Schlagwort-Archive: Sprache

Die Fürstin und der Kardinal

Gestern Abend waren bei Maischberger Kardinal Meisner und „Fürstin Gloria“ zu Gast. Die Themen drehten sich alle irgendwie um den katholischen Glauben. Auf Grund der beiden Gäste wirkte das ganze eher stockkonservativ oder eher skurril. Aber ein paar schöne Stellen gab es doch:

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Wordle

Wortwolken kann man auf der Internetseite von Wordle erstellen. Entweder für einen Text oder für eine Internetadresse. Die Wortwolke für meine momentane Startseite (ohne diesen Artikel) sieht dann so aus:

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Experimentelles Blogging

Die Segnungen der Technik sind ja nahezu unendlich, gerade im Bereich der Handys. Angefangen haben die meisten von uns noch mit halben Telefonzellen oder sogar noch mit den alten D-Netzen, in denen es noch verschiedene Vorwahlen gab und das Gespräch auch einfach mal weg war, wenn man in einen anderen Vorwahlbereich gelaufen, bzw. gefahren ist. Mittlerweile sind die Handys kleiner und vielseitiger geworden. Kleiner führt dazu, dass man sie ständig verliert und vielseitiger führt dazu, dass man doch mal die Bedienungsanleitungen zu Rate ziehen muss. Die werden aber komischerweise immer dünner, je vielseitiger die Handys werden.

Eine der Neuerungen, die ich nicht mehr missen möchte, ist die T9 Funktion. Geht einfach schneller, zumindest manchmal. Das Handy meiner Praktikantin geht allerdings noch einen Schritt weiter. Hat man ein Wort geschrieben, dann macht das Handy einem einen Vorschlag für das nächste Wort. Ziemlich sinnlos, aber für experimentelles Blogging durchaus brauchbar. Nachfolgend nun die Ergüsse des Spatzenhirns von Handy. Fettgedruckte Worte stammen jeweils von mir. Weiß das Handy nicht weiter, dann wird der Satz beendet. Groß- und Kleinschreibung habe ich nachträglich eingefügt.

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Die Sache mit den Liedtexten

Musik gehört ja für mich ungefähr so sehr zum Leben wie das Atmen. Dabei muss ich zugeben, dass ich zwar Lieder auch nach den Melodien und der „Kunstfertigkeit“ beurteile, aber ansonsten ein ziemlicher „Textfetischist“ bin. Rein instrumentale Stücke mag ich, bis auf einige Ausnahmen, fast gar nicht. Früher gab es nichts schöneres für mich, als die Texte der Lieder auswendig zu lernen, die ich am Liebsten mochte. Irgendwann ging es dann los, dass ich auch anfing über die Texte, die ich da (meistens recht schief) vor mich hin sang, nachzudenken. Dies lohnt sich bei Leibe nicht bei allen Liedtexten und manche sind auch einfach deswegen schön, weil kein tieferer Sinn von ihnen ausgeht.

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Wortspielkasse

Inspired by Bodo Wartke

Habe gestern zusammen mit Der Praktikantin die DVD „Achillesverse“ von Bodo Wartke geguckt. Die ungeschnittene Version, wo auch die „Puderpausen“ mit drin sind. Der Dialog währenddessen spielte sich ungefähr so ab:

Die Praktikantin: Die Puderquaste möchte ich nach so nem Auftritt auch nicht sehen. Die kannste ja nur noch wegschmeißen.

Ich: Stimmt. Besser wären Puderquäste…die wäschste.

Ich musste ja schon schmunzeln

Auch angehende KulturwissenschaftlerInnen machen ab und an ein Praktikum. So auch gerade eine Bekannte meiner Praktikantin. Diese macht gerade ein Praktikum bei, regionalen Ableger der Zeitung, die leider damals die Dinosaurier nicht warnen konnte. Da ich eh gerade nichts zu tun hatte, hab ich mal nach dem Internetauftritt des Printmediums geguckt und bin über eine Verteilseite des Großkonzerns tatsächlich fündig geworden und musste ganz plötzlich doch sehr an mich halten um nur zu schmunzeln. Der Magdeburger Ableger wird nämlich wie folgt beschrieben:
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Der HDL-Song

Der HDL-Song von Jasper. Interessante, gut gelungene Art und Weise mit Chatsprache&Co. umzugehen.

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Wouldn’t it be nice, so auf dem Schirm?

