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My virtual self

Alle naselang gehe ich mal nach mir selbst im Internet auf Spurensuche. Da ich alle meine eMail-Adressen usw. kenne ist das natürlich für mich einfacher, als für viele andere. Aber es gibt ja auch spezialisiertere Suchmaschinen, wie zum Beispiel yasni, für Leute, die meinen vollen Namen kennen. Manchmal erstaunt es ja sogar mich, was sich da alles findet. Zum Beispiel irgendwelche uralten Gästebucheinträge oder ähnliches.
Mal eine kleine Auswahl (Yasni):

* passender Eintrag bei 11880
* Account bei Friendster (wtf?? gleich mal gelöscht)
* Irgendein altes Gästebuch, welches es eigentlich schon lange nicht mehr geben sollt
* X Einträge in anderen Gästebüchern
* Ein paar Copyrightvermerke zu Fotos von mir, die auf anderen Seiten benutzt wurden
* Meine Amazon-Wunschliste ( o.O )
* Artikel über Veranstaltungen an denen ich mitgewirkt habe, bzw. einfach irgendwas gesagt habe
* Ein paar der Organisationen, in denen ich mitwirke (oder mitgewirkt habe)

Mal gucken wie lange das dauert, bis die noch ausgereifter sind, oder einen Deal mit den ganzen Communities abschließen. Aber alles in allem gibt es kaum Einträge, die ich nicht nachvollziehen könnte und Bilder hat nach mir auch keiner benannt.

Realitätsanspruch?

100 Produkte im Vergleich. Werbebild und Realität. Interessant anzuschauen.

via: Shopblogger

Die Vögel

Wenn Hitchcock „Die Vögel“ dreht, dann kommt da ein grandioser und guter Film bei raus.

Wenn ein Film „Die Vögel – Attack from above“ heißt, dann sollte man ihn sich nicht ausleihen. Filme, die ähnliche Titel wie Klassiker haben sind selten zu gebrauchen. Ich hab ihn mir natürlich trotzdem ausgeliehen. Was hatte ich davon?

Na?

Raben mit BSE…

Kopf -> Tisch

Werbung

Werbung gibt es ja an allen Ecken und mittlerweile eigentlich auch für alle Ecken. Aber manchmal, vor allem wenn man länger kein TV mehr geguckt hat, trifft einen die ganze Wucht der Werbekreativität wie ein Bohrhammer von Bosch. So ging es zumindest mir.

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Lieber BILDblog, als BILD!

Zumindest lese ich lieber den BILDblog, als die Bildzeitung. Manchmal überkommt mich dann aber doch die komische Anwandlung, mir eine BILD zu kaufen, oder sie zu lesen, wenn sie denn irgendwo ausliegt. So auch heute, als ich in einem Café auf eine Bekannte wartete. Ich war zu früh, hatte alles andere erledigt und musste mir nun noch etwas die Zeit vertreiben. Also schnappte ich mir die BILD, um mir mal wieder anzugucken, welche Meinung gerade gebildet werden soll. Allerdings hatte ich schon nach der ersten Seite wieder genug.
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Klosprüche und amoklaufendes Hack

Über die Sprüche, die man allerortens auf Toiletten findet, wurde ja schon immer viel gesagt und geschrieben. Nach vielen Semestern an der Uni hab ich es mittlerweile eigentlich aufgegeben mal etwas originelles auf den Toiletten der Universität zu erspähen. Aber es gibt Tage, da findet man doch noch Inschriften, die irgendwie lustig sind. So auch heute auf der Herrentoilette der Bibliothek. An einem völlig bekritzelten Klopapierspender fand sich doch noch ein Spruch, den man noch entziffern konnte.

