„Bayerische Buam bumsen brünstige Blondinen (im Urlaub). […]“

Manchmal frage ich mich ja, was Leute an Schmuddelfilmchen so interessant finden. Ich rede jetzt nicht von denen, die früher immer so Freitags und Samstags kurz vor Mitternacht liefen. Die waren ja noch lustig, vor allem die deutschen Produktionen. Man sah eigentlich immer nur die gleichen Gesichter und auch die Orte erotischer Eroberung waren nicht sonderlich abwechslungsreich. Abwechslung wollte man ja eigentlich auch nicht so wirklich, man war ja schon froh, dass man so lange wach bleiben konnte. Gut, man wollte auch nicht Peter Steiner sehen, aber das ließ sich manchmal nicht vermeiden.

Und heute? Heute guckt man die Streifen von früher eigentlich nicht mehr, dafür kommen einem manchmal Schmuddelfilmchen in die Hände, die noch etwas schmuddeliger sind, als die Liebesgrüße aus der Lederhose. Warum waren damals eigentlich die Alpen so interessant für die Macher der Filme? Kann mir das einer verraten?
Heute sind die Alpen weniger interessant und auch die Titel sind auch irgendwie nicht mehr so unschuldig, wie früher. Heute gibt es zwar mehr Hochglanz, dafür aber nur noch ein recht eingeschränktes Jargon. „Liebesgrüße aus der Lederhose“ würde heute wahrscheinlich „Extreme Leder Luders Banging Through the Dödelalm“ heißen, oder so (ich will gar nicht wissen, was mir das jetzt wieder an Suchbegriffen einbringt). Und was erblickt man dann, wenn man sich sowas anschaut? Mehr oder weniger hübsche Menschen, die versuchen die Regeln der Physik zu brechen, in dem sie alle möglichen und unmöglichen Stellungen durchprobieren und bei der Wahl der „Spielzeuge“ einen Einfallsreichtum an den Tag legen, der MacGyver vor Neid erblassen lässt. Unterlegt wird das ganze entweder mit gar schrecklicher Musik (wie schon in Mystery Science Theater 3000 angemerkt: „Hey! Nimmt da mal einer die Katze aus dem Mixer?“), oder mit Dialogen einer Aneinanderreihung von Sätzen, die meistens folgenden Inhalt haben: „Hey du/ihr wollt ihr [hier sexuelle oder handwerkliche Tätigkeit Ihrer Wahl einfügen], ich bin ja so [hier generisches Adjektiv zur Beschreibung warmer Temperaturen einfügen], das glaubst/glaubt du/ihr gar nicht. Oh ja steck mir [hier Bezeichnung für einen geeigneten oder ungeeigneten Gegenstand/Körperteil einfügen. Vorschläge: Verkehrsleitkegel, Schreibtisch, Blumenstrauß, Ellbogen, Kopf] rein. [Hier Gestöhne in Form von Lumidees „Never leave you“ einfügen und nach Belieben an der Schnelligkeit drehen.]“

Stumpfsinn, Stumpfsinn, manchmal trägst du Strapse…

Der Titel ist übrigens aus dem Heyne Filmlexikon 1996 entnommen und stammt aus dem Artikel über „Liebesgrüße aus der Lederhose“.

2 Gedanken zu „„Bayerische Buam bumsen brünstige Blondinen (im Urlaub). […]““

  1. Hihi…wenn man deinen Satzanweisungen folgt, kommt ein unschuldiges Wesen, wie ich es bin auf folgende Aussage:

    Hey du/ihr wollt ihr mein Zimmer rennovieren, ich bin ja so fiebring und fühle mich nicht wohl das glaubst/glaubt du/ihr ja gar nicht. Oh ja steck mir den Finger in den Bauchnabel [dann merkst du wie hohes Fieber ich habe]. *stöhnt* aus krankheitsbedingten Gründen! Bist du dir Sicher lieber Flint das es ein Schmuddelfilmchen und keine Schulungsvideo für angehende Krankenschwestern war *frechgrins*

  2. Nachtrag: Ich habe gerade 873 Rechtschreibfehler entdeckt…das liegt am Wetter! Mein Hirn stirbt gerade… ich kann das fühlen. Man möge mir das also verzeihen.

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