Nachrichten getagged: Hallo wach?

Eine Runde Schwimmen

Von Flint, 3. Juli 2010 00:06
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Ich kann mir die Gesichter bei den ON irgendwie vorstellen. Da muss eine Zeitung zusammengestellt werden und es passiert einfach nicht so viel von dem, was sich wirklich verkaufen würde. Da fallen die Augen zeitgleich auf einen vermeintlichen Fall von Seenot und auf die Uhr, die nur noch 3 Minuten bis zum Druck anzeigt. Also schnell noch was gesetzt, aus Seenot lässt sich was machen. Die Ergebnisse kann man schon im Newsletter der ON bewundern und man hofft als Leser nur noch, dass es sich wirklich um ein schnell für den Newsletter zusammengeschriebenes Stück handelt und nich in dieser Form in der Druckausgabe erscheint. Die Veröffentlichung dieses Textes in der “Online-Ausgabe” ist schon schlimm genug. Auf ein komplettes Zitat verzichte ich an dieser Stelle natürlich, aber ein paar Highlights möchte ich doch jetzt und hier betrachten.

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GNTM

Von Flint, 23. Juni 2010 13:47
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Aus Jux und Dallerei habe ich zusammen mit Der Prakrikantin, Der Nachbarin und einer hier im Blog bisher unbenannten jungen Dame das Finale zu Germany’s Next Topmodel geguckt. Ja, das Finale ist schon ein bisschen her, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen diesen Eintrag zu schreiben.
Beim Zuschauen habe ich mir irgendwann die Frage gestellt, wie oft man so als Topmodel in einem Castinfinale eigentlich laufen muss. Da man das Video natürlich online findet, kann ich dieser Frage jetzt endlich mal nachgehen. Das Video ist 2 Stunden, 54 Minuten und 40 Sekunden lang. Mal gucken wie lange es dauert, bis die Topmodels mal das tun, womit sie ihr Geld verdienen sollen und wie lange sie das jeweils tun. Bei den Zeitangaben richte ich mich nach dem, was der Player so hergibt, d.h. die Werbungen sind mit eingebunden, werden aber entsprechend gekennzeichnet.

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Hook, line and sinker

Von Flint, 31. Mai 2010 12:56
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Regelmäßige Leser werden es wissen: Der RCDS Magdeburg ist gerade einem ziemlichen Wind ausgesetzt, vornehmlich vom RCDS Watchblog und von verschiedenen Hochschulgruppen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan davon, weil es mir oft genug zu wenig mit Information und zu viel mit Polemik zu tun hat. Heute hat allerdings die GHG Magdeburg in den Weiten der virtuellen Welt, meiner Meinung nach, den Vogel abgeschossen. Die Vorgeschichte begann schon etwas früher und zwar mit einem Artikel bei der taz. Dort wird über Verbindungen zwischen dem RCDS Halle, einer Burschenschaft und rechtsextremen Kreisen berichtet. Schon kurz nach Erscheinen des Artikels twitterte die GHG:

@rcdsmd Ist euch das egal: http://bit.ly/bXE604 oder schweigt ihr zu allem? Anna Genske ist schließlich RCDS-Landensvorsitzende.

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Fehlt nur noch der Warnhinweis

Von Flint, 27. Mai 2010 19:16
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Man könnte ja viel über gewisse Artikel bei Spiegel-Online meckern. man könnte sich über die manchmal nicht enden wollenden Klickstrecken beschweren, mit denen oft genug völlig inhaltsleere Dinge transportiert werden. Oder man freut sich über die kleinen Besonderheiten, die sich die Onlineredakteure so zusammenbauen. Ich präsentiere hiermit die sinnloseste Artikelbebilderung, die mir bei SpOn seit langem untergekommen ist. Die Rubrik “Gadgets” in der “Netzwelt” besticht so oder so selten durch wirklich interessante Artikel. Was sich die Redakteure bei der, von der Daily Mail übernommenen, Meldung zu einer angeblich irgendwie “tödlichen” Telefonnumer gedacht haben, darüber kann ich nur spekulieren. Der Artikel selbst ist an Sinnlosigkeit schon kaum zu überbieten, obwohl er ein interessantes Beispiel dafür ist, dass man seinen Artikel so formulieren kann, dass Anfang und Hauptteil überhaupt nicht zum Ende passen. Die Artikelbebilderung schlägt dem Faß allerdings den Boden aus. Ich will SpOn ja nicht die teuren, teuren Klicks nehmen, deswegen hier nur ein paar Teaser. Anschauen des kompletten Bildes auf eigene Gefahr!

