Archiv der Kategorie: Neulich an der Unität

Das sollte ich mir mal erlauben

Wer dieses Semester aufmerksam meinen Blog gelesen hat, dem wird wahrscheinlich folgendes aufgefallen sein: Die Zustände an der FGSE werden immer schlimmer und das Institut für Germanistik schafft es meistens den Vogel restlos abzuschiessen.

Ziemlich weit oben in der Rangliste der sinnlosesten und schlecht organisiertesten Seminare, die ich in meinem ganzen Studium besucht habe, steht das im „Liveblog“ beschriebene Seminar. Der Dozent ist Fußballfan, publiziert ab und an mal etwas über Sportsprache, bekommt es aber nicht hin sein Seminar interessant zu gestalten oder wenigstens dafür zu sorgen, dass die Referate halbwegs was mit dem Thema zu tun haben. War heute auch nicht besser, das Formel 1 Referat beschäftigte sich erstmal ziemlich lange mit Entstehung und Regeln der Formel 1. Linguistische oder sonstwie sprachliche Inhalte und Ansprüche hat man in dem Teil mal wieder völlig umsonst gesucht. Es gibt Dozenten, die hätten gnadenlos unter- oder sogar abgebrochen, vor allem da bei 45 Minuten Restzeit noch 4 oder sogar noch mehr Referate ausstanden. Nicht so dieser Dozent. Der überzieht lieber und sagt zu den wartenden Referenten, dass diese sich doch bitte kurzfassen sollen. Mit Verlaub gesagt: Geht’s noch? Irgendwo muss ich als Dozent doch mal meinem Lehrauftrag gerecht werden und dafür sorgen, dass die Organisation klappt und die Referate auch mal Inhalt liefern. Man stelle sich mal vor ich würde ein Tutorium leiten und würde mir in diesem Tutorium derartige „Inkompetenz“ erlauben: Ich wäre meinen Posten wahrscheinlich sehr schnell wieder los. Mit entsprechendem Posten und entsprechenden Titeln kann man sich sowas aber wohl erlauben. Der Dozent beweist auch eindrucksvoll, dass man keine festen Sprechzeiten anbieten muss. Es könnte ja mal ein Student was wollen. Referate absprechen zum Beispiel, damit man keinen redundanten Kram erzählt. Der internetaffine Leser wird jetzt sicher anmerken: Aber es gibt doch E-Mail! Ja, das weißt du, das weiß ich, nur der Dozent, der weiß das nicht.1

Extreme Erfahrungen mit der Erreichbarkeit dieses Dozenten musste gerade meine Nachbarin, die C. machen. Die sitzt sowohl in „Sportsprache“, als auch in einem Seminar über Umberto Eco. Dort soll sie morgen Referat halten, entweder während der regülären Seminarzeit oder in der direkt anschließenden Nachholsitzung 12. Wer ein bisschen was von Eco gelesen hat, der weiß: Der Mensch kann ziemlich kompliziert schreiben. Vor mehreren Wochen sagte der Dozent nun zu C. und ihrer Referatsgruppe, dass er noch einen Text für sie hätte und ihnen diesen Text geben würde. Da hatte er sich mal wieder viel vorgenommen, aber davon nichts geschafft. Mindestens 4 Wochen lang erinnerte die Gruppe den Dozenten ständig mündlich und per E-Mail an diesen Text. Reaktion war dabei immer quasi null, also hat die Gruppe das Referat halt ohne diesen Text vorbereitet. Heute nahm der Dozent dann C. nach Sportsprache zur Seite und bestellte sie zu 16.45 Uhr in sein Büro, da er den Text für das morgige Referat dabei habe und sie diesen Text auf jeden Fall berücksichtigen müssten. Ich glaube in der Situation hätte ich einen auf Effenberg gemacht und dem Dozenten mal ganz gepflegt die Meinung gesagt, selbst wenn das wahrscheinlich absolut gar nichts bringt. Eigentlich bringen Dozenten mit so einem Verhalten doch nur zum Ausdruck, dass es ihnen ganz gepflegt am Allerwertesten vorbeigeht, was in ihrer Lehre passiert. Fast das ganze Semester lang nicht reagieren und nichts gebacken bekommen und dann auf den letzten Drücker noch verlangen, dass man ihren Auflagen folgt.3 Aber kann man ja machen, denn nicht der Dozent sitzt heute Abend da und schreibt das Referat mühselig um, sondern Studenten und Studentinnen wie C.

Erstaunt es da noch irgendjemanden, dass das Institut für Germanistik sich fast nie an den Evaluationen zur Lehre beteiligt? Interessanter Nebeneffekt der ganzen Sache ist ja auch noch, dass die wenigen Dozenten und Dozentinnen, die sich für die Studenten wirklich den Arsch aufreißen genau aus diesem Grund fast wieder „unbeliebt“ sind, da man bei diesen Lehrenden im Vergleich zu den meisten anderen wirklich was tun muss.4

Warum wir nichts dagegen tun? Wir haben es versucht! Der Zyniker und ich haben schon das Gespräch gesucht, aber die Dozenten, die es müssten, weichen keinen Deut von ihrer Schiene ab. Vergessen kann man das, so schlimm das auch ist.

