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	<title>Edition Flint &#187; Dozenten</title>
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	<description>&#62;Geschichten eines Steines&#60;</description>
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		<title>Das Problem mit dem eigenen Tellerrand</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 12:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit stolpere ich ständig über Informationen, die mir vor Augen führen, wie sehr man sich doch in seiner eigenen Sozialisierung bewegt. Über die beiden jüngsten Beispiele will ich jetzt kurz was sagen. Da wäre zum Einen das Blog niemehrschule, in dem Teacher die Frage nach der Pubertät stellt. Durch Zufall ergab sich beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>In letzter Zeit stolpere ich ständig über Informationen, die mir vor Augen führen, wie sehr man sich doch in seiner eigenen Sozialisierung bewegt. Über die beiden jüngsten Beispiele will ich jetzt kurz was sagen. Da wäre zum Einen das Blog niemehrschule, in dem Teacher die <a href="http://teacher.twoday.net/stories/5728456/" target="_blank">Frage nach der Pubertät stellt</a>. Durch Zufall ergab sich beim Teacher, dass die Pubertät in Österreich und Deutschland zwar gerne als Generalentschuldigung benutzt wird, dies aber zum Beispiel in Frankreich nicht der Fall zu sein scheint. Hatte ich mir vorher nie Gedanken drüber gemacht, so sehr bin ich in diesem &#8220;Daran ist die Pubertät Schuld&#8221;-Denken drin.<sup>1</sup></p>
<p>Ein anderes Beispiel gab es letzten Freitag in einem Pädagogikseminar. Das Seminar befasst sich mit historischen und aktuellen Problemen des deutschen Bildungssystems. Viele Referate, gegliedert nach Bundesländern. Die bisherigen Referate beschränkten sich zwar leider darauf aufzuzeigen, wie das Schulsystem im jeweiligen Bundesland aussieht, aber auch dabei kann man was lernen. Bisher war mir bewusst, dass in Deutschland das dreigliederige Schulsystem vertreten wird, die einzelnen Schulen in verschiedenen Bundesländern aber immer etwas anders heißen und dass es verschiedene Übergangsformen zwischen den Schulen und unterschiedliche Verweildauern auf bestimmten Schulen gibt. Was mir aber nicht bewusst war, war die Sache mit der Hauptschule.<br />
Ich selbst komme aus Niedersachsen und studiere in Sachsen-Anhalt. Beiden Bundesländern ist gemein, dass die Hauptschule einen extrem schlechten Ruf genießt. Wer die Hauptschule besucht/nur einen Hauptschulabschluss besitzt, der kann sich eigentlich von einer Zukunft verabschieden und sollte schonmal das Ausfüllen des Hartz-IV-Antrages üben.<sup>2</sup> Am Freitag war nun das Schulsystem in Bayern dran und der Dozent meinte, dass dieser Ruf in Bayern eben nicht zutreffe.<sup>3</sup> Dort sei die Hauptschule zwar auch der &#8220;niedrigste&#8221; Schulabschluss, aber das Ansehen in der Wirtschaft sei nicht so schlecht. Um ehrlich zu sein: Mir kam dieser Gedanke bisher gar nicht. Frei nach dem Motto: Die Hauptschule hat in Niedersachsen einen schlechten Ruf, also hat sie ihn gefälligst auch in den anderen Bundesländern zu haben! Diesen Eindruck vermitteln ja auch die Medien ganz gerne. Vielleicht können ja mal Vertreter aus verschiedenen Bundesländern sagen, wie sie die Sache sehen. Zumindest eine Einschätzung von Bayern würde mich auf jeden Fall interessieren.<sup>4</sup></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2224" class="footnote">Und selbst ich habe Klassen/Schüler von mir schon &#8220;achselzuckend&#8221; als pubertierend bezeichnet. Und meine Gesprächspartner haben verstanden, was ich meine.</li><li id="footnote_1_2224" class="footnote">Etwas überspitzt, aber es trifft den Kern der Sache.</li><li id="footnote_2_2224" class="footnote">Ob es stimmt kann vielleicht Herr Rau beantworten.</li><li id="footnote_3_2224" class="footnote">Außerdem interessant an Bayern war, dass auch die Möglichkeit &#8220;Studium&#8221; bei jeder Schulart mit angegeben war.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Test zum Wortschatz &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/04/29/test-zum-wortschatz-teil-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 10:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer unserer Dozenten “prüft” gerade den Wortschatz seiner Studentinnen und Studenten. Das Ganze ist nicht wirklich empirisch und geschieht eher aus Interesse, da der Dozent der Meinung ist, dass der Wortschatz der angehenden “Germanisten” zurückgeht. Alle Wörter stehen wohl noch so im Duden, nachgeguckt habe ich allerdings nicht. Nachfolgend wiedergegeben mal der zweiteTeil des “Tests”. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Einer unserer Dozenten “prüft” gerade den Wortschatz seiner Studentinnen und Studenten. Das Ganze ist nicht wirklich empirisch und geschieht eher aus Interesse, da der Dozent der Meinung ist, dass der Wortschatz der angehenden “Germanisten” zurückgeht. Alle Wörter stehen wohl noch so im Duden, nachgeguckt habe ich allerdings nicht. Nachfolgend wiedergegeben mal der zweiteTeil des “Tests”.<br />
Antworten dürfen gerne in den Kommentaren hinterlassen werden. Aber bitte erstmal die Wörter nicht weiter erklären. Wikipedia muss niemand benutzen, so ernst ist die Sache ja nicht.<br />
Fettgedruckt das Wort, um das es geht, vier Antwortmöglichkeiten, eine ist richtig. Zusätzlich kursiv sind die Wörter, die ich selbst nicht wusste. Ich bin ja so ehrlich und gebe das zu.</p>
<p><span id="more-2067"></span></p>
<p><strong><em>Federspiel</em></strong><br />
a) Sportart<br />
b) Kissenschlacht<br />
c) leichter Wind<br />
d) Jagdvogel</p>
<p><strong>Fron</strong><br />
a) Herrendienst<br />
b) Rutual<br />
c) Ausgelassenheit<br />
d) militärischer Begriff</p>
<p><strong>Büttel</strong><br />
a) Gerichtsdiener<br />
b) Krücke<br />
c) Traggefäß<br />
d) Werkzeug</p>
<p><strong><em>Rauchwerk</em></strong><br />
a) Signal<br />
b) Gerät zum Feueranzünden<br />
c) Fabrikgebäude<br />
d) Pelz</p>
<p><strong>Estrich</strong><br />
a) Farbe<br />
b) gartenweg<br />
c) Schriftart<br />
d) Fußboden</p>
<p><strong>Fähe</strong><br />
a) Schiff<br />
b) Füchsin<br />
c) Kopfbedeckung<br />
d) Abzeichen</p>
<p><strong>Gemengelage</strong><br />
a) Menschenansammlung<br />
b) medizinischer Begriff<br />