Verstehen

Von Flint, 25. Mai 2010 17:41
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Eigentlich dachte ich, dass es nach der Plakatbesprechung und der Auseinandersetzung mit RCDS Watch erstmal genug wäre mit dem Thema RCDS hier im Blog. Hätte ich es besser wissen müssen? Wahrscheinlich. Aber als ich das gedacht habe, war ja auch das Wahlprogramm des RCDS noch nicht draußen. Normalerweise weigere ich mich immer ein bisschen, wenn es darum geht die Wahlprogramme der Hochschulgruppen hier im Blog zu betrachten. Der RCDS fordert es aber geradezu heraus, wenn man sich die Störer anguckt, die wohl vom RCDS auf ihren eigenen Plakaten angebracht worden sind.

Gegen das Rohkostdiktat

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Und auch die Zeitungen sind voll!

Von Flint, 6. Mai 2010 21:21
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Also manchmal fragt man sich ja schon, ob den Journalisten bei BILD und Bild.de ihrer “Doppelmoral” eigentlich bewusst sind. Nachdem sich die Journalisten für die vier Buchstaben sich von ihren vier Buchstaben erhoben haben, nur um festzustellen, dass sie über unseren “Star für Oslo” nichts skandalträchtiges herausfinden können, ergab sich dieser Tage doch noch ein Glückstreffer. Frau Meyer-Landrut hat mal als Laiendarstellerin gearbeitet und dabei bewiesen, dass sie unter ihrer Kleidung nackt ist. Für eine Zeitung, die oft genug Auflage damit macht, dass sie eben solche nackten Tatsachen verbreitet, ist dies natürlich ein Grund für eine ausführliche Berichterstattung. Seit dem 3. Mai hat Bild.de bisher sieben Artikel zu dem Thema rausgehauen. Im momentan aktuellsten Artikel heißt es u.a.:

Und auch die Zeitungen sind voll von Lenas Busenblitzer-Filmausschnitten!

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Von Würstchen (Update: 31. März)

Von Flint, 30. März 2010 19:06
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Gent. Kennt hier jemand Gent? Gent ist die Haupstadt der belgischen Provinz Ostflandern. Gent hat vieles zu bieten, doch durch eine Sache wurde Gent jetzt in Magdeburg “berühmt”. Gent hat einen “Vegi-Tag” (oder Veggie-Tag, je nach Schreibweise). Vegi-Tag bedeutet in diesem Zusammenhang, dass an einem Tag in der Woche die Bürger auf Fleisch im Essen verzichten sollen. Die Schulspeisung an diesem Tag ist vegetarisch, ebenso die Essensausgabe in den stadteigenen Kantinen. Die Menschen in Gent wollen damit verschiedene Zeichen setzen, wie man u.a. hier nachlesen kann.

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Galileo und Zölibat

Von Flint, 24. März 2010 14:08
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Es ist Freitag, wir (Die Nachbarin, Die Praktikantin und ich) sind fertig von zwei Tagen Leipziger Buchhmesse und hängen vor dem Fernseher Der Nachbarin rum. Da keiner von uns die Energie aufwenden will, um umzuschalten1 und sich Pro7 so schön zur Berieselung eignet, gucken wir seit längerer Zeit diesen Sender. Taff, Newstime, Simpsons und: Galileo. Die freitagliche Galileleosendung begann mit einer “Begriffserklärung” des Zölibats. Grundsätzlich war ja alles richtig, allerdings muss man sich die “Berichterstattung” im Kontext der aktuellen Berichterstattung anzeigen. Der Zölibat2 geriet durch die neuen Missbrauchsfälle rund um Einrichtungen der katholischen Kirche erneut in den (kurzzeitigen) Fokus der öffentlichen Diskussion. Es geht also um zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern. Schwerwiegendes Thema, welches mit dem notwendigen “Feinsinn” behandelt werden sollte. Hier kann man sehen, was ProSieben daraus gemacht hat.3 Zu sehen war das ganze in der Rubrik “Wort der Woche”. Wenn man sich diesen “Bericht” mal genauer zu Gemüte führt und vor allem den Kontext des aktuellen Diskurses im Auge behält, so stellen sich einem vor allem eine Frage: Ist es sinnvoll im Umfeld von sexuellem Missbrauch an männlichen Kindern und Jugendlichen eine “Erklärung” zu liefern, in dem der männliche Berichterstatter u.a. im Brautkleid zu sehen ist und an mehreren Stellen als Frau “verkleidet” die Blicke bzw. Gelüste der, ebenfalls durch den Berichterstatter dargestellten, Priester auf sich zieht? Gut, es ist Galileo. Die Praktikantin sagt immer so schön: “Früher hat dir Galileo erklärt, wie ein Kühlschrank funktioniert. Heute setzt Galileo eine leichtbekleidete junge Dame in einen Kühlschrank, um zu zeigen wie kalt er ist.” Vielleicht bin ich ja auch der einzige, dem so eine Art der Berichterstattung auf den Keks geht. Man kann vieles in einer “lockeren” Art erklären, jedoch sollte man immer den Kontext beachten oder die “Berichterstattung” ins Kabarett verlegen.

