Nachrichten getagged: Idioten

Kneipengespräche

Von , 27. Februar 2009 21:28
Default Icon

Man stelle sich eine typische Kneipe in der guten alten Zeit vor. Verraucht, zwielichtige Gestalten sitzen in der Kneipe, gemurmelte Gespräche. Richten wir unseren Blick nun an die Theke. Dort sitzen drei Herren. Wollen wir ihnen kurz zuhören.

Benedikt: Reich mir mal bitte den Messwein rüber, Richard.

Richard: Klar doch, Papa.

Walter: Bekomm ich auch was?

Benedikt: Aber nur ausnahmsweise. In letzter Zeit hast du ja nicht gerade für die Verbreitung unseres Glaubens gesorgt. Schau dir unseren Richard an, der ist in aller Munde und musste dafür nicht einmal Bücher lesen. Die liest er erst jetzt.

Weiter lesen 'Kneipengespräche'»

Politisches Spektrum

Von , 27. Februar 2009 09:03
Default Icon

Letzte Nacht konnte ich mal wieder nicht schlafen und habe deswegen weiter im “Baader-Meinhof-Komplex” gelesen.
Irgendjemand in den umliegenden Wohnungen konnte auch nicht schlafen und hat deswegen seine Anlage auf volle Lautstärke gedreht. Dabei hörte er eine Band, dessen Namen ich hier nicht näher erwähnen will.1 Es sei nur so viel gesagt: Hatte was mit einem metallischen Werkstoff und einer bestimmten Wetterart zu tun.
Es ist irgendwie paradox, wenn man von einem Radikalismus liest und den genau entgegengesetzten Radikalismus hört. Ganz davon abgesehen, dass dieser Rechtsrock nun nicht wirklich einschläfernd ist.

________
  1. Man muss sich ja nicht vorsätzlich die Suchergebnisse durch die Nennung rechtsradikaler Bands versauen. []
________

Ode an die Freude (Liveblogging)

Von , 23. Januar 2009 15:13
Default Icon

“Was machst du denn hier?”, schallmait es durch den Seminarraum kurz vor Beginn der Nachholsitzung des Seminars “Sportsprache”. Nachholsitzung ist ein gängiger Euphemismus für “Der Dozent schafft es nicht das Seminar regelmäßig stattfinden zu lassen und lädt deswegen an einem Freitagnachmittag zur schlecht organisierten und wahrscheinlich viel zu knapp kalkulierten Zusatzsitzung”. Wie man schnell merkt ist Nachholsitzung viel, viel kürzer. Jedenfalls haben der Zyniker und ich uns gedacht, dass wir mal ein bisschen Liveblogging veranstalten. Da wären wir jetzt also, es ist 15.05Uhr und eben hat sich die erste Referatsgruppe, die dran ist, unsere Boxen ausgeliehen. Man erkennt: Vorbereitung ist alles. Wenn man ein Referat hält und irgendwas mit Ton machen will, dann bringt man sich selbst Boxen mit. Naja, an einen Fernseher und einen Laptop haben sie wenigstens gedacht. Der Fernseher hat eine Diagonale von so ca. 55cm und steht so 10-15m weit weg. Das wird sicher was. Der Dozent trägt einen Schal von Eintracht Braunschweig zum braunen Sakko und einer quietschbunten Krawatte.

15:09Uhr. Reihenfolge der Referate aufgezählt, uns vergessen. Wir haben ihn nicht darauf hingewiesen. Der Typ mit den Boxen, der jetzt doch nicht dran ist, deutet auf uns und sagt irgendwas mit “von den beiden Herren”. Ja, wir sind hier, was gibt es? Wollt ihr mit uns reden? Braucht noch jemand unsere Boxen? Hallo? Irgendjemand? Nicht?

Während der Dozent so redet und das Handout so rumgeht wird es…

15:11Uhr. Referat beginnt mit der Geschichte des Turnens…

…aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte was über den bisherigen Tag schreiben oder interessiert sich hier jemand für die Geschichte des Turnens? Wohl kaum, gibt es ja auch bei Wikipedia nachzulesen. Aber zum bisherigen Tag: Gestern Abend hat sich eine “Verblendung” an meinem Zahn verabschiedet. Heute morgen zum Zahnarzt, der war von meinen Zähnen restlos begeistert und will mich ab Februar regelmäßig sehen. Ich glaube der mag mich irgendwie. Ich mag Leute, die mir das neue Auto finanzieren auch immer. Das wird noch was. Interessant daran ist, dass sich das alles bei meinem eigentlichen Zahnarzt (ich war jetzt bei einem neuen) nie so schlimm angehört hat. Probleme mit den Zähnen habe ich, aber die aktuelle Dimension ist neu. Mir jedenfalls scheint die Sonne aus dem Allerwertesten und nach mir die Sahara. Sollten meine Einträge in naher Zukunft irgendwie…nun…angesäuert sein, so wisst ihr jetzt warum.