  1. Lahmer Reim, ich weiß. []
  2. 1 deswegen, weil es zwei Nachholsitzungen sind. Zwei Nachholsitzungen sind es, weil der Dozent am eigentlich angesetzten Nachholtermin diesen Samstag keine Zeit hat, da er mit chinesischen Gästen zum Fußball muss. Studenten haben aber ja eh alle Zeit der Welt, da geht das schon. []
  3. Achja, nur so am Rande. Manche Bachelors schreiben auf Grundlage dieser völlig verkorksten Seminare ihre Modulabschlussprüfung in Pragma- und Soziolinguistik. []
  4. Andere Dozentinnen geben dann Unmengen an Aufgaben auf, die aber nie besprochen werden. Aber der Eindruck von Arbeit ist ja wenigstens da! []

Recyclingpapier

Hier im Büro des Fachschaftsrat der FGSE wird ja seit längerer Zeit Recyclingpapier für den Drucker und Kopierer genutzt. Recyclingpapier ist quasi wiederaufgearbeitetes Papier, welches auch als Brennstoff dienen kann. Strahlt nur nicht so hübsch, sondern ist meist eher grau. Das Papier hier ist weiß und ich will gar nicht so genau wissen, wie die das hinbekommen. Ich vermute nur, dass „umweltschonend“ was anderes ist. An sich ist es mir auch relativ egal, obwohl ich den Ressourcenschutz durchaus einsehe und auch schon wissenschaftliche Hausarbeiten auf „Ökopapier“ abgegeben habe. Neu ist allerdings das, was eine Kommilitonin hier vorhin gebracht hat. Ich saß mit einem Bekannten im Büro, die Tür geht auf und es kam eine junge Dame rein mit den Worten: „Ich habe gehört bei euch gibt es Recyclingpapier im Kopierer? Ich komm vom Hauptcampus.“ Wir konnten sie dann so richtig glücklich machen, als sie für wenig Geld auf weißem Recyclingpapier kopieren durfte, während es draußen diesig und kalt ist. Wer läuft durch unangenehmes Wetter, nur um ehemals-graues-jetzt-weißes-wiederverwertetes-Papier zu nutzen und wer kopiert dann nur ein paar Belege fürs Haushaltsbuch? Manchmal wundere ich mich ja über die Blüten meiner Mitmenschen.

Ode an die Freude (Liveblogging)

„Was machst du denn hier?“, schallmait es durch den Seminarraum kurz vor Beginn der Nachholsitzung des Seminars „Sportsprache“. Nachholsitzung ist ein gängiger Euphemismus für „Der Dozent schafft es nicht das Seminar regelmäßig stattfinden zu lassen und lädt deswegen an einem Freitagnachmittag zur schlecht organisierten und wahrscheinlich viel zu knapp kalkulierten Zusatzsitzung“. Wie man schnell merkt ist Nachholsitzung viel, viel kürzer. Jedenfalls haben der Zyniker und ich uns gedacht, dass wir mal ein bisschen Liveblogging veranstalten. Da wären wir jetzt also, es ist 15.05Uhr und eben hat sich die erste Referatsgruppe, die dran ist, unsere Boxen ausgeliehen. Man erkennt: Vorbereitung ist alles. Wenn man ein Referat hält und irgendwas mit Ton machen will, dann bringt man sich selbst Boxen mit. Naja, an einen Fernseher und einen Laptop haben sie wenigstens gedacht. Der Fernseher hat eine Diagonale von so ca. 55cm und steht so 10-15m weit weg. Das wird sicher was. Der Dozent trägt einen Schal von Eintracht Braunschweig zum braunen Sakko und einer quietschbunten Krawatte.

15:09Uhr. Reihenfolge der Referate aufgezählt, uns vergessen. Wir haben ihn nicht darauf hingewiesen. Der Typ mit den Boxen, der jetzt doch nicht dran ist, deutet auf uns und sagt irgendwas mit „von den beiden Herren“. Ja, wir sind hier, was gibt es? Wollt ihr mit uns reden? Braucht noch jemand unsere Boxen? Hallo? Irgendjemand? Nicht?

Während der Dozent so redet und das Handout so rumgeht wird es…

15:11Uhr. Referat beginnt mit der Geschichte des Turnens…

…aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte was über den bisherigen Tag schreiben oder interessiert sich hier jemand für die Geschichte des Turnens? Wohl kaum, gibt es ja auch bei Wikipedia nachzulesen. Aber zum bisherigen Tag: Gestern Abend hat sich eine „Verblendung“ an meinem Zahn verabschiedet. Heute morgen zum Zahnarzt, der war von meinen Zähnen restlos begeistert und will mich ab Februar regelmäßig sehen. Ich glaube der mag mich irgendwie. Ich mag Leute, die mir das neue Auto finanzieren auch immer. Das wird noch was. Interessant daran ist, dass sich das alles bei meinem eigentlichen Zahnarzt (ich war jetzt bei einem neuen) nie so schlimm angehört hat. Probleme mit den Zähnen habe ich, aber die aktuelle Dimension ist neu. Mir jedenfalls scheint die Sonne aus dem Allerwertesten und nach mir die Sahara. Sollten meine Einträge in naher Zukunft irgendwie…nun…angesäuert sein, so wisst ihr jetzt warum.

