Schlagwort-Archive: Idioten

Wer ist der Nazi?

So betitelt ZEIT Campus in der aktuellen Ausgabe einen Bericht über „nette(?)“, bzw. „neue“ Nazis. Für manche mag es ja noch neu sein, dass Nazis nicht mehr permanent mit Baseballkeule und Springerstiefeln in der Gegend rumrennen, sondern äußerlich aussehen, wie „du und ich“. Eigentlich ziemlich mies von denen, denn man muss ihnen neuerdings erstmal zuhören, bis man erkennt, dass sie sich zwar äußerlich gewandelt haben, aber innerlich immer noch tief braun sind. Der Artikel an sich ist recht interessant geschrieben, auch wenn er für mich persönlich jetzt keine neuen Erkenntnisse liefert, aber es besteht die Hoffnung, dass es dem einen oder anderen Studenten die Augen öffnet, der bisher eher mit der Mentalität durch’s Leben gelaufen ist, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein Phänomen ist, welches einem nur auf Stammtischen oder in „bildungsfernen Schichten“ begegnet. Die Personen, die wissen, dass sie mit dem Bundesschulungsleiter der JN an einer Fakultät studieren, kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Eigentlich verwunderlich, gab es doch eine Rundmail an alle Studierende der Uni Magdeburg bei den letzten Gremienwahlen. Matthias Gärtner, seines Zeichens eben selbiger Bundesschulungsleiter, trat nämlich mit einem seiner Kompanions unter dem Listennamen „Studentische Interessen statt Politik“ zur Wahl an.
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Besser als Kino!

War vorhin kurz im Büro um was zu kopieren. Hätte heute eigentlich noch Vorlesung, hab aber keine Lust hinzugehen. Muss mich bei den netten Damen, die mich immer einschreiben demnächst mal revanchieren. Jedenfalls steh ich so im Büro und guck aus unserem grandiosen Panoramafenster hinaus auf den Vorplatz. Da kurvt ein Wagen vom Winterdienst rum, der neuen Split auf dem Vorplatz verteilt. Dabei fährt er rückwärts und ich fange nur an, immer lauter werdend, zu murmeln: „Mast, Mast, Mast, Mast…“. Die anderen im Büro fangen auch an aus dem Fesnter zu gucken und da passiert es auch schon.

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And you got the fucking nerve to call me coloured…

Endlich mal wiedergefunden. Den Videoclip zu einem Text, den ich sehr genial finde. 1990-Dance-Gedöns, aber sehr geniales Video!

Textvariante:

When I was born, I was black.
When I grew up, I was black.
When I’m sick, I’m black.
When I go in the sun, I’m black.
When I’m cold, I’m black.
When I die, I’ll be black.
But YOU:
When you’re born, you’re pink,
When you grow up, you’re white,
When you’re sick, you’re green.
When you go in the sun, you turn red.
When you’re cold, you turn blue.
When you die, you turn purple
AND YOU HAVE THE NERVE TO CALL ME COLORED!

Zum Video:
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Zeit zu gehen…

Wie bereits hier im P.S. erwähnt: Es gab eine Zeit, in der habe ich den örtlichen Friedhof abgeschlossen und am Wochenende auch aufgeschlossen. Hatte sich durch Zufall ergeben und das zusätzliche Geld war auch recht verlockend. Also hieß es an sieben Tagen in der Woche den Friedhof Abends abschließen (Sommer: 20 Uhr, winter 17 Uhr) und am Wochenende den Friedhof auch aufschließen (Sommer: 7 Uhr, Winter 8 Uhr). 3 Zugänge, reine Laufzeit so 15-20min, zumindest morgens. Abends gestaltete sich das Ganze meistens etwas komplizierter. Aber der Reihe nach: Bevor ich das Ganze übernommen hatte, wurde nur unregelmäßig, wenn überhaupt, abgeschlossen. Nachts kam es häufiger zu Beschädigungen, also entschied sich die Kirche dazu, dass der Friedhof ab jetzt regelmäßig abgeschlossen werden müsse. Keine Ahnung, wie sie da gerade auf mich gekommen sind, aber ich hab den Job halt angeboten bekommen. Bezahlung war zwar an sich seeeehr gering, aber für die Tätigkeit selbst angemessen. Und so machte ich mich mit knapp 15 Jahren daran, die Auricher Bürger daran zu erinnern, dass das Schild mit den Öffnungszeiten nicht umsonst an den Eingängen steht.

