Nachrichten getagged: Kommunikation

Wie man keine Gewinnchancen loswird

Von , 12. August 2008 19:43
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Sehr beliebt sind ja Anrufe von irgendwelchen Werbe-, Glücksspiel-, Kaffeefahrten-, Abzockerfirmen, die einem irgendwas verkaufen, schenken oder sonstwie andrehen wollen. Alle naselang bekomme ich ja auch solche Anrufe und meistens lasse ich mich erstmal ein bisschen vollsülzen um rauszubekommen, was ich denn jetzt angeblich wieder gewonnen oder fast gewonnen habe. So einen Anruf bekam ich auch letzten Freitag, allerdings saß ich gerade am Steuer, also ist Die Praktikantin rangegangen. Ich bekam von dem Gespräch nur folgendes mit: “Der hat gerade keine Zeit…ja, so morgen um die gleiche Zeit wieder…tschüss.”

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Hark now hear the Handy sings…

Von , 31. Juli 2008 21:09
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Zuerst: Ja, korrekterweise müsste es mobile phone heißen, weiß ich. Passt aber in diesem Fall nicht so gut.

Zum Thema: In den letzten Tagen war ich häufiger in der Auricher Innenstadt unterwegs. Nun hängt Aurich gewissen Trends immer ein bisschen hinterher, wenn der Trend dann aber Aurich erreicht hat wird er sehr exzessiv betrieben, vor allem wenn er Jugendliche betrifft. Baggypants hingen hier noch tiefer als sonst wo in der Republik, unsere Wege haben tiefe Furchen von Rollerskates und Skateboards und PISA wird hier gar nicht durchgeführt, da die Ergebnisse viel zu erschreckend wären. Und in den letzten Tagen ist mir der neuste Trend bei Auricher Jugendlichen, vornehmlich der männlichen Sorte, aufgefallen.

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Smalltalk: Impossible

Von , 9. Juli 2008 18:44
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Ist noch jemandem schon einmal aufgefallen, dass es unmöglich ist mit manchen Menschen einfach nur Smalltalk zu halten? Ich mag ja auch ganz gerne mal Gespräche mit einer gewissen Tiefe, aber manchmal muss man sich auch einfach mal über Belanglosigkeiten unterhalten können, oder? Gut, Personen, die nie etwas gehaltvolles beizutragen haben, die sind mir auch etwas suspekt, aber irgendwie kann man die besser ignorieren. Wenn aber jemand immer Bedeutungsschwangere Themen anschneidet (Familie, Zukunft, Gegenwart, Politik, Religion usw.), dann wird das doch auf die Dauer anstrengend.

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Dinge, die man im Flur bespricht…

Von , 27. Mai 2008 13:07
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…während ganz viele Leute um einen herum stehen, bzw. an einem vorbei gehen:

Mädel zum Kerl: “Du hast mich nie geliebt! Du warst nur abhängig von mir, das ist etwas anderes!”

Die Sprache als Werkzeug des Geistes

Von , 21. Mai 2008 19:23
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Die Sprache ist das Werkzeug des Geistes. Nur durch sie ist es möglich uns auszudrücken und das Denken fällt ohne Sprache auch relativ schwer. Aber was für ein Werkzeug ist die Sprache eigentlich und besitzen alle Menschen das gleiche Werkzeug? Oder ist Art des Werkzeuges bei jedem Menschen anders?

Versuchen wir eine Annäherung über die kriegerische Variante. Sprache ist eine Waffe, die richtig eingesetzt einen gehörigen Schaden anrichten kann, selbst wenn sie dadurch Frieden stiftet. Vergessen wir für diesen Vergleich einmal die Annahme, dass die Feder mächtiger sei, als das Schwert. Wie sieht es auf den verbalen Schlachtfeldern aus? Ganz vorne stehen die Lanzenträger. Sie können den ersten Angriff abwehren in dem sie immer die gleiche Taktik fahren. Einem ernst gemeinten Angriff haben sie aber nur wenig entgegenzusetzen. Der Spracheinsatz der Lanzenträger tut weh, aber wenn man die Taktik kennt, dann kann man die Wirkung ihrer Waffe umgehen und sich gegen die nächste Verteidigungslinie werfen. Hier warten die Menschen mit den Hiebwaffen. Grob, schwerfällig und verhältnismäßig ungenau sind ihre Waffen. Wenn sie aber treffen, dann hinterlassen sie einen wahrhaft bleibenden Eindruck und einen meist nicht mehr gut zu machenden Schaden. Im Gegensatz zu den Lanzenträgern müssen sie ihre Taktik und ihren Einsatz variieren. Ihnen steht aber nur grobes Werkzeug zur Verfügung und dieser Umstand behindert sie. Die Angriffe sind voraussehbar, bestechen aber durch ihre Wucht und Gewalt. Ist man zur falschen zeit am falschen Ort braucht man eine sehr stabile Verteidigung um dem Angriff zu widerstehen. Aber auch Morgensterne und Kriegshämmer sind zu umgehen und hinter ihnen lauern die wirklich gefährlichen Gegner. Sie sind bewaffnet mit perfekt ausbalancierten Schwerten und Äxten. Sie sind schnell, ihr Angriff ist auch ihre Verteidigung und blitzschnell können sie Schwächen in der eigenen Verteidigung ausnutzen. Spätestens jetzt kommt es auf die eigene Waffenwahl an. Wie gut ist man selbst? Wie gut versteht man es die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen und wie lange kann man die gegnerischen Schläge mit Waffe und Schild abwehren?

