Archiv der Kategorie: Und nun zu etwas völlig Anderem

„Also gehören Sie nicht zur Sekte? Gut!“

Gestern Nachmittag waren ja deutschlandweit Demonstrationen und Mahnwachen gegen die Vorratsdatenspeicherung usw. Ich habe mich auch auf einer dieser Veranstaltungen eingefunden um ein paar Fotos zu machen, den Veranstaltern etwas zur Hand zu gehen (Pavillons bauen sich ja nicht von alleine auf) und um mir die ganze Sache mal anzugucken. Nachdem der Pavillon aufgebaut war und es dann auch pünktlich aufgehört hatte zu regnen, packte ich meine Kamera aus und fing an die ganze Sache zu dokumentieren. Nichts künstlerisch anspruchsvolles, nur Eindrücke sammeln und festhalten. So sprang ich da die ganze Zeit auch releativ unbehelligt in der Gegend rum, habe ab und an versichert, dass ich die Fotos nur mache um sie dem BKA gegen Prämie zur Verfügung zu stellen (manche Leute vertragen einfach keine Ironie) und frierte mir ansonsten nur dezent was ab. Da plötzlich sprach mich eine ältere Dame im forschen Ton an: „Warum fotografieren sie hier?“ – ich guckte den Tisch an, den ich gerade ablichtete, überlegte kurz ob ich die Sache mit dem BKA erwähnen solle, dachte mir dann aber dies sei wohl nicht _so_ unbedingt angebracht. Also erwiederte ich nur ein „Dokumentation der Demo.“, und versuchte der netten Dame ein nettes Lächeln zu schenken. „Also gehören sie nicht zur Sekte? Gut!“ schallte es mir da von der Frau entgegen. Gut, was soll man darauf erwiedern? „Doch, doch, ich treibe die Geister der Ungläubigen mit meiner Kamera aus!“ Naja, jedenfalls guckte ich nur etwas zweifelnd, was der Dame aber wohl als Antwort genügte, denn schwups drehte sie sich um und belagerte die Leute am Stand. Da stand ich nun, frierend und verdattert. Von was für einer Sekte hat die bitte geredet? Doch dann fiel mein Blick auf die Plakate und Spruchbänder: „Freiheit statt Angst“. Okay…erinnert doch tatsächlich ein bisschen an „Jesus liebt dich“ und ähnliche Sektenfloskeln, oder? Hatte die nette Dame einfach die Plakate falsch interpretiert? Hielt sie die Grundgesetze, die überalls auslagen, für ne Art Bibel? War der Infostand für sie eine Art Altar? Bei der Beleuchtung würde es ja passen.

Zum öffnen auf den Link klicken: img_8136.JPG

Vielleicht war die Dame auch einfach nur verwirrt, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich hätte ich einfach antworten sollen: „Ne, ich guck mir die Freaks selbst nur an!“ Jedenfalls machte ich mich auch kurz danach wieder auf den Weg zur Uni, Vortrag über die Sprache der rechten Gewalt anhören. da wurde mir dann richtig schlecht…

Konstruktive Gespräche erwünscht

Eine Bekannte erzählte mir gerade folgende, doch irgendwie amüsante, Begebenheit:

Sie kam nach der Arbeit nach Hause und sah in ihrem Zimmer Licht brennen. Da sie normalerweise nicht dazu neigt die Klimakatastrophe voranzutreiben, ergo ihr Licht ausschaltet, blieben nur wenige Gründe für diese Stromverschwendung übrig. Sie kam recht schnell drauf, dass ihr Freund wohl zu Hause sei und ging dementsprechend recht zielstrebig in ihr Zimmer. Nach öffnen der Tür bot sich ihr wohl ungefähr folgender Anblick: Laufender Rechner, Freund starrte konzentriert auf den Bildschirm und war völlig abgelenkt. Und nun die Frage an die geneigten Leser: Was lenkt einen Mann so dermaßen ab, dass er nicht mitbekommt, dass ein Auto vorfährt, jemand die Treppe hochsteigt und sich dem Zimmer nähert? Kleiner Tip: Fußball war es nicht…
Auf jeden Fall sagte meine Bekannte darauf hin, eloquent wie man in so einer Situation halt ist: „…ähh…hallo…“ und er entgegnete auf diese Eröffnung hin mit egreifender…Stille. Gut, mit der Situation muss man(n) natürlich erstmal fertig werden. Von der eigenen Freundin beim Palme wedeln erwischt. Jedenfalls beantwortete sie seine schlagfertige „Antwort“ mit einem „welcome home“, schnappte ihr Telefon und verließ den Raum.
Ich kann mir bildlich sein Gesicht vorstellen. In der einen Sekunde noch vertieft in Darstellungen von Lana Deephole, Handcreme frisch aufgetragen und plötzlich steht die Freundin im Zimmer…penlich, peinlich…was er wohl gedacht haben mag? „Scheisse, hätt die nich eben zwei Minuten später nach Hause kommen können?“, oder vielleicht auch: „Mach ich nun weiter, oder lass ich es bleiben? Ich meine…wo ich eh schonmal dabei bin…“. Vielleicht auch eher in die Richtung „Typisch Frauen. Müssen immer telefonieren.“ Aber ich weiß nicht, was er so gedacht hat, ob er überhaupt gedacht hat oder was auch immer.
Sie zumindest wusste wohl sehr gut, was sie so von der ganzen Geschichte zu halten hatte, rief ihre beste Freundin an (das nächste mal möchte ich bitte als 1. davon erfahren! 😉 ), erzählte ihr vom drohenden Wahnsinn, der sie zu befallen drohe und betrat nach ein paar Minuten wieder das Zimmer, setzte sich an ihren Rechner (er saß an seinem eigenen…wenigstens etwas) und: wartete. wartete. wartete. wartete…Man mag sich die Situation vorstellen. Diese konstruktive Stille, die durch keine Äußerung von ihm durchbrochen wurde. Wahrscheinlich hat sein Gehirn gekündigt, beschämt von soviel Dämlichkeit. Man kennt das ja auch von anderen Persönlichkeiten, wie Homer Simpson oder Bill Clinton. Nach 15 Minuten großartigen Schweigens, er war wenigstens so geistesgegenwärtig und hat, bevor sie wieder reinkam, die Seite (und wahrscheinlich auch seine Hose) wieder zu gemacht, wurde es ihr dann doch zu still und sie sprach ihn darauf an. Und seine eloquente und durch langes Nachdenken geprägte Antwort habe ich, als es mir erzählkt wurde, wahrscheinlich genau so brennend erwartet, wie ihr jetzt.