15.18Uhr.  Geschichtlicher Abriß, ohne nennenswerte linguistische Aspekte immer noch nicht beendet.

Der Zyniker,die Praktikantin und die Nachbarin sind übrigens auch da, so leide ich wenigstens nicht ganz alleine. Obwohl, leiden tue ich eigentlich gar nicht so sehr. Der Zyniker meint dazu:“Tja, ohne meinen Laptop wäre dein Leben ganz schön arm.“ Hm, recht hat er, da ich gerade auf seinem Laptop schreibe.

15.21Uhr. Geschichtlicher Abriß endet nach 7 Minuten und 53 Sekunden und wird abgelöst mit einer biographischen Abhandlung über den Turnvater Jahn. Referentin kaum zu verstehen, Dozent ergänzt unwichtige Details, zumindest unwichtig in Bezug auf die Linguistik. Nach knapp 2 Minuten Biographie scheinbar erledigt. Ging ja noch gerade.

Die Praktikantin hat „Sportsprache“ auf ihren Block geschrieben, ein Szaf gemalt und meint zu der ganzen Sache hier: „Gott, watt’n Blödsinn!“.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wir hören zu! Wir tun es wirklich! Nur ist es halt absolut uninteressant. Wir sind nachher, theoretisch, auch noch dran und unser Thema ist jetzt auch nicht gerade der absolute Bringer, aber…ja…äh…Ich gebe ab an den Zyniker. 15.25Uhr

15.32Uhr. Bin wieder dahaa. Es gibt fahrende Turngeräte…oder Turngeräte die pferden. Schlecht zu sagen bei miserabler Akkustik und leise sprechenden Referntinnen (mittlerweile übrigens Nr. 3).

Die Anwesenheitsliste hat es mittlerweile bis zu uns geschafft, nach 30 Minuten eines 3-Stunden Seminars. Mal gucken wie lange es dauert, bis die ersten wieder gehen. Die Referentin scheint einen ausformulierten Text zu lesen, guckt kaum hoch, wenig motivierend. Die Frisur is aber ganz nett, könnte der Praktikantin auch stehen. Die Praktikantin findet die Referentin hübsch…gut, jetzt hat sie es zuerst gesagt, dann darf ich auch! Hübsch anzusehen, doch. Vorlesen kann sie auch halbwegs, gibt es ja auch nicht alle Tage. Der Zyniker will was… 15.36Uhr.

15.42Uhr. Ich soll was zum Ablauf berichten? Öh…auf’m Klo war das Licht aus, Referat beendet, Dozent fragt uns was. UNS! Erst vergessen, dass wir heute dran sind und dann was von uns wollen. Das haben wir gerne, so eine Frechheit. Aber nun fallen dem Dozenten keine Beispiele mehr ein. Der Dozent fragt, wie man „Frisch, fromm, fröhlich, frei!“ denn in die heutige Zeit übersetzen könnte. Keiner sagt was, aber er selbst hat einen Vorschlag: „Yes, we can!“ An dieser Stelle einen freundlichen Gruß zu „Coffee and TV„!

15.46Uhr. Neue Referatsgruppe. Sportmetaphern in Politik und Alltag. Na, mal gucken. Dieses Mal gibt es sogar mehr als genug Handouts. Es geschehen also noch Zeichen und Wunder. Wir können trotzdem besser, die haben nämlich nur drei Seiten, wir haben vier! Jawollja! Draußen Sturm, Schnee und Regen. Ich gebe ab. Bringt jemand Kaffee vorbei? Oder weiches Brot?1 Nudel-Schinken-Auflauf nehme ich auch. Im Referat fiel der Ausdruck „männlicher Habitus“. Ugga!

15.56Uhr. Der Zyniker bloggt übrigens hier. Das aktuelle Referat ist übrigens, trotz ablesender Referentin, relativ interessant, wenn auch nicht unbedingt erkenntnisbringend. Okay, jetzt legen sie eine Folie auf und verlieren ihren bisherigen Symphatievorsprung. Viel zu klein das Ganze. Schriftgröße 12, würde ich sagen. Gerade eben ist die erste Kommilitonin gegangen. Also so richtig gegangen, nicht nur Kaffee holen, Klo oder rauchen. Das Handout der aktuellen Gruppe ist übrigens toll: „2schneidig“, „1dimensional“, „Vollpröfis“. Zweites Beispiel auf Folie wieder viel zu klein. Schade eigentlich. Die Körperhaltung der Nachbarin sieht gerade, 16.00Uhr, nicht so sonderlich gesund aus. Viel zu verkrümmt, das Mädel muss mal den Rücken gerade halten. Der Zyniker meint: „Die liest!“ Ach, sag bloß? Jetzt faselt er was von Buch und roten Dingern oder Katapulten. Keine Ahnung, er nuschelt. Und er spricht leise…aber er kann ja auch nicht lauter sprechen, als die Referentin und da die jetzt auch nicht sooo laut spricht…

Sollte jemand den Eindruck haben, ich sei gerade irgendwie schlecht drauf oder zynisch, der hat recht. Trotzdem wünsche ich den Referenten und Referentinnen nichts schlechtes und die hier getroffenen Aussagen beziehen sich natürlich rein auf das handwerkliche Geschick.

