Autorenporträt Hilke-Gesa Bußmann

Das folgende Autorenporträt entstand in Zusammenarbeit mit der Autorin Hilke-Gesa Bußmann und ist Bestandteil der Weltentaucher-Literaturfreunde-Kampagne.

„Literatur ist meine Leidenschaft!“

Wer einen Blick auf das Leben der Autorin Hilke-Gesa Bußmann wirft, der wird erkennen, dass dieses Zitat ihren Leitsatz bildet. Literatur ist nicht nur ihre Leidenschaft, sie scheint auch Tag für Tag nichts anderes zu machen. Die Beiträge in ihrem Blog entlarven sie: Literaturstudium, literarische Projekte mit anderen Autoren, eigene literarische Projekte und schließlich ihre Arbeit in der Literaturbranche — bei dieser Autorin steht nicht nur das Regal voll mit Büchern, sie definiert Literatur als festen Bestandteil ihres Lebens.

Die Autorin Hilke-Geßa Bußmann. Foto: Scene-line Frankfurt, Hilke-Gesa Bußmann, 2011

Ich weiß gar nicht, in welchem Jahr ich mit dem Schreiben angefangen habe. Sicher, ich gehöre auch zu den Autoren, die bereits in ihrer Kindheit mit dem Ausdenken von Geschichten begonnen und so ihre Leidenschaft entdeckt haben. Aber ich kann kein Datum, kein Alter explizit nennen, ich kann es nur schätzen. Im Jahr 1997 hab ich angefangen, Reitunterricht zu nehmen, und beflügelt von der Freiheit der Natur und den unbefangenen Weiten habe ich ungefähr 1999 angefangen, mir Geschichten auszudenken.
Man darf sich das jetzt nicht vorstellen, als hätte ich plötzlich gedacht: Gut, ich setze mich jetzt hin und schreibe eine Geschichte. Nein, die Idee zu schreiben und somit für eine gewisse Zeit in der eigenen Welt zu verschwinden, kommt langsam und ist eher als Prozess zu beschreiben. Nicht nur meine lebendige Phantasie in der Welt der Reiterhöfe hat mich kreativ angeregt, sondern vor allem eine Buchreihe, die in meinem Leben bisher eine außerordentlich große Rolle gespielt hat. Und ich bin ganz ehrlich, wenn ich sage: Diese Bücher haben meine Liebe zur Literatur über all die Jahre getragen und mich zu dem Schriftsteller gemacht, der ich jetzt bin, und meine Träume so geformt, dass ich heute weiß, wo ich am Ende meiner Karriere stehen möchte.

Hilke-Gesa Bußmann hat schon häufig verraten, welche Bücher in ihrem Leben eine besondere Rolle spielen, aber noch nie wirklich darüber gesprochen, wie wichtig ihr diese Bücher tatsächlich waren. Es war vor allem eine Fantasy-Reihe, die den ganzen Buchmarkt umgeschmissen, für Leser und Autoren neue Wege geebnet hat und heute wohl weltbekannt ist: Harry Potter.

Ich war neun, als meine Großtante mir mein erstes Exemplar von „Harry Potter“ geschenkt hat. Ich weiß noch ganz genau, dass es der zweite Band war, weil sie der festen Überzeugung war, mir den ersten Teil bereits geschenkt zu haben. Hatte sie aber nicht. Ich machte mich ans Lesen. Ehrlicherweise habe ich in diesem Alter nicht gerne gelesen und wenn, dann waren meine Lieblingsbücher eher die, die Pferde und Reiterferien zum Inhalt hatten. Ich machte mich also ran, las den zweiten Teil von Harry Potter und verstand: Nichts. Hogwarts? Häuser? Gryffindor? Mein erster Eindruck der Zauberschule war ein Dorf mit verschiedenen Bungalows und einem Zelt in der Mitte. Aber ich war dennoch begeistert, holte Teil eins nach, las noch einmal Teil zwei und fieberte seitdem jedem einzelnen Band hinterher. Ich war ein Fan, besessen von den Geschichten, den Abenteuern. So sehr besessen, dass ich nicht warten wollte, bis ein neuer Teil rauskam. Ich wollte weiterleben in der Welt, die mir so gefallen hatte, weiter Harrys Gefahren miterleben. Und deswegen fing ich an, mir meine eigenen Geschichten zu Harry Potter auszudenken.

Hilke-Gesa Bußmann begann ihre Autorenkarriere also mit Fan-Fictions, ein nicht unüblicher Weg. Aber selbst in den frühen Jahren des Internets und der Fan-Fictions hat sie eins immer ausgezeichnet: Sie wollte neue Wege nutzen und mit anderen kommunizieren. Mit ungefähr 14 Jahren gründete sie ihr erstes eigenes Forum, in dem sie sich mit Fan-Fiction-Freunden traf und gemeinsam mit diesen an ihren Geschichten schrieb. Unglaublich aber wahr: Viele dieser Menschen spielen noch heute in ihrem Leben eine unglaublich wichtige Rolle. Ein Grundstein also, der bis heute von Wichtigkeit ist und vor allem ihren Mut nie erblassen ließ, neue Wege auszuprobieren.

Der Wille des Entdeckens und Ausprobierens führt sie auch dazu, jetzt in den Zeiten des Social-Medias und der Digitalisierung weiterhin neue Wege zu finden. Ihr Projekt „Weltentaucher-Literaturfreunde“ zeigt, welche Nischen man finden kann, um interessante Ideen zu verwirklichen. Heute entstehen in ihrem Kopf eigene Welten und eigene Figuren, an denen sie uns gerne teilhaben lässt. Sie entführt uns in Welten, macht uns mit Figuren bekannt, die uns niemals aus dem Gedächtnis gehen werden.

Hilke-Geßa Bußmann bei der Arbeit im Café. Foto: Hilke-Geßa Bußmann, 2012.

Ich möchte meine Leser in meine Welten entführen. Ich liege oft auf der Couch, schließe die Augen und verschwinde in Welten, die man sich gar nicht vorstellen kann. Weite Landschaften, Flüsse, Berge und prächtige Städte. Alle meine Figuren, die in meinem Kopf leben, warten nur auf ihren Einsatz. Es ist ein bisschen wie das Figuren-Paradies, ein unergründlicher Fundus an Ideen, die nur darauf warten, in Worte gefasst und gelesen zu werden. „Literatur ist meine Leidenschaft und das Wort ist mein Gesichtsausdruck“. Ich liebe das Spiel mit den Worten, die Unterhaltung und die anspruchsvolleren Sätze mit Sinn und tieferem Sinn und Unsinn. Aber ich möchte vor allem eins: In der heutigen Zeit einen Ort bieten, von dem man noch träumen kann. Figuren zeichnen, denen man gerne auf ihren Abenteuern folgt, so wie ich es früher getan habe …

Weltentaucher-Literaturfreunde

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