Aufpassen!

Was er geantwortet hat, war…

„…öhm…was soll ich denn jetzt dazu sagen?“

Ist das nicht einfach grandios? Hut ab, das schlägt echt noch „I never had sex with this woman!“
Ihre Antwort hingegen find ich dann doch schon eher „passend“: „Tja-konstruktive Gespräche fand ich schon immer super“…sprach’s und warf ihn für diesen Abend raus.

Das alles will ich jetzt nicht weiter kommentieren, nur so viel:

liebe Bekannte: Haste gut gemacht!
lieber Palmwedler: Hoffentlich bist du kein Arcor-Kunde, sonst seh ich schwere Zeiten auf dich zukommen.

Der schulische “Infotainment-Flash”

Seit Jahren geistert der Begriff Infotainment durch die Medienlandschaften. Infotainment ist toll, Infotainment ist die Zukunft, so scheint der Tenor zu sein. Nicht nur Infos oder Entertainment, sondern beides zugleich. Neil Postman meinte zwar eher genau das Gegenteil, als er in seinem Werk „Wir amüsieren uns zu Tode“ (1985!!) das Fernsehen kritisch hintefragte. Aber heute ist ja bekanntlich alles anders. So setzt sich die Definition, wie sie zum Beispiel Wikipedia, anbietet immer weiter durch:

Unter Infotainment (Kofferwort aus dem Englischen: information und entertainment) versteht man die unterhaltsame Vermittlung von Bildungsinhalten und evtl. auch von Scheinwissen, das den Anspruch erhebt, Bildungsbestandteil zu sein.

Und genau darum geht es mir gerade. Die Vermittlung von Bildungsinhalten! Eben diese Vermittlung muss scheinbar auf immer unterhaltsamere Weise passieren und dies nicht nur in TV und Internet, sondern auch an dem Ort, der sich voll und ganz der Vermittlung von Bildungsinhalten gewidmethat, nämlich der Schule. Die paar wenigen Didaktik/Methodik Seminare, die man im Zuge der theoretischen Lehramtsausbildung in den meisten Bundesländern besuchen muss, sind geprägt von „alternativen Konzepten“. Ganz, ganz selten wird dem Lehrervortrag überhaupt noch eine Funktion im Unterricht zugesprochen. Alles muss neu sein, denn neu ist besser. Möglichst spontan und locker wäre auch nicht schlecht, auch wenn man seine Stunde im Vorfeld minutiös planen soll. So gibt es unlängst die Talkshow als Unterrichtsmethode und die Expertenbefragung wird auch ganz gerne mal mit Prominenten durchgeführt, wobei es manchmal fraglich ist wo sich der Sinn und Zweck dahinter versteckt. Ich will das alles jetzt nicht verteufeln, Gott bewahre. Ich frage mich nur manchmal, wo denn die ganze Sache hinlaufen soll. Scheinbar von Jahr zu Jahr werden immer mehr Begriffe mit „-tainment“ kombiniert. So gibt es ja mittlerweile schon das Edutainment und das Politainment. Die Idee, dass Lernen Spaß machen soll ist ja nun nicht gerade neu, aber Spaß ist doch etwas anderes als Unterhaltung…oder? Sollen angehende Lehrer demnächst auch noch parallel eine Ausbildung zum Moderator machen? Wird ein Praktikum im Club Robinson, als Animateur, denmächst Pflicht? Wie lange soll die Ausbildung dann bitte dauern? Okay, praxisnäher wäre sie wahrscheinlich, aber wie erkläre ich die 20 Semester dem Bafög-Amt? Werden mir die Einnahmen von meinen Wasser-Aerobic Stunden vom Bafög abgezogen? Kann ich das Managertraining auf der Gotcha-Anlage von der Steuer absetzen? Soll ich mit meinen Schülern später auch auf die Gotchabahn gehen? Und wer getroffen wurde rezitiert eine Strophe der „Glocke“? Gut, mit der zusätzlichen Ausbildung an einer Waffe wird der Unterricht in Zukunft auch noch ein Stückchen interessanter…