c) Mischung<br />
d) Verbrüderung</p>
<p><strong><em>Ries</em></strong><br />
a) Berg<br />
b) Schilfrohr<br />
c) Papiermaß<br />
d) Weinsorte</p>
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		<title>Test zum Wortschatz &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/04/28/test-zum-wortschatz-teil-1/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 18:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
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		<description><![CDATA[Einer unserer Dozenten &#8220;prüft&#8221; gerade den Wortschatz seiner Studentinnen und Studenten. Das Ganze ist nicht wirklich empirisch und geschieht eher aus Interesse, da der Dozent der Meinung ist, dass der Wortschatz der angehenden &#8220;Germanisten&#8221; zurückgeht. Alle Wörter stehen wohl noch so im Duden, nachgeguckt habe ich allerdings nicht. Nachfolgend wiedergegeben mal der erste Teil des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Einer unserer Dozenten &#8220;prüft&#8221; gerade den Wortschatz seiner Studentinnen und Studenten. Das Ganze ist nicht wirklich empirisch und geschieht eher aus Interesse, da der Dozent der Meinung ist, dass der Wortschatz der angehenden &#8220;Germanisten&#8221; zurückgeht. Alle Wörter stehen wohl noch so im Duden, nachgeguckt habe ich allerdings nicht. Nachfolgend wiedergegeben mal der erste Teil des &#8220;Tests&#8221;.<br />
Antworten dürfen gerne in den Kommentaren hinterlassen werden. Aber bitte erstmal die Wörter nicht weiter erklären. Wikipedia muss niemand benutzen, so ernst ist die Sache ja nicht. <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Fettgedruckt das Wort, um das es geht, vier Antwortmöglichkeiten, eine ist richtig. Zusätzlich kursiv sind die Wörter, die ich selbst nicht wusste. Ich bin ja so ehrlich und gebe das zu.</p>
<p><span id="more-2060"></span></p>
<p><strong>Anger</strong><br />
a) Wiese<br />
b) Jagdinstrument<br />
c) Gemütsbewegung<br />
d) Gänsevogel</p>
<p><strong>hiesig</strong><br />
a) diesjährig<br />
b) hier befindlich<br />
c) beschlagen<br />
d) grau</p>
<p><strong>Furt</strong><br />
a) milde Blähungen<br />
b) Teil einer Wallanlage<br />
c) Kleidungsstück<br />
d) Flussübergang</p>
<p><strong><em>Gabelweihe</em></strong><br />
a) Teil eines Segelschiffs<br />
b) Hörner der Gämse<br />
c) kirchlicher Ritus<br />
d) Greifvogel</p>
<p><strong>Unbill</strong><br />
a) schwerer Sturm<br />
b) schlechte Laune<br />
c) Unrecht<br />
d) Einheitsgröße</p>
<p><strong>Ahle</strong><br />
a) Fischfanggerät<br />
b) Liegeplatz<br />
c) Werkzeug<br />
d) westfälische Biersorte</p>
<p><strong>Talar</strong><br />
a) Umhang<br />
b) Speise<br />
c) Währung<br />
d) Hohlmaß</p>
<p><strong>Muskete</strong><br />
a) Waffe<br />
b) Gewürz<br />
c) Nagetier<br />
d) Besteckteil</p>
<p><strong>Mörser</strong><br />
a) Gefäß<br />
b) Geländeform<br />
c) Pflanze<br />
d) Gesteinsart</p>
<p><strong><em>Kämpe</em></strong><br />
a) Gebirge<br />
b) Kämpfer<br />
c) Abbruchkante<br />
d) Fisch</p>
<p><strong>Brosame</strong><br />
a) Krümel<br />
b) Gartengerät<br />
c) kirchliches Gefäß<br />
d) Kleiderstoff</p>
<p><strong>Kombüse</strong><br />
a) Gallionsfigur<br />
b) Modeartikel<br />
c) Zeitungsartikel<br />
d) Schiffsküche</p>
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		<title>Die Räder drehen sich weiter</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/02/14/die-rader-drehen-sich-weiter/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 20:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Dozenten]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[FGSE]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss zugeben, dass mich ein aktueller Artikel in der Online-Ausgabe des UniSpiegels dazu bewegt hat, diesen Eintrag zu schreiben1 . Wie so häufig geht es in dem Artikel &#8211; mit dem dämlichen Titel &#8220;Studium Bolognese&#8221; &#8211; um die Bachelor/Master-Studiengänge an deutschen Universitäten. Präsentiert wird ein altbekannter Mix aus &#8220;blöder Reform&#8221; und &#8220;überforderten Studenten&#8221;. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Ich muss zugeben, dass mich ein <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,607639,00.html" target="_blank">aktueller Artikel</a> in der Online-Ausgabe des UniSpiegels dazu bewegt hat, diesen Eintrag zu schreiben<sup>1</sup> . Wie so häufig geht es in dem Artikel &#8211; mit dem dämlichen Titel &#8220;Studium Bolognese&#8221; &#8211; um die Bachelor/Master-Studiengänge an deutschen Universitäten. Präsentiert wird ein altbekannter Mix aus &#8220;blöder Reform&#8221; und &#8220;überforderten Studenten&#8221;. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Die Umbauarbeiten am dt. Hochschulsystem im Zuge des Bologna-Prozesses sind schlecht durchdacht und die Leistungen sind zwischendurch so stringent geregelt, dass einer Überforderung nichts im Wege steht. Dafür muss man nichtmal unbedingt, wie im Artikel beschrieben, nebenher arbeiten gehen. Aber ein Schritt nach dem anderen.</p>
<p><span id="more-1635"></span></p>
<blockquote><p>Selbst der Deutsche Hochschulverband hält die Reform für &#8220;weitgehend misslungen&#8221;. Und nun zeigt sich, dass die Effizienzsteigerung vor allem die seelischen Probleme der neuen Bachelor-Studenten steigert.</p></blockquote>
<p>Mir verschließt sich schon seit der Einführung des Bachelor/Master, wie dadurch eine Effizienzsteigerung erzielt werden soll. Die Möglichkeiten für &#8220;Langzeitstudenten&#8221; jedweder Coloeur zu beschneiden, hat nicht zwangsläufig etwas mit höherer Effizienz zu tun. Klar werden die Studierenden schneller fertig, aber wie werden sie das bitte?</p>
<blockquote><p>&#8220;Ganz fatal ist, dass jedes Bisschen abgeprüft werden muss&#8221;, sagt Volker Koscielny, der psychologische Berater der Zentralen Studienberatung der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Die hohe Anzahl der Prüfungen bezeichnete der Hochschulpsychologe als &#8220;extrem übertrieben&#8221;. Stattdessen sprach er sich für &#8220;mehr Freiwilligkeit bei der Anwesenheit in den Seminaren&#8221; aus.</p></blockquote>
