Nachrichten getagged: Schule

Wehe wenn sie losgelassen

Von , 13. November 2008 17:30
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Wie vorhin schon angemerkt nun meine Anmerkungen1 zu den streikenden Schülern.

Zuerst muss ich wohl sagen, dass ich eigentlich richtig begeistert war als ich hörte, dass die deutschen Schüler bundesweit in den Streik treten, bzw. einen Tag lang demonstrieren, um auf die Bildungssituation in Deutschland aufmerksam zu machen. Ich bin in meiner Schullaufbahn einmal gegen überalterte Kollegien und mangelnde Neueinstellungen auf die Straße gegangen und begrüße politische Partizipation eigentlich in fast allen Fällen. Ich hab auch grundsätzlich nichts gegen etwas ausgefallenere Aktionen, doch bei der Betrachtung von diesem Video konnte ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln und das hatte mehrere Gründe. Erstmal der Polizist, der dem Jugendlichen gleich zu Anfang des Videos voll in die Fresse haut. “Überfordert” kann man das auch nennen, ja. Wobei man bei solchen Zusammenschnitten auch bei SPON besonders vorsichtig sein muss. Dementsprechen verurteile ich das, was “die Schüler” da später angestellt haben zwar, aber hoffe, dass es sich nur um ein paar wenige Idioten handelte. Öffentliche (Bildungs-)Einrichtungen aus Protestgründen zu besetzen finde ich dabei nicht wirklich verwerflich, jedoch muss man das besetzte Gebäude dann nicht verwüsten, kein Feuer anmachen und auch keine Ausstellung (egal welcher Art) demolieren. Aber zum Glück relativiert sich die “Berichterstattung” von SPON bei einem Blick zur Tagesschau. Bei der Tagesschau wirkt die ganze Aktion gleich ein bisschen besser.

Was mir aber bei dem SPON-Video aufgefallen ist, ist der “Typ vonner Antifa”. Liegt das eigentlich in der deutschen Mentalität sein Gehirn abzugeben, sobald man eine Flagge in die Hand bekommt? Oder ist das eher so ein allgemeines Problem der Menschheit?

Und warum scheint Frau Sperber kurz vor einem Lachanfall zu stehen, wenn sie sagt, die Schüler würden 68er spielen?

Und Herr Schmidt, warum verteidigen sie auch noch die Krawallmacher und zeigen Verständnis? Politische Partizipation: Ja! Für die eigenen Rechte und Interessen eintreten: Ja! Steine schmeissen und fremdes Eigentum demolieren: Nein! Solche Krawallmacher muss man doch davon überzeugen, dass es andere Wege gibt und ihnen nicht auch noch den Rücken stärken. Ich wette darauf, dass die Krawallmacher nicht zur Demo gekommen sind, weil sie mehr Bildung wollen, sondern weil sie mal richtig schön die Sau rauslassen wollten.

(Zu den interviewten Teilnehmern sag ich jetzt mal nichts.)

Was ich bei der ganzen Sache aber wirklich bedenklich finde, egal wie einzelne Schüler bei den Demonstrationen auftreten: Ich habe jetzt in vielen Artikeln gelesen, dass “die Lehrer” den Streik nicht unterstützen würden und dass die Politik “Konsequenzen” androhe. Wollen die Einen sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und fällt den Anderen nichts besser ein, als erstmal Kontra zu geben?

Bin ja mal gespannt wie die ganze Sache so weitergeht.

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  1. Wenn das mal nicht ein dickes A! am Rand gibt []
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Kreidespray

Von , 8. April 2008 17:07
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Bin gerade ziemlich müde, deswegen nur ganz kurz:

Der Herr Rau, der sucht Kreidespray. Ich wusste wo es welches gab und sollte durfte das nun für ihn testen. Gut, dass wir gerade wieder ne Aktion für “Fakultät ohne Rassismus” gestartet haben, bei der ich das Spray mal ausprobieren konnte.

Gekauft hatte ich zwei Dosen Crazy Joke Kreidespray von einer mir noch nicht näher bestimmbaren Firma.

