Nachrichten getagged: ernst

Shoppingguide für Bürger

Von , 5. Oktober 2010 09:51
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Anbetracht der jüngsten Entwicklungen kommt nun endlich1 der Shoppingguide für den bewussten Bürger von heute. Waren früher noch Trillerpfeifen und liebevoll gestaltete Plakate und Transparente das must-have der Saison, liegt der Fokus heute eher auf den persönlichen Accesoires. Ohne Ellenbogen- und Knieschützer aus Spezialschaum sollte heute keiner mehr zum gemütlichen Sit-In in den Park gehen. Aufgrund der hohen Nachfrage wird es auch demnächst Versionen speziell für Kinder und Rentner geben. Letztere auch integriert in Stützstrümpfe o.ä., für den besonderen Tragekomfort. Fragen sie einfach nach den Spezialmodellen bei ihrem örtlichen Waffenhändler Modehändler. Für die Aktivsportler und Beweugungsfanatiker, die nicht nur im Park sitzen wollen, sondern auch ein bisschen hin und herlaufen wollen, empfehlen sich kombinierte Modelle, speziell für den Beinbereich. Familienplanung noch nicht abgeschlossen? Auch kein Problem!

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  1. Früher ging nicht, weil fehlendes Internet. []
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Wo soll man anfangen?

Von , 29. September 2010 10:31
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“Blogge doch mal wieder!”, “Erlebst du nichts?”, das sind so die Fragen oder Ausrufe, die mir gegenüber in letzter Zeit häufiger getätigt werden. Ich denke mir bei diesen Gelegenheiten immer: Wo soll ich denn anfangen? In meinen Entwürfen liegen ein paar lustige Artikel und ein paar Lückenfüller. Lustig erscheint mir aber gerade zu unpassend und Lückenfüller zu unbedeutend. Es gäbe genug, über das ich hier gerne berichten würde oder berichtet hätte. Meine Meinung zu Sarrazin1, meine Meinung zu dem, was unsere Regierung als “sozial” ansieht2 oder aber die Ignoranz, die einem so täglich in der einen oder anderen Form begegnet. Die Leitartikel vieler Tages- und Wochenzeitungen lassen mich frösteln, die häufige Abwesenheit von Nachrichten in den sogenannten Leitmedien andererseits lässt mich bald erfrieren. Ein bisschen resigniert man schon, wenn vom “Herbst der Entscheidungen” die Rede ist.

„Es geht in dieser globalisierten Zeit darum, die Wirtschaft voranzubringen“, sagte Fraktionsvorsitzender Volker Kauder. Deutschland stehe in einem Wettbewerb, in dem uns nichts geschenkt werde. „Die Auseinandersetzung in der Globalisierung kennt keine Pause“, betonte Kauder. Die soziale Sicherheit unseres Landes müsse erwirtschaftet werden.“Die wird einem nicht geschenkt.“

Angesichts dieser deutlichen Worte muss man doch wirklich froh sein, wenn die soziale Sicherung in Form von ALG II um satte 5€ angehoben wird und endlich dafür gesorgt wird, dass die dummen Arbeitslosen kein Geld mehr für Zigaretten und Alkohol haben. Der Winkelzug dürfte seine Wirkung nicht verfehlen und der Regierung bleibt eine wirkliche Reformation erspart. Wir machen es uns leicht, wenn wir auf Arbeitslose einprügeln und uns dabei jegliche Debatte über Armut und ihre verschiedenen Formen ersparen. Fast schon genial erscheint dabei das Zusammenspiel zwischen dieser Entwicklung und der Änderung des Rundfunkänderungsstaatsvertrages. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender werden beschnitten. Ein Vergleich zwischen Debatten und Hintergründen wird also fast unmöglich, sofern man nicht private Sender hinzuzieht. Was mag man von einem Staat halten, der es zulässt, dass solche Archive gelöscht werden müssen?

