Wann man nicht beleidigt sein sollte

Von , 25. September 2008 20:35
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Viele von uns kennen sie ja, die Portale auf deren Startseite man immer mit Artikeln, News usw. versorgt wird. Dabei stehen zumeist die Artikel ganz oben, die den größten Nutzen und Informationswert für die Zielgruppe haben. Nun kann es immer mal sein, dass zeitglich zwei Artikel erscheinen, die von konkurrierenden Gruppen veröffentlicht wurden und das auch noch in der gleichen Kategorie, so dass nur einer der beiden Artikel es bis ganz nach oben in die Übersichtsseite schafft. Derjenige, der die Artikel freischaltet hat nun also die Qual der Wahl: Welcher Artikel ist wichtiger, bzw. informativer? Irgendwann wird die Entscheidung getroffen und gut ist. Sollte man zumindest meinen.

In diesem Fall spielt einer der Mitglieder von Gruppe P, deren Artikel es nicht auf die Startseite geschafft hatte, die beleidigte Leberwurst und hinterlässt in den Kommentaren zum erfolgreicheren Artikel der Gruppe F folgendes: “Ein Saufevent auf der Startseite anzukündigen, wie arm ist das denn.” Hm, tja, studentische, junge Zielgruppe, da geht das natürlich wirklich so gar nicht. Und der Artikel von Gruppe P war sicherlich auch um Längen besser! Oder? Ich hab mal nachgeguckt. Es folgt eine Beschreibung der beiden Artikel. Zunächst der erfolgreiche.

Artikel Gruppe F

  • Ca. 37 Zeilen
  • “Geburtstagsfeier” einer Kneipe
  • Eintritt frei
  • Freibier (1 Bier/Person)
  • 2 Livebands
  • 1 DJ
  • kurze Beschreibung der Bands mit Bildern
  • kurze Nennung der Stilrichtung des DJs
  • Anfahrtsbeschreibung
  • Allgemeine Werbung für die Kneipe, inkl. Nennung der wöchentlichen Specials
  • Einbindung des Werbeplakats (wahrscheinlich für Wiedererkennungszwecke und weil schön bunt)

Artikel der Gruppe P

  • Ca. 12 Zeilen
  • Event: Letzter Termin des Open Air Ablegers der Kneipe/Disco/whatever
  • Ein kleines Bild von der Örtlichkeit
  • Kurzer Rückblick auf die Open Air Saison
  • kurze Nennung des Liveacts, kein Bild, keine eingehende Beschreibung, nur Nennung eines Titels, den der Act gewonnen hat
  • Nennung der Stilrichtung des Aftershowprogramms
  • Sprachlich zum Teil merkwürdig und unverständlich formuliert
  • Link auf den Veranstalter

Man merkt also, dem zweiten Artikel fehlt eine Menge. So kurz vor Semesterstart zum Beispiel eine Anfahrtsbeschreibung, nähere Beschreibung des Liveacts usw. Warum meckert man auch noch, wenn man so eine schlechte Arbeit abliefert?

Gut, ich weiß es und wer weiß um welche Gruppen es sich handelt, der weiß es auch. Es ist halt gewohnt schlechte Arbeit. Aber normalerweise stänkert die Gruppe dann nicht unbedingt rum.

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