Wenn meine Hände…

…sich meinen Gedanken anschließen könnten, dann wäre ich vielleicht ein wirklich guter Künstler. Oft genug sehe ich irgendwas und denke mir: Hey, daraus könnte man doch das und das machen. Da aber selbst meine Strichmännchen aussehen wie ein verunglücktes Mikado-Spiel, bleibt es meistens bei dieser Vorstellung oder ich helfe mir mit Hilfsmitteln aus, bei denen die Technik einen guten Teil der Arbeit übernimmt. Diese Technik muss leider meistens relativ teuer bezahlt werden. Deswegen existieren in meinem Kopf, und vereinzelt auf irgendwelchen Zetteln, Listen mit technischem Kram, den ich gerne mal besitzen würde, um damit rumzuexperimentieren. Alte Kameras besitze ich ja zum Teil schon und irgendwann komme ich sicher auch dazu mir mal ein paar Filme zu besorgen.1 Aber auch meine Canon EOS 400D leistet mir stets treue Dienste, wie man ja ab und an in meiner Galerie sehen und vielleicht auch manchmal bewundern kann. Trotzdem gibt es gerade im Bereich der Fotografie noch ein paar technische Dinge, die mich durchaus reizen würden, deshalb schreibe ich hier mal eine kleine und sicher unvollständige Liste an Dingen auf.

Bewegen wir uns zunächst im Bereich der analogen Fotografie. Alle naselang „hypen“ ja Zeitungsartikel die so genannte Lomographie. Lomographie, abgeleitet von der Kameramarke LOMO, beschäftigt sich mit „lässigen“ Schnappschüssen, die, bedingt durch die „schlechte“ Verarbeitung der Ursprungs-LOMO, eine an sich nicht sonderlich gute Qualität haben. Verfälschungen der Farbe, zerfaserte Ränder usw., gepaart mit ungewöhnlichen Perspektiven und langen Belichtungszeiten (bis 2 Minuten). Besonders reizen mich persönlich dabei Kameras mit Mehrfachlinsen, mit denen man zum Beispiel solche Fotos schießen kann.2 Die „10 goldenen Regeln“ von Lomography.com stellen sehr schön dar, worum es bei Lomo geht:

  1. Take your camera everywhere you go
  2. Use it any time – day and night
  3. Lomography is not an interference in your life, but part of it
  4. Try the shot from the hip
  5. Approach the objects of your lomographic desire as close as possible
  6. Don’t think (william firebrace)
  7. Be fast
  8. You don’t have to know beforehand what you captured on film
  9. Afterwards either
  10. Don’t worry about any rules

Um ähnlich „ungewohnte“ Blickwinkel, aber auch um ein schnelleres Ergebnis und einer „anderen“ Art der Fotografie, geht es mir persönlich bei Polaroids. Sofortbildkameras3 waren eine zeitlang ziemlich in Mode. Polaroid ist eigentlich eine Firma, aber der Firmenname wurde zum Synonym für Sofortbildkameras und deren Bilder. Mittlerweile hat Polaroid die Herstellung der Kameras und Filme eingestellt, so dass neue Anbieter versuchen die Lücke zu schließen und die Menschen erneut für Sofortbildkameras zu begeistern.4 Momentan scheint Fuji mit seiner „Instax“-Reihe am Verbreitesten in diesem Segment zu sein. Die Kameras liegen meist so um die 80€ aufwärts, aber die Filme schlagen mit knapp 20€ für 20 Aufnahmen schon ordentlich ein, sind aber immer noch billiger als viele LOMO&Co. Produkte.5

Einhergehend mit der Analogfotografie würde mich auch die Filmentwicklung in der eigenen Dunkelkammer reizen6 , aber da ich keine Dunkelkammer, geschweige denn Platz für eine habe ist das auch erstmal egal.

Zwischen analoger und digitaler Fotographie angesiedelt, da bei beidem nutzbar, ist die Frage nach den Objektiven. Fisheyes finde ich an sich ziemlich nutzlos, aber man kann neues damit ausprobieren und dementsprechend sind sie interessant. Im Gegensatz zu Tilt/Shift-Objektiven, die aus der Welt eine Miniatur machen können, sind Fisheyes aber noch extrem günstig.

So, das war’s erstmal bis hierin, hab ja nie behauptet, dass die Liste lang ist…

  1. Bei der Exakta muss ich unbedingt mal rausfinden, ob ich damit IR-Bilder machen kann. []
  2. Mehr Fotos und auch weiterführende Informationen finden sich auf Lomography.com bzw. Lomography.de []
  3. Ihr wisst schon, die mit dem Bilderschütteln. []
  4. Die Polaroid I-Zone mit „Sticker“-Film verschwand relativ schnell wieder vom Markt. []
  5. Vielleicht leiht mir der Zyniker ja mal seine LOMO… []
  6. Durfte ich in der Schule mal machen, ist das spannend. []

3 Gedanken zu „Wenn meine Hände…“

  1. „Kunst kommt von Können“^^ Jeder kann zeichnen oder sich anders künstlerisch ausdrücken, man muss nur lange und konsequent genug üben, auch gute Texte zu verfassen ist eine Kunst, welche erst trainiert werden muss, oder?
    Lass dich nicht von der Technik oder deinem Können einengen, mit der heute verfügbaren kostenlosen Software wie dem Gimp kann man diesen Effekt mit etwas Übung auch sehr gut hinbekommen und hat noch dazu die Freiheit das Motiv mit jedem beliebigen Objektiv zu erfassen, ist nicht mal besonders aufwändig.

  2. Jo, Tilt/Shift ist lustig…die Objektive ab 1000€ aufwärts…^^

    @Matthias: Ich beweise mein Können aber lieber an der Technik, als an der Software^^. Bearbeite ja nicht umsonst meine Bilder kaum 😉

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