Käffchen?

Irgendwie ist es ja verhext. Der Kaffee dieser Welt hat sich gegen mich verschworen, dabei wollte ich ihm nie etwas böses. Dennoch nutzt er jede Möglichkeit mir direkt oder indirekt eins auszuwischen. Das fing schon bei meinem ersten Kaffee an. Damals, auf irgendeinem Zeltlager, ist mittlerweile wohl so 12-13 Jahre her. Ich war hundemüde und dachte mir: Trinkste mal ’nen Kaffee, das macht wach.

Wach war ich dann wirklich, da ich nicht mit der komischen Kanne klar kam und mir ziemlich viel heißen Kaffee über die Hand kippte. Das Gebräu, welches dann doch im Becher landete, wurde mir so viel Milch und Zucker gestreckt, dass mir heute noch schlecht wird. Ich hatte dann auch irgendwie für ein Jahr oder so genug von Kaffee. Irgendwann hab ich ihn mir dann wieder angewöhnt, aber unsere Beziehung war nicht von gegenseitiger und inniger Zuneigung geprägt. Ständig verbrannte ich mir die Finger oder den Mund am Gebräu. Ständig erwischte ich den Kaffee, der schon Ewigkeiten auf der Warmhalteplatte stand oder den, der Tote zum Leben erwecken konnte. Später, als ich anfing, meinen Kaffee mit Milch und Zucker zu trinken, erwischte ich ständig die schlechte Milch oder Kaffee-Sahne.
Unvergessen und berühmt sind auch die Spuren vergossenen Kaffees auf dem Weg zum Deutsch-LK-Raum (und anderen festen Unterrichtsräumen in der Oberstufe), denn irgendwie kann ich nicht mit vollen Tassen laufen und verschütte dementsprechend ständig was, wenn die Tasse/der Becher zu voll ist. Nur einmal hatte ich darauf verzichtet, mir vor der Doppelstunde Deutsch ’nen Kaffee zu holen und meine Tutorin war ganz verdutzt. Sie hatte aus der fehlenden Kaffeespur geschlossen, dass ich nicht da wäre. Muss wohl ein ziemlicher Schock für sie gewesen sein, dass ich doch da war.
Und auch heute noch kämpfe ich meine Kämpfe mit dem Kaffee aus. Ob es nun streikende Kaffeeautomaten sind oder der schlecht gemachte Kaffee im Büro, fast jeden Tag ist irgendwas.
Jetzt mögt ihr sagen: „Aber Flint, du wirst dir doch zu Hause perfekten Kaffee zubereiten können, oder?“
Hmm, neee, das ist auch so eine Sache. Kaffeemaschine Nr. 1 wurde noch recht regelmäßig benutzt, nur ging irgendwann die Glaskanne kaputt. Danach gab es so eine Pad-Maschine und die staubte irgendwie ein, eine andere Maschine hab ich den Eltern meiner Praktikantin geschenkt (wobei der Kaffee bei ihr zu Hause ein Thema für sich ist). Die Pad-Maschine war zwar echt praktisch, aber irgendwie hab ich zu der Zeit zu Hause kaum Kaffee getrunken und die Maschine dann schließlich meinen Eltern gegeben. Wenn ich in der Heimat bin, benutze ich die auch recht exzessiv und komischerweise trink ich jetzt auch in Magdeburg zu Hause wieder mehr Kaffee. Momentan aber halt nur Instantzeugs mit Kaffeeweißer (der kann nicht so leicht schlecht werden). Man merkt also: Hab ich ne Kaffeemaschine trinkt ich zu Hause kaum Kaffee, hab ich keine, sauf ich Liter um Liter weg.

Was bleibt noch? Achja, der Kaffee bei der Praktikantin zu Hause. Ich hab keine Ahnung was an der Maschine anders ist, seitdem sie da ist. Aber trinke ich bei der Praktikantin Kaffee, dann revoltiert mein Magen. Dabei scheint es recht egal zu sein wie viel Kaffee in der Maschine war usw. usf. Ich glaube einfach die Kaffeemaschine ist pissig. Bei mir konnte sie sich nen lauen machen und dann hab ich sie weggegeben und nun muss sie arbeiten. Jetzt rächt sie sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Ihr merkt, ich hab es wahrlich und überhaupt nicht leicht. Ich leide unter einer unerfüllten Liebe!

11 Gedanken zu „Käffchen?“

  1. > Ich hab keine Ahnung was an der Maschine anders ist, seitdem sie da ist.

    Mein Tipp: Mehr Kalk im Wasser?

  2. meinste der Unterschied zwischen Olvenstedt und Texas (Nord-West) ist da so groß?

  3. Na, aber beim Laufen mit vollen Tassen haste dich verbessert. Zumindest in der Unität verschütteste kaum mal was…

  4. da sind die Tassen/Becher auch nicht so voll. Dafür verbrenn ich mir an den Plastikdingern ständig die Finger.
    Mir fällt gerade auf, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich einmal moderne Kunst mit Hilfe einer Kaffeemaschine geschaffen habe. Hm, muss dann wohl demnächst noch nen neuen Eintrag schreiben.

  5. Je nach verbauten Rohrleitungen sind durchaus Unterschiede „schmeckbar“.
    Mal das Wasser pur verglichen?
    Ansonsten: Manchmal hilft es auch, die Kanne und Maschine mal zu reinigen und kräftig zu entkalken 😉 😉

  6. Jaja, du glaubst natürlich nicht an eine Verschwörung der Kaffeemaschine 😛

  7. ne, bei Koffeintabletten wollen sich meine Füße immer bewegen…andere Geschichte…

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