<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Edition Flint &#187; ernst</title>
	<atom:link href="http://www.edition-flint.de/tag/ernst/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.edition-flint.de</link>
	<description>&#62;Endzwanziger mit Migränehintergrund&#60;</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Jan 2012 17:59:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Fehlende Ikonographie</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 May 2011 16:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3730</guid>
		<description><![CDATA[Bestimmte Ereignisse sind in unserer medialisierten Welt in der Regel mit bestimmten Bildern verbunden. Je dramatischer oder einschneidender die Ereignisse, desto besser prägen sich die Bilder ein. Natürlich relativiert sich dies mit der Zeit: War man &#8220;live&#8221; dabei1, so haben auch jetzt noch entsprechende Bilder eine andere Wirkung auf einen selbst, als auf &#8220;nachfolgende&#8221; Generationen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Bestimmte Ereignisse sind in unserer medialisierten Welt in der Regel mit bestimmten Bildern verbunden. Je dramatischer oder einschneidender die Ereignisse, desto besser prägen sich die Bilder ein. Natürlich relativiert sich dies mit der Zeit: War man &#8220;live&#8221; dabei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/#footnote_0_3730" id="identifier_0_3730" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also in einem entsprechenden Alter oder gerade vor dem TV.">1</a></sup>, so haben auch jetzt noch entsprechende Bilder eine andere Wirkung auf einen selbst, als auf &#8220;nachfolgende&#8221; Generationen. 9/11 ist hier wohl das beste Beispiel. Wer 2001 alt genug war, um zu verstehen was da gerade vor sich geht, der verbindet andere Gefühle und Erinnerungen mit den Bildern, wie jemand, der diese Bilder &#8220;jetzt schon&#8221; als Geschichte ansieht. Die Ereignisse am 11. September 2001 stellen allerdings eh einen besonderen Fall dar, da bei kaum einem anderen, vergleichbaren Ereignis die mediale Abdeckung so schnell und so andauernd war.<br />
Im Zuge der Berichterstattung kommt es meist früher oder später zur Bildung von Ikonen. Bestimmte Bilder sind entweder so &#8220;passend&#8221; oder werden so oft wiederholt, dass sie plötzlich mehr sind, als ein &#8220;Begleitmaterial&#8221; für die Berichterstattung. Sie entwickeln eine Bedeutungsebene, die über das eigentliche Ereignis hinausgehen. Sei es nun der <a href="http://www.bundestag.de/blickpunkt/bilderInhalte/0902_spezial/500px/ullstein_high_00005559.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3730]">flüchtende NVA-Soldat</a>, die<a href="http://www.google.de/search?um=1&amp;hl=de&amp;safe=off&amp;client=opera&amp;rls=de&amp;channel=suggest&amp;biw=1276&amp;bih=910&amp;tbm=isch&amp;sa=1&amp;q=9%2F11&amp;aq=f&amp;aqi=g10&amp;aql=&amp;oq=" target="_blank"> brennenden oder einstürzenden Zwillingstürme</a> oder das berühmte Bild &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:WW2_Iwo_Jima_flag_raising.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3730]">Raising the Flag on Iwo Jima</a>&#8220;. Auch Flutbilder nach Tsunami-Katastrophen oder anderen Überflutungen haben teilweise einen ähnlichen Prozess durchlaufen, allerdings scheinen Ereignisse an denen Menschen als &#8220;Täter&#8221; beteiligt waren eher zu einer Ikonbildung zu neigen, als Naturkatastrophen.</p>
<p>Interessant wird es, wenn man einmal betrachtet, welche, von Menschen irgendwie gemachte Katastrophen keine Ikonbildung nach sich ziehen, obwohl sie ebenfalls schwere Folgen haben. Gemeint sind an dieser Stelle atomare Katastrophen. Während man bei Atombomben, nicht zuletzt durch die markante &#8220;Pilzwolke&#8221;, noch von einer gewissen Ikonographie sprechen kann, so scheinen diese Ikons bei Reaktorunfällen zu fehlen. Harrisburg oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Three_Mile_Island_accident" target="_blank">Three Mile Island</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tchernobyl" target="_blank">Tchernobyl</a> oder eben auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fukushima_I_nuclear_accidents" target="_blank">Fukushima</a> rufen, zumindest soweit es mich betrifft, keine bestimmten Bilder auf, höchstens ein gewisses Gefühl der Bedrohung. Woran könnte dies liegen? Im Gegensatz zu den bisher aufgezählten Beispielen sind atomare Katastrophen schleichende und vor allem nicht oder kaum visuell erfassbare Katastrophen. Atombomben explodieren und produzieren den typischen Pilz, dadurch werden sie für die visuell-dominierte Medienlandschaft fassbarer. Kaputte Kernkraftwerke bieten zwar auch ein gewisses Bild der Zerstörung, welches sich z.B. allerdings kaum von Bildern von Großbränden unterscheidet. Auch Bilder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit" target="_blank">Strahlenkrankheit</a> sind, so schlimm sie auch sein mögen, scheinbar nicht zur Ikonbildung geeignet.</p>
<p>Was daraus zu folgen scheint, ist eine, für sonstige Verhältnisse, merkwürdig bilderlose bzw. bildlich distanziert wirkende Berichterstattung. Geht damit auch eine Marginalisierung der Ereignisse einher? Die Anti-Atom-Bewegung scheint zwar seit Fukushima wieder an Bewegungsmomnent gewonnen zu haben und auch die Wahlergebnisse der Grünen werden oft mit dem letzten GAU in Verbindung gebracht. Ebenfalls damit einherzugehen scheint ein schnelleres Verschwinden der Ereignisse aus dem Gedächtnis bzw. dem Interesse der Menschen, die weit genug von den Ereignissen entfernt wohnen, so dass sie auf die Medienberichterstattung angewiesen sind. Später liest man dann vielleicht nochmal von der &#8220;vergessenen Katastrophe&#8221; oder ähnlichem.</p>
<p>[Endet hier, da ich irgendwie wieder nicht zu nem vernünftigen Schluss komme, aber den Draft nicht noch länger liegenlassen will.]</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3730" class="footnote">Also in einem entsprechenden Alter oder gerade vor dem TV.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Hauptmann dreht sich im Grabe um</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 11:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3648</guid>
		<description><![CDATA[Wilhelm Voigt, in der Version von Zuckmayr, sagte dereinst: Richtig! Die [Wanze] lebt, Friedrich! Und weißte, warum se lebt? Erst kommt de Wanze, und dann de Wanzenordnung! Erst der Mensch, Friedrich! Und dann de Menschenordnung! Im Hauptmann von Köpenick geht es um einen Mann, der einfach seinen Altersplatz im Leben finden will, es aber nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Wilhelm Voigt, in der Version von Zuckmayr, sagte dereinst:</p>
<blockquote><p>Richtig! Die [Wanze] lebt, Friedrich! Und weißte, warum se lebt? Erst kommt de Wanze, und dann de Wanzenordnung! Erst der Mensch, Friedrich! Und dann de Menschenordnung!</p></blockquote>
<p>Im Hauptmann von Köpenick geht es um einen Mann, der einfach seinen Altersplatz im Leben finden will, es aber nicht schafft gegen die &#8220;Menschenordnung&#8221; anzukommen, eben weil zuerst an die Ordnung und dann an den Menschen gedacht wird.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_0_3648" id="identifier_0_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sp&auml;ter versucht er genau diesen Umstand gegen die Ordnung selbst zu verwenden.">1</a></sup></p>
<p><span id="more-3648"></span><br />
Das Bild, welches Zuckmayr in seiner Tragikomödie von der &#8220;Dienstbeflissenheit&#8221; der Preußen-Zeit zeichnet, löst in unserer heutigen Zeit eher ein mildes Lächeln aus. Doch manchmal stellt sich die Frage, ob wir denn tatsächlich so weit von diesem preußischen &#8220;Idealbild&#8221; entfernt sind. So war ich neulich in einem Amt, mit dem ich mich in letzter Zeit häufiger rumschlagen muss. Dort wurde mir von einem Mann in der &#8220;Leistungsabteilung&#8221;<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_1_3648" id="identifier_1_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Leistung ist ein wichtiges Wort, wir werden darauf zur&uuml;ckkommen.">2</a></sup> sinngemäß gesagt, dass man bestrebt sei möglichst wenig Kundschaft in diesem, seinem Amt zu haben. Bei mir läge die Sache aber etwas anders, ich hätte Perspektive und von daher sei es okay, wenn man bis zum August Gnade vor Recht ergehen lassen würde. Im Nachhinein betrachtet wirkt diese Aussage wie etwas, was Reinhard Mey als &#8220;schönen Traum&#8221; bezeichnet, mit dem man in die &#8220;rauhe Wirklichkeit&#8221; abtaucht.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_2_3648" id="identifier_2_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Reinhard Mey: Vernunft breitet sich aus &uuml;ber die Bundesrepublik Deutschland">3</a></sup> Ich hielt diesen schönen Traum auch fest und verpasste, vor lauter Träumerei und vollem Terminplan, einen anderen Termin bei einer anderen Person, aber im gleichen Amt. Am nächsten Tag rief ich an, um meinen Fehler zu gestehen. Das an sich war noch kein Fehler, aber ehrlich sein, das war der Fehler. Ich hatte es vergessen und weil ich dies zugegeben habe, werde ich jetzt sanktioniert. Ich muss aber trotzdem nicht nochmal hin, denn alles, was man mir sagen wollte, wurde mir in 5 Minuten dann am Telefon mitgeteilt. Was ich unterschreiben soll, wird mir zugeschickt. 3 Monate Sanktion, für 5 verpasste Minuten Information. Erst die Wanzenordnung, dann die Wanze, egal wie zuverlässig die Wanze vorher war.</p>
