Hachja…die Ostfriesen und ihre Weltsicht. Bei Facebook habe ich eben einen Kommentar zu einem der Programmpunkte vom Tag der Niedersachsen gelesen, der mich an eine Kampagne erinnert hat. Der FB-Kommentar war folgender:
Gay… Das mal Ober scheisse gewesen… Nie wieder..
Für alle, die besonderen Wert auf “richtiges Deutsch” legen: Gay bedeutet “schwul”.1
Nun ist es ja nicht so, dass ich behaupten könnte, in meinem Leben auf Beleidigungen wie “Du bist schwul” oder “Das ist ja so schwul” verzichtet zu haben. Allerdings war ich da bedeutend jünger, als ich es jetzt bin.
Die Kampagne stammt jedenfalls von http://thinkb4youspeak.com/ und umfasste, soweit ich weiß, einen Spot mit Hillary Duff und einen mit Wanda Sykes:
Das mal so am Rande. Demnächst gibt es wahrscheinlich noch tiefere Einblicke in gewisse Denkweisen hier vor Ort und evtl. ein besonderes Wörterbuch “Richtiges Deutsch”. Dafür müsste ich mich aber erstmal dazu durchringen, dass ich mir Notizen mache.
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Es bedeutet eigtl. auch fröhlich, aber so wird es heutzutage wohl eher selten benutzt. [↩]
Der Zyniker bloggte, wenn er denn in letzter Zeit mal bloggte, vornehmlich über die, mittlerweile vorerst gescheiterte, Ulrichskirche in Magdeburg. In seinem letzten Eintrag fasste er die letzten Bestrebungen der Initiative gegen die Ulrichskirche, schön zusammen. Ich stimme dem Zyniker da durchaus zu, auch wenn ich alles nur aus der Ferne mitbekommen habe.
Interessant an den Gegnern der Ulrichskirche ist allerdings einer ihrer “prominenten” Vertreter, der SEO-Mensch, Blogger, Kopftuch-Träger und was weiß ich nicht noch alles Torsten M., auch bekannt als T. Maue.1 In seinem Twitter-Account, der zumindest aktuell öffentlich einsehbar ist, twittert dieser Mensch häufiger mal relativ belanglosen Kram, versucht aber auch alle naselang den Account zur Diskussion zu nutzen. Außerdem betreibt er noch den Twitteraccount magdeburg, was gerade in den Zeiten vor dem Bürgerentscheid zur Ulrichskirche zur Verwirrung führte. Wenn man einen neutralen Stadtacccount erwartete, wurde man mit einem doch eher parteiischen Kontra-Account überrascht. Aber das nur am Rande.
SEO-Torsten beschwerte sich über eine Äußerung, und zwar wie folgt:
Tweet @tmmd, 20. März 2011
Der Account “oc_md” ist mittlerweile gelöscht, gehörte wohl einem Stadtrat, und deswegen ist die Ursprungsäußerung leider nicht mehr nachvollziehbar. Aber ein anderer Tweet von “tmmd” ist noch nachvollziehbar. Am 15. März, also 5 Tage vor dem eben genannten Tweet, sprach Torsten Maue:
Tweet von @tmmd, 20. März 2011
Und nun die abschließende Fragen, liebe Leser: Was von beiden ist wirklich peinlich und hat der Zyniker mit seinen laut brüllenden Kleingeistern recht, oder nicht?2
