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	<title>Edition Flint &#187; ernst</title>
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	<description>&#62;Geschichten eines Steines&#60;</description>
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		<title>Eine Runde Schwimmen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 22:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aurich oh Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich kann mir die Gesichter bei den ON irgendwie vorstellen. Da muss eine Zeitung zusammengestellt werden und es passiert einfach nicht so viel von dem, was sich wirklich verkaufen würde. Da fallen die Augen zeitgleich auf einen vermeintlichen Fall von Seenot und auf die Uhr, die nur noch 3 Minuten bis zum Druck anzeigt. Also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Ich kann mir die Gesichter bei den <a href="http://www.ostfriesische-nachrichten.de/neu/index.asp" target="_blank">ON</a> irgendwie vorstellen. Da muss eine Zeitung zusammengestellt werden und es passiert einfach nicht so viel von dem, was sich wirklich verkaufen würde. Da fallen die Augen zeitgleich auf einen vermeintlichen Fall von Seenot und auf die Uhr, die nur noch 3 Minuten bis zum Druck anzeigt. Also schnell noch was gesetzt, aus Seenot lässt sich was machen. Die Ergebnisse kann man schon im Newsletter der ON bewundern und man hofft als Leser nur noch, dass es sich wirklich um ein schnell für den Newsletter zusammengeschriebenes Stück handelt und nich in dieser Form in der Druckausgabe erscheint. Die Veröffentlichung <a href="http://www.ostfriesische-nachrichten.de/neu/index_volltext.asp?ID=27613" target="_blank">dieses Textes</a> in der &#8220;Online-Ausgabe&#8221; ist schon schlimm genug. Auf ein komplettes Zitat verzichte ich an dieser Stelle natürlich, aber ein paar Highlights möchte ich doch jetzt und hier betrachten.</p>
<p><span id="more-3345"></span>Laut Zählung in Microsoft Word besteht der Artikel aus 228 Wörtern. Schon die Überschrift lässt einen erahnen, worum es geht:<sup>1</sup></p>
<blockquote><p>Norderney: Großeinsatz wegen eines <strong>Schwimmers</strong></p></blockquote>
<p>Es geht also um eine Person, männlich, welche sich vor Norderney im Wasser bewegte. Merkt man, auf welches Wort bzw. welche Wortfamilie ich verzichte? Genau, alles rund um &#8220;schwimmen&#8221;. Von dieser Wortfamilie hat der Artikel nämlich wahrlich genug:</p>
<ol>
<li>Schwimmers</li>
<li>Rückenschwimmen</li>
<li>Schwimmer</li>
<li>Schwimmer</li>
<li>schwammen</li>
<li>Schwimmer</li>
<li>Schwimmer</li>
<li>Schwimmer</li>
<li>Schwimmer</li>
</ol>
<p>Wer den Artikel liest, der wird feststellen, dass man recht schnell den Überblick verliert, wer dann da zu welchem Zeitpunkt, aus welchem Grund, wie im Wasser zugange war. Das liegt nicht nur daran, dass dem Autor dieser Zeilen wahrscheinlich so warm war, dass er nur noch ans Schwimmen im kühlen Wasser denken konnte, sondern auch daran, dass es wirkt, als sei der Artikel von einem nicht sonderlich weit fortgeschrittenen Schüler geschrieben worden. Nachfolgend habe ich einfach mal die Sätze durch ihre &#8220;Quintessenz&#8221; ersetzt.</p>
<p><em>Norderney: Großeinsatz wegen eines Schwimmers<br />
Mann brauchte gar keine Hilfe[Zusammenfassung dessem, warum der Notruf abgesetzt wurde]. ["Auflösung" der angenommenen Situation].[Was die Zeugen bzw. Notrufabsetzer <strong>als erstes</strong> taten.]. [Die Zeugen waren scheinbar im Wasser, begaben sich dann wieder an den Strand. <strong>2. Aktion</strong> also]. [Absetzung des Notrufes. <strong>3. Aktion</strong>]. [Reaktion der Leitstelle. Seenotkreuzer]. [Begründung für den Notruf]. [Ergänzung, gehört zu Aktion 2]. [Weitere Begründung für großangelegte Reaktion der Leitstelle. Wie diese davon erfahren hat, bleibt ungewiss]. [Betonung, dass eine Reaktion seitens der Leitstelle erfolgte. Ergänzung des Seenotkreuzers um zwei Hubschrauber]. [Ergänzung des Seenotkreuzers und der beiden Hubschrauber um vier weitere Boote]. [Das vermeintliche Opfer war tatsächlich weit draußen].</em></p>
<p><em>[Völlig anderer Fall]. [Vermutung über die Ursache des anderen Falles]. [Begründung für den erneuten Fehlalarm].</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Am ersten und letzten Absatz lässt sich jetzt nicht sonderlich viel aussetzen. Aber der eigentliche Hauptteil? Eine Aneinanderreihung von Sätzen, ohne Struktur und ohne wirkliche Aussagekraft. Die Formulierung des Hauptteils wirft mehr Fragen auf, als durch die sinnlose Verschwendung von Worten beantwortet werden.</p>
<p>War der Schwimmer der 56-jährige Mann oder kam der noch &#8220;erschwerend&#8221; hinzu? Wurden von Anfang an ein Seenotkreuzer, vier Boote und zwei Hubschrauber eingesetzt oder wurde erst mit der Meldung der Frau ein neues &#8220;Aufgebot&#8221; zusammengesetzt? Warum sind die &#8220;Zeugen-Schwimmer&#8221; nicht weitergeschwommen, wenn sie schon in &#8220;gefühlter&#8221; Rufweite zum &#8220;Opfer-Schwimmer&#8221; waren? Kann man in die Nähe von etwas rausschwimmen oder kann man nur in die Nähe oder in der Nähe von etwas schwimmen? Wie warm war es im Büro der ON? Ist das Sommerloch schon so schlimm in Aurich?</p>
<p>An sich hätte man, ohne auf irgendwelche &#8220;Fakten&#8221; zu verzichten, den Artikel flüssiger und sogar etwas kürzer schreiben können. Mein ad hoc Versuch ist hervorgehoben:</p>
<blockquote><p>Norderney: Großeinsatz wegen eines Schwimmers<br />
Mann brauchte gar keine Hilfe</p>
<p>Armbewegungen beim Rückenschwimmen eines Mannes im Wasser beim Nordstrand von Norderney deuteten Schwimmer am Freitag gegen 12.45 Uhr als vermeintliche Hilferufe. Letztlich tauchte der 56-Jährige aber nach Angaben der Polizei eine halbe Stunde später zu Fuß am Strand auf.</p>
<p><strong>Zeugen interpretierten die Schwimmbewegungen eines Mannes fehl und alarmierten nach erfolglosem Zurufen die Rettungskräfte, da sie dachten der Mann sei in der Nähe des Fahrwassers in Seenot geraten und drohe zu ertrinken. Da sich außerdem eine Frau meldete, die nach ihrem seit einer Stunde vermissten Mann suchte, alarmierte die Rettungsleitstelle ein Großaufgebot an Einsatzkräften: Ein Seenotkreuzer, ein Rettungshubschrauber und ein Hubschrauber der Bundespolizei waren im Einsatz, zusätzlich ein Rettungsboot der DLRG und drei weitere Rettungsboote.</strong><sup>2</sup> <strong>Ungefähr eine halbe Stunde nach der Alarmierung tauchte der 56-jährige Mann wohlbehalten am Strand auf. Er war tatsächlich bis zum Rand des Fahrwassers geschwommen, wobei seine Schwimmbewegungen offenbar von den Zeugen fehlinterpretiert wurden.</strong></p>
<p><strong>Die noch vor Ort anwesenden Rettungskräfte wurden kurz darauf zum nächsten Einsatz gerufen. Eine Damenjeans und ein Damentop wurden an den Strand geschwemmt. </strong>Vermutet wurde jemand, der möglicherweise hilflos ins Wasser gelaufen war.<sup>3</sup> Die Kleidung war aber Spaziergängern aus dem Rucksack gefallen.</p></blockquote>
<p>Ja, ich weiß, da sind auch noch Dopplungen drin, dafür ist es auch mittlerweile Mitternacht.<sup>4</sup> So schwer ist es wirklich nicht, liebe ON. Wenn ihr Leser halten wollte, dann fangt doch bitte endlich an und bringt das, was ihr eurem Titel nach bringen solltet: Nachrichten.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3345" class="footnote">Hervorhebung von mir.</li><li id="footnote_1_3345" class="footnote">Da der Artikel keine Auskunft über den genauen Hergang gibt, habe ich einfach ein plausibles Szenario angenommen.</li><li id="footnote_2_3345" class="footnote">Der Satz bleibt stehen, weil er einfach so merkwürdig anmutet.</li><li id="footnote_3_3345" class="footnote">Und mir ist warm und ich bin müde, also Kommasetzung bitte ggfs. entschuldigen.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Hook, line and sinker</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 10:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[FGSE]]></category>