<p>An dieser 5-Minuten-Information ist zusätzlich noch interessant, dass sie quasi das Gegenteil von dem beinhaltet, was mir in der &#8220;kühnsten aller Utopien&#8221; zuvor gesagt wurde. Man wolle mich dann doch wahrscheinlich möglichst schnell loswerden und deswegen müsse ich mich nicht wundern, wenn mir einfach irgendwelche Angebote gemacht werden würde. Pfeiff auf meine Qualifikationen. Wenn ich nun vorherige Gespräche mit in die Überlegungen einbeziehe, dann ist diese Aussage an sich nur ein Eingeständnis dafür, dass die Wanzenordnung nicht funktioniert. Die Ordnung, das Recht, das erschöpft sich darin, dass ich monetäre Leistungen erhalte. Monetäre Leistungen machen das Leben leichter, ohne Frage. Aber ich würde auch gerne anderweitige Unterstützung haben. Ich möchte das Netzwerk einer riesigen Agentur nutzen, um meine Chancen zu verbessern oder auch um vernünftige Alternativen aufgezeigt zu bekommen. Aber das, das wird nicht geleistet. Es existiert kein Netzwerk für meinen Menschenschlag, für meine Qualifikationen und Weiterbildung gibt es auch nicht, jedenfalls nicht bei meinen Vorzeichen. Vielleicht bin ich ähnlich naiv, wie Zuckmayrs Wilhelm Voigt es war, aber irgendwas läuft schief, wenn ein Amt nur Geld gibt, ansonsten keine sinnvolle Hilfestellung leistet, und beim kleinsten Fehltritt der kleinen Wanze Sanktionen verhängt.</p>
<blockquote><p>Hoprecht: [...] Ich weiß, daß bei uns das Recht über alles geht!<br />
Voigt: Auch übern Menschen, Friedirch! Übern Menschen, mit Leib und mit Seele! Da jeht et rüber, und denn steht er nich mehr uff.</p></blockquote>
<p>Ich muss die Sanktionen ertragen, doch frage ich mich, ob sich die Ämtler den Lücken in ihrem System bewusst sind. Meiner Meinung nach sollte das Amt eigentlich folgendes leisten:</p>
<ul>
<li>monetäre Leistungen zum Erhalt eines irgendwie vernünftigen Lebens</li>
<li>Bereitstellung von Netzwerk und Kenntnissen, um mögliche Alternativen und Fähigkeiten des Antragstellers so gut wie möglich zu evaluieren, zu fördern und zu nutzen</li>
</ul>
<p>Die monetären Leistungen bekommen sie ja ganz gut hin, aber bereitgestellt wird eigentlich nichts. Ich will arbeiten, aber bitte nichts als Produktionshelfer in der Molkerei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_3_3648" id="identifier_3_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="DA vor allem nicht, obwohl ich mich dann mit saurer Milch f&uuml;r die Entlassung meines Vaters bedanken k&ouml;nnte.">4</a></sup>, sondern in einemj Bereich, in dem mein Studium nicht ganz für die Katz ist. Aber darum muss ich mich selbst kümnmern, dafür gibt es in Aurich kein Netzwerk, also bin ich auf mich alleine gestellt. Das Amt versagt auf dieser Linie komplett, gesteht dies sogar mir gegenüber ein. Anstatt daraus aber Konsequenzen zu ziehen, wird einfach irgendwas anderes angeboten. Es werden Jobs angeboten<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_4_3648" id="identifier_4_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In der Konnotation: (? Gelegenheitsarbeit) eine (meist befristete) Arbeit, die man macht, um (in erster Linie) Geld zu verdienen.">5</a></sup>, der ansonsten ach so wichtige Lebenslauf fällt hinten runter. Ich muss das verstehen, ich muss damit leben. Ich werde zur Selbstevaluation und zur Flexibilität gezwungen, ich muss widersprüchliche Aussagen zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Amt gibt mir Geld, sanktioniert und nimmt keine Rücksicht auf die Fähigkeiten und Ambitionen der Wanze. Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit! In seinem &#8220;angestammten&#8221; Gebiet aber nur dann, wenn er sich selbst kümmert. Und sowas haben die Sozialdemokraten mit verzapft. Danke, Deutschland. Danke, Leistungsfetischismus. Und der Hauptmann dreht sich im Grabe um.</p>
<p>Aber ich poche an die Weltordnung, das steht mir nicht zu.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3648" class="footnote">Später versucht er genau diesen Umstand gegen die Ordnung selbst zu verwenden.</li><li id="footnote_1_3648" class="footnote">Leistung ist ein wichtiges Wort, wir werden darauf zurückkommen.</li><li id="footnote_2_3648" class="footnote">Reinhard Mey: Vernunft breitet sich aus über die Bundesrepublik Deutschland</li><li id="footnote_3_3648" class="footnote">DA vor allem nicht, obwohl ich mich dann mit saurer Milch für die Entlassung meines Vaters bedanken könnte.</li><li id="footnote_4_3648" class="footnote">In der Konnotation: (? Gelegenheitsarbeit) eine (meist befristete) Arbeit, die man macht, um (in erster Linie) Geld zu verdienen.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Denken in roten Lettern</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/03/11/denken-in-roten-lettern/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/03/11/denken-in-roten-lettern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 20:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz und bündig]]></category>
		<category><![CDATA[Die Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3641</guid>
		<description><![CDATA[Guttenberg ist toll. Ausländer sind böse.1 Christentum ist toll. Islam ist böse. National ist toll. Multi ist böse.2 Tut mir einen Gefallen. Geht weg. ________Türken und Russen immer, Griechen ab und an mal.Außer im Vitaminsaft.________]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Guttenberg ist toll.</p>
<p>Ausländer sind böse.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/11/denken-in-roten-lettern/#footnote_0_3641" id="identifier_0_3641" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="T&uuml;rken und Russen immer, Griechen ab und an mal.">1</a></sup></p>
<p>Christentum ist toll.</p>
<p>Islam ist böse.</p>
<p>National ist toll.</p>
<p>Multi ist böse.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/11/denken-in-roten-lettern/#footnote_1_3641" id="identifier_1_3641" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Au&szlig;er im Vitaminsaft.">2</a></sup></p>
<p><em>Tut mir einen Gefallen. Geht weg.</em></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3641" class="footnote">Türken und Russen immer, Griechen ab und an mal.</li><li id="footnote_1_3641" class="footnote">Außer im Vitaminsaft.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/03/11/denken-in-roten-lettern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frag mich was</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 16:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3621</guid>
		<description><![CDATA[Die NPD in Sachsen-Anhalt hat sich zur anstehenden Landtagswahl was ganz besonderes ausgedacht, nämlich den &#8220;NPD Wahlkompass&#8221;. Mit diesem kann der Besucher der Seite, der vielleicht die &#8220;Orientierung verloren&#8221; hat, seinen politischen Kurs bestimmen. Damit das Land nicht &#8220;ausblutet&#8221;, kann man gucken, ob man &#8220;auf der gleichen Route&#8221; segelt wier die braunen Kameraden mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die NPD in Sachsen-Anhalt hat sich zur anstehenden Landtagswahl was ganz besonderes ausgedacht, nämlich den &#8220;NPD Wahlkompass&#8221;. Mit diesem kann der Besucher der Seite, der vielleicht die &#8220;Orientierung verloren&#8221; hat, seinen politischen Kurs bestimmen. Damit das Land nicht &#8220;ausblutet&#8221;, kann man gucken, ob man &#8220;auf der gleichen Route&#8221; segelt wier die braunen Kameraden mit den <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/interne-npd-mails-veroeffentlicht/" target="_blank">verlorenen Emails</a>. Na, dann wollen wir mal gucken, mit was für Themen die sich so beschäftigen, und vor allem welche Antworten man so geben kann.</p>
<p><span id="more-3621"></span></p>
<p>Die <strong>erste Frage</strong> beschäftigt sich damit, ob die Polizei in Sachsen-Anhalt die Sicherheit der Bürger gewährleisten kann. Welche Bürger denn nun vor welchen Gefahren geschützt werden sollen: egal. Die Antworten nehmen sich auch noch relativ harmlos aus. Zusammengefasst:</p>
<ul>
<li>Nach der Strukturreform ist alles gut und zukunftsfähig.</li>
<li>Polizei wird von der Politik vernachlässigt und kann ihren Aufgaben nicht nachkommen.</li>
<li>Strukturreform war weder positiv, noch negativ.</li>
</ul>
<p>In <strong>Frage zwei</strong> geht es um die &#8220;Steuermiliarden&#8221;, die für die Wirtschaftsförderung ausgegeben werden. Als Beispiel wird die Solarenergie genannt und gefragt wird, ob man das Geld nicht lieber für mittelständische Unternehmen und die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze ausgeben sollte. Allein diese Frage impliziert, dass es zum Beispiel in der Solarbranche nicht um dauerhafte Arbeitsplätze gehen würde. Aber die Antworten werden noch besser und &#8220;zielführender&#8221;:</p>
