Archiv der Kategorie: Neulich an der Unität

Wie man ein Referat hält

Nachfolgend eine kleine Liste, die man für ein erfolgreiches Studium beachten sollte. Natürlich kann man die Hinweise auch auf das spätere Berufsleben beziehen!

Es ist zu empfehlen möglichst immer alle Punkte zu berücksichtigen!

  • Man benutze einen Laptop und fertige eine PowerPoint Präsentation an.
  • Man bereite noch möglichst viele Video- und Audiobeispiele vor, binde diese aber auf keinen Fall in PowerPoint ein! Es ist viel eindrucksvoller, wenn man ständig zwischen Präsentation und Beispielen wechseln muss!
  • Wenn man eine PowerPoint Präsentation nutzt, aber vor einem noch eine andere Referatsgruppe dran ist, so achte man peinlich genau darauf, ob die vorherige Gruppe Probleme mit dem Beamer hat. Hatte diese Gruppe Probleme mit dem Beamer, so kümmere man sich nicht drum, sondern vertraut einfach darauf, dass man selbst diese Probleme nicht hat.
  • Hat man doch Probleme, was auf keinen Fall daran liegt, dass man nicht mit der Technik umgehen kann, so schaue man verständnis- und ratlos auf den Laptop. Man frage bloß nicht nach Hilfe aus dem Plenum!
  • Wenn die Präsentation nicht läuft, fahre man einfach mit seinem Referat fort. Man erstellt ja Präsentationen, weil man auch ohne sie auskommt.
  • Wenn man das Thema „Sprache im Sport“ hat bzw. sich um die Sprache in einer bestimmten Sportart kümmern muss, so erzähle man mindestens 20 Minuten lang über die geschichtliche Entwicklung der Sportart, wobei man natürlich das eigentliche Thema „Sprache“ komplett außen vor lasse.
  • Wenn der Kursleiter der Meinung ist, dass es sinnvoll ist in den letzten 10 Minuten des Seminars noch ein Referat anzufangen, so tue man dies auch. Keinem ist damit gedient ein Referat ohne eine einwöchige Unterbrechung zu hören.
  • Murrt das Plenum über das natürlich absolut nachvollziehbare Vorgehen das Referat doch zu beginnen, so zeige man sich verständnislos und bitte ärgerlich oder weinerlich (je nach persönlichen Vorlieben) um Ruhe.
  • Sollte man von der Natur nicht mit einer lauten Stimme gesegnet sein, so benutze man auf keinen Fall ein Mikrofon, selbst wenn die technische Anlage vorhanden ist. Die normale Raumakustik muss ausreichen!

Wer stänkerte denn nun?

So, Vorgeschichte verdaut? Nochmal kurz: Nach einigem hin und her hatten wir uns jetzt letzte Woche drauf geeinigt, dass K. ihr Referat beendet, dann der Zyniker und ich mit Formen/Darstellungsmitteln drann sein sollen und den Abschluss der N. macht, mit „Einsatz im Unterricht“. Nun saßen wir aber gestern im Seminarraum und irgendwann kam N. rein und wollte wissen, wie denn jetzt die Reihenfolge war. „Wie besprochen?“, sagte ich. „Erst K., dann wir beide, dann du.“ Während ich das so vor mich hin sagte, schaute N. auf mein Skript und sagte: „Darstellungsmittel der Satire? Das ist schlecht, dass ihr das macht. Das mache ich doch!“ Dem Zyniker und meine Stirn legten sich in steile Falten und der Zyniker erwiederte nur: „Nein, das machen wir?!“ – „Aber ich hab das so mit ihr [gemeint ist die Dozentin] abgesprochen!“ Auf diese Äußerung hin saß neben mir plötzlich nicht mehr der Zyniker, sondern das HB-Männchen kurz vor’m Start. Ich weiß nicht mehr genau, was er sagte, aber N. entgegnete nur ziemlich patzig: „Willst du jetzt hier rumstänkern?“

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Willst du rumstänkern?

Tell me why? I don’t like Mondays.

Der Realsatire zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, ist das nicht schön? Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, welches die Vorlage für den oben kurz zitierten Hit der Boomtown Rats geliefert hat. Silikonchips in meinem Kopf habe ich noch nicht, aber ich glaube manch andere haben diese schon und sie alle get switched to overload. Anders kann ich mir die Fortsetzung der Realsatire zumindest nicht erklären.
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Begründungen

Wenn als Begründung für die verkorkste Planung und Kommunikation einer Dozentin von eben selbiger „Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen“ kommt, dann befindet man sich in der Realsatire genannt „Institut für Germanistik“.