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		<description><![CDATA[Regelmäßige Leser werden es wissen: Der RCDS Magdeburg ist gerade einem ziemlichen Wind ausgesetzt, vornehmlich vom RCDS Watchblog und von verschiedenen Hochschulgruppen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan davon, weil es mir oft genug zu wenig mit Information und zu viel mit Polemik zu tun hat. Heute hat allerdings die GHG Magdeburg in den Weiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Regelmäßige Leser werden es wissen: Der RCDS Magdeburg ist gerade einem ziemlichen Wind ausgesetzt, vornehmlich vom RCDS Watchblog und von verschiedenen Hochschulgruppen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan davon, weil es mir oft genug zu wenig mit Information und zu viel mit Polemik zu tun hat. Heute hat allerdings die GHG Magdeburg in den Weiten der virtuellen Welt, meiner Meinung nach, den Vogel abgeschossen. Die Vorgeschichte begann schon etwas früher und zwar <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&amp;dig=2010%2F05%2F17%2Fa0127&amp;cHash=07ebe09feb" target="_blank">mit einem Artikel bei der taz</a>. Dort wird über Verbindungen zwischen dem RCDS Halle, einer Burschenschaft und rechtsextremen Kreisen berichtet. Schon kurz nach Erscheinen des Artikels <a href="http://twitter.com/ghg_md/status/14438061193" target="_blank">twitterte die GHG</a>:</p>
<blockquote><p>@rcdsmd Ist euch das egal: http://bit.ly/bXE604 oder schweigt ihr zu allem? Anna Genske ist schließlich RCDS-Landensvorsitzende.</p></blockquote>
<p><span id="more-3280"></span></p>
<p>Anna Genske ist Landesvorsitzende des RCDS, stimmt. Frau Genske studiert in Magdeburg und tritt für den RCDS Magdeburg zu den Gremienwahlen an, Halle liegt auch in Sachsen-Anhalt, also kann man hier meinetwegen noch einen Zusammenhang herstellen und diesen auch ein bisschen für den Wahlkampf nutzen. Ein bisschen merkwürdig ist es schon, aber nun. Im Wahlkampffieber kann sowas vielleicht mal passieren.</p>
<p>Heute wurde die GHG aber einem Link auf der Seite der JN Sachsen-Anhalt gewahr und verbreitete diesen via Twitter gleich zweimal. Während der erste Tweet<sup>1</sup> noch größtenteils in Ordnung war und auch noch als reine Information durchging, schoss der <a href="http://twitter.com/ghg_md/status/15097495459" target="_blank">zweite Tweet</a> meiner Meinung nach über das Ziel hinaus.</p>
<div id="attachment_3281" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/ghg-tweet-rcds-jn.jpg" rel="lightbox[3280]"><img class="size-medium wp-image-3281" title="ghg-tweet-rcds-jn" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/ghg-tweet-rcds-jn-300x148.jpg" alt="" width="300" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<p>Dieser Tweet ist direkt an den Twitter-Account des RCDS Magdeburg gerichtet und die GHG behauptet, dass sich die JN mit &#8220;dir&#8221;, also dem RCDS Magdeburg, solidarisieren will. Die Formulierung bei der JN gibt diese Interpretation durchaus her, denn dort heißt es u.a.:</p>
<blockquote><p>Zugleich erklären wir uns auch solidarisch mit den Opfern der linke Hetze, insbesondere im Umfeld unserer NBK-Studentengruppe „Freies Denken“ an der Uni Halle. Unseren Bekannten in und um den RCDS wünschen wir in diesem Jahr viel Mut und Gradlinigkeit, so wie wir es ihnen in der Vergangenheit vorgelebt haben. Unser Weg ist Euer Weg!</p></blockquote>
<p>Unterschrieben wird dies von drei NBKs (Nationaler Bildungskreis), darunter die ehemalige Hochschulgruppe &#8220;Studentische Interessen&#8221; aus Magdeburg. Ja, die JN Sachsen-Anhalt erklärt sich solidarisch mit dem RCDS, der ein Opfer &#8220;linker Hetze&#8221; geworden ist. Insbesondere bezieht sich dies auf Halle.<br />
Die JN vollzieht hier einen geschickten Schachzug. Sie nutzt die bestehende Berichterstattung, stellt sich wieder einmal als &#8220;Opfer&#8221; dar und solidarisiert sich einmal pauschal mit dem RCDS. Nun wird Solidarität von A zu B gerne als Anlass genommen B aufzufordern etwas zu ändern. Problem an der Sache ist: B kann erstmal herzlich wenig dagegen tun, dass sich A mit ihm solidarisiert. Hinter Solidaritätsbekundungen steckt nicht selten ein politisches Kalkül und die JN hat in diesem Fall den Nerv getroffen. Nicht nur verbreitet die GHG über ihren Twitteraccount nahezu unkommentiert einen Link auf die Seite der JN Sachsen-Anhalt und beschert dieser dadurch, vor allem da das Ziel des Links nicht deutlich wird, Klickzahlen. Außerdem verbindet die GHG die &#8220;Solidarisierung&#8221; der JN mit einer Aufforderung an den RCDS Magdeburg, dass diese ihre Politik ändern sollen. Der RCDS muss seine Politik nicht ändern, nur weil die JN sich solidarisch mit ihm erklärt! Wäre dem so, dann könnte die JN/NPD durch Solidaritätserklärungen die gesamte deutsche Politik verändern, weil plötzlich alle ihre Politik ändern müssten. Der RCDS muss auch seine Politik nicht ändern, nur weil einzelne Mitglieder Kontakt zu Rechtsextremen haben. Der RCDS sollte sich dazu positionieren, ja. Die GHG tappt wunderbar in die Falle, die die JN bereit gestellt hat. Der Schreiberling, der hinter dem Fasra FGSE Account bei Facebook sitzt, hat dies in einem Kommentar<sup>2</sup> ganz gut dargestellt<sup>3</sup>:</p>
<blockquote><p>Ein verzweifelter Versuch den RCDS mit in den rechtsextremen Abgrund zu ziehen. Auch wenn der RCDS sich rechtskonservativ verordnet sind sie letztenendes Demokraten. Ein Umgang mit ihnen sollte sachlich und faktenorientiert bleiben und nicht in eine Argumentation ala &#8220;JN unterstützt RCDS, also ist RCDS rechtsextrem&#8221; verfallen.</p></blockquote>
<p>Die GHG schwenkt leider genau in diese Richtung und irgendwie befürchte ich, dass andere dieser Richtung folgen werden oder sie noch weiter übertreiben werden. Ich sage nicht, dass die GHG dieser Argumentation folgt, bei Leibe nicht. Aber sie geht in diese Richtung, in dem sie einen ideologisch triefenden Link verbreitet und daraus eine Handlungsaufforderung an den RCDS Magdeburg ableitet. Der kurze, hier übrigens absichtlich nicht verlinkte, sondern nur als Link &#8220;dargestellte&#8221;, Artikel ist schlecht, er ist einfach nur schlecht. Das platte, politische Kalkül spricht aus allen Zeilen. Wirklich schade, dass die GHG den ausgeworfenen Köder geschluckt hat und somit sogar das, was die JN herbeiphantasiert teilweise unfreiwillig unterstützt.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Das ging ja schnell. Die GHG tappt zwar meiner Meinung nach immer noch brav in die gelegte Falle, aber die Links werden nicht mehr verbreitet.</p>
<div id="attachment_3285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/ghg-tweets-update.jpg" rel="lightbox[3280]"><img class="size-medium wp-image-3285" title="ghg-tweets-update" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/ghg-tweets-update-300x94.jpg" alt="" width="300" height="94" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot twitter.com/ghg_md, 31. Mai 2010, ca. 13:10 Uhr.</p></div>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3280" class="footnote">Mittlerweile gelöscht von der GHG, da er einen Link auf die JN enthielt.</li><li id="footnote_1_3280" class="footnote">Mittlerweile gelöscht, weil der Link zur JN und somit auch die Kommentare entfernt worden sind.</li><li id="footnote_2_3280" class="footnote">Im Kommentar steht auch noch eine Verlinkung zum RCDS Watchblog, die habe ich mir mal gespart, weil sie da eigentlich nicht hinpasst und das &#8220;Engagement&#8221; des Fasra in der Sache RCDS Watchblog sowieso merkwürdig ist. Aber das steht auf einem anderen Blatt.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Verstehen</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/05/25/verstehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 15:41:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich dachte ich, dass es nach der Plakatbesprechung und der Auseinandersetzung mit RCDS Watch erstmal genug wäre mit dem Thema RCDS hier im Blog. Hätte ich es besser wissen müssen? Wahrscheinlich. Aber als ich das gedacht habe, war ja auch das Wahlprogramm des RCDS noch nicht draußen. Normalerweise weigere ich mich immer ein bisschen, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Eigentlich dachte ich, dass es nach der <a href="http://www.edition-flint.de/2010/05/14/attraktiv-war-gestern/" target="_blank">Plakatbesprechung</a> und der <a href="http://www.edition-flint.de/2010/05/12/watch-me/" target="_blank">Auseinandersetzung</a> mit <a href="http://rcdswatch.blogsport.de/" target="_blank">RCDS Watch</a> erstmal genug wäre mit dem Thema RCDS hier im Blog. Hätte ich es besser wissen müssen? Wahrscheinlich. Aber als ich das gedacht habe, war ja auch das Wahlprogramm des RCDS noch nicht draußen. Normalerweise weigere ich mich immer ein bisschen, wenn es darum geht die Wahlprogramme der Hochschulgruppen hier im Blog zu betrachten. Der RCDS fordert es aber geradezu heraus, wenn man sich die Störer anguckt, die wohl vom RCDS auf ihren eigenen Plakaten angebracht worden sind.</p>