Dieser Vergleich ist, wie gesagt, sehr kriegerisch und nicht immer angebracht. Sprache dient ja nicht ausschließlich der Verletzung. Man könnte die Sprache auch mit dem Autofahren vergleichen. Die meisten Menschen schaffen es, sich mit der Zeit eine grundlegende Sprachfertigkeit zuzulegen. Sei es nun mündlich und/oder schriftlich. Dies nehmen wir jetzt als bestandene Führerscheinprüfung. Wenn man es etwas genauer haben möchte, dann könnte man auch sagen, dass sich die meisten Menschen durch die verschiedenen Führerscheine arbeiten. Vom Trecker (grob, langsam und stark zweckgebunden), über das Moped (weitreichender und schneller) bis hin zum normalen PKW (den meisten Anforderungen gewachsen, weitreichend, schnell usw.). Lassen wir Sattelschlepper und ähnliches einmal außen vor. Die weitere Differenzierung der Werkzeuge ist natürlich erstmal Geschmackssache. Die einen bevorzugen schnelle und wendige Fahrzeuge, andere eher die Familienkutsche, welche zwar nicht die schnellste , dafür aber weniger extrovertiert und eher darauf ausgelegt ist, andere mitzunehmen und sicher ans Ziel zu bringen. Oder sie steht eher für Bodenständigkeit, keine Lust auf Experimente und ein gewisses Maß an “mit dem Strom schwimmen”, während der Flitzer Aufmerksamkeit will und im Gedächtnis bleiben will. Er will auffallen und andere abhängen. Es kommt halt auch auf den Fahrer an. Allen Fahrzeugen sind aber bestimmte Eigenschaften gemein: man will damit im allgemeinen ein oder mehrere Ziele erreichen, man muss sie bis zu einem bestimmten Grad beherrschen um dies zu erreichen und man muss alle naselang investieren, um den ersten Punkt weiter verfolgen zu können. Hat man sich für ein Auto, also die “Grundausstattung” entschieden, dann geht es hauptsächlich um die Fertigkeit des Autofahrens an sich und um die Investition in die Grundausstattung. Grundlegende Situationen kann jeder mit der Zeit meistern, wie die gewohnte Strecke zur Arbeit. Die Investitionen sind abschätzbar und bewegen sich immer in einem ähnlichen Rahmen. Fertigkeit durch Routine. Die wahre Kunstfertigkeit zeigt sich aber erst in ungewohnten Situationen und wenn der Navi versagt, man sich also außerhalb der Karte befindet. Hier schränkt einen natürlich die Grundausstattung ein, denn mit einem Porsche hat man auf einem Waldweg eher verloren, als mit einem Jeep. Davon abgesehen kommt es jetzt aber auf den Fahrer an. Wie gut kann er die ihm gegebenen Möglichkeiten, also das ihm gegebene Werkzeug, nutzen um die Situation zu bewältigen?

Eine andere Zugangsweise wäre, die Sprache wirklich mit Werkzeug zu vergleichen. Dieses Bild zeigt wohl auch am Ehesten die vielfältigen Möglichkeiten, die die Sprache bietet. Jeder schleppt ständig einen ganzen Werkzeugkoffer voll mit verschiedenen Werkzeugen mit sich rum. Je umfangreicher der Werkzeugkasten, desto vielfältiger sind die Situationen und Anforderungen, mit denen man fertig werden kann. Ein großer Werkzeugkoffer gewährt einem größere Freiheit. Man kann gestalten, reparieren, ausbessern, Neues erschaffen und anderen helfen, während man selbst in immer weniger Fällen Hilfe benötigt. Natürlich muss das Werkzeug von Zeit zu Zeit erneuert werden und man ist selten im Gebrauch aller Werkzeuge gleich geübt, dennoch bleibt die Freiheit erhalten, solange man seine Werkzeuge pflegt und sich selbst im Umgang mit ihnen schult. Die Axt im Haus erspart einem halt den Zimmermann.

Meins!

