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	<title>Edition Flint &#187; Und nun zu etwas völlig Anderem</title>
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	<description>&#62;Geschichten eines Steines&#60;</description>
	<lastBuildDate>Sat, 03 Jul 2010 08:18:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>GNTM</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/06/23/gntm/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 11:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Jux und Dallerei habe ich zusammen mit Der Prakrikantin, Der Nachbarin und einer hier im Blog bisher unbenannten jungen Dame das Finale zu Germany&#8217;s Next Topmodel geguckt. Ja, das Finale ist schon ein bisschen her, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen diesen Eintrag zu schreiben. Beim Zuschauen habe ich mir irgendwann die Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Aus Jux und Dallerei habe ich zusammen mit Der Prakrikantin, Der Nachbarin und einer hier im Blog bisher unbenannten jungen Dame das Finale zu Germany&#8217;s Next Topmodel geguckt. Ja, das Finale ist schon ein bisschen her, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen diesen Eintrag zu schreiben.<br />
Beim Zuschauen habe ich mir irgendwann die Frage gestellt, wie oft man so als Topmodel in einem Castinfinale eigentlich laufen muss. Da man das Video natürlich <a href="http://www.prosieben.de/tv/germanys-next-topmodel/video/ganze-folge/24748-finale-1.1771905/" target="_blank">online findet</a>, kann ich dieser Frage jetzt endlich mal nachgehen. Das Video ist 2 Stunden, 54 Minuten und 40 Sekunden lang. Mal gucken wie lange es dauert, bis die Topmodels mal das tun, womit sie ihr Geld verdienen sollen und wie lange sie das jeweils tun. Bei den Zeitangaben richte ich mich nach dem, was der Player so hergibt, d.h. die Werbungen sind mit eingebunden, werden aber entsprechend gekennzeichnet.</p>
<p><span id="more-3332"></span></p>
<ul>
<li><strong>00:01:03 &#8211; 00:01:44</strong> : Es sieht so aus, als würde jemand den Laufsteg entlang laufen, allerdings handelt es sich nur um ein Video.</li>
<li><strong>00:01:45 &#8211; 00:02:20 </strong>:<strong> </strong>Heidi Klum taucht auf und läuft den Laufsteg entlang. Man braucht also für einmal Laufsteg, wenn man ein Topmodel ist, ca. 30 Sekunden. Drei-ßig-Se-kun-den!</li>
<li><strong>00:02:21 &#8211;  00:15:02</strong> : Rückblicke, Geplänkel, Moderationsversuche. Es wird zwar gelaufen, aber von den angehenden Topmodels höchstens in den Rückblicken.</li>
<li><em>00:15:03 &#8211; 00:24:42 : Werbung</em></li>
<li><strong>00:24:43 &#8211; 00:26:27</strong> : Geplänkel, Ankündigung des ersten Laufs. Die Tür zum Laufsteg geht auf.</li>
<li><strong>00:26:27 &#8211; 00:30:53</strong> : Auch wenn die angehenden Topmodels erstmal nur stehen, wird alles ab Türöffnung bis hin zur Endpose als &#8220;Lauf&#8221; gewertet. Dauert insgesamt also etwas mehr als vier Minuten. Als Ende wurde der Schnitt auf den Saal gewertet.</li>
<li><strong>Zwischenstand nach dem ersten Lauf: 17 Minuten Show </strong>(ohne Werbung)<strong> &#8211; 4 Minuten Handwerk.</strong></li>
<li><strong>00:30:54 &#8211; 00:44:26</strong> : Auswertung des handwerklichen Beitrages der Kandidatinnen, Abmarsch der Kandidatinnen zum &#8220;schnellen Umziehen&#8221;, Abmoderation von Heidi Klum.. Die Auswertung dauerte ungefähr dreimal so lange wie das eigentliche &#8220;modeln&#8221;.</li>
<li><em>00:44:27 &#8211; 00:55:26 : Werbung</em></li>
<li><strong>00:55:27 &#8211; 01:07:00</strong> : Geplänkel, Rückblicke, Monrose. Fliegender-Wechsel-in-Kugel von Monrose und den Kandidatinnen.</li>
<li><strong>01:07:00 &#8211; 01:10:05</strong> : Zweiter Lauf der Kandidatinnen. Auch hier die Standelemente mitgezählt. Als Ende wurde die Werbeeinblendung gewertet. Gute 3 Minuten hat diese Darbietung somit gedauert.</li>
<li><strong>Zwischenstand nach dem zweiten Lauf: 43 Minuten Show </strong>(ohne Werbung)<strong> &#8211; 7 Minuten Handwerk.</strong></li>
<li><strong>01:10:06 &#8211; 01:18:34 </strong>: Auswertung, Rückblicke, Geplänkel.</li>
<li><em>01:18:35 &#8211; 01:29:24 : Werbung</em></li>
<li><strong>01:29:25 &#8211; 01:37:48</strong> : Geplänkel, Kylie Minogue.</li>
<li><strong>01:37:49 &#8211; 01:53:53 </strong>: Entscheidung zu den Top 2; wird nicht als Handwerk gezählt, auch wenn die kurz den Laufsteg langlaufen. Dann noch Vorbereitung der &#8220;Fotoshooting Aufgabe&#8221;.</li>
<li><em>01:53:54 &#8211; 02:04:30 : Werbung</em></li>
<li><strong>02:04:31 &#8211; 02:05:23</strong> : Vorgeplänkel zum Fotoshooting</li>
<li><strong>02:05.24 &#8211; 02:09:48</strong> : Fotoshooting der beiden Kandidatinnen. Als &#8220;Lauf&#8221; angesehen und großzügig die Zeiten abgesteckt. Endpunkt ist Heidi Klum, wie sie die Fans von der Bühne winkt. Zwei Fotoshootings in 4 Minuten.</li>
<li><strong>Zwischenstand nach dem dritten Lauf: 76 Minuten Show </strong>(ohne Werbung)<strong> &#8211; 11 Minuten Handwerk.</strong></li>
<li><strong>02:09:49 &#8211; 02:17:08</strong> : Auswertung Fotoshooting, Rückblicke, Geplänkel.</li>
<li><strong>02:17:09 &#8211; 02:23:47</strong> : Auftritt der Band, Lauf der ausgeschiedenen Kandidatinnen und der beiden übrig gebliebenen Topmodels in spe. Endpunkt ist der Schnitt auf Heidi Klum. Mit 6 Minuten der längste &#8220;Lauf&#8221; der gesamten Show.</li>
<li><strong>Zwischenstand nach dem vierten Lauf: 84 Minuten Show </strong>(ohne Werbung)<strong> &#8211; 17 Minuten Handwerk.</strong></li>
<li><strong>02:23:48 &#8211; 02:25:54</strong> : Geplänkel im Utopia der Kopfbedeckungen.</li>
<li><em>02:25:55: &#8211; 02:35:45 : Werbung, die dieses Mal interessanterweise direkt aus der TV-Übertragung mitgeschnitten wurde. Die anderen Werbeunterbrechungen waren markierte und separierte Unterbrechungen des Streams und hatten nicht die Länge der ursprünglichen Werbung. Im Player wurde trotzdem die &#8220;Originallänge&#8221; angezeigt.</em></li>
<li><strong>02:35:46 &#8211; 02:44:33</strong> : Geplänkel, Katy Perry, Geplänkel.</li>
<li><strong>02:44:34 &#8211; 02:54:40</strong> : Auftritt der beiden Kandidatinnen, warten auf die Entscheidung, kein Handwerk. Ende der Show.</li>
<li><strong>Endstand: 105 Minuten Show </strong>(ohne Werbung)<strong> &#8211; 17 Minuten Handwerk.</strong></li>
</ul>
<p>In der fast drei Stunden &#8211; knapp 2 Stunden ohne Werbung &#8211; dauernden Show durften die Kandidatinnen insgesamt 17 Minuten ihr Handwerk präsentieren. Den Rest der Zeit über waren die Kandidatinnen des öfteren überhaupt nicht im Bild. Mir ist durchaus bewusst, dass dieses Verhältnis wahrscheinlich bei allen Castingshows im Finale gehalten oder vielleicht sogar noch zu Gunsten des Showanteils übertroffen wird. Allerdings gucke ich normalerweise keine Castingshows mehr und war mir deshalb nicht bewusst, auf welches Ausmaß die Streckung der Sendezeit mittlerweile angewachsen ist. Die Zahlen oben sind natürlich nicht auf die Sekunde genau, trotzdem sieht die Reihenfolge nach &#8220;Sendezeit&#8221; so aus:</p>
<ol>
<li>Show (ca. 105 Minuten)</li>
<li>Werbung (ca. 32 Minuten)</li>
<li>Benutzung des Laufstegs und somit zeigen des &#8220;Handwerks&#8221; (ca. 17 Minuten)</li>
</ol>
<p>Selbst die Werbung nimmt fast doppelt so viel Zeit ein, wie der eigentliche Inhalt der Sendung. Man müsste jetzt eigentlich sämtliche Folgen entsprechend unter die Lupe nehmen, aber für 16 Folgen fehlt mir ganz eindeutig die Kraft. Wäre trotzdem mal interessant zu betrachten, wie sich das Verhältnis zwischen Show &#8211; Werbung &#8211; Handwerk so im Laufe der Zeit verändert. Es werden ja immer weniger Kandidatinnen, also müsste eigentlich der Anteil an Handwerk pro Kandidatin zunehmen. Wenn sich aber schon im Finale 3 Kandidatinnen einen Großteil der 17 Minuten teilen müssen&#8230;</p>
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		<title>Fehlt nur noch der Warnhinweis</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/05/27/fehlt-nur-noch-der-warnhinweis/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 17:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte ja viel über gewisse Artikel bei Spiegel-Online meckern. man könnte sich über die manchmal nicht enden wollenden Klickstrecken beschweren, mit denen oft genug völlig inhaltsleere Dinge transportiert werden. Oder man freut sich über die kleinen Besonderheiten, die sich die Onlineredakteure so zusammenbauen. Ich präsentiere hiermit die sinnloseste Artikelbebilderung, die mir bei SpOn seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Man könnte ja viel über gewisse Artikel bei Spiegel-Online meckern. man könnte sich über die manchmal nicht enden wollenden Klickstrecken beschweren, mit denen oft genug völlig inhaltsleere Dinge transportiert werden. Oder man freut sich über die kleinen Besonderheiten, die sich die Onlineredakteure so zusammenbauen. Ich präsentiere hiermit die sinnloseste Artikelbebilderung, die mir bei SpOn seit langem untergekommen ist. Die Rubrik &#8220;Gadgets&#8221; in der &#8220;Netzwelt&#8221; besticht so oder so selten durch wirklich interessante Artikel. Was sich die Redakteure bei der, von der <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1281327/Jinxed-phone-number-0888-888-888-suspended-EVERY-user-dies.html" target="_blank">Daily Mail übernommenen</a>, Meldung zu einer <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/bild-697087-92372.html" target="_blank">angeblich irgendwie &#8220;tödlichen&#8221; Telefonnumer</a> gedacht haben, darüber kann ich nur spekulieren. Der Artikel selbst ist an Sinnlosigkeit schon kaum zu überbieten, obwohl er ein interessantes Beispiel dafür ist, dass man seinen Artikel so formulieren kann, dass Anfang und Hauptteil überhaupt nicht zum Ende passen. Die Artikelbebilderung schlägt dem Faß allerdings den Boden aus. Ich will SpOn ja nicht die teuren, teuren Klicks nehmen, deswegen hier nur ein paar Teaser. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/bild-697087-92372.html" target="_blank">Anschauen des kompletten Bildes auf eigene Gefahr!</a></p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/gefaehrliche-wahl.jpg" rel="lightbox[3259]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3260" title="gefaehrliche-wahl" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/gefaehrliche-wahl.jpg" alt="" width="290" height="22" /></a><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/gefaehrliche-wahl-2.jpg" rel="lightbox[3259]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3261" title="gefaehrliche-wahl-2" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/05/gefaehrliche-wahl-2.jpg" alt="" width="162" height="625" /></a></p>
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		<title>Und auch die Zeitungen sind voll!</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/05/06/und-auch-die-zeitungen-sind-voll/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Also manchmal fragt man sich ja schon, ob den Journalisten bei BILD und Bild.de ihrer &#8220;Doppelmoral&#8221; eigentlich bewusst sind. Nachdem sich die Journalisten für die vier Buchstaben sich von ihren vier Buchstaben erhoben haben, nur um festzustellen, dass sie über unseren &#8220;Star für Oslo&#8221; nichts skandalträchtiges herausfinden können, ergab sich dieser Tage doch noch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Also manchmal fragt man sich ja schon, ob den Journalisten bei BILD und Bild.de ihrer &#8220;Doppelmoral&#8221; eigentlich bewusst sind. Nachdem sich die Journalisten für die vier Buchstaben sich von ihren vier Buchstaben erhoben haben, nur um festzustellen, dass sie über unseren &#8220;Star für Oslo&#8221; nichts skandalträchtiges herausfinden können, ergab sich dieser Tage doch noch ein Glückstreffer. Frau Meyer-Landrut hat mal als Laiendarstellerin gearbeitet und dabei bewiesen, dass sie unter ihrer Kleidung nackt ist. Für eine Zeitung, die oft genug Auflage damit macht, dass sie eben solche nackten Tatsachen verbreitet, ist dies natürlich ein Grund für eine ausführliche Berichterstattung. Seit dem 3. Mai hat Bild.de bisher sieben Artikel zu dem Thema rausgehauen. Im momentan <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/06/dieses-video-will-ganz-deutschland-sehen.html" target="_blank">aktuellsten Artikel</a> heißt es u.a.:</p>