<p>Eben diese Abprüferei und bis zu einem gewissen Grad auch die Anwesenheitspflicht in den Veranstaltungen sind alles andere, als förderlich. An der FGSE waren gerade auch die so genannten Modulabschlussprüfungen. Diese Modulabschlussprüfungen sind entweder mündlich, schriftlich oder kumulativ. Kumulativ bedeutet in diesem Fall: Alle Leistungen, die in den Modulseminaren abgeliefert worden sind, werden zusammengezählt und ergeben die Abschlussnote für das Modul. Bei der Variante mündlich/schriftlich handelt es sich um entsprechende Zusatzprüfungen. An einem Institut<sup>2</sup> , welches hier als Beispiel dienen soll, gestalteten sich die mündlichen Prüfungen ungefähr so: Jeder Student und jede Studentin, die zur Prüfung antreten konnte und wollte, musste für eine 15 Minuten(!)-Kombinationsprüfung zweier Module jeweils eine Veranstaltung (Vorlesung oder Seminar) angeben, zu dem er/sie geprüft werden wollte. Genau hier kommt das &#8220;Bisschen&#8221; ins Spiel: Gegenstand der Prüfung war die gewählte Veranstaltung, ohne Eingrenzung. In meiner Zwischenprüfung musste ich noch Themen angeben, zwei pro Fach<sup>3</sup> Es sei mal dahingestellt, wie sinnvoll 15 Minuten-Prüfungen für zwei unterschiedliche Bereiche sind und wie sinnvoll es ist, die Prüfer im Eiltempo durch die Prüfungen zu jagen. Laut Prüfungsplan gab es nämlich keine Pausen zwischen den Prüfungen, außer Mittags. Es kann aber sicherlich nicht sinnvoll sein, dass man ein riesiges Themengebiet vorgibt ohne den reinsten Ansatzpunkt, wo der Schwerpunkt liegen könnte. Schwerpunktlose Prüfungen bilden halt nur ein recht oberflächliches Bild ab.</p>
<blockquote><p>Da in der neuen Studienordnung vom ersten Semester an jede Note wichtig sei, stünden die Studenten bereits zu Studienbeginn unter großem Druck.</p></blockquote>
<p>Das ist ein Punkt, der dann interessant wird, wenn der angehende Bachelor widersprüchliche Informationen darüber erhält, welche Noten zählen und welche nicht. Für die ersten Semester hieß es hier: Die Noten der Vorlesungsklausuren zählen. Bis es irgendwann im letzten Jahr hieß: Die zählen nicht! Druck dadurch, dass alle Noten zählen, ist eine Sache. Druck dadurch, dass man nicht weiß, was jetzt zählt und was nicht, ist eine ganz andere. Außerdem: Wenn Klausuren aus Vorlesungen nicht zählen, dann hat sich so mancher ganz umsonst den Arsch aufgerissen.<br />
Aber auch die Dozenten sind, sofern sie sich halbwegs kümmern, nicht unbedingt mit der Situation zufrieden. Im letzten Semester wurde eine Dozentin nicht müde zu betonen: &#8220;Ich weiß gar nicht, was ich sie in der Klausur fragen soll! Biografische und historische Daten?&#8221; Dieses Problem ist nicht von der Hand zu weisen: Vorlesungen sind eigentlich nicht dazu gedacht, Klausuren vorzubereiten. Gerade in den Geisteswissenschaften lassen die Dozenten die Studierenden in Vorlesungen eher an ihrer aktuellen Forschung teilhaben. So sollte es zumindest sein. Die Praxis sieht natürlich &#8211; nicht erst seit Bachelor/Master &#8211; anders aus. Aber auch die Benotung von Leistungen stellt häufig ein Problem dar. Neben Klausuren und wissenschaftlichen Hausarbeiten<sup>4</sup> stehen Präsentationen hier in den Geisteswissenschaften ganz hoch im Kurs. Präsentation bedeutet dabei meistens: Referat. Manche Lehrkräfte verlegen sich dabei auf Einheitsnoten mit geringen Unterschieden, anderen scheint es recht egal zu sein, was wie präsentiert wird (siehe den Liveblog) und wieder andere bemühen sich um einen halbwegs nachvollziehbaren Standard, scheitern aber häufig daran. Dafür stehen PowerPoint-Präsentationen wieder ganz hoch im Kurs, egal ob sinnvoll oder nicht.</p>
<p>&#8220;Aber der Praxisanteil ist doch viel höher, als früher!&#8221;, mögen jetzt einige behaupten. Naja, ist er das wirklich? Sicherlich bemühen sich die Dozenten und Universitäten den Praxisanteil zu erhöhen, ein Großteil bleibt aber weiterhin graue Theorie. Da können sich meiner Meinung nach auch Politik und Wirtschaft auf den Kopf stellen, die Universitäten fühlen sich wohl in ihrem Elfenbeinturm. Die Welt außerhalb des Turms dürfen da gerne die Fachhochschulen besetzen.</p>
<blockquote><p>Der Erfolgsdruck sei enorm, insbesondere dann, wenn nur 30 Prozent der besten Bachelor-Absolventen ein Master-Studium anschließen dürften &#8211; wenn also der erste Abschluss zur Sackgasse wird.</p></blockquote>
<p>Das Problem ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, vor allem da man, soweit ich weiß nicht unbedingt problemlos mit dem Bachelor der Uni A in den Master der Uni B hinein kann. Bei den &#8220;alten&#8221; Studiengängen bestand diese Auswahlhürde, wenn es um die Promotion ging. Im Bachelor/Master wird noch früher selektiert, wobei allerdings der Bachelor bedeutend weniger &#8220;wert&#8221; ist, als das Diplom oder der Magister. Und man kann ja über die nachkommenden Generationen behaupten, was man will: Dieser Umstand dürfte den meisten sehr, sehr klar sein.</p>
<p>Abschließend noch ein Wort zu den &#8220;alten&#8221; Studiengängen.</p>
<blockquote><p>Studenten &#8220;alter&#8221; Studiengänge fürchten, unter die Räder zu kommen.</p></blockquote>
<p>Diese Befürchtung ist sicherlich mehr als berechtigt, aber man ist ja selbst schuld: Man &#8220;bummelt&#8221; ja.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1635" class="footnote">Wenn nicht anders gekennzeichnet stammen alle Zitate aus dem verlinkten Artikel.</li><li id="footnote_1_1635" class="footnote">na, wer errät an welchem?</li><li id="footnote_2_1635" class="footnote">Auch bei mir gab es die entsprechende Kombinationsprüfung, nur mit einer länge von 30 Minuten, soweit ich mich richtig erinnere.</li><li id="footnote_3_1635" class="footnote">Häufig in drastisch reduziertem Umfang</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Da nützt auch Recyclingpapier nichts</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/01/29/da-nutzt-auch-recyclingpapier-nichts/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 08:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[Dozenten]]></category>