Und vor allem, wie lässt sich das ganze mit den realen Bedingungen vereinbaren? Ein Studium, das einen, meiner Meinung nach, nur sehr bedingt auf den Lehrerberuf vorbereitet, kaum Geld für genügend Lehrer, überfüllte Klassen und immer mehr Geschrei nach gebildeten Schülern. Wobei „gebildet“ bedeutet, dass sie Wissen reproduzieren können und dies möglichst vergleichbar und auf die Ansprüche der Wirtschaft abgestimmt. Da soll ich auch noch ein Thomas Gottschalk des Klassenzimmers werden? Kann man Spaß an der Sache nicht auch anders vermitteln? Zum Beispiel durch eigene Begeisterung für das Thema? Muss es immer etwas neues und immer, immer mehr sein? Wann ist es soweit, dass anstatt Schiller, Goethe und Kleist nur noch Effenberg und Bohlen gelesen werden? Liest man den letzteren, so wird man zumindest gut auf kommende Auftritte in irgendwelchen Castingshows vorbereitet und unterhaltend ist es sicher auch irgendwie. Wundert mich, dass es noch kein Bohlentainment oder Dietertainment gibt. Und die Unterrichtsstunde gibt es danach bei Youtube…

Ich bin wirklich nicht dafür, dass die Schule verstockt und konservativ bleibt. Aber sie sollte sich nicht allen Auswüchsen unserer Gesellschaft sofort stellen und versuchen möglichst viel umzusetzen. Manchmal ist es besser, wenn Information, Information und Entertainment, Enternatinment bleibt. Schule soll unter anderem dazu befähigen Kritik üben zu können und nicht dazu befähigen alles kritiklos zu übernehmen, bzw. Schule soll diese Kritiklosigkeit nicht vorleben…oder?

Früher sprach man vom Nürnberger Trichter, heute wäre vielleicht Trichtertainment angebracht. 😉

Kinder, Heiligtümer, Nacht und Tod

Das Wetter passte, als wir uns um 21.30Uhr auf dem Weg zur örtlichen Harry Potter Nacht machten. Trüb, düster und stürmisch tat sich Magdeburg vor uns auf, ähnlich wie sich der letzte Band der Reihe den Lesern präsentiert….

Da waren wir also. Ein Bekannter, meine Freundin (a.k.a. die Praktikantin) und meine Wenigkeit, kurz vor dem Sturz ins Ungewisse, kurz vor dem Abenteuer Harry Potter Nacht! Aber noch eben zu McDonalds, nen Kaffee holen…die Praktikantin schlug auch gleich mal bei den kostenlosen Kuchenproben zu, bevor sie wieder die Stative schnappte und wir uns auf den Weg zum Einkaufszentrum machten. Dort angelangt noch eben aufrauchen, zugucken, wie uns die Tür vor der Nase zugeschlossen wird, zum anderen Eingang, weiter aufrauchen und kurz vor der Schließung auch dieser Tür rein ins Getümmel! Oder zumindest ins Einkaufszentrum, denn von Getümmel war nicht wirklich viel zu sehen. Nach kurzer Such- und Fragerei fanden wir uns dann im „Basement“ wieder, am entferntesten Punkt zum größten Buchladen des Zentrums. Also genau gegenüber vom Zentrum der Aufmerksamkeit, aber nun gut, soll nicht mein Problem sein. Ab und an fotografierend, Notizen machend und die Praktikantin durch die Gegend schickend verbrachten wir die 2 Stunden bis zum Verkauf halbwegs ordentlich über die Bühne, auch wenn die Sehnsucht nach nem Bier ständig zunahm. Da wir Alkohol aber als dem Anlaß unangemessen ansahen, hielten wir der Versuchung tapfer stand und genossen lieber die Eindrücke, die da auf uns einprasselten.

