<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Edition Flint</title>
	<atom:link href="http://www.edition-flint.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.edition-flint.de</link>
	<description>&#62;Endzwanziger mit Migränehintergrund&#60;</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Mar 2012 21:07:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Emder Lynchmobs</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 20:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bei anderen gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3938</guid>
		<description><![CDATA[Die Entwicklungen um den Mordfall an dem 11jährigen Mädchen aus Emden drehen sich aktuell, wahrscheinlich aus Mangel an Tatverdächtigen, um die Äußerungen verschiedener Menschen bei Facebook. Wer mich kennt oder meine Äußerungen zu dem Thema auf Facebook mitverfolgen konnte, der weiß, dass ich kein Freund von &#8220;Todesstrafe für Kinderschänder&#8221;, Forderungen nach Selbstjustiz und Lynchmobs bin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die Entwicklungen um den Mordfall an dem 11jährigen Mädchen aus Emden drehen sich aktuell, wahrscheinlich aus Mangel an Tatverdächtigen, um die Äußerungen verschiedener Menschen bei Facebook. Wer mich kennt oder meine Äußerungen zu dem Thema auf Facebook mitverfolgen konnte, der weiß, dass ich kein Freund von &#8220;Todesstrafe für Kinderschänder&#8221;, Forderungen nach Selbstjustiz und Lynchmobs bin. Nur sollte man auch bei Themen, die einen selbst in Rage bringen, im Falle einer Berichterstattung versuchen, halbwegs sachlich zu bleiben.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/#footnote_0_3938" id="identifier_0_3938" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder man schreibt Rant dr&uuml;ber bzw. macht deutlich, dass es sich um einen solchen handelt.">1</a></sup> Stellvertretend für verschiedene Artikel, sei an dieser Stelle auf publikative.org verwiesen, die just den Artikel &#8220;<a href="http://www.publikative.org/2012/03/30/der-mob/" target="_blank">Der Mob</a>&#8221; veröffentlicht hat. Der Artikel beginnt u.a. mit folgendem Absatz, der die Entwicklungen an sich recht treffend zusammenfasst:</p>
<p><span id="more-3938"></span></p>
<blockquote><p>Ein fürchterliches Sexualverbrechen, ein Bürger-Mob, der zur Selbstjustiz aufruft, sensationslüsterne Medien: In Emden ist deutlich geworden, wie Trauer und Empörung schnell in Vorverurteilungen und Lynch-Stimmung umschlagen können.</p></blockquote>
<p>Man kann zwar geteilter Meinung darüber sein, ob 50 Menschen schon einen &#8220;Bürger-Mob&#8221; darstellen, aber davon abgesehen stimmt es: Seit Bekanntwerden der Verhaftung des mittlerweile nicht mehr und eigentlich sowieso noch nie so wirklich Tatverdächtigen, gab es vielerorts auf Facebook eine ziemliche Lynch-Stimmung, auch in meiner Freundesliste. Dass das Wort &#8220;Tatverdächtiger&#8221; gerne mit &#8220;Täter&#8221; gleichgesetzt wird, dürfte ohnehin jedem klar sein. Der Autor des Artikels auf Publikative, Jesper Olsen, schlägt im weiteren Verlauf allerdings eine merkwürdige Richtung ein. Bewusst oder unbewusst, vermag ich nicht zu beurteilen, merkwürdig ist das suggerierte Bild aber ohne Frage. So ist zu lesen:</p>
<blockquote><p>Wo Wut über ein Verbrechen an einem Kind herrscht, sind Menschen, die diese Wut instrumentalisieren wollen, nicht weit. In den vergangenen Wochen hatten bereits in Leck und Oldenburg Rechtsextremisten Wohnungen von “Kinderschändern” belagert und wollten diese stürmen. Dabei konnten sie auf Unterstützung aus der Nachbarschaft zählen.</p></blockquote>
<p>Daneben sieht man eine &#8220;Werbung&#8221; der NPD. Nun steht es, wie ich auch immer wieder gerne betone, außer Frage, dass dieses ganze Gesülze von wegen &#8220;Todesstrafe für Kinderschänder&#8221; von der NPD instrumentalisiert wird, wenn es nicht sogar maßgeblich von der NPD oder nahestehenden Organisationen etabliert wurde. Der Artikel von Jensen suggeriert nun aber, dass auch in Emden die NPD oder irgendwelche Nazis ihre Finger mit ihm Spiel hatten. Dieser Eindruck wird mal mehr, mal weniger subtil immer weiter vertieft: So folgt ein weiteres Bild, dessen Unterschrift (&#8220;Rechtsextreme punkten im Netz mit Parolen gegen &#8220;Kinderschänder&#8221;.&#8221;) suggeriert, dass es sich bei dem Screenshot erneut um eine Nazi-Seite handelt.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/#footnote_1_3938" id="identifier_1_3938" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was falsch ist, eher das Gegenteil ist der Fall, wie man bei Facebook lesen kann. Die Seite bleibt trotzdem irgendwie merkw&uuml;rdig.">2</a></sup> Kurz unter dem Bild steht dann im Artikel:</p>
<blockquote><p>Im Internet (und auf Autohecks) sind Forderungen nach der Todesstrafe für „Kinderschänder“ ohnehin bereits normal, in Emden fielen die Parolen auf einen fruchtbaren Boden. „Hängt ihn!“ und andere Parolen sollen Bürger gerufen haben, als der Jugendliche dem Haftrichter vorgeführt worden war. Ein Mob wollte die Polizeistation stürmen, um den Verdächtigen zu lynchen.</p></blockquote>
<p>Ich weiß nicht, ob &#8220;im Internet&#8221; solche Forderungen tatsächlich normal sind. Solche Forderungen tauchen natürlich immer gehäuft auf, deswegen ist so eine Behauptung schwer zu widerlegen. Die Behauptung, dass die Äußerungen auf fruchtbaren Boden fielen, ist hingegen so eine Sache. Zum einen hat emden mehr als 50 Einwohner, also mehr Einwohner als Mob. Zum anderen ist es, gerade auf &#8220;Sammelseiten&#8221; schwierig, zu entscheiden, ob alle Kommentatoren Emder sind. Der Fall hat deutschlandweit Aufsehen erregt und so gibt es auch aus ganz Deutschland Menschen, die kommentieren. So liest man auf der Facebook-Seite &#8220;Deutschland gegen Kinderschänder&#8221; sehr viele Aufrufe zur Selbstjustiz und zum Lynchen des ehemals Festgenommenen. Bei dieser Seite handelt es sich aber um eine der besagten &#8220;Sammelseiten&#8221; und meiner Meinung nach auch eher in der NPD näheren Richtung einzuordnen. Publikative.org stellt zwar einen Screenshot entsprechender Kommentare zur Verfügung, <del>verschweigt aber die Quelle</del>. <del>Nach kurzer Facebooksuche nach den erkennbaren Namen, denke ich aber, dass es sich um Kommentare von der Kondolenzseite bei Facebook handelt</del>. Eine kurze Suche zeigt aber auch, dass es sich keineswegs nur um Emder handelt, die dort kommentieren. Die Forderungen nach drakonischen Strafen fallen auf fruchtbaren Boden, aber wie fruchtbar der Boden in Emden war, lässt sich so nicht feststellen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/#footnote_2_3938" id="identifier_2_3938" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mittlerweile sind die Klarnamen &uuml;brigens geschw&auml;rzt.">3</a></sup></p>
<p>Die Argumentation ist aber auch in anderer Richtung eher merkwürdig. Olsen schreibt:</p>
<blockquote><p>Allerdings hatte die Polizei selbst im Netz fahndet [sic!] – und so den Gewalt-Shitstorm mit entfacht. Und was sollen Internet-Nutzer aus Bayern, Berlin oder Brandenburg überhaupt Gewinnbringendes zu einem Video aus einem Parkhaus in Emden beitragen?</p></blockquote>
<p>Die Argumentation in einem Satz: Die Polizei nutzt das Internet zur Fahndung und ist deswegen Schuld an den hasserfüllten Parolen und Reaktionen. Dies ist nun ziemlicher Blödsinn. Die Polizei kann nichts dafür, wenn Menschen im Internet die Kontrolle über sich verlieren oder wenn Menschen im Internet absoluten Blödsinn schreiben. Entsprechende Kommentare gab es schon vor dem Video unter den Artikeln der regionalen und überregionalen Zeitungen. Und wenn man fragt, was Leute aus Bayern schon beitragen könnten, dann müsste man auch die Ausstrahlung in überregionalen Nachrichtensendungen hinterfragen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/#footnote_3_3938" id="identifier_3_3938" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sollte man, ganz im Sinne des fr&uuml;hen Neil Postman vielleicht tats&auml;chlich tun, aber nun.">4</a></sup></p>
<p>Mit anderen Dingen hat Olsen allerdings Recht, z.B. wenn er die Bezeichnung &#8220;Netzwerker&#8221; hinterfragt und das Internet als Resonanzkörper der Gesellschaft bezeichnet. Diese Feststellungen gehen allerdings im Nachhall der vorherigen Argumentation unter.</p>
<p>Abschließend: ich respektiere und befürworte die Aufklärungsarbeit über diese ganze &#8220;Todesstrafe für Kinderschänder&#8221;-Schiene, aber nicht, wenn sie so plump und argumentativ fragwürdig daherkommt. Ich befürchte zwar auch, dass vor Ort in Emden auch Nazis bewusst mitgemischt haben, aber ich bezeichne es klar als das, was es ist: eine Vermutung. Beweise dafür fehlen ebenso wie für die Behauptung, dass die Nazi-Parolen in Emden auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Es könnte sich auch schlicht um überbordende Emotionen gehandelt haben, die durch die Art solcher Taten immer wieder geweckt werden.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3938" class="footnote">Oder man schreibt Rant drüber bzw. macht deutlich, dass es sich um einen solchen handelt.</li><li id="footnote_1_3938" class="footnote">Was falsch ist, eher das Gegenteil ist der Fall, <a href="http://www.facebook.com/pages/Todesstrafe-f%C3%BCr-Kindersch%C3%A4nder-ist-T%C3%A4terjagd-und-kein-Opferschutz/187381101331010" target="_blank">wie man bei Facebook lesen kann</a>. Die Seite bleibt trotzdem irgendwie merkwürdig.</li><li id="footnote_2_3938" class="footnote">Mittlerweile sind die Klarnamen übrigens geschwärzt.</li><li id="footnote_3_3938" class="footnote">Das sollte man, ganz im Sinne des frühen Neil Postman vielleicht tatsächlich tun, aber nun.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/emder-lynchmobs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sensible Berichterstattung</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/sensible-berichterstattung/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/sensible-berichterstattung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 15:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aurich oh Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3921</guid>