15.18Uhr.  Geschichtlicher Abriß, ohne nennenswerte linguistische Aspekte immer noch nicht beendet.

Der Zyniker,die Praktikantin und die Nachbarin sind übrigens auch da, so leide ich wenigstens nicht ganz alleine. Obwohl, leiden tue ich eigentlich gar nicht so sehr. Der Zyniker meint dazu:”Tja, ohne meinen Laptop wäre dein Leben ganz schön arm.” Hm, recht hat er, da ich gerade auf seinem Laptop schreibe.

15.21Uhr. Geschichtlicher Abriß endet nach 7 Minuten und 53 Sekunden und wird abgelöst mit einer biographischen Abhandlung über den Turnvater Jahn. Referentin kaum zu verstehen, Dozent ergänzt unwichtige Details, zumindest unwichtig in Bezug auf die Linguistik. Nach knapp 2 Minuten Biographie scheinbar erledigt. Ging ja noch gerade.

Die Praktikantin hat “Sportsprache” auf ihren Block geschrieben, ein Szaf gemalt und meint zu der ganzen Sache hier: “Gott, watt’n Blödsinn!”.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wir hören zu! Wir tun es wirklich! Nur ist es halt absolut uninteressant. Wir sind nachher, theoretisch, auch noch dran und unser Thema ist jetzt auch nicht gerade der absolute Bringer, aber…ja…äh…Ich gebe ab an den Zyniker. 15.25Uhr

15.32Uhr. Bin wieder dahaa. Es gibt fahrende Turngeräte…oder Turngeräte die pferden. Schlecht zu sagen bei miserabler Akkustik und leise sprechenden Referntinnen (mittlerweile übrigens Nr. 3).

Die Anwesenheitsliste hat es mittlerweile bis zu uns geschafft, nach 30 Minuten eines 3-Stunden Seminars. Mal gucken wie lange es dauert, bis die ersten wieder gehen. Die Referentin scheint einen ausformulierten Text zu lesen, guckt kaum hoch, wenig motivierend. Die Frisur is aber ganz nett, könnte der Praktikantin auch stehen. Die Praktikantin findet die Referentin hübsch…gut, jetzt hat sie es zuerst gesagt, dann darf ich auch! Hübsch anzusehen, doch. Vorlesen kann sie auch halbwegs, gibt es ja auch nicht alle Tage. Der Zyniker will was… 15.36Uhr.

15.42Uhr. Ich soll was zum Ablauf berichten? Öh…auf’m Klo war das Licht aus, Referat beendet, Dozent fragt uns was. UNS! Erst vergessen, dass wir heute dran sind und dann was von uns wollen. Das haben wir gerne, so eine Frechheit. Aber nun fallen dem Dozenten keine Beispiele mehr ein. Der Dozent fragt, wie man “Frisch, fromm, fröhlich, frei!” denn in die heutige Zeit übersetzen könnte. Keiner sagt was, aber er selbst hat einen Vorschlag: “Yes, we can!” An dieser Stelle einen freundlichen Gruß zu “Coffee and TV“!

15.46Uhr. Neue Referatsgruppe. Sportmetaphern in Politik und Alltag. Na, mal gucken. Dieses Mal gibt es sogar mehr als genug Handouts. Es geschehen also noch Zeichen und Wunder. Wir können trotzdem besser, die haben nämlich nur drei Seiten, wir haben vier! Jawollja! Draußen Sturm, Schnee und Regen. Ich gebe ab. Bringt jemand Kaffee vorbei? Oder weiches Brot?1 Nudel-Schinken-Auflauf nehme ich auch. Im Referat fiel der Ausdruck “männlicher Habitus”. Ugga!

