Schlagwort-Archive: Kommunikation

Konsequenter sein

Jüngst unterhielt ich mich mit dem Zyniker darüber, was das Problem ist, wenn Gutmenschen wie wir, das linke Komponistenpack, versuchen, mit rechten Dumpfpöblern zu reden. Warum es uns so schwer fällt, überhaupt zu verstehen, wo das Problem der Menschen ist, die gegen Flüchtlinge, Aslyanten, Migranten und einfach alles, was „Nicht-Deutsch“ ist, protestieren und hetzen. Wir verstehen die Prämisse der Gedanken überhaupt nicht. Wie der Zyniker sinngemäß sagte: „Wer auch nur einen Hauch von humanistischer Bildung genossen hat, kann nicht verstehen, wie man so menschenverachtend mit Menschen umgehen bzw. so über andere Menschen denken kann.“ Stimmt. Das ist nun aber kein Grund, es nicht zu versuchen und da geht das Problem los.

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Gegen Diskriminierung, aber nicht auf Kosten der Sprache!

Es passiert immer wieder, dass irgendein Artikel aus irgendeinem eher konservativen Blatt in meiner Timeline auftaucht, in dem sich wieder irgendjemand über „Gender Mainstreaming“ oder verwandte Themen aufregt. Ich schrieb ja auch schon etwas darüber.

Jüngst tauchte der „Genderwahn“ auf. Der Studiblog hatte sich, basierend auf einem Artikel der Welt, dem Thema angenommen. Könne ja nicht sein sowas! So bzw. ähnlich wurde der „Genderwahn“ von Nutzern bei Facebook kommentiert. Was mal wieder zeigt, dass der Deutsche1 beim Thema „Gender“ seinen Verstand ausschaltet. Eine Analyse des Artikels beim Studiblog, bei Welt und was das Ganze mit Journalismus zu tun hat.2

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  1. Manchmal auch die Deutsche. []
  2. Spoiler: Gar nichts. []
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„Inzwischen auch schon gelesen“

Vor einigen Tagen stolperte ich über einen Facebook-Eintrag von Tobias, einem Bekannten, der einen Link zur Daily Mail beinhaltete. Das Posting las sich so:

#China televises sunrise, because the #smog has become so thick in #Beijing

und war gefolgt von einem Link. Ich sehe die Daily Mail nicht als seriöse Quelle an (wie in den Kommentaren behauptet), aber das interessante ist nicht das Posting an sich, sondern die fehlende Korrektur. Das FB-Posting stammt vom 18. Januar, am 22. Januar nahm der Bildblog die Geschichte auseinander. Ich las das heute und suchte daraufhin den Eintrag bei FB wieder raus. Die Kommentare hatten sich seit dem 18. Januar nicht bewegt, keine Richtigstellung, nichts. Das war insofern für mich verwunderlich, als dass Tobias eigentlich sonst in netzpolitischen/informationspolitischen/journalistischen Themen relativ up to date ist und, meines Wissens nach, kein Freund von solchen Fehlinformationen ist. Aber gut, vielleicht hat er es einfach nicht gesehen. Entsprechend postete ich meinen Kommentar

Die Daily Mail is nich seriös und der Aufhänger stimmt nicht. Zumindest laut Bildblog.

unter das Bild, einfach nur als Hinweis. Dann kam aber die Reaktion, die eigentlicher Anlass für diesen Blogeintrag war.

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Tweet-Up im Focke-Museum (Bremen)

Das Focke Museum in Bremen lädt am 16. Juli 2013 um 19:00 Uhr zum Tweet-Up für „Graben in Germanien“. Aus der Ankündigung:

Das Focke-Museum, Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, lädt zum ersten Tweet-Up in seiner Geschichte: Twitterer, Facebook-Fans, Blogger – alle, die einen Account bei einem der genannten Social Media-Dienste haben oder bloggen, sind herzlich eingeladen zur Führung durch die Sonderausstellung „Graben für Germanien. Archäologie unterm Hakenkreuz“ (bis 8. September 2013). Die Führung mit Dr. Dirk Mahsarski findet am Dienstag, 16. Juli, um 19 Uhr statt und wird ca. 1,5 Stunden dauern.
Für alle Teilnehmer, die einen Account bei Twitter oder Facebook oder einen Blog haben und ihr Smartphone an der Kasse vorzeigen, ist der Eintritt frei. Im Anschluss an die Führung gibt es im Vortragssaal des Focke-Museums bei Getränken und Snacks Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Anmeldung bis zum 12. Juli 2013, es gibt nur 25 Plätze.

Schnell sein lohnt sich, denn es gibt nur 25 Plätze. Die Anmeldung ist bis zum 12. Juli 2013 möglich unter presse@focke-museum.de und 0421-699 600-40.

