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	<title>Edition Flint &#187; Und nun zu etwas völlig Anderem</title>
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	<description>&#62;Endzwanziger mit Migränehintergrund&#60;</description>
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		<title>Ich möchte keine Spieleanfragen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Communities]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook ist ja so eine Sache. Viele nutzen es und von diesen vielen sind wiederum die meisten der Meinung, dass nur sie Facebook richtig nutzen. Keine Gelegenheit lassen sie aus, diese Ansicht unter den Mitgliedern ihrer Freundesliste zu verbreiten. In letzter Zeit bürgert es sich anscheinend ein, dass gerade diese Nutzer ihr Wissen via Bildbeitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Facebook ist ja so eine Sache. Viele nutzen es und von diesen vielen sind wiederum die meisten der Meinung, dass nur sie Facebook richtig nutzen. Keine Gelegenheit lassen sie aus, diese Ansicht unter den Mitgliedern ihrer Freundesliste zu verbreiten. In letzter Zeit bürgert es sich anscheinend ein, dass gerade diese Nutzer ihr Wissen via Bildbeitrag verbreiten. Nachfolgend mal ein besonders penetrantes Beispiel:<br />
<span id="more-3880"></span><br />
<a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n.jpg" rel="lightbox[3880]"><img class="aligncenter  wp-image-3881" title="387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/387915_148297315273407_100002794180547_133522_469838728_n.jpg" alt="Auf Facebook weit verbreitetes Bild. Urheber unbekannt. Dafür schön viele Ausrufezeichen." width="504" height="378" /></a></p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wer dieses Bild ursprünglich mal entworfen hat. Vom Design her scheint er/sie aber auf dem Stand von beepworld, myspace und Web -23.5 stehengeblieben zu sein. Nun ist das Posten von Bildern auf Facebook an sich ja nichts verwerfliches. Bei diesem und ähnlichen Bildern hapert es allerdings ganz gehörig in Sachen Logik. Die normale Seite für &#8220;Bitte schicke mir was ganz tolles für das Spiel, welches ich gerade spiele&#8221; sieht wie folgt aus<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/#footnote_0_3880" id="identifier_0_3880" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Blo&szlig; ohne die schwarzen Striche">1</a></sup>:</p>
<p><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/fbkramsano.jpg" rel="lightbox[3880]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3882" title="fbkramsano" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2012/01/fbkramsano.jpg" alt="" width="669" height="644" /></a></p>
<p>Was fällt einem auf? Man kann nirgendwo sehen, ob die jeweilige Person irgendwann einmal o.g. Bild oder etwas vergleichbares auf seine eigene oder eine fremde Pinnwand gepostet hat, wem dieses Bild gefällt usw. Das Bild erfüllt also keine besondere Wirkung, es sei denn, jeder einzelne merkt sich, wer alles schon einmal solche Bilder bei sich gepostet hat. Ab einer gewissen Anzahl Freunde ist das ein Ding der Unmöglichkeit.</p>
<p>&#8220;Lass mich doch solche Bilder posten!&#8221;, werden nun einige rufen. Lasse ich ja auch, es ist nur absolut sinnlos. Um mal ein illustrierendes Beispiel zu wählen:</p>
<p>Wenn jemand nicht möchte, dass Werbung in seinem Briefkasten unten an der Tür landet, was macht diese Person dann? Richtig, sie klebt einen entsprechenden Zettel draußen an den Briefkasten. Von diesem Prinzip scheinen einige meiner &#8220;Freunde&#8221; ja derart überzeugt zu sein, dass sie das mit so lustigen Bildchen auch bei Facebook machen. Warum dieser Zettel in der realen Welt funktioniert, aber nicht bei Facebook, das zeigt die obere &#8220;Bitte verschicken&#8221;-Seite. Ich (als Postbote) sehe es einfach nicht, wenn ich vor dem Briefkasten stehe. Man müsste also das Bild schon als Profilbild nehmen, denn ansonsten hat es die gleiche Wirkung wie ein &#8220;Bitte keine Werbung einwerfen&#8221;-Zettel im <strong>inneren</strong> des häuslichen Briefkastens. Oder wie ein Zettel neben dem Telefon mit der Aufschrift &#8220;keine Werbeanrufe&#8221;. Auf diesen Zettel kann man den Werbeanrufer ja hinweisen, aber so wirklich effektiv ist die Strategie nicht.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2012/01/29/ich-mochte-keine-spieleanfragen/#footnote_1_3880" id="identifier_1_3880" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer an dieser Stelle &uuml;brigens eine Anleitung erwartet, wie man solche Anfragen tats&auml;chlich effektiv blockieren kann: Fragt doch mal Google.">2</a></sup></p>
<p>Achja, vielleicht die wichtigste Nachricht an diesem Eintrag: Ja, ich lebe noch und werde hoffentlich wieder mehr bloggen. <img src='http://www.edition-flint.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3880" class="footnote">Bloß ohne die schwarzen Striche</li><li id="footnote_1_3880" class="footnote">Wer an dieser Stelle übrigens eine Anleitung erwartet, wie man solche Anfragen tatsächlich effektiv blockieren kann: Fragt doch mal Google.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Du bist so ostfriesisch und hast komische Vorlieben bei Facebook</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
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		<description><![CDATA[Hachja&#8230;die Ostfriesen und ihre Weltsicht. Bei Facebook habe ich eben einen Kommentar zu einem der Programmpunkte vom Tag der Niedersachsen gelesen, der mich an eine Kampagne erinnert hat. Der FB-Kommentar war folgender: Gay&#8230; Das mal Ober scheisse gewesen&#8230; Nie wieder.. Für alle, die besonderen Wert auf &#8220;richtiges Deutsch&#8221; legen: Gay bedeutet &#8220;schwul&#8221;.1 Nun ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Hachja&#8230;die Ostfriesen und ihre Weltsicht. Bei Facebook habe ich eben einen Kommentar zu einem der Programmpunkte vom Tag der Niedersachsen gelesen, der mich an eine Kampagne erinnert hat. Der FB-Kommentar war folgender:</p>
<blockquote><p>Gay&#8230; Das mal Ober scheisse gewesen&#8230; Nie wieder..</p></blockquote>
<p>Für alle, die besonderen Wert auf &#8220;richtiges Deutsch&#8221; legen: Gay bedeutet &#8220;schwul&#8221;.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/07/04/du-bist-so/#footnote_0_3873" id="identifier_0_3873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es bedeutet eigtl. auch fr&ouml;hlich, aber so wird es heutzutage wohl eher selten benutzt.">1</a></sup><br />
Nun ist es ja nicht so, dass ich behaupten könnte, in meinem Leben auf Beleidigungen wie &#8220;Du bist schwul&#8221; oder &#8220;Das ist ja so schwul&#8221; verzichtet zu haben. Allerdings war ich da bedeutend jünger, als ich es jetzt bin.</p>