Unsere Sprache treibt die schönsten Blüten, wenn man sie nur lässt. Das ist hinlänglich bekannt, selbst wenn viele Anglizismen und Neologismen selbst dann nicht erkennen würden, wenn man sie damit schlägt. Es ist halt alles eine Frage der Gewöhnung. Meistens habe ich recht wenig gegen die Anreicherung der deutschen Sprache mit Fremd- oder Lehnwörtern oder meinetwegen auch Neologismen. Übertreiben tun es zwar viele, aber im Endeffekt ist es gehupft wie gesprungen, ob der Hausmeister nun Hausmeister oder Facility Manager heißt. Ein bisschen anders sehe ich das bei Füllwörtern und Redewendungen.

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Blockbildende Gehirnwäsche

Die neu besetzten Gremien an der Universität haben ihre Arbeit aufgenommen und schon gibt es „Schlagzeilen“, wie sie selbst die Bildzeitung nicht schöner hinbekommen würde. Die GHG titelte jüngst mit „Kein Argument ist auch kein Argument“ in den beiden Online-Communities der Magdeburger Studierendenschaft. Die eigentliche Pressemitteilung hatte noch den Titel „Kein Argument ist auch ein Argument“, wie man auf dem Internetauftritt der GHG nachlesen kann (Stand 19. Juli 2008, 21:21 Uhr) und eigentlich wurde diese Pressemitteilung auch von sur l’eau unterschireben, da es aber im Nachfolgenden nur um die GHG geht, werde ich auch nur die GHG erwähnen. Über den genauen Inhalt will ich an dieser Stelle nichts sagen. Ich weiß, dass es gewisse „Blockmentalitäten“ innerhalb (studentischer) Gremien gibt, bzw. eine Tendenz zu Blockverhalten stets auszumachen ist. Mal sind es feste Gruppierungen, mal sind es nur ganz normale Sympathien und Antipathien zwischen einzelnen Leuten. Auffällig bleibt bei der GHG aber, dass sie scheinbar gerne kurz nach den Neuwahlen Pressemitteilungen veröffentlicht, sich danach aber eher in Schweigen bezüglich genannter Probleme hüllt. Ist wahrscheinlich auch besser so, die studentischen Gremien leiden nämlich eh zumeist unter einem schlechten Ruf, auch ohne dass ständig irgendjemand irgendwelche Pressemitteilungen veröffentlicht.
Aber wenn mich schon der Inhalt an dieser Stelle nicht weiter interessiert und ich mich auch nicht über den tieferen Sinn oder Unsinn von Pressemitteilungen auslassen möchte, was interessiert mich dann?
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Was will mir der Autor damit sagen?

Nein, es soll hier nicht um meine jüngsten Erfahrungen im Studium der Germanistik gehen. Nein, es geht ein weiteres Mal um Klosprüche. Genauer: um einen Aufkleber, den ich auf einer Toilette in der Universität erblickt hab.

An der oberen Seite des Aufklebers stand: „TIERE SIND LEBEWESEN“.
Darunter zeigten sich zwei „Portraits“. Ein Schwein und eine Kuh.
An der unteren Seite stand: „KEINE LEBENSMITTEL“.

Okay. Hier stellte sich mir erstmal die Frage: „Was um alles in der Welt will mir der Autor damit sagen?“ Natürlich sind Tiere Lebewesen. Pflanzen aber auch. Auch Bakterien leben irgendwie. Dazu noch diese „keine Lebensmittel“. Natürlich sind Tiere per se Lebewesen und keine Lebensmittel. Natürlich wird viel Schindluder bei der Zucht und Haltung mancher Tiere, gerade bei denen, die hauptsächlich als Nahrung bestimmt sind, getrieben. Aber mal ehrlich: Was sollen solche Sprüche? Verdammte Willkür. Wenn wir nach der Kategorie „Lebewesen“ entscheiden, was wir essen dürfen, dann darf man nicht einmal den eigenen Speichel runterschlucken. Und dann die beiden Tiere. Ein Schwein und eine Kuh. Sehr große Auswahl. Was ist denn bitte mit Fischen, hm? Das sind wahrscheinlich Lebewesen, aber keine Tiere. Hühner, Puten und Truthähne sind auch keine Tiere, sondern Geflügel. Und wer denkt an die Scampis, Schnecken, Krabben und Frösche, die ständig verspeist werden? Ich vergaß, die haben alle nicht so nette, große Augen mit denen sie einen angucken können und geben auch nicht so putzige Geräusche von sich, außer vielleicht die Federviecher. Unter dem Aspekt hätten sie aber wenigstens Pferde noch mit anführen können. Die haben hübsche große Augen und kommen auch viel besser bei den Menschen, gerade bei den weiblichen Vertretern an, als Schweine und Kühe. Aber dafür ist der Verzehr von Pferdefleisch wohl noch nicht weit genug verbreitet.

Ich versteh schon. Hauptsache man ist dagegen und muss sich für diese Einstellung nicht zu sehr verbiegen oder gar nachdenken.