Bekommt der dafür Geld?

In der Online-Ausgabe der Ostfriesischen Nachrichten kann man heute etwas über das neue HLF 20/16 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) der Freiwilligen Feuerwehr Aurich lesen. Ich bin zwar mittlerweile aus der FF Aurich wegen chronischer Abwesenheit ausgetreten, aber man guckt ja trotzdem ab und an mal, was der Verein so treibt. Was sich der Herr Frobenius beim Schreiben dieses Artikels gedacht hat, ist mir schleierhaft. Zumindest die Online-Version strotzt nur so vor nicht nachvollziehbaren Details. Aber Schritt für Schritt:

Es [das HLF 20/16] handelt sich um eine Ersatzbeschaffung. Das bisherige HLF 16 hat bereits 30 Jahre auf dem Buckel und entspricht auch nicht mehr der europäischen Norm.

Ja, eine Ersatzbeschaffung ist es wohl, jedoch ist das alte Fahrzeug, welches ersetzt wird, nur ein schlichtes LF 16 (Löschgruppenfahrzeug). ein kleiner, aber immerhin vorhandener Unterschied. Ich wage zu bezweifeln, dass es vor 30 Jahren überhaupt schon HLFs gab. Im Artikel wird es aber noch besser:

„Es [das HLF 20/16] wird künftig das erste Fahrzeug sein, das bei Einsätzen rausfährt“, sagt Ortsbrandmeister Bodo Bargmann. Er spricht von einem „Schnellangriff“. Die Schlagkraft der Wehr werde dadurch noch weiter erhöht.

Er spricht von einem Schnellangriff, soso. Hat da der Herr Frobenius im Gespräch mit Bodo Bargmann irgendwann das Wort „Schnellangriff“ gehört und weil es so schön zu „fährt als erstes raus“ passt, Schnellangriff in den Artikel eingebaut? Scheint mir fast so, denn an einer Schnellangriffsvorrichtung ist jetzt nicht so viel besonderes. Determinierend für das erste Fahrzeug, welches bei einem Brand rausfährt, ist dieser Schnellangriff nämlich nicht. Ein Blick auf die Homepage der Feuerwehr Aurich zeigt außerdem, dass sowohl das dort stationierte TLF 16/25, das LF 10/6 und wenn micht nicht alles täuscht hat auch das zu ersetzende LF 16 eine entsprechende Vorrichtung. Den Vogel schießt der Autor aber mit folgendem Absatz ab:

Die umfangreiche Beladung zur Brandbekämpfung umfasst unter anderem eine vierteilige Steckleiter, eine dreiteilige Schiebleiter sowie eine Haken- und eine Klappleiter.

Das neue HLF hat also bei der „umfrangreichen Beladung zur Brandbekämpfung“ vor allen Dingen was zu bieten? Leitern? Und gleich vier verschiedene Arten? Echt? Krass, wirklich! Und das alles für läppische 297000 Euro! Da freut sich der Steuerzahler doch, „Schaummixanlage“ hin oder her. Dafür aber bitte in den folgenden Einsatzartikeln brav die Wärmebildkamera erwähnen, Herr Frobenius!

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