Ein Traum in Alp

Wie bereits berichtet, hat sich die Uni Magdeburg ja einen bösen Schnitzer in Bezug auf den Datenschutz geleistet. Bisher war ich ja der Meinung, dass sich die Uni (abgesehen vom Datenschutzbeauftragten) durchaus bemühen würde die Sache aufzuklären und die oft beschworene „Transparenz“ zu gewährleisten, bzw. bereit zu stellen. Man mag es vermuten: Mittlerweile bin ich nicht mehr dieser Meinung.

Heute morgen war ich nämlich mal wieder auf der Seite des Studentenrates. Dort habe ich mir mal die aktuelle Pressemitteilung durchgelesen und bin aus allen Wolken gefallen. Der Sturz war zwar nicht tief, aber der Aufschlag hart.

Die Uni schrieb auf ihrer Internetseite

Bei den Daten handelt es sich um personenbezogene Daten der Studierenden, die seitens der Universität zur Studierendenverwaltung benötigt werden und bei der Immatrikulation erhoben wurden. Dies sind insbesondere:

Matrikelnummer, Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Anschrift, Heimatkreis der Anschrift, Emailadressen, Telefonnummern,
Art, Datum, Note und Landkreis der Hochschulzugangsberechtigung, Immatrikulationsdatum, Status des Studierenden, aktuelles Semester, Datum der letzten Rückmeldung, Hochschulsemester, Urlaubssemester, Praxissemester, Exmatrikulationsdatum, Exmatrikulationsgrund (codiert),
Ist- und Sollgebühren des vorletzten, aktuellen und nächsten Semesters,
Art, Erstsemester und Landkreis der Ersthochschule,
Benutzername vom Rechenzentrum

Entgegen anfänglicher Vermutungen sind weder Bankdaten, Kontoinformationen noch KFZ-Kennzeichen betroffen.

In der Rundmail der Uni an die immatrikulierten Studenten war davon nicht die Rede und eine aktualisierte Rundmail hat es bisher nicht gegeben.
Wie sich jetzt allerdings herausgestellt hat, sind zwar keine Bankdaten vermerkt, aber solche Kleinigkeiten wie die Krankenversicherungsnummer (Vergleich aktuelle PM des StuRa). Auch ich habe mir mein „Datenblatt“ geholt und muss sagen, da sind schon Informationen drin von denen ich gerne wüsste wer sie denn jetzt hat.

Das Kind ist jetzt ja aber in den Brunnen gefallen und nun muss man mit dieser Sache umgehen. Verschiedenen Gesprächen war zu entnehmen, dass der Datenschutzbeauftragte eine Dienstanweisung vom Rektor erhalten hat, so dass er doch auf der Sitzung des StuRa auftauchen sollte. In der Praxis hatte er allerdings den Raum nicht gefunden und hat 20 Minuten vor der Sitzung auch niemanden mehr im Büro erreicht. Scheinbar war in der Einladung an ihn kein Raum vermerkt und er selbst war auch nicht in der Lage diesen Raum herauszufinden. Schon merkwürdig, irgendwie.

Achja, einen merkwürdigen Passus gibt es im Datenspiegel auch noch und man muss (?) diesen auch unterschreiben. Darüber aber mehr, wenn ich herausgefunden habe, was dieser Passus soll. Ich darf mich die Tage erstmal mit meiner Krankenkasse auseinander setzen.

Ich wollte ja auch eigentlich noch mehr schreiben, aber Hand ist immer noch in Gips und das Schreiben dementsprechend mühsam.

Ein Gedanke zu „Ein Traum in Alp“

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