Schlagwort-Archive: Hallo wach?

Och nö, ich geh dann mal wieder…

Ärzte sind eine tolle Erfindung, auch wenn viele Menschen sie nicht mögen. Denn wenn man zum Arzt geht bedeutet dies meistens, dass man sich nicht sonderlich gut fühlt. Soweit geh ich ja mit, obwohl ich Besuche bei Ärzten und in Krankenhäusern grundsätzlich versuche zu vermeiden. Aber wenn ich dann doch einmal bei einem Arzt lande und der mir sagt „tun sie dies, lassen sie das, nehmen sie jenes“, dann tue ich dies im Normalfall auch. Der Mensch hat studiert, der sollte es halt wissen.

Manchmal geht man auch direkt ins Krankenhaus und da die Diagnose usw. dort meistens etwas länger dauert wird man gerne zu einer Nacht in den institutseigenen Betten eingeladen. Man soll alsozur Beobachtung über Nacht bleiben. Davon bin ich ja jetzt gar kein Freund. Aber wat mutt, dat mutt nech? Aber hier geht es ja nicht um mich, sondern um den Herrn E.1 Dieser Herr klagte über ein ungutes Gefühl in der Herzgegend und entschied sich dann dazu, wohl auch mit dem Gedanken an seinen viel zu hohen Blutdruck, ein Krankenhaus aufzusuchen. Dort angelangt wurde er in einen anderen Bereich des Krankenhauses verlegt und dort sollte er eben über Nacht bleiben. Kurz darauf wurde der Anrufbeantworter einer, mit Herrn E. assoziierten, Person abgehört und dort hatte sich das Krankenhaus verewigt. Herr E. solle sich bitte umgehend melden. Die abhörende Person wunderte sich nicht schlecht über diese Nachricht. Denn Herr E. war doch schon im Krankenhaus. Ein Anruf brachte Klarheit. Der Herr hatte sich im Laufe des Tages einfach aus dem staub gemacht, ohne sich abzumelden o.ä. Na _das_ nenn ich mal lustig. Da er im Krankenhaus eh nicht schlafen könne, sei er eben wieder nach Hause gefahren. Ohne dem Personal Bescheid zu sagen und noch mit Kanüle im Arm. Äh…

[Teil wegen Unsachlichkeit nur gedacht und nicht aufgeschrieben]

Ende des Liedes waren besorgte, übermüdete und aufgebrachte Verwandte, eingeschaltete Polizei, Unverständnis auf Seiten von Herrn E. und der erneute Krankenhausaufenthalt am nächsten Tag, weil es halt doch irgendwie notwendig war.
Ich hoffe demnächst kommt eine Rechnung über sinnfreie Nutzung polizeilicher Ressourcen…

1 Name natürlich von mir geändert, wobei das keinen großen Unterschied macht, wenn ich den Namen abkürze. Aber ich wollte es mal gesagt haben.

Textverständnis und Aufgabenbearbeitung

„Hilfe, ich komme mit dem Text nicht zurecht!“ Solche Aussagen hört man im Studium recht häufig, besonders gerne wenn es daran geht mittelhochdeutsche Texte zu übersetzen. Auch ich hatte und habe damit häufiger so meine Probleme, aber wenn ich mich dann doch an so einem Text versuche, dann versuche ich mich daran und sitze nicht in einem unruhigen Raum, wechsel alle naselang das Thema und konzentriere mich überhaupt nicht. Wenn mir nach Smalltalk der Sinn steht, dann lasse ich meine Arbeit ruhen und gebe mich dem Smalltalk hin. Und wenn ich der einzige bin, der arbeitet, dann stehe ich vor der Wahl: entweder ich verlasse den unruhigen Raum und ziehe mich in eine ruhige Ecke zurück oder ich sorge, durch mehr oder weniger nette Appelle, dafür, dass die unruhigen Geister Ruhe finden. Ich kann mich natürlich auch der Unruhe hingeben oder es ignorieren, dass jemand Ruhe braucht. Wenn ich diese Variante bevorzuge muss ich mich aber entweder nicht zum Arbeiten hinsetzen oder ich sollte mir mal Gedanken über meine Umgangsformen machen. In meiner Sozialisation wurde es als unhöflich angesehen andere bei der Arbeit zu stören. Aber es ändert sich ja viel in der heutigen Zeit. Studenten wollen lieber Dünnpfiff reden, als zu arbeiten oder andere arbeiten zu lassen und dezente Anspielungen derjenigen, die dann doch mal etwas zu tun haben, werden nicht verstanden und ignoriert. Wie Diamanten kommen einem diejenigen vor, die es verstehen, wenn man seine Ruhe braucht und demenstprechend ihre Gesprächslautstärke auf ein ordentliches Niveau herabsenken. Auch die Raucherpausen der Gesprächsführer lernt man schätzen, wie ein Verdurstender das Wasser. Nur leider dauern diese Pausen nie allzu lange und höfliche Menschen sind auch in der Unterzahl. So bleibt einem meistens nur die Flucht oder die Nachtschicht. So bleibt auch heute Nacht das Bettchen kalt…was will man mehr?