So sah man Potter-Fans aller Alters- und Bekleidungsklassen. Von den kleinsten (oft verkleideten) Fans über „Punks“ bis hin zu erwachsenen (manchmal auch verkleideten) Fans war alles vertreten. Wobei die Verkleidungen nun scheinbar nicht unbedingt etwas mit Potter zu tun haben mussten. „Fantasy“ schien manchen zu genügen. Sehr göttlich waren aber manche Kinder, die ihre Eltern doch sehr in der gegend rumscheuchten. Da es ein Gewinnspiel gab, war das Thema „Stift“ ein sehr beliebtes. „Mama, Stift!“, verbunden mit Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Tonfall Marke „Ich kann so einfach nicht arbeiten!“ oder „EINMAL mit PROFIS arbeiten!“ war eine recht beliebte und ab und an auch recht nachdrücklich vorgebrachte Forderung. Da konnte man die eltern verstehen, die eher den Schichtdienst zwischen Kinderbehütung und Café-Aufenthalt vorzogen. Wir mussten uns ja zum Glück nur um die Praktikantin kümmern und damit diese auch mal etwas mehr zu tun hatte wurde sie zwischendurch mal zum Kinderschminken geschickt. Die junge Studentin, die dies machte war sehr nett und motiviert, aber die Aussage „Also ich kann Blitze, Spinnennetze und Spinnen“ entlockte mir dann doch schon ein Schmunzeln. Bildchen ausmalen durfte unsere Praktikantin dann nicht mehr, ich hoffe sie sieht es uns nach. 😉

img_7922.JPG

Der Rest des Abends gestaltete sich dann weniger ereignisreich. Rest des Programms, Buchverkauf. Allerdings sollten sich die Organisatoren das nächste Mal bemühen deutlich vor 12 mit dem Hauptprogramm fertig zu werden, denn so ab 23:20 leerte sich das Untergeschoß doch deutlich.

Was einem am deutlichsten im Gedächtnis bleibt ist das Drumherum, welches eigentlich nichts mit der Veranstaltung zu tun hatte. Die Buchladen-Mitarbeiter, die weit ab vom Basement im Café saßen und bei Kaffee und Zigaretten auf ihren Arbeitseinsatz warteten, die nicht weggeräumte Dekoration des normalen Tagesgeschäftes, die einen stets präsent und stehts fröhlich dazu aufforderte, dem Darmkrebs auf der Spur zu bleiben.

img_7856.JPG

Wobei man sagen muss, dass diese Werbung bei uns im Vorfeld schon für Belustigung sorgte. In einer für diese Aktion gestartete Werbung hieß die Firma nämlich Rocher und nicht Roche, wobei ich den kleinen Schokopralinen nun nichts unterstellen will…

Alles in allem ein recht lustiger Abend, auch wenn es hier und da scheinbar etwas an Elan fehlte…nur eines bleibt noch zu sagen: Wenn eine Tür deutlich offen steht, in einem ansonsten abgeschlossenen Gebäude, so sollte man gleich diese Tür nehmen und nicht erst die geschlossenen Türen probieren. Denn mit Fliegenklatschen in Eulenform kann man keine Türen aufzaubern…

Das Sommerloch im Herbst

Das vielbeschrieene Sommerloch in den Medien scheint sich dieses Jahr bis in den Herbst auszudehnen. Nachdem Frau Roth und Herr Mixa etwas unschön aneinandergeraten sind, und Frau von der Leyen im August, also im eigentlichen Sommerloch, eine Broschüre der BZgA „bemängelte“ und so die Herstellung und Verbreitung stoppte, gibt nun ein Bischof Anlass für „Schlagzeilen“. Seit 2003, also seit mittlerweile 4 Jahren, tourt durch Deutschland ein Musical der BZgA. „Nase, Bauch und Po“ so lautet der Titel dieses Stückes und es geht um frühkindliche, sexuelle Aufklärung. Kinder ab 3 Jahren können dieses Musical besuchen. Gut, man mag über Sexualerziehung in dem Alter denken, was man will und mich persönlich wundert es jetzt nicht sonderlich, dass da irgendwann mal ein Vertreter einer religiösen Richtung nen Lauten machen muss. Gut…4 Jahre Reaktionszeit, aber wer stört sich schon daran. Es stört sich wohl auch niemand daran, dass das Musical von einer katholischen Organisation in die Gegend geholt wurde, die als Antwort auf den Ausstieg ihrer Kirche aus der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung gegründet wurde. Fast jeder kann ja meinetwegen so glücklich werden, wie er es für richtig hält. Auch glauben kann ja jeder an seinen eigenen Kram, aber muss man dafür unbedingt seinen gesunden Menschenverstand abschalten? In Zeiten der „Generation Porno“ sollte man vielleicht über alt hergebrachte Standpunkte nachdenken, wenn man dies noch nicht getan hat. Denn wie inflationär heute scheinbar das Wort „Liebe“ gebraucht wird, darüber sollten sich die Verfechter von Zucht und Ordnung mal wirklich Gedanken machen.