15.56Uhr. Der Zyniker bloggt übrigens hier. Das aktuelle Referat ist übrigens, trotz ablesender Referentin, relativ interessant, wenn auch nicht unbedingt erkenntnisbringend. Okay, jetzt legen sie eine Folie auf und verlieren ihren bisherigen Symphatievorsprung. Viel zu klein das Ganze. Schriftgröße 12, würde ich sagen. Gerade eben ist die erste Kommilitonin gegangen. Also so richtig gegangen, nicht nur Kaffee holen, Klo oder rauchen. Das Handout der aktuellen Gruppe ist übrigens toll: “2schneidig”, “1dimensional”, “Vollpröfis”. Zweites Beispiel auf Folie wieder viel zu klein. Schade eigentlich. Die Körperhaltung der Nachbarin sieht gerade, 16.00Uhr, nicht so sonderlich gesund aus. Viel zu verkrümmt, das Mädel muss mal den Rücken gerade halten. Der Zyniker meint: “Die liest!” Ach, sag bloß? Jetzt faselt er was von Buch und roten Dingern oder Katapulten. Keine Ahnung, er nuschelt. Und er spricht leise…aber er kann ja auch nicht lauter sprechen, als die Referentin und da die jetzt auch nicht sooo laut spricht…

Sollte jemand den Eindruck haben, ich sei gerade irgendwie schlecht drauf oder zynisch, der hat recht. Trotzdem wünsche ich den Referenten und Referentinnen nichts schlechtes und die hier getroffenen Aussagen beziehen sich natürlich rein auf das handwerkliche Geschick.

16.10Uhr. Die Referentinnen machen ein Rollenspiel, wir sollen die Sportmetahphern zählen. Das “Skript” dazu hab ich vorhin im Büro liegen gesehen. Sie haben es mit der Auswahl und Häufigkeit der Sportmetahphern etwas übertrieben. Die lyrische “Sie” hat einen “Er” getroffen, der gerne mit ihr “anbändeln” würde. Sagt man das heute noch so? Ich bin der Meinung es waren genau 42 Sportmetaphern. War klar, oder? Ich könnte euch jetzt sagen, wie viele es wirklich waren, aber die Folie ist wieder viel zu klein. Zyniker wirft “15″ in den Pott, Praktikantin weiß nich, was los is. Der Dozent mischt sich wieder ein, schätzungsweise ab Reihe fünf versteht keiner mehr was. Kommilitonin Nummer zwei geht. Ich gehe auch, Kaffee holen.

16.20Uhr. Neues Referat, Handouts reichen bis hinten, aber ich muss den Zyniker korrigieren. Es geht fast die komplette vorherige Referatsgruppe den Weg aller Studenten, nicht nur Kommilitonin Nummer drei. Mittlerweile sind wir beim Radsport angelangt und erfahren wieder etwas über die Geschichte des Radsports. Ich habe dem Zyniker übrigens nur keinen Kaffee mitgebracht, damit ich meinen nächsten Toiletten- oder Rauchgang tarnen kann. Verratet es aber keinem, ja? Geschichte des Radsports ist vorbei, jetzt kommen wir zur Vorstellung des Teamaufbaus usw. Viele Sportfachbegriffe werden genannt, erklärt eher weniger. Dabei ist es doch eigentlich interessant, dass es auch im Radrennsport Sprinter und Kletterer gibt. Ich dachte immer, die laufen nicht, sondern fahren. Zyniker will was…16.25Uhr.

16:28Uhr. Ging ja fix, oder ging eben nicht, so wie das Fahrrad. Verwirrend das alles. Die junge Dame da vorne rappelt Begriffe runter, erklärt was sie bedeuten. Problem dabei ist: Hier geht es nicht um Lexikoneinträge, sondern um linguistische Aspekte. Betrachte doch mal irgendwas, bitte! Nein! Keine Trikots! Warum Trikots? Können die sprechen2 Während vorne das gelbe Trikot vorgestellt wird, gehen wieder vier Kommilitoninnen. Genau genommen Referatsgruppe Nummer 1. Die Frisur ist nun also auch weg. Auffällig, dass bisher noch irgendwie keine Kerle gegangen sind, sondern nur Mädels. Huch, Kaffee ist schon alle. Den hat mir doch einer geklaut! Die Nachbarin war es, ich weiß es ganz genau. Ich versuche gerade ihren Rücken mit bösen Blicken zu durchbohren, aber irgendwie prallen meine Blicke wirkungslos an der Rückenkrümmung ab. Deswegen sitzt die da also so, damit sie sicher vor meinen bösen Blicken ist!

Langsam wird der Sauerstoff hier im Raum knapp. Man merkt es an meinen Einträgen, oder? Ich gehe frische Luft schnappen und gebe zurück ins Sportstudio.

