Kategorie: Und nun zu etwas völlig Anderem

In Liebe, Guido

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Oh ja, groß war der Aufschrei nach Guido Westerwelles “Das ist Deutschland hier“-Aussage auf einer Pressekonferenz. Der Ausdruck “Westerwave” war in aller Munde oder zumindest in aller Tastaturen. Dann wurde es eine zeitlang ruhig um unseren Vizekannichts1 , bis dann die “Spätrömische Dekadenz” über Deutschland hereinbrach. Schon klimperten landauf landab wieder die Tastaturen und alle möglichen /und unmöglichen) Vertreter der vierten Gewalt wiederholten diensteifrig die Erkenntnisse, die Nero Westerwelle seinem Volk zu verkünden hatte. Änderungsvorschläge hatte Herr Westerwelle allerdings kaum welche vorzutragen, dabei sitzt er doch mittlerweile nicht mehr in der Opposition. Aber egal, es bringt ihn mal wieder in die Schlagzeilen. Die meisten Schlagzeilen störte es dann auch nicht wirklich, dass Guido Westwerwelles These von der spätrömischen Dekadenz durchaus widerlegt wurde. So ganz sicher scheint sich unser Vizekanzler aber bei der ganzen Sache auch nicht zu sein, wenn man sich folgenden Ausschnitt aus einer Bundespressekonferenz anguckt.2

Ich habe ja das Gefühl, dass es langsam bei unserer Staatsführung zum “guten Ton” gehört, einfach nicht mehr zu antworten, wenn einem eine Frage nicht passt. Aber leider lässt sich kein “Westerwave” aus diesem Beitrag basteln, also wird es eh keinen interessieren.

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  1. Danke Herr Pispers, für diese wunderbare Wortschöpfung. []
  2. Ausschnitt aus dem Medienmagazin Zapp. Text der Sendung und das gesamte Video finden sich hier. []
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Grauenhafter Einfluss

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Insgesamt gibt es in meinem Leben drei kulturelle Einflüsse, denen ich mich immer wieder gerne und bereitwilligt aussetze: Bücher, Musik und Filme. Sonderlich festgelegt bin ich bei keinem dieser Medien, dementsprechend groß ist mitunter die Bandbreite dessen, was ich konsumiere. Nachdem ich gestern mal wieder “Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film” geguckt habe, habe ich mal überlegt, was so die “einflussreichsten” Horror-/Splatterfilme in meinem bisherigen Leben waren. Chronologisch ist die Aufzählung nicht, allerdings habe ich die meisten dieser Filme in relativ “jungen” Jahren gesehen, wodurch natürlich schon eine gewisse Bedeutung geschaffen wird.1 Dann mal los…

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  1. Man ist jung, man darf das eigentlich nicht gucken usw. []
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Endlich hat er es zugegeben

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Guido Westerwelle wird bei SPON mit den Worten zitiert: “Ich spreche die Sprache, die verstanden wird.” Damit ist dann wohl gemeint, dass er, ganz in der Tradition von Menschen wie Wolfgang Schäuble oder Ursula von der Leyen, die Dinge so darstellt, wie es ihm in den Kram passt. In einem Beitrag auf welt.de sagt er:

Was sagt eigentlich die Kellnerin mit zwei Kindern zu Forderungen, jetzt rasch mehr für Hartz IV auszugeben? Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.

Herr Westerwelle, Sie sprechen also die Sprache, die man hier versteht? Indem sie Falsches weiterverbreiten? Die “Sozialismuskeule” rausholen? Herr Westerwelle, Sie werden sogar von der CSU dafür kritisiert. Von_der_CSU_! Wenn Sie von falschen Informationen schon besorgt sind, dann sollte Sie diese Kritik wirklich zum Nachdenken bringen.

Fast unglaublich und leicht bizarr

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Die SPON-Autoren Matthias Gebauer und Marcel Rosenbach versuchen in ihrem Artikel “Liebes-Mails aus der deutschen Botschaft” die Hintergründe zu den Meldungen über zwei verhaftete deutsche Diplomaten aufzuarbeiten.

Die Schlagzeile sorgte für Aufregung: “Deutsche Diplomaten in Teheran festgenommen”. Die Festnahme gab es zwar nicht. Hinter der Meldung steckt aber nach SPIEGEL-Informationen die fast unglaubliche Story eines verliebten Bundespolizisten, des iranischen Geheimdiensts und der ganz großen Politik.

Oha…keine Festnahmen, dafür eine “fast unglaubliche Story” und die ganz große Politik. Liebe ist auch noch dabei und sogar Geheimdienste! Und mittendrin ein deutscher, verliebter Bundespolizist. Ist es tatsächlich endlich so weit? Steigen deutsche Polizisten aus der Riege eines “Bayern auf Rügen” endlich auf in den Rang eines James Bond oder John McCLane? Sortieren wir den Artikel mal entsprechend und gucken, was dahintersteckt.