Wir fordern! – Notfalls immer wieder

Es bewegt sich was an der Uni in puncto Datenschutz und Aufarbeitung dieses kleinen Zwischenfalls mit den Daten! So viel hat sich getan in den letzten paar Monaten, denn endlich greift der StuRa mal durch und veröffentlicht am 11. November 2008 ein „Positions- und Forderungspapier des Studierendenrates der OvGU zur Problematik des Datenschutzes“!

Ich war ja schon etwas verdutzt, dass es eines neuen Positions- und Forderungspapieres überhaupt bedarf, aber man will ja nicht unken, bevor man das Papier überhaupt gelesen hat. Also einmal schnellefix die 9 Punkte angeguckt. Ich zitiere aus oben verlinkter Quelle:

1. Es ist spätestens zum 01.12.2008 ein(e) neue(r) Datenschutzbeauftragte(r) zu bestimmen! Dabei ist die Position des Datenschutzbeauftragten durch Hauptamtlichkeit zu stärken!
2. Das Mitarbeiterkonzept der Datenverarbeitung ist bis zum Ablauf des Jahres 2008 zu reformieren! Dabei muss die Position zum Datenschutz die gebührende Würdigung erfahren! Es darf nicht nur ein(e) Mitarbeiter(in) die Studierenden-Datenbank administrieren!
3. Der Arbeitskreis „Datenschutz“ ist spätestens bis zum 01.12.2008 wieder einzusetzen und hat hochschulöffentlich unter Beteiligung von Mitgliedern der Studierendenschaft, welche vom Studierendenrat bestimmt werden, zu tagen! Es sind öffentliche Protokolle zu erstellen, um die Arbeit des Arbeitskreises festzuhalten!
4. Es ist ein Projektplan mit zeitlichem Rahmen zur Arbeit des Arbeitskreises sowie zur Schulung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erstellen, um ein ergebnisorientiertes Arbeiten zu gewährleisten!

5. Jede(r) Studierende muss sich auch zukünftig auf einfachem Wege über die gespeicherten Daten zu seiner Person informieren können!

6. Es ist jährlich ein Rechenschaftsbericht vom/von der Datenschutzbeauftragten der OvGU über seine/ihre Arbeit hochschulöffentlich vorzulegen!

7. Der Studierendenrat ist bei Datenschutzverletzungen unverzüglich von Seiten der Universität zu informieren!

8. Der Datenschutzbeauftragte ist mit einem Institutioneneintrag ins UNIVIS aufzunehmen, so dass alle Studierenden mit ihm/ihr in Kontakt treten können!

9. Alle Fakultäten sind an das HISQIS anzubinden!

Nachvollziehbar, irgendwie. Auch wenn ich jetzt gerade nicht verstehe, was das HISQIS (ein Hochschul-Informations-System) da zu suchen hat. Um aber diese Forderungen eingehender zu bewerten, muss man sich ja die alten Forderungen nochmal zu Gemüte führen. „Forderungskataloge“ gab es, laut der Seite des StuRa, genau drei. Der erste entsprechende Eintrag stammt vom 27. Mai 2008. Unter der Überschrift „Datenschutz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg“ heißt es u.a.:

Die Veröffentlichung der genannten Daten verstößt gravierend gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Betroffenen. Aus Sicht des Studentenrates sind die folgenden Schritte daher unbedingt notwendig:

1. Die Neuregelung für personenbezogene Bekanntmachungen wie z.B. den Aushang von Noten. Diese dürfen nicht mehr mit ggf. veröffentlichten Matrikelnummern in Verbindung gebracht werden. Alte Bekanntmachungen müssen von Webseiten und Schaukästen entfernt werden.
2. Die Erstellung einer umfassenden Liste der veröffentlichten Informationen und Zugriffe auf die veröffentlichte Datenbank.
3. Die Schaffung eines technischen und organisatorischen Maßnahmenplans, der einen erneuten Verstoß gegen geltende Datenschutzrichtlinien und –gesetze unterbindet oder einschränkt.
4. Die zeitnahe Aufklärung der Studierendenschaft über konkrete Maßnahmen und Konsequenzen.
5. Die Stärkung einer „Datenschutzkultur“ an der Universität durch Diskussion, Schulungen und ein ständiges, aktives Datenschutzgremium, das der Universitätsöffentlichkeit kontinuierlich berichtet und sich explizit nicht nur mit dem aktuellen Vorfall befasst.

