Bremsen ist böööööse!

Am Donnerstag durfte ich mich, dieses Mal mit meinem neuen Auto, erneut über die deutschen Autobahnen quälen. Irgendwo auf der A2 gab es dann recht zäh fließenden Verkehr auf allen Spuren. Auf der rechten Spur waren nur LKW unterwegs (die Fahrer litten gerade unter Überholverbot), aber auch auf der mittleren und linken Spur stockte es mehr, als dass es lief. Ich war auf der mittleren Spur unterwegs. 120 war erlaubt, realistisch war 100 und alle paar Meter musste abgebremst werden.

Nun mag es wohl keiner, wenn er in zäh fließendem Verkehr herumgammeln muss. Der Fahrer des Bullis hinter mir übertrieb die Sache allerdings schon irgendwie. Der Fahrer und sein Beifahrer waren schätzungsweise so um die 50, der Bulli schon einen Tag älter und nicht unbedingt in einem wirklich gepflegten Zustand, Rechtslenker, also wahrscheinlich stammten die beiden Herren aus England. Das war so der Gesamteindruck, den ich bekam, wenn ich in meinen Rückspiegel schaute. Dies tat ich auch, als ich mal wieder bremsen musste. Der Bulli-Fahrer bremste auch, allerdings fing er simultan zum Bremsvorgang auch an abwechselnd auf sich selbst und auf den Wagen einzuschlagen. Sah in etwa so aus wie die „Ausraster“ von Dustin Hoffman in „Rain Man“. Zuerst dachte ich ja noch, dass das Zufall wäre und sich der Fahrer über irgendwas anderes aufregte. Beim nächsten Bremsen wiederholte sich die Szene allerdings.

Was in dem wohl vorging? Dabei waren es keine abrupten Vollbremsungen, sondern so eine leichte Bremserei, wie man sie eben manchmal benutzen muss um Abstand zum ebenfalls bremsenden Vordermann zu wahren. Nachdem der Bulli-Fahrer 5 (von mir beobachtete) Male sich selbst und das Auto verprügelt hatte, wechselte er auf die rechte Spur und verschwand zwischen den LKW.

Was man nicht alles auf der Autobahn erlebt…

Ein Gedanke zu „Bremsen ist böööööse!“

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