Aber auch ansonsten scheint sich die Berichterstattung noch nicht vom Sommerloch erholt zu haben. Ganz aktuell ist momentan die Angst vor dem „Überwachungswahn“, wobei die kritische Berichterstattung übder die Vorhaben in Deutschland und anderswo es irgendwie nicht schafft ein breites Publikum zu erreichen. Ich selbst hab bis vor kurzem jetzt auch nicht so viel von der ganzen Sache mitbekommen und bin daher bei Leibe kein Experte oder ähnliches. Auch muss ich zugeben, dass ich mir noch nicht ganz schlüssig bin was ich von der ganzen sache halten soll. Überwachung ja/nein? Wie viel, wie wenig Überwachung? Vorratsdatenspeicherung? Gläserner Bürger? Bundestrojaner? Bewegungsprofile?
Schlecht wird mir bei Texten wie folgendem aber schon irgendwie:

Anfang November entscheidet der Deutsche Bundestag über einen Gesetzentwurf, der die Erstellung von Kommunikations-, Bewegungs- und Internetnutzungsprofilen für alle Menschen in Deutschland vorsieht (sog. Vorratsdatenspeicherung). Die Zivilgesellschaft läuft seit Monaten Sturm gegen das verbreitet als verfassungswidrig angesehene Vorhaben. Nun ist ein Beschluss der Bundesregierung vom 28.09.2007 bekannt geworden, wonach Deutschland dem „Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität“ beitreten soll. Dieser Beitritt würde 52 Staaten in Europa und weltweit den Zugriff auf die ab 2008 in Deutschland zu speichernden Vorratsdaten eröffnen – nicht nur zur Verfolgung von Computerstraftaten, sondern jeglicher im Ausland mit Strafe bedrohter Handlung.

Quelle: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/154/1/lang,de/

Und auch der Big Brother Award, den es schon seit 2000 gibt, erlangt irgendwie kaum Aufmerksamkeit, obwohl die „Preisträger“ schon ganz schön harten Tobak abliefern. Auf Grund persönlicher Favoriten bei Zukunftsvisionen favorisiere ich dieses Jahr den Preisträger aus der Politik

Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Politik“ geht an den Bundesminister der Finanzen, Herrn Peer Steinbrück, für die Einführung einer lebenslangen Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Steuer-ID geht mir persönlich zu sehr in Richtung einer sehr düsteren Zukunftsversion…

Auch sehr schön ist die Nicht-Auszeichnung von Schäuble. Aber das soll jeder selbst nachlesen.

Aber die drohende Sperrung einer Pornoseite für dt. Kunden scheint die Gemüter mehr zu erregen (hehe), als sämtliche Visionen eines drohenden 1984. Frei nach dem Motto: „Ich hab nichts zu verbergen, aber ich will wenigstens in Ruhe Selbstbefriedigung betreiben!“ Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland Jugendschutz im weiten bereich der „Erotik“ fast gleichbedeutend mit „bezahlen“ ist, dann kann man das wahrscheinlich eher verstehen. Überwachung kostet den Einzelnen ja scheinbar nichts, aber wenn es an die Selbstbefriedigung geht ist der Spaß vorbei!

Aber ich seh es schon kommen. Neben Demonstrationen gegen den Überwachungswahn mit Teilnehmerzahlen unter 200, finden demnächst wahrscheinlich Demonstrationen für freie Wichsvorlagen statt. mit Teilnehmerzahlen jenseits der 1000 . 😉

Büroalltag oder: Warum sitzen die alle hier rum?

Nach den Aufregungen der letzten Wochen kehrt so langsam wieder der Alltag hier im Büro ein. Allerdings weiß ich nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht. Denn mit dem Alltag kommen auch wieder die Leute, die hier ständig rumsitzen. An sich ja nichts schlimmes, wenn da nicht zwischendurch die letzten Helden der Landstraße dabei wären…

Im Endeffekt darf hier ja fast jeder rumsitzen und seinen Kram erledigen oder einfach mal gar nichts tun. Absolute Ruhe wird dabei ja auch nicht verlangt, im Gegenteil, die Stimmung hier gleicht meistens eher einem Kaffeeklatsch und ist dementsprechend gemütlich. Aber manche Leute übertreiben es einfach. Da werden die Laptops aufgemacht und die Boxen aufgedreht (alternativ wird das Handy rausgeholt) und der komplette Raum mit irgendwelchem Kram beschallt. Manchmal sind ja lustige und/oder informative Sachen dabei. Aber zum hunderttausendsten Male das Best of von Paul Panzer, Graebe oder sonstwem muss nun doch wirklich nicht sein, oder? Vor allem tun die meisten immer so, als ob sie gerade das Rad neu erfunden hätten. Egal ob man sagt „Jetzt nicht“, „Kenn ich schon“, „Nicht schon wieder“ oder ähnliches. Es wird gnadenlos beschallt und abgespielt.Besonders zu erwähnen sind hier die Leute, die während der Beschallung noch ordentlich über das Gehörte lachen müssen und zwar so laut und anhaltend, dass man überhaupt nicht mehr versteht, was da eigentlich gerade läuft. Meistens ist das zwar egal, weil man es eh schon kennt, aber besser macht es die Sache dann nicht.

Und wenn diese Menschen dann mal feststellen, dass es einen gerade überhaupt nicht interessiert, was sie einem da vorspielen wollen…dann ziehen sie beleidigt von dannen. ô.Ô

Kinners, bleibt doch gleich weg, wenn ihr es nicht vertragen könnt! dann könnt ihr schön bei euch zu Hause lachen und ich hab auch meine Ruhe. Rapante, rapante!