16.10Uhr. Die Referentinnen machen ein Rollenspiel, wir sollen die Sportmetahphern zählen. Das „Skript“ dazu hab ich vorhin im Büro liegen gesehen. Sie haben es mit der Auswahl und Häufigkeit der Sportmetahphern etwas übertrieben. Die lyrische „Sie“ hat einen „Er“ getroffen, der gerne mit ihr „anbändeln“ würde. Sagt man das heute noch so? Ich bin der Meinung es waren genau 42 Sportmetaphern. War klar, oder? Ich könnte euch jetzt sagen, wie viele es wirklich waren, aber die Folie ist wieder viel zu klein. Zyniker wirft „15“ in den Pott, Praktikantin weiß nich, was los is. Der Dozent mischt sich wieder ein, schätzungsweise ab Reihe fünf versteht keiner mehr was. Kommilitonin Nummer zwei geht. Ich gehe auch, Kaffee holen.

16.20Uhr. Neues Referat, Handouts reichen bis hinten, aber ich muss den Zyniker korrigieren. Es geht fast die komplette vorherige Referatsgruppe den Weg aller Studenten, nicht nur Kommilitonin Nummer drei. Mittlerweile sind wir beim Radsport angelangt und erfahren wieder etwas über die Geschichte des Radsports. Ich habe dem Zyniker übrigens nur keinen Kaffee mitgebracht, damit ich meinen nächsten Toiletten- oder Rauchgang tarnen kann. Verratet es aber keinem, ja? Geschichte des Radsports ist vorbei, jetzt kommen wir zur Vorstellung des Teamaufbaus usw. Viele Sportfachbegriffe werden genannt, erklärt eher weniger. Dabei ist es doch eigentlich interessant, dass es auch im Radrennsport Sprinter und Kletterer gibt. Ich dachte immer, die laufen nicht, sondern fahren. Zyniker will was…16.25Uhr.

16:28Uhr. Ging ja fix, oder ging eben nicht, so wie das Fahrrad. Verwirrend das alles. Die junge Dame da vorne rappelt Begriffe runter, erklärt was sie bedeuten. Problem dabei ist: Hier geht es nicht um Lexikoneinträge, sondern um linguistische Aspekte. Betrachte doch mal irgendwas, bitte! Nein! Keine Trikots! Warum Trikots? Können die sprechen2 Während vorne das gelbe Trikot vorgestellt wird, gehen wieder vier Kommilitoninnen. Genau genommen Referatsgruppe Nummer 1. Die Frisur ist nun also auch weg. Auffällig, dass bisher noch irgendwie keine Kerle gegangen sind, sondern nur Mädels. Huch, Kaffee ist schon alle. Den hat mir doch einer geklaut! Die Nachbarin war es, ich weiß es ganz genau. Ich versuche gerade ihren Rücken mit bösen Blicken zu durchbohren, aber irgendwie prallen meine Blicke wirkungslos an der Rückenkrümmung ab. Deswegen sitzt die da also so, damit sie sicher vor meinen bösen Blicken ist!

Langsam wird der Sauerstoff hier im Raum knapp. Man merkt es an meinen Einträgen, oder? Ich gehe frische Luft schnappen und gebe zurück ins Sportstudio.

16.40Uhr. Frische Luft geschnappt, linguistischen Aspekt zum Teil verpasst. VerdammT! Hey…das große T passt ja sogar, obwohl es ein Tippfehler ist3 , da es gerade um T-Mobile geht. HaHa! Welch Witz. Eine Minute hier drin, schon wieder Sauerstoffmangel. Wo sind eigentlich unsere Boxen und warum steht der Fernseher da immer noch rum? Unterschiede zwischen furchtbar und fruchtbar stehen gerade auf der Tagesordnung. „Wer lesen ist, kann klar im Vorteil.“, sagte schon der Zyniker. Liest hier eigentlich jemand mit?

16.58Uhr. Praktikantin mit ihrem Teil durch, Zyniker dran, ich stehe in den Startlöchern. Scheiss Luft.

17:20Uhr. Fertig, nächste Gruppe hat kein Handout, reicht es Dienstag nach, obwohl sie Dienstag nicht da sind. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, bei 20 angesetzten Minuten und ohne geschichtlichen Abriß ist das okay. Zugehört hat wahrscheinlich eh keiner, aber man sagte, ich solle leiser sprechen. Warum? LAUTES SPRECHEN hat doch was für sich, es wachen wenigstens alle auf. Der Dozent fand unser Referat informativ, naja, wenn er meint. Wir leiden langsam alle an Sauerstoffmangel. Der Zyniker meint er tue das nicht, er schnauft also einfach so vor sich hin, der alte Mann. Die Praktikantin sitzt immer noch neben mir, frisst aber die ganze Zeit über Zwiebelringe…irgendwie sitzen wir mittlerweile recht alleine hier…hmm…äh…dafür holt sie Kaffee! Diese Zweibelringe muchten aber ooch…nachher noch ein Bild dazu. Das Referat über Fangesänge usw. wäre eigentlich ganz interessant, wäre die PowerPointPräsentation lesbar. Ist sie leider nicht. Habe ich eigentlich erwähnt, dass manche Bachelor in diesem Seminar eine Klausur schreiben? Über was eigentlich? Die Referate kann man wohl kaum als Grundlage nehmen, da sich die wenigen erkennbaren linguistischen Aspekte auf sich stets wiederholende Beispiele beschränken. Vernünftig kategorisiert kommt man da nicht auf viel. Der Fernseher steht da immer noch untätig rum. Armer Fernseher. Unsere Boxen stehen auch noch vorne. Ist der Typ, der sie haben wollte eigentlich noch da? Referat gehalten hat er zumindest noch nicht. Ich trink mal Kaffee…17.28Uhr.