<blockquote><p>Und auch die Zeitungen sind voll von Lenas Busenblitzer-Filmausschnitten!</p></blockquote>
<p><span id="more-3142"></span></p>
<p>Danach kommt eine Aufzählung der Zeitungen, die mit Stills aus den Sendungen aufgemacht haben: Express, Hamburger Morgenpost, Berliner Kurier. In der dazugehörigen Bildergalerie gibt es auch Fotos der entsprechenden Titelseiten und sogar, ebenfalls im Artikel erwähnt, eine Kritik in der FAZ an der Ausstrahlung bzw. Ausschlachtung dieser Szene. Drei Titelseiten dienen also als Beispiel dafür, dass die Zeitungen &#8220;voll&#8221; sind. Warum betreibt Bild.de diesen Aufwand und führt ihn dann nicht konsequent zu Ende? Der Suchbegriff &#8220;Lena&#8221; bringt sehr viele Treffer und dementsprechend viele Bildergalerien bzw. Artikelbilder. Gucken wir uns doch mal an, wie sehr Bild.de &#8220;Lenas Busenblitzer&#8221; ausschlachtet.</p>
<p><a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/musik/grand-prix/2010/05/04/lena-meyer-landrut-abi/stress-klausur-skl-show-tempodrom.html" target="_blank">Vor&#8217;m Grand Prix: Erst Abi-Stress, dann SKL-Show</a> (04.05.2010 &#8211; 09:59 UHR): 25 Bilder, davon vier <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standbild" target="_blank">Stills </a>aus dem Auftritt bei K11.<sup>1</sup> Zu diesem Zeitpunkt war nur bekannt, dass Lena Meyer-Landrut bei K11 und Richter Alexander Holt mitgespielt hat.</p>
<p>Richtig los ging es dann ab dem 4. Mai. Zunächst kam &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/04/lena-meyer-landrut-nackt/in-rtl-doku-soap-helfen-sie-mir-film-badenixe.html" target="_blank">Lena als verliebte Badenixe</a>&#8221; (04.05.2010 &#8211; 13:08 UHR). Dieser &#8220;Aufmacher&#8221; kommt daher mit einer 28-teiligen Bildergalerie. An sich die normale, ständig in Bezug auf die junge Sängerin benutzte Bildergalerie, erweitert um vier Stills aus &#8220;Helfen Sie mir&#8221;. Danach folgte &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/04/lena-meyer-landrut/rolle-als-nackte-badenixe-in-rtl-doku-helfen-sie-mir.html" target="_blank">Bade-Nixe Lena: Was war da in der RTL-Doku?</a>&#8221; (04.05.2010 &#8211; 17:29 UHR): 29-teilige Bildergalerie, die vier schon bekannten Stills plus eine Montage aus zwei dieser Stills, so dat ein &#8220;neues&#8221; Bild entstanden ist.<sup>2</sup> Dazu kommt im Artikel selbst noch ein weiterer Still, deutlich heller als die anderen und mit &#8220;deutlich&#8221; zu sehender Brustwarze bzw. Warzenhof. Zwischen den beiden Artikeln liegen nicht einmal vier Stunden. Jeder mag sich das Bild selbst vorstellen, wie die zuständigen Mitarbeiter versucht haben den deutlichsten Still zu erhaschen.</p>
<p>Weiter geht es am 5. Mai. <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/05/lena-meyer-landrut-nackt/in-rtl-doku-helfen-sie-mir-schaeme-mich-nicht-skl-show.html" target="_blank">Lena Meyer-Landrut: „Ich schäme mich nicht dafür“</a> (05.05.2010 &#8211; 10:32 UHR): 32 Bilder in der Klickstrecke, davon ein neuer Zusammenschnitt aus einem der bereits bekannten Standbildern und einem &#8220;normalen&#8221; Foto. Dieses Mal mit etwas Abstand<sup>3</sup> der Zusammenschnitt aus dem &#8220;Was war da?&#8221;-Artikel, ab da dann wieder die normale Bildreihenfolge. Mitten in der folgenden Nacht veröffentlichte dann Bild.de den Artikel &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/06/lena-meyer-landrut-nacktszene/regisseur-uwe-hahn-ueber-die-dreharbeiten-zur-doku-soap-helfen-sie-mir.html" target="_blank">Jetzt spricht der Regisseur des Nackt-Videos</a>&#8221; (06.05.2010 &#8211; 01:06 UHR). Dieses Mal keine Bilderstrecke, sondern ein Video. Mittlerweile scheint RTL die entsprechenden Szenen freigegeben zu haben, daher kann man einen Zusammenschnitt der Szenen zeigen. Zwei gerado so als nackt zu erkennende Personen rennen auf ein Schwimmbecken zu, springen, platsch. Danach planschen im Wasser, ein bisschen Rumgeknutsche und &#8220;der Höhepunkt&#8221;, in dem sich Frau Meyer-Landrut &#8220;fast nackt&#8221; zeigt. Natürlich gleich noch einmal im Bild.de-Video wiederholt. Insgesamt dauert der Zusammenschnitt der einzelnen Szenen 26 Sekunden. Danach Bilder von einem Auftritt und nochmal, halbwegs unmotiviert und losgelöst vom gesprochenen Kommentar, 8 Sekunden anderes Material aus der &#8220;Helfen Sie mir&#8221; aus der gleichen Folge.<sup>4</sup> In diesem Artikel gibt es erstaunlicherweise keine weiteren Fotos. Bei dem Video handelt es sich übrigens um das gleiche Video, welches auch im aktuellsten Artikel verlinkt ist, dementsprechend gibt es zu Beginn auch die angesprochenen Fotos der Zeitungen. Für all diejenigen, die es allerdings immer noch nicht mitbekommen haben, titelt Bild.de am gleichen Tag &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/04/lena-meyer-landrut-nackt-im-pool.html" target="_blank">Lena Meyer-Landrut nackt in RTL-Doku-Soap „Helfen Sie mir“</a>&#8221; (06.05.2010 &#8211; 10:41 UHR). Zur Abwechslung gibt es dieses Mal eine Bildergalerie, aber am Ende des Artikels, einen zurechtgeschnittenen Still als &#8220;Aufmacher&#8221; und den gleichen Still nochmal unbeschnitten links neben dem Artikel. Die Bildergalerie hat wieder 28 Teile und ist damit wohl wieder die gleiche wie bei der &#8220;verliebten Badenixe&#8221;.<sup>5</sup> Im aktuellsten Eintrag &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/06/dieses-video-will-ganz-deutschland-sehen.html" target="_blank">Dieses Video will ganz Deutschland sehen!</a>&#8220; (06.05.2010 &#8211; 15:20 UHR) ist wieder besagtes Video eingebunden.</p>
<p>Etwas aus der Reihe tanzt ein Artikel, in dem es nicht nur um irgendwelche Wasserplanschereien einer jungen Frau geht, sondern um die &#8220;100 Sexiest Women In The World&#8221;-Liste der FHM. In der Bildergalerie selbst wird ein &#8220;normales&#8221; Foto verwendet, dafür findet sich am linken Rand erneut eines der Standbilder.</p>
<p>Insgesamt verwendet Bild.de also 34 Sekunden Filmmaterial, aus dem vier Standbilder immer und immer wieder verwendet werden. Rechnet man alles zusammen, so benutzt Bild.de zur &#8220;Untermalung&#8221; der Artikel 68 Sekunden &#8220;original&#8221; Filmmaterial aus der Reihe &#8220;Helfen Sie mir&#8221; und 22 Bilder. Dem Gegenüber stehen drei Teitelseiten, die von Bild.de angeführt werden, um zu belegen, dass die Zeitungen &#8220;voll sind&#8221;.</p>
<p>Haaaaalt, moment. Alles Käse, wieder zurück. Den &#8220;aktuellsten&#8221; Artikel gibt es zweimal. Einmal wie verlinkt <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/06/dieses-video-will-ganz-deutschland-sehen.html" target="_blank">ohne Bildergalerie</a> und einmal mit gleichen Titel, aber anderer URL <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/06/lena-meyer-landrut-nackt/in-rtl-doku-dieses-video-will-ganz-deutschland-sehen.html" target="_blank">mit Bildergalerie</a>. In dieser 36-teiligen Bildergalerie finden sich &#8220;Großaufnahmen&#8221; der Titelseiten der besagten Zeitungen und, durch Verwendung einer der bekannten Montagen<sup>6</sup> und einer Dopplung sechs Standbilder aus der RTL-Sendung. Dementsprechend kommen wir durch das zusätzliche Video auf 102 Sekunden Filmmaterial und 28 Bilder, plus die drei Titelbilder, wenn man denn will.</p>
<p>Was neben der Festellung der vollen Zeitungen gegenüber der eigenen Berichterstattung allerdings noch interessant ist, ist die Verbindung des einen Standbildes, welches völlig aus der Reihe fällt. Es geht um das <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2010/05/04/lena-meyer-landrut/lena-meyer-landrut-16011313-MBQF,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3142]">Standbild</a>, welches Bild.de im &#8220;Was war da los?&#8221;-Artikel benutzt und auch die aufgeführten Tageszeitungen auf ihren Titel andrucken. Dieses Bild fällt in Bezug auf Helligkeit und &#8220;Detailreichtum&#8221; völlig aus dem Rahmen, wird aber merkwürdigerweise in keiner einzigen Klickstrecke auf Bild.de benutzt. Kann mir das mal jemand erklären? Normalerweise, wenn man &#8220;nackte Tatsachen&#8221; verkaufen will, dann nehm ich doch das Bild, auf dem die meisten Details zu erkennen sind, anstatt mich mit irgendwelchen dunklen Screenshots abzumühen. Ich versteh es nicht. Andererseits würde es mir wahrscheinlich noch viel mehr Sorgen machen, wenn ich die BILD verstehen würde.</p>
<p>Nachtrag: Zum &#8220;Neuigkeitswert&#8221; dieser ganzen &#8220;Lena war schonmal im TV&#8221;, siehe <a href="http://fastvoice.net/2010/05/04/alter-hut-statt-enthullung/" target="_blank">hier</a>.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3142" class="footnote">Und mehrere Bilder, bei denen betont/gezeigt wird wie &#8220;kurz und knapp&#8221; es die Schülerin bei ihren Outfits mag o.ä.</li><li id="footnote_1_3142" class="footnote">Wahrscheinlich sowas wie &#8220;Die heißesten Szenen&#8221;.</li><li id="footnote_2_3142" class="footnote">Bild 4 von 32</li><li id="footnote_3_3142" class="footnote">Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Bild.de oder wer sonst auch immer den Kram zusammengeschnitten hat, in diesen 34 Sekunden auch restlos alles halbwegs &#8220;brauchbares&#8221; aus der gesamten Folge zusammengschnitten hat.</li><li id="footnote_4_3142" class="footnote">Ich klicke die nie ganz durch, sondern gehe nach fünf bis sieben Übereinstimmungen einfach davon aus, dass nichts neues passiert.</li><li id="footnote_5_3142" class="footnote">Die &#8220;heißesten Szenen&#8221;.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Das Schreckgespenst der 68er</title>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 09:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[In Wirklichkeit nämlich, das zeigt das seit Mitte Januar 2010 online zugängliche „Medienarchiv68“ der Axel Springer AG, in der auch die WELT erscheint, gab es in den vier Wochen vor dem Attentat des Rechtsextremisten Josef Bachmann gerade sechs durchweg kleine Artikel in den Blättern von Axel Springer über Dutschke, außerdem fünf kurze Erwähnungen in Leserbriefen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><blockquote><p>In Wirklichkeit nämlich, das zeigt das seit Mitte Januar 2010 online zugängliche „Medienarchiv68“ der Axel Springer AG, in der auch die WELT erscheint, gab es in den vier Wochen vor dem Attentat des Rechtsextremisten Josef Bachmann gerade sechs durchweg kleine Artikel in den Blättern von Axel Springer über Dutschke, außerdem fünf kurze Erwähnungen in Leserbriefen – eine „Kampagne“ sieht anders aus. Natürlich hätten Nocke und Krohmer ihren Film vor der Ausstrahlungen an die erst seit drei Monaten verfügbaren Erkenntnisse anpassen können. Doch wichtiger war ihnen offenbar das Festhalten am Vorurteil.</p></blockquote>