Hut ab

Hut ab, vor folgender eMail! Bitte mehr davon!

Und die Werbung für die Hotelkette unterstütze ich auch gerne. Auch wenn ich wahrscheinlich der 100ste bin, der diesen Brief veröffentlicht. Grandioses beispiel für virales Marketing 😉

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
xxxxxxxxxxxxxxxxstrasse 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Geschäftsführer

Damit einhergehend sei euch jedem folgender Blogeintrag von Extra 3 ans Herz gelegt: Satirekreuz für NPD

Neue Plage entdeckt: Studenten, die etwas lernen wollen

Es ist erstaunlich, was man so alles mitbekommt, wenn man mit offenen Ohren durch die Uni läuft. Die großen und kleinen Probleme der Studenten und Studentinnen. Hinweise auf, mehr oder weniger, kulturelle Veranstaltungen. Die Bettgeschichten vom letzten Wochenende und so weiter und so fort. Was mich dann allerdings langsam stutzig machte, war ein Gesprächsthema von dem ich vorher nur über Dritte gehört hatte. Ich wollte es nicht so recht glauben, bis ich es eben selbst erlebte.

Seitdem das Semester angefangen hat muss eine Lehrkraft einen Kurs mehr anbieten und gerüchteweise hat diese Lehrkraft dieser Umstand nicht sonderlich erfreut. Nun gut, sie wird dafür bezahlt, da muss man mit sowas wie „Arbeit“ schon rechnen. Aber gerüchteweise hat man dieser Lehrkraft erst kurz vor Semesterbeginn offeriert, dass sie halt, wenn sie schon eine Gehaltserhöhung bekommt, für ein zusätzliches Lehrangebot zu sorgen hat. Aber dies sind alles nur Gerüchte, das folgende habe ich vor ein paar wenigen Minuten aber tatsächlich selbst gehört…

Besagte Lehrkraft, eine Frau (erwähnte ich das schon?), lief mit einer anderen jungen Dame über den Flur zu ihrem Büro in welchem sie eigentlich schon seit knapp 10 Minuten hätte sein sollen. Sie unterhielt sich in normaler Lautstärke mit der anderen über ihren Kurs, den sie ja jetzt neu anbieten musste (insgesamt gibt sie 2 Kurse an der Uni). Aber sie unterhielt sich nicht über etwas inhaltliches, sondern beschwerte sich darüber, dass ihr Kurs zu voll sei! Nicht, dass das ein neues Problem sei, aber dass diese Lehrkraft sich darüber beschwerte scheint die Gerüchte zu bestätigen. Denn anstatt einen gütlichen Weg zu suchen das Problem der Kursgröße zu bewältigen, hat sich diese Dame wohl mehrere Möglichkeiten ausgedacht die Kursgröße zu verkleinern.

1. Rauswurf aller Erstsemester

2. Rauswurf aller, die einen bestimmten anderen Kurs noch nicht besucht haben

(soweit so gut, alles noch relativ nachvollziehbar)

3. Blockung der Einzeltermine. 6 Termine…jeweils Samstags von 9:00-12:00!

Erstsemester rauszuwerfen (die den Kurs eh noch nicht besuchen sollen) und bestimmte Grundkenntnisse vorauszusetzen ist ja an sich in Ordnung. Aber Leuten, die den Kurs ja vielleicht sogar wirklich brauchen) auch noch Samstagstermine aufzudrücken geht, meiner Meinung nach, etwas zu weit. Mal ganz davon abgesehen, dass es an der Kursgröße (laut Aussage der Lehrkraft) nicht wirklich etwas geändert hat! Sie schien ganz entsetzt darüber! Studenten, die so engagiert sind (oder einfach unter dem Zwang der Prüfungsordnung stehen), dass sie sich selbst von solchen Schikanen (denn nichts anderes ist es) abschrecken lassen! Ist das zu fassen?

Aber der dicke Hammer kommt wie immer zum Schluss:

1. Trotz des offensichtlichen Misserfolges der Schikanen bleibt der Kurs geblockt Samstags

2. Die Lehrkraft ist selbst noch Studentin, wobei sie ja scheinbar lieber etwas für die schlechten Umstände an der Uni tut , als dagegen

Hut ab vor so viel Verständnis und Kollegialität! Ich neige mein Haupt…

Was Plüschtiere so ertragen müssen

Nachdem meine Praktikantin und ich vor kurzem wieder intensive Beziehungspflege betrieben hatten, kam mir irgendwann ein Gedanke. Ich betone: nachdem, nicht währenddessen! Ich hoffe damit sind alle Empörungsschreie schon im Vorfeld im Keim erstickt, damit ich meine weltbewegenden Gedanken fortführen kann…

Also, ich fing an mir über meine Plüschtiere, bzw. Plüschtiere im Allgemeinen Gedanken zu machen. Was müssen die armen, kleinen Viecher alles erleiden? Wie grausam und frustrierend muss so ein normaler Tag im Leben eines Plüschtieres sein?