		<description><![CDATA[In Emden hat sich dieser Tage ein schlimmes Verbrechen ereignet. Ein 11jähriges Mädchen wurde tot in einem Parkhaus gefunden, die Polizei ist sich sehr sicher, dass das Mädchen einem Gewaltverbrechen mit sexuellem Hintergrund zum Opfer gefallen ist. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, was den örtlichen Zeitungen Gelegenheit gibt, ganz viele Artikel zu veröffentlichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>In Emden hat sich dieser Tage ein schlimmes Verbrechen ereignet. Ein 11jähriges Mädchen wurde tot in einem Parkhaus gefunden, die Polizei ist sich sehr sicher, dass das Mädchen einem Gewaltverbrechen mit sexuellem Hintergrund zum Opfer gefallen ist. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, was den örtlichen Zeitungen Gelegenheit gibt, ganz viele Artikel zu veröffentlichen. Der Facebook-Account der <a href="http://www.facebook.com/OstfriesenZeitung" target="_blank">Ostfriesen Zeitung</a> (OZ) mutete deswegen zwischenzeitlich wie ein Live-Ticker an. Die teilweise eher bescheidenen Kommentare verschiedener Facebook-Nutzer unter den Artikeln lassen einen teilweise schon am gesunden Menschenverstand zweifeln, was allerdings die &#8220;Schwesterzeitung&#8221; der OZ, die ON (Ostfriesische Nachrichten), heute rausgehauen hat, das hat mir beim Frühstück mein essen wieder hochgetrieben. Kurze Vorgeschichte:</p>
<p><span id="more-3921"></span></p>
<p>Am Donnerstag gab es eine Pressekonferenz (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2jGISg-ms1c" target="_blank">Teil 1</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LUmZZoZbFek&amp;feature=relmfu" target="_blank">Teil 2</a>) der Polizei Emden, die &#8211; abgesehen von Mikrogerücke &#8211; eigentlich in meinen Augen von Seiten der Polizei gut durchgeführt wurde. Die Polizei hat kaum Informationen rausgegeben, was bei Laufenden Ermittlungen nachvollziehbar ist. Durch die sparsamen Informationen wurde aber die Sensationsgier der Journalisten nur bedingt befriedigt und genau das schlug sich heute (30. März 2012) im Artikel &#8220;Tod Lenas: Noch viele offene Fragen&#8221; von Ralf Klöker nieder. Die Quintessenz des leider nicht online einzusehenden Artikels ist ungefähr folgende: Die Polizei ist doof, weil sie nicht mit uns spielen will. Aber ich greife vor.</p>
<p>Klöker, der laut Auskunft der ON nahezu alleinig die Artikel zum Mordfall schreibt,  startet seinen Artikel mit einer kurzen Beschreibung der Pressekonferenz, nur um dann schnell seine Meinung zur PK durchblicken zu lassen. So schreibt er noch im ersten Absatz:</p>
<blockquote><p>Die Journalisten bleiben durstig &#8211; nach Informationen. Papiere werden nicht verteilt, es wird [...] nichts erläutert. Eher sparsam werden ein paar Fakten genannt, werden Nachfragen meist abschlägig beschieden.</p></blockquote>
<p>Dieses &#8220;die Polizei macht keine Angaben&#8221; scheint das Hauptproblem des Herrn Klöker zu sein.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/sensible-berichterstattung/#footnote_0_3921" id="identifier_0_3921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder auch die Tatsache, dass die Polizei es jetzt nicht ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet, warum sie keine weiteren Informationen verbreitet.">1</a></sup> Im Rest des Artikels scheint Klöker sich in der Rolle des Opfers der &#8220;Behördenwand&#8221; zu sehen, an der der &#8220;pflichtschuldigst seine Arbeit&#8221; machende, &#8220;informationshungrige Journalist regelrecht &#8220;abprallt. Journalisten wie er würden &#8220;ja auch helfen, zur Klärung beitragen &#8211; wie sonst auch, wenn Fahrräder geklaut werden, oder wenn Zeugen gesucht werden für Unfälle, Raubüberfälle etc.&#8221; wollen, könnten dies aber nicht, weil die Polizei so sparsam mit Informationen um sich werfe. Diese fürsorglichen Journalisten haben übrigens, entgegen des Wunsches der Ermittler, den Namen des Mädchens veröffentlicht. Bei der BILD erwartet man das ja fast, aber auch die OZ/ON hatten damit kein Problem und stehen deswegen auch beim <a href="http://www.bildblog.de/37678/so-viel-zum-opferschutz/" target="_blank">Bildblog</a>. Begründung des Redaktionsmitgliedes T.S. bei Facebook für die Veröffentlichung des Namens war übrigens: Weil es die anderen auch schon gemacht haben. So eine Begründung bei Facebook zu posten ist auch nicht von schlechten Eltern. Der Darstellung vom Bildblog wurde übrigens explizit nicht widersprochen. Das sieht dann wie folgt aus, zunächst der Kommentar, auf den im &#8220;Gespräch&#8221; mit mir Bezug genommen wurde, danach die kurze Konversation:</p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-30_16-21-57.jpg" rel="lightbox[3921]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3925" title="2012-03-30_16-21-57" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-30_16-21-57-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-30_16-20-28.jpg" rel="lightbox[3921]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3924" title="2012-03-30_16-20-28" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-30_16-20-28-159x300.jpg" alt="" width="159" height="300" /></a></p>
<p>Die OZ ist nun nicht deckungsgleich mit der ON, aber es handelt sich um eine Zeitungsgruppe, deswegen halte ich diese Einordnung der &#8220;hilfsbereiten&#8221; Journalisten für legitim.</p>
<p>Zurück zum Artikel: Auf der Pressekonferenz wurde von der Polizei außerdem klargestellt, dass die Familie des Mädchens eine Beerdigung im engsten Kreis wünscht. Damit die Bedürfnisse der &#8220;informationshungrigen Journalisten&#8221; trotzdem gedeckt werden, wurde ein &#8220;Poollösung&#8221; für die Berichterstattung gewählt: Die Beerdigung darf nur von einem Kamerateam des NDR und von einem Fotografen der dpa begleitet werden. Diese stellen das Material dann zur Verfügung. Klöker kommentiert dieses, von der Polizei Emden als bewährt bezeichnetes, Vorgehen wie folgt:</p>
<blockquote><p>Na immerhin. Darauf haben sich die anwesenden Journalisten einlassen dürfen &#8211; die Staatsmacht überlässt hier nichts dem Zufall. Eine deutliche Warnung an die, die sich nicht einlassen wollen: Andere werden keinen Zugang [zum Friedhof; C.H.] haben.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich hat sich die Polizei wohl das Hausrecht für den Friedhof gesichert und diesen abgeschirmt. Begründet wurde dies damit, dass die Familie ungestört Abschied nehmen können soll. Irgendwie scheint auch Klöker dies einzusehen, denn er schreibt weiter:</p>
<blockquote><p>In meinem Fall bräuchten sie das [die Abschirmung; C.H.] gar nicht: Zu Beerdigungen nach derart schrecklichen Geschehnissen schicke ich eh niemanden.</p></blockquote>
<p>Warum er sich dann darüber aufregt, das kann ich nicht nachvollziehen. Warum er dann auch noch sagt, auf welchem Friedhof das Begräbnis denn stattfindet, kann ich noch viel, viel weniger nachvollziehen. Diese Information braucht kein Leser, denn wer zum &#8220;engsten Kreis&#8221; gehört, der weiß es so und wer nicht dazugehört, der muss es nicht wissen. Noch deutlicher: Der sollte es nicht wissen. Unwissenheit schützt in diesem Fall nämlich davor, dass da Leute hingehen, die da nichts zu suchen haben.<br />
Den Vogel schießt der Herr &#8220;Man will doch nur helfen&#8221; aber im letzten Absatz seines Artikels ab. Schon der Beginn des Artikels liest sich, als wäre diesem Absatz ein Kampfbericht vorausgegangen:</p>
<blockquote><p>Später, als alles vorbei ist, die Kabel eingerollt, die o-Töne aufgenommen und die Schalten beendet, kommen Beteiligten der Pressekonferenz ganz merkwürdige Gedanken.</p></blockquote>
<p>Tja, was mögen das wohl für Gedanken sein? &#8220;Hoffentlich bringen die Ermittlungen schnell ein Ergebnis&#8221;, &#8220;Mir tut die Familie leid, was die wohl durchmachen&#8221;, &#8220;Wo hab ich mein Auto geparkt&#8221;? Letzteres würde ja durchaus passen, da es sich ja um &#8220;merkwürdige&#8221; Gedanken handelt. Aber nein, die merkwürdigen Gedanken, die ja nach Herrn Klöker wohl allen Pressevertretern gekommen sind, sind folgende:</p>
<blockquote><p>Mit so viel Pressefreiheit, so viel gut gemeinter Presselenkung kann man gar nicht umgehen nach so viel Berufsjahren. Aber schreiben kann man darüber.</p></blockquote>
<p>Ja, man kann darüber schreiben, aber als Chefredakteur einer Zeitung sollte man vielleicht kurz innehalten und darüber nachdenken, ob man auch etwas sinnvolles zu sagen hat. Oder man denkt über seine vielen Berufsjahre nach und denkt einmal ernsthaft über Rente oder zumindest einen erholsamen Urlaub nach.<br />
Die Keule mit der Pressefreiheit ist an dieser Stelle völlig unangebracht. Wenn die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen, aus Gründen des Opferschutzes, aus Gründen des Täterschutzes oder ähnlichen Gründen nichts sagen möchte, dann ist das nachvollziehbar und in meinen Augen auch durchaus rechtens. Wenn man als Chefredakteur eines lokalen Blattes mal in einer Liga mit Bild&amp;Co. spielen möchte, dann mag das frustrierend sein, es ist aber weder ein Angriff auf die Pressefreiheit, noch ist es eine Lenkung der Presse. Die Ermittler haben darum gebeten, dass bestimmte Details<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/03/30/sensible-berichterstattung/#footnote_1_3921" id="identifier_1_3921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Name, Ort des Begr&auml;bnisses">2</a></sup> nicht veröffentlicht werden und die ON/OZ hat gepflegt drauf gepfiffen, das ist alles.</p>