Der verliebte Bundespolizist: Zwei Bundespolizisten wurden aus dem Iran ausgeflogen. Beide seien, so Gebauer/Rosenbach, im Dezember festgenommen worden. Im entsprechenden Artikel und im Artikel von Gebauer/Rosenbach ist zwar ansonsten von Diplomaten die Rede, aber vielleicht sind Bundespolizisten ja auch Diplomaten, ich weiß es nicht. Jedenfalls wurden zwei ausgeflogen, aber nur einer hat nachweisbar irgendwas “angestellt”. Er war verliebt und das scheinbar in eine Iranerin. Eine oppositionelle Iranerin. Der verliebte Polizist heißt “Jörg B.”.

Die Iranerin: Da wir uns beim Spiegel und nicht bei der BILD aufhalten, gibt es kaum Informationen über die “femme fatale” der Geschichte. Die Iranerin soll Kontakte zu Oppositionsführer Hossein Mussawi haben1 und soll verschiedene Dinge für die Opposition erledigt haben, darunter Anstiftung zum Aufruhr usw. Aber vor allen Dingen ist wichtig, dass sie scheinbar “Liebes-Mails” von Jörg B. bekommen habe. Die Liebes-Mails wurden abgefangen und gelesen. Halt Dinge, die Geheimdienste so tun, wenn sie unliebsame Menschen beobachten. Jörg B. war dabei auch noch so “schlau” und hat die Mails von seinem Dienstaccount aus geschrieben. Wahrscheinlich damit der deutsche Geheimdienst auch was davon hat.

Die Liebesbeziehung: Bei der Liebesbeziehung wird es dann erst richtig interessant, denn scheinbar wissen die Autoren des SPON-Artikels etwas, was sie nicht mitteilen wollen oder dürfen. Es handelt sich nämlich keinesfalls um eine “normale” Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau, zumindest wenn man der Wortwahl der Autoren glaubt. Zunächst handelt es sich um eine Liebesbeziehung, also wahrscheinlich ganz große Gefühle, nicht nur Spaß oder eine reine “Beziehung”. Um etwas Abwechslung reinzubringen, wird die Liebesbeziehung auch mal als Affäre bezeichnet.2 Nun ist eine Affäre nicht unbedingt das gleiche, wie eine Liebesbeziehung, zumindest wenn man so nach den landläufigen Konnotationen geht. Gegen eine normale Beziehung spricht auch die weitere Wortwahl der Autoren. Zur Beschreibung der Beziehung zwischen Jörg B. und der namenlosen Iranerin werden folgende Wendungen benutzt:

  • eine heikle Liebesbeziehung
  • die leicht bizarre Affäre eines Bundespolizisten mit einer Iranerin
  • seine private Beziehung

Heikle kann man ja noch bedingt nachvollziehen, privat steht außer Frage, aber: warum “bizarr”? Was ist an der Affäre/Beziehung/whatever eines Mannes zu einer Frau (leicht) bizarr? Im Zusammenhang mit “fast unglaublich” und anderen Wendungen, die sich zwar eher auf die politische Affäre beziehen dürften, wirkt es, als wüssten die Autoren mehr, als sie zugeben wollen würden. Oder sie finden irgendeinen Aspekt an der Sache sehr merkwürdig. Welcher Aspekt genau das sein soll, wird allerdings nicht deutlich.3

Die große Politik: Damit scheint vor allem gemeint zu sein, dass die Beziehung zweier Menschen zu einem Politikum gemacht wird, bei dem sich sogar Guido Westerwelle “genötigt sah” vor die Kameras zu treten4 und das Auswärtige Amt seine Mitarbeiter seinsibilisieren muss/soll.

Ich weiß ja nicht, wie genau man es bei der Wortwahl in der SPON-Redaktion nimmt, aber wenn man schon ohne genaue Angabe der Quelle5 arbeitet, dann sollte man Wertungen außenvor lassen oder zumindest seine Wertungen begründen. Ist nicht geschehen, ergo bleibt ein merkwürdiger Beigeschmack.

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  1. Behauptet der iranische Geheimdienst. []
  2. Wikipedia sagt zu Affäre: ”Eine Affäre ist eine unangenehme, dunkle, peinliche oder skandalöse Angelegenheit. Der Begriff kann ironisch beziehungsweise hämisch ein Liebesverhältnis ansprechen [...]“ []
  3. Man könnte jetzt Vermutungen äußern, aber das lassen wir mal. []
  4. Dies tat er, als es noch um angeblich verhaftete Diplomaten ging. []
  5. “nach SPIEGEL-Informationen” []
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Schulliteratur

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Der Fontanefan hat sich die Lokalzeitung angeguckt und gibt freundlicherweise die darin abgedruckten Lieblings- und Hasslektüren der Schüler wieder. Der Herr Rau hat in den Kommentaren auch gleich seinen Senf dazu gegeben, ich mach das ganze jetzt einfach mal hier. Zunächst erstmal ein kurzer Abgleich der Literatur mit dem, was ich davon in der Schule gelesen habe.
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Lesestoff