<blockquote><p>Gegen das Rohkostdiktat</p></blockquote>
<p><span id="more-3245"></span></p>
<div id="attachment_3247" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/stoerer-rcds-2010.jpg" rel="lightbox[3245]"><img class="size-medium wp-image-3247" title="stoerer-rcds-2010" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/stoerer-rcds-2010-300x146.jpg" alt="" width="300" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">Störer RCDS Plakate, Gremienwahl 2010. Zum Vergrößern anklicken.</p></div>
<p>&#8220;Gegen das Rohkostdiktat? Was soll das denn nun wieder?&#8221;, fragte ich mich und guckte. nachdem ich schon im Fasra FGSE mit Fetzen aus dem Wahlprogramm bombardiert wurde, mal eigenständig in das neuerdings <a href="http://rcds.50webs.com/wahlprogramm2010.pdf" target="_blank">verlinkte und hinterlegte Wahlprogramm des RCDS Magdeburg</a>. &#8220;Rohkostdiktat&#8221; kommt tatsächlich in diesem Dokument vor und zwar in der Erklärung beim fünften der insgesamt zwölf Programmpunkte, der da heißt:</p>
<blockquote><p>5. Mit uns gibt es keinen vegetarischen Tag.</p></blockquote>
<p>Das ist nun eine sehr bestimmte Forderung, die sicher einiges an Erklärung bedarf, die der RCDS aber freundlicherweise gleich mitliefert.</p>
<blockquote><p>(5) Ein aktuelles Thema ist<br />
zudem die Einführung eines vegetarischen Tages in unserer Mensa, der insbesondere von den linken<br />
Hochschulgruppen favorisiert wird. Wir sind gegen das Rohkostdiktat: Jeder Student soll selber<br />
entscheiden dürfen, was er essen möchte!</p></blockquote>
<p>Wieso habe ich nur geahnt, dass ungefähr sowas da drin steht? Lieber RCDS, arbeitet irgendjemand von euch beim <a href="http://www.edition-flint.de/2010/03/30/von-wuerstchen/" target="_blank">MDF.1</a>? Mittlerweile ist das entsprechende Protokoll der Stura-Sitzung online, darin heißt es zum &#8220;Vegi-Tag&#8221;:</p>
<blockquote><p>Kai Wächter erläutert, dass in der Mensa ein Vegetarier Tag eingeführt werden soll. Es sollen viele vegetarische Gerichte an einem Tag angeboten werden und nur ein Fleischgericht. Es wird über den Antrag diskutiert. Es wird zur Zeit ca. 12% an vegetarischem Essen angeboten, wobei der größte Teil süße Speisen darstellt, was nicht für die gesunde Ernährung ausreichend ist.<br />
Durch die Einführung des Vegetarier Tages soll eine Alternative zu den Fleischgerichten gezeigt werden.</p></blockquote>
<p>Ich bin jetzt nicht so firm in den Namen und habe keine Lust die abzugleichen, kann also nicht sagen, ob bei den anwesenden Vertretern jemand vom RCDS dabei war, aber selbst wenn nicht: Protokolle und <a href="http://www.stura-md.de/stura_media/pressemitteilungen/2PM+SturaMD+_+Otto+isst+Vegi.pdf" target="_blank">Pressemitteilungen</a> lesen kann nicht so schwer sein.<sup>1</sup> Von einem &#8220;Diktat&#8221; im Sinne einer Vorschrift kann also nicht die Rede sein. &#8220;Umkehrung der Verhältnisse&#8221; ist, wie bereits in Bezug auf den MDF.1 betont, kein &#8220;gar keine Fleischgerichte&#8221;. &#8220;Nur ein Fleischgericht&#8221; klingt da etwas schärfer, ist aber immer noch weit weg von &#8220;gar nichts&#8221;. Außerdem, wie auch bereits betont: Ein Tag! Nicht Wochen, Monate, Jahre! Ein Tag in der Woche! Und noch eine kleine Anmerkung zur &#8220;Rohkost&#8221;. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rohkost" target="_blank">Wikipedia</a> sagt dazu:</p>
<blockquote><p>Der Begriff Rohkost wird unterschiedlich verwendet. Er bezeichnet zum einen Lebensmittel, die ohne vorherige Hitzebehandlung wie kochen, braten oder backen verzehrt werden, zum anderen auch Nahrung, die völlig unverarbeitet im Naturzustand gegessen wird.</p></blockquote>
<p>Es mag schwierig sein, differenziert in Wahlprogrammen vorzugehen. Der Platz ist begrenzt, man will auch ein bisschen polarisieren, alles völlig klar. Die Gleichsetzung von vegetarisch und Rohkost ist aber, mit Verlaub, bescheuert. Es gibt auch vegetarische Gerichte, die man warm machen kann. Nirgendwo, in keiner Publikation zum Thema &#8220;Vegi-Tag&#8221; an der Uni steht was von Rohkost, lieber RCDS. Rohkost macht ihr daraus, um die unreflektierten Abwehrhaltungen, die viele schon bei vegetarisch an den Tag legen, noch zu verstärken. Das ist billig und ähnlich verurteilenswert wie das Vorgehen der LHG.<sup>2</sup> Lieber RCDS, tut wenigstens so, als würdet ihr die Beschlüsse des Gremiums, in dem ihr so stark vertreten seid, verstehen!</p>
<p>An dieser Stelle könnte man noch viele, viele Punkte des Wahlprogramms besprechen, aber will ich ja nicht. Es sei nur abschließend der Punkt 8 aus dem Wahlprogramm mit Erläuterung zitiert:</p>
<blockquote><p>Pragmatismus für die Uni.</p>
<p>8. Pragmatismus statt purer Ideologie</p>
<p>Wir machen uns nicht nur für eine leidenschaftliche &#8211; sondern zugleich auch für eine pragmatisch und<br />
sachlich orientierte Hochschulpolitik stark. (8) Der RCDS vertritt die Studenten dabei frei von<br />
ideologischen Einflüssen, die eine klare Sicht auf einen Sachverhalt beeinträchtigen. Wir verlieren uns<br />
nicht in parteipolitischen Dogmen und Taktierereien.</p></blockquote>
<p>Hut ab, so viel Dreistigkeit verdient eine tiefe, tiefe Verbeugung. Ihr habt auch vorgefertigte Texte und würfelt, welche davon ihr in eurem Wahlprogramm unterbringt, oder? Wer braucht schon Kohärenz in seinen Aussagen.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3245" class="footnote">In der Pressemitteilung heißt es u.a.: &#8220;Die Verhältnisse sollen donnerstags in der Uni-Mensa umgekehrt werden – dann würden nicht mehr fast ausschließlich Fleisch und Fisch in der größten Kantine Magdeburgs angeboten, sondern die Studierenden können sich über leckere und vielfältige vegetarische Gerichte freuen.&#8221;</li><li id="footnote_1_3245" class="footnote">In anderen Wahlprogrammen mag es solche Verkürzungen auch geben. Aber wie gesagt, ich behandel den RCDS jetzt nur, weil er damit auf den Plakaten wirbt.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Volle Fahrt voraus?</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/05/20/volle-fahrt-voraus/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 17:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Stura will was von mir. Von mir! Ich bin ja fast versucht geehrt zu sein. Was der Stura von mir will? Kostenlose Werbung, das will er. Ausnahmsweise soll er sie auch mal bekommen. Aktuell kann man auf verschiedenen Plattformen im Internet lesen1, dass es ein neues Semesterticket für Magdeburger Studenten geben könnte. Die Aufschlüsselung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Der Stura will was von mir. Von mir! Ich bin ja fast versucht geehrt zu sein. Was der Stura von mir will? Kostenlose Werbung, das will er. Ausnahmsweise soll er sie auch mal bekommen.</p>