<p>Nachdem sich dann heute herausgestellt hat, dass der Tatverdächtige kein Tatverdächtiger mehr ist, sondern laut Polizei die Tat nicht begangen haben kann, wirkt der Artikel noch viel lächerlicher und gekränkter, als er es ohnehin schon tat.</p>
<p>Heute war Herr Klöker leider nicht in der Redaktion, ansonsten hätte ich auch gerne noch persönlich mit ihm gesprochen. Dies wird nun hoffentlich kommende Woche klappen, ein kleines Geschenk für die herausragende Berichterstattung habe ich auch noch.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3921" class="footnote">Oder auch die Tatsache, dass die Polizei es jetzt nicht ausführlich begründet, warum sie keine weiteren Informationen verbreitet.</li><li id="footnote_1_3921" class="footnote">Name, Ort des Begräbnisses</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2012/03/30/sensible-berichterstattung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>They just want you to dance</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2012/03/25/they-just-want-you-to-dance/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2012/03/25/they-just-want-you-to-dance/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 16:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aurich oh Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3898</guid>
		<description><![CDATA[Am 3. April 2012 gibt es ab 20:30 Uhr eine besondere Premiere in Arno&#8217;s Hirsch. Die Magdeburger Band KEYNO stattet dem beschaulichen Aurich einen Besuch auf ihrer ersten Clubtour ab. Damit steht Aurich in einer Reihe mit so illustren Städte wie Hannover, Dresden, Leipzig und Berlin. KEYNO, das sind Jessica (vocals), Sebastian (keys), Jan (drums) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Am 3. April 2012 gibt es ab 20:30 Uhr eine besondere Premiere in <a href="http://www.facebook.com/arnos.hirsch" target="_blank">Arno&#8217;s Hirsch</a>. Die Magdeburger Band <a href="http://www.keyno.net/" target="_blank">KEYNO</a> stattet dem beschaulichen Aurich einen Besuch auf ihrer ersten Clubtour ab. Damit steht Aurich in einer Reihe mit so illustren Städte wie Hannover, Dresden, Leipzig und Berlin.</p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/KEYNO_band_01_mail.jpg" rel="lightbox[3898]"><img class="alignright size-medium wp-image-3911" title="KEYNO_band_01_mail" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/KEYNO_band_01_mail-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a>KEYNO, das sind Jessica (vocals), Sebastian (keys), Jan (drums) und Olaf (bass). Das besondere an KEYNO sind neben der eindrucksvollen und bezaubernden Stimme der Sängerin Jessica und der durchweg überzeugenden Instrumentenbeherrschung von Jan, Sebastian und Olaf vor allem die von der Band geprägte Musikrichtung des Redpop. Redpop ist kein Jazz mit Popelementen, aber auch kein Pop mit Jazzelementen, sondern liegt zwischen diesen beiden verschiedenen Musikstilen. Gerade dieser Balanceakt zwischen leichtgängigem Pop und dem unvorhersehbaren Jazz macht die vier Magdeburger so verdammt überzeugend, egal ob sie ihre eigenen Stücke spielen oder bekannte Songs völlig neu interpretieren. Als wäre das nicht genug, so merkt man der Band auch noch an, dass sie Spaß an dem haben, was sie tun. KEYNO harmonieren so gut miteinander, dass man kaum glauben kann, dass sie erst seit Anfang 2010 zusammen Musik machen. Die eindrucksvolle und facettenreiche Stimme der Sängerin Jessica führt den Hörer dabei sowohl begeisternd durch schnelle Stücke als auch durch langsame Balladen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/609z2ze6wrU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Wer einmal die Chance hatte in das Debutalbum &#8220;faces red&#8221; reinzuhören, der weiß spätestens nach &#8220;Trains&#8221; oder &#8220;Going On&#8221;, was die VW Sound Foundation meint, wenn diese schreibt:</p>
<blockquote><p>Die REDPOP-Welt sprüht vor Kreativität und Ideen. Wenn man bedenkt, dass das erst der Anfang ihrer Entwicklung ist, so kann man sich die Band in den nächsten Jahren nur auf den großen Bühnen dieser Welt vorstellen.</p></blockquote>
<p>Ja, richtig gehört: KEYNO sind stolze Mitglieder der VW Sound Foundation und erhöhen damit den Premierencharakter ihres Auftrittes in Aurich zusätzlich: KEYNO spielen zum ersten Mal im schönen Ostfriesland und Arno&#8217;s Hirsch darf zum ersten Mal ein Mitglied der Sound Foundation begrüßen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Jv_o7v1Maew" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/120403_aurich_keynotour1.jpg" rel="lightbox[3898]"><img class="alignleft  wp-image-3917" title="120403_aurich_keynotour" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/03/120403_aurich_keynotour1.jpg" alt="" width="432" height="432" /></a>Die Kurzdaten:</p>
<p>Wer: KEYNO</p>
<p>Wann: 3. April 2012, ab 20 Uhr</p>
<p>Wo: Arno&#8217;s Hirsch in Aurich</p>
<p>Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2012/03/25/they-just-want-you-to-dance/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kraken</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 21:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3889</guid>
		<description><![CDATA[Wenn ich meine Timeline so beobachte, dann habe ich manchmal das Gefühl, es sei gerade &#8220;in&#8221;, die Piraten für alles mögliche fertig zu machen. Besonders &#8220;in&#8221; sind (mal wieder) die Vorwürfe, dass die Piratenpartei antisemitisch sei bzw. genau: sich antisemitischer Symbolik bedienen würde. Dies geht zurück auf das Logo, welches u.a. die Piratenpartei für ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Wenn ich meine Timeline so beobachte, dann habe ich manchmal das Gefühl, es sei gerade &#8220;in&#8221;, die Piraten für alles mögliche fertig zu machen. Besonders &#8220;in&#8221; sind (mal wieder) die Vorwürfe, dass die Piratenpartei antisemitisch sei bzw. genau: sich antisemitischer Symbolik bedienen würde. Dies geht zurück auf das Logo, welches u.a. die Piratenpartei für ihre Proteste gegen ACTA benutzt. Das entsprechende Logo sieht man auf der entsprechenden Seite <a href="http://www.stopp-acta.info/deutsch/werde+aktiv/werbemittel/werbemittel.html" target="_blank">überall</a>. Um lästiges hin und her springen zu vermeiden, die übliche Variante nachfolgend:</p>
<p><span id="more-3889"></span></p>
<div id="attachment_3890" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/02/index.png" rel="lightbox[3889]"><img class="size-full wp-image-3890" title="index" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/02/index.png" alt="" width="200" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.stopp-acta.info/deutsch/index.html</p></div>
<p>Wer sich jetzt fragt, warum das bild als antisemitisch angesehen wird: Das habe ich mich zunächst auch gefragt und mehrere Antworten, die erste davon aus dem Jahr 2010, bei publikative.org (formerly known as npd-blog) <a href="http://npd-blog.info/2010/07/02/antisemitische-bildsprache-bei-der-piratenpartei/" target="_blank">gefunden</a>:</p>
<blockquote><p>[Die Piraten] kommen [mit der Verwendung der Krake] in eine gefährliche Nähe des antisemitischen Stilmittels der Krake über dem Erdball. Dieses wird immer wieder bewusst eingesetzt, von Antisemiten und Neonazis, um dem Betrachter die Gefahr einer übermächtigen, gierigen, dunklen Bedrohung zu suggerieren.</p></blockquote>
<p>Aufgezogen wird der ganze Vorwurf speziell an einer Karikatur aus dem Jahr 1938, welche in &#8220;Der Stürmer&#8221; erschien und von Josef Plank stammt:</p>
<div id="attachment_3891" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/02/tumblr_kxrcze1PQ51qb50y9o4_400.jpg" rel="lightbox[3889]"><img class="size-full wp-image-3891" title="1389.3 Holocaust A" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/02/tumblr_kxrcze1PQ51qb50y9o4_400.jpg" alt="" width="252" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Darstellung aus dem Jahr 1938, in der antisemitische Wochenzeitung &quot;Der Stürmer&quot; publiziert; Josef Plank</p></div>
<p>Publikative.org verwendet mittlerweile <a href="http://npd-blog.info/2010/07/02/antisemitische-bildsprache-bei-der-piratenpartei/" target="_blank">drei</a> <a href="http://www.publikative.org/2010/07/22/krake-200/" target="_blank">verschiedene</a> <a href="http://www.publikative.org/2012/02/08/hetzen-mit-tieren/" target="_blank">Artikel</a> auf das Thema (zwei aus dem Jahr 2010) und bleibt dabei eisern bei der offensichtlichen Nähe zur Darstellung im &#8220;Stürmer&#8221; und damit immer beim Vorwurf der Verwendung antisemitischen Bildmaterials. Ein paar der getätigten Äußerungen will ich mal näher betrachten, damit diese lange Einleitung auch mal ein Ende hat.</p>
<p>Im Vergleich beider Bilder schreibt Patrick Gensing <a href="http://www.publikative.org/2012/02/08/hetzen-mit-tieren/" target="_blank">folgendes in einer Bildunterschrift</a>:</p>
<blockquote><p>Bildkomposition der Stopp-Acta-KampagnePiratenpartei, die faktisch identisch ist mit einer Darstellung aus dem Jahr 1938, die in der antisemitische [sic!] Wochenzeitung &#8220;der Stürmer&#8221; publiziert wurde.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls auf Publikative.org schrieb der Diplom-Designer Robert Hampicke:</p>