<blockquote><p>Es ist in Ordnung, wenn die Gewinne steuerfinanzierter Unternehmen später wieder in andere Bundesländer oder sogar ins Ausland abfließen.</p></blockquote>
<p>Die Wirtschaftsförderung, zum Beispiel im Bereich der Solarenergie, geht also scheinbar einher mit einem Abfluss des Geldes in andere Bundesländer oder sogar ins Ausland. Wusste ich gar nicht. Passiert beides bei mittelständischen Unternehmen natürlich nicht. Mal gucken, was sonst noch so zur Verfügung steht:</p>
<blockquote><p>Nein, die Steuergelder sollen einzig und alleine für den Erhalt künstlich geschaffener „Leuchturm-Unternehmen“ eingesetzt werden.</p></blockquote>
<p>Versteh ich das jetzt richtig? Leuchtturm-Unternehmen, die also mit gutem Beispiel vorangehen, sind böse, wenn sie durch Wirtschaftsförderung entstanden sind? Oder liest man das besser in Reihenfolge, so dass sich ergibt: Solarbranche=Geld woanders hin=Leuchtturm-Unternehmen=schlecht? Auch hier gilt natürlich, dass Leuchtturm-Unternehmen nicht mittselständig sind/sein können und das alles mit dauerhaften Arbeitsplätzen nichts zu tun hat.<br />
In der letzten Antwortmöglichkeit soll man sich dafür aussprechen, dass das Geld &#8211; also wahrscheinlich die Wirtschaftsförderung &#8211; welches größtenteils von den Klein- und Mittelständlern erwirtschaftet wird, auch doch bitte in diese zurückfließen soll. Wie? Keine Ahnung, wahrscheinlich mit einer &#8220;richtigen&#8221; Wirtschaftsförderung.</p>
<p>Allein durch die Formulierung schließt sich Antwort 2 ja schon fast aus, da wohl kaum jemand einer derart negativ formulierten Sichtweise zustimmen würde.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_0_3621" id="identifier_0_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Solche Umfragen sind ja immer etwas schwarz/wei&szlig;, aber nun ja nicht so deutlich.">1</a></sup></p>
<p>Bei der <strong>3. Frage</strong> kommen wir dann mal in die Kernbereiche national&#8221;demokratischer&#8221; Politik: Ausländer und so. Die Frage lautet:</p>
<blockquote><p>In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit noch deutlich weniger Asylanten als beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Soll Sachsen-Anhalt zum Einwanderungsland werden?</p></blockquote>
<p>2008 gab es in Sachsen-Anhalt so oder so den <a href="http://www.statistik-portal.de/statistik-portal/de_jb01_jahrtab2.asp" target="_blank">geringsten Ausländeranteil in der Bevölkerung</a>. 1,8%, das ist bundesdeutscher Niedrigstand. NRW hat einen der höchsten Stände in Deutschland, aber auch mal schlicht die meisten Einwohner. Was aber noch interessanter ist, ist die Verbindung zwischen &#8220;Asylanten&#8221; und &#8220;Einwanderungsland&#8221;. Nun ist Asyl etwas anderes als Einwanderung. Asyl bekommen, vor allem im allgemeinen Sprachgebrauch, nur die, die irgendwie geartet verfolgt werden. Hinzu kommt, dass das Asylrecht für politisch Verfolgte in Deutschland ein Grundrecht ist, das in Art. 16a Grundgesetz verankert ist. Für Details siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asylrecht_(Deutschland)" target="_blank">Wikipedia</a>. Einwanderer hingegen sind eine viel, viel größere Gruppe und bedürfen nicht des Status der (politischen) Verfolgung. Mal ganz davon abgesehen, dass Einwanderer noch ganz andere Rechte besitzen. Von Spätaussiedlern, über Studierende bis hin zu Asylanten, all das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung#Rechtlicher_Status_in_Deutschland" target="_blank">sind Einwanderer</a>, solange sie dauerhaft oder für eine längere Zeit nach Deutschland kommen. Aber man kann ja ein bisschen Stimmung machen, wenn man die Frage formuliert, Hauptsache der Döner an der Ecke schmeckt noch und man kann mal chinesisch essengehen.<br />
Die Antworten fallen entsprechend aus, nur die 2. Möglichkeit nimmt sich etwas aus.</p>
<blockquote><p>Nein, wir brauchen in Sachsen-Anhalt keine Verhältnisse wie in den „No-Go-Areas für Deutsche“, wie es sie beispielsweise in zahlreichen westdeutschen Städten gibt. Nur Touristen sollen hier bei uns willkommen sein.</p></blockquote>
<blockquote><p>Für Kriegsflüchtlinge und Verfolgte aus Diktaturen muss Platz und Geld da sein. Das zu gewährleisten ist unsere Humanitätspflicht.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ja, ich wünsche mir überfremdete Städte, und wenn Ausländer ganze Stadtviertel annektieren, dann freue ich mich auf die damit einhergehende kulturelle Bereicherung meines Lebens.</p></blockquote>
<p>Lassen wir die etwas alibimäßige Formulierung mit der Humanität, die sich als einzige eindeutig nur auf Asylanten beschränkt, mal außen vor, dann merkt man woher der Wind weht. Es wird von &#8220;No-Go-Areas für Deutsche&#8221; gesprochen, was natürlich eine sofortige &#8220;Natürlich will ich das nicht!&#8221;-Haltung hervorruft. No-Go-Areas sind nie schön, egal wer sich da nun nicht hintrauen kann. Ob es diese Gebiete nun wirklich und wahrhaftig gibt, das sei mal dahingestellt. Aber auch die 3. Antwort schürt gewisse Aversionen bzw. zeigt eine recht deutliche Formulierung. &#8220;Überfremdete Städte&#8221;, die auch noch &#8220;annektiert&#8221; wurden, gehen irgendwie nicht mit der &#8220;kulturellen Bereicherung&#8221; einher. Vor allem, wenn man sich die zumindest unterschwellig klare Bedeutung von &#8220;Annexion&#8221; mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annexion" target="_blank">deutlich in Erinnerung ruft</a>:</p>
<blockquote><p>Eine Annexion (von lat. annectere, „anknüpfen“, „anbinden“; auch als Annektierung bezeichnet) ist die einseitige rechtliche Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit. Die Annexion geht über die Okkupation (Besetzung) hinaus, da auf dem (ehemals) fremden Territorium die eigene Gebietshoheit de facto ausgeübt wird und das Gebiet de jure dem eigenen Staatsgebiet oder Kolonialreich einverleibt wird. Die Okkupation geht der Annexion meistens voraus.</p></blockquote>
<p>Laut der NPD gibt es also keine &#8220;kulturelle Breicherung&#8221; außerhalb einer Annexion. Es gibt nur &#8220;Überfremdung&#8221; und Fremdübernahme, drunter geht in Bezug auf Einwanderer mal gar nichts. Antwort 3 mag durch das Satzende besser klingen, aber aus jedem Buchstaben brüllt dem Leser das braune Gedankengut entgegen.</p>
<p><strong>Frage 4</strong> geht wieder in den etwas &#8220;ruhigeren&#8221;, aktuelleren Bereich: Umweltzonen. Man wird gefragt, ob man der Einführung von Umweltzonen in Sachsen-Anhalt zustimmt oder nicht. Hier sind allerdings wieder die Antworten interessant:</p>
<blockquote><p>Ja, Umweltzonen sind eine gute Sache. die davon ins Abseits gedrängten Unternehmen und Privatpersonen können sich ja neue Autos kaufen.</p></blockquote>
<p>Wer es also gut findet, der klickt gleichzeitig an, dass man doch irgendwie &#8211; Entschuldigung &#8211; ein Arschloch ist, frei nach dem Motto &#8220;Ganz oder gar nicht&#8221;. Während hier die Unternehmen nur kurz benannt werden, kommen diese bei Antwort zwei ganz groß raus.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_1_3621" id="identifier_1_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man erinnere sich an Frage 2.">2</a></sup></p>
<blockquote><p>Nein, hiermit wird insbesondere den kleineren Unternehmen ein weiterer Klotz ans Bein gebunden. Außerdem ist klar bewiesen, dass Umweltzonen nur eine Alibifunktion erfüllen und nicht zum Umweltschutz beitragen.</p></blockquote>
<p>Diese Antwort impliziert, für viele sicherlich nachvollziehbar, dass gerade kleine Unternehmen eh schon genug zu leiden haben &#8211; &#8220;weiterer Klotz am Bein&#8221; &#8211; und außerdem dem Umweltschutz damit gar nicht geholfen wird. Ich hab keine Ahnung, ob es schon entsprechende Erhebungen zur Wirksamkeit gibt, aber wenn endlich mal die alten Dreckschleudern verschwinden, nun, das kann nicht so schlecht sein.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_2_3621" id="identifier_2_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei Wiki ist die &amp;#8220;Kontra&amp;#8221;-Liste allerdings bedeutend l&auml;nger, als die &amp;#8220;Pro&amp;#8221;-Liste.">3</a></sup><br />
Da man aber Umfragen auch etwas weniger drastisch formulieren muss, gibt es noch Antwort 3, in der es schlicht heißt:</p>
<blockquote><p>Es sollte Ausnahmeregelungen geben.</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltzone#Ausnahmen" target="_blank">Gibt es doch sowieso schon</a>. Unter anderem gerade für Unternehmen.</p>
<p><strong>Frage 5:</strong> Viele Einwohner Sachsen-Anhalts pendeln zur Arbeit oder gehen sogar ganz. Ob das nun eine notwendige Folge der Globalisierung sei.</p>
<ul>
<li>Ja, regt euch nicht auf.</li>
<li>Finanzielle Entlastung der Pendler.</li>
<li>Sachsen-Anhalt sollte aufhören Milliarden in &#8220;sinnlose Projekte zu pumpen&#8221; und endlich vernünftig bezahlte Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt schaffen.</li>