<p>Aktuell kann man auf <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=123627500994989&amp;ref=mf" target="_blank">verschiedenen</a> <a href="http://magdeburg.webuni.de/?mod=instforum&amp;tid=16983&amp;smod=stura&amp;sturaid=1&amp;parent=stura_uni_md&amp;pid=1697368#1697368" target="_blank">Plattformen</a> im Internet lesen<sup>1</sup>, dass es ein neues Semesterticket für Magdeburger Studenten geben könnte. Die Aufschlüsselung des sehr niedrigen Semesterbeitrages von 64,50€ hatte ich ja gerade erst. Darin enthalten sind 23€ Semesterticket, welches allerdings nur für die Magdeburger Verkehrsbetriebe gilt. Das neue Semesterticket wird, sofern es kommt, mit der Deutschen Bahn abgeschlossen, gilt für ganz Sachsen-Anhalt und in westliche Richtung bis Braunschweig bzw. Wolfsburg. Der Stura macht aktuell recht exzessiv Werbung, nur wofür der Stura Werbung macht, das scheint so einigen nicht ganz klar zu werden.<sup>2</sup><br />
<span id="more-3223"></span></p>
<div id="attachment_3225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 223px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/semesterticket-stura.jpg" rel="lightbox[3223]"><img class="size-medium wp-image-3225" title="semesterticket-stura" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/semesterticket-stura-213x300.jpg" alt="Neues Semesterticket? Zum Vergrößern anklicken." width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Neues Semesterticket? Zum Vergrößern anklicken.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Der Studierendenrat ruft zu einer Abstimmung auf. Thema ist, wie ganz oben auf dem Plakat zu erkennen, die Frage &#8220;<strong>Neues Semesterticket?</strong>&#8220;. Ganz wichtig ist auch die zweite Zeile:</p>
<blockquote><p><strong>Der Stura fragt &#8211; IHR entscheidet</strong></p></blockquote>
<p>Der Stura hat noch gar nichts entschieden und will auch gar nichts in Eigenregie entscheiden. Warum der Stura das nicht will, ergibt sich nicht aus dem Plakat und leider auch nicht, in wie weit der Stura überhaupt mitbestimmen kann. Ein paar Worte dazu später.<br />
Auf dem Plakat wird deutlich, worum es geht, also was die genauen Spezifikationen des Semestertickets sind: Ein Ticket für ganz Sachsen-Anhalt und die Strecke nach Braunschweig und Wolfsburg. Dass es sich um ein Ticket in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bahn AG handelt wird durch die Zugbenennungen in Klammern deutlich.<sup>3</sup> Auch das für viele wahrscheinlich größte Manko der ganzen Geschichte wird auf dem Plakat deutlich: <strong>Alle oder keiner &#8211; Solidaritätsprinzip</strong>. Optional gibt es nicht, wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, dass die DB keine Lust hatte evtl. &#8220;draufzuzahlen&#8221;. Diese Kalkulation muss natürlich niemandem passen, aber logisch ist sie schon. Der nächste Teil des Plakats dürfte für Missverständnisse sorgen, weil man schon lesen muss. Links steht:</p>
<blockquote><p>pro Semester / ab SS [Sommersemester] 2011<br />
Laufzeit: 3 Jahre</p></blockquote>
<p>Also: Die Laufzeit dieses &#8220;Versuchs&#8221; ist erstmal auf drei Jahre begrenzt, d.h. wenn angenommen wird, dann läuft die ganze Sache 3 Jahre ohne wenn und aber und danach wird weitergeguckt/neu verhandelt. Die Kosten fallen ab nächstem Sommersemester in <strong>jedem Semester</strong> an. Diese Informationen muss man dann mit der rechten Seite verbinden. Dort steht:</p>
<blockquote><p>für 53,50 € &#8211; 1. Jahr<br />
55,50 € &#8211; 2. Jahr<br />
56,50 € &#8211; 3. Jahr<br />
+ 64,50 € Semesterbeitrag</p></blockquote>
<p>Verbindet man die linke und rechte Seite nicht so, wie sie gemeint ist, so könnte man der Meinung sein, dass die Studierenden für das erste Jahr 53,50 €, für das zweite 55,50€ usw. für das neue Semesterticket zahlen. Man erinnere sich aber auf den Hinweis auf der linken Seite &#8220;<strong>pro Semester</strong>&#8220;. Ein Jahr besteht aus zwei Semestern, d.h. man bezahlt pro Semester den neuen Betrag drauf. Mit den bisherigen Semesterbeiträgen und ohne evtl. Veränderungen in diesem Bereich bedeutet das:</p>
<p><strong>1. Jahr:</strong><br />
SoSe 2011: 53,50 € + 64,50 € = 118 €<br />
WiSe 20011/2012: 53,50 € + 64,50 € = 118 €<br />
Gesamt Ticket: 107€ im ersten Jahr zzgl. die Semesterbeiträge</p>
<p><strong>2. Jahr:</strong><br />
SoSe 2012: 55,50 € + 64.50 € = 120 €<br />
WiSe 2012/2013: 55,50 € + 64.50 € = 120 €<br />
Gesamt Ticket: 111 €</p>
<p><strong>3. Jahr:</strong><br />
SoSe 2013: 56,50 € + 64,50 € = 121 €<br />
WiSe 2013/2014: 56,50 € + 64,50 € = 121 €<br />
Gesamt Ticket: 113 €</p>
<p>Ganz unten auf dem Poster steht dann noch:</p>
<blockquote><p>Geht wählen!<br />
Stimmabgabe im Rahmen der Gremienwahlen in Deiner Fakultät!</p></blockquote>
<p>Die sind am 1. und 2. Juni, aber angesichts der ganzen Gremienwahlplakate sollte das wohl nahezu jedem Studierenden bekannt sein. Auf Grund früherer Unkenrufe<sup>4</sup> wirkt es auf den ersten Blick ein bisschen so, als würde man jetzt die Studierenden mit dieser Aktion &#8220;zwingen&#8221; wollen, zur Wahl zu gehen. Des ist natürlich Blödsinn, zumindest hoffe ich, dass man auch in Sachen Semesterticket abstimmen kann, ohne seine Stimme abgeben zu müssen, gehe aber davon aus, dass dem so ist. Die Gremienwahlen bieten sich einfach an, weil die ganze Zeit über Räumlichkeiten besetzt sind und man sich einfach an die entsprechende &#8220;Mobilisierung&#8221; anhängen kann. Angesichts der aufgezeigten Mehrbelastung<sup>5</sup>, die erstmal aufgebracht werden muss, ist die Kontroverse natürlich schon im Vorfeld groß. Die entsprechenden Argumente, die für und die gegen dieses Semesterticket sprechen, soll sich jeder selbst überlegen, die mit Freunden und Bekannten besprechen und somit das Thema auf einer möglichst breiten Basis bekannt machen. Je mehr Studierende an der Befragung teilnehmen, desto deutlicher das Votum und desto besser die Orientierungsfunktion.<br />
Orientierungsfunktion? Für wen eigentlich? Genau das ist der Punkt, den einige, betrachtet man die Diskussionen im Netz um dieses Semesterticket, nicht verstanden haben, die aber auch das Plakat alleine nicht genug rüberbringt. Ich erwähnte bereits die wichtige Zeile:</p>
<blockquote><p><strong>Der Stura fragt &#8211; IHR entscheidet</strong></p></blockquote>
<p>Diese Zeile sagt, dass der Stura das nicht entscheiden will, sondern die Studierendenschaft entscheiden soll. Angesichts der Mehrbelastung eine gute Entscheidung des Sturas. Was diese Zeile allerdings nicht deutlich macht ist, dass der Stura auch nach der Entscheidung der Studierendenschaft nicht alleinig, scheinbar nichtmal federführend darüber entscheidet, ob das Semesterticket eingeführt wird, oder nicht. So wie ich das <strong>bisher</strong> verstanden habe,<sup>6</sup> liegt die Entscheidung letztendlich beim Studentenwerk. Der Stura hat nicht die Entscheidungshoheit. So weit ich das gehört habe, wird sich das Studentenwerk aber wohl am Meinungsbild der Studierendenschaft orientieren. Dies setzt natürlich voraus, dass überhaupt ein zumindest halbwegs brauchbares Meinungsbild entsteht. Man sollte also nicht anfangen den Stura zu &#8220;bashen&#8221;, sondern sich wirklich ernsthaft darüber Gedanken machen, ob man das Semesterticket braucht oder ob man es nicht braucht. Alle oder keiner bedeutet im Zweifelsfall natürlich, dass man für etwas zahlt, was man nicht zahlen will und auch evtl. nie nutzt. Aus diesem Grund:</p>
<ul>
<li>Seid kritisch!</li>
<li>Reflektiert!</li>
<li>Tauscht euch aus!</li>
<li>Mobilisiert alle, die ihr kennt und die mitentscheiden können!</li>
<li>Nutzt die Chance!</li>
<li>Bleibt fair! Persönliche und polemische Diskussionen helfen in diesem Falle absolut nicht.</li>