<p>Die Kampagne stammt jedenfalls von <a href="http://thinkb4youspeak.com/">http://thinkb4youspeak.com/</a> und umfasste, soweit ich weiß, einen Spot mit Hillary Duff und einen mit Wanda Sykes:</p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/TVicCD8FmMs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/4IcRQssVllA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das mal so am Rande. Demnächst gibt es wahrscheinlich noch tiefere Einblicke in gewisse Denkweisen hier vor Ort und evtl. ein besonderes Wörterbuch &#8220;Richtiges Deutsch&#8221;. Dafür müsste ich mich aber erstmal dazu durchringen, dass ich mir Notizen mache.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3873" class="footnote">Es bedeutet eigtl. auch fröhlich, aber so wird es heutzutage wohl eher selten benutzt.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Nicht entdeckte Dimensionen der JU</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/06/04/nicht-entdeckte-dimensionen-der-ju/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 09:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fundstück]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der taz kann man sich gerade über den neusten Werbespot der JU aus Bayern informieren. Nachfolgend noch einmal kurz der Spot, der meiner Meinung nach eine Aussagedimension hat, die in der taz nicht ausreichend gewürdigt wird. Die junge Dame un der &#8220;forsche Prinz&#8221; stehen nämlich für die sozialen Dimensionen der christdemokratischen Politik! &#8220;Jetzt blas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Bei der taz kann man sich gerade über den neusten Werbespot der JU aus Bayern <a href="http://taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/warum-spielt-hier-eigentlich-blasmusik/">informieren</a>. Nachfolgend noch einmal kurz der Spot, der meiner Meinung nach eine Aussagedimension hat, die in der taz nicht ausreichend gewürdigt wird.</p>
<p><span id="more-3770"></span></p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/5ID2C4SMt5c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die junge Dame un der &#8220;forsche Prinz&#8221; stehen nämlich für die sozialen Dimensionen der christdemokratischen Politik!</p>
<p>&#8220;Jetzt blas ich dir mal&#8217;n Marsch&#8221; ist dahingehend so zu deuten, dass bayrische/christdemokratische Frauen endlich offen mit ihrer Sexualität umgehen können und ihr Handwerkszeug verstehen. Dies haben sie natürlich im bayrischen Bildungssystem gelernt. Sexualkunde und so.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/06/04/nicht-entdeckte-dimensionen-der-ju/#footnote_0_3770" id="identifier_0_3770" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Au&szlig;erdem sind sie auch im Bett immer perfekt hergerichtet.">1</a></sup> Die überraschende &#8220;Pointe&#8221; mit der Trompete steht hingegen dafür, dass Menschen in Bayern alte Traditionen hochhalten und neben einer umfassenden und an der Praxis orientierten Bildung auch noch Zeit und Geld haben ein Instrument zu lernen. Die JU wirbt also hier für ein ausgewogenes Bildungssystem, welches sich auch mit ALG 2 bestreiten lässt oder aber für &#8220;Arbeit und Wohlstand für alle&#8221;. Ich finde, das musste mal gesagt werden. Weitermachen!</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3770" class="footnote">Außerdem sind sie auch im Bett immer perfekt hergerichtet.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Fehlende Ikonographie</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 16:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmte Ereignisse sind in unserer medialisierten Welt in der Regel mit bestimmten Bildern verbunden. Je dramatischer oder einschneidender die Ereignisse, desto besser prägen sich die Bilder ein. Natürlich relativiert sich dies mit der Zeit: War man &#8220;live&#8221; dabei1, so haben auch jetzt noch entsprechende Bilder eine andere Wirkung auf einen selbst, als auf &#8220;nachfolgende&#8221; Generationen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Bestimmte Ereignisse sind in unserer medialisierten Welt in der Regel mit bestimmten Bildern verbunden. Je dramatischer oder einschneidender die Ereignisse, desto besser prägen sich die Bilder ein. Natürlich relativiert sich dies mit der Zeit: War man &#8220;live&#8221; dabei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/24/fehlende-ikonographie/#footnote_0_3730" id="identifier_0_3730" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also in einem entsprechenden Alter oder gerade vor dem TV.">1</a></sup>, so haben auch jetzt noch entsprechende Bilder eine andere Wirkung auf einen selbst, als auf &#8220;nachfolgende&#8221; Generationen. 9/11 ist hier wohl das beste Beispiel. Wer 2001 alt genug war, um zu verstehen was da gerade vor sich geht, der verbindet andere Gefühle und Erinnerungen mit den Bildern, wie jemand, der diese Bilder &#8220;jetzt schon&#8221; als Geschichte ansieht. Die Ereignisse am 11. September 2001 stellen allerdings eh einen besonderen Fall dar, da bei kaum einem anderen, vergleichbaren Ereignis die mediale Abdeckung so schnell und so andauernd war.<br />
Im Zuge der Berichterstattung kommt es meist früher oder später zur Bildung von Ikonen. Bestimmte Bilder sind entweder so &#8220;passend&#8221; oder werden so oft wiederholt, dass sie plötzlich mehr sind, als ein &#8220;Begleitmaterial&#8221; für die Berichterstattung. Sie entwickeln eine Bedeutungsebene, die über das eigentliche Ereignis hinausgehen. Sei es nun der <a href="http://www.bundestag.de/blickpunkt/bilderInhalte/0902_spezial/500px/ullstein_high_00005559.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3730]">flüchtende NVA-Soldat</a>, die<a href="http://www.google.de/search?um=1&amp;hl=de&amp;safe=off&amp;client=opera&amp;rls=de&amp;channel=suggest&amp;biw=1276&amp;bih=910&amp;tbm=isch&amp;sa=1&amp;q=9%2F11&amp;aq=f&amp;aqi=g10&amp;aql=&amp;oq=" target="_blank"> brennenden oder einstürzenden Zwillingstürme</a> oder das berühmte Bild &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:WW2_Iwo_Jima_flag_raising.jpg" target="_blank" rel="lightbox[3730]">Raising the Flag on Iwo Jima</a>&#8220;. Auch Flutbilder nach Tsunami-Katastrophen oder anderen Überflutungen haben teilweise einen ähnlichen Prozess durchlaufen, allerdings scheinen Ereignisse an denen Menschen als &#8220;Täter&#8221; beteiligt waren eher zu einer Ikonbildung zu neigen, als Naturkatastrophen.</p>
<p>Interessant wird es, wenn man einmal betrachtet, welche, von Menschen irgendwie gemachte Katastrophen keine Ikonbildung nach sich ziehen, obwohl sie ebenfalls schwere Folgen haben. Gemeint sind an dieser Stelle atomare Katastrophen. Während man bei Atombomben, nicht zuletzt durch die markante &#8220;Pilzwolke&#8221;, noch von einer gewissen Ikonographie sprechen kann, so scheinen diese Ikons bei Reaktorunfällen zu fehlen. Harrisburg oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Three_Mile_Island_accident" target="_blank">Three Mile Island</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tchernobyl" target="_blank">Tchernobyl</a> oder eben auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fukushima_I_nuclear_accidents" target="_blank">Fukushima</a> rufen, zumindest soweit es mich betrifft, keine bestimmten Bilder auf, höchstens ein gewisses Gefühl der Bedrohung. Woran könnte dies liegen? Im Gegensatz zu den bisher aufgezählten Beispielen sind atomare Katastrophen schleichende und vor allem nicht oder kaum visuell erfassbare Katastrophen. Atombomben explodieren und produzieren den typischen Pilz, dadurch werden sie für die visuell-dominierte Medienlandschaft fassbarer. Kaputte Kernkraftwerke bieten zwar auch ein gewisses Bild der Zerstörung, welches sich z.B. allerdings kaum von Bildern von Großbränden unterscheidet. Auch Bilder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit" target="_blank">Strahlenkrankheit</a> sind, so schlimm sie auch sein mögen, scheinbar nicht zur Ikonbildung geeignet.</p>
<p>Was daraus zu folgen scheint, ist eine, für sonstige Verhältnisse, merkwürdig bilderlose bzw. bildlich distanziert wirkende Berichterstattung. Geht damit auch eine Marginalisierung der Ereignisse einher? Die Anti-Atom-Bewegung scheint zwar seit Fukushima wieder an Bewegungsmomnent gewonnen zu haben und auch die Wahlergebnisse der Grünen werden oft mit dem letzten GAU in Verbindung gebracht. Ebenfalls damit einherzugehen scheint ein schnelleres Verschwinden der Ereignisse aus dem Gedächtnis bzw. dem Interesse der Menschen, die weit genug von den Ereignissen entfernt wohnen, so dass sie auf die Medienberichterstattung angewiesen sind. Später liest man dann vielleicht nochmal von der &#8220;vergessenen Katastrophe&#8221; oder ähnlichem.</p>
