Outdoorblogging

Nach langem hin und her hab ich es endlich mal geschafft mit dem Laptop Der Praktikantin im heimischen Garten online zu gehen. Die WLAN Verbindung ist nun nicht die tollste, aber so im Garten mit Laptop sitzen hat schon was. Merkwürdigerweise hab ich sowas mit meinem Laptop fast nie gemacht, auch nicht in der Uni. Zu wenig Akkulaufzeit, blöd stehende Sonne und ein Uni-WLAN, welches mich nie recht mochte, all dies hat es geschafft mir diese glorreiche Erfahrung vorzuenthalten. Nun sitze ich aber endlich hier draußen rum, umgeben von Ameisen, Fliegzeugs, Flugratten und allerlei anderem natürlichem Gedöns.

So draußen in der Natur ist es natürlich auch viel einfacher sich auf die ganzen Geschichten zu konzentrieren, die man eigentlich noch niederschreiben wollte. Obwohl dieses ganze natürlich gewachsene Zeug ja auch ein gewisses Ablenkungspotential beinhaltet und entfaltet. Die Vögel, die um einen herum singen, die Ameisen, die versuchen an meinen Beinen hochzuklettern. Was denkt sich so eine Ameise eigentlich dabei, wenn sie an meinen Beinen hochklettert? Was denkt das Ameisenhirn – genialer Wortwitz, oder? Sowas schafft nur die geballte Kraft der Natur – wenn es sich von Beinhaar zu Beinhaar hangelt? „Boooah, seit wann is das denn hier so bewaldet? Wo bin ich hier eigentlich? Meine Königin bringt mich um, wenn ich schon wieder zu spät in den Haufen komme…und das alles nur, weil hier plötzlich irgendwelche senkrechten Wälder auf käsigem Grund entstehen. Gerade lief ich noch über diese hübschen Steinplatten, ameise so vor mich hin, passe einen Moment nicht auf und ZACK! finde ich auf dem Mont Käsebein wieder…“

Ja, Ameise müsste man sein. Oder Moos! So ein Leben als Moos ist sicher auch ganz prickelnd. Man sucht sich einen geeigneten Stein oder ein geeignetes Stück Boden und wuchert und moost dann so vor sich hin. Dieses Kunststück vollbringt man ganz und gar ohne Ausbildung. Und die doofen Menschen gucken einen an und wissen überhaupt nicht, wie das Moos das so schafft, sich so auf kargen Steinen zu halten und so.

Ich persönlich hab jetzt auch keine Ahnung wie das Moos das so im Detail macht, aber mir fällt auf, dass ich ständig Moss anstatt Moos schreibe. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich hier in Aurich wieder TV gucken kann und die Moss irgendwie fast jeden Tag irgendwo über den Bildschirm hopst. Obwohl…die Moss, die versteh ich ungefähr genau so gut wie das Moos, also gibt es da vielleicht doch eine tiefergehende Verbindung. Mager ist ja irgendwie sowohl Moos, als auch Moss, oder? Ohne Moos nix los, und wie viel ist schon im TV ohne Moss los?

Ja, so ablenkungsfreies Bloggen ist schon was feines. Warum hat eigentlich noch keiner Vogelgezwitscher aufgenommen um es als Handyklingelton zu verkaufen? Wäre doch sicherlich der totale Erfolg. Welches Kind weiß heute schon noch wie Vögel zwitschern?

Ein Gedanke zu „Outdoorblogging“

  1. Boar, die Ameise hat sich bestimmt nur verirrt. Wer krackselt schon freiwillig den Mont Käsebein hoch? War die Praktikantin nicht in der Nähe? 😛

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