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X=“Skandalvergleich“ einfügen

Nachdem eine ehemalige Nachrichtensprecherin mit „Nazivergleichen“ schockte steht nun die neue „Stasi“ im Fadenkreuz der Menschen. Okay, zumindest mancher Menschen. Nämlich im Visier derjenigen, die gerne irgendwelche, absolut hinkenden, historische Vergleiche anstellen. Diese Entwicklung ist nicht sonderlich neu. Liest man sich einmal die Dossiers verschiedener Zeitungen durch, so trifft man ständig auf vergleichende Bezeichnungen. Sehr beliebt ist „der neue Hitler“. Wer sich schon alles zu einer Reinkarnation des verdammten Arschlochs aufgeschwungen hat, bzw. dazu gemacht wurde ist echt faszinierend (siehe dazu auch Volker Pispers – Beis neulich…). Unter „skandalösen“ Vergleichen mit X geht heute nichts mehr, oder? Viele Greueltaten der Vergangenheit sind und bleiben unvergessen, was auch gut so ist. Okay, manche Greueltaten werden auch recht schnell wieder vergessen. So Vietnam (wer redet da schon noch drüber?), Allende, Golfkrieg I, Tschetschenien usw. Interessiert ja keinen mehr, oder? Hauptsache die „Intellektuellen“, also Experten, Literaten, Fachidioten, Medienmacher und alle anderen können möglichst bedeutungsschwere Begriffe aus der deutschen Vergangenheit in die Diskussion einwerfen. Vorratsdatenspeicherung&Co. ist weit weg von der Stasi, wie es sie in der DDR gegeben hat und auch das Onlineverzeichnis von Studenten, welches gerne mit Stasi betitelt wird, ist weit weg davon. Aber nun, klingt wichtig und die Rampensäue können in den Medien mal wieder beweisen, dass sie sich ein paar Begriffe aus dem Geschichtsunterricht bewahrt haben und Gagschreiber können ihre Witze mit „Nazometer“ usw. machen. So hat jeder etwas zu tun und uns geht es gut, die NPD bleibt wo sie ist (komisch, da kommen eher selten entsprechende Vergleiche) und die BILD verkauft ihre Auflage.

Sehr beliebt ist auch der recht inflationäre Gebrauch des Wortes Terror, bzw. Terrorismus. Und auch die Willkürlichkeit die bei der mit Terrorist zu bezeichnenden Gruppe an den Tag gelegt wird. Nicht alles, was mit Gewalt zu tun hat ist Terrorismus!

Schöne, neue Welt…und wenn gerade keine Vergleiche angebracht werden können regt man sich halt über das Crazyphone von FFN auf.

…es schneit….

Der schulische “Infotainment-Flash”

Seit Jahren geistert der Begriff Infotainment durch die Medienlandschaften. Infotainment ist toll, Infotainment ist die Zukunft, so scheint der Tenor zu sein. Nicht nur Infos oder Entertainment, sondern beides zugleich. Neil Postman meinte zwar eher genau das Gegenteil, als er in seinem Werk „Wir amüsieren uns zu Tode“ (1985!!) das Fernsehen kritisch hintefragte. Aber heute ist ja bekanntlich alles anders. So setzt sich die Definition, wie sie zum Beispiel Wikipedia, anbietet immer weiter durch:

Unter Infotainment (Kofferwort aus dem Englischen: information und entertainment) versteht man die unterhaltsame Vermittlung von Bildungsinhalten und evtl. auch von Scheinwissen, das den Anspruch erhebt, Bildungsbestandteil zu sein.

Und genau darum geht es mir gerade. Die Vermittlung von Bildungsinhalten! Eben diese Vermittlung muss scheinbar auf immer unterhaltsamere Weise passieren und dies nicht nur in TV und Internet, sondern auch an dem Ort, der sich voll und ganz der Vermittlung von Bildungsinhalten gewidmethat, nämlich der Schule. Die paar wenigen Didaktik/Methodik Seminare, die man im Zuge der theoretischen Lehramtsausbildung in den meisten Bundesländern besuchen muss, sind geprägt von „alternativen Konzepten“. Ganz, ganz selten wird dem Lehrervortrag überhaupt noch eine Funktion im Unterricht zugesprochen. Alles muss neu sein, denn neu ist besser. Möglichst spontan und locker wäre auch nicht schlecht, auch wenn man seine Stunde im Vorfeld minutiös planen soll. So gibt es unlängst die Talkshow als Unterrichtsmethode und die Expertenbefragung wird auch ganz gerne mal mit Prominenten durchgeführt, wobei es manchmal fraglich ist wo sich der Sinn und Zweck dahinter versteckt. Ich will das alles jetzt nicht verteufeln, Gott bewahre. Ich frage mich nur manchmal, wo denn die ganze Sache hinlaufen soll. Scheinbar von Jahr zu Jahr werden immer mehr Begriffe mit „-tainment“ kombiniert. So gibt es ja mittlerweile schon das Edutainment und das Politainment. Die Idee, dass Lernen Spaß machen soll ist ja nun nicht gerade neu, aber Spaß ist doch etwas anderes als Unterhaltung…oder? Sollen angehende Lehrer demnächst auch noch parallel eine Ausbildung zum Moderator machen? Wird ein Praktikum im Club Robinson, als Animateur, denmächst Pflicht? Wie lange soll die Ausbildung dann bitte dauern? Okay, praxisnäher wäre sie wahrscheinlich, aber wie erkläre ich die 20 Semester dem Bafög-Amt? Werden mir die Einnahmen von meinen Wasser-Aerobic Stunden vom Bafög abgezogen? Kann ich das Managertraining auf der Gotcha-Anlage von der Steuer absetzen? Soll ich mit meinen Schülern später auch auf die Gotchabahn gehen? Und wer getroffen wurde rezitiert eine Strophe der „Glocke“? Gut, mit der zusätzlichen Ausbildung an einer Waffe wird der Unterricht in Zukunft auch noch ein Stückchen interessanter…