<p>[Endet hier, da ich irgendwie wieder nicht zu nem vernünftigen Schluss komme, aber den Draft nicht noch länger liegenlassen will.]</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3730" class="footnote">Also in einem entsprechenden Alter oder gerade vor dem TV.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Migrantisch</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 16:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sarrazin und kein Ende. Da hat die SPD jetzt den Salat. Da hat Thilo eine &#8220;weitreichende Erklärung&#8221; (Nahles) abgegeben, alle1 dachten nun sei alles wieder gut und dann das: Sarrazin demütigt die SPD, so titelte heute die taz. Mal ganz davon abgesehen, dass die SPD in Bezug auf Sarrazin kaum noch mehr gedemütigt werden könnte: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Sarrazin und kein Ende. Da hat die SPD jetzt den Salat. Da hat Thilo eine &#8220;weitreichende Erklärung&#8221; (Nahles) abgegeben, alle<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_0_3709" id="identifier_0_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ja, wirklich alle.">1</a></sup> dachten nun sei alles wieder gut und dann das: Sarrazin demütigt die SPD, so<a href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/sarrazin-demuetigt-die-spd/" target="_blank"> titelte heute die taz</a>. Mal ganz davon abgesehen, dass die SPD in Bezug auf Sarrazin kaum noch mehr gedemütigt werden könnte: Die Äußerung von Sarrazin ist in mehrerer Hinsicht merkwürdig. Ausgehend von folgendem Auszug aus dem taz-Artikel, stellen sich mehrere Fragen.</p>
<blockquote><p>Bei einer Lesung aus seinem umstrittenen Buch im nordrhein-westfälischen Waltrop betonte er, dass er in seiner Erklärung vor der SPD-Spitze kein Wort von den Aussagen seines Buches zurückgenommen habe.</p>
<p>Als wäre das nicht Schmach genug, kritisierte er die Migrantenquote, die die SPD-Spitze angekündigt hat: &#8220;Der Verstand kommt und geht ja nicht damit, dass man Migrant ist.&#8221; Und ätzte im Anschluss erneut in diffamierender Weise über Menschen mit Migrationshintergrund: &#8220;Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen.</p></blockquote>
<p>Wer bisher geglaubt hat, dass Sarrazin irgendwas von seinen Thesen zurückgenommen hätte, der hat <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin270.html" target="_blank">die Erklärung</a> bisher nicht gelesen, oder heißt Nahles/Gabriel mit Nachnamen. Aber darum soll es an dieser Stelle gar nicht gehen, auch nicht darum, was denn jetzt von einer &#8220;Migrantenquote&#8221; in der SPD zu halten ist oder nicht. Interessant ist die Äußerung mit &#8220;migrantisch&#8221; und &#8220;diese Leute&#8221;. Die taz (und andere Redaktionen) beziehen diese Äußerung auf &#8220;Menschen mit Migrationshintergrund&#8221;. Aber ist das eigentlich wirklich so?<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_1_3709" id="identifier_1_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich kenne den Rest der &Auml;u&szlig;erungen nicht, gehe also nur von diesem einen Zitat aus.">2</a></sup> Sarrazin sagt ja nicht &#8220;je migrantischer diese Leute sind&#8221;, sondern &#8220;je migrantischer diese Leute eingestellt sind&#8221;. Migrantisch ist ein Adjektiv<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_2_3709" id="identifier_2_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein ziemlich grausames und irgendwie inhaltsleeres.">3</a></sup> und wird hier adverbiell gebraucht, es beschreibt wie &#8220;diese Leute&#8221;<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_3_3709" id="identifier_3_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer das auch immer sein mag.">4</a></sup> eingestellt sind, es beschreibt nicht die Leute an sich genauer. Gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass &#8220;migrantisch&#8221; als Adjektiv ungefähr folgendes bedeuten könnte:</p>
<ol>
<li>mit Migrationshintergrund</li>
<li>Migranten/Migration positiv gegenüber eingestellt</li>
</ol>
<p>Da ein Migrationshintergrund keine Einstellung sein kann, bleibt eigentlich nur die zweite Interpretation. Wenn man &#8220;migrantisch &#8221; entsprechend ersetzt, würde der Satz also ungefähr Folgendes aussagen: Je positiver diese Leute Migranten/der Migration gegenüber eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen.</p>
<p>Das zielt also, meiner Meinung nach, weniger gegen Menschen mit Migrationshintergrund, sondern eher gegen diejenigen, die nichts gegen eben diese Menschen haben. Ausgehend von dieser Interpretation kann man nun fragen: Was soll man aus dieser Äußerung für Schlüsse ziehen? Was meint Sarrazin? Sind &#8220;diese Leute&#8221; (=Freunde der Migration) weniger objektiv, weil man halt weniger objektiv ist, wenn man von etwas überzeugt ist.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_4_3709" id="identifier_4_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was eine gewagte Behauptung w&auml;re, aber noch nachvollziehbar.">5</a></sup> Sind Menschen, die weniger &#8220;migrantisch&#8221; im eben beschriebenen Sinne sind, deswegen zwangsläufig objektiver? Ab wann ist man denn dann zu &#8220;anti-migrantisch&#8221;, um noch objektiv zu sein? Gerade letzter Punkt ist interessant: Sarrazin sagt nämlich &#8220;je migrantischer eingestellt, desto weniger objektiv&#8221; ist man. Der Umkehrschluss wäre also: je weniger migrantisch eingestellt, desto objektiver&#8221;. Und genau an dieser Stelle würde das Pflaster erst richtig gefährlich werden.</p>
<p>Was genau er meinte, das kann wohl nur Sarrazin selbst beantworten oder aber jemand, der die ganze &#8220;Rede&#8221; gehört hat.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/05/05/migrantisch/#footnote_5_3709" id="identifier_5_3709" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine eindeutigere Darstellung in den Medien w&uuml;rde nat&uuml;rlich auch helfen.">6</a></sup> Ich weiß nur, wenn Sarrazin nicht &#8220;migrantisch eingestellt&#8221; ist, dann bin ich es gerne.</p>
<p>Ich habe übrigens lange nach einer gewissen &#8220;Pointe&#8221; gesucht, aber so langsam fällt mir zur SPD und zu Sarrazin nichts mehr ein.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3709" class="footnote">Ja, wirklich alle.</li><li id="footnote_1_3709" class="footnote">Ich kenne den Rest der Äußerungen nicht, gehe also nur von diesem einen Zitat aus.</li><li id="footnote_2_3709" class="footnote">Ein ziemlich grausames und irgendwie inhaltsleeres.</li><li id="footnote_3_3709" class="footnote">Wer das auch immer sein mag.</li><li id="footnote_4_3709" class="footnote">Was eine gewagte Behauptung wäre, aber noch nachvollziehbar.</li><li id="footnote_5_3709" class="footnote">Eine eindeutigere Darstellung in den Medien würde natürlich auch helfen.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Along the road</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 19:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!?]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Man weiß ja heutzutage gar nicht mehr, wo man anfangen soll. So viel passiert! Ständig! Nachdem sich unser eigener Adel erstmal ins Aus geschossen hat, helfen uns endlich mal wieder die Briten aus und verheiraten sich. Grandios, da strahlen endlich wieder alle freiwillig und wir haben unser Gesellschaftsereignis, welches wir so dringend brauchen. War ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Man weiß ja heutzutage gar nicht mehr, wo man anfangen soll. So viel passiert! Ständig! Nachdem sich unser eigener Adel erstmal ins Aus geschossen hat, helfen uns endlich mal wieder die Briten aus und verheiraten sich. Grandios, da strahlen endlich wieder alle freiwillig und wir haben unser Gesellschaftsereignis, welches wir so dringend brauchen. War ja auch böse und traurig so in den letzten Wochen. Guttenberg ging weg und E10 kam. Übers Osterwochenende war E10 dann doch vereinzelt wieder weg<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/#footnote_0_3705" id="identifier_0_3705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="War dann auch nicht okay, wahrscheinlich weil Guttenberg nicht wiedergekommen ist.">1</a></sup></p>