17.36Uhr. Es gibt irgendein Problem bei den Referenten. Keine Ahnung was für eines. Die Referenten sagten aber etwas in die Richtung. Aber nun, langsam interessiert es wohl wirklich keinen mehr. Der Dozent erzählt mal wieder Fußballgeschichten…er hat scheiße gesagt, er hat scheiße gesagt! Verfall der Sitten, also wirklich!

Damit kein falscher Eindruck entsteht, das Thema ist wirklich interessant und voll…äh…ach, was soll’s. Ich geb es zu: Ich will nach Hause, was essen! Das Thema ist, unter linguistischen Aspekten, nicht sonderlich interessant. Seminar sollte bis 18.30Uhr gehen, wird jetzt vom Dozenten abgebrochen. Der Zyniker macht das Schlusswort! 17.35Uhr.

Fertig.

  1. An hartes trau ich mich wegen dem Zahn nicht ran. []
  2. Naja, nach einer ganzen Etappe der Tour de France kann das Trikot wahrscheinlich schon sprechen. Zumindest kann es schön in die Ecke gestellt werden. Oder als Fahrradständer benutzt werden. []
  3. der erste Kerl geht übrigens gerade []

Wie man ein Referat hält

Nachfolgend eine kleine Liste, die man für ein erfolgreiches Studium beachten sollte. Natürlich kann man die Hinweise auch auf das spätere Berufsleben beziehen!

Es ist zu empfehlen möglichst immer alle Punkte zu berücksichtigen!

  • Man benutze einen Laptop und fertige eine PowerPoint Präsentation an.
  • Man bereite noch möglichst viele Video- und Audiobeispiele vor, binde diese aber auf keinen Fall in PowerPoint ein! Es ist viel eindrucksvoller, wenn man ständig zwischen Präsentation und Beispielen wechseln muss!
  • Wenn man eine PowerPoint Präsentation nutzt, aber vor einem noch eine andere Referatsgruppe dran ist, so achte man peinlich genau darauf, ob die vorherige Gruppe Probleme mit dem Beamer hat. Hatte diese Gruppe Probleme mit dem Beamer, so kümmere man sich nicht drum, sondern vertraut einfach darauf, dass man selbst diese Probleme nicht hat.
  • Hat man doch Probleme, was auf keinen Fall daran liegt, dass man nicht mit der Technik umgehen kann, so schaue man verständnis- und ratlos auf den Laptop. Man frage bloß nicht nach Hilfe aus dem Plenum!
  • Wenn die Präsentation nicht läuft, fahre man einfach mit seinem Referat fort. Man erstellt ja Präsentationen, weil man auch ohne sie auskommt.
  • Wenn man das Thema „Sprache im Sport“ hat bzw. sich um die Sprache in einer bestimmten Sportart kümmern muss, so erzähle man mindestens 20 Minuten lang über die geschichtliche Entwicklung der Sportart, wobei man natürlich das eigentliche Thema „Sprache“ komplett außen vor lasse.
  • Wenn der Kursleiter der Meinung ist, dass es sinnvoll ist in den letzten 10 Minuten des Seminars noch ein Referat anzufangen, so tue man dies auch. Keinem ist damit gedient ein Referat ohne eine einwöchige Unterbrechung zu hören.
  • Murrt das Plenum über das natürlich absolut nachvollziehbare Vorgehen das Referat doch zu beginnen, so zeige man sich verständnislos und bitte ärgerlich oder weinerlich (je nach persönlichen Vorlieben) um Ruhe.
  • Sollte man von der Natur nicht mit einer lauten Stimme gesegnet sein, so benutze man auf keinen Fall ein Mikrofon, selbst wenn die technische Anlage vorhanden ist. Die normale Raumakustik muss ausreichen!

Wer stänkerte denn nun?

So, Vorgeschichte verdaut? Nochmal kurz: Nach einigem hin und her hatten wir uns jetzt letzte Woche drauf geeinigt, dass K. ihr Referat beendet, dann der Zyniker und ich mit Formen/Darstellungsmitteln drann sein sollen und den Abschluss der N. macht, mit „Einsatz im Unterricht“. Nun saßen wir aber gestern im Seminarraum und irgendwann kam N. rein und wollte wissen, wie denn jetzt die Reihenfolge war. „Wie besprochen?“, sagte ich. „Erst K., dann wir beide, dann du.“ Während ich das so vor mich hin sagte, schaute N. auf mein Skript und sagte: „Darstellungsmittel der Satire? Das ist schlecht, dass ihr das macht. Das mache ich doch!“ Dem Zyniker und meine Stirn legten sich in steile Falten und der Zyniker erwiederte nur: „Nein, das machen wir?!“ – „Aber ich hab das so mit ihr [gemeint ist die Dozentin] abgesprochen!“ Auf diese Äußerung hin saß neben mir plötzlich nicht mehr der Zyniker, sondern das HB-Männchen kurz vor’m Start. Ich weiß nicht mehr genau, was er sagte, aber N. entgegnete nur ziemlich patzig: „Willst du jetzt hier rumstänkern?“

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Willst du rumstänkern?