		<category><![CDATA[FGSE]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade eben kamen zwei Kommilitonen rein. Für einen Kurs in der Germanistik1 mussten sie zu jeder Woche eine Frage beantworten. Die Frage zur heutigen Sitzung konnte man nur mit Ja oder Nein beantworten, deswegen hat sich kaum einer die Mühe gemacht ein Name+Kurs+Frage+Datum+Antwort &#8211; also so drei bis vier Zeilen &#8211; auf ein Blatt Papier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Gerade eben kamen zwei Kommilitonen rein. Für einen Kurs in der Germanistik<sup>1</sup> mussten sie zu jeder Woche eine Frage beantworten. Die Frage zur heutigen Sitzung konnte man nur mit Ja oder Nein beantworten, deswegen hat sich kaum einer die Mühe gemacht ein Name+Kurs+Frage+Datum+Antwort &#8211; also so drei bis vier Zeilen &#8211; auf ein Blatt Papier zu drucken. Der Dozent wollte das aber tatsächlich haben. So kann man natürlich auch Papier verschwenden.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1550" class="footnote">wen wundert&#8217;s?</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das sollte ich mir mal erlauben</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2009/01/27/das-sollte-ich-mir-mal-erlauben/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 19:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer dieses Semester aufmerksam meinen Blog gelesen hat, dem wird wahrscheinlich folgendes aufgefallen sein: Die Zustände an der FGSE werden immer schlimmer und das Institut für Germanistik schafft es meistens den Vogel restlos abzuschiessen. Ziemlich weit oben in der Rangliste der sinnlosesten und schlecht organisiertesten Seminare, die ich in meinem ganzen Studium besucht habe, steht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Wer dieses Semester aufmerksam meinen Blog gelesen hat, dem wird wahrscheinlich folgendes aufgefallen sein: Die Zustände an der FGSE werden immer schlimmer und das Institut für Germanistik schafft es meistens den Vogel restlos abzuschiessen.</p>
<p>Ziemlich weit oben in der Rangliste der sinnlosesten und schlecht organisiertesten Seminare, die ich in meinem ganzen Studium besucht habe, steht das im &#8220;<a href="http://www.edition-flint.de/2009/01/23/ode-an-die-freude-liveblogging/" target="_blank">Liveblog</a>&#8221; beschriebene Seminar. Der Dozent ist Fußballfan, publiziert ab und an mal etwas über Sportsprache, bekommt es aber nicht hin sein Seminar interessant zu gestalten oder wenigstens dafür zu sorgen, dass die Referate halbwegs was mit dem Thema zu tun haben. War heute auch nicht besser, das Formel 1 Referat beschäftigte sich erstmal ziemlich lange mit Entstehung und Regeln der Formel 1. Linguistische oder sonstwie sprachliche Inhalte und Ansprüche hat man in dem Teil mal wieder völlig umsonst gesucht. Es gibt Dozenten, die hätten gnadenlos unter- oder sogar abgebrochen, vor allem da bei 45 Minuten Restzeit noch 4 oder sogar noch mehr Referate ausstanden. Nicht so dieser Dozent. Der überzieht lieber und sagt zu den wartenden Referenten, dass diese sich doch bitte kurzfassen sollen. Mit Verlaub gesagt: Geht&#8217;s noch? Irgendwo muss ich als Dozent doch mal meinem Lehrauftrag gerecht werden und dafür sorgen, dass die Organisation klappt und die Referate auch mal Inhalt liefern. Man stelle sich mal vor ich würde ein Tutorium leiten und würde mir in diesem Tutorium derartige &#8220;Inkompetenz&#8221; erlauben: Ich wäre meinen Posten wahrscheinlich sehr schnell wieder los. Mit entsprechendem Posten und entsprechenden Titeln kann man sich sowas aber wohl erlauben. Der Dozent beweist auch eindrucksvoll, dass man keine festen Sprechzeiten anbieten muss. Es könnte ja mal ein Student was wollen. Referate absprechen zum Beispiel, damit man keinen redundanten Kram erzählt. Der internetaffine Leser wird jetzt sicher anmerken: Aber es gibt doch E-Mail! Ja, das weißt du, das weiß ich, nur der Dozent, der weiß das nicht.<sup>1</sup></p>
<p>Extreme Erfahrungen mit der Erreichbarkeit dieses Dozenten musste gerade meine Nachbarin, die C. machen. Die sitzt sowohl in &#8220;Sportsprache&#8221;, als auch in einem Seminar über Umberto Eco. Dort soll sie morgen Referat halten, entweder während der regülären Seminarzeit oder in der direkt anschließenden Nachholsitzung 1<sup>2</sup>. Wer ein bisschen was von Eco gelesen hat, der weiß: Der Mensch kann ziemlich kompliziert schreiben. Vor mehreren Wochen sagte der Dozent nun zu C. und ihrer Referatsgruppe, dass er noch einen Text für sie hätte und ihnen diesen Text geben würde. Da hatte er sich mal wieder viel vorgenommen, aber davon nichts geschafft. Mindestens 4 Wochen lang erinnerte die Gruppe den Dozenten ständig mündlich und per E-Mail an diesen Text. Reaktion war dabei immer quasi null, also hat die Gruppe das Referat halt ohne diesen Text vorbereitet. <strong>Heute</strong> nahm der Dozent dann C. nach Sportsprache zur Seite und bestellte sie zu 16.45 Uhr in sein Büro, da er den Text für das <strong>morgige</strong> Referat dabei habe und sie diesen Text auf jeden Fall berücksichtigen müssten. Ich glaube in der Situation hätte ich einen auf Effenberg gemacht und dem Dozenten mal ganz gepflegt die Meinung gesagt, selbst wenn das wahrscheinlich absolut gar nichts bringt. Eigentlich bringen Dozenten mit so einem Verhalten doch nur zum Ausdruck, dass es ihnen ganz gepflegt am Allerwertesten vorbeigeht, was in ihrer Lehre passiert. Fast das ganze Semester lang nicht reagieren und nichts gebacken bekommen und dann auf den letzten Drücker noch verlangen, dass man ihren Auflagen folgt.<sup>3</sup> Aber kann man ja machen, denn nicht der Dozent sitzt heute Abend da und schreibt das Referat mühselig um, sondern Studenten und Studentinnen wie C.</p>
<p>Erstaunt es da noch irgendjemanden, dass das Institut für Germanistik sich fast nie an den Evaluationen zur Lehre beteiligt? Interessanter Nebeneffekt der ganzen Sache ist ja auch noch, dass die wenigen Dozenten und Dozentinnen, die sich für die Studenten wirklich den Arsch aufreißen genau aus diesem Grund fast wieder &#8220;unbeliebt&#8221; sind, da man bei diesen <strong>Lehrenden</strong> im Vergleich zu den meisten anderen wirklich was tun muss.<sup>4</sup></p>