<p>Seit dem Osterwochenende irgendwie wieder da ist Sarrazin, die Alte Tante aber endgültig irgendwie weg.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/#footnote_1_3705" id="identifier_1_3705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kennt ja eh keiner mehr.">2</a></sup></p>
<p>Ich bin nur noch von konservativen Geistern und gelben Bananen umgeben.</p>
<p>Howard Carpendale hat bei &#8220;Markus Lanz&#8221; gesagt, dass wir nicht mehr denken. Vielleicht muss man ihm zustimmen?</p>
<p>In den Charts läuft auch nur noch <a href="http://www.coffeeandtv.de/2011/04/13/taschenspielertricks/" target="_blank">geistiger und sexistisch-diskrimierender</a> Müll, oder?</p>
<p>Vielleicht amüsieren wir uns auch zu Tode.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/#footnote_2_3705" id="identifier_2_3705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wahrscheinlich aber haben tats&auml;chlich mehr Leute gestern Abend Markus Lanz gelesen, als Postman gelesen.">3</a></sup></p>
<p>Hab ich schon erwähnt, dass &#8220;die SPD&#8221; gerade allerortens mächtig am Rad dreht? Ich meine, geht mich ja nix an, bin ja nur ich, aber irgendwie. Also, ich weiß ja auch nicht. Ich kann mich aber auch nicht davon befreien. Jedes Mal, wenn ich eine rote Ampel sehe und alle Autos stehen bleiben, denke ich so: Guck mal, SPD.</p>
<p>Außerdem freue ich mich ja über den Warnschuss-Arrest. Ich hoffe damit einher geht eine lückenlose Überwachung aller Plätze, an denen ganz evtl. mal jemand verprügelt werden könnte. Kann ja nicht sein, dass zwar ständig geprügelt wird, aber es nur ein paar davon in die Medien schaffen.  Ich will bitte jede Prügelei, jeden Gewaltausbruch und jede Waffennutzung als Video im Internet haben und als Dauerschleife &#8211; mit Zeitlupe und Hervorhebung/Wiederholung der wichtigsten Stellen &#8211; in den audio-visuellen Medien. Printmedien dürfen Vergrößerungen zeigen. Für die Radios müssen wir endlich dafür sorgen, dass überall auch Ton aufgezeichnet wird.<br />
Der Warnschussarrest hilft dann übrigens auch. Zuerst kann überall in den Medien getitelt werden, dass &#8220;Der U-Bahn-Terror-Faustprügler&#8221; endlich hinter Schloss und Riegel ist, gleichzeitig kann in angemessen kurzer Zeit danach getitelt werden: &#8220;Warum ist DUBTF schon wieder frei????&#8221; So ist uns allen geholfen.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/#footnote_3_3705" id="identifier_3_3705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie viele Redakteure wohl Formulierungsprobleme hatten, weil sich &amp;#8220;Anwaltssohn&amp;#8221; in der Schlagzeile schlechter macht als &amp;#8220;Ausl&auml;nder&amp;#8221;?">4</a></sup> Außerdem hilft Arrest auf jeden Fall als Warnung, sonst bringt es ja nix. Is so ähnlich wie mit den Arbeitslosen. Wenn man die morgens erstmal aus dem Bett bekommen würde und die erstmal gezwungen wären, was zu tun (z.B. zu einem 4km entfernten Automaten gehen und ihren persönlichen Lebensdarfschein abstempeln), dann würden die auch wieder Arbeit finden. Weil sie sind ja schonmal wach.</p>
<p>Achja, SETI wird auch eingestellt. Aber sonst war, glaub ich, nichts weiter.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">In the beginning the Universe was created. This has made a lot of people very angry and has been widely regarded as a bad move.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/04/27/along-the-road/#footnote_4_3705" id="identifier_4_3705" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Douglas Adams">5</a></sup> </p>
</blockquote>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3705" class="footnote">War dann auch nicht okay, wahrscheinlich weil Guttenberg nicht wiedergekommen ist.</li><li id="footnote_1_3705" class="footnote">Kennt ja eh keiner mehr.</li><li id="footnote_2_3705" class="footnote">Wahrscheinlich aber haben tatsächlich mehr Leute gestern Abend Markus Lanz gelesen, als Postman gelesen.</li><li id="footnote_3_3705" class="footnote">Wie viele Redakteure wohl Formulierungsprobleme hatten, weil sich &#8220;Anwaltssohn&#8221; in der Schlagzeile schlechter macht als &#8220;Ausländer&#8221;?</li><li id="footnote_4_3705" class="footnote">Douglas Adams</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Brüllende Kleingeister</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/03/22/brullende-kleingeister/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 16:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zyniker bloggte, wenn er denn in letzter Zeit mal bloggte, vornehmlich über die, mittlerweile vorerst gescheiterte, Ulrichskirche in Magdeburg. In seinem letzten Eintrag fasste er die letzten Bestrebungen der Initiative gegen die Ulrichskirche, schön zusammen. Ich stimme dem Zyniker da durchaus zu, auch wenn ich alles nur aus der Ferne mitbekommen habe. Interessant an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Der Zyniker <a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2010/11/09/wer-soll-das-bezahlen-und-andere-fragen/" target="_blank">bloggte</a>, wenn er denn in letzter Zeit mal bloggte, <a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2010/11/16/sinnlose-debatten-und-merkbefreite-diskutanten/" target="_blank">vornehmlich</a> über<a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2010/12/28/endzeitliche-merkwrdigkeiten/" target="_blank"> die</a>, mittlerweile <a href="http://www.magdeburg.de/index.phtml?sNavID=1.100&amp;&amp;mNavID=1.100&amp;object=tx%7C698.7556.1" target="_blank">vorerst gescheiterte</a>, Ulrichskirche in Magdeburg. In seinem letzten Eintrag fasste er die letzten Bestrebungen der Initiative gegen die Ulrichskirche, <a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/" target="_blank">schön zusammen</a>. Ich stimme dem Zyniker da durchaus zu, auch wenn ich alles nur aus der Ferne mitbekommen habe.</p>
<p>Interessant an den Gegnern der Ulrichskirche ist allerdings einer ihrer &#8220;prominenten&#8221; Vertreter, der SEO-Mensch, Blogger, Kopftuch-Träger und was weiß ich nicht noch alles Torsten M., auch bekannt als T. Maue.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/22/brullende-kleingeister/#footnote_0_3654" id="identifier_0_3654" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="SCNR.">1</a></sup> In seinem <a href="https://twitter.com/#!/tmmd" target="_blank">Twitter-Account</a>, der zumindest aktuell öffentlich einsehbar ist, twittert dieser Mensch häufiger mal relativ belanglosen Kram, versucht aber auch alle naselang den Account zur Diskussion zu nutzen. Außerdem betreibt er noch den Twitteraccount <a href="https://twitter.com/#!/magdeburg" target="_blank">magdeburg</a>, was gerade in den Zeiten vor dem Bürgerentscheid zur Ulrichskirche zur Verwirrung führte. Wenn man einen neutralen Stadtacccount erwartete, wurde man mit einem doch eher parteiischen Kontra-Account überrascht. Aber das nur am Rande.<br />