Das Ganze fängt doch schon morgens an. Das Plüschtier, nennen wir es mal Plüschi, und seine Freunde haben es endlich geschafft einzuschlafen, eingeknüllt zwischen den Kissen oder begraben von ihren Besitzern. Aber man ist ja flexibel, wenn man fast nur aus Stoff besteht. Aber dann bricht morgens plötzlich Hektik los, muffelige Menschen quälen sich aus dem Bett, kaum ein nettes Wort füreinander übrig und erst recht nicht für Plüschi und seine Freunde. Kein „Entschuldige, dass ich wieder die ganze Nacht auf dir lag!“, oder „Es tut mir wirklich leid, dass ich dich im Schlaf so unsanft unter die Kissen gedrückt habe!“. Man mag sich die Enttäuschung der Viecher wirklich vorstellen. Am liebsten würden sie rufen: „Entschuldige dich gefälligst! Deine Freundin drückst du ja auch nicht nachts unter die Kissen, oder?“ Da Plüschtiere aber nun mal leider etwas eingeschränkt in ihren verbalen Fähigkeiten sind, bleiben solche Protestrufe aus.

Wenn die Menschen dann weg sind beginnt wahrscheinlich der lustigste Teil im Tag eines Plüschtieres. Plüschi und seine Freunde stellen wahrscheinlich die ganze Bude auf den Kopf! Das würde zumindest erklären, warum ich nie etwas wiederfinde. Aber da die Plüschis wohl immer just in dem Moment mit ihren Ausschweifungen aufhören, in dem man ins Zimmer kommt und ich bisher nicht das Mittel der Videoüberwachung ausprobiert habe, kann ich über diese Zeit nur Mutmaßungen anstellen.

Jedenfalls hört der Spaß eindeutig auf, wenn die Menschen wiederkommen. Manchmal muss für die Plüschtiere dann der reine Horror losgehen. Vor allem, wenn intensive Beziehungspflege betrieben wird. Wie irritierend, verwirrend und schrecklich muss es für Plüschi sein, wenn die Menschen das tun, was sie Gerüchten zu folge am liebsten tun. Selbst wir Menschen entdecken ständig neue sexuelle Spielarten, aber so ein Plüschtier hat doch meistens von tuten und blasen überhaupt keine Ahnung und das fast im wortwörtlichsten Sinne. Wenn ich so darüber nachdenke, was ich meinen Plüschtieren im Laufe der Jahre so alles zugemutet habe, dann schäme ich mich ja fast dafür. Obwohl sie sich ja nie beklagt haben. Jedenfalls fange ich langsam an zu verstehen, warum manche Menschen ihre Plüschtiere wegpacken oder zumindest so umdrehen, dass die Viecher nichts „sehen“ können, wenn sie sich der schönsten Nebensache der Welt widmen. Wobei Menschen wohl etwas zu allgemein ist, denn eigentlich habe ich das bisher nur von einem Teil der menschen gehört, nämlich von Frauen. Ja, es gibt tatsächlichFrauen, die Plüschtiere wegpacken, wenn sie mit Mann/Frau/Vibrator/whatever ins Bett steigen. Manche davon haben ihre Plüschtiere ab der Pubertät gerüchteweise schon gar nicht mehr in ihrem Schlafzimmer aufbewahrt, weil Teddy&Co recht häufig weggeräumt werden mussten und es deshalb weniger arbeitsintensiv war sie gleich auszulagern.

So weit würde ich nun nicht gehen, die paar Plüschtiere die noch in meinem Zimmer rumsitzen bleiben schön da, wo sie sind. aber ich bin am überlegen ob ich die armen Viecher nicht mal zum Psychiater schicken sollte oder zu den machern von Parapluesch. An einer Sitzung bei einem Freudianer der alten Schule hätten sie sicher ihre helle Freude.

„Lieber Teddy, was denken sie, wenn ich ihnen dieses Bild einer Gurke zeige?“ – „*kicher*sabber*hechel* Muuuuh!“
Vielleicht sind Plüschtiere ja aber auch von Geburt an Voyeure? Wie erkennt man eigentlich, ob ein Plüschtier einen seelischen Knacks bekommen hat? Kann ein Plüschtier Amok laufen und wenn ja, gibt es vorher Hinweise auf die bevorstehende Bluttat? „Killerspiele“ und „Metal“ kann man ja schlecht anführen, denn wenn ein Plüschtier vor dem Rechner sitzt und Dimmu Borgir hörend Pixel abschlachtet ist es eh Zeit sich mit einem entsprechenden Arsenal an Waffen im Keller zu verschanzen. Wobei mich interessieren würde, was Kurt Beck bitte _dazu_ sagen würde! Vielleicht leben die Frauen, die ein irgendwie verkrampftes Verhältnis zu ihren Plüschtieren haben, doch sicherer als ich? Wobe…mal ganz ehrlich…warum räumt man seine Plüschtiere aus dem Zimmer, bevor man „zur Tat schreitet“? Fühlt man sich von denen beobachtet? Denkt man, die Plüschtiere geben plötzlich Kommentare ab? Zugegeben, es könnte schon etwas irritierend sein, wenn man von Plüschi und seinen Freunden kommentiert wird.

