Pass auf, was du dir wünschst…

Dieses Semester fängt ja schon mal gut an: am Montag hatten wir eine Besprechung am Theater bezüglich eines Praktikums, das eine Dozentin für uns organisiert hatte. Als wir uns so unterhielten und darauf warteten, dass wir eingelassen werden, sah ich etwas kupferfarbenes, rundes auf dem Boden liegen: einen Cent. Und man hat ja mal von Mutti gelernt: wer den Pfennig nicht ehrt und so weiter, also hebt man das Ding auf und steckt es in die Tasche.

Ich habe dann noch mutig den bösen Blicken der Umstehenden widerstanden.

Nunja…jetzt habe ich also diesen Cent in der Tasche und seitdem läuft alles supi. Vielleicht ein wenig zu supi…

Im Theater lief also alles super, ich habe nicht nur ein semesterbegleitendes Praktikum abgefasst, sondern auch noch eins für das verkürzte „Praktikumssemester“ einer Bachelorette, das 6-8 Wochen dauert.

Junge hab ich mich am Montag gefreut – endlich klappt mal was.

Dienstag kam ich dann in die Uni – immernoch den Cent in der Hosentasche – und erfuhr, dass das Büro des Europaabgeordneten Ulrich Stockmann Praktikanten sucht und diese Praktikantenstelle auch noch bezahlt wird. Ich habe den Büroreferenten natürlich gleich angerufen und der freute sich, weil er nämlich gerade keinen Praktikanten mehr hat und dringend Hilfe bräuchte. Am Abend also schnell noch eine kurze Bewerbung per Mail an den jungen Mann und siehe da, heute früh habe ich schon eine Antwort: ab Donnerstag bin ich gewissermaßen Doppelpraktikantin. Und nachdem ich keine oder nur negative Antworten auf meine Bewerbungen bekommen habe, sind die nächsten drei Monate finanziert.

Junge hab ich mich gefreut – endlich klappt mal was.

Nach dem Gespräch mit dem netten Büroleiter und einer kurzen Führung durch das Gebäude, inklusive Vorstellungsrunde, bin ich dann wieder an die Uni gefahren, um Chefchen und die C. einzusacken und nach Hause zu fahren. Plötzlich klingelt mein Telefon: „Sie hatten sich bei uns beworben und wir würden sie auch gerne einstellen, nur in einer anderen Filiale. Wann haben Sie denn Zeit?“ Ich antworte der Dame am Telefon, dass ich gerade ein Praktikum angenommen habe, das bis Dezember geht und ich darum noch nicht genau weiß, wie ich Zeit habe. „Na aber so kommen sie doch nicht auf die 400 Euro“ ist ihre Antwort.

Nachdem ich mit der Dame eine Verabredung getroffen habe, freue ich mich, dass dieser Laden einer der wenigen zu sein scheint, die die ausgeschriebenen 400 Euro offensichtlich auch auszahlen wollen (natürlich für entsprechende Arbeitszeit) – endlich klappt mal was…

Jetzt habe ich aber das Problem, das so viel geklappt hat, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich zu erst machen soll und studieren will man ja auch zwischendurch noch.

Habe mir dann erst mal einen zweiten Kalender zugelegt, damit ich alle meine Termine für die nächste Zeit auch unter bekomme und nicht irgendwann völlig den Überblick verliere.

Vorgenommen, mich nicht daran zu gewöhnen, dass so viel auf einmal klappt, habe ich mir auch.

verwirrte, überraschte und liebe Grüße

die Praktikantin

P.S.:Ich glaube, ich hole den Cent demnächst mal aus meiner Hosentasche und packe ihn gut weg. 😉

4 Gedanken zu „Pass auf, was du dir wünschst…“

  1. Gratuliere! Sie könnten ja auch überlegen, ob Sie die Münze irgendwo öffentlich deponieren, damit ein anderer sie finden kann. Habe ich früher gemacht, aber da war ich zwölf oder so.

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