<p>Warum wir nichts dagegen tun? Wir haben es versucht! Der Zyniker und ich haben schon das Gespräch gesucht, aber die Dozenten, die es müssten, weichen keinen Deut von ihrer Schiene ab. Vergessen kann man das, so schlimm das auch ist.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1538" class="footnote">Lahmer Reim, ich weiß.</li><li id="footnote_1_1538" class="footnote">1 deswegen, weil es zwei Nachholsitzungen sind. Zwei Nachholsitzungen sind es, weil der Dozent am eigentlich angesetzten Nachholtermin diesen Samstag keine Zeit hat, da er mit chinesischen Gästen zum <strong>Fußball</strong> muss. Studenten haben aber ja eh alle Zeit der Welt, da geht das schon.</li><li id="footnote_2_1538" class="footnote">Achja, nur so am Rande. Manche Bachelors schreiben auf Grundlage dieser völlig verkorksten Seminare ihre Modulabschlussprüfung in Pragma- und Soziolinguistik.</li><li id="footnote_3_1538" class="footnote">Andere Dozentinnen geben dann Unmengen an Aufgaben auf, die aber nie besprochen werden. Aber der Eindruck von Arbeit ist ja wenigstens da!</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Ode an die Freude (Liveblogging)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 14:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[Dozenten]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[Verdammter Mist!]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was machst du denn hier?&#8221;, schallmait es durch den Seminarraum kurz vor Beginn der Nachholsitzung des Seminars &#8220;Sportsprache&#8221;. Nachholsitzung ist ein gängiger Euphemismus für &#8220;Der Dozent schafft es nicht das Seminar regelmäßig stattfinden zu lassen und lädt deswegen an einem Freitagnachmittag zur schlecht organisierten und wahrscheinlich viel zu knapp kalkulierten Zusatzsitzung&#8221;. Wie man schnell merkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>&#8220;Was machst du denn hier?&#8221;, schallmait es durch den Seminarraum kurz vor Beginn der Nachholsitzung des Seminars &#8220;Sportsprache&#8221;. Nachholsitzung ist ein gängiger Euphemismus für &#8220;Der Dozent schafft es nicht das Seminar regelmäßig stattfinden zu lassen und lädt deswegen an einem Freitagnachmittag zur schlecht organisierten und wahrscheinlich viel zu knapp kalkulierten Zusatzsitzung&#8221;. Wie man schnell merkt ist Nachholsitzung viel, viel kürzer. Jedenfalls haben der Zyniker und ich uns gedacht, dass wir mal ein bisschen Liveblogging veranstalten. Da wären wir jetzt also, es ist <strong>15.05Uhr</strong> und eben hat sich die erste Referatsgruppe, die dran ist, unsere Boxen ausgeliehen. Man erkennt: Vorbereitung ist alles. Wenn man ein Referat hält und irgendwas mit Ton machen will, dann bringt man sich selbst Boxen mit. Naja, an einen Fernseher und einen Laptop haben sie wenigstens gedacht. Der Fernseher hat eine Diagonale von so ca. 55cm und steht so 10-15m weit weg. Das wird sicher was. Der Dozent trägt einen Schal von Eintracht Braunschweig zum braunen Sakko und einer quietschbunten Krawatte.</p>
<p><strong>15:09Uhr</strong>. Reihenfolge der Referate aufgezählt, uns vergessen. Wir haben ihn nicht darauf hingewiesen. Der Typ mit den Boxen, der jetzt doch nicht dran ist, deutet auf uns und sagt irgendwas mit &#8220;von den beiden Herren&#8221;. Ja, wir sind hier, was gibt es? Wollt ihr mit uns reden? Braucht noch jemand unsere Boxen? Hallo? Irgendjemand? Nicht?</p>
<p>Während der Dozent so redet und das Handout so rumgeht wird es&#8230;</p>
<p>&#8230;<strong>15:11Uhr</strong>. Referat beginnt mit der Geschichte des Turnens&#8230;</p>
<p>&#8230;aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte was über den bisherigen Tag schreiben oder interessiert sich hier jemand für die Geschichte des Turnens? Wohl kaum, gibt es ja auch bei Wikipedia nachzulesen. Aber zum bisherigen Tag: Gestern Abend hat sich eine &#8220;Verblendung&#8221; an meinem Zahn verabschiedet. Heute morgen zum Zahnarzt, der war von meinen Zähnen restlos begeistert und will mich ab Februar regelmäßig sehen. Ich glaube der mag mich irgendwie. Ich mag Leute, die mir das neue Auto finanzieren auch immer. Das wird noch was. Interessant daran ist, dass sich das alles bei meinem eigentlichen Zahnarzt (ich war jetzt bei einem neuen) nie so schlimm angehört hat. Probleme mit den Zähnen habe ich, aber die aktuelle Dimension ist neu. Mir jedenfalls scheint die Sonne aus dem Allerwertesten und nach mir die Sahara. Sollten meine Einträge in naher Zukunft irgendwie&#8230;nun&#8230;angesäuert sein, so wisst ihr jetzt warum.</p>
<p><strong>15.18Uhr</strong>.  Geschichtlicher Abriß, ohne nennenswerte linguistische Aspekte immer noch nicht beendet.</p>
<p>Der Zyniker,die Praktikantin und die Nachbarin sind übrigens auch da, so leide ich wenigstens nicht ganz alleine. Obwohl, leiden tue ich eigentlich gar nicht so sehr. Der Zyniker meint dazu:&#8221;Tja, ohne meinen Laptop wäre dein Leben ganz schön arm.&#8221; Hm, recht hat er, da ich gerade auf seinem Laptop schreibe.</p>
<p><strong>15.21Uhr</strong>. Geschichtlicher Abriß endet nach 7 Minuten und 53 Sekunden und wird abgelöst mit einer biographischen Abhandlung über den Turnvater Jahn. Referentin kaum zu verstehen, Dozent ergänzt unwichtige Details, zumindest unwichtig in Bezug auf die Linguistik. Nach knapp 2 Minuten Biographie scheinbar erledigt. Ging ja noch gerade.</p>
<p>Die Praktikantin hat &#8220;Sportsprache&#8221; auf ihren Block geschrieben, ein Szaf gemalt und meint zu der ganzen Sache hier: &#8220;Gott, watt&#8217;n Blödsinn!&#8221;.</p>
<p>Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wir hören zu! Wir tun es wirklich! Nur ist es halt absolut uninteressant. Wir sind nachher, theoretisch, auch noch dran und unser Thema ist jetzt auch nicht gerade der absolute Bringer, aber&#8230;ja&#8230;äh&#8230;Ich gebe ab an den Zyniker. <strong>15.25Uhr</strong></p>
<p><strong>15.32Uhr</strong>. Bin wieder dahaa. Es gibt fahrende Turngeräte&#8230;oder Turngeräte die pferden. Schlecht zu sagen bei miserabler Akkustik und leise sprechenden Referntinnen (mittlerweile übrigens Nr. 3).</p>
<p>Die Anwesenheitsliste hat es mittlerweile bis zu uns geschafft, nach 30 Minuten eines 3-Stunden Seminars. Mal gucken wie lange es dauert, bis die ersten wieder gehen. Die Referentin scheint einen ausformulierten Text zu lesen, guckt kaum hoch, wenig motivierend. Die Frisur is aber ganz nett, könnte der Praktikantin auch stehen. Die Praktikantin findet die Referentin hübsch&#8230;gut, jetzt hat sie es zuerst gesagt, dann darf ich auch! Hübsch anzusehen, doch. Vorlesen kann sie auch halbwegs, gibt es ja auch nicht alle Tage. Der Zyniker will was&#8230; <strong>15.36Uhr</strong>.</p>