</ul>
<p>Ich nehme mal an diese sinnlosen Projekte sind die aus Frage 2.</p>
<p><strong>Frage 6:</strong> Wie stehen Sie zum Euro?</p>
<ul>
<li>Hat viele Fehler, ist aber schon lange genug da. Behalten.</li>
<li>Euro ist toll und hilft Europa.</li>
<li>Ich will die DM zurück, Euro hat nur schlechtes gebracht.</li>
</ul>
<p>Hm, ja, nun. Nicht so interessant, obwohl ich mir die parteiinterne Begründung für die Wiederkehr der DM durchaus vorstellen kann.</p>
<p><strong>Frage 7</strong> fragt nun nach der Bewertung des Wegfalls der Grenzkontrollen nach Osteuropa.</p>
<blockquote><p>Es ist schön, man kann endlich jederzeit nach Polen, um Zigaretten zu kaufen, ohne kontrolliert zu werden.</p></blockquote>
<p>Antwort 1 ist also aus Sicht der &#8220;Deutschen&#8221; gegeben. Mich wundert so ein bisschen, dass sie nicht &#8220;Nutten&#8221; geschrieben haben oder sowas in der Richtung. Aber unabhängig von dem, was man denn nun kaufen kann, impliziert die Antwort schon, dass es keine guten Gründe aus Sicht der &#8220;Deutschen&#8221; zu geben scheint, eine Grenzöffnung zu befürworten. Das geht damit einher, dass die letzten beiden Antworten die Grenzöffnung durchgehend negativ konnotieren.</p>
<blockquote><p>Ich denke, daß der Wegfall der Grenzkontrollen zu mehr Kriminalität in Grenznähe geführt hat und die Bürger daher unsicherer leben. Ich würde die Wiedereinführung der Grenzkontrollen begrüßen.</p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p>Eine gewisse Gefährdung unserer inneren Sicherheit ist damit schon verbunden. Wir sollten mehr Polizei ins Grenzgebiet schicken.</p></blockquote>
<p>Es ist also scheinbar so, dass es außer Zigaretten nichts Gutes in Osteuropa gibt. Ich hätte ja wenigstens noch Wodka erwähnt, aber in der NPD wird wahrscheinlich nur Nordhäuser gesoffen.</p>
<p>Kommen wir zur <strong>achten Frage</strong>, wieder ein Leib- und Magenthema der NPD. Sexualstraftäter und ihre Bestrafung. Ob ich das für ausreichend halte? Ja, durchaus, aber diese Antwortmöglichkeit habe ich nur indirekt, nämlich bei Antwort zwei, die da heißt: &#8220;Ich denke, daß man versuchen sollte, sie zu therapieren.&#8221; Therapie kommt in den anderen Antworten gar nicht vor, stattdessen wird sich wieder in Extremen geübt. Antwort 1:</p>
<blockquote><p>Nein, ich denke für diese Art von Verbrechen müssen die Gesetze deutlich verschärft werden. Auch über die Wiedereinführung der Todesstrafe im Wiederholungsfall sollte nachgedacht werden.</p></blockquote>
<p>Antwort 2:</p>
<blockquote><p>Nein, die bestehenden Gesetze sind viel zu hart. Die Täter können oft nichts für ihre Neigungen.</p></blockquote>
<p>Triebtäter können allgemein wenig für ihre Neigungen, deswegen kann man Triebe auch höchstens durch Therapie unter Kontrolle bringen, nicht durch Strafen. Todesstrafe schaltet natürlich auch Triebe ab, aber mal eine andere Frage: Wie hieß nochmal der NPDler, bei dem man Kinderpornos gefunden hat? Ach, <a href="http://npd-blog.info/2010/08/26/neonazi-kinderporno/" target="_blank">der kam ja aus Sachsen</a>, nicht aus Anhalt.</p>
<p><strong>Frage 9</strong>: Ob man für den Anbau genetisch veränderter Lebensmittel ist.</p>
<ul>
<li>Nein.</li>
<li>Mal probieren.</li>
<li>Ja.</li>
</ul>
<p>Wahrscheinlich die ausgeglichenste Fragestellung dieser ganzen &#8220;Umfrage&#8221;.</p>
<p><strong>Frage 10</strong>: Entscheidungsmöglichkeiten des Volkes. Hier gehen die Antwortmöglichkeiten auch noch, wahrscheinlich weil man am Schluss etwas versöhnlicher sein wollte.</p>
<ul>
<li>Die Möglichkeit zur Volksbefragung sollte bestehen.</li>
<li>Ja, weil das Volk schließlich bezahlen muss.</li>
<li>Nein, Politiker wissen es besser als das Volk.</li>
</ul>
<p>Die letzte Antwort geht natürlich schon wieder in Richtung &#8220;böse (System-)Politiker&#8221;, aber nun. Und ab geht es zur Entscheidung. Segel ich auf einem Kurs mit der NPD?</p>
<p>Zu erstaunlichen 15% tue ich das scheinbar und das macht mich für die NPD sogar interessant.</p>
<blockquote><p>Sie befinden sich nicht auf dem rechten Kurs. Aber Ihr Interesse an unserer Seite zeigt, daß Sie bereit sind, sich mit unseren Argumenten und Positionen auseinanderzusetzen. Lesen Sie doch einfach mal unser Wahlprogramm. Vielleicht finden wir gemeinsame Wege, um unser Land durch stürmische See zu steuern.</p></blockquote>
<p>Danke, ich verzichte. Wirklich.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3621" class="footnote">Solche Umfragen sind ja immer etwas schwarz/weiß, aber nun ja nicht so deutlich.</li><li id="footnote_1_3621" class="footnote">Man erinnere sich an Frage 2.</li><li id="footnote_2_3621" class="footnote">Bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltzone#Kritik" target="_blank">Wiki</a> ist die &#8220;Kontra&#8221;-Liste allerdings bedeutend länger, als die &#8220;Pro&#8221;-Liste.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es steht in der Luft zwischen uns</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/02/21/es-steht-in-der-luft-zwischen-uns/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/02/21/es-steht-in-der-luft-zwischen-uns/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schrank and beyond]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schrank]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3610</guid>
		<description><![CDATA[Lange Zeit passte das Leben im Schrank. Irgendwas ist immer, aber als Schrankbewohner hat man sich eingerichtet. Die Schranktüren stehen Freunden immer offen, man trinkt Kaffee und pafft gemütlich eine. Aber irgendwas hat sich verändert, irgendwas ist anders geworden. Wenn ich mir meinen Schrank im Vergleich zu anderen so anschaue, dann haben alle eine gewisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Lange Zeit passte das Leben im Schrank. Irgendwas ist immer, aber als Schrankbewohner hat man sich eingerichtet. Die Schranktüren stehen Freunden immer offen, man trinkt Kaffee und pafft gemütlich eine. Aber irgendwas hat sich verändert, irgendwas ist anders geworden. Wenn ich mir meinen Schrank im Vergleich zu anderen so anschaue, dann haben alle eine gewisse Individualität. Wo bei mir das Rohr meines kleinen Reiseofens aus dem Schrank guckt, prangt bei manchen eine Klimaanlage. Wo mein Schrank viele versteckte Fensteröffnungen hat, so dass ich oft rausgucken kann, haben andere kleine, an Schießscharten erinnernde Öffnungen. Jeder Schrank hat außen andere Macken, andere Gebrauchsspuren usw. Auch innen sehen Schränke natürlich anders aus. Bei manchen wohnlich und gemütlich, bei anderen eher spartanisch und praktisch.</p>
<p><span id="more-3610"></span>Nun kommt es häufiger vor, dass Freunde ihre Schränke zusammenstellen und sich treffen. Mal sitzt man draußen, mal trifft man sich im eigenen oder in einem anderen Schrank. Nun sollte man meinen, dass jeder Interesse am Schrank des Anderen zeigt, dass man die individuellen Macken, die jeweilige Einrichtung, also den Schrank an sich dabei unangetastet lässt. Vor allem, weil ja jeder Schrank und auch jeder Schrankbewohner seine eigene Geschichte erzählen kann. Aber während die einen einen weltoffenen Schrank haben, scheint die Schießscharten-Mentalität der neueste Schrei zu sein. So ging es mir an meinem neuen Schrankstellplatz schon häufiger so, dass ich zwar jedes Details des anderen Schrankes mit größtmöglichem Interesse &#8211; mal mehr, mal gar nicht geheuchelt &#8211; wahrgenommen habe, wenn mir die jeweilige Geschichte erzählt worden ist. Mir wurde diese Ehre im Gegenzug aber eher weniger zuteil. Im Gegenteil, meistens wird nur meine Tapete wahrgenommen, nur die Oberfläche. Wie ich zu meinen Einrichtungsgegenständen gekommen bin, warum wo welche Macke ist, all das scheint nicht zu interessieren. So mancher Gast trägt außerdem jederzeit seine Lieblingsvase oder seinen Lieblingsläufer mit sich herum, drapiert ihn ungeniert in meinem Schrank und erzählt mir dann seine Geschichten. Manche verhängen meine Fenster mit ihren Vorhängen und meine Einrichtung droht manchmal unter all dem fremden Pomp zu verschwinden.</p>
<p>Schlimmer noch, ich gehe dazu über bei Besuchen möglichst wenig meiner Geschichten zu präsentieren, damit niemand meine abgegriffenen Bücher betrachten muss und sich meine Geschichten aus einem fernen Land, aus einer fernen Zeit anhören muss. Ich schaffe Stellflächen für Gastvasen, lege Staubtücher über meine Regale, bewahre die Gastvorhänge auf. Die Fenster werden in der Nacht geöffnet, abgelegene Stellplätze gesucht.</p>
<p>Doch in der Tasche habe ich immer ein Kleinod, etwas das mich an meine eigenen Geschichten erinnert, auch wenn sie keiner hören will.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/TrDGN-iU4dI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/02/21/es-steht-in-der-luft-zwischen-uns/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bilder und ihre Kontexte</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 23:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3586</guid>