Der Plüschelefant: „Was hast’n du da für nen komischen Rüssel? Der is ja gar nich so flexibel wie meiner! Ich kann mir mit meinem Rüssel essen greifen. Und du? Irgendwie stellste mit dem ja gar nichts vernünftiges an! Und er is auch noch an der völlig falschen Stelle gewachsen! Viiiel zu unpraktisch, Mensch!

Der Teddy: „Warum seid ihr an so komischen Stellen behaart? Is euch gar nich kalt? Und warum rasiert ihr an den paar mickrigen Haaren auch noch rum? Also so schlimm is das mit derErderwärmung ja nun auch wieder nich…“

Die Plüschmaus, welche auf dem Bett liegt (wobei man dazu sagen muss, dass die Maus permanent auf und ab hüpft, weil sich die Bewegungen der Beziehungs-Intensivierer auf die Matratze übertragen): „*fieps* Könntet *hops* ihr *fieps* bitte *Salto.schlag* etwas *hüpf* vorsichtiger sein? *flieg* Ihr seid hier nich allein! *fiiiieeeeps*

Okay…die Tierchen wegzuräumen ist wohl wirklich die bessere Alternative, denn die, die ihre Teddys wegräumen sprechen wahrscheinlich auch mit ihren Pflanzen. wahrscheinlich könnten sie ihrer Plüschsammlung nicht mehr in die augen gucken…

Lange rede, kurzer Sinn: Kennt jemand nen Psychiater für Plüschtiere? Ich glaube meine brauchen es langsam mal… 😉

Samstag, der 13. – Freitag war gestern!

„Schöner Titel!“, hör ich euch schon sagen. Aber ihr wisst doch überhaupt noch gar nicht worum es geht, oder? Vielleicht will ich einfach nur feststellen, dass gestern Freitag war, dass heute Samstag ist, außerdem gestern der 12. und heute der 13. und das alles nur, weil ich kein Zeitgefühl mehr habe und denke heute wäre gestern! Äh—oder so ähnlich. Auf jeden Fall könnt ihr doch nicht einfach so von einem Titel auf einen Inhalt schließen! Bei Faust geht es schließlich auch nicht um Rocky und beim Kyoto+Protokoll auch irgendwie nicht so wirklich um das, was Kyoto gesagt hat.

Naja, auf jeden Fall geht es mir nicht um irgendwelche Unglücksbeschreibungen oder Unglücke (genau das habt ihr gedacht, gebt es zu!), sondern eigentlich geht es mir…ja, um was eigentlich? Ich gestehe, dass ich mir darüber noch keinerlei Gedanken gemacht hab. Mir fiel spontan der Titel ein und ich dachte mir „Hey, die Gelegenheit musst du nutzen!“. Die nächste Chance dafür hätt ich nämlich erst wieder im September 2008! Also fangen wir dieses Mal einfach mit dem Titel an und fügen den Inhalt später hinzu. Warum auch nicht? „Der zerbrochene Krug“ ist auch so ähnlich entstanden, oder? Ja, ich bin nicht Kleist, ich weiß. Ich benutze auch immer viel, viel weniger Satzzeichen, als er. Und ich achte hier auch nicht unbedingt drauf, ob diese richtig gesetzt wurden, aber ich schweife mal wieder ab.

Dabei gibt es an sich viel zu erzählen, allerdings ist davon nichts sonderlich amüsant. Ich wollte ja dieses Wochenende mal richtig entspannen, aber irgendwie wird da nicht so viel von. Bis gestern Nachmittag war alles in Ordnung…bis meine Freundin mich darauf aufmerksam machte, dass mein Auto etwas arg laut sei. Gut, mir war das auch schon aufgefallen, aber ich dachte ich ignorier es erstmal. Denn untypische Geräusche am Auto neigen dazu recht teuer zu werden. Aber da man mich nun schon darauf hinwies bin ich heute morgen zur Werkstatt um mir einen Auspuff zu besorgen, welcher nur an den vom Erfinder vorgesehenen Stellen Löcher hat! Und nicht noch mittendrin. So hab ich wenigstens die Werkstatt zum Wochenende hin glücklich gemacht und mein Bankkonto freut sich sicher auch. Ist doch toll, wenn man abnimmt, oder?

Aber nun, sowas passiert und es gibt schlimmeres. Und mir bleibt ja immer noch meine Bekannte, die es stets schafft mich aufzuheitern. Heute erzählte sie mir, dass sie mit irischem Whisky gefüllte Pralinen noch mit Whisky befüllte und sie demnächst Tipp Ex schnüffeln müsse, wenn sie demnächst keinen Alkohol findet. Ich finde zwar sowas verklebt die Nase, aber egal. Wahrscheinlich meinte sie das eh alles nicht so oder hat sich verschrieben. Kommt ja in denbesten Familien vor. 😉

Mal gucken, was der Abend jetzt noch bringt. Ich unterhalt mich demnächst mal eingehend mit Jim… *wink*