Endlich hat er es zugegeben
Guido Westerwelle wird bei SPON mit den Worten zitiert: “Ich spreche die Sprache, die verstanden wird.” Damit ist dann wohl gemeint, dass er, ganz in der Tradition von Menschen wie Wolfgang Schäuble oder Ursula von der Leyen, die Dinge so darstellt, wie es ihm in den Kram passt. In einem Beitrag auf welt.de sagt er:
Was sagt eigentlich die Kellnerin mit zwei Kindern zu Forderungen, jetzt rasch mehr für Hartz IV auszugeben? Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.
Herr Westerwelle, Sie sprechen also die Sprache, die man hier versteht? Indem sie Falsches weiterverbreiten? Die “Sozialismuskeule” rausholen? Herr Westerwelle, Sie werden sogar von der CSU dafür kritisiert. Von_der_CSU_! Wenn Sie von falschen Informationen schon besorgt sind, dann sollte Sie diese Kritik wirklich zum Nachdenken bringen.

Dazu kam heute übrigens auch ein schöner Beitrag in der Sendung “quer”.
Aber mal eine ganz andere Frage dazu: ist der Herr Westerwelle nicht eigentlich Außenminister und betrifft Hartz4 (wobei das Wort an sich ja auch schon als ein Protest gegen die deutsche Rechtschreibung aufgefasst werden kann) nicht eigentlich doch eher den inneren Bereich der Nation? und heißt es nicht eigentlich auch: “Schuster bleib bei deinen Leisten”?
Hat Westerwelle Leisten, bei denen er bleiben könnte?
Wenn, dann könnte er es sich politisch sicher nicht leisten.