		<description><![CDATA[Mit Bildern ist das immer so eine Sache. Bilder zeigen nur einen Augenblick, lassen nicht immer einen Rückschluss auf den Kontext zu und werden außerdem durch die Zeigesituation beeinflusst. Das Internet hat es nun möglich gemacht, dass eigentlich jeder auf eine nahezu unendliche Anzahl von Bildern zugreifen kann. Dadurch werden mitunter die selben Bilder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Mit Bildern ist das immer so eine Sache. Bilder zeigen nur einen Augenblick, lassen nicht immer einen Rückschluss auf den Kontext zu und werden außerdem durch die Zeigesituation beeinflusst. Das Internet hat es nun möglich gemacht, dass eigentlich jeder auf eine nahezu unendliche Anzahl von Bildern zugreifen kann. Dadurch werden mitunter die selben Bilder in völlig unterschiedlichen Artikeln benutzt oder aber Bilder werden einfach &#8220;geklaut&#8221;, d.h. von irgendeiner Internetseite runtergeladen und dann für die eigenen Inhalte genutzt. Bei manchen Bildern darf man das unter Umständen sogar, mit verschiedenen Einschränkungen/Optionen zum Beispiel bei allen Bildern, die unter Creative Commons veröffentlicht werden.  <span id="more-3586"></span>Andere Bilder hingegen werden von den Presseagenturen oder Journalisten/Fotografen verkauft. Diese Bilder einfach von den Käufern runterzuladen und selbst wieder zu veröffentlichen wird nun gar nicht gerne gesehen. Die etwas dreistere Version ist das so genannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hotlinking" target="_blank">Hotlinking</a>. Derjenige, der den Hotlink setzt hat den Inhalt, der eigentliche Seitenbetreiber dafür den Traffic und ggfs. die Kosten für den Einkauf der Medien.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_0_3586" id="identifier_0_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was man mit Youtube Videos macht ist auch Hotlinking, aber die wollen das.">1</a></sup> Durch einen Retweet bin ich beim <a href="http://blog.pantoffelpunk.de/" target="_blank">Pantoffelpunk</a> gelandet, der festgestellt hat, dass ein eher zweifelhafter<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_1_3586" id="identifier_1_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Wort &amp;#8220;National&amp;#8221; kommt recht h&auml;ufig vor, know what I mean?">2</a></sup> Blog eins der Bilder vom pantoffelpunk in einem seiner Artikel benutzt und zwar als Hotlink. <a href="http://blog.pantoffelpunk.de/zermatschtes/was-mir-heute-meinen-tag-versuesste" target="_blank">Daraufhin ersetzte er das entsprechende Bild, wodurch dann ja auch das Bild beim Hotlinker verändert wurde.</a> Bis jetzt (00:11 Uhr) ist es dem Blogbetreiber wohl auch noch nicht aufgefallen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_2_3586" id="identifier_2_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich verlink &amp;#8220;DE&amp;#8221; hier nun aber nicht, des muss ich mir nicht antun.">3</a></sup>  Neugierig geworden, hab ich mir den Blog mal angeguckt und dabei festgestellt, dass Hotlinking die Regel zu sein scheint. Nur sehr, sehr wenige Artikelbilder sind direkt auf den Blog-Webspace geladen<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_3_3586" id="identifier_3_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und auch die sind wohl eher einfach von irgendwo gespeichert, da keinerlei Quellenangaben gemacht werden.">4</a></sup> , die meisten werden direkt von anderen Seiten geladen. Bei ein paar Seiten<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_4_3586" id="identifier_4_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Beispiel bei den&nbsp;? Typen.">5</a></sup> denkt man sich: Gleich und Gleich gesellt sich gern, die wird das wohl eher weniger stören. Andere Seiten dürften oder sollten sich zumindest an dieser Art der Contenbeschaffung stören, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Der Länderspiegel von ZDF.de</li>
<li>Spiegel.de</li>
<li>Welt.de</li>
<li>Abendblatt.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_5_3586" id="identifier_5_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Abendblatt hat z.B. viele seiner Online-Inhalte kostenpflichtig gemacht. Aber es wird nicht verhindert, dass (wahrscheinliche) Agenturbilder einfach so f&uuml;r fremde Inhalte genutzt werden?">6</a></sup></li>
<li>N-TV.de</li>
<li>Schulministerium NRW</li>
<li>nachrichten.t-online.de</li>
<li>Bild.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_6_3586" id="identifier_6_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vor allem weil Springer ja ganz weit vorne ist, bei allen Diskussionen zur b&ouml;sen Kostenloskultur im Internet.">7</a></sup></li>
<li>Tagesspiegel.de</li>
<li>FAZ.net</li>
<li>Tagesschau.de</li>
<li>op-online.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_7_3586" id="identifier_7_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder S&ouml;ren Stache, dpa, der sogar noch in den EXIF-Daten angegeben ist.">8</a></sup></li>
<li>bundesregierung.de</li>
<li>badische-zeitung.de</li>
<li>merkur-online.de</li>
<li>Zeit.de</li>
<li>tz-online.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_8_3586" id="identifier_8_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder in diesem Fall Tobias Hase, dpa">9</a></sup></li>
<li>MI Brandenburg</li>
<li>Gewerkschaft der Polizei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_9_3586" id="identifier_9_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mein pers&ouml;nlicher Favorit! Oder es interessiert den Inhaber des Copyrights &amp;#8211; laut EXIF &amp;#8211; Foto Hagen Immel, Potsdam">10</a></sup></li>
<li>Academics.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_10_3586" id="identifier_10_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine Initiative von DIE ZEIT und Forschung &amp;amp; Lehre">11</a></sup></li>
<li>Bremerhaven.de<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_11_3586" id="identifier_11_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die bedienen sich aber auch echt &uuml;berall.">12</a></sup></li>
<li>Autonome Antifa Radeberg<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/#footnote_12_3586" id="identifier_12_3586" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie die das wohl finden zwischen Links zur NPD &amp;amp; Co. aufzutauchen?">13</a></sup></li>
<li>Die Grünen (Bundespartei)</li>
</ul>
<p>Gibt sicherlich noch mehr, aber mehr als 6 Seiten will ich jetzt gerade nicht durchsuchen. Bei sporadischen Stichproben habe ich keinerlei Quellenangaben zu den Bildern gefunden. Ein Impressum gibt es auch nicht so wirklich.</p>
<p>Was jetzt richtig lustig wäre: Wenn alle Bilder, also zumindest die, deren &#8220;Besitzer&#8221; nicht mit der Fremdverwertung einverstanden sind, durch das Bild vom pantoffelpunk ersetzt werden würden. Na, liebe Welt, Zeit, Tagesschau, wie wär&#8217;s?</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3586" class="footnote">Was man mit Youtube Videos macht ist auch Hotlinking, aber die wollen das.</li><li id="footnote_1_3586" class="footnote">Das Wort &#8220;National&#8221; kommt recht häufig vor, know what I mean?</li><li id="footnote_2_3586" class="footnote">Ich verlink &#8220;DE&#8221; hier nun aber nicht, des muss ich mir nicht antun.</li><li id="footnote_3_3586" class="footnote">Und auch die sind wohl eher einfach von irgendwo gespeichert, da keinerlei Quellenangaben gemacht werden.</li><li id="footnote_4_3586" class="footnote">Zum Beispiel bei den ? Typen.</li><li id="footnote_5_3586" class="footnote">Das Abendblatt hat z.B. viele seiner Online-Inhalte kostenpflichtig gemacht. Aber es wird nicht verhindert, dass (wahrscheinliche) Agenturbilder einfach so für fremde Inhalte genutzt werden?</li><li id="footnote_6_3586" class="footnote">Vor allem weil Springer ja ganz weit vorne ist, bei allen Diskussionen zur bösen Kostenloskultur im Internet.</li><li id="footnote_7_3586" class="footnote">Oder Sören Stache, dpa, der sogar noch in den EXIF-Daten angegeben ist.</li><li id="footnote_8_3586" class="footnote">Oder in diesem Fall Tobias Hase, dpa</li><li id="footnote_9_3586" class="footnote">Mein persönlicher Favorit! Oder es interessiert den Inhaber des Copyrights &#8211; laut EXIF &#8211; Foto Hagen Immel, Potsdam</li><li id="footnote_10_3586" class="footnote">Eine Initiative von DIE ZEIT und Forschung &amp; Lehre</li><li id="footnote_11_3586" class="footnote">Die bedienen sich aber auch echt überall.</li><li id="footnote_12_3586" class="footnote">Wie die das wohl finden zwischen Links zur NPD &amp; Co. aufzutauchen?</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/01/22/bilder-und-ihre-kontexte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Augen auf!</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 20:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3488</guid>
