jeweiligen Fakultäten oder Fachschaftsräte organisiert werden. Nehmen wir nur einmal den Fachschaftsrat der Naturwissenschaften als Beispiel. An Hand der Sitzungsprotokolle kann man recht gut nachvollziehen, dass die letzte Diplomübergabe (was ja gleichbedeutend ist mit Exmatrikulation) mit gut 1260 Euro zu Buche geschlagen hat. Das ist sicherlich im Rahmen, ist aber für die Größe des Fachschaftsrates ziemlich happig.1 Dementsprechend müssen sich die Mitglieder des Gremiums um Sponsoren usw. kümmern. Dafür bekommen die Absolventen, wenn sie denn wollen, halt etwas mehr geboten als nur ihr Diplom per Post. Bisschen Anerkennung, einen kurzen Auftritt, bisschen winken, Rahmenprogramm, Sekt und Schnittchen. Alles in allem: Einen halbwegs würdigen Abschluss für eine bedeutende Lebensphase. Verabschiedet wurden die frisch gebackenen Diplomer dabei von Dozenten und Mitgliedern des Fachschaftsrates.

Vielen Dank für die Blumen? weiterlesen

  1. Auf dieser Art wird der Fara FNW das wohl auch nicht unbedingt machen. Aber allein der Versuch ist begrüßenswert und ehrt die Mitglieder. An dieser Stelle mehr Erfolg mit den Sponsoren beim nächsten Termin. []

Bachelor als Feindbild

Wissen Sie, also früher, früher war an den Universitäten alles besser. Also mit früher meine ich vor der Einführung des Bachelor als Abschluss. Wer Bachelor studiert, der ist ja automatisch dumm. Wie? Glauben Sie nicht? Ist aber so, ich versichere es ihnen. Dabei ist das egal, in welchem Semester diese Bachelors studieren. Doof bleibt doof, da hilft keine Erfahrung.
Man muss aber auch sagen, dass die Universitäten da ganz eindeutig Mist gebaut haben. Also nicht in Bezug auf die Studienordnungen oder so, ich meine, kann ja sein, dass die da auch Mist gebaut haben, aber damit kenne ich mich jetzt nicht aus. Nein, wo die Universitäten Mist gebaut haben ist schlicht und ergreifend in der Zusammensetzung der Lehrveranstaltungen. Stellen Sie sich vor: Da muss man als gestandener Student mit zweistelligen Semesterzahlen in einer Veranstaltung mit Zweitsemestern sitzen. Also das hätte es früher nicht gegeben, dass man unterschiedliche Semesterzahlen und unterschiedliche Studiengänge in Veranstaltungen mischt. Was soll sowas auch bringen? Wäre doch besser, wenn man da teilen würde. Ich hätte da auch schon eine Idee, die vertrete ich auch immer in diesen gemischten Veranstaltungen. Die Bachelor gehen einfach alle zu dem einen Dozenten, der hat eh ein recht niedriges Niveau. Was? Mir doch egal, dass der Professor und Institutsleiter ist. Der hat halt ein nicht so hohes Niveau, wie die Dozenten, die ich mag. Deswegen sollten wir jetzt nach Studiengängen teilen. Die doofen Bachelor bekommen die anspruchslosen Dozenten und die durch die Bank schlauen Magister und Lehrämter die anspruchsvollen Dozenten. Wie? Ob ich das wirklich in vollen Lehrveranstaltungen sage? Ja, natürlich! Ob sich die Bachelor dabei auf den Schlips getreten fühlen? Nein, ich sag doch immer dazu, dass ich damit niemandem zu nahe treten will. Was denken Sie denn von mir? Also wirklich!