<p>So endet der Artikel von Sven Felix Kellerhoff auf <a href="http://www.welt.de/fernsehen/article7340948/Historische-Fakten-im-Dutschke-Drama-gefaelscht.html" target="_blank">Welt.de</a>. Auf diesen Artikel gestoßen bin ich, weil Stefan Niggemeier die Argumentation von Herrn Kellerhoff bezüglich der &#8220;verfälschten&#8221; Verwendung von BILD-Schlagzeilen<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/welt-entlarvt-dutschke-film-ist-film/" target="_blank"> recht ansehnlich demontiert</a>. Lesenswert, allerdings will ich speziell auf den oben zitierten Absatz hinaus. Mit diesem beantwortet Kellerhoff die von ihm gestellte Frage: &#8220;Darf man fälschen, um den Mythos der „Hetze“ gegen Dutschke aufrecht zu erhalten?&#8221; Diese Frage und die oben zitierte &#8220;Beantwortung&#8221; zielen meiner Meinung nach in eine völlig falsche Richtung, ganz abgesehen davon, dass die Grundlage der Fragestellung zu wünschen übrig lässt, aber dazu siehe Stefan Niggemeier. Sven Felix Kellerhoff beantwortet seine Frage damit, dass in den Zeitungen der Springerpresse vier Wochen vor dem Attentat auf Dutschke kaum die Rede von Rudi Dutschke war. Hieraus zieht Herr Kellerhoff den Schluss, dass es keine Kampagne der Springerpresse gegen Rudi Dutschke gegeben habe. Die angeführten Beispiele stimmen, wie jeder im <a href="http://www.medienarchiv68.de/" target="_blank">Medienarchiv68</a> nachvollziehen kann. Der Suchbegriff &#8220;Dutschke&#8221; ruft im entsprechenden Zeitraum die angegebenen Beispiele hervor, allerdings gibt es hierbei zwei bedeutende Probleme:</p>
<ol>
<li>Warum der Zeitraum von nur vier Wochen?</li>
<li>Warum nur der Suchbegriff &#8220;Dutschke&#8221;?</li>
</ol>
<p><span id="more-3102"></span></p>
<p><strong>Zu 1: </strong> Warum Kellerhoff für seinen &#8220;Beweis&#8221; nur einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum anführt kann mehrere Gründe haben. Entweder Kellerhoff weiß um einen Umstand, der diese Frist besonders bedeutend macht, den er aber nicht mitteilt oder aber die Frist ist von ihm willkürlich gesetzt worden. Nun habe ich persönlich zwar den Baader-Meinhof-Komplex gelesen, aber nur den als Grundlage für die Geschehnisse rund um Dutschke zu nehmen ist mehr als nur dürftig. Also mal schnell etwas recherchiert, vielleicht findet sich ja irgendwo ein Hinweis darauf, dass der Monat vor dem Attentat von besonderer Bedeutung ist. Erste Anlaufstelle ist Wikipedia. Dort steht zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Dutschke#Attentat" target="_blank">Attentat</a> vom 11. April 1968 und zu den Motiven von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Bachmann" target="_blank">Josef Bachmann</a> u.a.:</p>
<blockquote><p>Bachmann hatte Ausschnitte aus der National-Zeitung bei sich, darunter die Titelzeile „Stoppt den roten Rudi jetzt“ und Fotos von Dutschke. [...]</p>
<p>1968 machten viele Studenten die Springerpresse für das Attentat verantwortlich, da diese zuvor monatelang gegen Dutschke und die demonstrierenden Studenten agitiert hatte. Die Boulevardzeitung Bild schrieb z. B. am 7. Februar 1968: „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ Sie rief Tage vor dem Attentat zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ auf.</p></blockquote>
<p>Also haben wir einmal die Erwähnung der National-Zeitung und zwei Erwähnungen der BILD. Einmal vom 7. Februar 1968<sup>1</sup> und zwei Wörter aus einem Artikel &#8220;Tage vor dem Attentat&#8221;. Der bei Wikipedia <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46039870.html" target="_blank">hinterlegte Link</a> belegt leider nur das mit den Wasserwerfern und nicht das mit den Rädelsführern. Trotzdem ist vor allem das ebenfalls <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=46039870&amp;aref=image036/2006/02/23/PPM-SP196801900380041.pdf&amp;thumb=false" target="_blank">einsehbare pdf </a>einen Blick wert.</p>
<p>Eine Antwort auf die Frage, warum es denn nun gerade wichtig sei, dass in den vier Wochen vor dem Attentat kaum was über Rudi Dutschke in den Organen des Springerverlages stand, lässt sich durch Wikipedia alleine also nicht beantworten. Auch ansonsten habe ich nichts gefunden, was irgendwie belegen würde, dass der Monat vor dem Attentat eine besondere Bedeutung hätte.</p>
<p>Bei Josef Bachmann wurde die &#8220;Nationale Zeitung&#8221; gefunden und nicht die BILD oder B.Z. und natürlich hetzte der rechte Rand der Gesellschaft gegen Menschen wie Rudi Dutschke, aber lässt sich durch das Fehlen &#8220;aussagekräftiger&#8221; Zeitungsberichte aus dem Hause Springer in den vier Wochen vor dem Attentat rekonstruieren, dass Bild keine Kampagne gegen Rudi Dutschke gefahren hat? Ich bezweifle dies doch sehr stark. Verlängert man den Zeitraum der Suche im Medienarchiv bis zum 11. Februar, so steigt die Zahl der Artikel, die man über das Suchwort &#8220;Dutschke&#8221; findet, <a href="http://www.medienarchiv68.de/suche.html?suchformular=erweiterte_suche&amp;epp=25&amp;s_themen=&amp;s_titel=&amp;s_text=Dutschke&amp;s_objekt%5B%5D=BERLINER+MORGENPOST&amp;s_objekt%5B%5D=BILD+%28Berlin%29&amp;s_objekt%5B%5D=BILD+am+SONNTAG&amp;s_objekt%5B%5D=DIE+WELT+%28Berlin%29&amp;s_objekt%5B%5D=WELT+am+SONNTAG&amp;s_objekt%5B%5D=B.Z.&amp;s_objekt%5B%5D=HAMBURGER+ABENDBLATT&amp;s_textsorte=&amp;s_platzierung=&amp;s_id=&amp;s_datum_von=11.02.1968&amp;s_datum_bis=11.04.1968" target="_blank">auf 44</a>. 15 davon werden im angelegten Thema  Dutschke für diesen Zeitraum aufgelistet. Wenn man den Besuch des Schahs und den Tod von Benno Ohnesorg (2. Juni 1967) als Beginn der radikalisierten Auseinandersetzung zwischen der Studentenbewegung und Teilen der Gesellschaft nimmt, dann finden sich im Medienarchiv 62 Artikel zum Suchwort &#8220;Dutschke&#8221;.<sup>2</sup> Ohne, wie Kellerhoff übrigens auch, auf die Inhalte der Artikel, Leserbriefe usw. einzugehen, wird zumindestens deutlich, dass ein etwas größerer Zeitraum deutlich mehr Artikel ans Tageslicht bringt. Ein Beleg für eine &#8220;Kampagne&#8221; gegen Rudi Dutschke ist dies freilich nicht, aber eigentlich hat Kellerhoff auch keinen Beleg dafür geliefert, dass es diese Kampagne nicht gab. In den 5892 im Medienarchiv hinterlegten Artikeln findet man zum Suchwort &#8220;Dutschke&#8221; für den Zeitraum vom 02.12.1966 bis zum 11. April 1986 übrigens 63 Artikel. Im Thema Dutschke für den gleichen Zeitraum auch. Allein diese Zahl spricht eigentlich dagegen, dass man eine evtl. vorhandene &#8220;Kampagne&#8221; nur an Dutschke festmachen kann, dazu aber später mehr.</p>
<p>In einem Artikel von Jürgen Elsässer<sup>3</sup> findet sich allerdings eine Behauptung, die sich deutlich für eine Beteiligung von Springer an einer Kampagne gegen Dutschke ausspricht:</p>
<blockquote><p>Drei Tage nach diesen Ausführungen auf dem Internationalen Vietnam-Kongress am 17./18. Februar 1968 geschah das in Dutschkes Theorieansatz eigentlich Unmögliche: Die &#8220;Massen&#8221; wurden von Springer-Presse und Berliner Senat gegen den SDS mobilisiert, Hunderttausend kamen zusammen. Auf Transparenten war zu lesen: &#8220;Volksfeind Nr.1 &#8211; Rudi Dutschke, raus mit dieser Bande!&#8221;, &#8220;Politische Feinde ins KZ&#8221;, &#8220;Bei Adolf wäre das nicht passiert!&#8221;. Ein Passant, der Dutschke entfernt ähnlich sah, wurde vom Mob verfolgt, nur knapp verhinderte die Polizei einen Lynchmord.</p></blockquote>
<p>Dies ist der Eindruck von Zeitzeugen, überprüft habe ich jetzt nicht ob und in welcher Form Springer mit für diese Demonstration mobilisiert hat. Die Aufschrift auf den angesprochenen Plakaten wurde im Nachhinein, quasi als &#8220;Urban Legend&#8221;, der BILD zugesprochen, was allerdings nicht stimmt, wie auch der <a href="http://www.bildblog.de/15266/der-staatsfeind-der-kein-staatsfeind-war/" target="_blank">BILDBlog feststellt</a>. BILDBlog verweist allerdings auf einen <a href="http://www.welt.de/print-welt/article595015/Rudi_Dutschke_der_arme_Held_der_vom_Himmel_auf_Erden_traeumte.html" target="_blank">Artikel</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schmid_(Journalist)" target="_blank">Thomas Schmid</a>, in dem es heißt:</p>
<blockquote><p>Dutschke versuchte, ein Volontariat bei einer Zeitung zu bekommen, und schrieb, als das nicht klappte, über längere Zeit hinweg Sportreportagen für die &#8220;BZ&#8221;, also für das Haus, dem die von ihm so stark geprägte Revolte so massiv zusetzte und das ihn in vielen Veröffentlichungen zum Volksfeind und Monster entstellte.</p></blockquote>
<p>Ist das ein &#8220;Eingeständnis&#8221; in Richtung einer &#8220;Mobilisierung&#8221; gegen Dutschke und die Studentenbewegung? Ich weiß es nicht. Der Artikel ist relativ alt und ist wahrscheinlich noch nicht von der Arbeit am Medienarchiv68 geprägt.<sup>4</sup><br />
Beim Deutschlandfunk finden sich recht viele Hintergrundberichte zu den Studentenprotesten, Rudi Dutschke und die Rolle, die der Springerkonzern bei der Meinungsmache gespielt hat. In <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1108222/">einem Bericht</a> des Deutschlandfunkes heißt es unter anderem:<sup>5</sup></p>
<blockquote><p>Vor allem das Berliner Lokalblatt &#8220;BZ&#8221;, das bis in die achtziger Jahre hinein die schrillsten Schlagzeilen innerhalb des Springer-Verlags produziert, drischt oft mit überzogener Härte auf die Studentenbewegung ein. Das Blatt der sogenannten kleinen Leute, stets zuständig für die Lufthoheit über Berliner Stammtischen, hämt im Juni 1967 nach dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg zynisch:</p>
<p><a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/193086/496.jpg.pdf" target="_blank">&#8220;Wer Terror produziert, muss Härte in Kauf nehmen!&#8221;</a> <em>[Nicht direkt auf Benno Ohnesorg bezogen, im Hauptartikel ist aber auf den beiden unteren Bildern Benno Ohnesorg zu sehen, zumindest gehe ich davon aus, wenn ich <a href="http://www.sueddeutsche.de/service/625/471168/zoom_0_0/" target="_blank">dieses</a> und <a href="http://www.hdg.de/lemo/objekte/pict/KontinuitaetUndWandel_photoTodBennoOhnesorg/index.html" target="_blank">dieses</a> Bild als Vergleich heranziehe. Man beachte, natürlich in der Rückschau, die Bilduntertitel. Ansonsten wird übrigens nur die <a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/202206/575.jpg.pdf" target="_blank">Beerdigung von Benno Ohnesorg</a> kommentiert, ansonsten finden sich scheinbar keine B.Z.-Artikel über Ohnesorg.]</em></p>
<p>In den Jahren 1966 bis Mitte 1968 lauten einige der Schlagzeilen in der &#8220;Bildzeitung&#8221; und der &#8220;BZ&#8221;:</p>
<p><a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/204700/1820.jpg.pdf">Stoppt den Terror der Jung-Roten!</a> <em>[Neben der Aufforderung den Terror der Jung-Roten zu stoppen: ein Bild von Rudi Dutschke.]</em></p>
<p><strong>Polit-Gammler Dutschke dreht an einem dollen Ding!</strong> <em>[Stimmt so scheinbar nicht, zumindest kann ich den entsprechenden Artikel nicht finden, nur einen in dem steht, dass Dutschke an einem "<a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/192196/53.jpg.pdf" target="_blank">dollen Ding dreht</a>". Die Bezeichnung Polit-Gammler findet sich so nur in <a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/192747/327.JPG.pdf" target="_blank">einer Überschrift</a>. In einem Leserbrief in der Berliner Morgenpost findet sich die Bezeichnung "<a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/192649/279.jpg.pdf" target="_blank">ideologische Gammler</a>".]</em></p>
<p><a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/202110/527.jpg.pdf" target="_blank">Studenten drohen: Wir schießen zurück!</a></p>
<p><strong>Unruhestifter unter Studenten ausmerzen</strong>! <em>[Kann ich so nicht zuordnen.]</em></p>
<p><a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/220565/5721.jpg.pdf" target="_blank">Kein Geld für langbehaarte Affen!</a> <em>[Das titelte nicht die BILD, sondern das Plakat mit diesem Spruch ist nur auf einem Bild zu sehen.] </em></p>