SEO-Torsten <a href="https://twitter.com/#!/tmmd/status/49581899378720769" target="_blank">beschwerte sich über eine Äußerung</a>, und zwar wie folgt:</p>
<div id="attachment_3655" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2011/03/tmmd1.jpg" rel="lightbox[3654]"><img class="size-medium wp-image-3655" title="tmmd1" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2011/03/tmmd1-300x122.jpg" alt="" width="300" height="122" /></a><p class="wp-caption-text">Tweet @tmmd, 20. März 2011</p></div>
<p>Der Account &#8220;oc_md&#8221; ist mittlerweile gelöscht, gehörte wohl einem Stadtrat, und deswegen ist die Ursprungsäußerung leider nicht mehr nachvollziehbar. Aber ein anderer Tweet von &#8220;tmmd&#8221; ist noch nachvollziehbar. Am 15. März, also 5 Tage vor dem eben genannten Tweet, <a href="https://twitter.com/#!/tmmd/statuses/47596363483054081" target="_blank">sprach Torsten Maue</a>:</p>
<div id="attachment_3656" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2011/03/tmmd2.jpg" rel="lightbox[3654]"><img class="size-medium wp-image-3656" title="tmmd2" src="http://www.edition-flint.de/wp-content/uploads/2011/03/tmmd2-300x109.jpg" alt="" width="300" height="109" /></a><p class="wp-caption-text">Tweet von @tmmd, 20. März 2011</p></div>
<p>Und nun die abschließende Fragen, liebe Leser: Was von beiden ist wirklich peinlich und hat der Zyniker mit seinen laut brüllenden Kleingeistern recht, oder nicht?<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/22/brullende-kleingeister/#footnote_1_3654" id="identifier_1_3654" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Disclaimer: Ich mag tmmd nicht. Absolut nicht. Aber diesen Fukushima-Tweet h&auml;tte ich bei niemandem gemocht. Diese janusk&ouml;pfige Moral auch nicht.">2</a></sup></p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3654" class="footnote">SCNR.</li><li id="footnote_1_3654" class="footnote">Disclaimer: Ich mag tmmd nicht. Absolut nicht. Aber diesen Fukushima-Tweet hätte ich bei niemandem gemocht. Diese janusköpfige Moral auch nicht.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Der Hauptmann dreht sich im Grabe um</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 11:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo wach?]]></category>

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		<description><![CDATA[Wilhelm Voigt, in der Version von Zuckmayr, sagte dereinst: Richtig! Die [Wanze] lebt, Friedrich! Und weißte, warum se lebt? Erst kommt de Wanze, und dann de Wanzenordnung! Erst der Mensch, Friedrich! Und dann de Menschenordnung! Im Hauptmann von Köpenick geht es um einen Mann, der einfach seinen Altersplatz im Leben finden will, es aber nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Wilhelm Voigt, in der Version von Zuckmayr, sagte dereinst:</p>
<blockquote><p>Richtig! Die [Wanze] lebt, Friedrich! Und weißte, warum se lebt? Erst kommt de Wanze, und dann de Wanzenordnung! Erst der Mensch, Friedrich! Und dann de Menschenordnung!</p></blockquote>
<p>Im Hauptmann von Köpenick geht es um einen Mann, der einfach seinen Altersplatz im Leben finden will, es aber nicht schafft gegen die &#8220;Menschenordnung&#8221; anzukommen, eben weil zuerst an die Ordnung und dann an den Menschen gedacht wird.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_0_3648" id="identifier_0_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sp&auml;ter versucht er genau diesen Umstand gegen die Ordnung selbst zu verwenden.">1</a></sup></p>
<p><span id="more-3648"></span><br />
Das Bild, welches Zuckmayr in seiner Tragikomödie von der &#8220;Dienstbeflissenheit&#8221; der Preußen-Zeit zeichnet, löst in unserer heutigen Zeit eher ein mildes Lächeln aus. Doch manchmal stellt sich die Frage, ob wir denn tatsächlich so weit von diesem preußischen &#8220;Idealbild&#8221; entfernt sind. So war ich neulich in einem Amt, mit dem ich mich in letzter Zeit häufiger rumschlagen muss. Dort wurde mir von einem Mann in der &#8220;Leistungsabteilung&#8221;<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_1_3648" id="identifier_1_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Leistung ist ein wichtiges Wort, wir werden darauf zur&uuml;ckkommen.">2</a></sup> sinngemäß gesagt, dass man bestrebt sei möglichst wenig Kundschaft in diesem, seinem Amt zu haben. Bei mir läge die Sache aber etwas anders, ich hätte Perspektive und von daher sei es okay, wenn man bis zum August Gnade vor Recht ergehen lassen würde. Im Nachhinein betrachtet wirkt diese Aussage wie etwas, was Reinhard Mey als &#8220;schönen Traum&#8221; bezeichnet, mit dem man in die &#8220;rauhe Wirklichkeit&#8221; abtaucht.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_2_3648" id="identifier_2_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Reinhard Mey: Vernunft breitet sich aus &uuml;ber die Bundesrepublik Deutschland">3</a></sup> Ich hielt diesen schönen Traum auch fest und verpasste, vor lauter Träumerei und vollem Terminplan, einen anderen Termin bei einer anderen Person, aber im gleichen Amt. Am nächsten Tag rief ich an, um meinen Fehler zu gestehen. Das an sich war noch kein Fehler, aber ehrlich sein, das war der Fehler. Ich hatte es vergessen und weil ich dies zugegeben habe, werde ich jetzt sanktioniert. Ich muss aber trotzdem nicht nochmal hin, denn alles, was man mir sagen wollte, wurde mir in 5 Minuten dann am Telefon mitgeteilt. Was ich unterschreiben soll, wird mir zugeschickt. 3 Monate Sanktion, für 5 verpasste Minuten Information. Erst die Wanzenordnung, dann die Wanze, egal wie zuverlässig die Wanze vorher war.</p>
<p>An dieser 5-Minuten-Information ist zusätzlich noch interessant, dass sie quasi das Gegenteil von dem beinhaltet, was mir in der &#8220;kühnsten aller Utopien&#8221; zuvor gesagt wurde. Man wolle mich dann doch wahrscheinlich möglichst schnell loswerden und deswegen müsse ich mich nicht wundern, wenn mir einfach irgendwelche Angebote gemacht werden würde. Pfeiff auf meine Qualifikationen. Wenn ich nun vorherige Gespräche mit in die Überlegungen einbeziehe, dann ist diese Aussage an sich nur ein Eingeständnis dafür, dass die Wanzenordnung nicht funktioniert. Die Ordnung, das Recht, das erschöpft sich darin, dass ich monetäre Leistungen erhalte. Monetäre Leistungen machen das Leben leichter, ohne Frage. Aber ich würde auch gerne anderweitige Unterstützung haben. Ich möchte das Netzwerk einer riesigen Agentur nutzen, um meine Chancen zu verbessern oder auch um vernünftige Alternativen aufgezeigt zu bekommen. Aber das, das wird nicht geleistet. Es existiert kein Netzwerk für meinen Menschenschlag, für meine Qualifikationen und Weiterbildung gibt es auch nicht, jedenfalls nicht bei meinen Vorzeichen. Vielleicht bin ich ähnlich naiv, wie Zuckmayrs Wilhelm Voigt es war, aber irgendwas läuft schief, wenn ein Amt nur Geld gibt, ansonsten keine sinnvolle Hilfestellung leistet, und beim kleinsten Fehltritt der kleinen Wanze Sanktionen verhängt.</p>
<blockquote><p>Hoprecht: [...] Ich weiß, daß bei uns das Recht über alles geht!<br />
Voigt: Auch übern Menschen, Friedirch! Übern Menschen, mit Leib und mit Seele! Da jeht et rüber, und denn steht er nich mehr uff.</p></blockquote>
<p>Ich muss die Sanktionen ertragen, doch frage ich mich, ob sich die Ämtler den Lücken in ihrem System bewusst sind. Meiner Meinung nach sollte das Amt eigentlich folgendes leisten:</p>
<ul>
<li>monetäre Leistungen zum Erhalt eines irgendwie vernünftigen Lebens</li>
<li>Bereitstellung von Netzwerk und Kenntnissen, um mögliche Alternativen und Fähigkeiten des Antragstellers so gut wie möglich zu evaluieren, zu fördern und zu nutzen</li>
</ul>