</ul>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3223" class="footnote"><a href="http://magdeburg.unihelp.de/home" target="_blank">Hier</a> lustigerweise nicht.</li><li id="footnote_1_3223" class="footnote">Darum soll es hier auch gehen. Nicht um Pro/Kontra des Semestertickets, sondern darum, was der Stura überhaupt will.</li><li id="footnote_2_3223" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veolia_Verkehr_Sachsen-Anhalt" target="_blank">HEX</a></li><li id="footnote_3_3223" class="footnote">Man würde die Studierenden mit Würstchen usw. bestechen, damit diese wählen gehen.</li><li id="footnote_4_3223" class="footnote">ca. 8,92€/Monat im ersten Jahr, 9,25€/Monat im zweiten Jahr und ca. 9,42€/Monat im dritten Jahr</li><li id="footnote_5_3223" class="footnote">Ab dieser Stelle werde ich, sobald sich an meiner Einschätzung etwas ändert bzw. ich meine Einschätzung belegen kann, entsprechende Updates durchführen.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jonglieren mit großen Zahlen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 14:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[FGSE]]></category>
		<category><![CDATA[Gremienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter geht es in der Parade der diesjährigen Wahlplakate. In diesem Eintrag geht es um die Liberale Hochschulgruppe (LHG). Die LHG hat sich, wie man auf ihrer Homepage lesen kann, dieses Jahr ganz besonders ins Zeug gelegt, um einen guten Listenplatz zu bekommen. Liste 1, das bedeutet bei allen Gremien für die die LHG kandidiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Weiter geht es in der Parade der diesjährigen Wahlplakate. In diesem Eintrag geht es um die <a href="http://www.lhg-md.org/" target="_blank">Liberale Hochschulgruppe (LHG)</a>. Die LHG hat sich, wie man auf ihrer Homepage lesen kann, dieses Jahr ganz besonders ins Zeug gelegt, um einen <a href="http://www.lhg-md.org/?p=43" target="_blank">guten Listenplatz</a> zu bekommen. Liste 1, das bedeutet bei allen Gremien für die die LHG kandidiert steht selbige an erster Stelle. Wahrscheinlich gehört es sich für liberale Gruppierungen in Zeiten in denen alle von Wirtschaft reden, erstmal ordentlich Zahlen zu dreschen. Außerdem dreht sich bei Studenten ja eh immer alles um Geld. Sowas dürfte der LHG wahrscheinlich beim Entwerfen des diesjährigen Plakates durch den Kopf gegangen sein.</p>
<p><span id="more-3211"></span></p>
<div id="attachment_3212" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/lhg-2010.jpg" rel="lightbox[3211]"><img class="size-medium wp-image-3212" title="lhg-2010" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/lhg-2010-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlplakat der LHG zu den Gremienwahlen 2010. Zum Vergrößern anklicken.</p></div>
<p>Das Bild entstammt wahrscheinlich irgendeiner Bilddatenbank (= ist eingekauft) oder einem überregionalen Fundus. Ich habe keine entsprechende Verweise auf die Herkunft finden können. Sowohl Bild, als auch Text werden von einem Merkmal dominiert: Geld. &#8220;271.539,62€ sind mehr als genug für den StuRa! Semesterbeitrag senken!&#8221;, gefolgt von der URL zur Homepage der LHG prangt groß über dem Bild verschiedener Euro-Einheiten. Dieser Slogan ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert. Zunächst wird eine wirklich beachtliche Zahl in den Raum geworfen, dann wird der Eindruck erweckt dieses Geld ginge nur an den StuRa und bestehe nur aus Semesterbeiträgen. Die Zahl an sich stimmt zwar, aber der vermittelte Eindruck ist schlicht falsch. All das erklärt sich, wenn man weiß woher die Zahl stammt: <a href="http://www.stura.ovgu.de/stura_media/haushaltsplaene/Haushalt_Stura_2010.pdf" target="_blank">Aus dem Haushalt des Studierendenrates für das Jahr 2010</a>. Wenn man sich diesen Haushaltsplan ansieht, dann wird deutlich, dass am Ende der Einnahmenauflistung tatsächlich die von der LHG genannte Zahl steht. Die Gesamtsumme der Einnahmen ist aber nicht alles, vielmehr muss man dem die Ausgaben und die genaue Zusammensetzung der Einnahmen angucken. Also nochmal die &#8220;Thesen&#8221;, die sich aus dem LHG-Plakat ergeben, wenn man keine weiteren Informationen hinzuzieht.</p>
<ol>
<li>Der Studierendenrat bekommt jedes Semester 271.539,62 € aus den Semesterbeiträgen.</li>
<li>Dieses Geld ist &#8220;für den StuRa&#8221;.</li>
<li>Weniger Geld &#8220;für den StuRa&#8221; würde die Semesterbeiträge deutlich senken.</li>
</ol>
<p><strong>These 1: </strong>Wie bereits festgestellt stimmt der Betrag, geht man nach dem Haushalt für 2010. Dieser Betrag setzt sich allerdings wie folgt zusammen:</p>
<ul>
<li><strong>Überträge aus 2009: </strong>91.539,62 €</li>
<li><strong>Einnahmen aus Landeszuschüssen</strong>: 13.000,00 €</li>
<li><strong>Einnahmen aus Semesterbeiträgen (Wintersemester 2010/2011 und Sommersemester 2010 zusammengenommen)</strong>: 165.000, 00 €</li>
<li><strong>Zurückzahlungen von Sozialdarlehen</strong>: 2.000,00 €</li>
</ul>
<p>Die implizit im Plakat behauptete These, dass sich der Beitrag aus den Semesterbeiträgen zusammensetzen, ist also nicht zu halten. Die Semesterbeiträge machen den Löwenanteil aus, ja, aber es kommen noch Überträge aus dem letzten Jahr, Landeszuschüsse und zurückerstattete Leistungen hinzu. Am Beispiel der zurückerstatteten Leistungen (Sozialdarlehen!) lässt sich der Bogen zu These zwei schlagen.</p>
<p><strong> These 2: </strong>Ganz oben bei den Ausgaben gibt es den Punkt &#8220;Fachschaften&#8221;. Dort steht als Teilsumme: 82.500,00 €. In der Auflistung finden sich Semesterkennzeichnungen. Vergleicht man diese mit den Stellen bei den Einnahmen, in denen ebenfalls Semesterkennzeichnungen vorkommen, so wird deutlich, dass es sich jeweils um die Hälfte der Semesterbeiträge handelt. Die Hälfte der Einnahmen, die durch den Semesterbeitrag von aktuell 6,50 € zu Stande kommen, gehen direkt an die Fachschaften (=Fachschaftsräte) weiter und steht diesen zur Verfügung, damit studentische Projekte o.ä. gefördert werden können, damit die laufenden Kosten, die eine Fachschaft so verursacht, gedeckt sind usw.<sup>1</sup> Als nächstes werden die Gelder aufgeführt, die an die Referate des Sturas gehen. Auch diese Gelder bleiben also an sich nicht beim Stura, sondern werden von den jeweiligen Referaten (unter Aufsicht des Studierendenrates) eigenständig verwaltet und genutzt. Filtert man die Ausgaben danach, was wirklich &#8220;für den StuRa&#8221; bleibt, so kommt man auf folgende Summe:</p>
<ul>
<li> Ausgaben Stura: 32.100,00 €</li>
</ul>
<p>Das sind die einzigen Ausgaben, die direkt für den Stura zurückgehalten werden. Davon gehen sogar nochmal 3.000 € ab, die man für den Erstsemesternavigator ausgibt, also etwas was Erstsemester kostenlos in die Hand gedrückt bekommen. Man sieht an diesen Beispielen und am gesamten Haushaltsplan: Der Stura ist eigentlich hauptsächlich ein Verwalter und Verteiler von den Einnahmen, die größtenteils, aber eben nur größtenteils aus Semesterbeiträgen finanziert werden. Ein beachtlicher Teil des Geldes geht an die Fachschaften und dient der &#8220;Unterstützung kultureller und sozialer Aktivitäten&#8221; (58.639,00 €), so wie die Referate, die der Stura unterhält. Bereinigt man die Zahlen um alles, was nicht Semesterbeitrag ist, so bleiben die bereits erwähnten 165.000 €. Der Semesterbeitrag beträgt aktuell 64,50 €. Dieser Betrag muss allerdings aufgeschlüsselt werden.</p>
<p><strong>These 3:</strong> Die GHG hat sich auch schon mit <a href="http://www.ghg-md.de/home/not_cached/inhalt/lhg_empfiehlt_sich_als_totengraeber_studentischer_kulturprojekte/einzelansicht/?cHash=2bf01abb7d" target="_blank">dem Plakat auseinandergesetzt</a> und schlüsselt auch die Zusammensetzung des Semesterbeitrages auf:</p>
<blockquote><p>Von den 64,50 Euro, die wir als Studierende pro Semester bezahlen, gehen 23 Euro an die MVB und 35 Euro an das Studentenwerk. Ganze 6,50 Euro gehen als ein solidarischer Beitrag an die Studierendenschaft. Davon verbleibt die Hälfte beim Studierendenrat und die andere Hälfte geht nach einem Verteilerschlüssel an die Fachschaften der Fakultäten, die damit u.a. studentische Projekte unterstützen und den Studienalltag an den Fakultäten bereichern.</p></blockquote>