		<description><![CDATA[Unser Innenminister Thomas de Maizière hat uns gewarnt. Deutschland stehen Anschläge bevor. Wann und wie genau, das kann nicht so genau gesagt werden. Panisch sollen wir auch nicht werden, wir sollen nur ein bisschen besser auf unsere Umgebung achten. Wie genau wir das tun sollen und auf was wir achten sollen? Das weiß keiner so genau, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Unser Innenminister Thomas de Maizière hat uns gewarnt. Deutschland stehen Anschläge bevor. Wann und wie genau, das kann nicht so genau gesagt werden. Panisch sollen wir auch nicht werden, wir sollen nur ein bisschen besser auf unsere Umgebung achten. Wie genau wir das tun sollen und auf was wir achten sollen? Das weiß keiner so genau, aber es gibt da verschiedene Ansätze. Berlins Innensenator Körting empfiehlt uns:<br />
<span id="more-3488"></span></p>
<blockquote><p>„Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.“</p></blockquote>
<p>Er <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article11050786/Koerting-bedauert-diskriminierende-Terror-Aeusserungen.html" target="_blank">bedauert die Äußerung</a> zwar mittlerweile, aber andere Vertreter der SPD und anderer Parteien haben mit ihren eigenen Interpretationen nachgelegt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mSaNMDLrd04?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/mSaNMDLrd04?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Nichts gegen Ausländer&#8221;, ja ne, ist klar. Extra3 ist aber so nett und zeigt auch gleich mal, nach welchem Feindbild wir hier eigentlich Ausschau halten.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XXn11XBPOCE?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/XXn11XBPOCE?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Potenzielle Terroristen haben es in Berlin echt nicht leicht, wenn sie das falsche Outfit haben.&#8221; Dann können wir ja wirklich, wirklich nur hoffen, dass die Terroristen immer nur das richtige Outfit tragen.<br />
Passend dazu stümpert Kristina Schröder munter weiter durch ihr Ministerium. Deutschenfeindlichkeit, Machogehabe, böse Religiösität. All das wirft sie zusammen, wenn Deutschlands engagierteste Kämpferin gegen Islamismus und Linksextremismus über eine neue, von ihr in Auftrag gebene Studie redet. <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/familienministerin-zu-jungen-muslimen-muslimisch-macho-gewaltbereit-1.1028613" target="_blank">Dann heißt es u.a.:</a></p>
<blockquote><p>Schröders Ministerium hatte Studien zu den Rollenbildern junger Muslime in Auftrag gegeben. Die Ergenisse werden an diesem Freitag in Berlin vorgestellt. Demnach gebe es &#8220;einen Zusammenhang zwischen Religiosität, Machonormen und Gewaltgeneigtheit&#8221;. Religion sei Teil der Kultur, und Kultur präge Verhalten, so die CDU-Politikerin.</p></blockquote>
<p>Diesen Zusammenhang gibt es tatsächlich, <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wie-geht-es-uns-herr-kueppersbusch-1290601bf4/" target="_blank">wie schon Küppersbusch bei der taz feststellt</a>:</p>
<blockquote><p>Schröder hat zuvor bereits eine Studie des Kriminologen Pfeiffer gegen dessen expliziten Widerstand so krummgedengelt, dass sie irgendwie zu ihren Thesen passt. Einen Zusammenhang zwischen Machogehabe, Gewaltneigung und Religiosität nennt man in Bayern Oktoberfest oder CSU, je nachdem.</p></blockquote>
<p>Manchmal will man nicht mehr an Zufälle glauben, wenn man sich die Ereignisse in der Rückschau ansieht. Sarrazin, Schröder, de Maizière, Schröder. Wir schaffen uns unsere Feindbilder, aber nicht mehr so offensichtlich wie es früher vielleicht mal der Fall war, sondern nett durchs Hinterstübchen. Wer dabei vor allem ins Fadenkreuz der Aufmerksamkeit gerät, dürfte klar sein: Unschuldige Ausländer und Migranten. Terroristen lieben den Untergrund und machen wir uns nichts vor. Nur weil die Sauerlandgruppe vorher enttarnt wurde, bedeutet dies nicht, dass das Spiel mit allen (mutmaßlichen) Terroristen so einfach ist. Die Mechanik dabei ist verblüffend: Keiner sagt Muslime<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/#footnote_0_3488" id="identifier_0_3488" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="K&ouml;rting sagt nur arabisch sprechende Menschen.">1</a></sup> , aber sie sind schon gemeint, oder? Wer denn auch sonst? Die Terroristen des 11. September waren Muslime, ständig drohen irgendwelche Islamisten mit irgendwas und sehen dabei immer so schön klischeehaft aus.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/#footnote_1_3488" id="identifier_1_3488" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sofern man von ihren Gesichtern &uuml;berhaupt irgendwas sieht.">2</a></sup> Die &#8220;Westler&#8221; haben damit ein schönen Aufhänger für Assoziationen und Ängste. Ungeachtet der Tatsache, dass der Islam eine Glaubensrichtung ist und somit eigentlich überhaupt nicht an Äußerlichkeiten festzumachen ist. Außerdem: Die Chance durch einen Terroranschlag ums Leben zu kommen ist verschwindend gering. Die Gefahr in einen großen Unfall verwickelt zu werden dürfte größer sein und dennoch: Wir kultivieren unsere vagen Ängste bzw. hindern niemanden daran dies für uns zu tun. </p>
<p>Man könnte jetzt natürlich durch die weihnachtlichen Kaufhäuser ziehen und jeden Weihnachtsmann<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/#footnote_2_3488" id="identifier_2_3488" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gro&szlig;e Tasche mit unbekanntem Inhalt, eine Art Schlagstock, langer Bart, eindeutig religi&ouml;s motiviert. Je nachdem wie betrunken der Weihnachtsmann ist, versteht man auch nicht, was er so sagt.">3</a></sup> bei der Polizei anzeigen. Wenn ich das auf dem Weihnachtsmarkt tue, mit Verweis auf die Äußerungen der weiter oben dargestellten/zitierten Politiker, wer muss dann wohl die Rechnung für den Polizeieinsatz oder den Notrufmissbrauch zahlen?</p>
<p>Auch aktuell ganz verdächtig: Bei Schneefall laufen draußen mitten in der Nacht vermummte Gestalten durch die Gegend, die irgendein komisches Zeug auf die Wege streuen. Sehr, sehr verdächtig, wenn ihr mich fragt. Zur Sicherheit sofort die Polizei anrufen, aber auf keinen Fall eigenständig festsetzen! Es ist zu erwarten, dass solche Verrückten, die bei dem Wetter nachts auf die Straße gehen auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken.</p>
<p>Weitere verdächtige Personen(kreise) bitte umgehend an die örtlichen Behörden melden.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3488" class="footnote">Körting sagt nur arabisch sprechende Menschen.</li><li id="footnote_1_3488" class="footnote">Sofern man von ihren Gesichtern überhaupt irgendwas sieht.</li><li id="footnote_2_3488" class="footnote">Große Tasche mit unbekanntem Inhalt, eine Art Schlagstock, langer Bart, eindeutig religiös motiviert. Je nachdem wie betrunken der Weihnachtsmann ist, versteht man auch nicht, was er so sagt.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2010/12/01/augen-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich möchte mit Ihnen über einen Vermittlungsvorschlag sprechen.&#8221;</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 11:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3417</guid>
		<description><![CDATA[Am 29. September bekam ich einen Brief von der ARGE Aurich. Der Betreff, schön fettgedruckt, war: 1. Einladung. Nach der Anrede ging der Brief dann so weiter: bitte kommen Sie am 07.10.2010 um 10:00 Uhr in die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales Aurich, D 26603 Aurich, Fischteichweg 7-13, Raum 3.062. Ich möchte mit Ihnen über einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Am 29. September bekam ich einen Brief von der ARGE Aurich. Der Betreff, schön fettgedruckt, war: 1. Einladung. Nach der Anrede ging der Brief dann so weiter:</p>
<blockquote><p>bitte kommen Sie am 07.10.2010 um 10:00 Uhr in die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales Aurich, D 26603 Aurich, Fischteichweg 7-13, Raum 3.062.</p>
<p>Ich möchte mit Ihnen über einen Vermittlungsvorschlag sprechen.</p>
<p>Es werden Ihnen verschiedene Stellenangebote vorgestellt.</p></blockquote>
<p>Danach kamen dann die üblichen Rechtsbelehre, was bei Nichterscheinen passieren könnte usw. Was erwartet man das als Normalbürger, wenn man dahin geht?</p>