Portfolio: Brake goes Social Networks

Die ersten Projekte, die ich hier im Zuge der Aufbereitung meiner Facebook-Page vorstellen möchte, haben beide etwas mit meinem momentanen Wohnort und Sozialen Netzwerken zu tun. Projekt Nummer 1 wird nur indirekt von mir betreut, federführend ist da Die Praktikantin, Projekt Nummer 2 wird von uns beiden betreut.

Projekt 1: Facebookauftritt der SPD Brake

Die Facebook-Seite der SPD Brake (Ortsverein) existiert seit 2011 und lag bis vor kurzem eigtl komplett brach. Die Praktikantin hat, nach meinem Drängen, die Administration der Seite übernommen. Zunächst galt es herauszufinden, wer im Ortsverein und im näheren Umfeld der SPD überhaupt was macht. Nachdem das mehr oder weniger geklärt war, konnte die Arbeit beginnen. Seit August 2012 konnte eine regelmäßigere Versorgung der Seite mit eigenen und geteilten Inhalten bewerkstelligt werden, dazu noch eine deutlich ausgeprägtere Vernetzung mit anderen SPD (nahen) Seiten und ein deutlicher Anstieg der Nutzerzahlen der Seite. Ich selbst stand dem Projekt dahingehend zur Seite, als dass das aktuelle Titelbild (Design + Foto) von mir ist und grundlegende Vorgehensweisen (z.B. die Verwendung von Kürzeln hinter den Statusmeldungen) von mir angestoßen wurden. Besonders hilfreich waren hier natürlich die Erfahrungen als Administrator der Facebook-Seite von Arno’s Hirsch, die ich an späterer Stelle einmal genauer vorstellen werde.

Projekt 2: Facebookauftritt des Centraltheaters

Das Centraltheater Brake (CTB) wird seit 2011 durch die Stadt Brake wiederbelebt, nachdem es einen langen Leerstand gab. Das CTB ist das einzige Kino in Brake, wird aber mittlerweile nicht mehr nur als Kino, sondern auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Podiumsdiskussionen usw. genutzt. Der hauptamtliche Leiter, Norbert Ostendorf, leistet mit seinen freiwilligen Helfern beachtliche Arbeit und wird seit kurzem von uns dabei unterstützt. Angefangen hat es damit, dass mich mein erster Auftrag als freier Journalist bei der NordWest Zeitung ins Kino führte und ich vom Inneren des unscheinbaren Gebäudes und der Arbeit so begeistert war, dass ich Norbert Ostendorf meine Erfahrungen im Bereich Social Media unentgeltlich zur Verfügung stellte.

Die Aufgaben, gerade in Bezug auf Facebook, waren gleich zu Beginn vielfältig: Es gab zwei voneinander getrennte Facebook-Pages und einen angelegten Facebook-Place. Die Seiten mussten zunächst zusammengeführt werden, um im Anschluss den Place zuweisen zu können. Außerdem musste ein einheitliches Konzept für Veranstaltungen (Veranstaltungsbild und Veranstaltungsbezeichnungen) entworfen und eingeführt werden. Nach der gesetzeskonformen Bereitstellung eines Impressums waren die grundlegenden Schritte dann erledigt. Durch die Vereinheitlichung der Veranstaltungen ist der Grundstein für eine Etablierung der Marke „Centraltheater“ gelegt, da die Veranstaltungsbilder grundsätzlich aus dem Logo des CTB bestehen. Mit der Zeit sollte also das Logo die gewünschte Assoziation „Centraltheater“ hervorrufen.

Aktuell ist das drängendste Problem beider Projekte die Verbreitung und Wahrnehmung von außen. Während die SPD bei 45 Likes ist, hat es das Centraltheater auf fast 200 Likes geschafft, was für eine Kleinstadt wie Brake zunächst durchaus ansehnlich ist. Dennoch wird die Bekanntmachung beider Seiten eines der vornehmlichen Ziele der nächsten Wochen und Monate sein. Wie genau das erreicht werden soll, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Was allerdings schon verraten werden kann, ist die Besonderheit der Nutzung von Sozialen Netzwerken in kleineren Städten wie Brake. Während viele Marken und Städte die Bedeutung von Facebook & Co. bereits verstanden haben und versuchen die verschiedenen Plattformen zu nutzen, ist in Kleinstädten noch häufig die Mentalität anzutreffen, dass man Facebook schon „irgendwie haben muss heutzutage“, aber kaum Wissen über die genaue Nutzung und die Möglichkeiten besteht. Firmen, die Personenprofile benutzen, Parteien, die nur zur Wahlkampfzeit aktiv werden, fehlende Vernetzung bestehender Organisationsseiten und eine grundlegende Abneigung gegen „das Fratzenbuch“ sind dabei die Hauptprobleme.1

Außerdem ist gerade die neue Internetseite des CTB online gegangen, so dass an der stärkeren Verknüpfung beider Auftritte sicherlich noch gearbeitet werden muss. Die Verknüpfung mit Google+ steht auch noch an, dürfte aber schwierig werden, da Google und Facebook nicht so gerne miteinander spielen.