<blockquote><p>In ihrer Stopp-Acta-Kampagne verwenden Piratenparteien verschiedener Länder das Motiv einer Krake, die den Erdball mit ihren Tentakeln umschlingt. Die Bildkomposition ist faktisch identisch, mit einer Darstellung aus dem Jahr 1938, die in der antisemitische [sic!] Wochenzeitung “der Stürmer” publiziert wurde. Die Metapher der Krake scheint seit Ende des 19. Jahrhunderts zum Standardrepertoir der Karikaturisten zu gehören. Sie dient dabei als Sinnbild für eine erdrückende, alles an sich raffende Übermacht.<br />
In den allermeisten Fällen wird dabei jedem einzelnen Tentakel eine spezielle Funktion zugeordnet oder der dargestellte Sachverhalt wird durch die Hinzufügung von weiteren Attributen erklärt. Die Krake aus der Zeitung “Der Stürmer”, die den Erdball umspannt, ist dabei durch ihren hohen Abstraktionsgrad einzigartig und sticht unter der Vielzahl der Darstellungen heraus.</p></blockquote>
<p>Die unterstellte &#8220;faktische Identität&#8221; wird, soweit ich nichts überlesen habe, eben anhand dieser fehlenden Zuschreibung spezieller &#8220;Funktionen&#8221; der Fangarme unterstellt. Dies greift in meinen Augen viel zu kurz, was in den verschiedenen, mittlerweile zur Genüge verlinkten, Artikeln eigentlich auch drin steht. Diese Erkenntnis wird aber irgendwie dann immer in Richtung Antisemitismus abgebogen. Wenn man den Vergleich der beiden Bilder einmal genauer betreibt und auch weitere Äußerungen von R. Hampicke heranzieht, wird vielleicht deutlich, was ich meine.</p>
<p>Hampicke behauptet, die Krake der Piraten sei nicht als Datenkrake zu erkennen und sei deswegen extrem erklärungsbedürftig. Das stimmt auch soweit. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass die Krake aus dem Stürmer extrem erklärungsbedürftig ist, denn sie ist auch nicht sofort als &#8220;Juden-Krake&#8221; zu erkennen. Dies stellt auch Hampicke soweit fest, wenn er sagt, dass die Krake &#8220;nur den Sachverhalt einer dunklen Bedrohung der Welt [beschreibt]<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/#footnote_0_3889" id="identifier_0_3889" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sie stellt eigentlich dar und beschreibt nicht, aber nun.">1</a></sup>, worin diese Bedrohung besteht, darüber gibt die Darstellung keine weitere Auskunft. Das macht sie der Krake aus dem “Stürmer” von 1938 so ähnlich und legt die Vermutung nahe, dass sich hinter ihr ebenfalls ein geschlossenes Weltbild verbergen könnte.&#8221;</p>
<p>Natürlich liegt dahinter ein geschlossenes Weltbild! Nämlich das geschlossene Weltbild einer &#8220;dunklen Bedrohung der Welt&#8221;. Das ist beiden Kraken, und wahrscheinlich den meisten Kraken in der wunderschönen Sammlung auf &#8220;<a href="http://vulgararmy.com/" target="_blank">Vulgar Army</a>&#8220;, gemein: Sie stellen zunächst nur eine wahrgenommene Bedrohung dar, die die ganze Welt betrifft. Außerdem gemein ist beiden Kraken, dass sie eben nicht so &#8220;extrem erklärungsbedürftig&#8221; sind, wie Hampicke das behauptet. Zu den Bildern gehören nämlich nicht nur die Elemente Krake und Globus, sondern noch ein paar mehr Elemente bzw. Details. In der Stürmer-Karikatur schwebt über der Krake ein Davidsstern, religiöses Zeichen des Judentums. Damit bekommt die Krake eine Bedeutungszuschreibung (Krake=Juden). Außerdem &#8220;blutet&#8221; die Welt an den Stellen, an denen die Fangarme der Krake die Oberfläche berühren. Dies erweitert die Aussage der Karikatur um den Aspekt &#8220;Juden zerstören/töten &#8216;unsere&#8217; Welt/Gesellschaft&#8221;. Antisemitischer Bockmist halt.</p>
<p>Die ACTA-Krake besitzt keinen Davidsstern und die Welt blutet auch nicht. Die Krake umfasst, ähnlich wie die andere, die Welt in Gänze. Die &#8220;extrem erklärungsbedürftige&#8221; ACTA-Krake wird vornehmlich durch zwei Faktoren in ihrer Bedeutung bestimmt: Das Stirnband mit den Flaggen der Schweiz, der USA und Japan<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/#footnote_1_3889" id="identifier_1_3889" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Drei L&auml;nder des ACTA-Abkommens, die blaue Flagge daneben ist die EU, siehe hier.">2</a></sup> und durch den Schriftzug &#8220;Stopp Acta&#8221;.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/#footnote_2_3889" id="identifier_2_3889" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Letzterer fehlt zugegebenerma&szlig;en auf dem Button, den die Bewegung zur Einbindung auf Internetseiten anbietet. Aber auf diesem Button fehlt fast alles, was nicht Krakenkopf ist.">3</a></sup> Der Abstraktionsgrad von &#8220;Hey, da sitzt ein riesiger Krake auf unserer Erde [=da bedroht etwas uns alle]&#8221; zu &#8220;Der Schriftzug sagt uns wohl, dass die Krake dieses ACTA ist [=ACTA ist die Bedrohung]&#8221; ist jetzt, in meinen Augen, nicht so groß. Sogar noch geringer, als bei der Stürmer-Krake.</p>
<p>&#8220;Faktisch identisch&#8221;, sehr geehrter Herr Gensing, ist etwas anderes. Man kann nicht einfach 50% aller Bildelemente ignorieren und dann sagen: Stimmt so. Das schlimme an dieser Behauptung ist ja sogar, dass publikative.org auf Vulgar Army verlinkt und allein durch eine kurze Sichtung klar wird, dass ähnliche, fangarm-unspezifische Darstellungen, nicht so selten sind. Kostproben gefällig?</p>
<ol>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/12224810258/know-your-communist-enemy" target="_blank">Kommunismus-Krake 1</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/8923528906/gathersthemin" target="_blank">Grover Cleveland</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/388290200/how-communism-works-1938" target="_blank">Kommunismus-Krake 2</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/386927821/the-following-cartoon-is-by-gib-crockett-and" target="_blank">Ho Chi Minh</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/5603231433/giant-squid-captured" target="_blank">So&#8217;n Mittelding zwischen spezifisch und eher nich</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/1377039619/the-war-octopus-ondanks-onze-beschaving-of" target="_blank">War Octopus</a></li>
<li><a href="http://vulgararmy.com/post/388526975/jason-made-on-july-6-2009-at-old-va-website" target="_blank">Batman Movie 1966 Poster</a></li>
</ol>
<p>Man sieht, es gibt viele Beispiele. Die spezifischen Zuschreibungen sind in der Mehrheit, keine Frage, aber so selten sind die anderen nun auch nicht.</p>
<p>Dieses &#8220;Piraten-Bashing&#8221; ist tatsächlich nur ein Bashing, und keine Diskussion. Die Diskussion wird nicht ergebnisoffenen und neutral geführt, sondern lenkt eindeutig in eine besondere Richtung. Dies zeigt sich, erneut, an folgenden Beispielen.</p>
<p>Der Schlussatz von Hampicke:</p>
<blockquote><p>Schlussendlich zeigt sich der ganze Bedeutungsumfang eines Zeichens, in der Summe seiner Lesarten. Nicht nur in der Lesart der Zustimmenden und “Erkennenden” sondern auch in der Lesart der dem Zeichen gegenüber neutralen und seiner “Gegner”.</p></blockquote>
<p>Dieser Schlussatz passt so gar nicht zum entsprechenden Artikel. Trotz mehrerer Ansätze, die ich hier teilweise versucht habe zu skizzieren bzw. weiterzuführen, wird eben nur die Seite der &#8220;Gegner&#8221; genauer beleuchtet. Auch schön folgende Beispiele aus dem Artikel von Patrick Gensing:</p>
<blockquote><p>Eine sinnvolle Gesellschaftskritik sieht anders aus. Zudem befördern die meisten Tiermotive seit Jahrhunderten bestehende Ressentiments – und verhindern eine sachliche Analyse, denn die Schuldigen stehen bereits fest.</p></blockquote>
<p>Natürlich stehen die Schuldigen bereits fest. Sie stehen aber aufgrund der Bildkomposition fest und nicht aufgrund des Tiermotivs an sich. Eine sachliche Analyse wird durch eine unsachliche Diskussion verhindert.</p>
<p>Auch schön ist folgende Stelle:</p>
<blockquote><p>Kraken, Ratten, Heuschrecken sollen komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge vereinfachen und personalisieren. Die Tiere symbolisieren eine bestimmte Gruppe von Menschen, wie Spekulanten, Einwanderer oder jüdische Weltverschwörer, die durch unfassbare Macht die ganze Erde oder durch hinterlistiges Verhalten das brave Volk bedrohen.</p></blockquote>
<p>Ja, die Tiere symbolisieren eine bestimmte Gruppe von Menschen und bei einigen Tiersymboliken in politischen Kontexten kann man auch unter Umständen sagen, dass diese Gruppen fast immer durch das gleiche Tier dargestellt werden. Aber selbst das wäre eine eher kühne Behauptung und würde erneut elementare Bildelemente ausblenden und dadurch zu einer eher beliebigen Festlegung der Konnotation führen.</p>
<p>Ich finde die reine Information zur Bedeutung von Kraken in politischen Zusammenhängen sehr interessant, da ich vorher nicht darüber nachgedacht habe. Die Art, wie die Diskussion aber geführt wird, egal von welcher Seite, ist aber schlicht und ergreifend bescheuert. Es bringt absolut gar nichts, wenn man auf Teufel komm raus eine Bedeutungszuschreibung erzwingen will. Hier wird das, meiner Meinung nach, versucht. Die zwanghafte Zurückweisung der vorgebrachten Argumente, ohne selbst welche zu finden, ist natürlich ebenso dämlich.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/#footnote_3_3889" id="identifier_3_3889" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Autobahnen und so.">4</a></sup></p>
<p>So, nun ist&#8217;s erstmal genug.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3889" class="footnote">Sie stellt eigentlich dar und beschreibt nicht, aber nun.</li><li id="footnote_1_3889" class="footnote">Drei Länder des ACTA-Abkommens, die blaue Flagge daneben ist die EU, siehe <a href="http://blogbrot.gaarden.net/files/2012/01/stopp_ACTA.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3889]">hier</a>.</li><li id="footnote_2_3889" class="footnote">Letzterer fehlt zugegebenermaßen auf dem Button, den die Bewegung zur Einbindung auf Internetseiten anbietet. Aber auf diesem Button fehlt fast alles, was nicht Krakenkopf ist.</li><li id="footnote_3_3889" class="footnote">Autobahnen und so.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2012/02/10/kraken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich möchte keine Spieleanfragen</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Communities]]></category>