Tell me why? I don’t like Mondays.

Der Realsatire zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, ist das nicht schön? Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, welches die Vorlage für den oben kurz zitierten Hit der Boomtown Rats geliefert hat. Silikonchips in meinem Kopf habe ich noch nicht, aber ich glaube manch andere haben diese schon und sie alle get switched to overload. Anders kann ich mir die Fortsetzung der Realsatire zumindest nicht erklären.
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Begründungen

Wenn als Begründung für die verkorkste Planung und Kommunikation einer Dozentin von eben selbiger „Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen“ kommt, dann befindet man sich in der Realsatire genannt „Institut für Germanistik“.

Wir fordern! – Notfalls immer wieder

Es bewegt sich was an der Uni in puncto Datenschutz und Aufarbeitung dieses kleinen Zwischenfalls mit den Daten! So viel hat sich getan in den letzten paar Monaten, denn endlich greift der StuRa mal durch und veröffentlicht am 11. November 2008 ein „Positions- und Forderungspapier des Studierendenrates der OvGU zur Problematik des Datenschutzes“!

Ich war ja schon etwas verdutzt, dass es eines neuen Positions- und Forderungspapieres überhaupt bedarf, aber man will ja nicht unken, bevor man das Papier überhaupt gelesen hat. Also einmal schnellefix die 9 Punkte angeguckt. Ich zitiere aus oben verlinkter Quelle:

1. Es ist spätestens zum 01.12.2008 ein(e) neue(r) Datenschutzbeauftragte(r) zu bestimmen! Dabei ist die Position des Datenschutzbeauftragten durch Hauptamtlichkeit zu stärken!
2. Das Mitarbeiterkonzept der Datenverarbeitung ist bis zum Ablauf des Jahres 2008 zu reformieren! Dabei muss die Position zum Datenschutz die gebührende Würdigung erfahren! Es darf nicht nur ein(e) Mitarbeiter(in) die Studierenden-Datenbank administrieren!
3. Der Arbeitskreis „Datenschutz“ ist spätestens bis zum 01.12.2008 wieder einzusetzen und hat hochschulöffentlich unter Beteiligung von Mitgliedern der Studierendenschaft, welche vom Studierendenrat bestimmt werden, zu tagen! Es sind öffentliche Protokolle zu erstellen, um die Arbeit des Arbeitskreises festzuhalten!
4. Es ist ein Projektplan mit zeitlichem Rahmen zur Arbeit des Arbeitskreises sowie zur Schulung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erstellen, um ein ergebnisorientiertes Arbeiten zu gewährleisten!

5. Jede(r) Studierende muss sich auch zukünftig auf einfachem Wege über die gespeicherten Daten zu seiner Person informieren können!

6. Es ist jährlich ein Rechenschaftsbericht vom/von der Datenschutzbeauftragten der OvGU über seine/ihre Arbeit hochschulöffentlich vorzulegen!

7. Der Studierendenrat ist bei Datenschutzverletzungen unverzüglich von Seiten der Universität zu informieren!

8. Der Datenschutzbeauftragte ist mit einem Institutioneneintrag ins UNIVIS aufzunehmen, so dass alle Studierenden mit ihm/ihr in Kontakt treten können!

9. Alle Fakultäten sind an das HISQIS anzubinden!

Nachvollziehbar, irgendwie. Auch wenn ich jetzt gerade nicht verstehe, was das HISQIS (ein Hochschul-Informations-System) da zu suchen hat. Um aber diese Forderungen eingehender zu bewerten, muss man sich ja die alten Forderungen nochmal zu Gemüte führen. „Forderungskataloge“ gab es, laut der Seite des StuRa, genau drei. Der erste entsprechende Eintrag stammt vom 27. Mai 2008. Unter der Überschrift „Datenschutz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg“ heißt es u.a.:

Die Veröffentlichung der genannten Daten verstößt gravierend gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Betroffenen. Aus Sicht des Studentenrates sind die folgenden Schritte daher unbedingt notwendig:

1. Die Neuregelung für personenbezogene Bekanntmachungen wie z.B. den Aushang von Noten. Diese dürfen nicht mehr mit ggf. veröffentlichten Matrikelnummern in Verbindung gebracht werden. Alte Bekanntmachungen müssen von Webseiten und Schaukästen entfernt werden.
2. Die Erstellung einer umfassenden Liste der veröffentlichten Informationen und Zugriffe auf die veröffentlichte Datenbank.
3. Die Schaffung eines technischen und organisatorischen Maßnahmenplans, der einen erneuten Verstoß gegen geltende Datenschutzrichtlinien und –gesetze unterbindet oder einschränkt.
4. Die zeitnahe Aufklärung der Studierendenschaft über konkrete Maßnahmen und Konsequenzen.
5. Die Stärkung einer „Datenschutzkultur“ an der Universität durch Diskussion, Schulungen und ein ständiges, aktives Datenschutzgremium, das der Universitätsöffentlichkeit kontinuierlich berichtet und sich explizit nicht nur mit dem aktuellen Vorfall befasst.