<p><strong>Wer es wohlmeint mit Berlin, der jage endlich die Krawall-Radikalen zum Tempel hinaus!</strong> <em>[Kann ich so nicht nachvollziehen.]</em></p></blockquote>
<p>Wie man an der Berichterstattung des Deutschlandfunks sieht, scheinen mehrere dem Springer-Verlag zugesprochene Äußerungen nicht oder nur auf abgebildeten Plakaten stattgefunden zu haben. Trotzdem illustriert dieser kurze Blick ins Medienarchiv, worauf ich in meiner zweiten Frage eingehen möchte: <strong>Warum nur der Suchbegriff &#8220;Dutschke&#8221;?</strong></p>
<p><strong>Zu 2:</strong> Bisher wurde deutlich, dass die Äußerung von Kellerhoff, dass es in den vier Wochen vor dem Attentat auf Rudi Dutschke kaum Berichte über ihn gegeben hat, durchaus stimmt. Es leuchtet allerdings nicht ein, warum die Begrenzung auf den Monat vor dem Attentat überhaupt getroffen wurde. Ferner wurde deutlich, dass einige dem Springer-Verlag zugeordnete Schlagzeilen in anderen Kontexten entstanden sind. Bisher erscheint also der &#8220;Hass&#8221;, den viele Studenten gegenüber Springer empfunden haben, tatsächlich relativ unbegründet. Von einer Kampagne gegen Dutschke kann auch kaum die Rede sein, zumindest nicht, wenn man sich auf den Suchbegriff &#8220;Dutschke&#8221; beschränkt.<sup>6</sup> Wer aber war Rudi Dutschke? Diese Frage beantworte ich mit Zitaten aus Publikationen, die im Medienarchiv zu finden sind. Einige davon habe ich schon vorher verlinkt.</p>
<ul>
<li> &#8220;<a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/204700/1820.jpg.pdf" target="_blank">Stoppt den Terror der Jung-Roten jetzt!</a>&#8220;: Stellvertretend für die &#8220;Jung-Roten&#8221;, die einen &#8220;Terror&#8221; auszuüben scheinen, wird nur Rudi Dutschke namentlich und bildlich genannt. Im Zuge des Artikels fallen u.a. Vergleiche der &#8220;Jung-Roten&#8221; mit Jugendlichen, die Hakenkreuze an Kirchen und Gräber sprühen.<sup>7</sup> Allgemein werden die &#8220;roten&#8221; Studenten nicht mit neutralen Begriffen behaftet.</li>
<li>Die linken, randalierenden Studenten<sup>8</sup> wurden, auf Grund des politischen Programmes des SDS usw. natürlich mit dem Feindbild Kommunismus/Sozialismus gleichgesetzt. Auch wenn ab 1963 langsam Entspannungsbemühungen im Kalten Krieg zu erkennen waren, so war doch alles &#8220;rote&#8221; für viele ein Feindbild. Dementsprechend verwundert es kaum, wenn die unliebsame Studentenbewegung mit &#8220;<a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/204654/1797.jpg.pdf" target="_blank">vom Osten herübergeschickte[n]</a>&#8221; Agitatoren gespickt zu sein scheint, Rudi Dutschke als <a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/206647/2774.jpg.pdf" target="_blank">&#8220;SDS-Ideologe&#8221; und &#8220;SDS-Agitator&#8221;</a>, <a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/220565/5721.jpg.pdf" target="_blank">Chefagitator</a> oder <a href="http://www.medienarchiv68.de/dl/192196/53.jpg.pdf" target="_blank">Star-Agitator</a> betitelt wird und die &#8220;linksradikalen Studenten&#8221; allgemein <a href="http://www.medienarchiv68.de/suche.html?suchformular=erweiterte_suche&amp;epp=25&amp;s_themen=192023&amp;s_titel=&amp;s_text=&amp;s_objekt%5B%5D=BERLINER+MORGENPOST&amp;s_objekt%5B%5D=BILD+%28Berlin%29&amp;s_objekt%5B%5D=BILD+am+SONNTAG&amp;s_objekt%5B%5D=DIE+WELT+%28Berlin%29&amp;s_objekt%5B%5D=WELT+am+SONNTAG&amp;s_objekt%5B%5D=B.Z.&amp;s_objekt%5B%5D=HAMBURGER+ABENDBLATT&amp;s_textsorte=&amp;s_platzierung=&amp;s_id=&amp;s_datum_von=02.12.1966&amp;s_datum_bis=11.04.1968" target="_blank">nicht besonders gut wegkommen</a>.</li>
</ul>
<p>Die Berichterstattung über die Studentenunruhen bzw. über die als &#8220;Unruhestifter&#8221; und &#8220;Krawallmacher&#8221; betitelten Studenten ist insofern wichtig, als dass hier ein Feindbild aufgebaut wird und sehr häufig deutlich gemacht wird, wer diesem Feindbild vorsteht. Die, die wir heute als &#8220;68er&#8221; (er)kennen, werden hier den &#8220;normalen&#8221; Bürgern/Studenten entgegengestellt und Rudi Dutschke wird an die Spitze dieser Bewegung gestellt. Nach einer gewissen Zeit bedarf es dann schlicht keiner Erwähnung des Namens Dutschke mehr und es wird auch nebensächlich, ob Dutschke direkt oder indirekt mit irgendwelchen &#8220;verteufelten&#8221; Aktionen/Äußerungen zu tun hatte oder nicht: In den Köpfen der Leser waren Studentenunruhen, &#8220;Rotgardisten&#8221;, &#8220;Linksradikale&#8221; usw. wahrscheinlich irgendwann untrennbar mit dem Namen Rudi Dutschke verbunden.<sup>9</sup> Weiter oben wurde bereits auf die Demonstration hingewiesen, während der es angeblich fast zu einem Lynchmord an einem Dutschke-&#8221;Doppelgänger&#8221; gekommen wäre. Die Stimmung war aufgeheizt und die Lager aufgestellt, daran scheint es kaum Zweifel zu geben.</p>
<p>Kellerhoff macht es sich meiner Meinung nach also schlicht zu einfach. Er prangert einen unkritischen Umgang mit der Schuldzuweisung an Springer an, nähert sich diesem unkritischen Umgang selbst aber von der anderen Seite, in dem er die Existenz einer Kampagne schlicht leugnet und dies sehr halbherzig versucht zu belegen. Dies erinnert sehr an den Automatismus, in den sowohl Springer-Gener, als auch Springer-Verteidiger häufig zu verfallen scheinen, wenn es um die Rolle des Springer-Verlages in den Zeiten der Studentenunruhen geht: Schwarz-Weiß-Malerei. Die Frage nach der Rolle lässt sich weder durch vier Wochen Berichterstattung, noch durch fünf plakativ ausgewählte Überschriften/Wendungen darstellen. Diesen Automatismus kann man anprangern und man muss es sicherlich auch. In Bezug auf den Film &#8220;Dutschke&#8221; bleibt allerdings auch die Frage offen, ob man, wie von Kellerhoff gefordert, einen Blick in das Archiv hätte werfen müssen. Die Macher des Films haben das Leben und die Person Rudi Dutschkes im Fokus und nicht die Rolle des Springer-Verlages. Was sie darstellen ist die Verkettung der Ereignisse, wie sie damals von den &#8220;68ern&#8221; wahrgenommen wurde und sie tun dies, sofern ich mich erinnere, ohne direkt Stellung zu den Ereignissen zu beziehen. Aus ähnlichen Gründen ist auch eine andere, bisher nicht beachtete Feststellung von Kellerhoff hinfällig und fehl am Platze:</p>
<blockquote><p>Mit keinem Wort nämlich wird erwähnt, ja nicht einmal angedeutet, dass Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 nicht von einem vom West-Berliner Senat vermeintlich ferngesteuerten Staatsdiener erschossen wurde, sondern von dem Stasi-Spitzel und SED-Mitglied Karl-Heinz Kurras.</p></blockquote>
<p>Diese Information ist für eine Wiedergabe der damaligen Zeit ziemlich unwichtig. Auch heute ist noch nicht klar, ob Kurras auf Befehl der Stasi gehandelt hat oder nicht. Benno Ohnesorg wurde erschossen, der Täter wurde als Teil des als repressiv empfundenen Staatsapparates identifiziert und nur das ist für eine Darstellung der damaligen Zeit wichtig. Man hätte es erwähnen können, aber es gehörte nicht mit zum Fokus des Films und hätte auch für den Film keinerlei Mehrwert gebracht, da weder Dutschke nocht sonst wer das damals gewusst hat. Wenn also ein Dokudrama &#8220;diese &#8220;zeitgeschichtliche Sensation des Jahres 2009&#8243; einfach vernachlässigt, dann ist das entschuldbar. Eher könnte man sich darüber aufregen, dass nahezu nichts zu den Beweggründen von Dutschke &amp; Co. gesagt wird, ebensowenig wie zu den &#8220;Vorwehen&#8221; dessen, was nach dem Attentat auf Dutschke irgendwann in der RAF endete.</p>
<p style="text-align: center;">*****</p>
<p>Während des Schreibens dieses Eintrages bin ich auf einen Beitrag des Medienmagazines ZAPP gestoßen, welches den Artikel von Kellerhoff in ein etwas anderes Licht rückt. Dies passiert einfach dadurch, dass Kellerhoff sagt, worauf er eigentlich hinaus will.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2ruTIyh0l2g&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/2ruTIyh0l2g&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>In diesem Beitrag macht Kellerhoff deutlich, dass die erste, gravierende &#8220;Fälschung&#8221; im Dokudrama darauf beruht, dass viele der gezeigten Zeitungsausschnitte erst <strong>nach</strong> dem Attentat auf Rudi Dutschke entstanden sind, aber der Eindruck erweckt wird, dass es Zeitungsausschnitte im Vorfeld des Attentates waren. Diese Kritik ist nachvollziehbar, spiegelt sich aber nicht offensichtlich in seinem Artikel wieder. Dort sind zwar die Veröffentlichungsdaten von zwei Artikeln abgedruckt, aber es braucht schon ein gewisses Vorwissen, nämlich den genauen Tag des Attentates auf Dutschke (11. April). Warum allerdings Kellerhoff in seinem Artikel auf eine konkrete Darstellung dieses Kritikpunktes verzichtet, dafür aber die oben angesprochenen Punkte so sehr in den Vordergrund rückt, ist mir ähnlich schleierhaft wie die Beschränkung auf die besagten vier Wochen. Ebenso befremdlich ist der Umstand, dass es dem Springer-Verlag, laut ZAPP-Bericht, angeboten wurde am Film mit Statements mitzuwirken, dies aber nicht realisiert wurde. Im Nachhinein eine &#8220;diskussion anzustoßen&#8221; ist zwar auch in Ordnung, jedoch erinnert dies wieder an den bereits angesprochenen Automatismus des strikten Zurückweisens von sämtlichen Vorwürfen. Im bereits <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1108222/" target="_blank">angesprochenen Bericht</a> beim Deutschlandfunk geht eine Äußerung von Thomas Schmid schon fast in diese Richtung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Man kann Unterschiede in den Blättern wahrnehmen, gar keine Frage. Die &#8216;Welt&#8217; hat eher vorsichtig darüber berichtet, die &#8216;BZ&#8217; übrigens teilweise auch. Es gab viele Artikel, die von großem Interesse geprägt waren, herauszubekommen: Was bewegt eigentlich die Studenten, die auf die Straße gehen, die da draußen Demonstrationen machen, Teach-Ins machen. Da gab es schon ein Erkenntnisinteresse. Es gab auf der anderen Seite auch ein paar schlimme Karikaturen, es gab sicher auch Leitartikel, auch Gastbeiträge, die nicht so gut waren. Man muss auf der anderen Seite natürlich auch sagen, und das haben wir festgestellt, dass der Korpus der Texte und Karikaturen, von dem man eindeutig sagen muss: Da ist eine gewisse Linie überschritten, das geht nicht, das ist Hetze. Die gibt es, aber dieser Korpus ist viel, viel kleiner, als selbst ich vor einem Jahr geglaubt hätte. Es ist immer nicht so einfach, wie es viele sich machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es ist fast nie so einfach, wie manche Menschen es sich machen. Die Studentenbewegung ist, ähnlich wie die RAF, heute noch bei Weitem nicht aufgearbeitet und es bedarf sicherlich noch eines großen Aufwandes von Seiten der Zeitzeugen und der Historiker diese Zeit und ihre Dynamiken näher zu beleuchten. Springer hat mit dem Medienarchiv68 einen, meiner Meinung nach wichtigen, Schritt in diese Richtung getan. Mit diesem Schritt ist es aber noch nicht getan. Der Automatismus muss aufhören, damit diese Zeit endlich den nachfolgenden Generationen deutlich gemacht werden kann. Ob sich dabei die Rolle von Springer als mitbestimmend oder nicht herausstellt ist zweitrangig.</p>
