Des Teufels Großmutter

Wusstet ihr, dass ich schon dem Teufel und seiner Großmutter begegnet bin? Die Eltern des Teufels, seinen Hund und seine Konkubinen hab ich auch schon getroffen. Weiß gar nicht mehr so genau, wann das genau war. Glaube auf einem Geburtstag, da tauchte er einfach so auf, der Teufel. Er war kleiner, als ich gedacht hätte.

Er ist es auch immer noch. Allerdings verzichtet er auf solch Gedöns wie Pferdehufe, Hörner, Schwanz usw. Er ist moderner geworden. Heute besticht er eher durch mit Gel betonierte Haare und einen merkwürdigen Musikgeschmack. Aber eigentlich is‘ er so ein ganz netter, aber nichts im Vergleich zu seiner Großmutter (welche auch auf die tierischen Merkmale verzichtet). Ältere Damen sind ja meistens entweder absolut grantig oder ziemlich freundlich und hilfsbereit. Oma Teufel gehört zur lieben und netten Sorte, hat dazu aber noch extrem liebenswürdige Eigenschaften. Zu nennen wäre da die wirklich großartige Eigenschaft des Kaffeekochens (man erinnert sich, ich lass das lieber). Und sie hat diesen Kaffee sogar gekocht, wenn der kleine unartige Teufel, also ihr Enkel, es mal wieder am nötigen Respekt hat fehlen lassen. Und Zigaretten gab es auch stets für die verlorenen Seelen, die ihr Neffe so anschleppte. Natürlich war es ab und zu möglich sie auszutricksen. Eine Begegnung mit dem Teufel oder seiner Großmutter wäre keine richtige Begegnung mit dem Teufel oder seiner Großmutter, wenn man nicht ab und an eine kleine List anwenden müsste. Am effektivsten war der Einschläfer-Trick. Vergesst düstere Rituale, enthauptete Hühner und Ziegen oder von Jungfrauen im Mondschein geschmiedete Dolche. Alles absolut sinnfrei, obwohl wir Jungfrauen im Mondschein meistens nicht verschmäht haben. Um des Teufels Großmutter in tiefen und festen Schlummer zu versetzen brauchte man nichts besonderes, nur genug Folgen von Derrick! Da konnte die Hölle zufrieren, Oma schlief tief und fest. Da gab’s nichts dran zu rütteln.

Lange her, dass ich mal da war, man müsste sie eigentlich mal wieder besuchen und ein bisschen durch ihre gemütliche Wohnhölle schlendern. Sich noch einmal den Kopf an dieser verfluchten Lampe stoßen, liebevoll das kaputte Türschloss betrachten, die Spinnen dazu antreiben sich doch noch einmal zu bewegen. Dann könnte man noch die alten, schwarzmagischen Bücher aus dem Herd nehmen, während der Duft von frischem Kaffee zu einem nach oben weht.

Nur eine Sache frage ich mich bis heute: Wie kam das Brandloch in den Lampenschirm?

P.S.: Wundert euch nicht, wenn ihr es nicht versteht. 😉

6 Gedanken zu „Des Teufels Großmutter“

  1. …im Herd liegt doch nur das Schmier-Papier… 😀
    …Enkel und nicht Neffe…
    …ich finde den Musikgeschmack…sagen wir…exklusiv…
    …zum einschläfern können es wahlweise auch wummernde Bässe sein…
    …ich weiß auch nicht, wie dieses fucking Loch da rein kam…ich kann mir bis heute aber auch das zersprungene Glas nicht erklären, lieber Flint…

    Darum: Hüttet euch vor Flints ausgestrecktem Daumen – Berührung kann tödlich sein 😉

    …Jungfrauen…und sie war doch 15 EINHALB 🙂

  2. …die gelten aber nur, wenn die durch einfachen Kontakt mit Flints Daumen kaputt gegangen sind! muahaha

  3. …ich hab hier noch was, was ich noch zum Thema Musikgeschmack loswerden möchte:

    I remember the day I first heard electronic music
    I knew back then this illegal computer sound was gonna be my call
    my heart got hooked on four by four beats when house took this journey with Jack Chicago in Acid House
    now my heart is hooked forever
    (it’s in my soul, in my veins, on my mind 24/7)
    I don’t care if it’s French Tec, Hardstyle, Hardcore, Oldschool or Jump
    I don’t understand people who are satisfied with ordinary pop music
    they just listen to whatever radio stations decide they should like
    followed by an overkill of ringtone commercials meant for kids
    and my god they like it
    some people even think that house clubs are for weirdos only
    maybe they’re right
    maybe we are weird
    maybe this music is weird
    and maybe the clubs are overrated
    but we’re in this together
    (we’re in this for the love of beats, for the love of loops)
    if you’re in the scene
    being a Dj seems like a natural path to follow
    and back in the days Dj’s were weird people
    who liked music in a weird way
    back then you would have to be a nerd to be a Dj
    nowadays everybody wants to be a Dj
    nowadays everybody wants to be that nerd
    it sickens me
    I hate those smart asses who think Dj is an easy way to get laid
    well get a life
    if you’re not in it for the love of the music
    would you please fuck off

    (c)DJ Coone – Words of the gang…

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