Die ersten beiden Projekte sind also noch „work in progress“. Entsprechend werden beide Projekte in regelmäßigen Abständen erneut vorgestellt, so dass der Fortschritt sichtbar wird. Im nächsten Eintrag dann also2:

  • Maßnahmen zur weiteren Verbreitung (SPD, CTB)
  • Ausdehnung und Verknüpfung zu/mit G+ (CTB)
  • Dokumentation der Veranstaltungen (SPD, CTB)
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  1. Demographische Strukturen, mangelnde Finanzen (Stellen) und auch ansonsten häufig eingefahrene Strukturen spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. []
  2. Hoffentlich. []
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Kraken

Wenn ich meine Timeline so beobachte, dann habe ich manchmal das Gefühl, es sei gerade „in“, die Piraten für alles mögliche fertig zu machen. Besonders „in“ sind (mal wieder) die Vorwürfe, dass die Piratenpartei antisemitisch sei bzw. genau: sich antisemitischer Symbolik bedienen würde. Dies geht zurück auf das Logo, welches u.a. die Piratenpartei für ihre Proteste gegen ACTA benutzt. Das entsprechende Logo sieht man auf der entsprechenden Seite überall. Um lästiges hin und her springen zu vermeiden, die übliche Variante nachfolgend:

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Ich möchte keine Spieleanfragen

Facebook ist ja so eine Sache. Viele nutzen es und von diesen vielen sind wiederum die meisten der Meinung, dass nur sie Facebook richtig nutzen. Keine Gelegenheit lassen sie aus, diese Ansicht unter den Mitgliedern ihrer Freundesliste zu verbreiten. In letzter Zeit bürgert es sich anscheinend ein, dass gerade diese Nutzer ihr Wissen via Bildbeitrag verbreiten. Nachfolgend mal ein besonders penetrantes Beispiel:
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Brüllende Kleingeister

Der Zyniker bloggte, wenn er denn in letzter Zeit mal bloggte, vornehmlich über die, mittlerweile vorerst gescheiterte, Ulrichskirche in Magdeburg. In seinem letzten Eintrag fasste er die letzten Bestrebungen der Initiative gegen die Ulrichskirche, schön zusammen. Ich stimme dem Zyniker da durchaus zu, auch wenn ich alles nur aus der Ferne mitbekommen habe.

Interessant an den Gegnern der Ulrichskirche ist allerdings einer ihrer „prominenten“ Vertreter, der SEO-Mensch, Blogger, Kopftuch-Träger und was weiß ich nicht noch alles Torsten M., auch bekannt als T. Maue.1 In seinem Twitter-Account, der zumindest aktuell öffentlich einsehbar ist, twittert dieser Mensch häufiger mal relativ belanglosen Kram, versucht aber auch alle naselang den Account zur Diskussion zu nutzen. Außerdem betreibt er noch den Twitteraccount magdeburg, was gerade in den Zeiten vor dem Bürgerentscheid zur Ulrichskirche zur Verwirrung führte. Wenn man einen neutralen Stadtacccount erwartete, wurde man mit einem doch eher parteiischen Kontra-Account überrascht. Aber das nur am Rande.
SEO-Torsten beschwerte sich über eine Äußerung, und zwar wie folgt:

Tweet @tmmd, 20. März 2011

Der Account „oc_md“ ist mittlerweile gelöscht, gehörte wohl einem Stadtrat, und deswegen ist die Ursprungsäußerung leider nicht mehr nachvollziehbar. Aber ein anderer Tweet von „tmmd“ ist noch nachvollziehbar. Am 15. März, also 5 Tage vor dem eben genannten Tweet, sprach Torsten Maue:

Tweet von @tmmd, 20. März 2011

Und nun die abschließende Fragen, liebe Leser: Was von beiden ist wirklich peinlich und hat der Zyniker mit seinen laut brüllenden Kleingeistern recht, oder nicht?2

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  1. SCNR. []
  2. Disclaimer: Ich mag tmmd nicht. Absolut nicht. Aber diesen Fukushima-Tweet hätte ich bei niemandem gemocht. Diese janusköpfige Moral auch nicht. []
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Die Überraschung bewahren

Eben kam ein Weihnachtsgeschenk von mir für Die Praktikantin an. Großartig Platz zum Verstecken ist hier nicht, also steht das Geschenk im Zimmer, im Paket verpackt mit unkenntlichem Absender.

Die Praktikantin: „Und was ist, wenn ich da jetzt einfach reingucke?“
Ich: „Dann mach ich von meinem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch.“
Die Praktikantin: „Hmm…so kann man Schnüstern auch verhindern…“

Pressefreiheit & CDU

Bei diesem kurzem Video vergeht einem irgendwie alles. Vor allem diese süffisante Art von Gitta Connemann zwischen 0:36 und 0:45 ist eigentlich unbeschreiblich. Ich frage mich ja, ob darüber was in der Lokalpresse zu lesen war.

[via netzpolitik.org] [via Twitter: #madcynic #LeSpocky]