BAG Frauen: Geschlechtergerechte Gesellschaft

Von , 2. Juli 2011 11:28
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Von Claus Hock. Als einer der wenigen männlichen Zuhörer, habe ich ein bisschen den Anschluss verpasst, da das örtliche WLAN mich nicht mag. Irmingard Schewe-Gerigk hält die Einführungsrede zum meistdiskutiertesten Papier der Konferenz. Die Redezeit wird via Eieruhr begrenzt. Ein Anliegen der Rednerin ist es, die Forderungen zur Gleichstellung und zur Geschlechtergerechtigkeit zu einem Alleinstellungsmerkmal der Grünen zu machen. Jenny Huschke spricht über “Doing Gender” und Rollenbilder und Rollenverständnis.1 Immer wieder wird das Thema “Ehegattensplitting” angesprochen und durch die Bank als antiquiert und falsch angesehen.

Wahlfreiheit ist erst dann gegeben, wenn wirklich jeder die Wahl hat.

 

Als Dritter spricht Sven Lehmann. Er betont, dass Männer auch in den Blick genommen werden müssen, dabei aber auch und vor allem aus dem “klassischen” Rollenverständnis des “Haupternährers” herausgelöst werden müssen.

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RednerInnen zur Geschlechtergerechtigkeit

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Nach den ersten Statements gibt es die Möglichkeit für die Zuhörer, sich über das Gehörte auszutauschen. Sehr gute Idee meiner Meinung nach, auch wenn ich im ersten Turn wenig mitbekommen habe.2

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Im Hintergund gibt es übrigens “graphic recording”, quasi die simultane Zusammenfassung der Thesen in grafischer Form.

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Astrid Hollmann (Vorsitzende dt. Frauenrat) und Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich-Böoll-Stiftung) halten die letzten beiden Statements der Einführung.

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Nochmal kurz zu den Flüsterrunden. Die Idee ist wirklich gut, allerdings gibt es meiner Meinung nach ein bedeutendes Problem: Die Redebeiträge sind vielfältig und bringen durchaus diskussionsbedürftige Punkte auf den Tisch. Da es aber immer zwei Statements gibt, ist die Informationsflut irgendwann zu groß. Das zur Verfügung gestellte Thesenpapier ist als Grundlage in Ordnung, allerdings fehlen Thesenpapiere der einzelnen Referenten. Gleichzeitiges Zuhören, Mitschreiben und Verarbeiten ist schwierig.

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Nach der zweiten “Flüsterrunde” gibt es Reaktionen der ReferentInnen auf die Statements der anderen ReferentInnen. Auch wieder schwierig für die Zuhörenden, da alle Reaktionen direkt nacheinander folgen. Außerdem sind sich eigtl. alle RednerInnen einig. Interessant wird es dann in der Diskussionsrunde, da in den Redebeiträgen durchaus Gegenpositionen eingenommen werden. Allerdings zeichnet sich an dieser Stelle auch ein großes Problem der ganzen Veranstaltung ab: Das herausgegebene Thesenpapier und auch die Statements der RednerInnen setzen ein gewisses Vorwissen voraus und auch die auftretenden “Akteure” und Redenden sind scheinbar unter den regelmäßigen TeilnehmerInnen allseits bekannt. Für einen Außenstehenden mit eher oberflächlicher Bildung im Bereich Geschlechtergerechtigkeit und Gender wirkt dies überwältigend und abschreckend. Ähnlich dürfte es interessierten Menschen gehen, die das Thema zwar interessiert, aber kaum Vorwissen mitbringen.
Sicherlich ist auf so einer Zukunftskonferenz, die von sich selbst den Anspruch hat “Ideenlabor, Debattenraum und eine Etappe auf dem Weg zum Wahlprogramm 2013″ zu sein, nur bedingt Platz für einführende Worte, für einen entsprechenden Überblick ist. Wenn es aber in der Diskussion heißt, dass “die Menschen da draußen” noch nicht so weit sind, dass es viele Menschen gibt, die noch “überzeugt werden wollen”, dann muss man sich vllt. doch die Frage stellen, ob man nicht nach Wegen sucht, Veranstaltungen wie die Zukunftskonferenz einladender für Laien und Interessierte zu machen.