<p>Die monetären Leistungen bekommen sie ja ganz gut hin, aber bereitgestellt wird eigentlich nichts. Ich will arbeiten, aber bitte nichts als Produktionshelfer in der Molkerei<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_3_3648" id="identifier_3_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="DA vor allem nicht, obwohl ich mich dann mit saurer Milch f&uuml;r die Entlassung meines Vaters bedanken k&ouml;nnte.">4</a></sup>, sondern in einemj Bereich, in dem mein Studium nicht ganz für die Katz ist. Aber darum muss ich mich selbst kümnmern, dafür gibt es in Aurich kein Netzwerk, also bin ich auf mich alleine gestellt. Das Amt versagt auf dieser Linie komplett, gesteht dies sogar mir gegenüber ein. Anstatt daraus aber Konsequenzen zu ziehen, wird einfach irgendwas anderes angeboten. Es werden Jobs angeboten<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/03/17/der-hauptmann-dreht-sich-im-grabe-um/#footnote_4_3648" id="identifier_4_3648" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In der Konnotation: (? Gelegenheitsarbeit) eine (meist befristete) Arbeit, die man macht, um (in erster Linie) Geld zu verdienen.">5</a></sup>, der ansonsten ach so wichtige Lebenslauf fällt hinten runter. Ich muss das verstehen, ich muss damit leben. Ich werde zur Selbstevaluation und zur Flexibilität gezwungen, ich muss widersprüchliche Aussagen zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Amt gibt mir Geld, sanktioniert und nimmt keine Rücksicht auf die Fähigkeiten und Ambitionen der Wanze. Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit! In seinem &#8220;angestammten&#8221; Gebiet aber nur dann, wenn er sich selbst kümmert. Und sowas haben die Sozialdemokraten mit verzapft. Danke, Deutschland. Danke, Leistungsfetischismus. Und der Hauptmann dreht sich im Grabe um.</p>
<p>Aber ich poche an die Weltordnung, das steht mir nicht zu.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3648" class="footnote">Später versucht er genau diesen Umstand gegen die Ordnung selbst zu verwenden.</li><li id="footnote_1_3648" class="footnote">Leistung ist ein wichtiges Wort, wir werden darauf zurückkommen.</li><li id="footnote_2_3648" class="footnote">Reinhard Mey: Vernunft breitet sich aus über die Bundesrepublik Deutschland</li><li id="footnote_3_3648" class="footnote">DA vor allem nicht, obwohl ich mich dann mit saurer Milch für die Entlassung meines Vaters bedanken könnte.</li><li id="footnote_4_3648" class="footnote">In der Konnotation: (? Gelegenheitsarbeit) eine (meist befristete) Arbeit, die man macht, um (in erster Linie) Geld zu verdienen.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frag mich was</title>
		<link>http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 16:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die NPD in Sachsen-Anhalt hat sich zur anstehenden Landtagswahl was ganz besonderes ausgedacht, nämlich den &#8220;NPD Wahlkompass&#8221;. Mit diesem kann der Besucher der Seite, der vielleicht die &#8220;Orientierung verloren&#8221; hat, seinen politischen Kurs bestimmen. Damit das Land nicht &#8220;ausblutet&#8221;, kann man gucken, ob man &#8220;auf der gleichen Route&#8221; segelt wier die braunen Kameraden mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Die NPD in Sachsen-Anhalt hat sich zur anstehenden Landtagswahl was ganz besonderes ausgedacht, nämlich den &#8220;NPD Wahlkompass&#8221;. Mit diesem kann der Besucher der Seite, der vielleicht die &#8220;Orientierung verloren&#8221; hat, seinen politischen Kurs bestimmen. Damit das Land nicht &#8220;ausblutet&#8221;, kann man gucken, ob man &#8220;auf der gleichen Route&#8221; segelt wier die braunen Kameraden mit den <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/interne-npd-mails-veroeffentlicht/" target="_blank">verlorenen Emails</a>. Na, dann wollen wir mal gucken, mit was für Themen die sich so beschäftigen, und vor allem welche Antworten man so geben kann.</p>
<p><span id="more-3621"></span></p>
<p>Die <strong>erste Frage</strong> beschäftigt sich damit, ob die Polizei in Sachsen-Anhalt die Sicherheit der Bürger gewährleisten kann. Welche Bürger denn nun vor welchen Gefahren geschützt werden sollen: egal. Die Antworten nehmen sich auch noch relativ harmlos aus. Zusammengefasst:</p>
<ul>
<li>Nach der Strukturreform ist alles gut und zukunftsfähig.</li>
<li>Polizei wird von der Politik vernachlässigt und kann ihren Aufgaben nicht nachkommen.</li>
<li>Strukturreform war weder positiv, noch negativ.</li>
</ul>
<p>In <strong>Frage zwei</strong> geht es um die &#8220;Steuermiliarden&#8221;, die für die Wirtschaftsförderung ausgegeben werden. Als Beispiel wird die Solarenergie genannt und gefragt wird, ob man das Geld nicht lieber für mittelständische Unternehmen und die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze ausgeben sollte. Allein diese Frage impliziert, dass es zum Beispiel in der Solarbranche nicht um dauerhafte Arbeitsplätze gehen würde. Aber die Antworten werden noch besser und &#8220;zielführender&#8221;:</p>
<blockquote><p>Es ist in Ordnung, wenn die Gewinne steuerfinanzierter Unternehmen später wieder in andere Bundesländer oder sogar ins Ausland abfließen.</p></blockquote>
<p>Die Wirtschaftsförderung, zum Beispiel im Bereich der Solarenergie, geht also scheinbar einher mit einem Abfluss des Geldes in andere Bundesländer oder sogar ins Ausland. Wusste ich gar nicht. Passiert beides bei mittelständischen Unternehmen natürlich nicht. Mal gucken, was sonst noch so zur Verfügung steht:</p>
<blockquote><p>Nein, die Steuergelder sollen einzig und alleine für den Erhalt künstlich geschaffener „Leuchturm-Unternehmen“ eingesetzt werden.</p></blockquote>
<p>Versteh ich das jetzt richtig? Leuchtturm-Unternehmen, die also mit gutem Beispiel vorangehen, sind böse, wenn sie durch Wirtschaftsförderung entstanden sind? Oder liest man das besser in Reihenfolge, so dass sich ergibt: Solarbranche=Geld woanders hin=Leuchtturm-Unternehmen=schlecht? Auch hier gilt natürlich, dass Leuchtturm-Unternehmen nicht mittselständig sind/sein können und das alles mit dauerhaften Arbeitsplätzen nichts zu tun hat.<br />
In der letzten Antwortmöglichkeit soll man sich dafür aussprechen, dass das Geld &#8211; also wahrscheinlich die Wirtschaftsförderung &#8211; welches größtenteils von den Klein- und Mittelständlern erwirtschaftet wird, auch doch bitte in diese zurückfließen soll. Wie? Keine Ahnung, wahrscheinlich mit einer &#8220;richtigen&#8221; Wirtschaftsförderung.</p>
<p>Allein durch die Formulierung schließt sich Antwort 2 ja schon fast aus, da wohl kaum jemand einer derart negativ formulierten Sichtweise zustimmen würde.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_0_3621" id="identifier_0_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Solche Umfragen sind ja immer etwas schwarz/wei&szlig;, aber nun ja nicht so deutlich.">1</a></sup></p>
<p>Bei der <strong>3. Frage</strong> kommen wir dann mal in die Kernbereiche national&#8221;demokratischer&#8221; Politik: Ausländer und so. Die Frage lautet:</p>
<blockquote><p>In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit noch deutlich weniger Asylanten als beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Soll Sachsen-Anhalt zum Einwanderungsland werden?</p></blockquote>