16.40Uhr. Frische Luft geschnappt, linguistischen Aspekt zum Teil verpasst. VerdammT! Hey…das große T passt ja sogar, obwohl es ein Tippfehler ist3 , da es gerade um T-Mobile geht. HaHa! Welch Witz. Eine Minute hier drin, schon wieder Sauerstoffmangel. Wo sind eigentlich unsere Boxen und warum steht der Fernseher da immer noch rum? Unterschiede zwischen furchtbar und fruchtbar stehen gerade auf der Tagesordnung. “Wer lesen ist, kann klar im Vorteil.”, sagte schon der Zyniker. Liest hier eigentlich jemand mit?

16.58Uhr. Praktikantin mit ihrem Teil durch, Zyniker dran, ich stehe in den Startlöchern. Scheiss Luft.

17:20Uhr. Fertig, nächste Gruppe hat kein Handout, reicht es Dienstag nach, obwohl sie Dienstag nicht da sind. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, bei 20 angesetzten Minuten und ohne geschichtlichen Abriß ist das okay. Zugehört hat wahrscheinlich eh keiner, aber man sagte, ich solle leiser sprechen. Warum? LAUTES SPRECHEN hat doch was für sich, es wachen wenigstens alle auf. Der Dozent fand unser Referat informativ, naja, wenn er meint. Wir leiden langsam alle an Sauerstoffmangel. Der Zyniker meint er tue das nicht, er schnauft also einfach so vor sich hin, der alte Mann. Die Praktikantin sitzt immer noch neben mir, frisst aber die ganze Zeit über Zwiebelringe…irgendwie sitzen wir mittlerweile recht alleine hier…hmm…äh…dafür holt sie Kaffee! Diese Zweibelringe muchten aber ooch…nachher noch ein Bild dazu. Das Referat über Fangesänge usw. wäre eigentlich ganz interessant, wäre die PowerPointPräsentation lesbar. Ist sie leider nicht. Habe ich eigentlich erwähnt, dass manche Bachelor in diesem Seminar eine Klausur schreiben? Über was eigentlich? Die Referate kann man wohl kaum als Grundlage nehmen, da sich die wenigen erkennbaren linguistischen Aspekte auf sich stets wiederholende Beispiele beschränken. Vernünftig kategorisiert kommt man da nicht auf viel. Der Fernseher steht da immer noch untätig rum. Armer Fernseher. Unsere Boxen stehen auch noch vorne. Ist der Typ, der sie haben wollte eigentlich noch da? Referat gehalten hat er zumindest noch nicht. Ich trink mal Kaffee…17.28Uhr.

17.36Uhr. Es gibt irgendein Problem bei den Referenten. Keine Ahnung was für eines. Die Referenten sagten aber etwas in die Richtung. Aber nun, langsam interessiert es wohl wirklich keinen mehr. Der Dozent erzählt mal wieder Fußballgeschichten…er hat scheiße gesagt, er hat scheiße gesagt! Verfall der Sitten, also wirklich!

Damit kein falscher Eindruck entsteht, das Thema ist wirklich interessant und voll…äh…ach, was soll’s. Ich geb es zu: Ich will nach Hause, was essen! Das Thema ist, unter linguistischen Aspekten, nicht sonderlich interessant. Seminar sollte bis 18.30Uhr gehen, wird jetzt vom Dozenten abgebrochen. Der Zyniker macht das Schlusswort! 17.35Uhr.

Fertig.

________
  1. An hartes trau ich mich wegen dem Zahn nicht ran. []
  2. Naja, nach einer ganzen Etappe der Tour de France kann das Trikot wahrscheinlich schon sprechen. Zumindest kann es schön in die Ecke gestellt werden. Oder als Fahrradständer benutzt werden. []
  3. der erste Kerl geht übrigens gerade []
________

Wenn man schon klugscheißen will

Von , 16. Januar 2009 18:04
Default Icon

Ich halte ja grundsätzlich wenig davon irgendwelche Plakate oder Aushänge zu kommentieren. Aber manchmal kommen dabei ja wenigstens lustige Dinge heraus. Wenn man aber schon kommentiert, dann vernünftig und nicht so wie auf diesem Plakat:

bild0111

Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Da der Kommentar trotzdem recht unleserlich ist, hier die gekritzelte Antwort auf die Frage “Was ist Philosophie?”:

die Biedeutet Garten für wissenschaft.
Alle Wissenschaften da wachsen auf.

