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Jonglieren mit großen Zahlen

Weiter geht es in der Parade der diesjährigen Wahlplakate. In diesem Eintrag geht es um die Liberale Hochschulgruppe (LHG). Die LHG hat sich, wie man auf ihrer Homepage lesen kann, dieses Jahr ganz besonders ins Zeug gelegt, um einen guten Listenplatz zu bekommen. Liste 1, das bedeutet bei allen Gremien für die die LHG kandidiert steht selbige an erster Stelle. Wahrscheinlich gehört es sich für liberale Gruppierungen in Zeiten in denen alle von Wirtschaft reden, erstmal ordentlich Zahlen zu dreschen. Außerdem dreht sich bei Studenten ja eh immer alles um Geld. Sowas dürfte der LHG wahrscheinlich beim Entwerfen des diesjährigen Plakates durch den Kopf gegangen sein.

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Baustelle (UPDATE: 20. Mai 2010)

So langsam geht die Plakatiererei los. Die JusoHSG hat mir freundlicherweise ihr Plakat zur Verfügung gestellt1, dementsprechend gibt es das diesjährige Plakat in ordentlicher Auflösung. Nachdem es letztes Jahr eine Mischung aus Obama und Sheepworld gab, die es sogar in den „No You Can’t“-Weblog geschafft hat, beschreitet die JusoHSG dieses Jahr einen anderen Weg. Anstelle von zwei „individualisierten“ Plakaten gibt es dieses Jahr nur eins. Auch die über diese Plakate transportierten Programmpunkte haben sich etwas verändert. Letztes Jahr waren die Programmpunkte zusammengenommen:

für eine internationale Universität
für ein familienfreundliches Studium
für eine offene und tolerante Hochschule
für mehr Mitbestimmung und Demokratie
für eine angemessene Finanzierung des Studiums
für bessere Studierbarkeit von Bachelor/Master
für bessere Parkplatzmöglichkeiten

Wie es dieses Jahr aussieht? Nach dem Klick.
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  1. Ich musste nichtmal danach fragen. []

Attraktiv war gestern

Der Slogan „Attraktive Hochschulpolitik“ mit dem der RCDS Magdeburg letztes Jahr zu den Gremienwahlen antrat hat dieses Jahr ausgesorgt. Dieses Jahr ist beim RCDS Leidenschaft angesagt. Dazu hat sich die Vorsitzende Landesvorsitzende Anna Genske dieses Jahr nicht alleine für das Plakat ablichten lassen, sondern sich männliche Unterstützung in Form des Schatzmeisters des RCDS Magdeburg Max Friese geholt. Welche Ziele der RCDS verfolgt, wird, wie im letzten Jahr auch, auf dem Plakat allerdings nicht deutlich. Erste Vermutungen kann der Leser nach dem Klick anstellen.

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Imagine all the people

Und es ist wieder so weit, die Hochschulgruppen beginnen mit der Plakatierung für die Gremienwahlen. Fast schon traditionell hat auch dieses Jahr die GHG zuerst ihre Plakate aufgehängt. Nach Iwo Jima und Mondlandung geht es dieses Jahr in die Welt der Musik. Geographisch gehen wir von den USA nach Großbritannien. Das Foto wurde mir dieses Jahr freundlicherweise zur Besprechung zur Verfügung gestellt, so dass ich erstmal ohne Fotografien auskomme.

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„Ich weiß nicht, ob sie das so in der Didaktik lernen.“

Sie wisse nicht, ob ich das so in der Didaktik lernen würde, aber es wäre ziemlicher Mist gewesen. Das bekam ich im Praktikum für einen wirklich „dämlichen“ Fehler zu hören. Ich bin froh über entsprechende Kritik, vor allem, wenn der Fehler oder die Ansicht dort sei ein Fehler gewesen, nichts mit unterschiedlichen Lehrstilen zu tun hat. Ich werde wahrscheinlich auch genau diese Stunde im Praktikumsbericht entsprechend auswerten1 und werde auch mir selbst den Großteil der Schuld zuschieben. Noch bin ich allerdings am Überlegen, ob nicht auch die Didaktik den einen oder anderen Seitenhieb bekommt. Wahrscheinlich wird sie es nicht, weil die einzige Didaktikerin für das Fach diesen Bericht liest und ich nicht ganz genau weiß, wie es mit ihrer Kritikfähigkeit bestellt ist. Dementsprechend werde ich zunächst einmal hier meine Gedanken entsprechend ordnen.

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  1. Wenn mir im Rest des Praktikums nicht noch schlimmeres passiert, was ich ja nicht hoffe. []

Vielen Dank für die Blumen?

