Schlagwort-Archive: Kritik

Tragen die Behörden Scheuklappen?

Im wunderschönen Aurich gibt es einen kleinen, beschaulichen Weg, den Krähennestergang. In dieser Straße wohnt Frau K. Frau K. wurde die Wohnung von der Stadt Aurich zugewiesen. Die Stadt trägt dafür Sorge, dass möglichst niemand ohne Obdach ist und das ist auch gut so! Nur stellt sich einigen Anwohner des Krähennesterganges die Frage, ob die zuständigen Ämter, also die Stadt Aurich und das Gesundheitsamt, nicht eher nach dem Grundsatz handeln: Aus den Augen, aus dem Sinn!

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Kritik unerwünscht?

Nicht jeder ist ein wirklicher Freund von Kritik, so mancher fürchtet sich auch sicherlich berechtigt vor Kritik. Also was tun? Bisher sind mir hier an der Uni verschiedene Arten untergekommen, mit Kritik umzugehen: Entweder man nimmt sie an und setzt sich mit ihr auseinander oder man sagt einfach Ja und Amen (alternativ gar nichts) und lässt die Kritik links liegen. Was allerdings neu ist, ist die, zumeist unterschwellig übermittelte, Botschaft, dass Kritik so ganz und gar nicht erwünscht ist.

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Feste Arbeitszeiten

Wie manche vielleicht schon mitbekommen haben, gab es eine ziemliche Datenschutzpanne an der Uni Magdeburg. Eine Zusammenfassung, bzw. die Kommentare der Uni und des Studentenrates, findet man hier. So weit, so schlecht. Die Stimmung unter den Studierenden schwankt zwischen absolutem Desinteresse und der großen Panikmache. Bisher hab ich mich größtenteils aus der Diskussion heraus gehalten, in dem Glauben, dass der Arbeitskreis von StuRa und Uni schon seinen Job machen wird und dass die Uni an der Aufklärung und Schadensbegrenzung halbwegs interessiert ist.

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Die Lokalpolitik und das WWW

Das Internet dient ja den meisten zur Informationsbeschaffung. Dies hat auch die Politik gemerkt und dementsprechend haben eigentlich alle Parteien den einen oder anderen Internetauftritt. So auch die AWG Aurich, die Auricher Wählergemeinschaft. Die Namensdopplung in der Internet-Adresse wollen wir mal nicht ankreiden, das geht ja ab und an nicht anders. Auch ist die AWG aus Aurich nicht mit der AWG in Leer zu verwechseln, deren Vorsitzender sich gerne als frei bezeichnet (beim Reden und Denken und so) und diese Freiheit dann dazu nutzt antisemitische und fremdenfeindliche Dinge zu äußern. Also die beiden nicht verwechseln!

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Bürogolfer

Gibt ja so Menschen, die „vernarren“ sich in irgendein Computerspiel. Dann sitzen sie da die ganze Zeit über vor und spielen. Sollen sie ja auch gerne, hab ich im Grunde nichts gegen. Gibt allerdings auch so Menschen, die spielen diese Spiele nicht zu Hause, sondern zum Beispiel im Büro oder in der Uni. In diesem Fall im Büro, welches sich in der Uni befindet. Gut, als Überbrückung von Freistunden oder so ist das ja auch in Ordnung, man kann sich ja nicht immer hochgeistigen Aktivitäten widmen, wobei ich (auch in diesem Fall) ehrlich sagen muss, dass ich Sportspiele wie Golf ziemlich sinnlos finde. Aber gut, gibt halt auch so Menschen, die finden Computergolf nicht ganz so sinnlos.

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Mein schreckliches 10. Semester

So als Gegenbewegung zu Artikeln, wie STUDIENANFÄNGER ERZÄHLEN – Mein hartes erstes Semester, hier ein kleiner Bericht darüber, was einen noch so erwarten kann, wenn man die ersten Semester überlebt habt. Ich hab ja auch oft genug mit den niedrigeren Semestern zu tun und daher ist es für mich nichts neues, dass sich kaum jemand wirklich damit auseinandersetzt, was er da eigentlich studiert. Da wird mal munter nach „interessant“ klingenden Studiengängen gesucht und sich scheinbar munter beworben.
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Feuchtgebiete (Hörbuch)

Erster Eindruck (nach 6-10min): Die Stimme der Roche mag ja für Viva reichen, bzw. gereicht haben, aber für Hörbücher reicht es nicht. Anstrengend. Ansonsten ab und an (unfreiwillig?) komisch und irgendwie mutet es an wie eine Mischung aus Jackass und einer BBC-Reportage über den menschlichen Körper und seine Krankheiten. Bisher keine Tabubrüche entdeckt, die der Erwähnung wert wären. Die Vorstellungen des lyrischen Ich, wie selbiges die geschiedenen Eltern wieder zusammenbekommt, ist aber ganz nett. Nur sollte ihr irgendjemand noch eine Nachhilfestunde im Vorlesen und in Satzrythmus geben.

Nur weiterlesen, wenn ihr nichts gegen vulgäre Ausdrücke und Neologismen habt!