Ich ziehe ja sogar die Möglichkeit in Betracht, dass ein ausländischer Student da mal seinen Senf ablassen wollte. Wenn dem so ist, würde ich für die Zukunft empfehlen: Schreib es in deiner Heimatsprache auf und setz eine Übersetzung drunter!
Wenn es ein deutscher Student war, fehlen mir einfach die Worte. Ich hoffe inständig, dass es kein Student war oder wenigstens einer mit einem recht bescheidenen Humor. Ich hoffe es wirklich…

P.S.: Nein, das auf dem Plakat ist nicht George W. Bush! Auch wenn bei dem Ausschnitt eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden ist.

Wer stänkerte denn nun?

Von , 16. Dezember 2008 18:18
Default Icon

So, Vorgeschichte verdaut? Nochmal kurz: Nach einigem hin und her hatten wir uns jetzt letzte Woche drauf geeinigt, dass K. ihr Referat beendet, dann der Zyniker und ich mit Formen/Darstellungsmitteln drann sein sollen und den Abschluss der N. macht, mit “Einsatz im Unterricht”. Nun saßen wir aber gestern im Seminarraum und irgendwann kam N. rein und wollte wissen, wie denn jetzt die Reihenfolge war. “Wie besprochen?”, sagte ich. “Erst K., dann wir beide, dann du.” Während ich das so vor mich hin sagte, schaute N. auf mein Skript und sagte: “Darstellungsmittel der Satire? Das ist schlecht, dass ihr das macht. Das mache ich doch!” Dem Zyniker und meine Stirn legten sich in steile Falten und der Zyniker erwiederte nur: “Nein, das machen wir?!” – “Aber ich hab das so mit ihr [gemeint ist die Dozentin] abgesprochen!” Auf diese Äußerung hin saß neben mir plötzlich nicht mehr der Zyniker, sondern das HB-Männchen kurz vor’m Start. Ich weiß nicht mehr genau, was er sagte, aber N. entgegnete nur ziemlich patzig: “Willst du jetzt hier rumstänkern?”

Weiter lesen 'Wer stänkerte denn nun?'»

Willst du rumstänkern?

Von , 15. Dezember 2008 20:46
Default Icon

Tell me why? I don’t like Mondays.

Der Realsatire zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, ist das nicht schön? Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, welches die Vorlage für den oben kurz zitierten Hit der Boomtown Rats geliefert hat. Silikonchips in meinem Kopf habe ich noch nicht, aber ich glaube manch andere haben diese schon und sie alle get switched to overload. Anders kann ich mir die Fortsetzung der Realsatire zumindest nicht erklären.
Weiter lesen 'Willst du rumstänkern?'»

Wehe wenn sie losgelassen

Von , 13. November 2008 17:30
Default Icon

Wie vorhin schon angemerkt nun meine Anmerkungen1 zu den streikenden Schülern.

Zuerst muss ich wohl sagen, dass ich eigentlich richtig begeistert war als ich hörte, dass die deutschen Schüler bundesweit in den Streik treten, bzw. einen Tag lang demonstrieren, um auf die Bildungssituation in Deutschland aufmerksam zu machen. Ich bin in meiner Schullaufbahn einmal gegen überalterte Kollegien und mangelnde Neueinstellungen auf die Straße gegangen und begrüße politische Partizipation eigentlich in fast allen Fällen. Ich hab auch grundsätzlich nichts gegen etwas ausgefallenere Aktionen, doch bei der Betrachtung von diesem Video konnte ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln und das hatte mehrere Gründe. Erstmal der Polizist, der dem Jugendlichen gleich zu Anfang des Videos voll in die Fresse haut. “Überfordert” kann man das auch nennen, ja. Wobei man bei solchen Zusammenschnitten auch bei SPON besonders vorsichtig sein muss. Dementsprechen verurteile ich das, was “die Schüler” da später angestellt haben zwar, aber hoffe, dass es sich nur um ein paar wenige Idioten handelte. Öffentliche (Bildungs-)Einrichtungen aus Protestgründen zu besetzen finde ich dabei nicht wirklich verwerflich, jedoch muss man das besetzte Gebäude dann nicht verwüsten, kein Feuer anmachen und auch keine Ausstellung (egal welcher Art) demolieren. Aber zum Glück relativiert sich die “Berichterstattung” von SPON bei einem Blick zur Tagesschau. Bei der Tagesschau wirkt die ganze Aktion gleich ein bisschen besser.