		<category><![CDATA[Die Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3880</guid>
		<description><![CDATA[Facebook ist ja so eine Sache. Viele nutzen es und von diesen vielen sind wiederum die meisten der Meinung, dass nur sie Facebook richtig nutzen. Keine Gelegenheit lassen sie aus, diese Ansicht unter den Mitgliedern ihrer Freundesliste zu verbreiten. In letzter Zeit bürgert es sich anscheinend ein, dass gerade diese Nutzer ihr Wissen via Bildbeitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Facebook ist ja so eine Sache. Viele nutzen es und von diesen vielen sind wiederum die meisten der Meinung, dass nur sie Facebook richtig nutzen. Keine Gelegenheit lassen sie aus, diese Ansicht unter den Mitgliedern ihrer Freundesliste zu verbreiten. In letzter Zeit bürgert es sich anscheinend ein, dass gerade diese Nutzer ihr Wissen via Bildbeitrag verbreiten. Nachfolgend mal ein besonders penetrantes Beispiel:<br />
<span id="more-3880"></span><br />
<a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n.jpg" rel="lightbox[3880]"><img class="aligncenter  wp-image-3881" title="387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n.jpg" alt="Auf Facebook weit verbreitetes Bild. Urheber unbekannt. Dafür schön viele Ausrufezeichen." width="504" height="378" /></a></p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wer dieses Bild ursprünglich mal entworfen hat. Vom Design her scheint er/sie aber auf dem Stand von beepworld, myspace und Web -23.5 stehengeblieben zu sein. Nun ist das Posten von Bildern auf Facebook an sich ja nichts verwerfliches. Bei diesem und ähnlichen Bildern hapert es allerdings ganz gehörig in Sachen Logik. Die normale Seite für &#8220;Bitte schicke mir was ganz tolles für das Spiel, welches ich gerade spiele&#8221; sieht wie folgt aus<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/#footnote_0_3880" id="identifier_0_3880" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Blo&szlig; ohne die schwarzen Striche">1</a></sup>:</p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/fbkramsano.jpg" rel="lightbox[3880]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3882" title="fbkramsano" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/fbkramsano.jpg" alt="" width="669" height="644" /></a></p>
<p>Was fällt einem auf? Man kann nirgendwo sehen, ob die jeweilige Person irgendwann einmal o.g. Bild oder etwas vergleichbares auf seine eigene oder eine fremde Pinnwand gepostet hat, wem dieses Bild gefällt usw. Das Bild erfüllt also keine besondere Wirkung, es sei denn, jeder einzelne merkt sich, wer alles schon einmal solche Bilder bei sich gepostet hat. Ab einer gewissen Anzahl Freunde ist das ein Ding der Unmöglichkeit.</p>
<p>&#8220;Lass mich doch solche Bilder posten!&#8221;, werden nun einige rufen. Lasse ich ja auch, es ist nur absolut sinnlos. Um mal ein illustrierendes Beispiel zu wählen:</p>
<p>Wenn jemand nicht möchte, dass Werbung in seinem Briefkasten unten an der Tür landet, was macht diese Person dann? Richtig, sie klebt einen entsprechenden Zettel draußen an den Briefkasten. Von diesem Prinzip scheinen einige meiner &#8220;Freunde&#8221; ja derart überzeugt zu sein, dass sie das mit so lustigen Bildchen auch bei Facebook machen. Warum dieser Zettel in der realen Welt funktioniert, aber nicht bei Facebook, das zeigt die obere &#8220;Bitte verschicken&#8221;-Seite. Ich (als Postbote) sehe es einfach nicht, wenn ich vor dem Briefkasten stehe. Man müsste also das Bild schon als Profilbild nehmen, denn ansonsten hat es die gleiche Wirkung wie ein &#8220;Bitte keine Werbung einwerfen&#8221;-Zettel im <strong>inneren</strong> des häuslichen Briefkastens. Oder wie ein Zettel neben dem Telefon mit der Aufschrift &#8220;keine Werbeanrufe&#8221;. Auf diesen Zettel kann man den Werbeanrufer ja hinweisen, aber so wirklich effektiv ist die Strategie nicht.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/#footnote_1_3880" id="identifier_1_3880" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer an dieser Stelle &uuml;brigens eine Anleitung erwartet, wie man solche Anfragen tats&auml;chlich effektiv blockieren kann: Fragt doch mal Google.">2</a></sup></p>
<p>Achja, vielleicht die wichtigste Nachricht an diesem Eintrag: Ja, ich lebe noch und werde hoffentlich wieder mehr bloggen. <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3880" class="footnote">Bloß ohne die schwarzen Striche</li><li id="footnote_1_3880" class="footnote">Wer an dieser Stelle übrigens eine Anleitung erwartet, wie man solche Anfragen tatsächlich effektiv blockieren kann: Fragt doch mal Google.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Du bist so ostfriesisch und hast komische Vorlieben bei Facebook</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3873</guid>
		<description><![CDATA[Hachja&#8230;die Ostfriesen und ihre Weltsicht. Bei Facebook habe ich eben einen Kommentar zu einem der Programmpunkte vom Tag der Niedersachsen gelesen, der mich an eine Kampagne erinnert hat. Der FB-Kommentar war folgender: Gay&#8230; Das mal Ober scheisse gewesen&#8230; Nie wieder.. Für alle, die besonderen Wert auf &#8220;richtiges Deutsch&#8221; legen: Gay bedeutet &#8220;schwul&#8221;.1 Nun ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Hachja&#8230;die Ostfriesen und ihre Weltsicht. Bei Facebook habe ich eben einen Kommentar zu einem der Programmpunkte vom Tag der Niedersachsen gelesen, der mich an eine Kampagne erinnert hat. Der FB-Kommentar war folgender:</p>
<blockquote><p>Gay&#8230; Das mal Ober scheisse gewesen&#8230; Nie wieder..</p></blockquote>
<p>Für alle, die besonderen Wert auf &#8220;richtiges Deutsch&#8221; legen: Gay bedeutet &#8220;schwul&#8221;.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/#footnote_0_3873" id="identifier_0_3873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es bedeutet eigtl. auch fr&ouml;hlich, aber so wird es heutzutage wohl eher selten benutzt.">1</a></sup><br />
Nun ist es ja nicht so, dass ich behaupten könnte, in meinem Leben auf Beleidigungen wie &#8220;Du bist schwul&#8221; oder &#8220;Das ist ja so schwul&#8221; verzichtet zu haben. Allerdings war ich da bedeutend jünger, als ich es jetzt bin.</p>
<p>Die Kampagne stammt jedenfalls von <a href="http://thinkb4youspeak.com/">http://thinkb4youspeak.com/</a> und umfasste, soweit ich weiß, einen Spot mit Hillary Duff und einen mit Wanda Sykes:</p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/TVicCD8FmMs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/4IcRQssVllA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das mal so am Rande. Demnächst gibt es wahrscheinlich noch tiefere Einblicke in gewisse Denkweisen hier vor Ort und evtl. ein besonderes Wörterbuch &#8220;Richtiges Deutsch&#8221;. Dafür müsste ich mich aber erstmal dazu durchringen, dass ich mir Notizen mache.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3873" class="footnote">Es bedeutet eigtl. auch fröhlich, aber so wird es heutzutage wohl eher selten benutzt.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grüne Zukunftskonferenz: Rückschau</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftskonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[zuko11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3858</guid>
		<description><![CDATA[Von Claus Hock. Wieder in den heimatlichen Gefilden angekommen. Bisher blieb ich meinen abschließenden Eintrag noch schuldig. In der Rückschau auf die Grüne Zukunftskonferenz stellen sich verschiedene Fragen: Was war gut, was war schlecht? Würde ich da nochmal hingehen? und natürlich: Bin ich jetzt grün? Gut an der ganzen Veranstaltung war natürlich die Möglichkeit, sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><em>Von Claus Hock.</em> Wieder in den heimatlichen Gefilden angekommen. Bisher blieb ich meinen abschließenden Eintrag noch schuldig. In der Rückschau auf die Grüne Zukunftskonferenz stellen sich verschiedene Fragen: Was war gut, was war schlecht? Würde ich da nochmal hingehen? und natürlich: Bin ich jetzt grün?</p>
<p>Gut an der ganzen Veranstaltung war natürlich die Möglichkeit, sie zu besuchen. Das mag jetzt trivial klingen, aber wenn eine Partei schon gezielt Außenstehende einlädt, dann ist das erstmal positiv zu bewerten. Die Konferenz war, abgesehen vom üblichen Chaos, an sich auch völlig in Ordnung. Die Einladung von Außenstehenden in Verbindung mit Chaos führt allerdings zum ersten Kritikpunkt: Wenn man sich Blogger<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_0_3858" id="identifier_0_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich wei&szlig;, ich gender nicht konsequent. Werde ich mir wohl auch so schnell nicht angew&ouml;hnen.">1</a></sup> einlädt, dann sollte man für a) Steckdosen und b) feste Ansprechpartner, die auch leicht zu finden sind, sorgen. <a href="http://her-meinblock.blogspot.com/" target="_blank">Henning Rasche</a> und ich unterhielten uns<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_1_3858" id="identifier_1_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nachdem wir uns eher zuf&auml;llig gefunden haben">2</a></sup> und er meinte, dass er eigentlich von einer besseren Betreuung und einer größeren Koordination des &#8220;Bloggereinsatzes&#8221; ausgegangen sei. Mit dieser Vorstellung war er nicht allein. Auch ich hatte mir zumindest ein kurzes Briefing und eine &#8220;Bloggerrunde&#8221; gewünscht. Auch ein Meet &amp; Greet mit den anwesenden, höheren Bündnisgrünen (Cem Özdemir und Claudia Roth) oder zumindest mit Berliner Bündnisgrünen wäre nett gewesen. Wenn man &#8220;persönlich&#8221; eingeladen wird, dann will das Ego halt auch ein bisschen was davon abhaben. Besonderen Dank an dieser Stelle allerdings noch einmal an Tobias Schwarz für das Heranschaffen von Verteilersteckdosen in Saal 4. Ohne den Strom hätte uns das meist fehlende WLAN gar nicht gestört, da wir gar nicht hätten bloggen können.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_2_3858" id="identifier_2_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder zumindest nicht so lange.">3</a></sup></p>
