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Ich wollte mich heute eigentlich nicht aufregen

Aber ich tu es doch. Ich bin nach 9 Semestern ja mittlerweile ziemlich geübt darin, den meisten Seminaren und seien sie noch so schlecht, etwas positives abzugewinnen. Aber manchmal kapituliere selbst ich. Nicht nur, dass in dem gemeinten Seminar ein paar absolute Hohlbratzen sitzen. Nein, die gedanklichen Schritte, die während des Seminars gemacht werden, werden nach meinem Empfinden auch noch immer kleiner, bis sie heute dann fast zum Stillstand gekommen sind. 90min immer suggestivere Fragen und immer wieder die gleichen Antworten, nur in der Wortfolge etwas abgeändert. Meine ganz spezielle Freundin wird ja mittlerweile das eine Mädel. Sieht richtig gut aus, hat aber irgendwie so rein gar nichts inner Birne. Widerspricht sich in ihren Ausführungen ständig selbst, sieht es aber nicht ein. Herr im Himmel, ich kann mein Leben auch besser verschwenden. Selbst in der Nase bohren ist da ergibieger, als dieses Seminar zu besuchen und den Hohlbratzen zuzuhören.

Aufmerksamkeit

Es gibt Leute, die brauchen einfach zu viel Aufmerksamkeit. Ständig brauchen sie Feedback. Stille undRuhe ist ein Fremdwort für die. Nichts bleibt unkommentiert. Nicht einmal ignorieren bringt sie von ihrem Mitteilungsbedürfnis ab. Erstaunlich…

Raus hier und zwar JETZT

Kennt ihr das Gefühl? Ihr hört ein Lied, nehmt einen bestimmten Geruch wahr usw. und wollt plötzlich einfach raus? Weg von da, wo ihr gerade seid, einfach ins Auto gesprungen und losgefahren. Nicht an morgen denken, keinen Gedanken an die Verpflichtungen verschwenden, die auf einen warten, niemandem Rechenschaft schuldig sein. Keine Richtung, keinen Plan, sich einfach treiben lassen, scheiss auf gestern, scheiss auf morgen, der Moment zählt. Die Füße setzen sich von alleine in Bewegung, die Hand greift Jacke und Schlüssel. Man kann es nicht verhindern, alles passiert automatisch. Man steigt die Treppe runter, einfach den Füßen hinterher. Man will es nicht kontrollieren, man will es einfach erleben. Der Sprit kostet mich das Essen für den restlichen Monat? Egal, das ist morgen und nicht jetzt.

„Man wird dich vermissen“ flüstert eine Stimme, „Ich melde mich später“, denkst du.

„Aber du hast noch so viel zu tun“ – „Egal, morgen…morgen!“

„Denk an deine Verpflichtungen, du kannst jetzt nicht einfach gehen. Auch wenn du morgen wieder da bist. Du hast einfach nicht die Zeit dafür!“

Die Schritte werden langsam, man bleibt stehen, den Schlüssel schon in der Autotür.

„Ja, eigentlich hast du ja recht. Fahr ich halt ein anderes Mal…“

Und der Moment vergeht…

Unkommentiert

Ich spare mir alles Mitleid und wünsche dir vielmehr, dass dir das Leben einmal die Daumenschrauben anlegte, um aus dir herauszupressen, was in dir ist – dass es dich dem peinlichen Examen unterziehe, in dem Geschwätz und faule Witze nichts mehr helfen. Das Leben sei eine Maskerade, sagst du; und du spielst auf der Maskerade des Lebens, zu deinem unendlichen Spaß, deine Rolle mit einer solchen Virtuosität, dass es noch niemand geglückt ist, dich zu entlarven; offenbarst du dich, so ist das nur ein neuer Betrug.

Freilich ist das nicht bloß ein Spaß für dich. Nur unter der Maske kannst du atmen. Dass dir der wirkliche Mensch wirklich nahekommt, benimmt dir den Atem. Es zwingt dich also auch die Not, die Maske festzuhalten. Und das glückt dir in der Tat vortrefflich. Denn deine Maske ist die geheimnisvollste von allen.

[…] Weißt du denn nicht, dass einmal eine Mitternachtsstunde kommt, da jeder sich demaskieren muss? Meinst du, man könne sich gerade noch vor Mitternacht wegschleichen, um der Demaskierung zu entgehen? Ich kenne Menschen, die solange andere betrogen, dass ihr wahres Wesen sich zuletzt nicht mehr offenbaren konnte. Ich kenne Menschen, die so lange stolz sich in ein undurchdringliches Geheimnis hüllten, bis sie – im Wahnwitz! – anderen ihre geheimsten Gedanken sogar aufdrängen mussten!