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[Wird nachher fortgesetzt, erstmal die Eindrücke sacken lassen]

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  1. Die Umgebungslautstärke ist nicht unbedingt förderlich beim Zuhören. []
  2. Blödes WLAN. []
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Grüne Zukunftskonferenz: Eröffnung

Von , 2. Juli 2011 10:32
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Von Claus Hock. 10:15 Uhr. Cem Özdemir hält die Eröffnungsrede, klassisch mit anfänglichen Dankesworten. Cem Özdemir will immer Zukunftskongress sagen und sagt es auch manchmal. Leichte Seitenhiebe in Richtung der aktuellen Bundesregierung.

Ziel der Konferenz soll es sein, die Ergebnisse der Zukunftsforen kritisch zu hinterfragen und weiter zu entwickeln.1

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Claudia Roth übernimmt den zweiten Teil der Einführungsrede und teilt das Publikum in Grüne, Noch-Nicht-Grüne und Freunde. Letztere gibt es wahrscheinlich in den Schon und den Noch-Nicht.

Das konsequente Gendern wird mit Humor genommen, wenn die Rede dadurch etwas holprig wirkt. Claudia Roth gibt einen kurzen Überblick über die verschiedenen Foren/Workshops, teilweise mit den entsprechenden “Schlagworten” zum Schwerpunkt.

Angekündigt wird die erste Keynote-Sprecherin  Prof Dr. Saskia Sassen. Die Keynote wird auf englisch gehalten, zum Glück so deutlich, dass ich es nicht bereue, mir keinen Kopfhörer zur Simultanübersetzung besorgt zu haben.

Dr. Sassen spricht über Veränderungen und “The scope of Action in an age of Globalization”. Ich wünsche mir ein Transkript der Rede, da die Wiedergabe so einfacher sein würde. Da ich kein Transkript habe, muss ich mich hier mit einzelnen Schlagworten begnügen.

Sassen: You don’t want to waste a good crisis. It presents great opportunity.

Dr. Sassen stellt fest, dass die aktuelle Krise in Griechenland eine Krise ist, die ganz Europa angeht, aber keine “Landeskrise”, sondern eine “Bankenkriese” ist.

Sassen: Empowerment is very adorable, but it is very rare.

Ein paar Thesen der Keynote finden sich in diesem Interview in der Jungle World.

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Auf der Twitterwall finden sich übrigens viele Zitate und individuelle Kommentare zur Rede von Dr. Sassen.

[Eintrag wird fortlaufend aktualisiert]

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  1. Vor mir sitzt übrigens der Grüne Nomade. []
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Grüne Zukunftskonferenz: Anfangsgewusel

Von , 2. Juli 2011 10:07
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Von Claus Hock. Die Tore der Zukunftskonferenz sind mittlerweile geöffnet und ich konnte mir einen kleinen Extratisch in der Nähe einer Steckdose ergattern. Die organisierenden Bündnisgrünen sind alle sehr zuvorkommend, allerdings fühlt sich niemand so wirklich für die eingeladenen Blogger zuständig, da es scheinbar keinen gesonderten Ansprechpartner gibt. Aber Blogger sind ja sowas in der Regel schon gewohnt.

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Das Wetter ist leider eher schlecht, aber das scheint der Begeisterung des recht abwechslungsreichen Publikums keinen Abbruch zu tun. Die anderen Blogger habe ich noch nicht wirklich zu Gesicht bekommen, aber auch das wird sich noch finden.

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Cem Özdemir und Claudia Roth sind auch schon da, bekannte Grüne aus Magdeburg habe ich bisher noch nicht gesichtet.

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Da ich eh gerade im Foyer bin, werde ich mir wohl als Vormittagsworkshop die Geschlechtergerechte Gesellschaft anhören.

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Es wird gegongt. Jetzt noch die Frage, wo die Keynotes stattfinden sollen.

#zuko11

Von , 1. Juli 2011 21:53
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Von Claus Hock. Morgen früh ist es soweit. Um 6 Uhr mache ich mich von meinem Zwischenstopp in Magdeburg auf den Weg nach Berlin.1 Ein paar wollen meine Eindrücke sicherlich verfolgen. Für diese und diejenigen, die um mein geistiges Seelenheil fürchten, nachfolgend die wichtigsten Infos einmal kurz zusammengestellt.