Was ich dabei erlebt habe geht, wie man so schön sagt, auf keine Kuhhaut.

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Wohnen am Friedhof

Meine Bleibe in Aurich liegt direkt am Friedhof. Und mit direkt meine ich direkt. Nicht irgendwie auf der anderen Straßenseite gelegen oder so. Die Straße führt quasi mitten in den Friedhof rein. Schöne, große Nachbarschaft, sehr ruhig und genügsam. Nur die Anwohner der Straße beschweren sich manchmal über laute Musik oder so. Die Menschen auf dem Friedhof stört das ja nicht mehr wirklich und Scherereien hat man auch nur mit den Anwohnern der Straße, nicht mit der Gottesackerbelegung. Die Zombiequote hält sich auch ziemlich in Grenzen. Wenn man es aber ganz genau nimmt, so hat man mit den Toten doch so seine Quärälen, bzw. mit den Hinterbliebenen.

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„Könnt ihr nicht außenrum laufen?“

Ich war vorhin mit 3 Kommilitonen, zwei jungen Damen und einem jungen Herren, bei der Aidshilfe hier in der Stadt. Wir hatten uns entschlossen die Erlöse der Weihnachtsfeier der Aidshilfe zukommen zu lassen. Nachdem uns jemand die Spendendose geklaut hat, bot sich dies einfach an. Der Geschäftsführer zeigte sich sehr erfreut und nach einem interessanten Gespräch machten wir uns wieder auf den Weg zur Uni. Die letzten Seminare wollten ja auch noch besucht werden. Als wir uns dem Eingang von der Parkplatzseite aus näherten kam uns eine, nun, interessante Gruppe entgegen. Man erkannte sofort: „Das sind auf keinen Fall Studenten!“

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Wie sich Deutschland rettete…(eine Vision der Zukunft)

2008

Der Angriff zweier „Jugendlicher mit Migrationshintergrund“ auf einen Rentner, passt dem CDU Politiker Roland Koch erstaunlich gut ins Konzept. Koch verwandelte „kriminelle Jugendliche“ in sein hauptsächliches Wahlkampfthema für die Landtagswahl in Hessen. Schnell reduzierten sich die Diskussion und die Äußerungen Kochs auf „kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund“, später nur noch „kriminelle Ausländer“. Andere, eher konservative, Politiker sprangen schnell auf den dahinrasenden Zug auf. Das Thema schien zu ziehen. Die NPD rief ihre Wähler bei allen Landtagswahlen dazu auf, diese Politiker zu unterstützen. CDU/CSU gewannen die Landtagswahlen in allen Bundesländern. Eine große Auswanderungswelle erfasste Deutschland. Migrationshintergrund schien sich zu einem Fluch zu entwickeln. Die Niederländer gingen als erste. Sie nahmen Hieronymus Bosch, Rembrandt Harmenszoon van Rijn und Vincent Willem van Gogh mit. Es gab wieder Platz in den Museen. Mit ihnen gingen die verbliebenen Technofans, die nicht auf die harten Bässe aus den Niederlanden verzichten wollten.

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Gefühlte Nationalisierung?

„Wir haben kein Problem mit Rechtsradikalen!“

Zumindest hat man so den Eindruck, wenn man sich „das Volk“ und die „geistige Elite“ so anhört. Da werden Afrikaner verprügelt und eine schwangere Irakerin zusammengedroschen und das LKA steht unter dem Verdacht Statistiken zu frisieren. Aber trotzdem werden gerade Straftaten, die dem braunen Klientel unserer Gesellschaft zuzuordnen sind ständig beschönigt. Bei Lesern von so manchem Boulevard-Magazin kann ich das ja noch verstehen. Aber wenn selbst die „geistige Elite“ zur Relativierung neigt und lieber mit nichtssagenden „Rechts vs. Links“ Argumenten aufwartet, dann fängt man an sich zu fragen:

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