Und vor allem, wie lässt sich das ganze mit den realen Bedingungen vereinbaren? Ein Studium, das einen, meiner Meinung nach, nur sehr bedingt auf den Lehrerberuf vorbereitet, kaum Geld für genügend Lehrer, überfüllte Klassen und immer mehr Geschrei nach gebildeten Schülern. Wobei „gebildet“ bedeutet, dass sie Wissen reproduzieren können und dies möglichst vergleichbar und auf die Ansprüche der Wirtschaft abgestimmt. Da soll ich auch noch ein Thomas Gottschalk des Klassenzimmers werden? Kann man Spaß an der Sache nicht auch anders vermitteln? Zum Beispiel durch eigene Begeisterung für das Thema? Muss es immer etwas neues und immer, immer mehr sein? Wann ist es soweit, dass anstatt Schiller, Goethe und Kleist nur noch Effenberg und Bohlen gelesen werden? Liest man den letzteren, so wird man zumindest gut auf kommende Auftritte in irgendwelchen Castingshows vorbereitet und unterhaltend ist es sicher auch irgendwie. Wundert mich, dass es noch kein Bohlentainment oder Dietertainment gibt. Und die Unterrichtsstunde gibt es danach bei Youtube…

Ich bin wirklich nicht dafür, dass die Schule verstockt und konservativ bleibt. Aber sie sollte sich nicht allen Auswüchsen unserer Gesellschaft sofort stellen und versuchen möglichst viel umzusetzen. Manchmal ist es besser, wenn Information, Information und Entertainment, Enternatinment bleibt. Schule soll unter anderem dazu befähigen Kritik üben zu können und nicht dazu befähigen alles kritiklos zu übernehmen, bzw. Schule soll diese Kritiklosigkeit nicht vorleben…oder?

Früher sprach man vom Nürnberger Trichter, heute wäre vielleicht Trichtertainment angebracht. 😉

Das Sommerloch im Herbst

Das vielbeschrieene Sommerloch in den Medien scheint sich dieses Jahr bis in den Herbst auszudehnen. Nachdem Frau Roth und Herr Mixa etwas unschön aneinandergeraten sind, und Frau von der Leyen im August, also im eigentlichen Sommerloch, eine Broschüre der BZgA „bemängelte“ und so die Herstellung und Verbreitung stoppte, gibt nun ein Bischof Anlass für „Schlagzeilen“. Seit 2003, also seit mittlerweile 4 Jahren, tourt durch Deutschland ein Musical der BZgA. „Nase, Bauch und Po“ so lautet der Titel dieses Stückes und es geht um frühkindliche, sexuelle Aufklärung. Kinder ab 3 Jahren können dieses Musical besuchen. Gut, man mag über Sexualerziehung in dem Alter denken, was man will und mich persönlich wundert es jetzt nicht sonderlich, dass da irgendwann mal ein Vertreter einer religiösen Richtung nen Lauten machen muss. Gut…4 Jahre Reaktionszeit, aber wer stört sich schon daran. Es stört sich wohl auch niemand daran, dass das Musical von einer katholischen Organisation in die Gegend geholt wurde, die als Antwort auf den Ausstieg ihrer Kirche aus der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung gegründet wurde. Fast jeder kann ja meinetwegen so glücklich werden, wie er es für richtig hält. Auch glauben kann ja jeder an seinen eigenen Kram, aber muss man dafür unbedingt seinen gesunden Menschenverstand abschalten? In Zeiten der „Generation Porno“ sollte man vielleicht über alt hergebrachte Standpunkte nachdenken, wenn man dies noch nicht getan hat. Denn wie inflationär heute scheinbar das Wort „Liebe“ gebraucht wird, darüber sollten sich die Verfechter von Zucht und Ordnung mal wirklich Gedanken machen.