An der Uni Magdeburg ist es so, dass es zwar eine feierliche, zentrale Immatrikulation gibt, die Exmatrikulationsfeiern aber durch die jeweiligen Fakultäten oder Fachschaftsräte organisiert werden. Nehmen wir nur einmal den Fachschaftsrat der Naturwissenschaften als Beispiel. An Hand der Sitzungsprotokolle kann man recht gut nachvollziehen, dass die letzte Diplomübergabe (was ja gleichbedeutend ist mit Exmatrikulation) mit gut 1260 Euro zu Buche geschlagen hat. Das ist sicherlich im Rahmen, ist aber für die Größe des Fachschaftsrates ziemlich happig.1 Dementsprechend müssen sich die Mitglieder des Gremiums um Sponsoren usw. kümmern. Dafür bekommen die Absolventen, wenn sie denn wollen, halt etwas mehr geboten als nur ihr Diplom per Post. Bisschen Anerkennung, einen kurzen Auftritt, bisschen winken, Rahmenprogramm, Sekt und Schnittchen. Alles in allem: Einen halbwegs würdigen Abschluss für eine bedeutende Lebensphase. Verabschiedet wurden die frisch gebackenen Diplomer dabei von Dozenten und Mitgliedern des Fachschaftsrates.

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  1. Auf dieser Art wird der Fara FNW das wohl auch nicht unbedingt machen. Aber allein der Versuch ist begrüßenswert und ehrt die Mitglieder. An dieser Stelle mehr Erfolg mit den Sponsoren beim nächsten Termin. []

Bachelor als Feindbild

Wissen Sie, also früher, früher war an den Universitäten alles besser. Also mit früher meine ich vor der Einführung des Bachelor als Abschluss. Wer Bachelor studiert, der ist ja automatisch dumm. Wie? Glauben Sie nicht? Ist aber so, ich versichere es ihnen. Dabei ist das egal, in welchem Semester diese Bachelors studieren. Doof bleibt doof, da hilft keine Erfahrung.
Man muss aber auch sagen, dass die Universitäten da ganz eindeutig Mist gebaut haben. Also nicht in Bezug auf die Studienordnungen oder so, ich meine, kann ja sein, dass die da auch Mist gebaut haben, aber damit kenne ich mich jetzt nicht aus. Nein, wo die Universitäten Mist gebaut haben ist schlicht und ergreifend in der Zusammensetzung der Lehrveranstaltungen. Stellen Sie sich vor: Da muss man als gestandener Student mit zweistelligen Semesterzahlen in einer Veranstaltung mit Zweitsemestern sitzen. Also das hätte es früher nicht gegeben, dass man unterschiedliche Semesterzahlen und unterschiedliche Studiengänge in Veranstaltungen mischt. Was soll sowas auch bringen? Wäre doch besser, wenn man da teilen würde. Ich hätte da auch schon eine Idee, die vertrete ich auch immer in diesen gemischten Veranstaltungen. Die Bachelor gehen einfach alle zu dem einen Dozenten, der hat eh ein recht niedriges Niveau. Was? Mir doch egal, dass der Professor und Institutsleiter ist. Der hat halt ein nicht so hohes Niveau, wie die Dozenten, die ich mag. Deswegen sollten wir jetzt nach Studiengängen teilen. Die doofen Bachelor bekommen die anspruchslosen Dozenten und die durch die Bank schlauen Magister und Lehrämter die anspruchsvollen Dozenten. Wie? Ob ich das wirklich in vollen Lehrveranstaltungen sage? Ja, natürlich! Ob sich die Bachelor dabei auf den Schlips getreten fühlen? Nein, ich sag doch immer dazu, dass ich damit niemandem zu nahe treten will. Was denken Sie denn von mir? Also wirklich!

Außerdem müssen die Bachelor mal damit aufhören, sich hinter ihren Studienordnungen zu verstecken. Das bringt doch nichts! Was? Ja, ich hab gesagt, dass ich von den Studienordnungen keine Ahnung habe. Was hat das denn damit zu tun? Ich kann jawohl beurteilen, ob die ihre Studienordnung nur als Entschuldigung benutzen oder ob die Probleme wirklich mit der Studienordnung zu tun haben. Dafür muss ich die doch nicht gelesen haben. Sie müssen beachten, dass ich schon lange studiere und somit Ahnung habe! Aus diesem Grund kann ich solche Argumente einfach nicht gelten lassen! Jedenfalls müssen die mal aufhören mit diesem Versteckspiel. Die müssen einfach mal die Gelegenheit beim Schopfe greifen, diskutieren, die Inhalte verstehen und reflektieren. ICH konnte sowas ab dem zweiten Semester! Was? Wie die das bei den anspruchslosen Dozenten lernen sollen? Also wirklich, ein bisschen Selbststudium wird doch schon noch erlaubt sein, oder? Man kann denen doch nicht alles hinterhertragen! Ob es da nicht sinnvoller wäre, wenn die Veranstaltungen gemischt bleiben würden, so dass die „jungen“ von den „alten“ Studierenden lernen können? Also wirklich, Sie kommen auf sehr merkwürdige Ideen…1

  1. Wer Ironie findet, der darf sie behalten. Sarkasmus darf auch noch eingerahmt werden. Spuren von Zynismus benutze man bitte als Zugabe zum Kaffee und von purer Verzweiflung kaufe man sich ein Eis. []

