Schlagwort-Archive: Hallo wach?

Zeit der Solidarisierung?

An manchen Tagen sollte ich morgens darauf verzichten meinen Rechner anzuschalten. So ein Morgen war heute. Ich bin ja, trotz Änderungen der AGB, noch Mitglied in einer gewissen Community, dem Facebook aus Amerika nicht unähnlich. Und diese Community benachrichtigte mich, dass jemand neues mein Freund werden will. Da sich da immer noch ständig neue Leute anmelden ist das ja auch nichts ungewohnliches und so schwer bin ich dann auch nicht zu finden. Und an sich ist es mir auch fast völlig egal, wer von meinen, auch eher flüchtigen, Bekannten auf meine Freundesliste will. Manche Anfragen wundern mich dann aber doch und genau so eine fand ich heute morgen in meinem eMail-Postfach.

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„Aber nur unter Vorbehalt“

Am Montag ist bei uns an der Fakultät ja das Projekt „Fakultät ohne Rassismus“ gestartet. Was genau das bedeutet habe ich ja schon hier erklärt.
Vorhin habe ich zusammen mit einigen anderen Unterschriftenlisten durchgesehen und verglichen und neben der nahezu unleserlichen Schrift so mancher Kommilitonen, fiel mir besonders eins ins Auge. Da hatte doch glatt jemand seinem Namen den Vermerk „unter Vorbehalt“ hinzugefügt.

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AK DoF

Es wurde ja schon an verschiedenen Stellen über die Studentische Initiative an der FGSE berichtet. Entstanden ist das Ganze ja zwischen Oktober und November mit einem Brief an den Rektor. Sieht man einmal davon ab, dass man über den Inhalt streiten kann, dann ist es wirklich wunderbar, dass sich Studenten um ihre Interessen kümmern. Nachdem das Gespräch mit dem Rektor in einem ziemlichen Eklat endete, hat man scheinbar überlegt, wie es denn nun weiter gehen soll. Geboren war die Idee einer studentischen Initiative für die gesamte FGSE. Immer noch eine lobenswerte Aktion, dieses Mal sogar ein kleines bisschen besser mit den gewählten studentischen Vertretern abgesprochen. Auf der „Vollversammlung“, über die an verschiedenen Stellen schon berichtet wurde, einigte man sich dann endgültig auf die Bildung eines Arbeitskreises. Vorher standen schon grobe Forderungen fest (die nach Meinung einiger ja auch so wischiwaschi bleiben sollten):

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Voll die Versammlung

Als Vollversammlung will ich das, was es heute an der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften gab nun bei aller Liebe nicht bezeichnen. Allerdings habe ich, wie hier schon angeklungen, doch etwas mehr Beteiligung erwartet. Der Raum war zwar so gut gefüllt, dass irgendwann die Luft etwas knapp wurde, aber es waren dann doch unter 91 Personen versammelt.
Auf diesem, eher kleinen, Kaffeekränzchen ging es aber trotzdem relativ hoch her. Der gesunde Zyniker war übrigens auch da und hat mir dieses Mal schon so einiges vorweg genommen. Aber schön, dann ist wenigstens etwas gescheites bei den zwei Stunden rumgekommen. Die Versammlung an sich war nämlich irgendwie für den Eimer.
Nach einem kurzen Abriß über die Situation und einer Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse wurde das Wort ans Plenum übergeben, um eine Diskussion zu starten. Die erste Person, die sich zu Wort meldete, machte dann auch irgendwie den Eindruck, dass sie sich gleich übergeben müsse. Den vor ihr sitzenden zu Liebe, hat sie es dann aber doch gelassen und nur mal dargestellt, wie schön zwar der Aktionismus ist, aber wie sehr die Herren und Damen Aktionisten damit doch auf die gewählten studentischen Vertreter einprügeln. Da die Initiatoren der gesamten Sache mitunter nicht viel von der Meinung oder gar der Arbeit der Gremienvertreter hielten, oder nach diesem Abend wahrscheinlich halten, war diese Ansprache durchaus gerechtfertigt. Zumindest empfindet man so, wenn man schon etwas länger versucht, bei der Entwicklung der Fakultät mitzuwirken. Für alle anderen war es wohl einfach nur Kritik und Kritik ist böse. Vor allem, wenn man blond und vom eigenen guten Aussehen überzeugt ist. Vielleicht dann noch gepaart mit angeborener oder angeeigneter Arroganz. Dann hört man nicht die Worte, sondern den Tonfall.