Aber auch ansonsten scheint sich die Berichterstattung noch nicht vom Sommerloch erholt zu haben. Ganz aktuell ist momentan die Angst vor dem „Überwachungswahn“, wobei die kritische Berichterstattung übder die Vorhaben in Deutschland und anderswo es irgendwie nicht schafft ein breites Publikum zu erreichen. Ich selbst hab bis vor kurzem jetzt auch nicht so viel von der ganzen Sache mitbekommen und bin daher bei Leibe kein Experte oder ähnliches. Auch muss ich zugeben, dass ich mir noch nicht ganz schlüssig bin was ich von der ganzen sache halten soll. Überwachung ja/nein? Wie viel, wie wenig Überwachung? Vorratsdatenspeicherung? Gläserner Bürger? Bundestrojaner? Bewegungsprofile?
Schlecht wird mir bei Texten wie folgendem aber schon irgendwie:

Anfang November entscheidet der Deutsche Bundestag über einen Gesetzentwurf, der die Erstellung von Kommunikations-, Bewegungs- und Internetnutzungsprofilen für alle Menschen in Deutschland vorsieht (sog. Vorratsdatenspeicherung). Die Zivilgesellschaft läuft seit Monaten Sturm gegen das verbreitet als verfassungswidrig angesehene Vorhaben. Nun ist ein Beschluss der Bundesregierung vom 28.09.2007 bekannt geworden, wonach Deutschland dem „Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität“ beitreten soll. Dieser Beitritt würde 52 Staaten in Europa und weltweit den Zugriff auf die ab 2008 in Deutschland zu speichernden Vorratsdaten eröffnen – nicht nur zur Verfolgung von Computerstraftaten, sondern jeglicher im Ausland mit Strafe bedrohter Handlung.

Quelle: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/154/1/lang,de/

Und auch der Big Brother Award, den es schon seit 2000 gibt, erlangt irgendwie kaum Aufmerksamkeit, obwohl die „Preisträger“ schon ganz schön harten Tobak abliefern. Auf Grund persönlicher Favoriten bei Zukunftsvisionen favorisiere ich dieses Jahr den Preisträger aus der Politik

Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Politik“ geht an den Bundesminister der Finanzen, Herrn Peer Steinbrück, für die Einführung einer lebenslangen Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Steuer-ID geht mir persönlich zu sehr in Richtung einer sehr düsteren Zukunftsversion…

Auch sehr schön ist die Nicht-Auszeichnung von Schäuble. Aber das soll jeder selbst nachlesen.

Aber die drohende Sperrung einer Pornoseite für dt. Kunden scheint die Gemüter mehr zu erregen (hehe), als sämtliche Visionen eines drohenden 1984. Frei nach dem Motto: „Ich hab nichts zu verbergen, aber ich will wenigstens in Ruhe Selbstbefriedigung betreiben!“ Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland Jugendschutz im weiten bereich der „Erotik“ fast gleichbedeutend mit „bezahlen“ ist, dann kann man das wahrscheinlich eher verstehen. Überwachung kostet den Einzelnen ja scheinbar nichts, aber wenn es an die Selbstbefriedigung geht ist der Spaß vorbei!

Aber ich seh es schon kommen. Neben Demonstrationen gegen den Überwachungswahn mit Teilnehmerzahlen unter 200, finden demnächst wahrscheinlich Demonstrationen für freie Wichsvorlagen statt. mit Teilnehmerzahlen jenseits der 1000 . 😉