<p>Der Studierendenrat bekommt aus den Semesterbeiträgen also im Endeffekt nur 6,50 €, von denen 3,25 € pro Studierendem direkt an die Fachschaften weitergeleitet werden. Wenn die LHG mit Bezug auf den Stura also fordert, dass die Semesterbeiträge gesenkt werden, bedeutet das, dass auch die Fachschaften weniger Geld bekommen. Weniger Geld für die Fachschaften, die anderweitig keine nennenswerte Einnahmen haben (dürfen), bedeutet weniger Service- und Förderungsmöglichkeiten durch die Fachschaftsräte. Wer also dem &#8220;bösen Stura&#8221; das Geld abschneiden will, der sollte gleichzeitig überlegen, was das für die Fachschaftsräte seiner Fakultät bedeutet.</p>
<p>Die LHG hat also, im Gegensatz zum RCDS, einen Programmpunkt auf ihrem Plakat, aber dieser Programmpunkt ist mit viel gutem Willen nur als populistisch zu bezeichnen. Die LHG verkürzt, entweder aus Unkenntnis oder aus Absicht, die Zusammenhänge, so dass ein völlig falsches Bild entsteht. Der Untertitel der LHG-Homepage lautet:</p>
<blockquote><p>Wir sind so frei.</p></blockquote>
<p>Wovon die LHG aktuell frei ist, scheint sie in diesem Wahlkampf beweisen zu wollen und aktuell liest sich der Punkt &#8220;Wahlen 2010&#8243; auf der Homepage dementsprechend wie eine Drohung.</p>
<div id="attachment_3214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 184px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/lhg-kommt-noch.jpg" rel="lightbox[3211]"><img class="size-full wp-image-3214" title="lhg-kommt-noch" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/lhg-kommt-noch.jpg" alt="" width="174" height="93" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot vom 20. mai 2010, von: http://www.lhg-md.org/?page_id=58</p></div>
<p>Da man aber auch immer positive Dinge sagen soll, als Abschluss mal was positives zu dem Plakat: Die Schrift lässt sich leicht lesen und es finden sich keine römischen Togen oder andere Anzeichen von Dekadenz! Wenn das mal nichts ist.</p>
<p><em>Noch ein Wort in eigener Sache: Ich bin immer bemüht die Wahlplakate möglichst objektiv zu betrachten. Wenn keine Inhalte mitgeliefert werden, ist das eine Sache. Das ist, mit Verlaub, dämlich und respektlos dem Wähler gegenüber, aber es ist offensichtlich. Wenn aber Stimmung mit falschen/verkürzten Zusammenhängen gemacht wird, dann ist das eine bewusste und schädigende Irreführung des Wählers und, setzt man einen mündigen Wähler voraus, eine Beleidigung des Wählers. Sowas kann ich nicht leiden und deswegen ist dieser Eintrag vielleicht etwas &#8220;angepisster&#8221;, als es der Fall sein sollte. Eine Beschränkung der finanziellen Mittel der studentischen Selbstverwaltung bedeutet eine Beschränkung der Möglichkeiten der studentischen Selbstverwaltung und mehr nicht. Kürzungen des Geldes für die studentische Selbstverwaltung fallen auf die Studierenden zurück. Der Universität ist das wahrscheinlich relativ egal, der Studierendenschaft sollte es aber nicht egal sein.</em><sup>2</sup></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3211" class="footnote">Was genau die Fachschaftsräte stemmen hängt stark von der jeweiligen Fakultät und dem Engagement ab.</li><li id="footnote_1_3211" class="footnote">Ich könnte übrigens noch böswillige Vermutungen in Bezug auf die Forderung der LHG und die aktuelle Debatte um ein DB-Ticket für Sachsen-Anhalt über die Uni anstellen, aber ich lasse es einfach mal.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fast unglaublich und leicht bizarr</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/01/30/fast-unglaublich-und-leicht-bizarr/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 14:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SPON-Autoren Matthias Gebauer und Marcel Rosenbach versuchen in ihrem Artikel &#8220;Liebes-Mails aus der deutschen Botschaft&#8221; die Hintergründe zu den Meldungen über zwei verhaftete deutsche Diplomaten aufzuarbeiten. Die Schlagzeile sorgte für Aufregung: &#8220;Deutsche Diplomaten in Teheran festgenommen&#8221;. Die Festnahme gab es zwar nicht. Hinter der Meldung steckt aber nach SPIEGEL-Informationen die fast unglaubliche Story eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die SPON-Autoren Matthias Gebauer und Marcel Rosenbach versuchen in ihrem Artikel &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,674935,00.html" target="_blank">Liebes-Mails aus der deutschen Botschaft</a>&#8221; die Hintergründe zu den Meldungen über zwei verhaftete deutsche Diplomaten aufzuarbeiten.</p>
<blockquote><p>Die Schlagzeile sorgte für Aufregung: &#8220;Deutsche Diplomaten in Teheran festgenommen&#8221;. Die Festnahme gab es zwar nicht. Hinter der Meldung steckt aber nach SPIEGEL-Informationen die fast unglaubliche Story eines verliebten Bundespolizisten, des iranischen Geheimdiensts und der ganz großen Politik.</p></blockquote>
<p>Oha&#8230;keine Festnahmen, dafür eine &#8220;fast unglaubliche Story&#8221; und die ganz große Politik. Liebe ist auch noch dabei und sogar Geheimdienste! Und mittendrin ein deutscher, verliebter Bundespolizist. Ist es tatsächlich endlich so weit? Steigen deutsche Polizisten aus der Riege eines &#8220;Bayern auf Rügen&#8221; endlich auf in den Rang eines James Bond oder John McCLane? Sortieren wir den Artikel mal entsprechend und gucken, was dahintersteckt.</p>
<p><strong>Der verliebte Bundespolizist</strong>: Zwei Bundespolizisten wurden aus dem Iran ausgeflogen. Beide seien, so Gebauer/Rosenbach, im Dezember festgenommen worden. <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,674357,00.html" target="_blank">Im entsprechenden Artikel und im Artikel</a> von Gebauer/Rosenbach ist zwar ansonsten von Diplomaten die Rede, aber vielleicht sind Bundespolizisten ja auch Diplomaten, ich weiß es nicht. Jedenfalls wurden zwei ausgeflogen, aber nur einer hat nachweisbar irgendwas &#8220;angestellt&#8221;. Er war verliebt und das scheinbar in eine Iranerin. Eine oppositionelle Iranerin. Der verliebte Polizist heißt &#8220;Jörg B.&#8221;.</p>
<p><strong>Die Iranerin</strong>: Da wir uns beim Spiegel und nicht bei der BILD aufhalten, gibt es kaum Informationen über die &#8220;femme fatale&#8221; der Geschichte. Die Iranerin soll Kontakte zu Oppositionsführer Hossein Mussawi haben<sup>1</sup> und soll verschiedene Dinge für die Opposition erledigt haben, darunter Anstiftung zum Aufruhr usw. Aber vor allen Dingen ist wichtig, dass sie scheinbar &#8220;Liebes-Mails&#8221; von Jörg B. bekommen habe. Die Liebes-Mails wurden abgefangen und gelesen. Halt Dinge, die Geheimdienste so tun, wenn sie unliebsame Menschen beobachten. Jörg B. war dabei auch noch so &#8220;schlau&#8221; und hat die Mails von seinem Dienstaccount aus geschrieben. Wahrscheinlich damit der deutsche Geheimdienst auch was davon hat.</p>
<p><strong>Die Liebesbeziehung</strong>: Bei der Liebesbeziehung wird es dann erst richtig interessant, denn scheinbar wissen die Autoren des SPON-Artikels etwas, was sie nicht mitteilen wollen oder dürfen. Es handelt sich nämlich keinesfalls um eine &#8220;normale&#8221; Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau, zumindest wenn man der Wortwahl der Autoren glaubt. Zunächst handelt es sich um eine Liebesbeziehung, also wahrscheinlich ganz große Gefühle, nicht nur Spaß oder eine reine &#8220;Beziehung&#8221;. Um etwas Abwechslung reinzubringen, wird die Liebesbeziehung auch mal als Affäre bezeichnet.<sup>2</sup> Nun ist eine Affäre nicht unbedingt das gleiche, wie eine Liebesbeziehung, zumindest wenn man so nach den landläufigen Konnotationen geht. Gegen eine normale Beziehung spricht auch die weitere Wortwahl der Autoren. Zur Beschreibung der Beziehung zwischen Jörg B. und der namenlosen Iranerin werden folgende Wendungen benutzt:</p>
<ul>
<li>eine heikle Liebesbeziehung</li>
<li>die leicht bizarre Affäre eines Bundespolizisten mit einer Iranerin</li>