[…] Jeder Mensch hat in seinem inneren und äußeren Leben dies und das, was ihn verhindert, sich selbst ganz durchsichtig zu werden, sich in seinem Verhältnis zur Welt klar zu verstehen, sich zu offenbaren. Wer sich aber nicht offenbaren kann, der kann nicht lieben; und wer nicht lieben kann, ist der Unglücklichste von allen.

Und du treibst es als ein mutwilliges Spiel, dich mit Kunst andern zum Rätsel zu machen! Wie aber, wenn endlich niemand dein Rätsel lösen mag? Welches Vergnügen hast du dann noch von deinem Spiel? Doch das ist ja Nebensache. Um deines Heils willen – was ist Verlorenheit, wenn nicht der Zustand deiner Seele? – um deines Heil willen bitte ich dich, mein junger Freund: gebiete dieser wilden Flucht Halt.

Sören Kierkegaard

Vom süßen Leben

„Ja, klingt ja lustig, aber müssen wir…“

„Ach, ich weiß ja nicht…“

„Nein, das ist doch albern…“

Ihr regt mich auf! Muss immer alles dreimal diskutiert werden? Muss Spontanität immer geplant sein?

Hört auf zu labern, macht es einfach! Lebt einfach!

Ihr müsst nicht aus allem einen Staatsakt machen. Ihr wollt raus? euer Leben nervt euch? Dann setzt euch ins Auto oder die Bahn und fahrt los! Raus ins Ungewisse!

Angst?

Ruhe in Frieden Fernmeldegeheimnis?

Umbauarbeiten 2

So…Layout soweit angepasst. Das Bild ganz oben will ich wohl noch verändern.

Statistik- und Beliebtheitsplugin installiert, damit ich mal eine Übersicht über Zugriffszahlen usw. bekomme. Also quasi den „kleinen Schäuble“ in mir befriedigen. Damit sind die Umbauarbeiten eigentlich fast abgeschlossen. Noch hier und da ein paar kleinere Korrekturen und dann geht es hoffentlich demnächst weiter, wie gewohnt.

Umbauarbeiten

Momentan etwas chaotisch. Bin gerade am Umbauen…demnächst mehr…

“Gedeck?” – “Jo”

Manchmal vermisse ich sie ja, meine Heimat. Die besondere Art meiner Landsleute, das schlechte Wetter, das Leitungswasser, den Tee und vor allem die Angewohnheit in entscheidenden Situationen möglichst wenig Worte zu verschwenden. Wenn ich hier in der Gegend inner Kneipe ein Gedeck bestellen würde, dann müsste ich wahrscheinlich erstmal lang und breit erklären, was ich denn damit meine und dann hätten die wahrscheinlich nichtmal Korn da…

Aber nein, ich hab es noch nicht ausprobiert, denn meine Erfahrungen mit dem, was hier als „Ostfriesentee“ und „Ostfriesenpunsch“ verkauft wird reichen mir vollkommen, da muss ich das mit dem Gedeck nicht auch noch ausprobieren! Tee trinken ist hier ja sowieso so ne Sache. Die meisten hier nennen irgendwelche Aufgüsse Tee und bezeichnen sich als „Teetrinker“, scheuen aber richtigen Tee (also das Zeug, was schonmal ne Teepflanze gesehen hat) wie der Teufel das Weihwasser. *Kopfschüttel* Das ist ja so, als würde ich mich als Kaffeetrinker bezeichnen, aber nur Kaffee-HAG trinken!

In solchen Zeiten vermisse ich es schmerzlich kein Plattdeutsch zu können! Würde ich etwas mehr von dieser Sprache sprechen, so könnte ich mich wenigstens nach Herzenslust beschweren und keiner würde es mitbekommen!

Aber so bleibt mir nur zu warten, bis ich wieder in der Heimat bin. Vielleicht fragt mich ja mal wieder jemand: „Gedeck?“

Schlaf

Ich glaub ich schlafe zu wenig…
Ich nehm die Milch aus dem Kühlschrank…
Schütte etwas Milch in den Kaffee…
Drehe die Milch wieder zu…
Stell den Kaffee in den Kühlschrank, mach zu und nehm die Milch mit…
Setze mich hin…
Frage mich wo mein Kaffee ist…