Wir wollen vor allem mal Punkt 4 im Hinterkopf behalten. Festzuhalten ist, dass sich diese Forderungen noch sehr auf den entsprechenden Vorfall beziehen. Der nächste Eintrag ist dann vom 11. Juni 2008. Beim „Aktuellen Stand der Datenschutzproblematik“ werden u.a. folgende Forderungen aufgestellt:

An der Universität bildete sich nach dem Vorfall zum Datenschutz Mitte Mai ein Arbeitskreis, um ein weiteres Vorgehen zu beraten und für die Zukunft weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden.

Der Arbeitskreis setzt sich aus Professoren, Universitätsmitarbeitern und zwei studentischen Vertretern zusammen, die folgende Forderungen des Studentenrats in die Diskussion eingebracht haben:

  • Der Arbeitskreis Datenschutz soll hochschulöffentlich tagen!
  • Die Universität muss innerhalb eines Monats organisatorische, strukturelle und technische Maßnahmen, welche ergriffen wurden, veröffentlichen!
  • Der Studentenrat ist bei Datenschutzverletzungen von Seiten der Universität zu informieren!
    Der Datenschutzbeauftragte ist mit einem Institutioneneintrag ins UNIVIS aufzunehmen, so dass jeder mit ihm in Kontakt treten kann!
  • Der Datenschutzbeauftragte muss sich hauptamtlich um den Datenschutz kümmern oder von der Universität zeitlich für diese Aufgabe freigestellt werden!
  • Die Mitarbeiter der Datenverarbeitung sowie für das Lehrpersonal, das mit sensiblen Daten umgeht, ist umfassend für den richtigen Umgang mit Personendaten zu schulen und für die Thematik zu sensibilisieren!
  • Die personelle Kapazität in der Datenverarbeitung muss erhöht werden! Es darf nicht nur ein Mitarbeiter Studierenden-Datenbank administrieren.
  • Fakultäten die an HISQIS angebunden sind, dürfen keine Notenaushänge mehr veröffentlichen!Stattdessen sollte eine Notenstatistik bereitgestellt werden. Die eigene Note soll lediglich über das HISQIS abrufbar sein!
  • Alle Fakultäten sind an das HISQIS anzubinden!

Hier erschließt sich auch dann die HISQIS Forderung. Im letzten Eintrag über das „Informationsverhalten der Universitätsleitung […]„, datiert auf den 22. Juni 2008 kann man dann u.a. folgendes lesen:

Der Studentenrat hat somit in Abwesenheit des Datenschutzbeauftragten neue Forderungen erarbeitet um Studierende aufzuklären und zu schützen:

1. Der bestehende Arbeitskreis soll hochschulöffentlich tagen und es sind Protokolle zu erstellen, um die Arbeit des Arbeitskreises festzuhalten!

2. Es ist ein Projektplan mit zeitlichem Rahmen zu erstellen, um ein ergebnisorientiertes Arbeiten zu gewährleisten!

3. Jeder Studierende muss sich auf einfachem Wege über die gespeicherten Daten zu seiner Person informieren können!

4. Ein Informationsbrief ist an alle 44.000 Betroffenen zu verfassen, und an den letzten der Universität bekannten Wohnsitz zu schicken!

5. Der Senat möge eine Datenschutzkommission zum Thema Datenschutz bestellen!

6. Es soll einen jährlichen Rechenschaftsbericht des Datenschutzbeauftragten geben.

7. Neue Mitarbeiterstellen sind zu schaffen, deren Finanzierung nicht zu Lasten anderer universitäre Verpflichtungen, insbesondere der Lehre, gehen dürfen.

Der Studentenrat verlangt ein zügiges Umsetzen der Forderungen im Interesse der Studierende, und versucht weiterhin die Studierenden zeitnah und ohne Rückhalt über weitere Entwicklungen zu informieren.

Ich finde gerade bei diesen „neuen“ Forderungen wird es interessant. Zum einen waren nicht alle Forderungen zu dem Zeitpunkt wirklich neu, was mich aber am meisten erschreckt ist die Tatsache, dass diese Forderungen, mit wenigen Ergänzungen, immer noch gestellt werden, wie man im Eintrag vom 11. November 2008 sehen kann. Das bedeutet doch eigentlich nur, dass sich seit Mai nicht so sonderlich viel getan hat. Wenigstens soll die Arbeitsgruppe „Datenschutz“ wieder eingesetzt werden, d.h. es gab sie schonmal. Aber im Kern ist der StuRa scheinbar bis heute nicht nennenswert weitergekommen. Jetzt mag man denken, dass dies an der Universitätsleitung liegt und auch ich bin der Meinung, dass diese ihren Teil dazu beiträgt die ganze Sache unter den Tisch zu kehren. Allerdings kenne ich auch die Arbeitsweise von so manchen Gremienvertretern. Die Schuld ist wahrscheinlich auf beiden Seiten zu suchen. Mal gucken wie lange es dauert bis darüber gar nicht mehr gesprochen wird. Der Flurfunk spricht ja schon von einem neuen „Problem“, welches sich zu einer Identitätskrise ausdehnen könnte. In den Dekanat News hieß es nämlich am 25. Oktober:

In Zusammenarbeit mit einer Marketing-Firma erarbeitet die Uni derzeit ein neues Logo, das dann zunächst auf allen schriftlichen Materialien und dann auf den Internetseiten der Uni erscheinen soll.