<h6>Sollten sich noch interessante Artikel oder Berichte auftun, werde ich diesen Artikel ggfs. aktualisieren. Auch meine Schlussfolgerungen stehen noch nicht fest, obwohl ich geneigt bin dem Vorwurf der &#8220;Hetze&#8221; des Springer-Verlages zuzustimmen, einfach auf Grund gelegentlich gelesener Zeitungsberichte und der heutigen Berichterstattung vor allem der BILD. Trotzdem bin ich selbst noch am Anfang meiner eigenen &#8220;Rekonstruktion&#8221; der damaligen Ereignisse und dementsprechend unvollständig ist mein Eindruck in manchen Bereichen noch. Für Anregungen bin ich dankbar.</h6>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3102" class="footnote">Oh, verdammt, zwei Monate vor dem Attentat und nicht nur einen Monat vorher!</li><li id="footnote_1_3102" class="footnote">Im Thema Dutschke ebenfalls 62.</li><li id="footnote_2_3102" class="footnote">Elsässer, Jürgen: Drei Kugeln auf Rudi Dutschke, in: Neues Deutschland, 11.04.2008</li><li id="footnote_3_3102" class="footnote">Siehe Zitat am Ende dieses Eintrages.</li><li id="footnote_4_3102" class="footnote">Verlinkungen auf das Medienarchiv und Ergänzungen von mir.</li><li id="footnote_5_3102" class="footnote">Ich gehe auf Grund der gezeigten Übereinstimmungen mit den Suchergebnissen einfach mal davon aus, dass sich Kellerhoff auf diesen Suchbegriff beschränkt hat.</li><li id="footnote_6_3102" class="footnote">Ich habe jetzt nicht geguckt, ob das von &#8220;Jung-Roten&#8221; begangen wurde oder einfach von anderen &#8220;Rabauken&#8221;.</li><li id="footnote_7_3102" class="footnote">Also nicht die Studenten, gegen die niemand was hatte.</li><li id="footnote_8_3102" class="footnote">Nach dem Attentat wird sich diese Verbindung in Richtung RAF verändert haben.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Slapstick hilft</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/04/21/slapstick-hilft/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 13:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde/Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute bin ich am Überlegen, ob ich nicht häufiger mal Slapstickeinlagen einlege und dabei irgendwas demoliere.1 Warum ich das überlege? Das ist eigentlich ganz einfach. Vor kurzem schrieb ich ja, dass ich einen neuen Mülleimer brauche, da ich meinen, künstlerisch begabt wie ich nunmal bin, bühnenreif zerlegt habe. Seitdem stand unser Mülleimer in seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p style="text-align: left;">Seit heute bin ich am Überlegen, ob ich nicht häufiger mal Slapstickeinlagen einlege und dabei irgendwas demoliere.<sup>1</sup> Warum ich das überlege? Das ist eigentlich ganz einfach. Vor kurzem schrieb ich ja, dass ich einen <a href="http://www.edition-flint.de/2010/04/05/ich-brauch-einen-neuen-mulleimer/" target="_blank">neuen Mülleimer brauche</a>, da ich meinen, künstlerisch begabt wie ich nunmal bin, bühnenreif zerlegt habe. Seitdem stand unser Mülleimer in seiner angestammten Ecke, guckte anklagend ohne Deckel vor sich hin und war wahrscheinlich auch ziemlich einsam. Gerade eben klingelte es dann an der Tür und nach ein paar Minuten stand Hermes bei uns vor der Tür. Großes Paket&#8230;groooß, aber erstaunlich leicht. Mir schwante ja bereits übles, denn Die Praktikantin meinte vor kurzem: &#8220;Die zukünftige Weltherrscherin hat eine Überraschung für dich! Ich darf dir aber nicht erzählen, was!&#8221; Nun kenne ich DzW ja recht gut und weiß, dass sie für manch Schabernack zu haben ist.<sup>2</sup> Nach dem Öffnen des Paketes bestätigten sich dann die vagen Hoffnungen.<span id="more-3087"></span></p>
<div id="attachment_3088" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/04/eimer.jpg" rel="lightbox[3087]"><img class="size-medium wp-image-3088 " title="eimer" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2010/04/eimer-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Deckel des neuen Mülleimers, inklusive Spiegelung meiner Küche.</p></div>
<p>Ist er nicht hübsch? Ich glaube, ich werde ihn nach der zukünftigen Weltherrscherin benennen. Ich brauche jetzt übrigens auch eine neue Küche, denn der Mülleimer ist zu breit für den eigentlichen Mülleimerplatz.</p>
<p>An dieser Stelle auch nochmal Danke und ich werde mich bei Gelegenheit rächen. <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3087" class="footnote">Wohnung, Handy, Notizbuch, Mitbewohner&#8230;</li><li id="footnote_1_3087" class="footnote">Obwohl mein Gesicht ohne diese Andeutung der Praktikantin wahrscheinlich noch um ein paar Längen besser gewesen wäre. Aber auch so war es, glaube ich, nicht schlecht.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Würstchen (Update: 31. März)</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/03/30/von-wuerstchen/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 17:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gent. Kennt hier jemand Gent? Gent ist die Haupstadt der belgischen Provinz Ostflandern. Gent hat vieles zu bieten, doch durch eine Sache wurde Gent jetzt in Magdeburg &#8220;berühmt&#8221;. Gent hat einen &#8220;Vegi-Tag&#8221; (oder Veggie-Tag, je nach Schreibweise). Vegi-Tag bedeutet in diesem Zusammenhang, dass an einem Tag in der Woche die Bürger auf Fleisch im Essen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Gent. Kennt hier jemand Gent? Gent ist die Haupstadt der belgischen Provinz Ostflandern. Gent hat vieles zu bieten, doch durch eine Sache wurde Gent jetzt in Magdeburg &#8220;berühmt&#8221;. Gent hat einen &#8220;Vegi-Tag&#8221; (oder Veggie-Tag, je nach Schreibweise). Vegi-Tag bedeutet in diesem Zusammenhang, dass an einem Tag in der Woche die Bürger auf Fleisch im Essen verzichten sollen. Die Schulspeisung an diesem Tag ist vegetarisch, ebenso die Essensausgabe in den stadteigenen Kantinen. Die Menschen in Gent wollen damit verschiedene Zeichen setzen, wie man u.a. <a href="http://www.wdr.de/tv/bab/sendungsbeitraege/2009/0624/vegetarier.jsp" target="_blank">hier</a> nachlesen kann.</p>
<p><span id="more-3043"></span></p>
<p>In Magdeburg kamen nun einzelne Stadtratspolitiker auf den Gedanken, so etwas auch mal einführen zu wollen. Wahrscheinlich auf Grund der persönlichen Verflechtungen und Bekanntschaften kam das Ganze auch auf die Tagesordnung des Magdeburger Studierendenrates der Universität. Ich habe gerade den Antrag an den StuRa nicht zur Hand, der übrigens bewilligt wurde, dafür aber den Antrag im Stadtrat in der ersten Fassung vom Ende des letzten Jahres. Darin heißt es u.a.:</p>
<blockquote><p>Die Landeshauptstadt Magdeburg erklärt den DONNERSTAG, beginnend mit dem 29.10.2009 zu einem „Vegi-Tag“ und ruft die Magdeburgerinnen und Magdeburger auf, an diesem Tag freiwillig auf tierische Nahrungsmittel, insbesondere Fleisch und Wurst, zu verzichten und stattdessen regionale und ökologisch angebaute pflanzliche Lebensmittel zu verzehren.</p></blockquote>
<p>Es ging also im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst und zwar die Wurst der Magdeburger. Viel wurde diskutiert und der Antrag letztendlich vor kurzem abgelehnt. Gestern kommentierte die ganze Sache dann irgendjemand vom MDF1, einem der Magdeburger Lokalfernsehsender. Dies geschah im <a href="http://www.mdf1.de/news.html" target="_blank">Blog</a> des Senders, der momentan nur aus einem Eintrag besteht, nämlich aus eben diesem Kommentar zum Vegi-Tag. Dieser Kommentar, der namentlich niemandem beim MDF1 zuzuordnen ist, beginnt mit folgenden Worten:</p>
<blockquote><p>Am 1. Oktober 1933 wurde durch die Nationalsozialistische Regierung der so genannte Eintopfsonntag ins Leben gerufen. In der Zeit von Oktober bis März sollte an jedem ersten Sonntag im Monat in den deutschen Haushalten nur Eintopf gegessen werden. Dabei wurde festgelegt, dass eine solche Mahlzeit nur 50 Pfennig kosten, und das gesparte Geld dem Winterhilfswerk zugute kommen solle.</p></blockquote>
<p>Eindrucksvoll wird hier zunächst bewiesen, dass man Nazi-Vergleiche scheinbar wirklich überall unterbringen kann.<sup>1</sup> Besonders passend sind Nazi-Vergleiche natürlich, wenn sie überhaupt nicht passen. Aber lassen wir uns ganz ganz kurz auf <span style="text-decoration: line-through;">diese</span> <span style="text-decoration: line-through;">Argumentation </span><span style="text-decoration: line-through;">Herführung</span> dieses sinnlose, geistige Gekotze ein. Mir persönlich fehlt in dem Artikel ja nur noch die Uhrzeit des Beschlusses. Woher weiß der anonyme Autor das so genau? Die Antwort ist recht einfach, man vergleiche mal das oben zitierte mit dem nachfolgenden Zitat:</p>
<p>Der Eintopfsonntag wurde in Deutschland am 1. Oktober 1933 durch das NS-Regime ins Leben gerufen.</p>
<blockquote><p>In der Zeit von Oktober bis März sollte an jedem folgenden ersten Sonntag im Monat in allen deutschen Haushalten nur Eintopf gegessen werden. Die Kosten, die diese Mahlzeit verursachte, durften pro Person 50 Pfennig nicht überschreiten. Das für das sonst übliche Sonntagsessen ausgegebene und damit gesparte Geld musste dem kurz zuvor gegründeten Winterhilfswerk und somit Bedürftigen gespendet werden.</p></blockquote>
<p>Hut ab, das hätte selbst Helene Hegemann kaum besser hinbekommen. Woher ich das zweite Zitat habe? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eintopfsonntag" target="_blank">Ratet doch mal</a>. Naja, der unbekannte Meisterschreiber hat ja schon ein bisschen umgestellt und den Konjunktiv am Ende des ersten Zitates könnte man wohlmeinend als Andeutung auf eine Fremdübernahme deuten. Herr/Frau Meisterschreiber gibt aber gleich zu Beginn des nächsten Absatzes zu, dass solche Vergleiche nicht gerne gehört werden.</p>
<blockquote><p>Es ist mir schon klar, dass solche Vergleiche nicht gern gehört werden, aber irgendwie drängt er sich bei mir auf, als ich die Diskussion um einen VEGI Tag im Magdeburger Stadtrat verfolgen durfte.</p></blockquote>
<p>Meine Empfehlung: Woanders hinstellen, wenn man von bescheuerten Vergleichen bedrängt wird. Die gehen von alleine weg, wenn man erstmal kurz an die frische Luft geht. Nach der Bekundung des Autors, dass es &#8220;recht so&#8221; ist, dass der Antrag im Stadtrat von Magdeburg abgelehnt wurde, schraubt sich der Schreiber weiter durch seinen merkwürdigen Nazi-Vergleich, mischt allerdings noch ein bisschen DDR hinzu.</p>
<blockquote><p>Sonst [bei einer Annahme des Antrages] hätte man gleich mit entscheiden können, ob nicht wieder ein Blockwart oder eine HGL eingeführt wird, die Verstöße melden. Die politischen Entscheidungsträger sollten mal darüber nachdenken, was sie da beantragen und wie weit die Freiheit zu essen was man will, durch die Politik eingeschränkt werden darf.</p></blockquote>
<p>HGL stammt aus dem DDR-Sprachgebrauch und bezeichnet eine &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Sprachgebrauch#H" target="_blank">Hausgemeinschaftsleitung</a>&#8220;. Der hier aufgemachte Gedankengang ist aber interessant: Durch den Aufruf an die Magdeburger <strong>freiwillig</strong> an einem Tag auf Fleisch zu verzichten, schreibt die Politik also vor, was man essen darf und was nicht. Selbst wenn man noch stärker dem Vorbild aus Gent folgt und Schulen und städtische Kantinen an einem Tag nur oder größtenteils vegetarisches Essen auffahren, selbst dann hat das mit &#8220;die Politik schreibt vor, was man essen darf und was nicht&#8221; ungefähr so viel zu tun wie die Erfindung des Rades mit dem Rubikwürfel. Liebe/Lieber Herr/Frau Meisterschreiber: Ein Tag, an dem man aus, zum Teil, guten Gründen freiwillig auf Fleisch verzichten soll, hat nichts mit vorschreiben zu tun. Es ist eine Empfehlung. Und selbst wenn Schulen und städtische Kantinen an diesem einen Tag nur vegetarische Produkte anbieten, dann ist dies nichts anderes, als sie sonst auch tun. Wenn man nicht selbst kocht, sondern andere für sich kochen lässt, dann bestimmen immer die Anderen, was es zur Auswahl gibt und was nicht. Oder stehen Sie, Herr/Frau Meisterschreiber, während der &#8220;italienischen Woche&#8221; in ihrer MDF1-Cafeteria auch vor der Küchenfrau und beschimpfen sie als Nazi, nur weil es heute Spaghetti und kein Rindsgulasch gibt? Oder schimpfen Sie auch ganz regulär, wenn es gerade etwas anderes gibt, als Sie eigentlich essen wollen? Sie müssten es, wenn Sie ihrer eigenen &#8220;Argumentation&#8221; folgen würden.</p>