<p><strong>15.42Uhr</strong>. Ich soll was zum Ablauf berichten? Öh&#8230;auf&#8217;m Klo war das Licht aus, Referat beendet, Dozent fragt uns was. UNS! Erst vergessen, dass wir heute dran sind und dann was von uns wollen. Das haben wir gerne, so eine Frechheit. Aber nun fallen dem Dozenten keine Beispiele mehr ein. Der Dozent fragt, wie man &#8220;Frisch, fromm, fröhlich, frei!&#8221; denn in die heutige Zeit übersetzen könnte. Keiner sagt was, aber er selbst hat einen Vorschlag: &#8220;Yes, we can!&#8221; An dieser Stelle einen freundlichen Gruß zu &#8220;<a href="http://www.coffeeandtv.de/tag/obama-vergleiche/" target="_blank">Coffee and TV</a>&#8220;!</p>
<p><strong>15.46Uhr</strong>. Neue Referatsgruppe. Sportmetaphern in Politik und Alltag. Na, mal gucken. Dieses Mal gibt es sogar mehr als genug Handouts. Es geschehen also noch Zeichen und Wunder. Wir können trotzdem besser, die haben nämlich nur drei Seiten, wir haben vier! Jawollja! Draußen Sturm, Schnee und Regen. Ich gebe ab. Bringt jemand Kaffee vorbei? Oder weiches Brot?<sup>1</sup> Nudel-Schinken-Auflauf nehme ich auch. Im Referat fiel der Ausdruck &#8220;männlicher Habitus&#8221;. Ugga!</p>
<p><strong>15.56Uhr</strong>. Der Zyniker bloggt übrigens <a href="http://sanity.madcynic.com/2009/01/23/leifblok/" target="_blank">hier</a>. Das aktuelle Referat ist übrigens, trotz ablesender Referentin, relativ interessant, wenn auch nicht unbedingt erkenntnisbringend. Okay, jetzt legen sie eine Folie auf und verlieren ihren bisherigen Symphatievorsprung. Viel zu klein das Ganze. Schriftgröße 12, würde ich sagen. Gerade eben ist die erste Kommilitonin gegangen. Also so richtig gegangen, nicht nur Kaffee holen, Klo oder rauchen. Das Handout der aktuellen Gruppe ist übrigens toll: &#8220;2schneidig&#8221;, &#8220;1dimensional&#8221;, &#8220;Vollpröfis&#8221;. Zweites Beispiel auf Folie wieder viel zu klein. Schade eigentlich. Die Körperhaltung der Nachbarin sieht gerade, <strong>16.00Uhr</strong>, nicht so sonderlich gesund aus. Viel zu verkrümmt, das Mädel muss mal den Rücken gerade halten. Der Zyniker meint: &#8220;Die liest!&#8221; Ach, sag bloß? Jetzt faselt er was von Buch und roten Dingern oder Katapulten. Keine Ahnung, er nuschelt. Und er spricht leise&#8230;aber er kann ja auch nicht lauter sprechen, als die Referentin und da die jetzt auch nicht sooo laut spricht&#8230;</p>
<p>Sollte jemand den Eindruck haben, ich sei gerade irgendwie schlecht drauf oder zynisch, der hat recht. Trotzdem wünsche ich den Referenten und Referentinnen nichts schlechtes und die hier getroffenen Aussagen beziehen sich natürlich rein auf das handwerkliche Geschick.</p>
<p><strong>16.10Uhr</strong>. Die Referentinnen machen ein Rollenspiel, wir sollen die Sportmetahphern zählen. Das &#8220;Skript&#8221; dazu hab ich vorhin im Büro liegen gesehen. Sie haben es mit der Auswahl und Häufigkeit der Sportmetahphern etwas übertrieben. Die lyrische &#8220;Sie&#8221; hat einen &#8220;Er&#8221; getroffen, der gerne mit ihr &#8220;anbändeln&#8221; würde. Sagt man das heute noch so? Ich bin der Meinung es waren genau 42 Sportmetaphern. War klar, oder? Ich könnte euch jetzt sagen, wie viele es wirklich waren, aber die Folie ist wieder viel zu klein. Zyniker wirft &#8220;15&#8243; in den Pott, Praktikantin weiß nich, was los is. Der Dozent mischt sich wieder ein, schätzungsweise ab Reihe fünf versteht keiner mehr was. Kommilitonin Nummer zwei geht. Ich gehe auch, Kaffee holen.</p>
<p><strong>16.20Uhr</strong>. Neues Referat, Handouts reichen bis hinten, aber ich muss den Zyniker korrigieren. Es geht fast die komplette vorherige Referatsgruppe den Weg aller Studenten, nicht nur Kommilitonin Nummer drei. Mittlerweile sind wir beim Radsport angelangt und erfahren wieder etwas über die Geschichte des Radsports. Ich habe dem Zyniker übrigens nur keinen Kaffee mitgebracht, damit ich meinen nächsten Toiletten- oder Rauchgang tarnen kann. Verratet es aber keinem, ja? Geschichte des Radsports ist vorbei, jetzt kommen wir zur Vorstellung des Teamaufbaus usw. Viele Sportfachbegriffe werden genannt, erklärt eher weniger. Dabei ist es doch eigentlich interessant, dass es auch im Radrennsport Sprinter und Kletterer gibt. Ich dachte immer, die laufen nicht, sondern fahren. Zyniker will was&#8230;1<strong>6.25Uhr</strong>.</p>
<p><strong>16:28Uhr</strong>. Ging ja fix, oder ging eben nicht, so wie das Fahrrad. Verwirrend das alles. Die junge Dame da vorne rappelt Begriffe runter, erklärt was sie bedeuten. Problem dabei ist: Hier geht es nicht um Lexikoneinträge, sondern um linguistische Aspekte. Betrachte doch mal irgendwas, bitte! Nein! Keine Trikots! Warum Trikots? Können die sprechen<sup>2</sup> Während vorne das gelbe Trikot vorgestellt wird, gehen wieder vier Kommilitoninnen. Genau genommen Referatsgruppe Nummer 1. Die Frisur ist nun also auch weg. Auffällig, dass bisher noch irgendwie keine Kerle gegangen sind, sondern nur Mädels. Huch, Kaffee ist schon alle. Den hat mir doch einer geklaut! Die Nachbarin war es, ich weiß es ganz genau. Ich versuche gerade ihren Rücken mit bösen Blicken zu durchbohren, aber irgendwie prallen meine Blicke wirkungslos an der Rückenkrümmung ab. Deswegen sitzt die da also so, damit sie sicher vor meinen bösen Blicken ist!</p>
<p>Langsam wird der Sauerstoff hier im Raum knapp. Man merkt es an meinen Einträgen, oder? Ich gehe frische Luft schnappen und gebe zurück ins Sportstudio.</p>
<p><strong>16.40Uhr</strong>. Frische Luft geschnappt, linguistischen Aspekt zum Teil verpasst. VerdammT! Hey&#8230;das große T passt ja sogar, obwohl es ein Tippfehler ist<sup>3</sup> , da es gerade um T-Mobile geht. HaHa! Welch Witz. Eine Minute hier drin, schon wieder Sauerstoffmangel. Wo sind eigentlich unsere Boxen und warum steht der Fernseher da immer noch rum? Unterschiede zwischen furchtbar und fruchtbar stehen gerade auf der Tagesordnung. &#8220;Wer lesen ist, kann klar im Vorteil.&#8221;, sagte schon der Zyniker. Liest hier eigentlich jemand mit?</p>
<p><strong>16.58Uhr</strong>. Praktikantin mit ihrem Teil durch, Zyniker dran, ich stehe in den Startlöchern. Scheiss Luft.</p>