Und da regt sich schon so einiges an Unmut. Aber gut, perfekte Ablenkung irgendwie. Wir verlagern die Aufregung von den Studierenden weg auf die gesamte Universität. Schwein ist, wer schlechtes dabei denkt…1

  1. Keine Sorge, ich denke nicht, dass das gewollt war. Passt aber trotzdem so schön. []

Besonderes Mitarbeiterengagement

Die Uni sucht aktuell Kandidaten für einen 2007 ins Leben gerufenen Preis. Dieser Preis soll Mitarbeitern der Uni für besonderes Engagement außerhalb der Forschung, Lehre und den Führungsetagen verliehen werden. Ich finde so etwas kann man durchaus unterstützen, schließlich tun viele Mitarbeiter der Uni vieles, was sie eigentlich nicht tun müssten. Ich hätte auch schon einen guten Vorschlag! Wie wäre es mit dem Datenschutzbeauftragten der Uni?1 Vorbildliche Kommunikation nach außen und mit den studentischen Gremien. Dieser unangenehme „Zwischenfall“ mit den herunterladbaren Daten hat ja schließlich auch für eine Art Transparenz geführt und Transparenz ist ja durchaus zu begrüßen.2 Es wird ja stets gefordert, dass Strukturen usw. transparenter sein sollten und außerdem profitieren von solchen Pannen ja unter Umständen auch noch besondere Zweige der freien Wirtschaft. Verknüpfung von Universität und Wirtschaft, was will man eigentlich mehr? Und eine gewisse Vorbildfunktion für Telekom & Co. hatte sein Informationsverhalten ja schließlich auch.

Wenn der aktuelle/ehemalige (je nachdem) Datenschutzbeauftragte das Preisgeld dann auch noch sinnvoll einsetzt kann man an der Uni sicherlich auch noch so einiges verbessern. Zum Beispiel dem eingerichteten Arbeitskreis Tastaturen kaufen. Die hat der Arbeitskreis nämlich scheinbar nicht, denn so wirklich was veröffentlicht haben die irgendwie nicht so wirklich. Oder hab ich da was verpasst?

  1. Hab mal gehört der sei zurückgetreten, da sagt aber die HP der Uni was anderes []
  2. Ich weiß, der Fehler ist nicht dem Datenschutzbeauftraten widerfahren, aber hey, irgendjemand muss sich ja mal den Hut aufsetzen. []

Sinn und Zweck von Terminen

Man kennt das ja, man muss mit irgendjemandem reden, der halbwegs wichtig ist oder wichtig zu sein glaubt, bzw. die entsprechende Person will mit einem reden. So weit, so gut, einigt man sich halt auf einen Termin, am schnellsten geht das, wenn nicht per Telefon, dann doch per eMail. Dementsprechend bekam ich vor kurzem eine eMail, bei der ich noch nicht weiß, was ich vom Inhalt halten soll, aber am Ende der eMail stand halt sinngemäß: „Sag mal einen Termin, wann wir das besprechen können!“ Ich also eine Auflistung möglicher Termine zurückgeschickt. Das war letzten Mittwoch. Heute (!) hab ich eine Antwort bekommen mit dem sinngemäßen Inhalt: „Ich bin nur am Mittwoch da, wie wäre es dann und dann?“

Ja, hm. Warum schicke ich eine eMail, wenn ich zur Beantwortung länger brauche, als die Post für die Zustellung eines Briefes? Man muss ja nicht jeden Tag seine eMails abrufen, aber so jeden zweiten Tag sollte doch wohl drin sein, oder? Aber gut, ich hab es hier ja mit Geisteswissenschaftlern zu tun, was will man erwarten. Aber warum um alles in der Welt sage ich bitte zu jemandem „nenn mir mal Termine“, wenn ich nur an einem Tag in der Woche Zeit habe? Da ist es doch viel logischer, dass man gleich von Anfang an sagt, dass man nur an diesem einen Tag da ist. Dann können sich alle Beteiligten darauf einstellen und vor allem hätte ich mir nicht überlegen müssen, wann ich es denn einrichten kann ohne allzu viel anderes knicken zu müssen, sondern hätte gleich gewusst: Jut, dann musste halt am Mittwoch die entsprechende Zeit investieren.

Nun werde ich wahrscheinlich/eventuell nicht nachvollziehen können, was die Person von mir will, bzw. werde es unter Umständen nicht einmal sonderlich einsehen. Na, das wird noch was werden. Hab ich schon erwähnt, dass mir diese Anstalt hier so langsam auf den Keks geht?