<p>Die Schimpftirade im Blogeintrag des MDF1 setzt sich dann ürbigens mit einer ausgewogenen Betrachtung des Entschlusses des Magdeburger Studierendenrates<sup>2</sup> fort:</p>
<blockquote><p>Der Studentenrat schafft vollendete Tatsachen und will den VEGI Tag jetzt in den Mensen der Uni durchsetzen. Die Propaganda des Studienrates heißt „Informationskampagne zum übermäßigen Fleischkonsum“. Außerdem, so wörtlich in der Medienmitteilung: &#8220;sollen vielfältige vegetarische Kochrezepte vorgestellt werden, die die Studenten anregen sollen, abwechslungsreiche vegetarische Gerichte kennen zu lernen&#8221;. Das klingt leider fast wie das Vorwort zum Eintopfkochbuch von Erna Horn aus dem Jahr 1933.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt, den Antrag beim StuRa hab ich nicht zur Hand, dafür aber die <a href="http://www.stura-md.de/stura_media/pressemitteilungen/2PM+SturaMD+_+Otto+isst+Vegi.pdf" target="_blank">Pressemitteilung zum Beschluss</a>.<sup>3</sup> Auch wenn beim MDF1 hier mal mit einem Zitat gearbeitet wird (&#8220;Informationskampagne zum übermäßigen Fleischkonsum&#8221;) oder es zumindest aussieht wie ein Zitat, so ist dies zwar an sich löblich, aber das Zitat steht so gar nicht in der Pressemitteilung drin. Dort heißt es nämlich:</p>
<blockquote><p>Gleichzeitig würde eine Informationskampagne in der Mensa durchgeführt, die die Probleme im Zusammenhang mit übermäßigem Fleischkonsum aufzeigt.</p></blockquote>
<p>Das hat nichts mit &#8220;Propaganda&#8221; zu tun<sup>4</sup>, sondern mit Information. Übermäßiger Fleischkonsum ist nicht das Gesündeste, was man seinem Körper antun kann, Punkt. Und was heißt hier &#8220;sollen vielfältige vegetarische Kochrezepte vorgestellt werden, die die Studenten anregen sollen, abwechslungsreiche vegetarische Gerichte kennen zu lernen&#8221; klinge wie das Vorwort zum Kochbuch von Erna Horn? Wenn es schon wie ein Kochbuchvorwort klingt oder wie Kochbuchwerbung, dann klingt es wie Werbung für ein ganz normales, handelsübliches Kochbuch. Und was soll eigentlich diese Rumreiterei auf &#8220;Erna Horn&#8221;? Bei Wikipedia steht zwar &#8220;In den Zeitungen wurden wiederholt Eintopfrezepte als Vorschläge veröffentlicht, es erschien auch ein Eintopf-Kochbuch von Erna Horn.&#8221;, das heißt aber noch lange nicht, dass Erna Horn jetzt der Goebbels der deutschen Küchen war. Wer auf den bei Wikipedia verlinkten Namen klickt, dem wird nämlich schnell klar, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erna_Horn" target="_self">Erna Horn</a> keine arische Meisterköchin war<sup>5</sup>, sondern schlicht eine Dame, die eine große Masse an Kochbüchern fabriziert hat und sich vor allem im Deutschland der <strong>Nachkriegszeit</strong> großer Beliebtheit erfreute.<sup>6</sup> Um noch einmal auf den Beschluss des Studierendenrates zurückzukommen: Die entsprechende Nachfrage ist noch unterwegs, aber auch der Beschluss des StuRas hat mit &#8220;die Politik schreibt vor, was man essen darf und was nicht&#8221; auch so rein gar nichts zu tun. In der Pressemitteilung heißt es nämlich auch:</p>
<blockquote><p>Die Verhältnisse sollen donnerstags in der Uni-Mensa umgekehrt werden – dann würden nicht mehr fast ausschließlich Fleisch und Fisch in der größten Kantine Magdeburgs angeboten, sondern die Studierenden können sich über leckere und vielfältige vegetarische Gerichte freuen.</p></blockquote>
<p>&#8220;Die Verhältnisse sollen umgekehrt werden&#8221; klingt für mich persönlich jetzt nicht danach, dass es an dem Tag nur vegetarisches Essen gibt, sondern dass es schlicht mehr vegetarische Gerichte als Gerichte &#8220;con Carne&#8221; gibt. Dementsprechend passt der Schluss des Artikels beim MDF1 auch gar nicht. Dort heißt es:</p>
<blockquote><p>Deshalb liebe Studenten und Vegetarier, der Blick in die Geschichte bewahrt vielleicht vor all zu viel Fatalismus bei der Durchsetzung von bestimmten Interessen. Noch ist die Bundesdeutsche Gesellschaft eine der tolerantesten, die es auf der Welt gibt. Und deshalb hat die Politik nichts auf dem Teller der Menschen zu suchen. Das ist und bleibt Privatsache.</p></blockquote>
<p>Wie &#8220;tolerant&#8221; die bundesdeutsche Gesellschaft ist, zeigt ja der Artikel beim MDF1. Auch ohne Vegi-Tag gibt es Vegetarier und Veganer in Deutschland, egal was man davon hält. Diese Menschen werden eigentlich immer beim durchschnittlichen Kantinenessen benachteiligt. Während die &#8220;Fleischesser&#8221; aus verschiedenen Gerichten wählen können, gibt es an veganer Kost meist nur recht wenig. Nun soll dies an einem Tag in der Woche umgekehrt werden. An einem Tag soll es mehr vegetarische Gerichte als fleischhaltige Gerichte geben<sup>7</sup> und schon muss man beim MDF1 die Nazi-Vergleichs-Keule aus dem Schrank holen? Herr/Frau Meisterschreiber empfiehlt einen Blick in die Geschichtsbücher. Kennt hier jemand einen guten &#8220;Journalistenratgeber&#8221; oder einen in Magdeburg ansässigen Journalistenverband? Man könnte dem MDF1 ja mal ein paar entsprechende Ratgeber zum Thema Recherche und Argumentation zur Verfügung stellen. &#8220;Recherche für Wurstesser&#8221; oder so. Apropos Wurstesser: Herr/Frau Meisterschreiber will sich am Samstag mit anderen &#8220;Wurstessern&#8221; zu einem &#8220;<a href="http://www.magdeburgersonntag.info/artikel/lemsdorfer-lummel-feiert-premiere-am-3-april-0324" target="_blank">Lemsdorfer Lümmel</a>&#8221; treffen. Na wenigstens ist das Rezept von 1924, dann ist ja alles in Ordnung.</p>
<p>Achja, eine kleine Sache noch. Wer hat denn bei der ganzen Sache &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fatalismus" target="_blank">Fatalismus</a>&#8221; an den Tag gelegt? Wurde da vielleicht &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fanatismus" target="_blank">Fanatismus</a>&#8221; gemeint?</p>
<p><strong>Update:</strong> Mittlerweile konnte ich mal einen Blick auf den Antrag der <a href="http://www.ghg-md.de/" target="_blank">GHG</a> im Studierendenrat werfen (Danke dafür!) und es ist tatsächlich so, wie ich die Pressemitteilung interpretiert habe. Zu Anfang des Antrages heißt es:</p>
<blockquote><p>Ziel soll es sein, einmal pro Woche (Donnerstags) die Verhältnisse gewissermaßen umzukehren und mehrere, hochwertige vegetarische Gerichte, aber nur ein Fleischgericht anzubieten. Dadurch sollen Menschen, die bisher nicht viel mit vegetarischem Essen anfangen konnten, zu einem bewussteren Umgang mit Fleisch und den damit verbundenen Problemen (Gesundheit, Tierrechte, Klimaschutz) animiert werden.</p></blockquote>
<p>Soviel also zu dem, was ich schon hinlänglich beschrieben habe und was der anonyme Schreiber beim MDF1 sich &#8220;gedacht&#8221; hat: Es geht nicht darum, nur vegetarische Gerichte aufzutischen, sondern halt bedeutend mehr vegetarische, als fleischhaltige Gerichte.</p>
<p>Einen etwas ausführlicheren Artikel zum Vegi-Tag in Gent findet man übrigens bei der<a href="http://www.zeit.de/2009/51/N-Fleisch-der-Zukunft?page=1" target="_blank"> ZEIT</a>.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3043" class="footnote">Ja, ich bin mir solcher Begriffe wie &#8220;Veget-Arier&#8221; bewusst. Da ich die bisher aber nur im SPON-Forum gelesen habe, lasse ich die einfach mal außen vor.</li><li id="footnote_1_3043" class="footnote">Ja, Studierendenrat heißt das Ding jetzt, lieber MDF1, nicht mehr Studentenrat. Und ein <strong>Studienrat</strong> ist nun schon wieder was ganz anderes.</li><li id="footnote_2_3043" class="footnote">Wer Ähnlichkeiten zwischen den Überschriften beim MDF1 und beim StuRa findet, darf sie behalten.</li><li id="footnote_3_3043" class="footnote">Wer hätte DAS jetzt gedacht?</li><li id="footnote_4_3043" class="footnote">Auch wenn sie wohl ein aus heutiger Sicht etwas antiquiertes Rollenverständnis hatte.</li><li id="footnote_5_3043" class="footnote">Ob das 1933 erschienene Kochbuch &#8220;Der Eintopf &#8211; das deutsche Spargericht&#8221; überhaupt ein &#8220;Vorwort&#8221; hatte, hab ich nun aber nicht rausgefunden.</li><li id="footnote_6_3043" class="footnote">Was ist eigentlich das Gegenteil von vegetarisch? Carnivorisch?</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Praktikantin spielt Super Mario World &#8211; Ein Protokoll</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2010/03/24/die-praktikantin-spielt-super-mario-world-ein-protokoll/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 14:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Die Praktikantin]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor kurzem mein altes SNES wieder aufgebaut und ein bisschen Super Mario World gespielt. Gestern hat es die Praktikantin zum ersten Mal probiert (für eine Stunde oder so) und heute durfte ich dann mal mitprotokollieren. Man muss dabei betonen, dass sie wenig Konsolenerfahrung hat, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Lustig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Ich habe vor kurzem mein altes SNES wieder aufgebaut und ein bisschen Super Mario World gespielt. Gestern hat es die Praktikantin zum ersten Mal probiert (für eine Stunde oder so) und heute durfte ich dann mal mitprotokollieren. Man muss dabei betonen, dass sie wenig Konsolenerfahrung hat, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Lustig ist es trotzdem.</p>
<p><span id="more-3040"></span></p>
<p>Level: Forest of Illusion 3 (14:10 &#8211; 14:22 Uhr)</p>
<ul>
<li>Ups, <a href="http://de.mario.wikia.com/wiki/Football_Chuck" target="_blank">Footballschildkröte</a>: <strong> Tod</strong></li>
<li>Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong></li>
<li>Ups, Bombe: <strong>Tod</strong></li>
<li>Ups, Bombe: <strong>Tod</strong></li>
<li>Kommentar Praktikantin: Drüüüberhüpfen!</li>
<li>Ups, Bombe: Yoshi weg</li>
<li>Yoshi wiederholen</li>
<li>Extraleben im Abrgund versenkt</li>
<li>Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong></li>
<li>Ups, Footballschildkröte: Geschrumpft</li>
<li>Ups, Footballschildkröte: <strong>Tod</strong></li>
<li>Kommentar Praktikantin: Aber ich komm schon weiter als gestern!</li>
<li>Zugang zum Schloss gefunden, aber zu klein um Blöcke zu zerstören</li>
<li>Level regulär beendet (14:16 Uhr)</li>
<li>Kommentar Praktikantin: Nochmal das Ganze.</li>
<li>Yoshi bekommen, immer noch Schrumpfmario</li>
<li>Versucht Pilz in Blase zu bekommen; Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong></li>
<li>Yoshi verloren, hinterhergerannt, wiedergeholt, an gleicher Stelle nochmal verloren, Yoshi rennt in Abgrund; Kommentar Praktikantin: Och, menno!</li>
<li>Von Röhre runterspringen, unten explodiert Bombe. Ups, <strong>Tod</strong>. Kommentar Praktikantin: Das war jetzt Absicht!<sup>1</sup></li>
<li>Kurz vor Röhe, in der man groß sein muss: Praktikantin springt zielsicher gegen einen Gegner.<sup>2</sup> Mario schrumpft. <strong>Selbstmord</strong>.</li>
<li>Praktikantin schafft es in Röhe, zertrümmert Blöcke, schaltet so den Weg zu Roy&#8217;s Castle frei. (14:22 Uhr)</li>
</ul>
<p>Roy&#8217;s Castle (14:22 &#8211; 14: 28 Uhr)</p>
<ul>
<li>Praktikantin lässt sich von Blöcken über Lava transportieren</li>
<li>Praktikantin rennt über Brücke, schrumpft, rennt weiter, springt in Gegner. Ups,<strong> Tod</strong>.</li>
<li> Praktikantin hat nur noch zwei Leben. Danach muss sie den Forest of Illusion 3 nochmal spielen.</li>
<li>Musik wird hektischer, Praktikantin rennt hektisch über Brücke. Ups, Flammenteil: <strong>Tod</strong>. Aber wenigstens im Takt der Musik.</li>