Grundsätzlich gab es davon im Laden die Farben blau, grün, rot und gelb. Mitgenommen hatte ich gelb (1. Bild) und rot (2. Bild) und die heute morgen per Schablone an die Tafel gebracht.

Die Handhabung des Sprays ist eigentlich so wie es bei Spraydosen üblich ist. Schütteln und draufhalten. Allerdings haben diese Spraydosen keine “normale” Düse, sondern so ein kleines Röhrchen vor der Düse. Sieht also ungefähr so aus:

Dementsprechend “punktgenau” kommt die Farbe auch auf. Geht man jetzt allerdings zu nah an die zu besprühende Oberfläche ran, dann sieht es fast so aus, als hätte man farbigen Rasierschaum auf die Fläche gesprüht. Sprüht man hingegen aus etwas mehr Entfernung, dann deckt die Farbe kaum noch. Das Spray ist also ziemlich schwer zu dosieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die Dosen auch nicht so sonderlich ergiebig sind. Die Schablone für die beiden Bilder oben war A2 und die Dosen haben für einen Einsatz gereicht, ansonsten gäbe es auch noch mehr Bilder. Mit mehr Übung, vor allem in Bezug auf die otimale Sprühdistanz mag sich der Verbrauch verbessern, aber ich glaube da nicht so wirklich dran.

Außerdem saut das Zeug ziemlich rum, vor allem die Flächen, bei denen man zu nahe dran war. Die aus größerer Entfernung besprühten Flächen sehen wirklich so aus, als seien sie mit Kriedestaub bedeckt.

Abzuwischen ist das Zeug am Besten naß, allerdings befüchte ich, dass man dafür auch mehrere Durchgänge braucht. Getestet hab ich es aber nur an Tafelfolie, da blieb nach einmal naß drüberwischen noch ein Farbschleier übrig.

Abschließend muss ich sagen, dass das Spray an sich ja ganz lustig ist und für den kurzzeitigen und vor allem kleinflächigen Einsatz auch ganz brauchbar sein mag, allerdings würde ich mir die Anschaffung ernstlich überlegen, da eine Dose mit über 3€ zu Buche schlägt und für diesen Preis ist das Spray einfach mal nicht ergiebig genug.

Sonst noch Fragen, verehrter Herr Rau?

Ansonsten hier noch zwei andere Bilder vom Tag:

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Nachwehen des Praktikums

Von , 27. März 2008 22:42
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Okay, ich sollte dieses Wochenende echt die Texte korrigiert bekommen, die “meine” 9E verfasst hat. Aber eben hat mir einer der Schüler einen spontan geschriebenen Text geschickt. Wie schön, wenn wenigstens bei einem spürbar was hängenbleibt.

Gründe gegen das Abitur

Von , 26. März 2008 20:33
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Es gibt ja viele Gründe, die dagegen sprechen das Abitur zu machen. Man hat keine Lust mehr auf Schule, hat schon einen tollen Ausbildungsplatz und wird bald Vater, man hat einfach nicht die geistigen Kapazitäten usw.

Sehr interessant ist aber die folgende Begründung, getätigt von einer Dame im zarten und aus Gründen des Anstandes nicht näher bestimmten Alters um die 35. Sie kommt gebürtig aus den neuen Bundesländern, aus einer Gegend die Polen Tschechien deutlich näher ist als Deutschland oder der ehemaligen DDR. Aber das nur am Rande, denn die geografische Lage ihres Geburtsortes tut hier nichts weiter zur Sache.

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Neuer Versuch der Ergebnissicherung

Von , 3. März 2008 21:05
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Ich habe das Experiment mal gewagt und mit der 9. Klasse, mit der ich momentan kreatives Schreiben übe, eine neue Variante der Ergebnissicherung ausprobiert. Und wen wundert es, es ist ein Blog. Die ersten Ergebnisse trudeln langsam ein, noch alles etwas durchwachsen, ich werd da wohl doch noch ein paar Takte zu sagen müssen. Trotzdem finde ich, dass es gut anläuft. Dennoch bitte ich meine Leser darum sich den Blog nur anzugucken und nicht zu kommentieren. Anmerkungen nehme ich gerne hier entgegen.