Die Piratenpartei Sachsen-Anhalt hat vor einiger Zeit eine Pressemitteilung über die Uni Magdeburg rausgegeben. Inhalt ist eine erneute Datenschutzpanne an der Uni. Wir erinnern uns zurück, sowas gab es schonmal. Damals waren die Forderungen der Studierendenschaft, vertreten durch den damaligen Studentenrat, mittlerweile Studierendenrat, ziemlich lang. Passiert ist…nun, nicht wirklich viel. Der Datenschutzbeauftragte scheint mittlerweile ein neuer zu sein. Aber von den Forderungen des StuRas und dem “Arbeitskreis Datenschutz” hat man seitdem nie wieder etwas gehört. Und nun gibt es plötzlich einen neuen Datenskandal, “ist nun eine weitere Lücke im Datenschutz der Universität entdeckt worden”, wie die Piraten LSA in ihrer Pressemitteilung vom 23. September 2009 schreiben. Betrachtet man diesen Eintrag in einem örtlichen Forum, so wird deutlich, dass es sich zwar um die neuste Panne, aber nicht um die einzige in letzten Zeit handelt. Ausschlaggebend war beim etwas älteren Fall, der auch in der PM der Piraten erwähnt wird, dieser Blogeintrag vom 13. Juli 2009. An den wirklich zahllosen Kommentaren sowohl im Blog, als auch im Forum, kann man entnehmen, wie sehr das Thema noch zu reizen wusste. Dies ist schade, aber wie ich finde auch verständlich. Vorher wurde viel Aufhebens gemacht und die entsprechenden Stellen gelobten Besserung und was weiß ich nicht alles, doch passiert ist im Endeffekt nahezu nichts. Um ehrlich zu sein: Ich bin der Meinung, dass gar nichts passiert ist, kann dies aber nicht belegen. Deswegen ist halt fast/nahezu nichts passiert. Sicher sollte man sich dann trotzdem aufregen, aber warum? Verpufft doch wahrscheinlich eh wieder. Dies ist wahrscheinlich den meisten Lesern durch den Kopf gegangen, zumindest ging es mir so. Weiter lesen 'Und plötzlich interessiert es niemanden mehr'»
Wissen Sie, also früher, früher war an den Universitäten alles besser. Also mit früher meine ich vor der Einführung des Bachelor als Abschluss. Wer Bachelor studiert, der ist ja automatisch dumm. Wie? Glauben Sie nicht? Ist aber so, ich versichere es ihnen. Dabei ist das egal, in welchem Semester diese Bachelors studieren. Doof bleibt doof, da hilft keine Erfahrung.
Man muss aber auch sagen, dass die Universitäten da ganz eindeutig Mist gebaut haben. Also nicht in Bezug auf die Studienordnungen oder so, ich meine, kann ja sein, dass die da auch Mist gebaut haben, aber damit kenne ich mich jetzt nicht aus. Nein, wo die Universitäten Mist gebaut haben ist schlicht und ergreifend in der Zusammensetzung der Lehrveranstaltungen. Stellen Sie sich vor: Da muss man als gestandener Student mit zweistelligen Semesterzahlen in einer Veranstaltung mit Zweitsemestern sitzen. Also das hätte es früher nicht gegeben, dass man unterschiedliche Semesterzahlen und unterschiedliche Studiengänge in Veranstaltungen mischt. Was soll sowas auch bringen? Wäre doch besser, wenn man da teilen würde. Ich hätte da auch schon eine Idee, die vertrete ich auch immer in diesen gemischten Veranstaltungen. Die Bachelor gehen einfach alle zu dem einen Dozenten, der hat eh ein recht niedriges Niveau. Was? Mir doch egal, dass der Professor und Institutsleiter ist. Der halt halt ein nicht so hohes Niveau, wie die Dozenten, die ich mag. Deswegen sollten wir jetzt nach Studiengängen teilen. Die doofen Bachelor bekommen die anspruchslosen Dozenten und die durch die Bank schlauen Magister und Lehrämter die anspruchsvollen Dozenten. Wie? Ob ich das wirklich in vollen lehrveranstaltungen sage? Ja, natürlich! Ob sich die Bachelor dabei auf den Schlips getreten fühlen? Nein, ich sag doch immer dazu, dass ich damit niemandem zu nahe treten will. Was denken Sie denn von mir? Also wirklich!