<li>Bei den Blöcken über der Lava beweist Die Praktikantin mittlerweile Routine.</li>
<li>Praktikantin schafft es zu Roy. Ups, wenn er runterfällt kann ich mich ja nicht mehr bewegen: <strong>Tod</strong>. (14:28 Uhr)</li>
</ul>
<p>Forest of Illusion 3 (14:28 &#8211; 14:48 Uhr)</p>
<ul>
<li>Praktikantin entedeckt eine neue Röhre.</li>
<li>Ups, Bombe: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Flint macht Titelsong von M*A*S*H an: Suicide is painless.</li>
<li>Ups, Viech: Yoshi weg<sup>3</sup></li>
<li>Ups, Viech: Yoshi rennt in Abgrund.</li>
<li>Ups, gleiches Viech: Mario schrumpft.</li>
<li><strong>Selbstmord</strong>, weil bei entscheidender Röhre wieder klein.</li>
<li>Ups, Viech: Mario schrumpft<sup>4</sup></li>
<li>Ups, Bombe: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Praktikantin geht frustriert weg und holt sich Schoki. (14: 34 Uhr)</li>
<li>Ups, Viech: <strong>Tod</strong>.<sup>5</sup></li>
<li>Flint spielt &#8220;Suicide is painless&#8221; mittlerweile im Dauerrepeat.</li>
<li>Yoshi darf auch mal wieder mitspielen.</li>
<li>Praktikantin springt zielischer am Yoshi-Coin vorbei.</li>
<li>Praktikantin nimmt Viech, rennt durch die Gegend. Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Wichtige Röhre, Mario schrumpft. <strong>Selbstmord</strong>.</li>
<li>Praktikantin macht kurze Pause. 14:42 Uhr geht&#8217;s weiter.</li>
<li>Ups, Viech fällt auf mich runter: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Praktikantin spielt mit Viech rum.</li>
<li>Ups, Footballschildkröte: Schrumpfen, <strong>sterben</strong>.<sup>6</sup></li>
<li>Flint möchte an dieser Stelle erwähnen, dass Die Praktikantin auch gestern schon die ganze Zeit dieses Level gespielt hat.</li>
<li>Praktikantin hat es zum ersten Mal geschafft, einen &#8220;Ersatzpilz&#8221; zu bekommen. Kurz darauf verliert sie Yoshi.</li>
<li>Praktikantin springt über Abgrund in Blase, fällt in Abgrund. Ups,<strong> Tod</strong>.</li>
<li>Ups, Viech fällt auf Praktikantin: <strong>Tod</strong>. (14:48 Uhr.)</li>
</ul>
<p>Forest of Illusion 4 (14:48 &#8211; 14:48 Uhr)</p>
<ul>
<li>Flint guckt nicht hin, Praktikantin stirbt. Weiß nichtmal genau warum. Ups, wo kam das denn her?: <strong>Tod</strong>.</li>
</ul>
<p>Forest of Illusion 3 (14:48 &#8211; 14:58 Uhr)</p>
<ul>
<li>Praktikantin rennt gegen Bombe, die in der Plene rumrennt. Mario schrumpft.</li>
<li>&#8220;Doofes Viech&#8221; trifft Praktikantin, nach Nutzung des Ersatzpilzes. Mario schrumpft. <strong>Selbstmord</strong>.<sup>7</sup></li>
<li>Viech fällt auf Praktikantin, Mario schrumpft. <strong>Selbstmord</strong>.<sup>8</sup></li>
<li>Springen, ups, Viech: <strong>Tod</strong>.<sup>9</sup></li>
<li>Praktikantin springt wieder am Yoshi-Coin vorbei, trifft Viech, Yoshi rennt weg.</li>
<li>Praktikantin versucht Pilz in Blase zu bekommen. Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Viech fällt von oben, Mario schrumpft.</li>
<li><strong>Selbstmord</strong>.<sup>10</sup></li>
<li>Praktikantin schafft es groß in der Röhre anzukommen. Roy&#8217;s Castle. (14: 58)</li>
</ul>
<p>Roy&#8217;s Castle (14:58 &#8211; 15:15 Uhr)</p>
<ul>
<li>Routinierte Schwebeblöckenutzung</li>
<li>Bis zu dem Punkt an dem Die Praktikantin stehenbleibt, von den Blöcken geschoben wird und in die Lava fällt. Ups, Lava: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Ihr kennt diese Blöcke, die sich ineinander- und auseinanderschieben? Ups, Abgrund: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Ups, feuerspeiende Statue: <strong>Tod</strong>.</li>
<li>Roy</li>
<li>Sie hat es geschafft!!</li>
</ul>
<p>Ende des Protokolls. Zur Veranschaulichung noch einmal &#8220;Forest of Illusion 3&#8243; und &#8220;Roy&#8217;s Castle&#8221; als Videodurchlauf.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/koaAWcHFTGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/koaAWcHFTGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/b6k0MX5hwzo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/b6k0MX5hwzo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3040" class="footnote">Jaja.</li><li id="footnote_1_3040" class="footnote">Irgendein Gumba, glaube ich. Springt man drauf, fallen sie auf den Rücken und man kann sie nehmen. Ab jetzt &#8220;Viech&#8221; genannt.</li><li id="footnote_2_3040" class="footnote">Zweimal in zwei Sekunden.</li><li id="footnote_3_3040" class="footnote">An der besagten, wichtigen Röhre.</li><li id="footnote_4_3040" class="footnote">Game Over&#8230;again</li><li id="footnote_5_3040" class="footnote">Game Over again and again and again.</li><li id="footnote_6_3040" class="footnote">Weil, wegen Röhre und so.</li><li id="footnote_7_3040" class="footnote">Die Röhre, ihr werdet es geahnt haben.</li><li id="footnote_8_3040" class="footnote">G-A-M-E O-V-E-R</li><li id="footnote_9_3040" class="footnote">Is painless, you know?</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Galileo und Zölibat</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 12:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Freitag, wir (Die Nachbarin, Die Praktikantin und ich) sind fertig von zwei Tagen Leipziger Buchhmesse und hängen vor dem Fernseher Der Nachbarin rum. Da keiner von uns die Energie aufwenden will, um umzuschalten1 und sich Pro7 so schön zur Berieselung eignet, gucken wir seit längerer Zeit diesen Sender. Taff, Newstime, Simpsons und: Galileo. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Es ist Freitag, wir (Die Nachbarin, Die Praktikantin und ich) sind fertig von zwei Tagen Leipziger Buchhmesse und hängen vor dem Fernseher Der Nachbarin rum. Da keiner von uns die Energie aufwenden will, um umzuschalten<sup>1</sup> und sich Pro7 so schön zur Berieselung eignet, gucken wir seit längerer Zeit diesen Sender. Taff, Newstime, Simpsons und: Galileo. Die freitagliche Galileleosendung begann mit einer &#8220;Begriffserklärung&#8221; des Zölibats. Grundsätzlich war ja alles richtig, allerdings muss man sich die &#8220;Berichterstattung&#8221; im Kontext der aktuellen Berichterstattung anzeigen. Der Zölibat<sup>2</sup> geriet durch die neuen Missbrauchsfälle rund um Einrichtungen der katholischen Kirche erneut in den (kurzzeitigen) Fokus der öffentlichen Diskussion. Es geht also um zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern. Schwerwiegendes Thema, welches mit dem notwendigen &#8220;Feinsinn&#8221; behandelt werden sollte. <a href="http://www.prosieben.at/tv/galileo/videos/wort-woche/wort-woche-zoelibat-galileo-video-19-maerz-2010-1.1509581/" target="_blank">Hier kann man sehen, was ProSieben daraus gemacht hat</a>.<sup>3</sup> Zu sehen war das ganze in der Rubrik &#8220;Wort der Woche&#8221;. Wenn man sich diesen &#8220;Bericht&#8221; mal genauer zu Gemüte führt und vor allem den Kontext des aktuellen Diskurses im Auge behält, so stellen sich einem vor allem eine Frage: Ist es sinnvoll im Umfeld von sexuellem Missbrauch an männlichen Kindern und Jugendlichen eine &#8220;Erklärung&#8221; zu liefern, in dem der männliche Berichterstatter u.a. im Brautkleid zu sehen ist und an mehreren Stellen als Frau &#8220;verkleidet&#8221; die Blicke bzw. Gelüste der, ebenfalls durch den Berichterstatter dargestellten, Priester auf sich zieht? Gut, es ist Galileo. Die Praktikantin sagt immer so schön: &#8220;Früher hat dir Galileo erklärt, wie ein Kühlschrank funktioniert. Heute setzt Galileo eine leichtbekleidete junge Dame in einen Kühlschrank, um zu zeigen wie kalt er ist.&#8221; Vielleicht bin ich ja auch der einzige, dem so eine Art der Berichterstattung auf den Keks geht. Man kann vieles in einer &#8220;lockeren&#8221; Art erklären, jedoch sollte man immer den Kontext beachten oder die &#8220;Berichterstattung&#8221; ins Kabarett verlegen.</p>
<p>Mancher mag nun einwerfen, dass man solche Sendungen wie &#8220;Galileo&#8221; nicht unbedingt ernst nehmen oder beachten sollte. Losgelöst davon, dass man sie sehr wohl beachten sollte, weise ich an dieser Stelle einmal verschiedene Äußerungen des ProSieben-Sat.1-Chefs Thomas Ebeling hin, die das F.A.Z.-Fernsehblog <a href="http://www.prosieben.at/tv/galileo/videos/wort-woche/wort-woche-zoelibat-galileo-video-19-maerz-2010-1.1509581/" target="_blank">schön zusammengefasst hat</a>:</p>
<blockquote><p>Informationsvermittlung, wie sie der Rundfunkstaatsvertrag auch von privaten Sendern verlangt, sei schließlich nicht nur durch Nachrichten erreichbar. &#8220;Die vertiefende Betrachtung können Magazine viel besser leisten&#8221;, findet Ebeling – und hat auch ein schönes Beispiel parat: &#8220;Formate wie &#8216;Galileo&#8217; sind viel relevanter als die Nachrichten um 18 Uhr.&#8221;</p></blockquote>
<p>Peer Schader guckt sich dann eine typische Galileo-Sendung im Detail an, weswegen man sich den Eintrag im Fernsehblog ruhig einmal zu Gemüte führen sollte. Ich hoffe nur, dass die Macher von Galileo sich bei ihrer &#8220;lustigen&#8221; Berichterstattung in Zukunft etwas zurückhalten. Sonst steht der symphatische junge Mann im Brautkleid wahrscheinlich demnächst mit einem&#8230; ach was weiß ich.<sup>4</sup></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3026" class="footnote">Die Energie wird fürs Heben des Bierglases benötigt.</li><li id="footnote_1_3026" class="footnote">Wikipedia sagt, dass &#8220;das Zölibat&#8221; umgangssprachlich sei. Ich kannte es nur unter &#8220;das Zölibat&#8221;, aber ich bin ja auch kein Katholik.</li><li id="footnote_2_3026" class="footnote">Ich suche noch eine Version, die sich einbinden lässt.</li><li id="footnote_3_3026" class="footnote">Ich kann mir eine Menge unpassender Berichterstattungen vorstellen, weigere mich aber diese aufzuschreiben. Sonst kommen die Redakteure noch auf dumme Gedanken.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>In Liebe, Guido</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
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		<description><![CDATA[Oh ja, groß war der Aufschrei nach Guido Westerwelles &#8220;Das ist Deutschland hier&#8220;-Aussage auf einer Pressekonferenz. Der Ausdruck &#8220;Westerwave&#8221; war in aller Munde oder zumindest in aller Tastaturen. Dann wurde es eine zeitlang ruhig um unseren Vizekannichts1 , bis dann die &#8220;Spätrömische Dekadenz&#8221; über Deutschland hereinbrach. Schon klimperten landauf landab wieder die Tastaturen und alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Oh ja, groß war der Aufschrei nach Guido Westerwelles &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=laUJzGMUEI4" target="_blank">Das ist Deutschland hier</a>&#8220;-Aussage auf einer Pressekonferenz. Der Ausdruck &#8220;Westerwave&#8221; war in aller Munde oder zumindest in aller Tastaturen. Dann wurde es eine zeitlang ruhig um unseren Vizekannichts<sup>1</sup> , bis dann die &#8220;Spätrömische Dekadenz&#8221; über Deutschland hereinbrach. Schon klimperten landauf landab wieder die Tastaturen und alle möglichen /und unmöglichen) Vertreter der vierten Gewalt wiederholten diensteifrig die Erkenntnisse, die <span style="text-decoration: line-through;">Nero</span> Westerwelle seinem Volk zu verkünden hatte. Änderungsvorschläge hatte Herr Westerwelle allerdings kaum welche vorzutragen, dabei sitzt er doch mittlerweile nicht mehr in der Opposition. Aber egal, es bringt ihn mal wieder in die Schlagzeilen. Die meisten Schlagzeilen störte es dann auch nicht wirklich, dass Guido Westwerwelles These von der spätrömischen Dekadenz <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/273/503495/text/" target="_blank">durchaus</a> <a href="http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/" target="_blank">widerlegt</a> <a href="http://www.bildblog.de/16744/viel-laerm-um-hartz/" target="_blank">wurde</a>. So ganz sicher scheint sich unser Vizekanzler aber bei der ganzen Sache auch nicht zu sein, wenn man sich folgenden Ausschnitt aus einer Bundespressekonferenz anguckt.