Außerdem müssen die Bachelor mal damit aufhören, sich hinter ihren Studienordnungen zu verstecken. Das bringt doch nichts! Was? Ja, ich hab gesagt, dass ich von den Studienordnungen keine Ahnung habe. Was hat das denn damit zu tun? Ich kann jawohl beurteilen, ob die ihre Studienordnung nur als Entschuldigung benutzen oder ob die Probleme wirklich mit der Studienordnung zu tun haben. Dafür muss ich die doch nicht gelesen haben. Sie müssen beachten, dass ich schon lange studiere und somit Ahnung habe! Aus diesem Grund kann ich solche Argumente einfach nicht gelten lassen! Jedenfalls müssen die mal aufhören mit diesem Versteckspiel. Die müssen einfach mal die Gelegenheit beim Schopfe greifen, diskutieren, die Inhalte verstehen und reflektieren. ICH konnte sowas ab dem zweiten Semester! Was? Wie die das bei den anspruchslosen Dozenten lernen sollen? Also wirklich, ein bisschen Selbststudium wird doch schon noch erlaubt sein, oder? Man kann denen doch nicht alles hinterhertragen! Ob es da nicht sinnvoller wäre, wenn die Veranstaltungen gemischt bleiben würden, so dass die „jungen“ von den „alten“ Studierenden lernen können? Also wirklich, Sie kommen auf sehr merkwürdige Ideen…1

  1. Wer Ironie findet, der darf sie behalten. Sarkasmus darf auch noch eingerahmt werden. Spuren von Zynismus benutze man bitte als Zugabe zum Kaffee und von purer Verzweiflung kaufe man sich ein Eis. []

Interjektionen und Onomatopoetika

In einer Vorlesung über Wortarten hatten wir als letzte Wortart des Semesters die Interjektionen. In der Vorlesung und auch hier sollen Interjektionen wie folgt definiert werden:

prototypische Merkmale der Interjektion:1
„expressiver Ausdruck einer spontanen Emotion, Abwesenheit referentieller Bedeutung, Unflektierbarkeit, syntaktische Autonomie, eventuelles Vorhandensein onomatopoetischer Strukturen“

Dröseln wir das mal etwas auseinander für alle, die sich, wie ich, mit zu vielen Fachwörtern etwas schwer tun.
Flektion ist grob gesagt die grammatikalische Anpassung der Form eines Wortes an so etwas wie Kasus oder Nummerus. Unflektierbar bedeutet dementsprechend, dass eine solche Anpassung nicht vorgenommen wird/werden kann. Syntaktische Autonomie sagt aus, dass Interjektionen nicht an einen festen Platz im Satz gebunden sind. Was onomatopoetisch ist, das klären wir nach der Bestimmung einer „Interjektion“. Interjektionen sind an sich schlicht „Einwürfe“, die wir in unsere Sätze einbauen. Dies geschieht meistens in der gesprochenen Sprache. Beispiele wären: ah, brrr (frieren), hui, nanu, oi, puh, tja, uff, ui, pst, ätsch oder brrr (zum Tier). Nun können Interjektionen auch eine onomatopoetische Struktur haben. Onomatopoetika sind „lautmalerische Wörter“, d.h. Wörter die ein außersprachliches akustisches Phänomen nachahmen. Beispiele hierfür sind zum Beispiel miau, piep, Kuckuck, tatütata, kikeriki oder brumm. Onomatopoetika können Interjektionen – „haha“ zum Beispiel – sein, manchmal sind sie aber auch nur Onomatopoetika.
Neben der gesprochenen Sprache sind Interjektionen und Onomatopoetika besonders in Comics und der „Internetkommunikation“ verbreitet. Besonderer „Dank“ gilt hier wohl Erika Fuchs, ihres Zeichens Übersetzerin der Donald Duck Comics. Erika Fuchs sind besondere Leistungen in Bezug auf die Verbreitung des Inflektivs im Deutschen zuzuschreiben. Der Inflektiv oder scherzhaft „Erikativ“ genannt ist ein Verb in der „Grundform“, welches nicht gebeugt wird2 , bei der auch die deutsche Infinitivendung -n/-en weggelassen wird. So wird aus dem Infinitiv „gähnen“ das Wort „gähn“. Oder aus „lachen“ wird „lach“. Man sieht, dass viele im Internet, besonders in Messengern, ständig mit Inflektiven rumwerfen ohne dies zu wissen.3

  1. nach Nübling, D.: Die prototypische Interjektion: Ein Definitionsvorschlag.
    In: Zeitschrift für Semiotik. 26 (2004) 1-2, 13 []
  2. Eine infinite, unflektierte Verbform []
  3. Ich wollte auf irgendwas bestimmtes hinaus, hab aber vergessen auf was. Deswegen endet der Eintrag „einfach so. []