Außerdem müssen die Bachelor mal damit aufhören, sich hinter ihren Studienordnungen zu verstecken. Das bringt doch nichts! Was? Ja, ich hab gesagt, dass ich von den Studienordnungen keine Ahnung habe. Was hat das denn damit zu tun? Ich kann jawohl beurteilen, ob die ihre Studienordnung nur als Entschuldigung benutzen oder ob die Probleme wirklich mit der Studienordnung zu tun haben. Dafür muss ich die doch nicht gelesen haben. Sie müssen beachten, dass ich schon lange studiere und somit Ahnung habe! Aus diesem Grund kann ich solche Argumente einfach nicht gelten lassen! Jedenfalls müssen die mal aufhören mit diesem Versteckspiel. Die müssen einfach mal die Gelegenheit beim Schopfe greifen, diskutieren, die Inhalte verstehen und reflektieren. ICH konnte sowas ab dem zweiten Semester! Was? Wie die das bei den anspruchslosen Dozenten lernen sollen? Also wirklich, ein bisschen Selbststudium wird doch schon noch erlaubt sein, oder? Man kann denen doch nicht alles hinterhertragen! Ob es da nicht sinnvoller wäre, wenn die Veranstaltungen gemischt bleiben würden, so dass die “jungen” von den “alten” Studierenden lernen können? Also wirklich, Sie kommen auf sehr merkwürdige Ideen…1
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Wer Ironie findet, der darf sie behalten. Sarkasmus darf auch noch eingerahmt werden. Spuren von Zynismus benutze man bitte als Zugabe zum Kaffee und von purer Verzweiflung kaufe man sich ein Eis. [↩]
Wenn jemand am Tag, an dem er Referat halten soll, krank wird, dann ist das Pech. Dreist ist es, wenn man sich nicht persönlich entschuldigt, sondern sich entschuldigen lässt. Zur Sicherheit mag das gehen, aber als alleinige “Entschuldigung”…naja.
Richtig dreist ist es, wenn man sich als krank abmeldet, aber ein paar Stunden später in einer anderen Vorlesung anwesend ist. Sag mal, merken solche Leute es noch?
Am 17. Juni 2009 war bundesweiter Bildungsstreik. Erst wollte ich was zum Ablauf dieses Streikes hier in Magdeburg schreiben, habe mich dann aber doch dazu entschlossen mich einem anderen Thema zu widmen. Bei manchem Studierenden hat heute nämlich die Bildung wirklich gestreikt und wenn nicht die Bildung, dann doch zumindest das letzte bisschen Verstand. Die Ablehnung, die dem Bildungsstreik heute von Seiten mancher KommilitonInnen entgegengeschlagen ist, ist für mich nur schwerlich nachzuvollziehen. Klar, man kann dagegen sein. Aber wenn man dagegen ist, dann doch bitte mit halbwegs nachvollziehbaren Argumenten. Diese Argumente kamen mitunter, vermochten aber kaum die Platitüden und dummen Sprüche zu überlagern, die einem sonst so um die Ohren wehten. Weiter lesen 'Wenn die Bildung streikt'»
Wenn das Telefon klingelt, sollte man sich immer gut überlegen, ob man überhaupt rangeht. Selbst in Zeiten der Rufnummerübermittlung und -erkennung kann man sich nie so ganz sicher sein, wer da gerade anruft und vor allem, was der Anrufer überhaupt will. Wenn dann auch noch auf dem Faxanschluss angerufen wird, obwohl die Nummer immer als Faxnummer gekennzeichnet ist, dann ist das erstrecht merkwürdig. Aber wenigstens hat man ein Kombi-Gerät am Faxanschluss, so dass man rangehen kann, wenn dort jemand anruft.
Man stelle sich eine typische Kneipe in der guten alten Zeit vor. Verraucht, zwielichtige Gestalten sitzen in der Kneipe, gemurmelte Gespräche. Richten wir unseren Blick nun an die Theke. Dort sitzen drei Herren. Wollen wir ihnen kurz zuhören.
Benedikt: Reich mir mal bitte den Messwein rüber, Richard.
Richard: Klar doch, Papa.
Walter: Bekomm ich auch was?
Benedikt: Aber nur ausnahmsweise. In letzter Zeit hast du ja nicht gerade für die Verbreitung unseres Glaubens gesorgt. Schau dir unseren Richard an, der ist in aller Munde und musste dafür nicht einmal Bücher lesen. Die liest er erst jetzt.