<p><strong>17:20Uhr</strong>. Fertig, nächste Gruppe hat kein Handout, reicht es Dienstag nach, obwohl sie Dienstag nicht da sind. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, bei 20 angesetzten Minuten und ohne geschichtlichen Abriß ist das okay. Zugehört hat wahrscheinlich eh keiner, aber man sagte, ich solle leiser sprechen. Warum? LAUTES SPRECHEN hat doch was für sich, es wachen wenigstens alle auf. Der Dozent fand unser Referat informativ, naja, wenn er meint. Wir leiden langsam alle an Sauerstoffmangel. Der Zyniker meint er tue das nicht, er schnauft also einfach so vor sich hin, der alte Mann. Die Praktikantin sitzt immer noch neben mir, frisst aber die ganze Zeit über Zwiebelringe&#8230;irgendwie sitzen wir mittlerweile recht alleine hier&#8230;hmm&#8230;äh&#8230;dafür holt sie Kaffee! Diese Zweibelringe muchten aber ooch&#8230;nachher noch ein Bild dazu. Das Referat über Fangesänge usw. wäre eigentlich ganz interessant, wäre die PowerPointPräsentation lesbar. Ist sie leider nicht. Habe ich eigentlich erwähnt, dass manche Bachelor in diesem Seminar eine Klausur schreiben? Über was eigentlich? Die Referate kann man wohl kaum als Grundlage nehmen, da sich die wenigen erkennbaren linguistischen Aspekte auf sich stets wiederholende Beispiele beschränken. Vernünftig kategorisiert kommt man da nicht auf viel. Der Fernseher steht da immer noch untätig rum. Armer Fernseher. Unsere Boxen stehen auch noch vorne. Ist der Typ, der sie haben wollte eigentlich noch da? Referat gehalten hat er zumindest noch nicht. Ich trink mal Kaffee&#8230;<strong>17.28Uhr</strong>.</p>
<p><strong>17.36Uhr</strong>. Es gibt irgendein Problem bei den Referenten. Keine Ahnung was für eines. Die Referenten sagten aber etwas in die Richtung. Aber nun, langsam interessiert es wohl wirklich keinen mehr. Der Dozent erzählt mal wieder Fußballgeschichten&#8230;er hat scheiße gesagt, er hat scheiße gesagt! Verfall der Sitten, also wirklich!</p>
<p>Damit kein falscher Eindruck entsteht, das Thema ist wirklich interessant und voll&#8230;äh&#8230;ach, was soll&#8217;s. Ich geb es zu: Ich will nach Hause, was essen! Das Thema ist, unter linguistischen Aspekten, nicht sonderlich interessant. Seminar sollte bis 18.30Uhr gehen, wird jetzt vom Dozenten abgebrochen. Der Zyniker macht das Schlusswort! <strong>17.35Uhr.</strong></p>
<p><strong>Fertig.</strong></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1505" class="footnote">An hartes trau ich mich wegen dem Zahn nicht ran.</li><li id="footnote_1_1505" class="footnote">Naja, nach einer ganzen Etappe der Tour de France kann das Trikot wahrscheinlich schon sprechen. Zumindest kann es schön in die Ecke gestellt werden. Oder als Fahrradständer benutzt werden.</li><li id="footnote_2_1505" class="footnote">der erste Kerl geht übrigens gerade</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Willst du rumstänkern?</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2008/12/15/willst-du-rumstankern/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 19:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tell me why? I don&#8217;t like Mondays. Der Realsatire zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, ist das nicht schön? Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><em>Tell me why? I don&#8217;t like Mondays.</em></p>
<p>Der <a href="http://www.edition-flint.de/2008/12/08/begrundungen/" target="_blank">Realsatire</a> zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, <a href="http://sanity.madcynic.com/2008/12/15/montage/" target="_blank">ist das nicht schön?</a> Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, welches die Vorlage für den oben kurz zitierten Hit der Boomtown Rats geliefert hat. Silikonchips in meinem Kopf habe ich noch nicht, aber ich glaube manch andere haben diese schon und sie alle <em>get switched to overload</em>. Anders kann ich mir die Fortsetzung der Realsatire zumindest nicht erklären.<br />
<span id="more-1212"></span><br />
Der Zyniker und ich saßen heute im Seminar, in dem wir (wie passend!) ein Referat über Satire halten sollten. Letzte Woche gipfelte das Ganze ja in dem Spruch der Dozentin: “Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen.” Manch einer mag sich schon letzte Woche gefragt haben, WAS da eigentlich in ihren Aufzeichnungen stand. Also erstmal die Vorgeschichte: Am Anfang des Semesters kam es im entsprechenden Kurs zur Referatsvergabe, der Zyniker und ich schnappten uns Satire. Als einzige. In der nachfolgenden Woche fragten wir nochmal nach, ob sich noch jemand gefunden hätte, da man das Referat gut teilen konnte. In der Sitzung fand sich jemand, der &#8220;Geschichte der Satire und Abgrenzung zu Parodie usw.&#8221; machen wollte. Super, weniger für uns zu tun und mehr Zeit für &#8220;Formen und Darstellungsmittel der Satire.&#8221; Das war im Oktober. Letzte Woche, also Anfang Dezember, sollten wir dann das Referat halten und da ging es dann los. Einen Abend vorher bekam ich eine SMS von dem, nennen wir ihn N., der die Geschichte und Abgrenzung machen sollte. Ungefährer Inhalt der SMS: Wann wir denn halten würden. Sein Pech war, dass ich schon am Ratzen war, als die SMS ankam, also bekam er seine Antwort erst am nächsten Morgen. Kurz vor der Dozentin strumpelte N. dann auch in den Seminarraum und meinte zu uns, dass er überhaupt nicht vorbereitet sei und was wir jetzt eigentlich genau machen würden. Super, der Bursche, oder? Im Endeffekt sollte es uns aber egal sein, weil wir zumindest ein bisschen was geschichtliches hatten. Während wir N. unser Referat erklärten, stellte sich eine Kommilitonin, nennen wir sie K., in unsere Nähe. Der Zyniker und ich erwähnten u.a., dass wir eine beispielhafte Analyse einer Satire machen wollten. K. fragte plötzlich: &#8220;Welche Satire habt ihr denn genommen?&#8221; &#8211; &#8220;Öh&#8230;Tucholsky &#8216;Die Kunst, falsch zu reisen&#8217; ?!&#8221; &#8211; &#8220;Gut, dann hab ich ja eine andere!&#8221; Ich fragte nur noch, ob sie denn auch Referat halten würde und als sie dies bejahte brach der Zyniker neben mir auch schon fast zusammen. N. war indessen hinausgegangen, um die Dozentin darüber zu informieren, dass das heute so mit dem Referat nicht klappen würde. Diese Dozentin kam dann auch mit den Worten rein, dass es da wohl &#8220;Abstimmungsschwierigkeiten&#8221; gegeben hätte, man das aber schon alles schaffen würde. Man muss dazu sagen, dass es noch ein Referat vor uns gab, welches beendet werden musste. Danach sollte K. mit ihrem Teil, der dem Zyniker und mir völlig unbekannt war, da wir bis zu dem Zeitpunkt ja rein gar nichts von noch einem Satire-Referat wussten, beginnen. Tat sie auch. Nach Ende des Seminars gingen alle &#8220;Satiriker&#8221; zur Dozentin um wenigstens noch den Hauch einer Struktur reinzubringen. Nachdem der Spruch mit den &#8220;Aufzeichnungen&#8221; kam einigten wir uns darauf, dass K. ihr (sehr kurzes) Referat diese Woche beenden sollte, danach der Zyniker und ich mit unseren Formen und Darstellungsmitteln kommen sollten und dann der N. mit einem neuen Thema, nämlich so ungefähr: &#8220;Ab wann kann man Satire im Unterricht einsetzen&#8221;, einhergehend mit etwas Parodie und Abgrenzung. Soweit die Vorgeschichte! Wie es weiterging, erfahrt ihr demnächst. Dann löst sich auch die Überschrift auf. Freut euch also auf Realsatire, Tucholsky, vergessene Handtücher und die Gewaltfantasien des Zynikers und des Flints!</p>