„Es geht in dieser globalisierten Zeit darum, die Wirtschaft voranzubringen“, sagte Fraktionsvorsitzender Volker Kauder.

Unter Informationsfreiheit stelle ich mir etwas anderes vor. Einen kleinen Lichtblick “zivilen Ungehorsams” stellt depub.org mit ihrem Tagesschau-Archiv dar. Ständig hört man Flüche über die GEZ, weil man ja nicht für Soaps oder Filme bezahlen möchte. Geflucht über das Verschwinden von Wissen wird allerdings nicht.

Ja, der Hauswart kratzt mit Bürste,
Eifer, Fleiß und Terpentin
Fluchend an der Hauswand an der kühnsten aller Utopien,
Nur mein Pulsschlag pocht noch immer
das Graffiti, das da stand:

Vernunft breitet sich aus über
die Bundesrepublik Deutschland!

Das singt Reinhard Mey und wie so häufig ist auch heute die Musik mal wieder ein Anker, den ich nicht missen möchte. Was ich nicht ausdrücken kann, das haben garantiert Mey, Wader, Rether oder Kling für mich ausgedrückt. Manchmal versteckt sich so ein Lichtblick aber auch in Alltagsbegegnungen. Wenn ein Mann die Straße entlang läuft und laut fröhlich in einer anderen Sprache3 in sein Handy singt. Sowas gefällt.

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  1. Der ist auch schon fast wieder vergessen, oder? []
  2. Weswegen Sarrazin wohl schnell vergessen wird. []
  3. Könnte türkisch gewesen sein. []
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Eine Frage des Copyrights

Von , 8. September 2010 11:56
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Kennt hier jemand die Sendung “Was liest du?“? Ich frage mich seit ein paar Tagen, ob man sowas wohl mobil und kommerziell aufziehen dürfte, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung oder Bibliothek. Also quasi eine mobile Lesebühne, auf der sowohl eigene Texte der Leser vorgelesen werden, als auch Auszüge aus geliebten Büchern. Eine Lesebühne als Mischung aus Unterhaltung und “Bildungsauftrag”. Ich kann mir denken, dass es da garantiert Unterschiede zwischen aktuellen und gemeinfreien Werken gibt, aber vielleicht hat hier ja jemand Erfahrung mit solchen Aktionen.1

Und kennt hier zufällig jemand eine Stadt, die einen mobilen öffentlichen Bücherschrank betreibt?

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  1. Ja, ich überlege gerade, wie ich meine Kreativität so halbwegs in ein bisschen Geld umsetzen kann. []
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Eine Runde Schwimmen

Von , 3. Juli 2010 00:06
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Ich kann mir die Gesichter bei den ON irgendwie vorstellen. Da muss eine Zeitung zusammengestellt werden und es passiert einfach nicht so viel von dem, was sich wirklich verkaufen würde. Da fallen die Augen zeitgleich auf einen vermeintlichen Fall von Seenot und auf die Uhr, die nur noch 3 Minuten bis zum Druck anzeigt. Also schnell noch was gesetzt, aus Seenot lässt sich was machen. Die Ergebnisse kann man schon im Newsletter der ON bewundern und man hofft als Leser nur noch, dass es sich wirklich um ein schnell für den Newsletter zusammengeschriebenes Stück handelt und nich in dieser Form in der Druckausgabe erscheint. Die Veröffentlichung dieses Textes in der “Online-Ausgabe” ist schon schlimm genug. Auf ein komplettes Zitat verzichte ich an dieser Stelle natürlich, aber ein paar Highlights möchte ich doch jetzt und hier betrachten.