<p>2008 gab es in Sachsen-Anhalt so oder so den <a href="http://www.statistik-portal.de/statistik-portal/de_jb01_jahrtab2.asp" target="_blank">geringsten Ausländeranteil in der Bevölkerung</a>. 1,8%, das ist bundesdeutscher Niedrigstand. NRW hat einen der höchsten Stände in Deutschland, aber auch mal schlicht die meisten Einwohner. Was aber noch interessanter ist, ist die Verbindung zwischen &#8220;Asylanten&#8221; und &#8220;Einwanderungsland&#8221;. Nun ist Asyl etwas anderes als Einwanderung. Asyl bekommen, vor allem im allgemeinen Sprachgebrauch, nur die, die irgendwie geartet verfolgt werden. Hinzu kommt, dass das Asylrecht für politisch Verfolgte in Deutschland ein Grundrecht ist, das in Art. 16a Grundgesetz verankert ist. Für Details siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asylrecht_(Deutschland)" target="_blank">Wikipedia</a>. Einwanderer hingegen sind eine viel, viel größere Gruppe und bedürfen nicht des Status der (politischen) Verfolgung. Mal ganz davon abgesehen, dass Einwanderer noch ganz andere Rechte besitzen. Von Spätaussiedlern, über Studierende bis hin zu Asylanten, all das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung#Rechtlicher_Status_in_Deutschland" target="_blank">sind Einwanderer</a>, solange sie dauerhaft oder für eine längere Zeit nach Deutschland kommen. Aber man kann ja ein bisschen Stimmung machen, wenn man die Frage formuliert, Hauptsache der Döner an der Ecke schmeckt noch und man kann mal chinesisch essengehen.<br />
Die Antworten fallen entsprechend aus, nur die 2. Möglichkeit nimmt sich etwas aus.</p>
<blockquote><p>Nein, wir brauchen in Sachsen-Anhalt keine Verhältnisse wie in den „No-Go-Areas für Deutsche“, wie es sie beispielsweise in zahlreichen westdeutschen Städten gibt. Nur Touristen sollen hier bei uns willkommen sein.</p></blockquote>
<blockquote><p>Für Kriegsflüchtlinge und Verfolgte aus Diktaturen muss Platz und Geld da sein. Das zu gewährleisten ist unsere Humanitätspflicht.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ja, ich wünsche mir überfremdete Städte, und wenn Ausländer ganze Stadtviertel annektieren, dann freue ich mich auf die damit einhergehende kulturelle Bereicherung meines Lebens.</p></blockquote>
<p>Lassen wir die etwas alibimäßige Formulierung mit der Humanität, die sich als einzige eindeutig nur auf Asylanten beschränkt, mal außen vor, dann merkt man woher der Wind weht. Es wird von &#8220;No-Go-Areas für Deutsche&#8221; gesprochen, was natürlich eine sofortige &#8220;Natürlich will ich das nicht!&#8221;-Haltung hervorruft. No-Go-Areas sind nie schön, egal wer sich da nun nicht hintrauen kann. Ob es diese Gebiete nun wirklich und wahrhaftig gibt, das sei mal dahingestellt. Aber auch die 3. Antwort schürt gewisse Aversionen bzw. zeigt eine recht deutliche Formulierung. &#8220;Überfremdete Städte&#8221;, die auch noch &#8220;annektiert&#8221; wurden, gehen irgendwie nicht mit der &#8220;kulturellen Bereicherung&#8221; einher. Vor allem, wenn man sich die zumindest unterschwellig klare Bedeutung von &#8220;Annexion&#8221; mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annexion" target="_blank">deutlich in Erinnerung ruft</a>:</p>
<blockquote><p>Eine Annexion (von lat. annectere, „anknüpfen“, „anbinden“; auch als Annektierung bezeichnet) ist die einseitige rechtliche Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit. Die Annexion geht über die Okkupation (Besetzung) hinaus, da auf dem (ehemals) fremden Territorium die eigene Gebietshoheit de facto ausgeübt wird und das Gebiet de jure dem eigenen Staatsgebiet oder Kolonialreich einverleibt wird. Die Okkupation geht der Annexion meistens voraus.</p></blockquote>
<p>Laut der NPD gibt es also keine &#8220;kulturelle Breicherung&#8221; außerhalb einer Annexion. Es gibt nur &#8220;Überfremdung&#8221; und Fremdübernahme, drunter geht in Bezug auf Einwanderer mal gar nichts. Antwort 3 mag durch das Satzende besser klingen, aber aus jedem Buchstaben brüllt dem Leser das braune Gedankengut entgegen.</p>
<p><strong>Frage 4</strong> geht wieder in den etwas &#8220;ruhigeren&#8221;, aktuelleren Bereich: Umweltzonen. Man wird gefragt, ob man der Einführung von Umweltzonen in Sachsen-Anhalt zustimmt oder nicht. Hier sind allerdings wieder die Antworten interessant:</p>
<blockquote><p>Ja, Umweltzonen sind eine gute Sache. die davon ins Abseits gedrängten Unternehmen und Privatpersonen können sich ja neue Autos kaufen.</p></blockquote>
<p>Wer es also gut findet, der klickt gleichzeitig an, dass man doch irgendwie &#8211; Entschuldigung &#8211; ein Arschloch ist, frei nach dem Motto &#8220;Ganz oder gar nicht&#8221;. Während hier die Unternehmen nur kurz benannt werden, kommen diese bei Antwort zwei ganz groß raus.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_1_3621" id="identifier_1_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man erinnere sich an Frage 2.">2</a></sup></p>
<blockquote><p>Nein, hiermit wird insbesondere den kleineren Unternehmen ein weiterer Klotz ans Bein gebunden. Außerdem ist klar bewiesen, dass Umweltzonen nur eine Alibifunktion erfüllen und nicht zum Umweltschutz beitragen.</p></blockquote>
<p>Diese Antwort impliziert, für viele sicherlich nachvollziehbar, dass gerade kleine Unternehmen eh schon genug zu leiden haben &#8211; &#8220;weiterer Klotz am Bein&#8221; &#8211; und außerdem dem Umweltschutz damit gar nicht geholfen wird. Ich hab keine Ahnung, ob es schon entsprechende Erhebungen zur Wirksamkeit gibt, aber wenn endlich mal die alten Dreckschleudern verschwinden, nun, das kann nicht so schlecht sein.<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/02/26/frag-mich-was/#footnote_2_3621" id="identifier_2_3621" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei Wiki ist die &amp;#8220;Kontra&amp;#8221;-Liste allerdings bedeutend l&auml;nger, als die &amp;#8220;Pro&amp;#8221;-Liste.">3</a></sup><br />
Da man aber Umfragen auch etwas weniger drastisch formulieren muss, gibt es noch Antwort 3, in der es schlicht heißt:</p>
<blockquote><p>Es sollte Ausnahmeregelungen geben.</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltzone#Ausnahmen" target="_blank">Gibt es doch sowieso schon</a>. Unter anderem gerade für Unternehmen.</p>
<p><strong>Frage 5:</strong> Viele Einwohner Sachsen-Anhalts pendeln zur Arbeit oder gehen sogar ganz. Ob das nun eine notwendige Folge der Globalisierung sei.</p>
<ul>
<li>Ja, regt euch nicht auf.</li>
<li>Finanzielle Entlastung der Pendler.</li>
<li>Sachsen-Anhalt sollte aufhören Milliarden in &#8220;sinnlose Projekte zu pumpen&#8221; und endlich vernünftig bezahlte Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt schaffen.</li>
</ul>
<p>Ich nehme mal an diese sinnlosen Projekte sind die aus Frage 2.</p>
<p><strong>Frage 6:</strong> Wie stehen Sie zum Euro?</p>
<ul>
<li>Hat viele Fehler, ist aber schon lange genug da. Behalten.</li>
<li>Euro ist toll und hilft Europa.</li>
<li>Ich will die DM zurück, Euro hat nur schlechtes gebracht.</li>
</ul>
<p>Hm, ja, nun. Nicht so interessant, obwohl ich mir die parteiinterne Begründung für die Wiederkehr der DM durchaus vorstellen kann.</p>
<p><strong>Frage 7</strong> fragt nun nach der Bewertung des Wegfalls der Grenzkontrollen nach Osteuropa.</p>
<blockquote><p>Es ist schön, man kann endlich jederzeit nach Polen, um Zigaretten zu kaufen, ohne kontrolliert zu werden.</p></blockquote>
<p>Antwort 1 ist also aus Sicht der &#8220;Deutschen&#8221; gegeben. Mich wundert so ein bisschen, dass sie nicht &#8220;Nutten&#8221; geschrieben haben oder sowas in der Richtung. Aber unabhängig von dem, was man denn nun kaufen kann, impliziert die Antwort schon, dass es keine guten Gründe aus Sicht der &#8220;Deutschen&#8221; zu geben scheint, eine Grenzöffnung zu befürworten. Das geht damit einher, dass die letzten beiden Antworten die Grenzöffnung durchgehend negativ konnotieren.</p>