<sup>2</sup></p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Qf57EjFU_lU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Qf57EjFU_lU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p>Ich habe ja das Gefühl, dass es langsam bei unserer Staatsführung zum &#8220;guten Ton&#8221; gehört, einfach nicht mehr zu antworten, wenn einem eine Frage nicht passt. Aber leider lässt sich kein &#8220;Westerwave&#8221; aus diesem Beitrag basteln, also wird es eh keinen interessieren.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3003" class="footnote">Danke Herr Pispers, für diese wunderbare Wortschöpfung.</li><li id="footnote_1_3003" class="footnote">Ausschnitt aus dem Medienmagazin Zapp. Text der Sendung und das gesamte Video <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/boulevard_gesellschaft/durchgezappt264.html" target="_blank">finden sich hier</a>.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Grauenhafter Einfluss</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Insgesamt gibt es in meinem Leben drei kulturelle Einflüsse, denen ich mich immer wieder gerne und bereitwilligt aussetze: Bücher, Musik und Filme. Sonderlich festgelegt bin ich bei keinem dieser Medien, dementsprechend groß ist mitunter die Bandbreite dessen, was ich konsumiere. Nachdem ich gestern mal wieder &#8220;Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Insgesamt gibt es in meinem Leben drei kulturelle Einflüsse, denen ich mich immer wieder gerne und bereitwilligt aussetze: Bücher, Musik und Filme. Sonderlich festgelegt bin ich bei keinem dieser Medien, dementsprechend groß ist mitunter die Bandbreite dessen, was ich konsumiere. Nachdem ich gestern mal wieder &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Going-Pieces-Tom-Savini/dp/B000OVL9VO" target="_blank">Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film</a>&#8221; geguckt habe, habe ich mal überlegt, was so die &#8220;einflussreichsten&#8221; Horror-/Splatterfilme in meinem bisherigen Leben waren. Chronologisch ist die Aufzählung nicht, allerdings habe ich die meisten dieser Filme in relativ &#8220;jungen&#8221; Jahren gesehen, wodurch natürlich schon eine gewisse Bedeutung geschaffen wird.<sup>1</sup> Dann mal los&#8230;</p>
<p><span id="more-2993"></span></p>
<p><img title="More..." src="http://www.edition-flint.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><strong> Chucky die Mörderpuppe: </strong>Chucky gehörte zu den &#8220;erlaubten&#8221; Filmen, d.h. meine Eltern<sup>2</sup> haben sich mit mir hingesetzt und den Film geguckt, weil ich sonst nicht mit nerven aufgehört hätte. Geschah, glaube ich, relativ häufig, war aber trotzdem nie das gleiche wie &#8220;im Geheimen gucken&#8221;. Ist ja auch logisch. Chucky jedenfalls war eine prägende Erfahrung. Ich bin auf diese dämliche Puppe nicht klargekommen und habe bis heute ziemlich wenig Chucky geguckt.<sup>3</sup> Bei Chucky hat sich als erstes (?) abgezeichnet, dass ich mit Horror, der sich &#8220;alltäglichen&#8221; Bösewichtern bedient, die größten Probleme habe.</p>
<p><strong>ES:</strong> ES&#8230;noch so&#8217;n Film mit etwas &#8220;alltäglichem&#8221; als Objekt des Horrors.<sup>4</sup> Keine Ahnung wie alt ich war, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, aber prägend war er allemal. Mittlerweile gucke ich den Film fast nur noch auf englisch, denn Tim Curry als Pennywise ist einfach nur göttlich.</p>
<p><strong>Alien:</strong> Ich glaub, für den Film hab ich mich mal nachts zum Fernseher geschlichen. Wirklich schade, dass die Fortsetzungen und Crossover zu dem Merchandise sehr&#8230;durchwachsen sind.<sup>5</sup></p>
<p><strong>Arachnophobia:</strong> Ich habe eine tierische Abneigung gegen Spinnen. Ich liebe diesen Film. Meine Füße verlassen nach ein paar Minuten den Boden<sup>6</sup> und ich bin den Rest des Abends völlig paranoid, was dunkle Ecken, Lichtschalter, Toiletten usw. angeht, aber ich liebe diesen Film. Er ruft so schön die Erfahrung wieder wach, die mich zum Spinnen&#8221;phobiker&#8221; gemacht hat. Herrlich.</p>
<p><strong> Nightmare on Elm Street: </strong>Zu Freddy hatte ich in meiner Jugend ein gespaltenes Verhältnis. Plötzlich gab es da einen Bösewicht, der einen in seinen Träumen umbringen konnte? Dem Schlaf nicht wirklich zuträglich, ehrlich nicht. Was aber noch prägender war, war ein Abend bei meinem damaligen besten Freund.<sup>7</sup> Ich war bei ihm zu Gast, ich glaube auch über Nacht. Jedenfalls waren tagsüber/abends auch noch andere zu Gast. Einer von diesen Gästen hatte einen älteren Bruder und diesem &#8220;stibitzte&#8221; er immer das, was er eigentlich nicht hätte haben dürfen. An diesem Tag hatte er eine Audio-Kasette dabei. Ich weiß nicht, um welchen Teil der <a href="http://www.hoerspielland.de/hl-3.2.7-1.2.7.html" target="_blank">Hörspiel-Reihe zu Freddy</a> es sich dabei handelte, ich meine aber mich zu erinnern, dass einer der Protagonisten plötzlich Freddys Handschuh hatte und damit dieses wirklich wiederwärtige Quietschgeräusch gemacht hat. Ich wusste natürlich, wer Freddy Krueger ist<sup>8</sup> , hatte aber, wenn ich mich richtig erinnere, bis zu diesem Zeitpunkt höchsten sehr sporadischen und sehr kurzen Kontakt zu den Machwerken rund um die Elm Street. Ich glaube ich habe damals extrem schlecht geschlafen&#8230;dieses Geräusch *schauder*.<sup>9</sup></p>
<p>Die bisherigen Filme waren ja eher &#8220;Mainstream&#8221; und sind sicher auch nicht ganz vollständig.<sup>10</sup> Neben diesen &#8220;TV tauglichen&#8221; Filmen gab es aber auch welche, die man eher selten im TV sieht.</p>
<p><strong>Braindead:</strong> Oh mein Gott, was für ein dämlicher Film. Peter Jackson hin oder her. Bad Taste war zwar noch schlimmer<sup>11</sup> , aber Braindead bezog und bezieht seine &#8220;Beliebtheit&#8221; bei mir schlicht und ergreifend aus dem Hype, den vor allem Jugendliche um diesen Film herum gesponnen haben und vielleicht noch bis heute spinnen. Die Idee mit dem Rasenmäher ist aber wirklich, wirklich lustig.</p>
<p><strong>Evil Dead:</strong> Hey, es ist Bruce Campbell. Da wird eine Frau von einem Baum vergewaltigt&#8230;von einem Baum! Diese Filme muss man einfach gesehen haben. Sie halten die perfekte Balance zwischen &#8220;schlecht&#8221; und &#8220;herausragend&#8221;. Einer der Filme, die Kettensägen salonfähig gemacht haben.</p>
<p><strong>Texas Chainsaw Massacre:</strong> Interessanterweise haben wir irgendwann mal Ausschnitte aus diesem Film in der Schule geguckt. Ich habe keine Ahnung warum und wieseo, ich weiß nur noch, dass es im Englischunterricht war. Noch so&#8217;n Kettensägenfilm. Klassiker.<sup>12</sup></p>
<p><strong>Nekromantik:</strong> Oha. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nekromantik" target="_blank">Nekromantik</a> ist so eine Mischung aus Horror/Splatter und Kunstfilm. Dezent eklig an verschiedenen Stellen, aber ich habe damals ewig gebraucht, bis ich eine VHS mit dem Film bekommen habe. Raubkopie natürlich<sup>13</sup> und nahezu unabspielbar, weil ich der geschätzte 1000. Besitzer dieser Kasette war. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg_Buttgereit" target="_blank">Jörg Buttgereit</a> reichte später noch &#8220;Nekromantik 2&#8243; und &#8220;Corpse Fucking Art&#8221; nach. Vielleicht landet die DVD, die es wohl mittlerweile gibt, mal in meinem Regal, aber eigentlich war der Film nie so meins.</p>
<p><strong>Haus der 1000 Leichen / The Devil&#8217;s Rejects:</strong> Ich weiß nicht, aber irgendwie haben diese beiden Filme von Rob Zombie es mir angetan.<sup>14</sup> Ich fand die Filme einfach irgendwie erfrischend, was mir leider in den letzten Jahren bei Horrorfilmen eher seltener passiert.</p>
<p><strong>Freddy vs. Jason:</strong> Musste einfach sein.</p>
<p>So, was bliebe noch zu sagen? Die Halloween-Reihe fehlt, genausowenig wie &#8220;Freitag der 13.&#8221;, nicht, weil mich der Konsum dieser Filme nicht beeinflusst hätte, sondern einfach, weil ich sie nicht konsumiert habe. Irgendwann werde ich diesen Schandfleck mal entfernen<sup>15</sup> , aber bis dahin vergeht wahrscheinlich noch einiges an Zeit. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich bin halt nie dazu &#8220;gekommen&#8221; die Filme, bzw. due Ursprünge, zu gucken. Dafür habe ich meine Zeit zum Teil mit anderen Filmen verschwendet<sup>16</sup> oder aber die herrlichen Kleinode des Genres gesehen.<sup>17</sup></p>
<p>Wenigstens habe ich dadurch immer noch ein paar &#8220;Klassiker&#8221;, die ich noch gucken muss. Irgendwann schaff ich es auch mal, mir eine Ausgabe von &#8220;Ein Zombie hing am Glockenseil&#8221; zu besorgen. Ich habe keine Ahnung, worum es geht, aber ich will diesen Film sehen!</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2993" class="footnote">Man ist jung, man darf das eigentlich nicht gucken usw.</li><li id="footnote_1_2993" class="footnote">In der Regel meine Mutter.</li><li id="footnote_2_2993" class="footnote">Was wohl auch an &#8220;Seed of Chucky&#8221; liegt.</li><li id="footnote_3_2993" class="footnote">Obwohl ich nie solche Angst vor Clowns hatte, wie Xander bei Buffy oder der Kerl bei Zombieland.</li><li id="footnote_4_2993" class="footnote">Wer &#8220;Predator&#8221; in dieser Reihung erwartet, den muss ich enttäuschen. Läuft bei mir unter Action, nicht unter Horror.</li><li id="footnote_5_2993" class="footnote">Es könnte ja was unter der Couch hervorkommen.</li><li id="footnote_6_2993" class="footnote">Jetzt werden meine Eltern garantiert hellhörig, denn soweit ich weiß kennen sie die Story nicht.</li><li id="footnote_7_2993" class="footnote">Es ist erstaunlich, welch Wissen Kinder/Jugendliche über das haben, was sie eigentlich nicht ansehen dürfen o.ä.</li><li id="footnote_8_2993" class="footnote">Da irgendein Jugendlicher Freddys Handschuh hatte, handelte es sich wahrscheinlich um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nightmare_II_–_Die_Rache" target="_blank">Teil 2</a> der Filme und <a href="http://www.hoerspielland.de/hl-3.2.9-1.2.9.html" target="_blank">Teil 3</a> der Hörspiele.</li><li id="footnote_9_2993" class="footnote">Ich habe so viele Filme in meinem Leben gesehen, auch so viele Horrorfilme, da können selbst &#8220;einflussreiche&#8221; mal kurz in Vergessenheit geraten.</li><li id="footnote_10_2993" class="footnote">Ich hab ausgeschaltet, als die Szene mit dem Löffel und dem Gehirn kam.</li><li id="footnote_11_2993" class="footnote">Ich hab auch die Version von Michael Bay. Der Film ist aber, ähnliche wie Blade 2, höchstens wegen Jessica Biel interessant.</li><li id="footnote_12_2993" class="footnote">Irgendwie hatte damals niemand die Originalfilme, solange man sie nicht offiziell kaufen durfte.</li><li id="footnote_13_2993" class="footnote">Und nein, das liegt nicht an <a href="http://www.sherimoonzombie.org/" target="_blank">Sheri Moon Zombie</a>&#8230;obwohl&#8230;vielleicht teilweise.</li><li id="footnote_14_2993" class="footnote">Irgendwann werde ich garantiert auch &#8220;Lethal Weapon&#8221; gucken.</li><li id="footnote_15_2993" class="footnote">Zombie 4, Jason X, Bordello of Blood, Embrace of the Vampire (okay, den hab ich damals wirklich nur wegen den Nacktszenen von Alyssa Milano geguckt), Land of the Dead uswusf.</li><li id="footnote_16_2993" class="footnote">From Dusk Till Dawn, Dawn of the Dead, Botched, Re-Animator, DellaMorte DellAmore uswusf.</li></ol>________]]></content:encoded>
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