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Hook, line and sinker

Von , 31. Mai 2010 12:56
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Regelmäßige Leser werden es wissen: Der RCDS Magdeburg ist gerade einem ziemlichen Wind ausgesetzt, vornehmlich vom RCDS Watchblog und von verschiedenen Hochschulgruppen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan davon, weil es mir oft genug zu wenig mit Information und zu viel mit Polemik zu tun hat. Heute hat allerdings die GHG Magdeburg in den Weiten der virtuellen Welt, meiner Meinung nach, den Vogel abgeschossen. Die Vorgeschichte begann schon etwas früher und zwar mit einem Artikel bei der taz. Dort wird über Verbindungen zwischen dem RCDS Halle, einer Burschenschaft und rechtsextremen Kreisen berichtet. Schon kurz nach Erscheinen des Artikels twitterte die GHG:

@rcdsmd Ist euch das egal: http://bit.ly/bXE604 oder schweigt ihr zu allem? Anna Genske ist schließlich RCDS-Landensvorsitzende.

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Verstehen

Von , 25. Mai 2010 17:41
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Eigentlich dachte ich, dass es nach der Plakatbesprechung und der Auseinandersetzung mit RCDS Watch erstmal genug wäre mit dem Thema RCDS hier im Blog. Hätte ich es besser wissen müssen? Wahrscheinlich. Aber als ich das gedacht habe, war ja auch das Wahlprogramm des RCDS noch nicht draußen. Normalerweise weigere ich mich immer ein bisschen, wenn es darum geht die Wahlprogramme der Hochschulgruppen hier im Blog zu betrachten. Der RCDS fordert es aber geradezu heraus, wenn man sich die Störer anguckt, die wohl vom RCDS auf ihren eigenen Plakaten angebracht worden sind.

Gegen das Rohkostdiktat

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Volle Fahrt voraus?

Von , 20. Mai 2010 19:37
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Der Stura will was von mir. Von mir! Ich bin ja fast versucht geehrt zu sein. Was der Stura von mir will? Kostenlose Werbung, das will er. Ausnahmsweise soll er sie auch mal bekommen.

Aktuell kann man auf verschiedenen Plattformen im Internet lesen1, dass es ein neues Semesterticket für Magdeburger Studenten geben könnte. Die Aufschlüsselung des sehr niedrigen Semesterbeitrages von 64,50€ hatte ich ja gerade erst. Darin enthalten sind 23€ Semesterticket, welches allerdings nur für die Magdeburger Verkehrsbetriebe gilt. Das neue Semesterticket wird, sofern es kommt, mit der Deutschen Bahn abgeschlossen, gilt für ganz Sachsen-Anhalt und in westliche Richtung bis Braunschweig bzw. Wolfsburg. Der Stura macht aktuell recht exzessiv Werbung, nur wofür der Stura Werbung macht, das scheint so einigen nicht ganz klar zu werden.2
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  1. Hier lustigerweise nicht. []
  2. Darum soll es hier auch gehen. Nicht um Pro/Kontra des Semestertickets, sondern darum, was der Stura überhaupt will. []
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Jonglieren mit großen Zahlen

Von , 20. Mai 2010 16:05
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Weiter geht es in der Parade der diesjährigen Wahlplakate. In diesem Eintrag geht es um die Liberale Hochschulgruppe (LHG). Die LHG hat sich, wie man auf ihrer Homepage lesen kann, dieses Jahr ganz besonders ins Zeug gelegt, um einen guten Listenplatz zu bekommen. Liste 1, das bedeutet bei allen Gremien für die die LHG kandidiert steht selbige an erster Stelle. Wahrscheinlich gehört es sich für liberale Gruppierungen in Zeiten in denen alle von Wirtschaft reden, erstmal ordentlich Zahlen zu dreschen. Außerdem dreht sich bei Studenten ja eh immer alles um Geld. Sowas dürfte der LHG wahrscheinlich beim Entwerfen des diesjährigen Plakates durch den Kopf gegangen sein.

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Fast unglaublich und leicht bizarr

Von , 30. Januar 2010 16:03
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Die SPON-Autoren Matthias Gebauer und Marcel Rosenbach versuchen in ihrem Artikel “Liebes-Mails aus der deutschen Botschaft” die Hintergründe zu den Meldungen über zwei verhaftete deutsche Diplomaten aufzuarbeiten.