Büroalltag oder: Warum sitzen die alle hier rum?

Nach den Aufregungen der letzten Wochen kehrt so langsam wieder der Alltag hier im Büro ein. Allerdings weiß ich nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht. Denn mit dem Alltag kommen auch wieder die Leute, die hier ständig rumsitzen. An sich ja nichts schlimmes, wenn da nicht zwischendurch die letzten Helden der Landstraße dabei wären…

Im Endeffekt darf hier ja fast jeder rumsitzen und seinen Kram erledigen oder einfach mal gar nichts tun. Absolute Ruhe wird dabei ja auch nicht verlangt, im Gegenteil, die Stimmung hier gleicht meistens eher einem Kaffeeklatsch und ist dementsprechend gemütlich. Aber manche Leute übertreiben es einfach. Da werden die Laptops aufgemacht und die Boxen aufgedreht (alternativ wird das Handy rausgeholt) und der komplette Raum mit irgendwelchem Kram beschallt. Manchmal sind ja lustige und/oder informative Sachen dabei. Aber zum hunderttausendsten Male das Best of von Paul Panzer, Graebe oder sonstwem muss nun doch wirklich nicht sein, oder? Vor allem tun die meisten immer so, als ob sie gerade das Rad neu erfunden hätten. Egal ob man sagt „Jetzt nicht“, „Kenn ich schon“, „Nicht schon wieder“ oder ähnliches. Es wird gnadenlos beschallt und abgespielt.Besonders zu erwähnen sind hier die Leute, die während der Beschallung noch ordentlich über das Gehörte lachen müssen und zwar so laut und anhaltend, dass man überhaupt nicht mehr versteht, was da eigentlich gerade läuft. Meistens ist das zwar egal, weil man es eh schon kennt, aber besser macht es die Sache dann nicht.

Und wenn diese Menschen dann mal feststellen, dass es einen gerade überhaupt nicht interessiert, was sie einem da vorspielen wollen…dann ziehen sie beleidigt von dannen. ô.Ô

Kinners, bleibt doch gleich weg, wenn ihr es nicht vertragen könnt! dann könnt ihr schön bei euch zu Hause lachen und ich hab auch meine Ruhe. Rapante, rapante!

Neue Plage entdeckt: Studenten, die etwas lernen wollen

Es ist erstaunlich, was man so alles mitbekommt, wenn man mit offenen Ohren durch die Uni läuft. Die großen und kleinen Probleme der Studenten und Studentinnen. Hinweise auf, mehr oder weniger, kulturelle Veranstaltungen. Die Bettgeschichten vom letzten Wochenende und so weiter und so fort. Was mich dann allerdings langsam stutzig machte, war ein Gesprächsthema von dem ich vorher nur über Dritte gehört hatte. Ich wollte es nicht so recht glauben, bis ich es eben selbst erlebte.

Seitdem das Semester angefangen hat muss eine Lehrkraft einen Kurs mehr anbieten und gerüchteweise hat diese Lehrkraft dieser Umstand nicht sonderlich erfreut. Nun gut, sie wird dafür bezahlt, da muss man mit sowas wie „Arbeit“ schon rechnen. Aber gerüchteweise hat man dieser Lehrkraft erst kurz vor Semesterbeginn offeriert, dass sie halt, wenn sie schon eine Gehaltserhöhung bekommt, für ein zusätzliches Lehrangebot zu sorgen hat. Aber dies sind alles nur Gerüchte, das folgende habe ich vor ein paar wenigen Minuten aber tatsächlich selbst gehört…

Besagte Lehrkraft, eine Frau (erwähnte ich das schon?), lief mit einer anderen jungen Dame über den Flur zu ihrem Büro in welchem sie eigentlich schon seit knapp 10 Minuten hätte sein sollen. Sie unterhielt sich in normaler Lautstärke mit der anderen über ihren Kurs, den sie ja jetzt neu anbieten musste (insgesamt gibt sie 2 Kurse an der Uni). Aber sie unterhielt sich nicht über etwas inhaltliches, sondern beschwerte sich darüber, dass ihr Kurs zu voll sei! Nicht, dass das ein neues Problem sei, aber dass diese Lehrkraft sich darüber beschwerte scheint die Gerüchte zu bestätigen. Denn anstatt einen gütlichen Weg zu suchen das Problem der Kursgröße zu bewältigen, hat sich diese Dame wohl mehrere Möglichkeiten ausgedacht die Kursgröße zu verkleinern.