<p>In den Workshops selbst hätte ich mir einen größeren, inhaltlichen Leitfaden gewünscht. Die vorher einsehbaren Positionspapiere in allen Ehren, aber wenn mehrere Podiumsgäste da sind, die alle nochmal ihre persönlichen Schwerpunkte setzen, dann könnte man auch kurze, individuelle Thesenpapiere verteilen. Wenn auch nur tischweise. Auf dem Podium sitzen traditionell die ExpertInnen, im Plenum allerdings nicht zwangsläufig.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_3_3858" id="identifier_3_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn man als Blogger mit WLAN-Problemen zu k&auml;mpfen hat, dann f&ouml;rdert das die Aufmerksamkeit auch nicht gerade.">4</a></sup> Im Forum zur Geschlechtergerechtigkeit empfand ich die fehlenden, gedruckten Details als besonders störend, da ich selbst nur oberflächliche Ahnung vom Thema habe und es deshalb besonders schade fand, dass man mit der Fülle an Informationen recht allein gelassen wurde. Dementsprechend war ich in den &#8220;Flüsterrunden&#8221; auch keine wirkliche Hilfe. Die Keynotes vor, zwischen und nach den Workshops waren leider auch irgendwie nicht besonders mit den anderen Themen der ZuKo verknüpft, so dass die durchaus qualitativ hochwertigen Beiträge irgendwie frei im Raum herumschwebten und vergeblich nach eindeutigen Anknüpfungspunkten gesucht haben.</p>
<p>Vom Zeitmanagement fange ich nun mal nicht an, das ist wahrscheinlich auf allen Veranstaltungen dieser Art so. Obwohl es schon schade war, dass teilweise die interessanten Diskussionen außerhalb der Workshops stattgefunden haben und nicht in den Workshops. Das hatte allerdings nicht nur Zeitgründe.</p>
<p>Sichtung, was die anderen BlogerInnen so geschrieben haben. Da mich besonders Michéle Hamm beeindruckt hat<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_4_3858" id="identifier_4_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Sch&uuml;lerin den ganzen Weg nach Berlin und dann bei einer recht chaotischen Konferenz allen Stolpersteinen zum Trotz am Bloggen, das beeindruckt schon.">5</a></sup>, soll einer ihrer Beiträge an dieser Stelle als Beispiel dienen. In ihrem ersten Eintrag <a href="http://revierkind.blogspot.com/2011/07/grune-zukunftskonferenz-einfuhrung-und.html" target="_blank">schreibt sie</a> unter anderem:</p>
<blockquote><p>Da ich sowieso keinen Empfang hatte, klappte ich den Laptop zu und versuchte einigermaßen den Menschen an meinem Tisch zu folgen. Ich merkte dass mein Fach-Vokabular nicht ausreichte. Wie denn auch? Der Politikunterricht einer Realschule gibt eben nicht viel her.</p></blockquote>
<p>Diese Erfahrung bestätigt, was ich im Vorfeld der Veranstaltung schon befürchtet hatte: Trotz einer gewissen Öffnung gegenüber Nicht-Mitgliedern und Neuwählern, bestach diese Veranstaltung durch eine gewisse Niveauhöhe, die zwar je nach Thema sicherlich angebracht, aber trotzdem anstrengend ist. Ich bin sicher kein Freund von Platitüden und halte eine vernünftig unterfütterte Diskussion für sinnvoller, als eine, die nur durch Parolen geführt wird. Ich bin aber auch mit einem gewissen Hintergrund auf diese Konferenz gegangen. Manchmal hatte man aber den Eindruck, dass &#8220;term dropping&#8221;<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_5_3858" id="identifier_5_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie name dropping, nur mit Fachbegriffen.">6</a></sup> betrieben wurde, anstatt eine &#8220;didaktische Reduktion&#8221; zu betreiben. Auf der anderen Seite waren aber auch halt eben mehr &#8220;alte Bekannte&#8221;, als neue Gesichter da. So interpretiere ich es zumindest, wenn Menschen im Plenum von den RednerInnen mit Namen aufgerufen werden. Man kennt sich halt. Zur Gewinnung von Interessierten war so vor allem der Workshop zur Geschlechtergerechtichkeit in meinen Augen eher also schlecht zu gebrauchen, was aber auch daran liegen mag, dass es ein Thema ist, welches sich nicht in allen Bereichen so leicht „verkaufen“ lässt, es sei denn man beschränkt sich auf sowas wie „equal pay“. Das Aufbrechen von Macht- und Abhängigkeitsstrukturen ist relativ abstrakt und diese Strukturen sind so lange gewachsen, so dass man<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_6_3858" id="identifier_6_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="No pun intended   ">7</a></sup> sich da schnell in den Irrungen und Wirrungen verlieren kann. Ändert allerdings nichts an der Wichtigkeit des Themas. Beim Workshop zum Urheberrecht<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_7_3858" id="identifier_7_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nur M&auml;nner auf dem Podium! Relativ kurz nach der Geschlechtergerechtigkeit war das schon irgendwie merkw&uuml;rdig.">8</a></sup> fand ich das &#8220;term dropping&#8221; nicht so schlimm, allerdings bin ich da auch eher im Thema.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_8_3858" id="identifier_8_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vielleicht gab es auch einfach nicht so viel davon.">9</a></sup> Leider driftete die Diskussion schnell in, meiner Meinung nach, polemische Bereiche ab, die wenig zielführend waren. Interessant fand ich einen Beitrag aus dem Plenum, in dem gesagt wurde, dass man auch im Bereich des Urheberrrechts und Leistungsschutzes einen &#8220;grünen Weg&#8221; bräuchte. Wie der auch immer aussehen mag. Wenn die Grünen es schaffen würden, einen entsprechenden Weg zu finden, dann würde es deren Beliebtheit sicherlich kaum schaden. Ohne diesen Weg wurde auf dem Workshop allerdings nicht so wirklich deutlich, welchen Standpunkt das Bündnis überhaupt vertritt. Anonymität im Internet oder eher doch nicht? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate" target="_blank">Kulturflatrate</a>? Wie soll die aussehen?</p>
<p>Wenn ich weiter an die inhaltliche Seite der Veranstaltung denke, so fällt mir zunächst der Spruch des <a href="http://sanity.madcynic.com/" target="_blank">Zynikers</a> ein:<br />
Solche Veranstaltungen sind prädestiniert dafür, dass die eigene Meinung umgestoßen wird und man die Veranstaltung mit einer anderen Meinung verlässt, als man sie betreten hat. Bin ich jetzt also grüner, als ich es vorher war? Da ich keinen der Workshops besucht habe, die grüne Leib- und Magenthemen ansprechen, würde ich sagen: Nein. Die Geschlechtergerechtigkeitsdebatte entsprach relativ meinen eigenen Standpunkten, die ich jetzt aber eher als &#8220;sozial&#8221; und &#8220;links&#8221; etikettieren würde.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_9_3858" id="identifier_9_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cargohose und schwarzer Kapuzenpulli wurde zwar von einer netten Teilnehmerin aus Wernigerode so gedeutet, als w&auml;re das irgendwie typisch &amp;#8220;gr&uuml;n&amp;#8221;, aber nun. An dieser Stelle &uuml;brigens Gru&szlig; an Daniela und Danke f&uuml;r&amp;#8217;s Stricken. So ganz ohne Klischees w&auml;re es doch irgendwie langweilig gewesen.   ">10</a></sup> Ich kann also jeden beruhigen, der einen &#8220;grünen&#8221; Einschlag für irgendwie doof hält: Ich bin nicht grüner, als ich es vorher war.</p>
<p>Würde ich also nochmal auf so eine Veranstaltung gehen? Sicher, vor allem, wenn sich die Veranstalter die paar Kritikpunkte zu Herzen nehmen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/#footnote_10_3858" id="identifier_10_3858" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Liebe andere Parteien, ihr d&uuml;rft mich nat&uuml;rlich gerne einladen, wenn ihr meint, dass ihr es besser k&ouml;nnt. Diese Einladung richtet sich allerdings nicht an die NPD.">11</a></sup> Die Erfahrung war es allemal wert. Nächstes Mal gehe ich auch auf das anschließende Fest, aber das Wetter und meine Müdigkeit waren zwei gute Gründe dagegen.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3858" class="footnote">Ich weiß, ich gender nicht konsequent. Werde ich mir wohl auch so schnell nicht angewöhnen.</li><li id="footnote_1_3858" class="footnote">Nachdem wir uns eher zufällig gefunden haben</li><li id="footnote_2_3858" class="footnote">Oder zumindest nicht so lange.</li><li id="footnote_3_3858" class="footnote">Wenn man als Blogger mit WLAN-Problemen zu kämpfen hat, dann fördert das die Aufmerksamkeit auch nicht gerade.</li><li id="footnote_4_3858" class="footnote">Als Schülerin den ganzen Weg nach Berlin und dann bei einer recht chaotischen Konferenz allen Stolpersteinen zum Trotz am Bloggen, das beeindruckt schon.</li><li id="footnote_5_3858" class="footnote">Wie name dropping, nur mit Fachbegriffen.</li><li id="footnote_6_3858" class="footnote">No pun intended <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </li><li id="footnote_7_3858" class="footnote">Nur Männer auf dem Podium! Relativ kurz nach der Geschlechtergerechtigkeit war das schon irgendwie merkwürdig.</li><li id="footnote_8_3858" class="footnote">Vielleicht gab es auch einfach nicht so viel davon.</li><li id="footnote_9_3858" class="footnote">Cargohose und schwarzer Kapuzenpulli wurde zwar von einer netten Teilnehmerin aus Wernigerode so gedeutet, als wäre das irgendwie typisch &#8220;grün&#8221;, aber nun. An dieser Stelle übrigens Gruß an Daniela und Danke für&#8217;s Stricken. So ganz ohne Klischees wäre es doch irgendwie langweilig gewesen. <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </li><li id="footnote_10_3858" class="footnote">Liebe andere Parteien, ihr dürft mich natürlich gerne einladen, wenn ihr meint, dass ihr es besser könnt. Diese Einladung richtet sich allerdings nicht an die NPD.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/grune-zukunftskonferenz-ruckschau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grüne Zukunftskonferenz: Endrunde</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 15:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftskonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[zuko11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3844</guid>