<p><span id="more-3417"></span>Wahrscheinlich ein Einzelgespräch mit Stellenangeboten, die zumindest entfernt etwas mit den eigenen Qualifikationen zu tun haben. Hätte ich mir, da ich schon zweimal bei der ARGE war, diesen gesunden Menschenverstand schon abgewöhnen sollen? Mich erwartete im Raum 3.062 jedenfalls kein Einzelgespräch, sondern eine Gruppenveranstaltung. So ungefähr 15 Personen saßen in diesem Raum, teilweise genauso verwirrt wie ich, und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Vorne waren drei Personen mit Namensschildchen<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/#footnote_0_3417" id="identifier_0_3417" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Einer davon verschwand irgendwann wieder, ohne sich vorgestellt oder irgendwas gesagt zu haben.">1</a></sup> und erklärten dann, was das für eine Veranstaltung sei. Kurz gefasst: ein bisschen Werbung für die ach so tollen Zeitarbeitsfirmen in der Region (so ungefähr 60, wenn ich das richtig verstanden habe) und die in der Einladung angekündigten &#8220;verschiedene[n] Stellenangebote&#8221;. Dann wurden alle zu diesem Termin eingeladenen Menschen fein säuberlich namentlich aufgerufen und bei Anwesenheit auf der Anwesenheitsliste abgehakt. Ich steh ja darauf neue Namen zu lernen, leider hab ich mir den Namen der niedlichen Blonden hinten links nicht gemerkt. Schande auch, da bekommt man mal Namen und dazugehörende Personen auf dem Silbertablett präsentiert und dann sowas. Nach dieser Anwesenheitskontrolle wurde nochmal im Detail Werbung für die Zeitarbeitsfirmen und ihre tollen Verträge und Erfolgsquoten gemacht, bis uns einer der beiden Mitarbeiter einen Bewerbungsbogen ausgab. Laut PowerPoint sollte das zwar erst nach den Stellenangeboten passieren, aber sorum war es doch irgendwie sinnvoller.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/#footnote_1_3417" id="identifier_1_3417" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei &amp;#8220;sinnvoll&amp;#8221; bei dieser Veranstaltung sehr, sehr relativ zu sehen ist.">2</a></sup> Auf diesem Bewerbungsbogen durfte man dann wieder das übliche angeben: Name, Anschrift, Kontaktierungsmöglichkeiten, Abschluss und in welchem Bereich man denn arbeiten möchte. An der Stelle habe ich dann mal ein neues Feld dazugemalt, denn so wirklich was für meinen Bereich war nicht dabei. Dann mal wieder angeben welche Qualifikationen man denn so hat und, ganz wichtig: ganz unten ankreuzen, dass meine Daten doch nicht pauschal an Dritte weitergegeben werden dürfen. Während des Ausfüllens ging dann noch ein Zettel mit 30 Stellenangeboten rum. Diese Liste wurde dann durchgegangen: Kurzbeschreibung was genau es ist, dann die Frage &#8220;Interessiert sich jemand dafür?&#8221;, wenn nicht weiter zum nächsten Angebot. Erstaunlicherweise interessierte sich kaum jemand für die Stellenangebote. Faules, asoziales, arbeitsloses Pack halt. Oder vielleicht lag es auch einfach daran, dass die Stellenangebote nicht auf die Qualifikationen der Eingeladenen abgestimmt waren. Ist halt schlecht, wenn Köche, Fleischer o.ä. gesucht werden, aber kein ausgebildeter Koch oder Fleischer da ist. Die Herren Arbeitsvermittler sind ja aber nicht doof, Produktionshelfer wurden auch ganz, ganz viele gesucht. Wer da noch etwas in seinem angestammten Bereich für den er ausgebildet ist sucht, der weiß es wahrscheinlich nicht besser.</p>
<p>Interessant waren aber so die Informationen, die man zwischendurch so erhalten hat. Die Einladung zu diesem &#8220;Vermittlungsgespräch&#8221; haben wohl so ca. 300 Leute bekommen, die sich an verschiedenen Terminen zur ARGE begeben dürfen, um sich an dieser Veranstaltung zu beteiligen. Die Einladung hat &#8211; bei mir &#8211; zwei Seiten. 600 Seiten wurden also gedruckt, eingetütet und verschickt. In der Veranstaltung selbst gab es nochmal zwei Zettel. So ein Aufwand für ein &#8220;vielleicht ist ja jemand dabei, der sich dafür interessiert&#8221;? Mag ja klappen, aber man fragt sich dennoch unwillkürlich: Warum gebe ich alle naselang meine Qualifikationen an? Damit ich zu sehr allgemein gehaltenen Veranstaltungen gehen darf, nur um erneut meine Qualifikationen anzugeben<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/#footnote_2_3417" id="identifier_2_3417" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Zettel sehen wenigstens jedes Mal anders aus, so ist es ja nun nicht.">3</a></sup> und festzustellen, dass ich nahezu vollkommen aus dem &#8220;Beuteschema&#8221; der ARGE herausfalle? Ich fühle wirklich mit denen, die das schon länger über sich ergehen lassen müssen.</p>
<p>Eine weitere interessante Information war übrigens, dass es eine Firma hier in Aurich gibt, die ihre Einstellungen wohl komplett über die ARGE macht. An sich ja sehr vernünftig, bloß wenn der Herr Mitarbeiter dann sinngemäß Sachen sagt wie: Initiativbewerbungen oder allgemein Bewerbungen, die nicht über die ARGE laufen, haben bei der Firma eigentlich keine Chance und es gäbe sogar einen Mitarbeiter bei der ARGE, der sich fast ausschließlich um genau diese Firma kümmert, dann wandern zumindest bei mir die Augenbrauen nach oben. Die haben also dort eine Personalchefin, die die Vorauswahl von der ARGE erledigen lässt? Für sowas wie &#8220;Produktionshelfer&#8221;? Scheisse, so einen Job hätte ich auch gerne, wirklich. Sowieso ist es ein schöner Schachzug, dass man sich auf die entsprechenden Stellen nicht direkt bewerben konnte, sondern nur auf seinem Bewerbungsbogen die entsprechende Nummer angegeben hat und die ARGE macht dann irgendwie den Rest.</p>
<p>Abschließend mal ein paar kleine Tipps zur Arbeitsoptimierung:</p>
<ul>
<li>Ladet gezielt ein! Jeder, der sich arbeitslos meldet, muss so viele Daten speziell über seine Qualifikationen angeben. Nutzt die Datensätze und erspart einem die ewige Sitzerei. Oder gebt wenigstens Kaffee aus.</li>
<li>Ladet gezielt ein!</li>
<li>Fragt nicht immer das Gleiche ab!</li>
<li>Ladet gezielt ein! Auch meinetwegen zu solchen Massenveranstaltungen.</li>
<li>Fragt mal was anderes!</li>
<li>Nutzt die verdammten Datensätze!</li>
<li>Schreibt in die Einladung, was einen erwartet, dann wage ich wenigstens nicht mehr zu hoffen, dass ihr etwas für jemanden mit einem 1. Staatsexamen Lehramt haben könntet.</li>
<li>Plaudert weiter aus dem Nähkästchen, mich interessiert sowas immer.</li>
<li>Ladet gezielt ein, verdammich!</li>
</ul>
<p>Schönen Tag noch.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3417" class="footnote">Einer davon verschwand irgendwann wieder, ohne sich vorgestellt oder irgendwas gesagt zu haben.</li><li id="footnote_1_3417" class="footnote">Wobei &#8220;sinnvoll&#8221; bei dieser Veranstaltung sehr, sehr relativ zu sehen ist.</li><li id="footnote_2_3417" class="footnote">Die Zettel sehen wenigstens jedes Mal anders aus, so ist es ja nun nicht.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2010/10/07/ich-mochte-mit-ihnen-uber-einen-vermittlungsvorschlag-sprechen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Shoppingguide für Bürger</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/10/05/shoppingguide-fur-burger/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2010/10/05/shoppingguide-fur-burger/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 07:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3413</guid>
		<description><![CDATA[Anbetracht der jüngsten Entwicklungen kommt nun endlich1 der Shoppingguide für den bewussten Bürger von heute. Waren früher noch Trillerpfeifen und liebevoll gestaltete Plakate und Transparente das must-have der Saison, liegt der Fokus heute eher auf den persönlichen Accesoires. Ohne Ellenbogen- und Knieschützer aus Spezialschaum sollte heute keiner mehr zum gemütlichen Sit-In in den Park gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Anbetracht der jüngsten Entwicklungen kommt nun endlich<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/10/05/shoppingguide-fur-burger/#footnote_0_3413" id="identifier_0_3413" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Fr&uuml;her ging nicht, weil fehlendes Internet.">1</a></sup> der Shoppingguide für den bewussten Bürger von heute. Waren früher noch Trillerpfeifen und liebevoll gestaltete Plakate und Transparente das must-have der Saison, liegt der Fokus heute eher auf den persönlichen Accesoires. Ohne <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/27683x-ellenbogenschuetzer-aus-spezialschaum.php" target="_blank">Ellenbogen</a>- und <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/27693x-knieschuetzer-aus-spezialschaum.php" target="_blank">Knieschützer aus Spezialschaum</a> sollte heute keiner mehr zum gemütlichen Sit-In in den Park gehen. Aufgrund der hohen Nachfrage wird es auch demnächst Versionen speziell für Kinder und Rentner geben. Letztere auch integriert in Stützstrümpfe o.ä., für den besonderen Tragekomfort. Fragen sie einfach nach den Spezialmodellen bei ihrem örtlichen <span style="text-decoration: line-through;">Waffenhändler</span> Modehändler. Für die Aktivsportler und Beweugungsfanatiker, die nicht nur im Park sitzen wollen, sondern auch ein bisschen hin und herlaufen wollen, empfehlen sich kombinierte Modelle, speziell für den <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/320-610-schienbein--und-knieschuetzer-usk.php" target="_blank">Beinbereich</a>. Familienplanung noch nicht abgeschlossen? <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/320-620-herrentiefschutz-inkl-pantalbecher.php" target="_blank">Auch kein Problem</a>!</p>
