Schlagwort-Archive: Magdeburg

Der Olvenstedter Blitzkurier

Mich erreichte heute eine Mitteilung, die ich hier mal nacherzählen will. Die Nachbarin ( C. ) hat sich mal wieder gemeldet (ich dachte schon sie sei ausgewandert) und hatte gleich mal wieder amüsantes zu berichten.

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„Könnt ihr nicht außenrum laufen?“

Ich war vorhin mit 3 Kommilitonen, zwei jungen Damen und einem jungen Herren, bei der Aidshilfe hier in der Stadt. Wir hatten uns entschlossen die Erlöse der Weihnachtsfeier der Aidshilfe zukommen zu lassen. Nachdem uns jemand die Spendendose geklaut hat, bot sich dies einfach an. Der Geschäftsführer zeigte sich sehr erfreut und nach einem interessanten Gespräch machten wir uns wieder auf den Weg zur Uni. Die letzten Seminare wollten ja auch noch besucht werden. Als wir uns dem Eingang von der Parkplatzseite aus näherten kam uns eine, nun, interessante Gruppe entgegen. Man erkannte sofort: „Das sind auf keinen Fall Studenten!“

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Vom alkoholfreien Bier zur alkoholfreien Zone

Wie man in der Volksstimme lesen konnte ist eine alkoholfreie Zone für Magdeburg beschlossene Sache. Genauer: auf dem Hasselbachplatz (nebst Teilen der Nebenstraßen) soll das Trinken von Alkohol außerhalb von Gaststätten verboten werden. Genaue Details sind noch nicht so wirklich bekannt, aber dennoch regen sich die Leute schon köstlichst auf. Auch in Studierendenkreisen wird das Thema beredet. Und dort treffen verhärtete Fronten aufeinander.

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Gefühlte Nationalisierung?

„Wir haben kein Problem mit Rechtsradikalen!“

Zumindest hat man so den Eindruck, wenn man sich „das Volk“ und die „geistige Elite“ so anhört. Da werden Afrikaner verprügelt und eine schwangere Irakerin zusammengedroschen und das LKA steht unter dem Verdacht Statistiken zu frisieren. Aber trotzdem werden gerade Straftaten, die dem braunen Klientel unserer Gesellschaft zuzuordnen sind ständig beschönigt. Bei Lesern von so manchem Boulevard-Magazin kann ich das ja noch verstehen. Aber wenn selbst die „geistige Elite“ zur Relativierung neigt und lieber mit nichtssagenden „Rechts vs. Links“ Argumenten aufwartet, dann fängt man an sich zu fragen:

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„Also gehören Sie nicht zur Sekte? Gut!“

Gestern Nachmittag waren ja deutschlandweit Demonstrationen und Mahnwachen gegen die Vorratsdatenspeicherung usw. Ich habe mich auch auf einer dieser Veranstaltungen eingefunden um ein paar Fotos zu machen, den Veranstaltern etwas zur Hand zu gehen (Pavillons bauen sich ja nicht von alleine auf) und um mir die ganze Sache mal anzugucken. Nachdem der Pavillon aufgebaut war und es dann auch pünktlich aufgehört hatte zu regnen, packte ich meine Kamera aus und fing an die ganze Sache zu dokumentieren. Nichts künstlerisch anspruchsvolles, nur Eindrücke sammeln und festhalten. So sprang ich da die ganze Zeit auch releativ unbehelligt in der Gegend rum, habe ab und an versichert, dass ich die Fotos nur mache um sie dem BKA gegen Prämie zur Verfügung zu stellen (manche Leute vertragen einfach keine Ironie) und frierte mir ansonsten nur dezent was ab. Da plötzlich sprach mich eine ältere Dame im forschen Ton an: „Warum fotografieren sie hier?“ – ich guckte den Tisch an, den ich gerade ablichtete, überlegte kurz ob ich die Sache mit dem BKA erwähnen solle, dachte mir dann aber dies sei wohl nicht _so_ unbedingt angebracht. Also erwiederte ich nur ein „Dokumentation der Demo.“, und versuchte der netten Dame ein nettes Lächeln zu schenken. „Also gehören sie nicht zur Sekte? Gut!“ schallte es mir da von der Frau entgegen. Gut, was soll man darauf erwiedern? „Doch, doch, ich treibe die Geister der Ungläubigen mit meiner Kamera aus!“ Naja, jedenfalls guckte ich nur etwas zweifelnd, was der Dame aber wohl als Antwort genügte, denn schwups drehte sie sich um und belagerte die Leute am Stand. Da stand ich nun, frierend und verdattert. Von was für einer Sekte hat die bitte geredet? Doch dann fiel mein Blick auf die Plakate und Spruchbänder: „Freiheit statt Angst“. Okay…erinnert doch tatsächlich ein bisschen an „Jesus liebt dich“ und ähnliche Sektenfloskeln, oder? Hatte die nette Dame einfach die Plakate falsch interpretiert? Hielt sie die Grundgesetze, die überalls auslagen, für ne Art Bibel? War der Infostand für sie eine Art Altar? Bei der Beleuchtung würde es ja passen.

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Vielleicht war die Dame auch einfach nur verwirrt, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich hätte ich einfach antworten sollen: „Ne, ich guck mir die Freaks selbst nur an!“ Jedenfalls machte ich mich auch kurz danach wieder auf den Weg zur Uni, Vortrag über die Sprache der rechten Gewalt anhören. da wurde mir dann richtig schlecht…