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eMails sind praktisch

Ich bekomm ja ab und an noch Mails aus der Heimat. Am liebsten bekomm ich ja welche von wirklich wichtigen Leuten. Also Personen, die irgendwo irgendwas zu sagen haben. So auch wieder vor kurzem. Da meldete sich doch jemand, dem eine Abteilung zugeordnet ist, der ich (trotz Abwesenheit) noch irgendwie angehöre. Ab und an kommt er mal auf den Gedanken eine Mail rumzuschicken. Die letzte Korrespondenz mit ihm war schon sehr erheiternd.

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Gefühlte Nationalisierung?

„Wir haben kein Problem mit Rechtsradikalen!“

Zumindest hat man so den Eindruck, wenn man sich „das Volk“ und die „geistige Elite“ so anhört. Da werden Afrikaner verprügelt und eine schwangere Irakerin zusammengedroschen und das LKA steht unter dem Verdacht Statistiken zu frisieren. Aber trotzdem werden gerade Straftaten, die dem braunen Klientel unserer Gesellschaft zuzuordnen sind ständig beschönigt. Bei Lesern von so manchem Boulevard-Magazin kann ich das ja noch verstehen. Aber wenn selbst die „geistige Elite“ zur Relativierung neigt und lieber mit nichtssagenden „Rechts vs. Links“ Argumenten aufwartet, dann fängt man an sich zu fragen:

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Vom Sagen und vom Tun

Es gibt ja bekanntlich die verschiedensten Menschen auf der Welt. Heute will ich mal auf eine ganz besondere Sub-Spezies der Menschen eingehen: Die Redner…

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Geklaute Spendenbüchse

Man stelle sich vor, es steht eine Spendenbüchse auf dem Flur. Eine Spendenbüchse der Aidshilfe. Sie steht über Nacht draußen. Und am nächsten Tag nicht mehr. Gut, die Büchse stand über Nacht draußen auf dem Flur in einem Unigebäude, man hätte sie eigentlich reinstellen sollen. Aber davon mal abgesehen ist es doch erschreckend, dass in einem Unigebäude so etwas nicht draußen stehen kann, oder?

In der Zeit in der die Büchse verschwunden ist bewegen sich hier eigentlich nur Dozenten und Studenten im Gebäude. Man kann also recht sicher sagen, welches Klientel in Frage kommt. Es ist erschreckend, dass „Deutschlands geistige Elite“ klaut. Natürlich sind Studenten auch nur ein Bestandteil der Gesellschaft und da gibt es solche und solche. Aber mal ehrlich: Was geht in jemandem vor, der Spendenbüchsen klaut?

Bevor ich mich jetzt weiter aufrege nur noch ein Wort an den Dieb:

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Ich wollte mich heute eigentlich nicht aufregen

Aber ich tu es doch. Ich bin nach 9 Semestern ja mittlerweile ziemlich geübt darin, den meisten Seminaren und seien sie noch so schlecht, etwas positives abzugewinnen. Aber manchmal kapituliere selbst ich. Nicht nur, dass in dem gemeinten Seminar ein paar absolute Hohlbratzen sitzen. Nein, die gedanklichen Schritte, die während des Seminars gemacht werden, werden nach meinem Empfinden auch noch immer kleiner, bis sie heute dann fast zum Stillstand gekommen sind. 90min immer suggestivere Fragen und immer wieder die gleichen Antworten, nur in der Wortfolge etwas abgeändert. Meine ganz spezielle Freundin wird ja mittlerweile das eine Mädel. Sieht richtig gut aus, hat aber irgendwie so rein gar nichts inner Birne. Widerspricht sich in ihren Ausführungen ständig selbst, sieht es aber nicht ein. Herr im Himmel, ich kann mein Leben auch besser verschwenden. Selbst in der Nase bohren ist da ergibieger, als dieses Seminar zu besuchen und den Hohlbratzen zuzuhören.

Aufmerksamkeit

Es gibt Leute, die brauchen einfach zu viel Aufmerksamkeit. Ständig brauchen sie Feedback. Stille undRuhe ist ein Fremdwort für die. Nichts bleibt unkommentiert. Nicht einmal ignorieren bringt sie von ihrem Mitteilungsbedürfnis ab. Erstaunlich…