3. Versuch

Dies ist mittlerweile mein dritter Versuch, etwas zum „Bildungsstreik“ am 17. Juni zu schreiben. Die beiden anderen Versuche liegen noch auf Halde, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden, was ich jetzt schreiben soll. Soll ich eine weitere, „nüchterne“ Zusammenfassung der Magdeburger Varianten des Bildungsstreikes schreiben? Soll ich meine persönliche, mittlerweile extrem angesäuerte Meinung zu einem gewissen Teil meiner werten Kommilitonen und Innen schreiben? Oder doch lieber ein „Pressespiegel“ und ein paar Fotos? Interessiert es im Angesicht von Wirtschaftskrise und „glorreichen“ Maßnahmen gegen Kinderpornographie überhaupt irgendjemanden, was ein paar Magdeburger Studenten und Dozenten zu sagen hatten? Wollen sich viele überhaupt damit auseinandersetzen? Ich weiß es nicht und deswegen wird dieser Beitrag zwar veröffentlicht, endet aber hier.

6 Gedanken zu „3. Versuch“

  1. Ich halte den gestrigen Tag für einen vollen Erfolg, vor allem, was ich in Sachen Streit- und Streikkultur in Magdeburg gewöhnt bin.

    Aber: Ich habe gestern einige Szenen erlebt, die mich daran zweifeln lassen, wo sich einige Studierende eigentlich selbst verorten. Der für mich erschütterndste Einzelfall blinder Obrigkeitshörigkeit trat mir in Gestalt der aktuellen Gewinnerin des „Debattierklub“-Wettbewerbs entgegen (Die „strahlende“ Siegerin ist heute im Volksstimme-Mantelteil zu bewundern). Schnaufend vor Wut durchbrach die für ihre angebliche debattier-Begabung hochgelobte die Barrikaden aus Stühlen, Bänken und Flatterband. Dabei schimpfte sie wutschäumend auf die Streikwachen. Ohne auch nur den Ansatz einer Diskussion, ja eines kurzen, gegenseitigen Positionsaustausches, stampfte sie ins G40 (um es 10 Minuten später mangels Veranstaltung wiederum schäumend zu verlassen). Man sollte dem Mädchen den Glaspokal wieder wegnehmen. Sie wirkt sowieso so, als hätten ihr ihre Eltern gerade das neueste „My-Little-Pony-Frisuren-Playset“ gekauft. Was nützen theoriehafte Debatten, wenn sie nicht zu Reflexions- und Diskursfähigkeit im Alltag führen?

  2. Lieber Sören,

    1. Was ist ein „Debattierclub Wettbewerb“? Ich hab was von ner deutschen Meisterschaft im Debattieren gehört, was was soll ein Debattierclub Wettbewerb sein? Wer hat den schönsten Debattierclub?

    2.Du hast mich offensichtlich noch nie „schnaufend vor Wut“ gesehen, sonst hättest du das letzte Woche ganz schnell als leichte Verstimmung meinerseits deuten können.

    3. Wer hat eigentlich festgelegt, dass ich erst 2 Stunden mit euch labern muss, ehe ihr mir das Recht zugesteht ein Unigebäude betreten zu dürfen? Wer schweigend reinklettert ist doof und kann nicht reflektieren?

    4. Ich musste drinnen was abgeben, das habe ich getan. Dass mit Veranstaltung nix is war mir irgendwie selber klar…

    5. Ich freue mich darauf von dir die neuesten Trends und Tips was Frisuren angeht zu bekommen :o)

  3. Da kann man Miriam nur beipflichten. Es besteht für niemanden eine Pflicht, sich von Sören oder wem auch immer zulabern zu lassen. Vielleicht sollte man Sören den Sitz im Stadtrat auch wieder wegnehmen und jemanden hinsetzen, der sich mit dem Job auskennt, sprich, für das Allgemeinwohl und nicht das Klientelwohl zu arbeiten.

  4. Vom Blidungsstreik zum Debattieren zu Frisuren zu Wortunterschieden zum Stadtrat. Echt begabt, muss man mal sagen…

    *Kopfschüttel*

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