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Auch dieses Jahr gab es zu Weihnachten wieder eine Menge zu lesen. Neil Gaiman (Coraline (engl.), Graveyard Book (engl.)), Terry Pratchett (Unseen Academicals), Eoin Colfer (And Another Thing …: The Sixth Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) und einen schönen Marvel Civil War “What if?” Comic. Das ist alles toll und alles hab ich mir gewünscht. Außerdem gab es aber auch noch Bücher, die ich mir nicht gewünscht habe, über die ich mich aber trotzdem freue. So gab es auch noch folgendes Buch:

Bei dem Buch handelt es sich um das Original von Paul Wilson, deswegen fehlen die glorreichen Sprüche aus “Black Books“, welche sich die Drehbuchautoren ausgedacht haben.1 Toll ist es trotzdem2 und ich kann es kaum erwarten die Sprüche in unpassenden Momenten loszulassen3 oder sie durcheinander zu werfen.4

Außerdem gab es noch ein “book about reading a book, which turns into a different book.”5 Na, wer kann erraten, um welches Buch es sich handelt?

Als kleiner Hinweis: Zuerst wird es in “Thud!/Klonk!” erwähnt und es ist “the most chewed book in the world.”

Zu guter letzt kam am 24. endlich mein Brandbook an, so dass ich es heute abholen konnte. Nun kann ich mich, zusammen mit anderen Teilnehmern der Facebook-Aktion über ein schönes Notizbuch mit individuellem Schriftzug freuen. Dabei war eine schöne, handgeschriebene Karte. Andere haben scheinbar noch einen Stift dazu bekommen, ich leider nicht6, aber es kommt ja eh auf das Notizbuch an.

Vielen Dank an Brandbook für die Aktion, das tolle Notizbuch, die schöne Verpackung und sowieso die ganzen Mühen!

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  1. Manny: (to woman giving birth) When you’re feeling under pressure, do something different. Roll up your sleeves, or eat an orange.; Manny: (to Fran) Be on the look out for things that make you laugh. If you see nothing worth laughing at, pretend you see it, then laugh. []
  2. Wegen Black Books []
  3. Wie in Black Books []
  4. Wie in Black Books^^ []
  5. But it all ends happily! []
  6. oder er hat sich gut im Paket versteckt und ich muss nochmal gucken []
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Gib’s mir richtig, ganz egal wo…

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Keine Sorge, es soll nicht um dieses unsägliche Video/Liedchen gehen, sondern um eine sehr lustige Fotoreihe von zwei Bekannten von mir: Sontka Romaneessen und Philipp Janowski. Die beiden entwarfen passend zum Fest der Liebe das Klötzchen Kamasutra. Die Rechte an den Texten und Fotos liegen bei den beiden, aber ich darf das Ganze hier mit freundlicher Genehmigung als pdf zur Verfügung stellen, einfach auf das Bild klicken.

Für pdf auf das Bild klicken.

Wenn meine Hände…

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…sich meinen Gedanken anschließen könnten, dann wäre ich vielleicht ein wirklich guter Künstler. Oft genug sehe ich irgendwas und denke mir: Hey, daraus könnte man doch das und das machen. Da aber selbst meine Strichmännchen aussehen wie ein verunglücktes Mikado-Spiel, bleibt es meistens bei dieser Vorstellung oder ich helfe mir mit Hilfsmitteln aus, bei denen die Technik einen guten Teil der Arbeit übernimmt. Diese Technik muss leider meistens relativ teuer bezahlt werden. Deswegen existieren in meinem Kopf, und vereinzelt auf irgendwelchen Zetteln, Listen mit technischem Kram, den ich gerne mal besitzen würde, um damit rumzuexperimentieren. Alte Kameras besitze ich ja zum Teil schon und irgendwann komme ich sicher auch dazu mir mal ein paar Filme zu besorgen.1 Aber auch meine Canon EOS 400D leistet mir stets treue Dienste, wie man ja ab und an in meiner Galerie sehen und vielleicht auch manchmal bewundern kann. Trotzdem gibt es gerade im Bereich der Fotografie noch ein paar technische Dinge, die mich durchaus reizen würden, deshalb schreibe ich hier mal eine kleine und sicher unvollständige Liste an Dingen auf.

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  1. Bei der Exakta muss ich unbedingt mal rausfinden, ob ich damit IR-Bilder machen kann. []
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Die Jugend von heute

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Wie wahrscheinlich schonmal irgendwo erwähnt, gebe ich nebenher Nachhilfe. Momentan Schülerinnen und Schüler um die 5. Klasse. Nun geben Kinder, die Nachhilfe brauchen, sicherlich keine besonders repräsentativen Aussagen über die Fähigkeiten und Eigenschaften heutiger Schüler, aber so ein paar Dinge fallen einem doch auf. Vor allem Dinge, die entweder eine Fortsetzung bzw. Steigerung eigener Schulerlebnisse darstellen oder einen kopfschüttelnd im Raum stehen lassen.

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Frühere Fotographie

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Vor kurzem habe ich einen Verwandten besucht und dieser war so nett mir vier etwas ältere Kameras zu schenken, da er sie sonst weggeworfen hätte. Die jüngste Kamera ist eine relativ uninteressante Automatikknipse, aber die drei anderen sind aus verschiedenen Gründen interessant und stammen von den Firmen Agfa, Minox und Ihagee West.
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