Die Schlagzeile sorgte für Aufregung: “Deutsche Diplomaten in Teheran festgenommen”. Die Festnahme gab es zwar nicht. Hinter der Meldung steckt aber nach SPIEGEL-Informationen die fast unglaubliche Story eines verliebten Bundespolizisten, des iranischen Geheimdiensts und der ganz großen Politik.

Oha…keine Festnahmen, dafür eine “fast unglaubliche Story” und die ganz große Politik. Liebe ist auch noch dabei und sogar Geheimdienste! Und mittendrin ein deutscher, verliebter Bundespolizist. Ist es tatsächlich endlich so weit? Steigen deutsche Polizisten aus der Riege eines “Bayern auf Rügen” endlich auf in den Rang eines James Bond oder John McCLane? Sortieren wir den Artikel mal entsprechend und gucken, was dahintersteckt.

Der verliebte Bundespolizist: Zwei Bundespolizisten wurden aus dem Iran ausgeflogen. Beide seien, so Gebauer/Rosenbach, im Dezember festgenommen worden. Im entsprechenden Artikel und im Artikel von Gebauer/Rosenbach ist zwar ansonsten von Diplomaten die Rede, aber vielleicht sind Bundespolizisten ja auch Diplomaten, ich weiß es nicht. Jedenfalls wurden zwei ausgeflogen, aber nur einer hat nachweisbar irgendwas “angestellt”. Er war verliebt und das scheinbar in eine Iranerin. Eine oppositionelle Iranerin. Der verliebte Polizist heißt “Jörg B.”.

Die Iranerin: Da wir uns beim Spiegel und nicht bei der BILD aufhalten, gibt es kaum Informationen über die “femme fatale” der Geschichte. Die Iranerin soll Kontakte zu Oppositionsführer Hossein Mussawi haben1 und soll verschiedene Dinge für die Opposition erledigt haben, darunter Anstiftung zum Aufruhr usw. Aber vor allen Dingen ist wichtig, dass sie scheinbar “Liebes-Mails” von Jörg B. bekommen habe. Die Liebes-Mails wurden abgefangen und gelesen. Halt Dinge, die Geheimdienste so tun, wenn sie unliebsame Menschen beobachten. Jörg B. war dabei auch noch so “schlau” und hat die Mails von seinem Dienstaccount aus geschrieben. Wahrscheinlich damit der deutsche Geheimdienst auch was davon hat.

Die Liebesbeziehung: Bei der Liebesbeziehung wird es dann erst richtig interessant, denn scheinbar wissen die Autoren des SPON-Artikels etwas, was sie nicht mitteilen wollen oder dürfen. Es handelt sich nämlich keinesfalls um eine “normale” Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau, zumindest wenn man der Wortwahl der Autoren glaubt. Zunächst handelt es sich um eine Liebesbeziehung, also wahrscheinlich ganz große Gefühle, nicht nur Spaß oder eine reine “Beziehung”. Um etwas Abwechslung reinzubringen, wird die Liebesbeziehung auch mal als Affäre bezeichnet.2 Nun ist eine Affäre nicht unbedingt das gleiche, wie eine Liebesbeziehung, zumindest wenn man so nach den landläufigen Konnotationen geht. Gegen eine normale Beziehung spricht auch die weitere Wortwahl der Autoren. Zur Beschreibung der Beziehung zwischen Jörg B. und der namenlosen Iranerin werden folgende Wendungen benutzt:

  • eine heikle Liebesbeziehung
  • die leicht bizarre Affäre eines Bundespolizisten mit einer Iranerin
  • seine private Beziehung

Heikle kann man ja noch bedingt nachvollziehen, privat steht außer Frage, aber: warum “bizarr”? Was ist an der Affäre/Beziehung/whatever eines Mannes zu einer Frau (leicht) bizarr? Im Zusammenhang mit “fast unglaublich” und anderen Wendungen, die sich zwar eher auf die politische Affäre beziehen dürften, wirkt es, als wüssten die Autoren mehr, als sie zugeben wollen würden. Oder sie finden irgendeinen Aspekt an der Sache sehr merkwürdig. Welcher Aspekt genau das sein soll, wird allerdings nicht deutlich.3

Die große Politik: Damit scheint vor allem gemeint zu sein, dass die Beziehung zweier Menschen zu einem Politikum gemacht wird, bei dem sich sogar Guido Westerwelle “genötigt sah” vor die Kameras zu treten4 und das Auswärtige Amt seine Mitarbeiter seinsibilisieren muss/soll.

