Frühere Fotographie

Vor kurzem habe ich einen Verwandten besucht und dieser war so nett mir vier etwas ältere Kameras zu schenken, da er sie sonst weggeworfen hätte. Die jüngste Kamera ist eine relativ uninteressante Automatikknipse, aber die drei anderen sind aus verschiedenen Gründen interessant und stammen von den Firmen Agfa, Minox und Ihagee West.

Exakta-1Exakta-2Von Ihagee West habe ich nun eine Exakta TL 1000. Als Objektiv verwendet meine Exakta ein Primagon 1:4,5/35 von Meyer Optik Görlitz. Die Kamera nimmt Kleinbildfilme (24 x 36 mm) auf und bietet ein Einstellungsrad für die Belichtungszeit und eines für den Iso des Films. Das schöne an der Kamera ist, dass das Gehäuse komplett aus Metall ist, also dürfte sie auch für Spielereien wie Infrarotfilm geeignet sein. Ob das Objektiv dafür geeignet ist, müsste man mal herausfinden. Eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache findet sich hier.

Agfa-1Als nächstes die Kamera von Agfa. Es handelt sich um eine „Agfamatic 3008 pocket sensor“, die mit einem 110 – Pocketfilm (Negativgrösse 13 x 17 mm) gefüttert wird, und besitzt eine manuelle Belichtungssteuerung mit 4 Wettersymbolen. Ich erinnere mich dunkel daran, dass irgendjemand aus meiner Familie, ich glaube meine Oma, auch so eine hatte und mir diese früher zum Spielen überließ. Das „ritschratsch“ für den Filmtransport ist aber auch zu lustig, auch heute noch. Auch diese Kamera leider ohne Blitzgerät. Als Blitz diente damals eine so genannte Flipflash-Blitzschiene, die in der Regel für zehn Auslösungen reichte. Auf  dieser Seite finden sich noch weitere Informationen über die Agfamatic, allerdings auf französisch und nur zum Teil auf englisch. Wikipedia hat noch folgendes zu sagen:

Die 3000 wies entsprechend der Agfamatic 200 vier Wettersymbole auf, die auch hier aus der Kombination von zwei Blenden und zwei Belichtungszeiten zustande kamen. Steckte man einen Blitzwürfel auf, dann konnte man mit dem Schieber für die Belichtungseinstellung drei Blenden wählen, für 1,2m, 2 m und 4 m Entfernung; bei Blitzaufnahmen also näher ans Motiv herangehen, als mit der 2000. Beim Objektiv handelte es sich zunächst um ein Apotar, später um ein (aufwendigeres, aber ebenfalls dreilinsiges) Agnar mit f/6,5 und 27 mm Brennweite.

Die Agfamatic 3000 kostete etwa 130 DM und fand als Zwischenmodell eine geringere Verbreitung als die nennenswert billigere 2000 und die mit ihrer Belichtungssteuerung deutlich überlegenere 4000.

minox-1Die letzte Kamera im Bunde ist eine Minox 8×11, das Modell BL, der Nachfolger des Modells B. Produziert ab 1972 verfügt es über einen Cadmiumsulfid-Belichtungsmesser. Diese Kamera ist vor allem mal klein und wurde aus diesem Grund gerne als Spionagekamera genutzt.

Alle-Kameras Gerade mit dieser letzten Kamera scheint mir etwas besonderes in die Finger geraten zu sein. D. Scott Young von der Seite minox.org schreibt u.a.:

Less than 18,000 of these cameras were produced during a very short production run spanning two years (1972 – 1973), making the Model BL one of the most highly desirable cameras among Minox collectors.

Dieser Blogeintrag wurde in Google Wave vorbereitet. An dieser Stelle vielen Dank an Die Praktikantin, den Zyniker und M.

2 Gedanken zu „Frühere Fotographie“

  1. Ich hab mal eine sehr schöne Praktica Nova 1B von meiner Oma bekommen und damit auch schon wunderbare Fotos machen können.

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