Von , 21. Mai 2008 18:03
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Mir ist vor kurzem mal was aufgefallen: Bis zu einem gewissen Alter sind Kinder fast nicht davon abzubringen ihre Kreationen an den Mann zu bringen. In der Schule wurde was gebastelt, ein Bild gemalt, ein Brief oder ein Elfchen geschrieben – es ist eigentlich völlig egal was dabei herausgekommen ist. Die Kinder wollen es vorlesen, rumzeigen, anfassen lassen. Irgendwann ändert sich dies. Was man fabriziert wird peinlich, selbst wenn einem die Herstellung Spaß gemacht hat. Die Lehrer haben dann plötzlich Probleme jemanden zu finden, der seine Ergebnisse vorliest oder vorstellt, das Regal der Eltern, auf dem bisher alles gesammelt wurde, staubt langsam ein und wird irgendwann abgeräumt, weil sich darauf ja nur noch “Kinderkram” findet.

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Willkommen in der Steinzeit

Von , 16. April 2008 18:13
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Wie sehr würde sich das eigene Leben ändern, wenn man sich entschließen würde ein paar Kommunikationsmittel abzuschaffen? Man könnte ja im Internet anfangen. Internetzugang behält man erstmal, aber man meldet seine eMail-Adressen ab und löscht sich in allen Communities, in denen man so angemeldet ist. Alleine das würde bei mir wohl länger als eine Stunde dauern. Dann noch die Messenger über Bord werfen und schon ist man im Netz fast nicht mehr existent.

Danach macht man im wirklichen Leben weiter. Weg mit dem Handy, nur Festnetz bleibt noch, das hatte man ja früher auch. Vorher sollte man sich wahrscheinlich ein Adressbuch kaufen und alle Nummern abschreiben und ganz altmodisch die Leute mal wieder nach ihrer Festnetznummer fragen.

Wie wäre das wohl?

Social Communities

Von , 23. Januar 2008 18:40
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In letzter Zeit stolper ich immer wieder über Begriffe, die etwas mit “social” zu tun haben. Social Communities, Social Bookmarking sind so die liebsten Vertreter. So langsam habe ich auch verstanden, was mit Social Communities gemeint ist. Da fallen solche Anbieter wie StudiVZ, Facebook oder Kaioo rein. Irgendwie kommt das Ganze aus dem Bereich der sozialen Netzwerke, eine erstmals von Stanley Milgram 1967 begründete Theorie. Kurz gefasst (man möge es mir verzeihen): Die Welt ist ein Dorf und irgendwie kennt eh jeder jeden. Nachdem ein paar Jahre lang unsere Gesellschaft als egozentrisch und selbstsüchtig verschrien wurde (kam zumindest mir so vor), scheint es jetzt einen Tendenz zu geben wieder “sozial” zu werden. Was nicht bedeutet, dass wir netter zu unseren Mitmenschen sind, nein es soll einfach heißen: Wir wollen uns wieder vernetzen.

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Flint, der Kater oder: Der Nachtrauler

Von , 21. Januar 2008 21:57
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Habe heute in einem Gespräch gesagt “und? da raul ich doch um diese Zeit nicht mehr hinterher!” und bekam sofort die Frage an den Kopf geworfen: “Du tust was nicht?” – “Na, raulen. So wie in Nachtrauler!” – “Hä?” “Aäh…also…ein Nachtrauler ist jemand, der Nachts um die Häuser zieht, obwohl er eigentlich zu Hause bleiben sollte, also sowas in der Richtung, verstehste?” -”Ahja…” Mein Gesprächspartner ersparte sich mal jeden weiteren Kommentar und ich fing an zu grübeln. Was genau bedeutet eigentlich Nachtrauler? Es ist sowas wie ein Synonym für Nachtschwärmer, soweit kam ich ja alleine. Aber weiter?

Ich warf also ICQ an und befragte jeden Ostfriesen in meiner Liste, der gerade online war. Und siehe da: Keiner kannte das Wort. Na toll, sowas lässt einen an den eigenen Sinnen zweifeln. Ich höre den Begriff in meiner Heimat ständig!

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Defekte Getränke

Von , 8. Januar 2008 19:27
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Manchmal scheine ich etwas an mir zu haben, das andere – mir völlig fremde Menschen – dazu bewegt sich mit mir zu unterhalten. So auch heute morgen, als sich eine etwas ältere Dame mit mir über das Gewicht der Eingangstür zur Uni unterhalten wollte. Gut, die ist wirklich alles andere als leichtgängig, aber das merkt doch jeder selbst. Das muss ich doch nicht erst noch jemandem erzählen, oder?

Naja, kurz danach, vor’m Kaffeeautomaten, dann der nächste Versuch ein Gespräch in Gang zu bringen.
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