Ich weiß ja nicht, wie genau man es bei der Wortwahl in der SPON-Redaktion nimmt, aber wenn man schon ohne genaue Angabe der Quelle5 arbeitet, dann sollte man Wertungen außenvor lassen oder zumindest seine Wertungen begründen. Ist nicht geschehen, ergo bleibt ein merkwürdiger Beigeschmack.

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  1. Behauptet der iranische Geheimdienst. []
  2. Wikipedia sagt zu Affäre: ”Eine Affäre ist eine unangenehme, dunkle, peinliche oder skandalöse Angelegenheit. Der Begriff kann ironisch beziehungsweise hämisch ein Liebesverhältnis ansprechen [...]“ []
  3. Man könnte jetzt Vermutungen äußern, aber das lassen wir mal. []
  4. Dies tat er, als es noch um angeblich verhaftete Diplomaten ging. []
  5. “nach SPIEGEL-Informationen” []
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Andere Fragen stellen!

Von , 14. Oktober 2009 19:42
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Die letzten Tage wurden die Medien ja unter anderem von den Äußerungen Sarrazins bewegt. Hat er Recht oder Unrecht?1 Durfte oder musste er sowas sagen oder nicht?2 und so weiter und so fort.

Bei der ganzen Diskussion ergeben sich für mich allerdings durchaus Fragen, die für mich persönlich von Belang sind. Warum kommt es zu einer “Entmachtung nach Migranten-Schelte“, wenn jemand aus der freien Wirtschaft3 so etwas sagt und warum passiert selten etwas, wenn Menschen wie Roland Koch oder Jürgen Rüttgers eine “Schelte”4 gegen Migranten vom Stapel lassen?

Warum schlucken wir das einfach, wenn Menschen in der freien Wirtschaft wegen allem möglich entlassen oder “entmachtet” werden, während wir unseren Politikern in dieser Hinischt so einiges eher achselzuckend durchgehen lassen?

Sind wir in unseren Vorurteilen tatsächlich schon so weit gefestigt, dass “wir” uns wochen- und monatelang über kriminelle “Ausländer”5, die neuesten U-Bahnschläger6 oder sonstwas im Dunstkreis der Begriffe Ausländer und Migranten die Münder fusselig diskutieren können, während immer mal wieder unsere sozialen Sicherungssysteme verschlimmbessert werden oder über glorreiche Überwachungsstaat-Konzepte von Seiten der Regierung diskutiert wird und es kaum jemanden interessiert?

Ziehen sich die Mitarbeiter innerhalb der Zeitungs- und Nachrichtenredaktionen ständig ihre eigene Druckerschwärze und Magnetbänder in die Nase? Oder wie ist es zu erklären, dass fast immer nur die gleichen Themen bis zu Unkenntlichkeit ausgewalzt werden und immer wieder die gleichen Vorurteile und Feindbilder beschworen werden, während Kritik sich auf den TV Teil beschränkt?

Warum machen wir das alles mit?

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  1. Mir an dieser Stelle egal. []
  2. Interessant, aber an dieser Stelle auch nicht von Belang. []
  3. Jaja, Sarrazin ist Bundesbank, ich weiß. []
  4. Allein diese Wortwahl… []
  5. Wobei wir keineswegs Holländer, Belgier oder Franzosen meinen, oder? []
  6. Jedenfalls solange mindestens ein Ausländer dabei ist. []
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