Der Turboprop-Hamster

Manche (ehemaligen) RatCon-Gänger mögen ihn noch kennen, den berühmt berüchtigten Turboprop-Hamster, den es wahlweise auch in der dualen Version gibt. An diesem Wochenende ist auch wieder RatCon, wieder ohne mich, also bekomm ich die schöne Shadowrun-Fragerunde, sofern es sie noch gibt, wieder nicht mit. Aber der Turboprop-Hamster bleibt mir erhalten und gerade habe ich erfahren, dass ein früher Vorfahre des Turboprop-Hamsters vor ein paar Jahren in Aurich gesichtet wurde. die Geschichte hat sich damals ungefähr so zugetragen:

Ein Bekannter von mir, der Joe, war eines Tages zu Hause und lief am Hamsterkäfig seiner Frau, der Kathy, vorbei. Kathy war gerade auf der Arbeit und so musste Joe die nächsten, äußerst dramatischen, Minuten alleine durchstehen. Im Hamsterkäfig befand sich, wer hätte das gedacht, der Hamster von Kathy und versuchte gerade die Schallmauer zu durchbrechen. Wie er das versuchte? Er rannte permanent im Kreis rum. Seinen Käfig hatte er schon in eine Art Manege verwandelt, denn durch die Rennerei hatte sich das Streu rund um eine kreisförmige Fläche aufgetürmt und der kleine Hamster rannte auf dem blanken Käfigboden umher. Joe beobachtete dieses Schauspiel fasziniert und musste unwillkürlich an den Duracell-Hasen denken: Und er läuft und läuft und läuft und läuft…

Was der Hamster eigentlich vorhatte weiß heute keiner so genau, auf jeden Fall überlegte er es sich spontan anders, stoppte und fiel tot um. Man mag es sich vorstellen, dass Joe, trotz des traurigen Unglücks, erstmal lachen musste, schließlich war die Show des Hamsters ziemlich gut gewesen und außerdem mochte er den Hamster eh nie.

Auch ich konnte mich eines gewissen Schmunzelns nicht erwehren, als ich mir diese Geschichte anhörte. Natürlich ist es immer traurig, wenn ein Haustier stirbt, aber schon Hunde sind nur noch lustig, wenn sie ihrem eigenen Schwanz hinterherjagen. Stellt euch das doch bitte mal bei Hamstern vor! Das kleine Viech rennt da durch den Käfig und quiekt „Ich krieg dich, ichkriegdich, ichkriegdich, ICH KRIEG DICH!“ und plötzlich steht der Rattentod vor ihm und sagt: „QUIEK!1 „. Und *bupps*, da liegt er.

Oder man stelle sich vor, und damit komme ich wieder auf den Turboprop-Hamster zurück, der Hamster wäre so schlau gewesen sich vorher einen kleinen Propeller an die Nase zu binden. Mit genug Anlauf hätte er es garantiert geschafft zu fliegen.2 Hätte er dann im Flug seine Drehbewegung beibehalten, dann hätte sich Joe wahrscheinlich vor Lachen direkt neben den Hamster gelegt.

Aber so war es halt nicht. Aber keine Sorge, der Hamster wurde adäquat beerdigt und zwar in einer Verpackung für einen Busch-Jaeger 2200-UJ Drehdimmer für ohmsche Lasten- mit Abdeckung. So hätte es sich der kleine Hamster auch garantiert gewünscht. In der Verpackung eines Drehdimmers beerdigt zu werden.

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  1. „Ich dich auch!“ []
  2. Und wäre dann wahrscheinlich volle Kanne gegen die Gitter geflogen. []
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2 Gedanken zu „Der Turboprop-Hamster“

  1. Nee nee nee, das Tierchen kann überhaupt kein Geruchsorgan gehabt haben, sonst wäre es nämlich gleich nach Anschaffung durch die Kathy von uns gegangen 😀

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