<p><span id="more-3413"></span>Natürlich gibt es auch die unter uns, die gerne mit anderen herumtollen oder andere davon abhalten wollen andere grob zu behandeln. Auch auf die Bedürfnisse dieser Gruppe hat die Branche  reagiert. Formschöne <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/9-stab-stichschutzweste-protector-stab.php" target="_blank">Westen</a> in <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/9-stab210-stichschutzweste-cpe-210.php" target="_blank">verschiedenen</a> <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/cpe-schutzanzug-torso.php" target="_blank">Ausführungen</a>, <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/320633-oberschenkel--tiefschutzhose.php" target="_blank">Hüft- und Tiefschutz</a> für die <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/35etp200-oberschenkel--hueft--tiefschutz.php" target="_blank">verschiedensten Situationen</a>, all das stellt der gut sortierte Fachhandel für den nachmittäglichen Park- oder Stadtspaziergang zur Verfügung. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit alles passend zusammenzustellen. <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/schienbeinschutz---knieschutz.php" target="_blank">Bein</a>-, <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/cpe-schutzanzug-torso.php" target="_blank">Torso</a>-, <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/cpe-unterarm----ellenbogenschutz.php" target="_blank">Arm</a>- und <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/selbstschutz-schutzausruestung/cpe-pantalschutz.php" target="_blank">Pantalschützer</a>.</p>
<p>Leider hat die Industrie noch nicht auf die verschiedenen Farbwünsche der Bevölkerung reagiert. Schwarz und oliv dominieren die Auswahl in diesem Herbst. Wer es doch etwas bunter haben will, der muss entweder selbst anmalen<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/10/05/shoppingguide-fur-burger/#footnote_1_3413" id="identifier_1_3413" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dann ist die Plakatfarbe wenigstens noch zu etwas n&uuml;tze.">2</a></sup> oder aber er vereint Kreativität mit Notwendigkeit und Übung. In vielen Städten gibt es mittlerweile Paintball-Anlagen. Einfach die neuerworbenen Modeschätze anziehen und einen Tag Paintball spielen, je nach Bedarf mit nur einer Farbe in den gegnerischen Waffen oder einem fröhlichen Farbmix. Neben der farblichen Gestaltung übt man sich auch gleich etwas in &#8220;urban warfare&#8221;, eine Fähigkeit, der jeder vernünftige Bürger in Deutschland haben sollte.</p>
<p>Ein kleiner Hinweis noch: Selbst wenn man keine Lust auf das volle Programm hat. Manchmal kommen professionelle Parkgänger, die auch noch große Autos mit viel Wasser und Tränengas bzw. Pfefferspray haben. Manchmal verstehen diese Leute nicht, dass man einfach nur sitzen und nicht mit ihnen spielen will. Bevor man dann Verletzungen durch Wasser oder Reizgas davonträgt: <a href="http://www.polizeiladen.de/polizei--security/brillen-schie--u-sportbrillen/pe-intb-pezt-intruder-taktische-brille.php" target="_blank">Schutzbrille auf</a>! Helme und Schilde gibt es übrigens auch.</p>
<p>Wenn Sie also mal wieder einen Parkspaziergang in Deutschlands schönen Städten planen, denken Sie daran: Auch in der Freizeit steht Sicherheit an erster Stelle. Man weiß nie, mit wem man es zu tun bekommt. Man geht, um ein paar alte Bäume zu knuddeln und kommt auf einer Trage zurück. Seien Sie vorbereitet!</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3413" class="footnote">Früher ging nicht, weil fehlendes Internet.</li><li id="footnote_1_3413" class="footnote">Dann ist die Plakatfarbe wenigstens noch zu etwas nütze.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2010/10/05/shoppingguide-fur-burger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wo soll man anfangen?</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 08:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3408</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Blogge doch mal wieder!&#8221;, &#8220;Erlebst du nichts?&#8221;, das sind so die Fragen oder Ausrufe, die mir gegenüber in letzter Zeit häufiger getätigt werden. Ich denke mir bei diesen Gelegenheiten immer: Wo soll ich denn anfangen? In meinen Entwürfen liegen ein paar lustige Artikel und ein paar Lückenfüller. Lustig erscheint mir aber gerade zu unpassend und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>&#8220;Blogge doch mal wieder!&#8221;, &#8220;Erlebst du nichts?&#8221;, das sind so die Fragen oder Ausrufe, die mir gegenüber in letzter Zeit häufiger getätigt werden. Ich denke mir bei diesen Gelegenheiten immer: Wo soll ich denn anfangen? In meinen Entwürfen liegen ein paar lustige Artikel und ein paar Lückenfüller. Lustig erscheint mir aber gerade zu unpassend und Lückenfüller zu unbedeutend. Es gäbe genug, über das ich hier gerne berichten würde oder berichtet hätte. Meine Meinung zu Sarrazin<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/#footnote_0_3408" id="identifier_0_3408" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der ist auch schon fast wieder vergessen, oder?">1</a></sup>, meine Meinung zu dem, was unsere Regierung als &#8220;sozial&#8221; ansieht<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/#footnote_1_3408" id="identifier_1_3408" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weswegen Sarrazin wohl schnell vergessen wird.">2</a></sup> oder aber die Ignoranz, die einem so täglich in der einen oder anderen Form begegnet. Die Leitartikel vieler Tages- und Wochenzeitungen lassen mich frösteln, die häufige Abwesenheit von Nachrichten in den sogenannten Leitmedien andererseits lässt mich bald erfrieren. Ein bisschen resigniert man schon, wenn vom &#8220;<a href="http://www.cducsu.de/Titel__herbst_der_entscheidungen/TabID__1/SubTabID__5/InhaltTypID__4/InhaltID__16524/Inhalte.aspx" target="_blank">Herbst der Entscheidungen</a>&#8221; die Rede ist.</p>
<blockquote><p>„Es geht in dieser globalisierten Zeit darum, die Wirtschaft voranzubringen“, sagte Fraktionsvorsitzender Volker Kauder. Deutschland stehe in einem Wettbewerb, in dem uns nichts geschenkt werde. „Die Auseinandersetzung in der Globalisierung kennt keine Pause“, betonte Kauder. Die soziale Sicherheit unseres Landes müsse erwirtschaftet werden.“Die wird einem nicht geschenkt.“</p></blockquote>
<p>Angesichts dieser deutlichen Worte muss man doch wirklich froh sein, wenn die soziale Sicherung in Form von ALG II um satte 5€ angehoben wird und endlich dafür gesorgt wird, dass die dummen Arbeitslosen kein Geld mehr für Zigaretten und Alkohol haben. Der Winkelzug dürfte seine Wirkung nicht verfehlen und der Regierung bleibt eine wirkliche Reformation erspart. Wir machen es uns leicht, wenn wir auf Arbeitslose einprügeln und uns dabei jegliche Debatte über Armut und ihre verschiedenen Formen ersparen. Fast schon genial erscheint dabei das Zusammenspiel zwischen dieser Entwicklung und der Änderung des <a href="http://www.tagesschau.de/inland/rundfunkaenderungsstaatsvertrag108.html" target="_blank">Rundfunkänderungsstaatsvertrages</a>. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender werden beschnitten. Ein Vergleich zwischen Debatten und Hintergründen wird also fast unmöglich, sofern man nicht private Sender hinzuzieht. Was mag man von einem Staat halten, der es zulässt, dass solche Archive gelöscht werden müssen?</p>
<blockquote><p>„Es geht in dieser globalisierten Zeit darum, die Wirtschaft voranzubringen“, sagte Fraktionsvorsitzender Volker Kauder.</p></blockquote>
<p>Unter Informationsfreiheit stelle ich mir etwas anderes vor. Einen kleinen Lichtblick &#8220;zivilen Ungehorsams&#8221; stellt <a href="http://www.depub.org/" target="_blank">depub.org</a> mit ihrem <a href="http://www.depub.org/tagesschau/" target="_blank">Tagesschau-Archiv</a> dar. Ständig hört man Flüche über die GEZ, weil man ja nicht für Soaps oder Filme bezahlen möchte. Geflucht über das Verschwinden von Wissen wird allerdings nicht.</p>
<blockquote><p>Ja, der Hauswart kratzt mit Bürste,<br />
Eifer, Fleiß und Terpentin<br />
Fluchend an der Hauswand an der kühnsten aller Utopien,<br />
Nur mein Pulsschlag pocht noch immer<br />
das Graffiti, das da stand:</p>
<p>Vernunft breitet sich aus über<br />
die Bundesrepublik Deutschland!</p></blockquote>
<p>Das singt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hS_QFJtg1Kc" target="_blank">Reinhard Mey</a> und wie so häufig ist auch heute die Musik mal wieder ein Anker, den ich nicht missen möchte. Was ich nicht ausdrücken kann, das haben garantiert Mey, Wader, Rether oder Kling für mich ausgedrückt. Manchmal versteckt sich so ein Lichtblick aber auch in Alltagsbegegnungen. Wenn ein Mann die Straße entlang läuft und laut fröhlich in einer anderen Sprache<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/#footnote_2_3408" id="identifier_2_3408" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="K&ouml;nnte t&uuml;rkisch gewesen sein.">3</a></sup> in sein Handy singt. Sowas gefällt.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3408" class="footnote">Der ist auch schon fast wieder vergessen, oder?</li><li id="footnote_1_3408" class="footnote">Weswegen Sarrazin wohl schnell vergessen wird.</li><li id="footnote_2_3408" class="footnote">Könnte türkisch gewesen sein.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2010/09/29/wo-soll-man-anfangen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

