Bei Grüns

So, die Wahlen sind vorbei und, wie es zu erwarten war, liegt die Grüne Hochschulgruppe (GHG) recht weit vorne. Bisher sind zwar nur die vorläufigen Wahlergebnisse draußen, aber meistens ändert sich bei den offiziellen nicht mehr allzu viel. Die Ergebnisse für den Fachschaftsrat habe ich mir eigentlich genau so gedacht, nun bleibt nur noch abzuwarten, wer von den Gewählten denn wirklich sein Mandat annimmt usw. Große Politik im kleinen Kreise.

Interessant sind die kleinen „Wahlfeiern“, die Jahr für Jahr am Tag der Ergebnisbekanntgabe hier an der FGSE stattfinden. Letztes Jahr freuten sich die Jusos, dieses Jahr ist halt die GHG dran. Freude ist immer erlaubt und sicherlich bin ich auch der Letzte, der etwas dagegen hat. Ihr werdet es schon ahnen, dass jetzt das große ABER kommt. Ich bin ja auch ein alter Meckerkopp. Also bringe ich es jetzt hinter mich: Freude ist erlaubt, aber es ist nicht lustig, wenn diese Feierei an eine 10. Klasse erinnert, die gerade ihren Abschluß geschafft hat. Niemand hat etwas dagegen, wenn die Mitglieder einer Hochschulgruppe (HSG) auf ihren Wahlerfolg mit Sekt anstoßen (gemeint ist hier das Getränk, nicht die andere HSG), auch die Anzahl der Flaschen kann meinetwegen etwas größer sein. Von mir aus kann auch im Fachschaftsrat angestoßen werden, haben die Jusos letztes Jahr nicht anders gemacht. Es ist auch in Ordnung, wenn man die Feierei auf die Pause zwischen den Seminaren verlegt. Merkwürdig wird es erst, wenn man die Sektflaschen aus dem Fenster heraus öffnet und es mit jubelnden Rufen quittiert, wenn die Flasche ihren Inhalt sprudelnd auf den Vorhof ergießt. Ist halt so das typische Verhalten von Sektflaschen, die nicht fachgerecht geöffnet werden. Die umstehenden Studenten quittierten das Geschehen mit dezent genervten Blicken. Ein Fahrrad wurde auch getroffen, allerdings gehörte dies einer Grünen. Ist also wohl nicht so schlimm. Der Sektfleck auf dem Büroteppich fällt auch kaum auf, der Teppich ist ja eh im Eimer. Und der Geruch verschwindet sicherlich auch und wenn das Büro des Fachschaftsrates mal einen Tag nach Alkohol stinkt…

Jetzt darüber zu philosophieren, warum eine HSG wie die GHG Plastikbecher für ihre Feier benutzt, wäre wohl mehr als nur müßig. Ebenso wie eine tiefergehende Betrachtung dessen, ob Stromsparen dann absurd wird, wenn man (ohne es zu merken) einen kompletten Kühlschrank vom Netz nimmt. Wahrscheinlich ist der oben genannte Sektfleck nur entstanden, um dem großen Wasserfleck Gesellschaft zu leisten. Die Frage, ob der verschlungene Sekt denn Bio-Sekt aus fair gehandelten Trauben war, stelle ich auch mal nicht. Will ja hier auch nicht zu polemisch werden.

Was aber durchaus positiv festzuhalten ist, dass einzelne HSG-Mitglieder sich sofort Gedanken über die kommende Legislatur gemacht haben. Die Frage, in welcher Farbe denn das Büro gestrichen werden solle, wurde eingehend erörtert.

Irgendwie gibt es scheinbar solche Tage…

3 Gedanken zu „Bei Grüns“

  1. Sehr schnell reagiert mein lieber Flint und dann auch noch so präzise :-). Und ja du bist ein oller Meckerkopp ;-). Gefällt mir, diese Zusammenfassung.
    Gruß Dope

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