<li>seine private Beziehung</li>
</ul>
<p>Heikle kann man ja noch bedingt nachvollziehen, privat steht außer Frage, aber: warum &#8220;bizarr&#8221;? Was ist an der Affäre/Beziehung/whatever eines Mannes zu einer Frau (leicht) bizarr? Im Zusammenhang mit &#8220;fast unglaublich&#8221; und anderen Wendungen, die sich zwar eher auf die politische Affäre beziehen dürften, wirkt es, als wüssten die Autoren mehr, als sie zugeben wollen würden. Oder sie finden irgendeinen Aspekt an der Sache sehr merkwürdig. Welcher Aspekt genau das sein soll, wird allerdings nicht deutlich.<sup>3</sup></p>
<p><strong>Die große Politik</strong>: Damit scheint vor allem gemeint zu sein, dass die Beziehung zweier Menschen zu einem Politikum gemacht wird, bei dem sich sogar Guido Westerwelle &#8220;genötigt sah&#8221; vor die Kameras zu treten<sup>4</sup> und das Auswärtige Amt seine Mitarbeiter seinsibilisieren muss/soll.</p>
<p>Ich weiß ja nicht, wie genau man es bei der Wortwahl in der SPON-Redaktion nimmt, aber wenn man schon ohne genaue Angabe der Quelle<sup>5</sup> arbeitet, dann sollte man Wertungen außenvor lassen oder zumindest seine Wertungen begründen. Ist nicht geschehen, ergo bleibt ein merkwürdiger Beigeschmack.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2956" class="footnote">Behauptet der iranische Geheimdienst.</li><li id="footnote_1_2956" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Affäre" target="_blank">Wikipedia sagt zu Affäre</a>: &#8221;Eine Affäre ist eine unangenehme, dunkle, peinliche oder skandalöse Angelegenheit. Der Begriff kann ironisch beziehungsweise hämisch ein Liebesverhältnis ansprechen [...]&#8220;</li><li id="footnote_2_2956" class="footnote">Man könnte jetzt Vermutungen äußern, aber das lassen wir mal.</li><li id="footnote_3_2956" class="footnote">Dies tat er, als es noch um angeblich verhaftete Diplomaten ging.</li><li id="footnote_4_2956" class="footnote">&#8220;nach SPIEGEL-Informationen&#8221;</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Andere Fragen stellen!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 17:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage wurden die Medien ja unter anderem von den Äußerungen Sarrazins bewegt. Hat er Recht oder Unrecht?1 Durfte oder musste er sowas sagen oder nicht?2 und so weiter und so fort. Bei der ganzen Diskussion ergeben sich für mich allerdings durchaus Fragen, die für mich persönlich von Belang sind. Warum kommt es zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die letzten Tage wurden die Medien ja unter anderem von den Äußerungen Sarrazins bewegt. Hat er Recht oder Unrecht?<sup>1</sup> Durfte oder musste er sowas sagen oder nicht?<sup>2</sup> und so weiter und so fort.</p>
<p>Bei der ganzen Diskussion ergeben sich für mich allerdings durchaus Fragen, die für mich persönlich von Belang sind. Warum kommt es zu einer &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654946,00.html" target="_blank">Entmachtung nach Migranten-Schelte</a>&#8220;, wenn jemand aus der freien Wirtschaft<sup>3</sup> so etwas sagt und warum passiert selten etwas, wenn Menschen wie Roland Koch oder Jürgen Rüttgers eine &#8220;Schelte&#8221;<sup>4</sup> gegen Migranten vom Stapel lassen?</p>
<p>Warum schlucken wir das einfach, wenn Menschen in der freien Wirtschaft wegen allem möglich entlassen oder &#8220;entmachtet&#8221; werden, während wir unseren Politikern in dieser Hinischt so einiges eher achselzuckend durchgehen lassen?</p>
<p>Sind wir in unseren Vorurteilen tatsächlich schon so weit gefestigt, dass &#8220;wir&#8221; uns wochen- und monatelang über kriminelle &#8220;Ausländer&#8221;<sup>5</sup>, die neuesten U-Bahnschläger<sup>6</sup> oder sonstwas im Dunstkreis der Begriffe Ausländer und Migranten die Münder fusselig diskutieren können, während immer mal wieder unsere sozialen Sicherungssysteme verschlimmbessert werden oder über glorreiche Überwachungsstaat-Konzepte von Seiten der Regierung diskutiert wird und es kaum jemanden interessiert?</p>
<p>Ziehen sich die Mitarbeiter innerhalb der Zeitungs- und Nachrichtenredaktionen ständig ihre eigene Druckerschwärze und Magnetbänder in die Nase? Oder wie ist es zu erklären, dass fast immer nur die gleichen Themen bis zu Unkenntlichkeit ausgewalzt werden und immer wieder die gleichen Vorurteile und Feindbilder beschworen werden, während Kritik sich auf den TV Teil beschränkt?</p>
<p>Warum machen wir das alles mit?</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2601" class="footnote">Mir an dieser Stelle egal.</li><li id="footnote_1_2601" class="footnote">Interessant, aber an dieser Stelle auch nicht von Belang.</li><li id="footnote_2_2601" class="footnote">Jaja, Sarrazin ist Bundesbank, ich weiß.</li><li id="footnote_3_2601" class="footnote">Allein diese Wortwahl&#8230;</li><li id="footnote_4_2601" class="footnote">Wobei wir keineswegs Holländer, Belgier oder Franzosen meinen, oder?</li><li id="footnote_5_2601" class="footnote">Jedenfalls solange mindestens ein Ausländer dabei ist.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Und plötzlich interessiert es niemanden mehr</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 17:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei Sachsen-Anhalt hat vor einiger Zeit eine Pressemitteilung über die Uni Magdeburg rausgegeben. Inhalt ist eine erneute Datenschutzpanne an der Uni. Wir erinnern uns zurück, sowas gab es schonmal. Damals waren die Forderungen der Studierendenschaft, vertreten durch den damaligen Studentenrat, mittlerweile Studierendenrat, ziemlich lang. Passiert ist&#8230;nun, nicht wirklich viel. Der Datenschutzbeauftragte scheint mittlerweile ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die Piratenpartei Sachsen-Anhalt hat vor einiger Zeit eine <a href="http://www.piraten-lsa.de/pressemitteilung-erneute-datenschutzpanne-der-quototto-von-guerickequot-universitaet-magdeburg" target="_blank">Pressemitteilung</a> über die Uni Magdeburg rausgegeben. Inhalt ist eine erneute Datenschutzpanne an der Uni. Wir <a href="http://www.edition-flint.de/2008/06/13/feste-arbeitszeiten/" target="_blank">erinnern</a> uns <a href="http://www.edition-flint.de/2008/06/26/ein-traum-in-alp/" target="_blank">zurück</a>, sowas gab es schonmal. Damals waren die Forderungen der Studierendenschaft, vertreten durch den damaligen Studentenrat, mittlerweile Studierendenrat, <a href="http://www.edition-flint.de/2008/11/23/wir-fordern-notfalls-immer-wieder/" target="_blank">ziemlich lang</a>. Passiert ist&#8230;nun, nicht wirklich viel. Der Datenschutzbeauftragte scheint mittlerweile ein neuer zu sein. Aber von den Forderungen des StuRas und dem &#8220;Arbeitskreis Datenschutz&#8221; hat man seitdem nie wieder etwas gehört. Und nun gibt es plötzlich einen neuen Datenskandal, &#8220;ist nun eine weitere Lücke im Datenschutz der Universität entdeckt worden&#8221;, wie die Piraten LSA in ihrer Pressemitteilung vom 23. September 2009 schreiben. Betrachtet man <a href="http://magdeburg.unihelp.de/forum/thread/28798/page/1" target="_blank">diesen</a> Eintrag in einem örtlichen Forum, so wird deutlich, dass es sich zwar um die neuste Panne, aber nicht um die einzige in letzten Zeit handelt. Ausschlaggebend war beim etwas älteren Fall, der auch in der PM der Piraten erwähnt wird,<a href="http://www.vorsprach.com/2009/07/datenschutz-am-ttz/" target="_blank"> dieser</a> Blogeintrag vom <strong>13. Juli 2009</strong>. An den wirklich zahllosen Kommentaren sowohl im Blog, als auch im Forum, kann man entnehmen, wie sehr das Thema noch zu reizen wusste. Dies ist schade, aber wie ich finde auch verständlich. Vorher wurde viel Aufhebens gemacht und die entsprechenden Stellen gelobten Besserung und was weiß ich nicht alles, doch passiert ist im Endeffekt nahezu nichts. Um ehrlich zu sein: Ich bin der Meinung, dass gar nichts passiert ist, kann dies aber nicht belegen. Deswegen ist halt fast/nahezu nichts passiert. Sicher sollte man sich dann trotzdem aufregen, aber warum? Verpufft doch wahrscheinlich eh wieder. Dies ist wahrscheinlich den meisten Lesern durch den Kopf gegangen, zumindest ging es mir so.<br />