Ich blogge natürlich hier und zwar unter der Kategorie Zukunftskonferenz und dem Tag zuko11. Allen Einträgen, die irgendwas mit der Konferenz zu tun haben, werden entsprechend eingeordnet. Wahrscheinlich werde ich pro Workshop einen Eintrag erstellen, den ich dann immer mal wieder aktualisiere und alles andere in Zwischenbeiträgen unterbringen. Endgültig entschieden habe ich mich noch nicht.

Eine Übersicht über die anderen eingeladenen Blogger findet sich hier. Einen Livestream und einen Feed zu den einzelnen Einträgen kann man hier finden. Die allgemeine Twitterwall zum Hashtag #zuko11 kann an dieser Stelle bestaunt werden und alles andere wird sich dann vor Ort finden. Ich hoffe die Technik meiner Praktikantin hält durch, meine Züge fahren wie sie sollen und dass ich mich durch Berlin durchfinde.

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  1. Ja, 6 Uhr moooorgens! []
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Grüne Zukunftskonferenz: Prolog

Von , 22. Juni 2011 18:15
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Von Claus Hock. Vor kurzem schrieben Die Grünen aus, dass sie Blogger suchen und einladen, von der diesjährigen Zukunftskonferenz zu berichten. Und was soll ich sagen: Ich habe mich beworben und wurde genommen. Am 2. Juli werde ich also live aus Berlin berichten. Verfolgen kann man das ganze hier im Blog, auf der Seite der Zukunftskonferenz und twittern werde ich sicherlich auch ab und an mal. Der RSS-Feed speziell zur Zukunftskonferenz findet sich hier. Ich bin gespannt, was mich auf der Konferenz so alles erwartet. Für spezielle Workshops habe ich mich noch nicht entschieden, werde das aber die Tage mal nachholen.

Außerdem bin ich natürlich auf die vier anderen Blogger gespannt. ;)

Musikempfehlung

Von , 7. Juni 2011 11:27
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An dieser Stelle einfach mal eine Musikempfehlung. KEYNO ist ein junge Band aus Magdeburg. Ihre Musikrichtung: Redpop. Gerade haben sie ihr erstes Musikvideo “Strawberry Tree” fertiggestellt. Wer es sich anhört/ansieht, der mag sich denken, warum ich die Band an dieser Stelle empfehle. Das Video kommt nach dem Klick:

 

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Nicht entdeckte Dimensionen der JU

Von , 4. Juni 2011 11:49
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Bei der taz kann man sich gerade über den neusten Werbespot der JU aus Bayern informieren. Nachfolgend noch einmal kurz der Spot, der meiner Meinung nach eine Aussagedimension hat, die in der taz nicht ausreichend gewürdigt wird.

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Gremienwahlen 2011: LHG

Von , 30. Mai 2011 21:52
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Ja, ich weiß. Die Gremienwahlen sind vorbei. Da ich aber nicht vor Ablauf der Wahlen Bilder von allen Plakaten bekommen habe, aber trotzdem möglichst viele besprochen  haben will, nun so die letzten Nachzügler. Letztes Jahr jonglierte die LHG mit großen Zahlen und beging damit, in meinen Augen, einen eindeutigen Versuch die Wähler in die irre zu führen. Ich schrieb damals am Ende des Eintrages:

Noch ein Wort in eigener Sache: Ich bin immer bemüht die Wahlplakate möglichst objektiv zu betrachten. Wenn keine Inhalte mitgeliefert werden, ist das eine Sache. Das ist, mit Verlaub, dämlich und respektlos dem Wähler gegenüber, aber es ist offensichtlich. Wenn aber Stimmung mit falschen/verkürzten Zusammenhängen gemacht wird, dann ist das eine bewusste und schädigende Irreführung des Wählers und, setzt man einen mündigen Wähler voraus, eine Beleidigung des Wählers. Sowas kann ich nicht leiden und deswegen ist dieser Eintrag vielleicht etwas “angepisster”, als es der Fall sein sollte.

Man mag es kaum glauben, meine Worte scheinen Gehör gefunden zu haben. Dieses Jahr hat sich die LHG nämlich etwas ganz besonderes für die Wähler ausgedacht.

