Von Punk und Techno (Musikalischer Bildungsweg II)

Torfrock, Irish Folk und Klassik, das hatten wir bisher. Nun wird es Zeit für Punk. Ich denke meine ersten Berührungen mit Punk hatte ich durch meinen damaligen Freund und Klassenkameraden Bernd.1 Bernd hatte schon damals, also so Höhe 5. Klasse, eine beeindruckende Ärzte-Sammlung. Diese, quasi miterlebte Obession, weitete sich dann auf andere Punkbands, vornehmlich Bad Religion, aus. Allerdings auch Bands wie Satanic Surfers oder irgendwelche anderen, die ich auf irgendwelchen zum Teil sehr merkwürdigen Samplern hatte. Von den merkwürdigen Punkauswüchsen ist mir noch am ehesten die „Terrorgruppe“ geläufig. Die haben damals gegen die Kelly Family gesungen und allein das machte sie schon irgendwie lustig. Kennengelernt hab ich die Band übrigens durch Heiko, den ich heute noch manchmal auf dem Stadtfest oder auf irgendwelchen Konzerten treffe.

Alles in allem war ich aber eher von den Ärzten und Bad Religion angetan. Mit den Toten Hosen konnte ich mich erst so Höhe „Paradies“ anfreunden. Mit den Jahren sind dann noch andere Lieder dazugekommen, vornehmlich nach meiner Punkzeit, die ich heute immer noch gerne höre. Darunter Rantanplan mit „Unbekanntes Pferd“ oder Heiter bis Wolkig mit „Hey Rote Zora“, WIZO mit „Alte Frau“ oder „Zehn kleine Nazischweine“.2 Stellvertretend ein neueres Stück von Bad Religion, hauptsächlich, weil ich genau bei diesem Konzert war.3

Irgendwann in der Übergangsphase zwischen Punk und Techno gab es die „Dinis Sonntag Nachmittag Phase“. Die 16 war schon in denkbarer Nähe und man wollte was erleben, endlich mal etwas „erwachsener“ sein und ging deswegen am Sonntag Nachmittag von, ich glaube 16 bis 18 Uhr, in die örtliche Disco. Über diese Sonntage könnte ich wahrscheinlich unzählige Blogeinträge schreiben4 und ihr würdet mich wahrscheinlich endgültig für einen ollen Nostalgiker halten. Deswegen beschränke ich mich auf ein paar wenige Musikstücke, die ihr dafür aber dann halt ertragen müsst. Für die musikalische Beschallung sorgte damals noch der mittlerweile als Radiomoderator bei Antenne MV tätige Timo Close. Gott was müssen wir ihn genervt haben. Zu unseren Favoriten gehörten damals vor allen Dingen zwei Lieder. Einmal war das „Rescue me“ von Bell, Book & Candle5 und *hüstel* 666 mit Alarma.

Der Deviltraxx6 und ich waren damals sogar auf „Konzert“ von 666 im „Thun“ in Moorhusen. An diesem Abend kam mir jemand in Gummistiefeln entgegen und ich beschloss, nie wieder ins Thun zu gehen. Ich habe mich bis heute daran gehalten. Damals fing dann so meine Technozeit an. Unvergessen aus dieser Phase ist natürlich (?) Underworld – Born Slippy.

Dauerbrenner damals waren natürlich auch Lieder wie „Meet her at the loveparade“, „Bora Bora“, „Spring“, „Tha Horns of Jericho“ und wie sie nicht alle geheißen haben. Auch damals kennengelernt und danach lange Zeit als Testsong für die Bassboxen benutzt: Johnny O – Fantasy Girl (12“ Club Mix).

Später haben wir das Lied dann durch D Sigual – Back Order abgelöst. Aber auch während der Phase, in der Techno ganz oben stand, gab es natürlich noch andere Lieder, die uns immer wieder auf die Tanzfläche gezogen haben.7 Darunter, leider auch ohne vernünftige Youtube-Variante, DJ Kool mit „Let me Clear my Throat“.
Die lustigste Erinnerung aus dieser Zeit ist wohl die „Underground Techno Party“ im Dinis. Verschiedene DJs, ständige Stromausfälle, weil die Sicherungen überlastet waren, zuviel RedBull und Koffeeintabletten, aber eine richtig lustige Nacht.

Abschließend für die Zeit: Camisra – Let me show you (so ab 1:20)

Was als nächstes kommt, muss ich noch überlegen. Also, wer sich noch an „damals“ erinnert: Her mit euren Vorschlägen!

  1. Möge er in Freiden ruhen… 🙁 []
  2. Die Fischmobversion von Bullenschweine ist übrigens auch lustig. []
  3. Hard Pop Days 2000 in Hannover. war mit einer Bekannten da, hab eine andere Bekannte vor den Toiletten getroffen und hab seitdem ein Autogramm von „Magnesium“ von 5 Sterne Deluxe auf meinem Rucksack. []
  4. Nebelmaschine, sag ich nur. Nebelmaschine. []
  5. Zu dem ich leider keine vernünftige Version bei Youtube finde []
  6. Jung, blogg endlich mal! []
  7. Ich kann mir den Blick Der Praktikantin förmlich vorstellen, während sie das hier liest. „Chef? Auf der Tanzfläche???“ []

6 Gedanken zu „Von Punk und Techno (Musikalischer Bildungsweg II)“

  1. @Praktikantin: Chef auf der Tanzfläche im Nebel der Nebelmaschine: Das sah gut aus, sehr gut sogar.
    Das T-Shirt mit Autogramm von 666 gibt es noch, glaub ich jedenfalls.

  2. „Zur Fußnote 7: So guckt nicht nur die Praktikantin…“

    Dem schließe ich mich vollumfänglich an 😀

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