		<description><![CDATA[Von Claus Hock. Mit dezenter Verspätung geht es irgendwann in relativ naher Zukunft in die Endrunde. Im Programm nennt sich das &#8220;Externe KommentatorInnen-Runde&#8221;. Kommentiert wird wirklich, vor allem in den Reihen der Zuhörerschaft. Erste Eindrücke und Bewertungen der Zukunftskonferenz werden in Kleingruppen besprochen und man wird den Eindruck nicht los, dass eben diese Diskussionen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><em>Von Claus Hock. </em>Mit dezenter Verspätung geht es irgendwann in relativ naher Zukunft in die Endrunde. Im Programm nennt sich das &#8220;Externe KommentatorInnen-Runde&#8221;. Kommentiert wird wirklich, vor allem in den Reihen der Zuhörerschaft. Erste Eindrücke und Bewertungen der Zukunftskonferenz werden in Kleingruppen besprochen und man wird den Eindruck nicht los, dass eben diese Diskussionen in den Workshops etwas zu kurz gekommen sind. Die Verspätungen und Querelen mit dem WLAN<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_0_3844" id="identifier_0_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gut, letzteres hat wohl vor allem die Blogger gest&ouml;rt">1</a></sup> fordern langsam aber sicher ihren Tribut, ich gebe es zu.</p>
<p>Die abschließende KommentatorInnen-Runde soll&#8230;ja, was eigentlich? Als einziger Punkt des Programmes steht diese Abschlussrunde etwas allein und unkommentiert auf dem Plan. Cem Özdemir erklärt aber gerade, dass die KommentatorInnen das Geschehen, die Zukunftskonferenz von &#8220;außen&#8221; kommentieren und bewerten sollen. Auf dem Podium eine Vertreterin der Grünen Österreich (<a title="Eva Glawischnig-Piesczek" href="http://antriebzukunft.de/eva-glawischnig-piesczek/">Eva Glawischnig-Piesczek</a>), eine Journalistin von der taz (Ulrike Herman), ein Journalist vom Tagesspiegel (<a title="Harald Schumann" href="http://antriebzukunft.de/harald-schumann/">Harald Schumann</a>) und ein Professor für Sozialpsychologie (<a title="Harald Welzer" href="http://antriebzukunft.de/harald-welzer/">Harald Welzer</a>).</p>
<p>Folgende Leitfragen werden besprochen.</p>
<p><strong>1. </strong>: Wie bewerten die Anwesenden das heute Diskutierte?<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_1_3844" id="identifier_1_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ausf&uuml;hrungen gehen teilweise in die 2. Leitfrage &uuml;ber.">2</a></sup></p>
<p><strong>2.</strong> : Wie soll es weitergehen, womit sollen sich die Bündnisgrünen in Zukunft beschäftigen?<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_2_3844" id="identifier_2_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cem &Ouml;zdemir: Die Gr&uuml;ne Wunschliste">3</a></sup></p>
<blockquote><p>Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.</p></blockquote>
<p>Aus Österreich kommt die Anregung, aus der &#8220;Medienlogik&#8221; der Politik auszusteigen. Man solle sich mal den Luxus gönnen einmal nachzudenken, einmal aus der Dynamik der sofortigen Antworten auszusteigen. Dies habe man heute schon in Ansätzen geschafft.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_3_3844" id="identifier_3_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erinnert mich eben dran, dass ich dazu noch etwas schreibe.">4</a></sup> Wichtig sei außerdem, nach Eva Glawischnig-Piesczek, dass man sich die Zukunft nicht kaputtsparen dürfe. Gerade in Krisenzeiten müsse man sich darauf besinnen, dass Europa eine Gemeinschaft ist, anstatt nach &#8220;meinen&#8221; und &#8220;deinen&#8221; Leuten zu unterscheiden. die Gemeinschaft hochzuhalten sei eine besondere und wichtige Aufgabe der Grünen Bewegung.</p>
<p><em>Ulrike Hermann</em> nennt als heimliches Motto der Konferenz: Der Atomausstieg ist geschafft, was machen wir als nächstes? Aus ihrer Sicht gab es die Schwerpunkte: Finanzwirtschaft, Soziale Sicherheit/Teilhabe und Umweltschutz. Taktische Fragen, die sich die Grünen laut Hermann stellen sollten, sind hingegen: Aufarbeitung der Vergangenheit als Regierungspartei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_4_3844" id="identifier_4_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hartz 4, Spaltung der Gesellschaft u.a. durch den Niedriglohnsektor">5</a></sup>, Wer sind eigentlich die Bündnispartner?<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_5_3844" id="identifier_5_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Komplette Transformation, da sich die Gr&uuml;nen bisher auf Bewegungen st&uuml;tzen konnte, was sich in den letzten Jahren aber ge&auml;ndert hat. Die Gr&uuml;nen hatten also B&uuml;ndnispartner in der Bev&ouml;lkerung in Form von Bewegungen. Soziale Sicherheit und Teilhabe hat aber z.B. keine Bewegung in den Bev&ouml;lkerungsschichten.">6</a></sup> und: Was sind eigentlich die zentralen Botschaften, die die Grünen vermitteln wollen?</p>
<p><em>Harald Schumann</em> lobt die Grünen für ihre Offenheit, dafür, dass auch Menschen von außerhalb durch die Partei eingeladen werden, um über wichtige Zukunftsfragen zu diskutieren. Schumann kritisiert die fehlende Verknüpfung der Keynotes der ausländischen Gäste und der stattfindenden Workshops.</p>
<p>Harald Welzer ist der Meinung, dass wir uns gegenwärtig nicht in einer Position befinden würden, in dem man eindeutig sagen könnte, welche Wege in die Zukunft führen. Er plädiert deswegen für ein &#8220;sich herausnehmen&#8221;, ähnlich wie es von Eva Glawischnig-Piesczek angesprochen wurden.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/#footnote_6_3844" id="identifier_6_3844" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Er sagt noch mehr, aber ich bin gerade raus. M&uuml;digkeit und so.">7</a></sup></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3844" class="footnote">Gut, letzteres hat wohl vor allem die Blogger gestört</li><li id="footnote_1_3844" class="footnote">Die Ausführungen gehen teilweise in die 2. Leitfrage über.</li><li id="footnote_2_3844" class="footnote">Cem Özdemir: Die Grüne Wunschliste</li><li id="footnote_3_3844" class="footnote">Erinnert mich eben dran, dass ich dazu noch etwas schreibe.</li><li id="footnote_4_3844" class="footnote">Hartz 4, Spaltung der Gesellschaft u.a. durch den Niedriglohnsektor</li><li id="footnote_5_3844" class="footnote">Komplette Transformation, da sich die Grünen bisher auf Bewegungen stützen konnte, was sich in den letzten Jahren aber geändert hat. Die Grünen hatten also Bündnispartner in der Bevölkerung in Form von Bewegungen. Soziale Sicherheit und Teilhabe hat aber z.B. keine Bewegung in den Bevölkerungsschichten.</li><li id="footnote_6_3844" class="footnote">Er sagt noch mehr, aber ich bin gerade raus. Müdigkeit und so.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/grune-zukunftskonferenz-endrunde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BAG Medien- und Netzpolitik: Warten&#8230;</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 13:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftskonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[zuko11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3825</guid>
		<description><![CDATA[Von Claus Hock. Wie am Tisch gerade so treffend festgestellt wurde: &#8220;Wir sind bei den Grünen, wir haben es nicht so mit der Zeit.&#8221; Oder so ähnlich, jedenfalls hinkt zumindest der genannte Workshop schon eine halbe Stunde hinter dem Zeitplan hinterher. 100 Teilnehmer waren angekündigt, bisher sind es so 30 inklusive Referenten. Tatsächlich nur Referenten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><em>Von Claus Hock.</em> Wie am Tisch gerade so treffend festgestellt wurde: &#8220;Wir sind bei den Grünen, wir haben es nicht so mit der Zeit.&#8221; Oder so ähnlich, jedenfalls hinkt zumindest der genannte Workshop schon eine halbe Stunde hinter dem Zeitplan hinterher. 100 Teilnehmer waren angekündigt, bisher sind es so 30 inklusive Referenten. Tatsächlich nur Referenten, nur Männer, keine Frauen. Eingedenk des vorherigen Workshops könnte man jetzt natürlich fragen, wie das denn auf den grünen Veranstaltungen so mit der Quote aussieht. Muss man aber auch nicht machen. Die Laptopdichte im Saal 4 des Kosmos ist auf jeden Fall höher als im Geschlechterworkshop.</p>
<p>Bei der Warterei stellt sich heraus: Handys sehen gegenderte Wörter als Fehler an.</p>
<p>***</p>
