Willst du rumstänkern?

Tell me why? I don’t like Mondays.

Der Realsatire zweiter Teil folgte heute und ich muss euch sagen, dass es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Wir hatten alle wirklich Spaß und der Zyniker hat auch schon was geschrieben, ist das nicht schön? Aber keine Sorge, mir geht es noch nicht so wie dem Mädchen, welches die Vorlage für den oben kurz zitierten Hit der Boomtown Rats geliefert hat. Silikonchips in meinem Kopf habe ich noch nicht, aber ich glaube manch andere haben diese schon und sie alle get switched to overload. Anders kann ich mir die Fortsetzung der Realsatire zumindest nicht erklären.

Der Zyniker und ich saßen heute im Seminar, in dem wir (wie passend!) ein Referat über Satire halten sollten. Letzte Woche gipfelte das Ganze ja in dem Spruch der Dozentin: “Das steht aber in meinen Aufzeichnungen, das hätten sie abstimmen müssen.” Manch einer mag sich schon letzte Woche gefragt haben, WAS da eigentlich in ihren Aufzeichnungen stand. Also erstmal die Vorgeschichte: Am Anfang des Semesters kam es im entsprechenden Kurs zur Referatsvergabe, der Zyniker und ich schnappten uns Satire. Als einzige. In der nachfolgenden Woche fragten wir nochmal nach, ob sich noch jemand gefunden hätte, da man das Referat gut teilen konnte. In der Sitzung fand sich jemand, der „Geschichte der Satire und Abgrenzung zu Parodie usw.“ machen wollte. Super, weniger für uns zu tun und mehr Zeit für „Formen und Darstellungsmittel der Satire.“ Das war im Oktober. Letzte Woche, also Anfang Dezember, sollten wir dann das Referat halten und da ging es dann los. Einen Abend vorher bekam ich eine SMS von dem, nennen wir ihn N., der die Geschichte und Abgrenzung machen sollte. Ungefährer Inhalt der SMS: Wann wir denn halten würden. Sein Pech war, dass ich schon am Ratzen war, als die SMS ankam, also bekam er seine Antwort erst am nächsten Morgen. Kurz vor der Dozentin strumpelte N. dann auch in den Seminarraum und meinte zu uns, dass er überhaupt nicht vorbereitet sei und was wir jetzt eigentlich genau machen würden. Super, der Bursche, oder? Im Endeffekt sollte es uns aber egal sein, weil wir zumindest ein bisschen was geschichtliches hatten. Während wir N. unser Referat erklärten, stellte sich eine Kommilitonin, nennen wir sie K., in unsere Nähe. Der Zyniker und ich erwähnten u.a., dass wir eine beispielhafte Analyse einer Satire machen wollten. K. fragte plötzlich: „Welche Satire habt ihr denn genommen?“ – „Öh…Tucholsky ‚Die Kunst, falsch zu reisen‘ ?!“ – „Gut, dann hab ich ja eine andere!“ Ich fragte nur noch, ob sie denn auch Referat halten würde und als sie dies bejahte brach der Zyniker neben mir auch schon fast zusammen. N. war indessen hinausgegangen, um die Dozentin darüber zu informieren, dass das heute so mit dem Referat nicht klappen würde. Diese Dozentin kam dann auch mit den Worten rein, dass es da wohl „Abstimmungsschwierigkeiten“ gegeben hätte, man das aber schon alles schaffen würde. Man muss dazu sagen, dass es noch ein Referat vor uns gab, welches beendet werden musste. Danach sollte K. mit ihrem Teil, der dem Zyniker und mir völlig unbekannt war, da wir bis zu dem Zeitpunkt ja rein gar nichts von noch einem Satire-Referat wussten, beginnen. Tat sie auch. Nach Ende des Seminars gingen alle „Satiriker“ zur Dozentin um wenigstens noch den Hauch einer Struktur reinzubringen. Nachdem der Spruch mit den „Aufzeichnungen“ kam einigten wir uns darauf, dass K. ihr (sehr kurzes) Referat diese Woche beenden sollte, danach der Zyniker und ich mit unseren Formen und Darstellungsmitteln kommen sollten und dann der N. mit einem neuen Thema, nämlich so ungefähr: „Ab wann kann man Satire im Unterricht einsetzen“, einhergehend mit etwas Parodie und Abgrenzung. Soweit die Vorgeschichte! Wie es weiterging, erfahrt ihr demnächst. Dann löst sich auch die Überschrift auf. Freut euch also auf Realsatire, Tucholsky, vergessene Handtücher und die Gewaltfantasien des Zynikers und des Flints!

2 Gedanken zu „Willst du rumstänkern?“

  1. Na hoffentlich, sonst würden mir die Schüler wirklich leid tun. Vor allem, da du dies schon feststellst, bevor die Geschichte überhaupt zu Ende ist. (Ich glaube ich benutze das erste Mal eine direkte Anrede. Sollte das „Du“ also stören, einfach Bescheid sagen 😉 )

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.