Was mir aber bei dem SPON-Video aufgefallen ist, ist der “Typ vonner Antifa”. Liegt das eigentlich in der deutschen Mentalität sein Gehirn abzugeben, sobald man eine Flagge in die Hand bekommt? Oder ist das eher so ein allgemeines Problem der Menschheit?

Und warum scheint Frau Sperber kurz vor einem Lachanfall zu stehen, wenn sie sagt, die Schüler würden 68er spielen?

Und Herr Schmidt, warum verteidigen sie auch noch die Krawallmacher und zeigen Verständnis? Politische Partizipation: Ja! Für die eigenen Rechte und Interessen eintreten: Ja! Steine schmeissen und fremdes Eigentum demolieren: Nein! Solche Krawallmacher muss man doch davon überzeugen, dass es andere Wege gibt und ihnen nicht auch noch den Rücken stärken. Ich wette darauf, dass die Krawallmacher nicht zur Demo gekommen sind, weil sie mehr Bildung wollen, sondern weil sie mal richtig schön die Sau rauslassen wollten.

(Zu den interviewten Teilnehmern sag ich jetzt mal nichts.)

Was ich bei der ganzen Sache aber wirklich bedenklich finde, egal wie einzelne Schüler bei den Demonstrationen auftreten: Ich habe jetzt in vielen Artikeln gelesen, dass “die Lehrer” den Streik nicht unterstützen würden und dass die Politik “Konsequenzen” androhe. Wollen die Einen sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und fällt den Anderen nichts besser ein, als erstmal Kontra zu geben?

Bin ja mal gespannt wie die ganze Sache so weitergeht.

________
  1. Wenn das mal nicht ein dickes A! am Rand gibt []
________

Hab ich früher echt mal…

Von , 23. Oktober 2008 22:20
Default Icon

…CDU gewählt? Diese Frage stelle ich mir ja in letzter Zeit immer häufiger. Doch momentan mal wieder ganz besonders. Während der Schulzeit war ich ja mal mitglied in der SU. Nein, liebe Leser, ich war nicht Mitglied der SowjetUnion, sondern der SchülerUnion, einem Ableger der CDU. Kurzzeitig war ich dann auch mal Mitglied der JU (Junge Union), bis mir der ganze Kram irgendwie auf den Keks ging. Seitdem schlage ich mich parteilos durch die politische Partizipation. Und ich finde, das ist auch gut so, denn der logischen Reihenfolge folgend müsste ich ja mittlerweile Mitglied im RCDS sein, wobei sich das wahrscheinlich spätestens heute geändert hätte. Warum? Ich zitiere einfach mal IdEp:

Der lokale RCDS schießt gerade gegen die Antifaschistischen Hochschultage.

Weiter lesen 'Hab ich früher echt mal…'»

Aufgeschnappt

Von , 13. September 2008 21:55
Default Icon

Auf den Azubitagen, die ich ja bereits erwähnte, war es bei vielen Besuchern Gang und Gebe, dass relativ wahllos alle halbwegs interessanten Stände abgeklappert wurden. An einem Stand schnappte ich folgendes auf, als sich ein Mädel nebst Begleiter, denke mal ihr Vater, von Stand A weg bewegte und zum Stand der Bundespolizei ging. Einer der Berater an Stand A sah dies und kommentierte es mit: “Jetzt geht sie zur Bundespolizei. Na für DIE arbeitet man eh nicht!”

Solche Leute mag ich ja wirklich, muss ich ehrlich zugeben. Ich hab mir dann aber trotzdem mal jeglichen Kommentar verkniffen.

Hark now hear the Handy sings…

Von , 31. Juli 2008 21:09
Default Icon

Zuerst: Ja, korrekterweise müsste es mobile phone heißen, weiß ich. Passt aber in diesem Fall nicht so gut.

Zum Thema: In den letzten Tagen war ich häufiger in der Auricher Innenstadt unterwegs. Nun hängt Aurich gewissen Trends immer ein bisschen hinterher, wenn der Trend dann aber Aurich erreicht hat wird er sehr exzessiv betrieben, vor allem wenn er Jugendliche betrifft. Baggypants hingen hier noch tiefer als sonst wo in der Republik, unsere Wege haben tiefe Furchen von Rollerskates und Skateboards und PISA wird hier gar nicht durchgeführt, da die Ergebnisse viel zu erschreckend wären. Und in den letzten Tagen ist mir der neuste Trend bei Auricher Jugendlichen, vornehmlich der männlichen Sorte, aufgefallen.

Weiter lesen 'Hark now hear the Handy sings…'»

Panorama Theme by Themocracy