<span id="more-2546"></span><br />
Trotzdem wage ich ja immer noch zu hoffen, dass zumindest einige Personen an der Uni anfangen darüber nachzudenken, wie sie mit den Daten der Studierenden umgehen. Leider können der Zyniker und ich <a href="http://sanity.madcynic.com/2009/10/12/was-autorisiert-sie-denn-dazu/" target="_blank">neuerdings jemanden benennen</a>, der sich da offenbar immer noch recht wenig Sorgen macht. Bitte lest den Beitrag beim Zyniker, da ich ihm nicht seine Leser klauen will und aus diesem Grund nur ganz kurz zitiere,  was wir in der FGSE so entdeckten. Das &#8220;lyrische Ich&#8221; im Zitat ist der Zyniker.</p>
<blockquote><p>In einem unverschlossenen Seminarraum hatte man einige Möbel eingelagert, die augenscheinlich aus dem zur Sanierung leer gezogenen Gebäudeteil stammten. Soweit, so unproblematisch. Die Tür stand offen, und so betraten der Flint und ich den Raum. Und fanden folgendes [einen Karton mit Akten].</p>
<p>In dem Karton befanden sich augenscheinlich Akten des Sprachenzentrums, und da an unserer schönen Universität der Datenschutz ja groß geschrieben wird – aber leider nur, weil es sich um ein Substantiv handelt – schrieb ich am selben Tag eine Email an das Sprachenzentrum der Uni, mit der Bitte doch den Raum zu verschließen. Mit dem Gefühl meine Pflicht und Schuldigkeit getan zu haben, ging ich dann nach Haus.</p></blockquote>
<p>Die Reaktion, der Person, an die der Zyniker schrieb, war leider völlig unangebracht, da zunächst einmal auf die eMail einfach nicht geantwortet wurde. Als wir dann jemandem im Sprachenzentrum direkt darauf ansprachen<sup>1</sup>, stellte sich heraus, dass es die Dame war, der geschrieben wurde. Leider war beim Gespräch keine Spur von Einsicht oder auch nur leisem Bedauern zu spüren. Wie wir denn dazu kämen, einfach in den Raum zu gucken, interessierte die Dame viel, viel mehr. Es interessierte sie sogar so sehr, dass sie unsere Erklärungen gar nicht hören wollte bzw. sie einfach mal nicht zu glauben schien. Es ist wirklich erstaunlich, wie oft jemand das Wort &#8220;Autorisation&#8221; kurz hintereinander benutzen kann. Dabei ist es meiner Meinung nach zunächst einmal völlig egal, ob wir die Berechtigung hatten oder gebraucht hätten, um einen offenstehenden Seminarraum zu betreten, selbst wenn dieser scheinbar gerade als Lager dient. Warum das so egal ist? Weil wir darauf hingewiesen haben und uns nicht einfach bedient haben. Ja, diese Logik mag komisch klingen, aber wenn man auf den schludrigen Umgang mit Akten und Dokumenten hingewiesen wird, dann sollte man für diese Hinweise dankbar sein. Nicht nur in Hinblick auf die Datenskandale und Skandälchen, die wir schon hatten, sondern auch im Hinblick auf die Diebstahlsrate an der FGSE. Was da nicht schon alles an Technik und Einrichtungsgegenständen verschwunden ist. In dem Raum hätten auch ganz andere Akten sein können bzw. vielleicht waren in dem Raum sogar ganz andere Akten. Wie wäre es mit Arbeitsverträgen, Gehaltsabrechnungen, Korrespondenz? Wobei sich einem die Frage aufdrängt, ob solche Dinge nicht in anderen, nämlich stets verschlossenen Räumen gelagert werden. Mit Klausuren von Studierenden kann man da wahrscheinlich schludriger umgehen.</p>
<p>Was mich persönlich an der ganzen Sache besonders nervte, ist der Umstand, dass kaum ein &#8220;Danke für den Hinweis&#8221; kam.<sup>2</sup> Man hätte auch einfach gar nichts machen und abwarten können, ob es nicht jemand merkt, der vielleicht Gefallen daran findet die Klausuren einfach mitzunehmen. Oder meinetwegen die anderen Dinge, die da so im Raum rumstanden bzw. wahrscheinlich immer noch rumstehen. Aber anstatt so an die Sache heranzugehen, wird man als Hinweisgeber fast als &#8220;Verbrecher&#8221; hingestellt und rund gemacht. Grandios, wirklich.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2546" class="footnote">warum wir das getan haben, siehe Zyniker</li><li id="footnote_1_2546" class="footnote">Es kam eins, aber das war so dermaßen unfreundlich und unglaubwürdig&#8230;</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Pressefreiheit &amp; CDU</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/08/23/pressefreiheit-cdu/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 11:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei diesem kurzem Video vergeht einem irgendwie alles. Vor allem diese süffisante Art von Gitta Connemann zwischen 0:36 und 0:45 ist eigentlich unbeschreiblich. Ich frage mich ja, ob darüber was in der Lokalpresse zu lesen war. [via netzpolitik.org] [via Twitter: #madcynic #LeSpocky]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2cyy5KTYAnU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/2cyy5KTYAnU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bei diesem kurzem Video vergeht einem irgendwie alles. Vor allem diese süffisante Art von <a href="http://www.gitta-connemann.de/" target="_blank">Gitta Connemann</a> zwischen 0:36 und 0:45 ist eigentlich unbeschreiblich. Ich frage mich ja, ob darüber was in der Lokalpresse zu lesen war.</p>
<p>[via <a href="http://netzpolitik.org/2009/ursula-von-der-leyen-und-die-pressefreiheit/" target="_blank">netzpolitik.org</a>] [via Twitter: #madcynic #LeSpocky]</p>
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		<title>Rechtsfreie Räume</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/08/09/rechtsfreie-raume/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 13:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute möchte ich einmal Fefe zustimmen, der fordert: Ich fordere, die Immunität von Bundestagsabgeordneten generell aufzuheben. Begründung: das Parlament darf kein rechtsfreier Raum sein. Auch für Straßen und Wände muss ein entsprechender Schutz entwickelt werden. Dies kann man aus dem sehr lesenswerten Artikel im Lawblog ableiten, in dem es unter anderem heißt: Ein anderer, nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Heute möchte ich einmal Fefe zustimmen, <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b48433c2" target="_blank">der fordert</a>:</p>
<blockquote><p>Ich fordere, die Immunität von Bundestagsabgeordneten generell aufzuheben. Begründung: das Parlament darf kein rechtsfreier Raum sein.</p></blockquote>
<p>Auch für Straßen und Wände muss ein entsprechender Schutz entwickelt werden. Dies kann man aus dem sehr <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/" target="_blank">lesenswerten Artikel im Lawblog</a> ableiten, in dem es unter anderem heißt:</p>
<blockquote><p>Ein anderer, nicht ausgedachter Fall: Der geschmähte Liebhaber malt mit einer Schablone eine obszönen Text auf die Straße, die am Arbeitsplatz der Verehrten vorüber führt. Die Polizei ermittelt, durchsucht, findet unter anderem nicht nur die passende Farbe, sondern auch die Schablone. Der Täter wird verurteilt.</p>
<p>Noch heute, Monate später, ist der derbe Spruch übrigens auf der Straße zu lesen. Ist die Fahrbahn jetzt auch ein rechtsfreier Raum? Hätte sie gesperrt werden müssen, damit der unbescholtene Bürger und die Betroffene an diesem schrecklichen Anblick keinen seelischen Schaden nehmen?</p></blockquote>
<p>Angesichts des Themas Internetsperren und anderer Rumschraubereien und Aushölungen unseres Grundgesetzes frage ich mich langsam, was (angehende) Politiklehrer so dazu sagen. Wie genau soll man die Anstrengungen so mancher Politiker, sich zu diskreditieren, der jungen Generation erklären, ohne dass diese völlig vom Glauben abfallen? Kein Wunder, dass einfache &#8220;Wahrheiten&#8221; wieder verstärkt in Mode kommen.</p>
<p>Wie lange dauert es eigentlich noch, bis man sich auf Art. 20, 4 GG berufen kann?</p>
]]></content:encoded>
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