Wir wollen vor allem mal Punkt 4 im Hinterkopf behalten. Festzuhalten ist, dass sich diese Forderungen noch sehr auf den entsprechenden Vorfall beziehen. Der nächste Eintrag ist dann vom 11. Juni 2008. Beim „Aktuellen Stand der Datenschutzproblematik“ werden u.a. folgende Forderungen aufgestellt:

An der Universität bildete sich nach dem Vorfall zum Datenschutz Mitte Mai ein Arbeitskreis, um ein weiteres Vorgehen zu beraten und für die Zukunft weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden.

Der Arbeitskreis setzt sich aus Professoren, Universitätsmitarbeitern und zwei studentischen Vertretern zusammen, die folgende Forderungen des Studentenrats in die Diskussion eingebracht haben:

  • Der Arbeitskreis Datenschutz soll hochschulöffentlich tagen!
  • Die Universität muss innerhalb eines Monats organisatorische, strukturelle und technische Maßnahmen, welche ergriffen wurden, veröffentlichen!
  • Der Studentenrat ist bei Datenschutzverletzungen von Seiten der Universität zu informieren!
    Der Datenschutzbeauftragte ist mit einem Institutioneneintrag ins UNIVIS aufzunehmen, so dass jeder mit ihm in Kontakt treten kann!
  • Der Datenschutzbeauftragte muss sich hauptamtlich um den Datenschutz kümmern oder von der Universität zeitlich für diese Aufgabe freigestellt werden!
  • Die Mitarbeiter der Datenverarbeitung sowie für das Lehrpersonal, das mit sensiblen Daten umgeht, ist umfassend für den richtigen Umgang mit Personendaten zu schulen und für die Thematik zu sensibilisieren!
  • Die personelle Kapazität in der Datenverarbeitung muss erhöht werden! Es darf nicht nur ein Mitarbeiter Studierenden-Datenbank administrieren.
  • Fakultäten die an HISQIS angebunden sind, dürfen keine Notenaushänge mehr veröffentlichen!Stattdessen sollte eine Notenstatistik bereitgestellt werden. Die eigene Note soll lediglich über das HISQIS abrufbar sein!
  • Alle Fakultäten sind an das HISQIS anzubinden!

Hier erschließt sich auch dann die HISQIS Forderung. Im letzten Eintrag über das „Informationsverhalten der Universitätsleitung […]„, datiert auf den 22. Juni 2008 kann man dann u.a. folgendes lesen:

Der Studentenrat hat somit in Abwesenheit des Datenschutzbeauftragten neue Forderungen erarbeitet um Studierende aufzuklären und zu schützen:

1. Der bestehende Arbeitskreis soll hochschulöffentlich tagen und es sind Protokolle zu erstellen, um die Arbeit des Arbeitskreises festzuhalten!

2. Es ist ein Projektplan mit zeitlichem Rahmen zu erstellen, um ein ergebnisorientiertes Arbeiten zu gewährleisten!

3. Jeder Studierende muss sich auf einfachem Wege über die gespeicherten Daten zu seiner Person informieren können!

4. Ein Informationsbrief ist an alle 44.000 Betroffenen zu verfassen, und an den letzten der Universität bekannten Wohnsitz zu schicken!

5. Der Senat möge eine Datenschutzkommission zum Thema Datenschutz bestellen!

6. Es soll einen jährlichen Rechenschaftsbericht des Datenschutzbeauftragten geben.

7. Neue Mitarbeiterstellen sind zu schaffen, deren Finanzierung nicht zu Lasten anderer universitäre Verpflichtungen, insbesondere der Lehre, gehen dürfen.

Der Studentenrat verlangt ein zügiges Umsetzen der Forderungen im Interesse der Studierende, und versucht weiterhin die Studierenden zeitnah und ohne Rückhalt über weitere Entwicklungen zu informieren.

Ich finde gerade bei diesen „neuen“ Forderungen wird es interessant. Zum einen waren nicht alle Forderungen zu dem Zeitpunkt wirklich neu, was mich aber am meisten erschreckt ist die Tatsache, dass diese Forderungen, mit wenigen Ergänzungen, immer noch gestellt werden, wie man im Eintrag vom 11. November 2008 sehen kann. Das bedeutet doch eigentlich nur, dass sich seit Mai nicht so sonderlich viel getan hat. Wenigstens soll die Arbeitsgruppe „Datenschutz“ wieder eingesetzt werden, d.h. es gab sie schonmal. Aber im Kern ist der StuRa scheinbar bis heute nicht nennenswert weitergekommen. Jetzt mag man denken, dass dies an der Universitätsleitung liegt und auch ich bin der Meinung, dass diese ihren Teil dazu beiträgt die ganze Sache unter den Tisch zu kehren. Allerdings kenne ich auch die Arbeitsweise von so manchen Gremienvertretern. Die Schuld ist wahrscheinlich auf beiden Seiten zu suchen. Mal gucken wie lange es dauert bis darüber gar nicht mehr gesprochen wird. Der Flurfunk spricht ja schon von einem neuen „Problem“, welches sich zu einer Identitätskrise ausdehnen könnte. In den Dekanat News hieß es nämlich am 25. Oktober:

In Zusammenarbeit mit einer Marketing-Firma erarbeitet die Uni derzeit ein neues Logo, das dann zunächst auf allen schriftlichen Materialien und dann auf den Internetseiten der Uni erscheinen soll.

Und da regt sich schon so einiges an Unmut. Aber gut, perfekte Ablenkung irgendwie. Wir verlagern die Aufregung von den Studierenden weg auf die gesamte Universität. Schwein ist, wer schlechtes dabei denkt…1

  1. Keine Sorge, ich denke nicht, dass das gewollt war. Passt aber trotzdem so schön. []

Besonderes Mitarbeiterengagement

Die Uni sucht aktuell Kandidaten für einen 2007 ins Leben gerufenen Preis. Dieser Preis soll Mitarbeitern der Uni für besonderes Engagement außerhalb der Forschung, Lehre und den Führungsetagen verliehen werden. Ich finde so etwas kann man durchaus unterstützen, schließlich tun viele Mitarbeiter der Uni vieles, was sie eigentlich nicht tun müssten. Ich hätte auch schon einen guten Vorschlag! Wie wäre es mit dem Datenschutzbeauftragten der Uni?1 Vorbildliche Kommunikation nach außen und mit den studentischen Gremien. Dieser unangenehme „Zwischenfall“ mit den herunterladbaren Daten hat ja schließlich auch für eine Art Transparenz geführt und Transparenz ist ja durchaus zu begrüßen.2 Es wird ja stets gefordert, dass Strukturen usw. transparenter sein sollten und außerdem profitieren von solchen Pannen ja unter Umständen auch noch besondere Zweige der freien Wirtschaft. Verknüpfung von Universität und Wirtschaft, was will man eigentlich mehr? Und eine gewisse Vorbildfunktion für Telekom & Co. hatte sein Informationsverhalten ja schließlich auch.

Wenn der aktuelle/ehemalige (je nachdem) Datenschutzbeauftragte das Preisgeld dann auch noch sinnvoll einsetzt kann man an der Uni sicherlich auch noch so einiges verbessern. Zum Beispiel dem eingerichteten Arbeitskreis Tastaturen kaufen. Die hat der Arbeitskreis nämlich scheinbar nicht, denn so wirklich was veröffentlicht haben die irgendwie nicht so wirklich. Oder hab ich da was verpasst?

  1. Hab mal gehört der sei zurückgetreten, da sagt aber die HP der Uni was anderes []
  2. Ich weiß, der Fehler ist nicht dem Datenschutzbeauftraten widerfahren, aber hey, irgendjemand muss sich ja mal den Hut aufsetzen. []

Sinn und Zweck von Terminen

Man kennt das ja, man muss mit irgendjemandem reden, der halbwegs wichtig ist oder wichtig zu sein glaubt, bzw. die entsprechende Person will mit einem reden. So weit, so gut, einigt man sich halt auf einen Termin, am schnellsten geht das, wenn nicht per Telefon, dann doch per eMail. Dementsprechend bekam ich vor kurzem eine eMail, bei der ich noch nicht weiß, was ich vom Inhalt halten soll, aber am Ende der eMail stand halt sinngemäß: „Sag mal einen Termin, wann wir das besprechen können!“ Ich also eine Auflistung möglicher Termine zurückgeschickt. Das war letzten Mittwoch. Heute (!) hab ich eine Antwort bekommen mit dem sinngemäßen Inhalt: „Ich bin nur am Mittwoch da, wie wäre es dann und dann?“

Ja, hm. Warum schicke ich eine eMail, wenn ich zur Beantwortung länger brauche, als die Post für die Zustellung eines Briefes? Man muss ja nicht jeden Tag seine eMails abrufen, aber so jeden zweiten Tag sollte doch wohl drin sein, oder? Aber gut, ich hab es hier ja mit Geisteswissenschaftlern zu tun, was will man erwarten. Aber warum um alles in der Welt sage ich bitte zu jemandem „nenn mir mal Termine“, wenn ich nur an einem Tag in der Woche Zeit habe? Da ist es doch viel logischer, dass man gleich von Anfang an sagt, dass man nur an diesem einen Tag da ist. Dann können sich alle Beteiligten darauf einstellen und vor allem hätte ich mir nicht überlegen müssen, wann ich es denn einrichten kann ohne allzu viel anderes knicken zu müssen, sondern hätte gleich gewusst: Jut, dann musste halt am Mittwoch die entsprechende Zeit investieren.