Wird mal wieder Zeit was zu schreiben…

Von , 20. Februar 2008 18:08
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Irgendwie passiert in letzter Zeit eine Menge, aber nichts davon passt so wirklich in diesen Blog. Also mal wieder Zeit für eine kleine Zusammenfassung der letzten Ereignisse.

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Dieses war der erste Streich…

Von , 14. Februar 2008 17:25
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…die nächsten neunzehn folgen allzu bald. Gut, ich bin nicht Wilhelm Busch, ich gebe es zu.

Hatte heute meinen ersten eigenen Unterrichtsversuch in einer fünften Klasse (Deutsch). Da muss ich jetzt noch 4 Stunden absolvieren, zwei davon morgen. Ab nächster Woche kommt dann noch der Leistungskurs 12 (Politik) dazu und übernächste Woche noch die neunte in Deutsch und vielleicht Politik. wenn jetzt alles gut läuft bin ich bis zu den Osterferien mit meinem Praktikum fertig.

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Der Stundenplan ist (fast) fertig!

Von , 12. Februar 2008 18:35
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Juhu (?), nun hab ich endlich sowas wie einen Plan, wie ich denn meine Stunden zusammenbekomme. Nur Politik hängt noch ein bisschen in der Schwebe. Jedenfalls darf ich ab Übermorgen in der 5. Klasse Deutsch unterrichten und dann ab dem 26. auch in der 9. Klasse.

Nun sitze ich hier mit dem Schulbuch der 5. Klasse und frage mich: “Was zum Teufel wollen die von mir?” Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sollen die Schüler zum ersten Mal so etwas wie einen Bericht schreiben und das Schulbuch versucht dies irgendwie über “Tierbeobachtungen” zu deichseln. Nur wie, das versteh ich noch nicht so ganz. Naja, morgen ist auch noch ein Tag, das wird schon irgendwie…

Der kleine Unterschied und: Die Welt ist klein

Von , 11. Februar 2008 20:43
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Nach gut einer Woche Praktikum fallen einem doch so mit der Zeit die Unterschiede zwischen Lehrerinnen und Lehrern auf. Ich habe ja eine Betreuungslehrerin (Frau A.) und einen Betreuungslehrer (Herr B.), bzw. eine Mentorin und einen Mentor. Frau A. kenne ich schon aus einem früheren Praktikum, Herrn B. habe ich erst in diesem Praktikum kennengelernt. Beide waren noch nicht an der Schule, als ich dort noch Schüler war.

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Na wat is’ denn nu?

Von , 11. Februar 2008 17:12
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Beim Herrn Rau ist Kommandozeilentag, zumindest heute (ls eintippen ist lustig).
Meine Betreuungslehrerin hat mich heute ganz erstaunt angeguckt, als ich meinte ich würde auch die Klischee-Neunte unterrichten (die sind pubertierend, laut, unkonzentriert und desinteressiert).
Der gesunde Zyniker hat immer noch Scheiße am Fuß (vielleicht sollte er mal Schuhe anziehen).
Bisherige quasi Zusagen für Unterrichtsstunden: Liebeslyrik, Grundrechte, staatliche Interventionen gegen Kindermangel (oder: wie macht man den Leuten Sex ohne Verhütung schmackhaft) und irgendwas in der 5. Klasse.
Nachbarin und die Bekannten scheinen verschollen.
Hab heute mal wieder bemerkt, dass der Ausspruch “Kenne ich wie meine Westentasche” irgendwie dämlich ist, denn man guckt nie wirklich häufig in seine Westentasche.
Das blonde Überfallkommando hat auch dunkle Klamotten, ist aber ansonsten immer noch merkwürdig (und die neue Sitzordnung auch).
Vielleicht fällt mir später noch mehr ein…

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