<p>Mit gut 30 Minuten Verspätung scheint der Workshop langsam anzufangen. Aber wirklich nur ganz langsam. Malte Spitz eröffnet den Workshop. Die Urheberseite wird vertreten vom Musiker und Autor Pit Budde, die rechtliche Seite von Reinher Karl (Anwalt für UrheberInnen- und Medienrecht) und die Seite des Internets<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_0_3825" id="identifier_0_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="mal ganz platt ausgedr&uuml;ckt">1</a></sup> wird vertreten von Jan Engelmann (Bereichsleiter bei wikimedia).</p>
<p>Reinher Karl beginnt mit einer &#8220;Einführung&#8221; in das Urheberrecht und stellt heraus, dass das Urheberrecht eigentlich in erster Linie dazu dient, die UrheberInnen zu schützen und zu entlohnen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_1_3825" id="identifier_1_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dank spinnendem WLANs war ich allerdings kurzzeitig abgelenkt.">2</a></sup> Allerdings könne das Urheberrecht und die darüber erfolgende Entlohnung eigentlich keinen Musiker alleinig ernähren.</p>
<p>Pit Budde übernimmt den zweiten Teil und legt seine Sicht als Musiker dar. Er sagt, dass er im Thesenpapier und in der Debatte den Eindruck habe, dass es häufig um den &#8220;Mainstream&#8221; gehe, worin er ein Problem sieht.</p>
<p>Die 1. These<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_2_3825" id="identifier_2_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Ausspielen von elementaren B&uuml;rgerrechten gegen gerechte Verg&uuml;tungs- oder Abrechnungsmodelle kommt f&uuml;r B&uuml;ndnis 90/Gr&uuml;ne nicht in Frage">3</a></sup></strong> hält Budde für schwammig. Für erbrachte Leistungen (Musik) solle der Künstler entlohnt werden und Budde betont, dass man es den KünstlerInnen selbst überlassen solle, wann und für wen sie ohne Entlohnung arbeiten. Außerdem dürfe man das Zusatzeinkommen, die Zusatzsicherheit, die die Entlohnung durch das Urheberrecht schafft, nicht unterschätzen.</p>
<p>Budde: 70 Jahre nach dem Tod sollten alle Grundstücke und Besitztümer des Verstorbenen in den Besitz der Allgemeinheit übergehen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_3_3825" id="identifier_3_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sinngem&auml;&szlig;">4</a></sup> Dieser Vorschlag zu den Schutzfristen sorgt für leichten Beifall im Raum. Ferner unterstützt Budde die Forderung eines neuen Gesellschaftsvertrages<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_4_3825" id="identifier_4_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="These 4:&nbsp;Das Urheberrecht muss rechtlich verankert UrheberInnen und NutzerInnen gleichzeitig sch&uuml;tzen und dienen &ndash; es ist Teil eines sozial gerechten Gesellschaftsvertrages">5</a></sup></strong><strong> </strong>, da der &#8220;alte&#8221; Gesellschaftsvertrag in Bezug auf die Urheberschaft in den letzten Jahren durch den Nutzer größtenteils aufgekündigt wurde.</p>
<p>Wenn beim Gerechtigkeitsworkshop der &#8220;Gegenpol&#8221; weitestgehend fehlte, so übernimmt Budde in diesem Workshop gerne und begeistert den Gegenpol und pflückt genüsslich die Punkte und Thesen auseinander, die seiner Meinung nach &#8220;Quark&#8221;, Blödsinn oder einfach nur fehlgeleitet oder irreführend formuliert sind. Er schließt mit der Forderung, dass auch in diesem Bereich nicht über die Köpfe der Beteiligten hinweg diskutiert werden solle.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_5_3825" id="identifier_5_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch wenn es sich manchmal scheinbar eher um Missverst&auml;ndnisse handeln k&ouml;nnte.">6</a></sup></p>
<p>Als letzter im Bunde spricht Jan Engelmann, der nach der Darstellung seines biographischen Hintergrundes (u.a. ehemaliger freier Journalist) über seine Arbeit und die damit einhergehende Themensicht bei Wikimedia spricht.</p>
<p>Pünktlich zum Beitrag von Engelmann schmiert das WLAN bei allen anwesenden Bloggern ab. Schade, da hat die Planung von bündnisgrüner Seite leider versagt. Instabiles und nicht flächendeckendes WLAN im Tagungsort ist störend, vor allem für Blogger.</p>
<p>Engelmann findet es merkwürdig, dass dogmatisch davon ausgegangen wird, dass Kulturschaffende nicht auch auf andere Art und Weise ihr Geld verdienen können.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_6_3825" id="identifier_6_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Leider ist Engelmann kein so begeisternder Redner wie Budde, au&szlig;erdem st&ouml;rt das fehlende WLAN, so dass der Argumentationsstruktur schwerer zu folgen ist.">7</a></sup></p>
<p>Beliebtes Thema sind und bleiben allerdings die Schutzfristen. Engelmann bringt allerdings einen neuen Punkt in die Diskussion ein, wenn er darauf hinweist, dass man bei laufenden Digitalisierungsprojekten gemeinfreier Werke darauf achten sollte, dass keine neuen Urheber- und Verwertungsrechte entstehen. Außerdem weist er darauf hin, dass bei der ganzen Diskussion „Kollateralschäden“ nicht aus dem Blick verloren werden sollten. So hätte eine fehlende Anonymisierung ggfs. Folgen für die Schreiber durch den Arbeitgeber, den Staat o.ä.</p>
<p>An den Anschluss an die Positionierungen sollten die einzelnen Thesen in Kleingruppen behandelt werden, durch die fortgeschrittene Zeit wird aber darauf verzichtet und gleich zur Großdiskussion übergegangen.</p>
<p>In der Diskussion wird auf die Kulturflatrate eingegangen, jedoch ohne dass genau geklärt oder erklärt werden würde, wie diese Kulturflatrate denn aussehen sollte oder könnte.</p>
<p>Teilweise wird die Diskussion etwas polemisch.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/#footnote_7_3825" id="identifier_7_3825" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gut, wenn Budde immer von Bullshit redet, mag sich so mancher Redner da anschlie&szlig;en.">8</a></sup> Dies zeigt allerdings gut, wie &#8220;verhärtet&#8221; die Fronten in Bezug auf Urheberschutz, &#8220;Kostenloskultur&#8221; usw. sind.</p>
<p>[Wird im Hotel beendet, das WLAN ist gerade quasi nicht vorhanden. Arbeiten geht so nicht.]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><br />
</em></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3825" class="footnote">mal ganz platt ausgedrückt</li><li id="footnote_1_3825" class="footnote">Dank spinnendem WLANs war ich allerdings kurzzeitig abgelenkt.</li><li id="footnote_2_3825" class="footnote"><strong>Ein Ausspielen von elementaren Bürgerrechten gegen gerechte Vergütungs- oder Abrechnungsmodelle kommt für Bündnis 90/Grüne nicht in Frage</li><li id="footnote_3_3825" class="footnote">sinngemäß</li><li id="footnote_4_3825" class="footnote">These 4: <strong>Das Urheberrecht muss rechtlich verankert UrheberInnen und NutzerInnen gleichzeitig schützen und dienen – es ist Teil eines sozial gerechten Gesellschaftsvertrages</li><li id="footnote_5_3825" class="footnote">Auch wenn es sich manchmal scheinbar eher um Missverständnisse handeln könnte.</li><li id="footnote_6_3825" class="footnote">Leider ist Engelmann kein so begeisternder Redner wie Budde, außerdem stört das fehlende WLAN, so dass der Argumentationsstruktur schwerer zu folgen ist.</li><li id="footnote_7_3825" class="footnote">Gut, wenn Budde immer von Bullshit redet, mag sich so mancher Redner da anschließen.</li></ol>________]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netzpolitik-warten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BAG Medien und Netz: Einleitung</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netz-einleitung/</link>
		<comments>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netz-einleitung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 12:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunftskonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[zuko11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.edition-flint.de/?p=3818</guid>
		<description><![CDATA[Von Claus Hock. Der zweite Workshop für diesen Tag ist der vom &#8220;BAG Medien- und Netzpolitik, BAG Demokratie und Recht sowie BAG Kultur&#8221; mit dem schönen Titel UrheberInnenrecht und Informationsfreiheit. Der Workshop bedient also das Leib- und Magenthema der meisten Blogger und &#8220;digital natives&#8221;. Mit dabei sind bisher Michéle, Philipp und ich. Kernthesen des Workshops sind: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p><em>Von Claus Hock.</em> Der zweite Workshop für diesen Tag ist der vom &#8220;BAG Medien- und Netzpolitik, BAG Demokratie und Recht sowie BAG Kultur&#8221; mit dem schönen Titel <a href="http://antriebzukunft.de/thesenpapiere/urheberinnenrecht-informationsfreiheit/" target="_blank">UrheberInnenrecht und Informationsfreiheit</a>. Der Workshop bedient also das Leib- und Magenthema der meisten Blogger und &#8220;digital natives&#8221;. Mit dabei sind bisher <a href="http://www.revierkind.blogspot.com/" target="_blank">Michéle</a>, <a href="http://www.appleunity.de/" target="_blank">Philipp</a> und ich.</p>
<p>Kernthesen des Workshops sind:</p>
<ol>
<li>Ein Ausspielen von elementaren Bürgerrechten gegen gerechte Vergütungs- oder Abrechnungsmodelle kommt für Bündnis 90/Grüne nicht in Frage</li>
<li>Die Begrenzung der geltenden Schutzfristen berücksichtigt den Innovationszyklus unserer heutigen Zeit und kreative Entwicklungen stärker</li>
<li>Eine gerechte und angemessene Vergütung der UrheberInnen selbst muss Leitmotiv aller Urheber- und Leistungsschutzgesetzgebungen sein</li>
<li>Das Urheberrecht muss rechtlich verankert UrheberInnen und NutzerInnen gleichzeitig schützen und dienen – es ist Teil eines sozial gerechten Gesellschaftsvertrages</li>
<li></li>
</ol>
<p>Bis zum Start des Workshops lockere und unterhaltsame Gespräche am Tisch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.edition-flint.de/2011/07/02/bag-medien-und-netz-einleitung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