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		<title>Begründungen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 15:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn als Begründung für die verkorkste Planung und Kommunikation einer Dozentin von eben selbiger &#8220;Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen&#8221; kommt, dann befindet man sich in der Realsatire genannt &#8220;Institut für Germanistik&#8221;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Wenn als Begründung für die verkorkste Planung und Kommunikation einer Dozentin von eben selbiger &#8220;Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen&#8221; kommt, dann befindet man sich in der Realsatire genannt &#8220;Institut für Germanistik&#8221;.</p>
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		<title>Kritik unerwünscht?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 19:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich an der Unität]]></category>
		<category><![CDATA[Dozenten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht jeder ist ein wirklicher Freund von Kritik, so mancher fürchtet sich auch sicherlich berechtigt vor Kritik. Also was tun? Bisher sind mir hier an der Uni verschiedene Arten untergekommen, mit Kritik umzugehen: Entweder man nimmt sie an und setzt sich mit ihr auseinander oder man sagt einfach Ja und Amen (alternativ gar nichts) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Nicht jeder ist ein wirklicher Freund von Kritik, so mancher fürchtet sich auch sicherlich berechtigt vor Kritik. Also was tun? Bisher sind mir hier an der Uni verschiedene Arten untergekommen, mit Kritik umzugehen: Entweder man nimmt sie an und setzt sich mit ihr auseinander oder man sagt einfach Ja und Amen (alternativ gar nichts) und lässt die Kritik links liegen. Was allerdings neu ist, ist die, zumeist unterschwellig übermittelte, Botschaft, dass Kritik so ganz und gar nicht erwünscht ist.</p>
<p><span id="more-352"></span></p>
<p>Wer solche Botschaften vermittelt? Sicherlich der eine oder andere Student. Studenten sind ja auch (meistens) noch relativ jung und müssen noch lernen, wie positiv konstruktive Kritik doch sein kann. Dozenten, egal ob männlich oder weiblich, sollten diese Erkenntnis aber schon erlangt haben, oder? Tjoaaaaa, falsch gedacht würde ich mal sagen. Dem einen oder anderem Teil des &#8220;Lehrkörpers&#8221; scheint es nämlich ganz und gar nicht recht zu sein, dass sich Studenten in Kritik üben. Dabei geht es noch nicht einmal so häufig um Kritik am entsprechenden Dozenten, sondern um Kritik am BA/MA-System, dem deutschen Staate oder auch einfach nur um Kritik an der Uni. Vielleicht denkt diese Art der Lehrkraft ja auch, dass Studenten eh alle absolut unfähig und unwissend sind, vielleicht denken sie auch gar nicht, keine Ahnung.</p>
<p>Was aber tun mit solchen Menschen? Die unterschwelligen Botschaften ignorieren und Kritik genau dann üben, wenn man es für richtig hält und die Kritik durchaus angebracht ist? Es einfach ignorieren und sich denken: &#8220;Bin eh bald fertig, bald bin ich hier weg, was geht mich das an&#8221;? Ich würde ja dazu tendieren die Kritik zu üben, wenn ich es für richtig halte. Andere ignorieren so ein &#8220;absonderliches&#8221; Dozentenverhalten lieber oder kuschen sogar vor dem &#8220;übermächtigen&#8221; Dozenten. Feiglinge und Drückeberger? Wohl kaum. Die oft vorgebrachte Position: &#8220;Ich kritisier XYZ nicht, da kann XYZ gar nicht drauf und ich muss noch wichtige Prüfungen bei XYZ ablegen, die will ich mir nicht versauen!&#8221;, ist durchaus nachvollziehbar und für realistisch halte ich sie bis zu einem gewissen Grade auch? Wer glaubt schon, dass ein Dozent, der Kritik (egal ob offensichtlich oder unterschwellig) &#8220;verbietet&#8221; sich nach Durchsetzung der Meinungsfreiheit noch daran &#8220;erinnert&#8221;, wie man fair bewertet? Natürlich, es gibt Mittel und Wege Prüfungen anzuzweifeln und manchmal kann man die Prüfung auch von jemand anderem abnehmen lassen, aber immer geht dies nicht und manchmal (oder oft genug, vielleicht sogar zu oft?) überwiegt ein erfolgreiches Studium halt solche Dinge, wie Grundrechte und so.</p>
<p>Auch wenn es nicht so klingt, ich mache keinem Studenten und keiner Studentin einen Vorwurf, der oder die so handelt. Nur traurig ist es schon, wenn die &#8220;geistige Elite&#8221; von Personen ausgebildet wird, die gewisse grundlegende Dinge nicht verstanden haben. Menschen können sich ab einem gewissen Alter nicht mehr ändern, das weiß ich. Deswegen habe ich auch noch halbwegs Verständnis, wenn man sich Kritik an der eigen Person verbittet. Nicht viel Verständnis, aber immerhin ein bisschen. Aber wenn man sich auch Kritik am Bildungssystem oder an Organisationen wie der Universität verbittet, dann fehlt mir jegliches Verständnis. Universitäten und andere Systeme können und müssen permanent kritisch betrachtet und bei Bedarf verändert werden. Preußisches Verharren und Beharren bringt kaum jemandem etwas, außer vielleicht der trügerischen Illusion, dass alles doch halbwegs in Ordnung ist.</p>
<p>Bleibt die Frage, ob man nun auf seinem Recht bestehen soll oder ob man es lieber nicht darauf anlegt. Ich weiß so recht keine Antwort, denn zu groß ist die Gefahr sich im Kampf gegen Windmühlen zu verlieren.</p>
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