Interjektionen und Onomatopoetika

In einer Vorlesung über Wortarten hatten wir als letzte Wortart des Semesters die Interjektionen. In der Vorlesung und auch hier sollen Interjektionen wie folgt definiert werden:

prototypische Merkmale der Interjektion:1
„expressiver Ausdruck einer spontanen Emotion, Abwesenheit referentieller Bedeutung, Unflektierbarkeit, syntaktische Autonomie, eventuelles Vorhandensein onomatopoetischer Strukturen“

Dröseln wir das mal etwas auseinander für alle, die sich, wie ich, mit zu vielen Fachwörtern etwas schwer tun.
Flektion ist grob gesagt die grammatikalische Anpassung der Form eines Wortes an so etwas wie Kasus oder Nummerus. Unflektierbar bedeutet dementsprechend, dass eine solche Anpassung nicht vorgenommen wird/werden kann. Syntaktische Autonomie sagt aus, dass Interjektionen nicht an einen festen Platz im Satz gebunden sind. Was onomatopoetisch ist, das klären wir nach der Bestimmung einer „Interjektion“. Interjektionen sind an sich schlicht „Einwürfe“, die wir in unsere Sätze einbauen. Dies geschieht meistens in der gesprochenen Sprache. Beispiele wären: ah, brrr (frieren), hui, nanu, oi, puh, tja, uff, ui, pst, ätsch oder brrr (zum Tier). Nun können Interjektionen auch eine onomatopoetische Struktur haben. Onomatopoetika sind „lautmalerische Wörter“, d.h. Wörter die ein außersprachliches akustisches Phänomen nachahmen. Beispiele hierfür sind zum Beispiel miau, piep, Kuckuck, tatütata, kikeriki oder brumm. Onomatopoetika können Interjektionen – „haha“ zum Beispiel – sein, manchmal sind sie aber auch nur Onomatopoetika.
Neben der gesprochenen Sprache sind Interjektionen und Onomatopoetika besonders in Comics und der „Internetkommunikation“ verbreitet. Besonderer „Dank“ gilt hier wohl Erika Fuchs, ihres Zeichens Übersetzerin der Donald Duck Comics. Erika Fuchs sind besondere Leistungen in Bezug auf die Verbreitung des Inflektivs im Deutschen zuzuschreiben. Der Inflektiv oder scherzhaft „Erikativ“ genannt ist ein Verb in der „Grundform“, welches nicht gebeugt wird2 , bei der auch die deutsche Infinitivendung -n/-en weggelassen wird. So wird aus dem Infinitiv „gähnen“ das Wort „gähn“. Oder aus „lachen“ wird „lach“. Man sieht, dass viele im Internet, besonders in Messengern, ständig mit Inflektiven rumwerfen ohne dies zu wissen.3

  1. nach Nübling, D.: Die prototypische Interjektion: Ein Definitionsvorschlag.
    In: Zeitschrift für Semiotik. 26 (2004) 1-2, 13 []
  2. Eine infinite, unflektierte Verbform []
  3. Ich wollte auf irgendwas bestimmtes hinaus, hab aber vergessen auf was. Deswegen endet der Eintrag „einfach so. []

Von der Politik

Viel hat sich im Bild der Magdeburger Politik bewegt in den letzten Wochen. Sowohl in Bezug auf die Politik auf lokaler Ebene, als auch in Bezug auf die Politik in der Universität. Zuerst ein Blick auf den Stadtrat. Nach den Wahlen hat sich ergeben, dass die NPD mit einem Sitz in den Magdeburger Stadtrat zieht. Nach der mittlerweile scheinbar üblichen Praxis, dass die eigentlich gewählten Vertreter solange zurücktreten bis jemand an der Reihe ist, der wirklich in das Gremium will, stand der NPD-Vertreter für den Stadtrat fest: Matthias Gärtner, seines Zeichens Student1 und schon relativ bekannt. Der Einzug sollte aber nun nicht unkommentiert stehenbleiben und so rief das Bündnis gegen Rechts Magdeburg zur Kundgebung. Diese Kundgebung fand auch statt. Sören Herbst, seines Zeichens Stadtratsmitglied für Die Grünen, schrieb in der Rückschau u.a. folgendes:

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  1. Bitte nicht mit dem Magdeburger Matthias Gärtner von Linke/PDS verwechseln. []

Zombies, überall Zombies

Seit kurzem vertrete ich die Meinung, dass die Welt von einer neuen Art Zombies überrannt wird. Diese Zombies sind ein bisschen schneller als die üblichen Zombies, verspüren keinen Hunger auf Menschenfleisch, aber das Gehirn ist völlig tot. Die Bedrohung kann nicht mehr geleugnet werden, denn jeden Tag werden mehr Menschen mitdiesem neuen Zombievirus infiziert. Die neuesten Fälle gibt es seit einigen Wochen an der FGSE. Die mangelnde Gehirnaktivität wird besonders bei Fragen deutlich. Entweder die Fragen sind restlos dämlich oder sie werden erst gar nicht gestellt. Besonders häufig werden Fragen über technische Geräte nicht gestellt.
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