Nun werde ich wahrscheinlich/eventuell nicht nachvollziehen können, was die Person von mir will, bzw. werde es unter Umständen nicht einmal sonderlich einsehen. Na, das wird noch was werden. Hab ich schon erwähnt, dass mir diese Anstalt hier so langsam auf den Keks geht?

Hab ich früher echt mal…

…CDU gewählt? Diese Frage stelle ich mir ja in letzter Zeit immer häufiger. Doch momentan mal wieder ganz besonders. Während der Schulzeit war ich ja mal mitglied in der SU. Nein, liebe Leser, ich war nicht Mitglied der SowjetUnion, sondern der SchülerUnion, einem Ableger der CDU. Kurzzeitig war ich dann auch mal Mitglied der JU (Junge Union), bis mir der ganze Kram irgendwie auf den Keks ging. Seitdem schlage ich mich parteilos durch die politische Partizipation. Und ich finde, das ist auch gut so, denn der logischen Reihenfolge folgend müsste ich ja mittlerweile Mitglied im RCDS sein, wobei sich das wahrscheinlich spätestens heute geändert hätte. Warum? Ich zitiere einfach mal IdEp:

Der lokale RCDS schießt gerade gegen die Antifaschistischen Hochschultage.

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Kuppelbörse Universität

Schon der Dekan der FGSE betont es immer wieder gerne: Die Universität ist ein einziger, großer Heiratsmarkt. Und was soll ich sagen, die Annäherungsversuche sind wirklich überall zu spüren und überall zu finden. Manchmal treibt die Suchenden aber ein sehr interessanter Humor, oder aber es ist nicht wirklich ernst gemeint, wie bei folgendem „Klowandspruch“:

Erstaunlicherweise fand sich der allerdings bei den Naturwissenschaftlern und nicht bei den Informatikern.

An der FGSE hingegen fand ich gestern folgenden Aushang, bei dem ich wirklich nicht sagen kann, wie ernst der gemeint ist. Merkwürdig fand ich ihn aber auf jeden Fall.

Der Text ist leider ein bisschen abgeschnitten, aber die paar fehlenden Buchstaben kann wohl jeder für sich ergänzen. Ich hab mich nur die ganze Zeit über gefragt: Ist ja schön und gut und sollen sie auch gerne machen, aber warum reiten die so auf den „Pflichten als Vater“ herum? Erfolgt das aus dem Antrieb, dass „ein Kind einen Vater braucht“ und dieser Vater nunmal nicht zu viel Brust haben sollte, dafür an anderer Stelle etwas mehr? Oder wollten sie nicht evtl. Spender durch das Wort Alimente abschrecken? Dem Zyniker hatte ich den Aushang auch gezeigt und er wies darauf hin, dass der Aushang keinen Stempel hat, also an sich nicht genehmigt ist. Die Pinnwand gehört zum Fachschaftsrat und eigentlich müssen alle Aushänge vorher abgestempelt werden. Tja, warum die sich wohl keinen Stempel geholt haben?

Merkwürdiger Tag

Gestern war ich auf den „Azubi & Studientagen“ in Magdeburg um interessierten Schülern, Eltern, Menschen ein Studium an der OvGU näher zu bringen. War jetzt nicht so wirklich viel los und von dem, was los war, waren es entweder Leute, die noch recht lange brauchen, bis sie ihr Abitur in der Hand halten oder es war nur eine Zugangsberechtigung für eine Fachhochschule vorhanden. Naja, ein bisschen was erzählen kann man trotzdem. Nur die beiden jungen Herren mit Hauptschulabschluss haben wir wieder weggeschickt, so langweilig war uns dann nicht.

Bemerkenswert waren die Toiletten im Veranstaltungshaus, dem Kulturwerk Fichte. Auf den Herrentoiletten gab es über jedem Stehklo einen kleinen Bildschirm, auf dem eine Aufzeichnung vom Victoria’s Secret hoch und runter lief. Was wollen die Betreiber den Männern sagen, wenn sie für solche „Ausblicke“ beim Pinkeln sorgen?

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