Mancher mag nun einwerfen, dass man solche Sendungen wie “Galileo” nicht unbedingt ernst nehmen oder beachten sollte. Losgelöst davon, dass man sie sehr wohl beachten sollte, weise ich an dieser Stelle einmal verschiedene Äußerungen des ProSieben-Sat.1-Chefs Thomas Ebeling hin, die das F.A.Z.-Fernsehblog schön zusammengefasst hat:

Informationsvermittlung, wie sie der Rundfunkstaatsvertrag auch von privaten Sendern verlangt, sei schließlich nicht nur durch Nachrichten erreichbar. “Die vertiefende Betrachtung können Magazine viel besser leisten”, findet Ebeling – und hat auch ein schönes Beispiel parat: “Formate wie ‘Galileo’ sind viel relevanter als die Nachrichten um 18 Uhr.”

Peer Schader guckt sich dann eine typische Galileo-Sendung im Detail an, weswegen man sich den Eintrag im Fernsehblog ruhig einmal zu Gemüte führen sollte. Ich hoffe nur, dass die Macher von Galileo sich bei ihrer “lustigen” Berichterstattung in Zukunft etwas zurückhalten. Sonst steht der symphatische junge Mann im Brautkleid wahrscheinlich demnächst mit einem… ach was weiß ich.4

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  1. Die Energie wird fürs Heben des Bierglases benötigt. []
  2. Wikipedia sagt, dass “das Zölibat” umgangssprachlich sei. Ich kannte es nur unter “das Zölibat”, aber ich bin ja auch kein Katholik. []
  3. Ich suche noch eine Version, die sich einbinden lässt. []
  4. Ich kann mir eine Menge unpassender Berichterstattungen vorstellen, weigere mich aber diese aufzuschreiben. Sonst kommen die Redakteure noch auf dumme Gedanken. []
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In Liebe, Guido

Von Flint, 9. März 2010 11:18
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Oh ja, groß war der Aufschrei nach Guido Westerwelles “Das ist Deutschland hier“-Aussage auf einer Pressekonferenz. Der Ausdruck “Westerwave” war in aller Munde oder zumindest in aller Tastaturen. Dann wurde es eine zeitlang ruhig um unseren Vizekannichts1 , bis dann die “Spätrömische Dekadenz” über Deutschland hereinbrach. Schon klimperten landauf landab wieder die Tastaturen und alle möglichen /und unmöglichen) Vertreter der vierten Gewalt wiederholten diensteifrig die Erkenntnisse, die Nero Westerwelle seinem Volk zu verkünden hatte. Änderungsvorschläge hatte Herr Westerwelle allerdings kaum welche vorzutragen, dabei sitzt er doch mittlerweile nicht mehr in der Opposition. Aber egal, es bringt ihn mal wieder in die Schlagzeilen. Die meisten Schlagzeilen störte es dann auch nicht wirklich, dass Guido Westwerwelles These von der spätrömischen Dekadenz durchaus widerlegt wurde. So ganz sicher scheint sich unser Vizekanzler aber bei der ganzen Sache auch nicht zu sein, wenn man sich folgenden Ausschnitt aus einer Bundespressekonferenz anguckt.2

Ich habe ja das Gefühl, dass es langsam bei unserer Staatsführung zum “guten Ton” gehört, einfach nicht mehr zu antworten, wenn einem eine Frage nicht passt. Aber leider lässt sich kein “Westerwave” aus diesem Beitrag basteln, also wird es eh keinen interessieren.

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  1. Danke Herr Pispers, für diese wunderbare Wortschöpfung. []
  2. Ausschnitt aus dem Medienmagazin Zapp. Text der Sendung und das gesamte Video finden sich hier. []
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Endlich hat er es zugegeben

Von Flint, 12. Februar 2010 21:46
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Guido Westerwelle wird bei SPON mit den Worten zitiert: “Ich spreche die Sprache, die verstanden wird.” Damit ist dann wohl gemeint, dass er, ganz in der Tradition von Menschen wie Wolfgang Schäuble oder Ursula von der Leyen, die Dinge so darstellt, wie es ihm in den Kram passt. In einem Beitrag auf welt.de sagt er:

Was sagt eigentlich die Kellnerin mit zwei Kindern zu Forderungen, jetzt rasch mehr für Hartz IV auszugeben? Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.

Herr Westerwelle, Sie sprechen also die Sprache, die man hier versteht? Indem sie Falsches weiterverbreiten? Die “Sozialismuskeule” rausholen? Herr Westerwelle, Sie werden sogar von der CSU dafür kritisiert. Von_der_CSU_! Wenn Sie von falschen Informationen schon besorgt sind, dann sollte Sie diese Kritik wirklich zum Nachdenken bringen.

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