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Stammtischweisheiten

Von , 26. Mai 2011 11:52
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Häufige Treffen mit meist ähnlicher Zusammensetzung bringen die richtigen Wahrheiten ans Licht. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der letzten Ergüsse. Wenn ich Lust habe wird es eine regelmäßige Serie.1

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  1. Oder man hört auf mit mir zu reden. []
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Fehlende Ikonographie

Von , 24. Mai 2011 18:06
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Bestimmte Ereignisse sind in unserer medialisierten Welt in der Regel mit bestimmten Bildern verbunden. Je dramatischer oder einschneidender die Ereignisse, desto besser prägen sich die Bilder ein. Natürlich relativiert sich dies mit der Zeit: War man “live” dabei1, so haben auch jetzt noch entsprechende Bilder eine andere Wirkung auf einen selbst, als auf “nachfolgende” Generationen. 9/11 ist hier wohl das beste Beispiel. Wer 2001 alt genug war, um zu verstehen was da gerade vor sich geht, der verbindet andere Gefühle und Erinnerungen mit den Bildern, wie jemand, der diese Bilder “jetzt schon” als Geschichte ansieht. Die Ereignisse am 11. September 2001 stellen allerdings eh einen besonderen Fall dar, da bei kaum einem anderen, vergleichbaren Ereignis die mediale Abdeckung so schnell und so andauernd war.
Im Zuge der Berichterstattung kommt es meist früher oder später zur Bildung von Ikonen. Bestimmte Bilder sind entweder so “passend” oder werden so oft wiederholt, dass sie plötzlich mehr sind, als ein “Begleitmaterial” für die Berichterstattung. Sie entwickeln eine Bedeutungsebene, die über das eigentliche Ereignis hinausgehen. Sei es nun der flüchtende NVA-Soldat, die brennenden oder einstürzenden Zwillingstürme oder das berühmte Bild “Raising the Flag on Iwo Jima“. Auch Flutbilder nach Tsunami-Katastrophen oder anderen Überflutungen haben teilweise einen ähnlichen Prozess durchlaufen, allerdings scheinen Ereignisse an denen Menschen als “Täter” beteiligt waren eher zu einer Ikonbildung zu neigen, als Naturkatastrophen.

Interessant wird es, wenn man einmal betrachtet, welche, von Menschen irgendwie gemachte Katastrophen keine Ikonbildung nach sich ziehen, obwohl sie ebenfalls schwere Folgen haben. Gemeint sind an dieser Stelle atomare Katastrophen. Während man bei Atombomben, nicht zuletzt durch die markante “Pilzwolke”, noch von einer gewissen Ikonographie sprechen kann, so scheinen diese Ikons bei Reaktorunfällen zu fehlen. Harrisburg oder Three Mile Island, Tchernobyl oder eben auch Fukushima rufen, zumindest soweit es mich betrifft, keine bestimmten Bilder auf, höchstens ein gewisses Gefühl der Bedrohung. Woran könnte dies liegen? Im Gegensatz zu den bisher aufgezählten Beispielen sind atomare Katastrophen schleichende und vor allem nicht oder kaum visuell erfassbare Katastrophen. Atombomben explodieren und produzieren den typischen Pilz, dadurch werden sie für die visuell-dominierte Medienlandschaft fassbarer. Kaputte Kernkraftwerke bieten zwar auch ein gewisses Bild der Zerstörung, welches sich z.B. allerdings kaum von Bildern von Großbränden unterscheidet. Auch Bilder der Strahlenkrankheit sind, so schlimm sie auch sein mögen, scheinbar nicht zur Ikonbildung geeignet.

Was daraus zu folgen scheint, ist eine, für sonstige Verhältnisse, merkwürdig bilderlose bzw. bildlich distanziert wirkende Berichterstattung. Geht damit auch eine Marginalisierung der Ereignisse einher? Die Anti-Atom-Bewegung scheint zwar seit Fukushima wieder an Bewegungsmomnent gewonnen zu haben und auch die Wahlergebnisse der Grünen werden oft mit dem letzten GAU in Verbindung gebracht. Ebenfalls damit einherzugehen scheint ein schnelleres Verschwinden der Ereignisse aus dem Gedächtnis bzw. dem Interesse der Menschen, die weit genug von den Ereignissen entfernt wohnen, so dass sie auf die Medienberichterstattung angewiesen sind. Später liest man dann vielleicht nochmal von der “vergessenen Katastrophe” oder ähnlichem.

[Endet hier, da ich irgendwie wieder nicht zu nem vernünftigen Schluss komme, aber den Draft nicht noch länger liegenlassen will.]

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  1. Also in einem entsprechenden Alter oder gerade vor dem TV. []
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