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Die Schrankkritik

Ich weiß, ich hätte es nicht tun sollen. Aber ich habe es trotzdem getan. Ihr fragt euch jetzt sicherlich, was ich gemacht hab. Ganz einfach, ich habe meinen Schrank verlassen. Nach endlosen Tagen in der ereignislosen Ödnis stieß ich auf eine kleine Stadt. Da dachte ich mir: hey, hier bin ich weit weg von der so genannten Zivilisation, hier kann mir nicht viel passieren! Die haben hier sogar ein bisschen Staub rumliegen und die Größe der Spinnen hält sich auch in Grenzen. Also steuerte ich auf ein kleines Café zu, stieg aus und wollte mir eine ruhige Zeit in dieser kleinen Lokalität machen. Ein bisschen vorsichtig blieb ich natürlich, also suchte ich mir einen Tisch in der Mitte des Raumes, möglichst weit weg vom bevorzugten Lebensraum der Spinnen, den Ecken. Ich ließ mir von der Kellnerin einen Milchkaffee bringen und machte es mir hinter einem nicht näher zu erwähnenden Boulevardmagazin (etwas anderes zu lesen gab es nicht und ich wollte nicht auffallen) so gemütlich wie möglich. In der Zeitung stand mal wieder nur etwas von Skandalen, Katastrophen, Gewalt und der neuesten Politikspielchen. Natürlich alles reduziert auf’s triviale, aber man kann sich ja wenigstens die Bilder angucken, wenn einen der Text schon nervt.

Während ich da also so vor mich hin entspannte – ja, ich gebe zu, ich habe es genossen – da wurde es plötzlich am Nebentisch lauter. Ich guckte interessiert hoch, was denn da so passiert. Da stand die arme Bedienung da und vor ihr ein junger Mann, mit einem imposanten Kaffeefleck auf dem T-Shirt. Der Kaffeefleck war gerade dabei die Bedienung zusammenzufalten, als sich jmd anderes einmischte und sagt, der Kaffeefleck wäre bedingt auch selbst Schuld, da er ohne Vorwarnung aufgestanden sei, als die Kellnerin an ihm vorbei lief. Dass die junge Frau den Zusammenprall gar nicht vermeiden hätte können und so weiter. Gut, nun wusste ich wenigstens wo mein Milchkaffee geblieben war und ich dachte mir auch nichts weiter dabei. Es war eine ganz normale Situation, an der nun niemand explizit schuld war, darüber kann man ja hinwegsehen…dachte ich. Aber nein, der Kaffeefleck ereiferte sich weiter und kritisierte mittlerweile die Kellnerin und denjenigen, der den Vorfall beobachtet und seine Meinung kund getan hatte. Okay, da muss ich Kaffeefleck ja mal verteidigen! Kann ja nicht sein, dass sich jemand erdreistet seine Meinung zu sagen oder ihn, den Kaffeefleck, zu kritisieren! Wo würden wir denn hin kommen, wenn ein Kritiker auch Kritik einstecken müsste, die vielleicht auf seine eigenen Verfehlungen zielt! Zum Glück sind meine Wollmäuse nicht hier, die würden auf Grund dieses skandalösen Verhaltens doch glatt in Ohnmacht fallen!

*räusper*

*klop*klopf*

Noch jemand zu Hause? Wenn ich Kritik loswerde, dann sollte ich doch auch in der Lage sein Kritik einstecken zu können, oder? Um das nochmal zu betonen, ich rede von Kritik und nicht von Beleidigungen oder ähnlichem! Einfach nur von simpler Kritik. Manchmal glaube ich, manche Menschen gehen davon aus, es sei ein Zeichen von Schwäche, wenn sie mal zugeben, dass sie auch nicht ganz optimal gehandelt haben oder einfach mal nachfragen, was genau denn gemeint ist, wenn die Kritik eher allgemeiner Natur war. Ich rede ja nicht davon etwas mit Humor zu nehmen! Gott bewahre! Humor ist ja mittlerweile eher ein Fremdwort für viele geworden. Aber ich schweife ab…

Kaffeefleck war mittlerweile auf Hochtouren angelangt und schien überhaupt nicht mehr für irgendein Argument zugänglich zu sein. Und da zeigte sich mir eine Reaktion, die ich mir kaum erhofft hatte! Eine Reaktion, die mir zeigte es gibt da draußen doch noch Menschen mit Verstand! Die Bedienung und der namenlose Diskussionsteilnehmer schüttelten die Köpfe und ignorierten Kaffeefleck! Sie schüttelten noch kurz die Köpfe und wendeten sich wichtigeren Dingen zu! Genau dies tat ich dann auch und siehe da, nach kurzer Zeit war scheinbar alle heiße Luft aus Kaffeefleck gewichen und er verschwand…einfach so…

Ich freute mich so sehr, dass ich den beiden vernünftigen Menschen zum Abschied eine Wollmaus schenkte mit der Bitte mich doch in Zukunft auf dem Laufenden zu halten und besetzte dann wieder meinen Schrank. Die Einöde schien nicht mehr ganz so trostlos und auch ich hatte wieder neuen Mut gefasst. Kurz vor der Stadtgrenze wurde mir gewahr, wie die Stadt hieß und ich kaufte mir noch schnell einen Wimpel, den ich außen am Schrank befestigte.

So ging es weiter, mit wehendem Wimpel, auf dem stand

…“Denknach“ …