1. Rauswurf aller Erstsemester

2. Rauswurf aller, die einen bestimmten anderen Kurs noch nicht besucht haben

(soweit so gut, alles noch relativ nachvollziehbar)

3. Blockung der Einzeltermine. 6 Termine…jeweils Samstags von 9:00-12:00!

Erstsemester rauszuwerfen (die den Kurs eh noch nicht besuchen sollen) und bestimmte Grundkenntnisse vorauszusetzen ist ja an sich in Ordnung. Aber Leuten, die den Kurs ja vielleicht sogar wirklich brauchen) auch noch Samstagstermine aufzudrücken geht, meiner Meinung nach, etwas zu weit. Mal ganz davon abgesehen, dass es an der Kursgröße (laut Aussage der Lehrkraft) nicht wirklich etwas geändert hat! Sie schien ganz entsetzt darüber! Studenten, die so engagiert sind (oder einfach unter dem Zwang der Prüfungsordnung stehen), dass sie sich selbst von solchen Schikanen (denn nichts anderes ist es) abschrecken lassen! Ist das zu fassen?

Aber der dicke Hammer kommt wie immer zum Schluss:

1. Trotz des offensichtlichen Misserfolges der Schikanen bleibt der Kurs geblockt Samstags

2. Die Lehrkraft ist selbst noch Studentin, wobei sie ja scheinbar lieber etwas für die schlechten Umstände an der Uni tut , als dagegen

Hut ab vor so viel Verständnis und Kollegialität! Ich neige mein Haupt…

Lage kritisch…Geisteszustand auch

Heute mal ganz weit weg vom Schrank, man möge es mir verzeihen. Aber es muss einfach raus. In Zeiten, in denen AK-Werke wieder in die Medien gelangen und sich alle vom Bauern Kunze bis hin zum Astronaut Himmelwärts werden zu Atom-Architektur-Anschlags-und-Fallout-Experten. Okay, darum soll es heute nicht gehen. Ich glaube eher die Geisteszustand mancher ist noch kritischer, als es ein AKW je werden könnte.

Ich meine folgendes: Man kennt ja Experten, die frei nach dem Motto leben „Egal, was ich tue: DU darfst das auf gar keinen Fall!“ Gut, ich kann mit dieser Einstellung leben, wenn die entsprechenden Leute nur Müll machen oder sich ständig umbringen wollen, aber bei ganz normalen Angelegenheiten? Nehmen wir mal das Beispiel, man ist mit so jemandem verabredet und in einer variablen Zeit (die, aber unter 2 Stunden liegt) sagt dieser Jemand ab! Grund Kopfschmerzen, familiäre Angelegenheiten oder ähnliches. Ist ja auch in Ordnung! Wenn es nach mir geht ist das auch mehrmals in Ordnung! Kein Problem, irgendetwas kann immer dazwischenkommen, selbst wenn es ab und an klingt wie „Ich sag dir jetzt nen Grund, aber eigentlich hab ich nur keine Lust!“ Sowas kommt vor und ich bin der letzte Mensch, der da nen riesen Aufriß drum macht!

Wenn dann aber derjenige, dem häufiger mal abgesagt wird, selber absagt, dann sollte man ähnliches auch von den Absagern verlangen können, oder?

Oder?

Gut, ich würde nichts sagen, wenn dem so wäre. Da sagt man ein Treffen ab. Grund ist ja erstmal egal, man sagt ab. Zwar recht plötzlich, aber immernoch mit genug Stunden Vorlauf und nicht erst kurz vor der Angst. Was soll mir das über den Geisteszustand oder die Weltsicht der Üblich-Absager sagen, wenn die darauf reagieren als hätte man ihnen gesagt sie seien dumme Idioten? Mal ganz davon abgesehen, dass sie einen merken lassen, dass sie kein Wort von der Begründung und keine Entschuldigung glauben. Nein, sie werfen einem bei einem neuen Terminvorschlag auch noch um die Ohren, man solle sie eine halbe Stunde vorher nochmal fragen, falls einem wieder „einfallen“ würde abzusagen. Man hätte ja auch was wichtiges zu sagen gehabt.

Äh….

Liebe Leute, setzt wenigstens die Maßstäbe bei anderen an, die man auch bei euch ansetzen soll!

Und nun zurück ins Staubflusenstudio…