<blockquote><p>Ich denke, daß der Wegfall der Grenzkontrollen zu mehr Kriminalität in Grenznähe geführt hat und die Bürger daher unsicherer leben. Ich würde die Wiedereinführung der Grenzkontrollen begrüßen.</p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p>Eine gewisse Gefährdung unserer inneren Sicherheit ist damit schon verbunden. Wir sollten mehr Polizei ins Grenzgebiet schicken.</p></blockquote>
<p>Es ist also scheinbar so, dass es außer Zigaretten nichts Gutes in Osteuropa gibt. Ich hätte ja wenigstens noch Wodka erwähnt, aber in der NPD wird wahrscheinlich nur Nordhäuser gesoffen.</p>
<p>Kommen wir zur <strong>achten Frage</strong>, wieder ein Leib- und Magenthema der NPD. Sexualstraftäter und ihre Bestrafung. Ob ich das für ausreichend halte? Ja, durchaus, aber diese Antwortmöglichkeit habe ich nur indirekt, nämlich bei Antwort zwei, die da heißt: &#8220;Ich denke, daß man versuchen sollte, sie zu therapieren.&#8221; Therapie kommt in den anderen Antworten gar nicht vor, stattdessen wird sich wieder in Extremen geübt. Antwort 1:</p>
<blockquote><p>Nein, ich denke für diese Art von Verbrechen müssen die Gesetze deutlich verschärft werden. Auch über die Wiedereinführung der Todesstrafe im Wiederholungsfall sollte nachgedacht werden.</p></blockquote>
<p>Antwort 2:</p>
<blockquote><p>Nein, die bestehenden Gesetze sind viel zu hart. Die Täter können oft nichts für ihre Neigungen.</p></blockquote>
<p>Triebtäter können allgemein wenig für ihre Neigungen, deswegen kann man Triebe auch höchstens durch Therapie unter Kontrolle bringen, nicht durch Strafen. Todesstrafe schaltet natürlich auch Triebe ab, aber mal eine andere Frage: Wie hieß nochmal der NPDler, bei dem man Kinderpornos gefunden hat? Ach, <a href="http://npd-blog.info/2010/08/26/neonazi-kinderporno/" target="_blank">der kam ja aus Sachsen</a>, nicht aus Anhalt.</p>
<p><strong>Frage 9</strong>: Ob man für den Anbau genetisch veränderter Lebensmittel ist.</p>
<ul>
<li>Nein.</li>
<li>Mal probieren.</li>
<li>Ja.</li>
</ul>
<p>Wahrscheinlich die ausgeglichenste Fragestellung dieser ganzen &#8220;Umfrage&#8221;.</p>
<p><strong>Frage 10</strong>: Entscheidungsmöglichkeiten des Volkes. Hier gehen die Antwortmöglichkeiten auch noch, wahrscheinlich weil man am Schluss etwas versöhnlicher sein wollte.</p>
<ul>
<li>Die Möglichkeit zur Volksbefragung sollte bestehen.</li>
<li>Ja, weil das Volk schließlich bezahlen muss.</li>
<li>Nein, Politiker wissen es besser als das Volk.</li>
</ul>
<p>Die letzte Antwort geht natürlich schon wieder in Richtung &#8220;böse (System-)Politiker&#8221;, aber nun. Und ab geht es zur Entscheidung. Segel ich auf einem Kurs mit der NPD?</p>
<p>Zu erstaunlichen 15% tue ich das scheinbar und das macht mich für die NPD sogar interessant.</p>
<blockquote><p>Sie befinden sich nicht auf dem rechten Kurs. Aber Ihr Interesse an unserer Seite zeigt, daß Sie bereit sind, sich mit unseren Argumenten und Positionen auseinanderzusetzen. Lesen Sie doch einfach mal unser Wahlprogramm. Vielleicht finden wir gemeinsame Wege, um unser Land durch stürmische See zu steuern.</p></blockquote>
<p>Danke, ich verzichte. Wirklich.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3621" class="footnote">Solche Umfragen sind ja immer etwas schwarz/weiß, aber nun ja nicht so deutlich.</li><li id="footnote_1_3621" class="footnote">Man erinnere sich an Frage 2.</li><li id="footnote_2_3621" class="footnote">Bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltzone#Kritik" target="_blank">Wiki</a> ist die &#8220;Kontra&#8221;-Liste allerdings bedeutend länger, als die &#8220;Pro&#8221;-Liste.</li></ol>________]]></content:encoded>
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		<title>Machen wir uns nichts draus</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 11:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flint</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und nun zu etwas völlig Anderem]]></category>
		<category><![CDATA[nur mal so]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland. Irgendwann. Nach erneuten Funden verschiedener Medikamente in unterschiedlichen Lebensmitteln hat die Berliner Regierung endlich den lang ersehnten Schritt gewagt und hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das Bundesministerium für Gesundheit miteinander fusioniert. Neue Verträge zwischen der Lebens- und der Arzneimittelindustrie ermöglichen nun endlich gesundheitsbewusstes Einkaufen. Ab jetzt sind Lebensmittel nicht mehr nach ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="/wp-uploads/icons/topic_default.jpg" style="float:left;" width="84" height="90" alt="Default Icon" /><p>Deutschland. Irgendwann.</p>
<p>Nach erneuten Funden verschiedener Medikamente in unterschiedlichen Lebensmitteln hat die Berliner Regierung endlich den lang ersehnten Schritt gewagt und hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das Bundesministerium für Gesundheit miteinander fusioniert. Neue Verträge zwischen der Lebens- und der Arzneimittelindustrie ermöglichen nun endlich gesundheitsbewusstes Einkaufen. Ab jetzt sind Lebensmittel nicht mehr nach ihrer Art, sondern nach ihrer medizinischen Wirkung sortiert. Die Supermärkte haben mit den Apotheken fusioniert, so dass man an der Fleischtheke nicht mehr nur danach gefragt wird, welches Fleisch man haben will, sondern auch gleich eine medizinische Beratung erhält. Der neueste Schrei sind Koteletts, die in ihrer Ursprungsform<sup><a href="http://www.edition-flint.de/2011/01/25/machen-wir-uns-nichts-draus/#footnote_0_3594" id="identifier_0_3594" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also als es noch ganze, lebende Tiere waren.">1</a></sup> mit einer Mischung aus Kopfschmerztabletten und Viagra behandelt worden sind. Damit sowohl Mami, als auch Papi was davon haben. Erste Versuche komplett im Labor gezüchtete Lebensmittel zu vertrieben laufen an. &#8220;Nehmen Sie bitte dreimal täglich eine Bratwurst ein, dann sind Ihre Beschwerden in spätestens einer Woche verschwunden.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3594"></span> ***</p>
<p style="text-align: left;">Der Adel ist endlich vollständig zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgekehrt und regiert die Geschicke des Landes. Die komplette Redaktion der BILD wurde gleich mitgeadelt, nun dürfen sie endlich direkt mitmischen und müssen nicht erst anrufen. Der alte Adel behält es sich aber vor die &#8220;Neuen&#8221; auf Segelschulschiffe oder zur Bundeswehr zu schicken.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p style="text-align: left;">Ursula von der Leyen wurde in einem Bildungsputsch zur neuen Anführerin sämtlicher Bildungsträger gemacht. Dies wurde möglich, weil an jeder deutschen Schule mindestens eins ihrer Kinder war. Kristina Schröder wurde zur Adjutantin gemacht. Kinderpornografie wurde innerhalb von 24 Stunden komplett ausgerottet, weil man einfach überall Nazis mit Stoppschildern hingestellt hat.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p style="text-align: left;">Der Springer-Konzern hat PI-News und Kompakt-Nachrichten aufgekauft. Eva Herman wurde zur &#8220;Stimme der Nation&#8221; und gab schweren Herzens ihre Autobahnbau-Firma auf.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p style="text-align: left;">Wikileaks wurde in einer großangelegten Aktion von den USA und China zerschlagen, live begleitet von Alice Schwarzer.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p style="text-align: left;">Das Wetter: vorhanden.</p>
________<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3594" class="footnote">Also als es noch ganze, lebende Tiere waren.</li></ol>________]]></content:encoded>
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