Wahlkampfplakate I

So langsam geht er los, der Wahlkampf an der Uni. Es stehen wieder Gremienwahlen an und die ersten Plakate hängen. Da ich selbst keine Ambitionen mehr habe mich zur Wahl zu stellen, kann ich jetzt ein bisschen über den Wahlkampf berichten. Anfangen möchte ich mit den Wahlkampfplakaten.

Ansprechende Wahlkampflakate sind hier an der Uni, meiner Meinung nach, mindestens genau so wichtig (wenn nicht sogar wichtiger) wie ein vernünftiges Programm. Den Anfang der Campusverschönerung macht dieses Jahr die GHG. Grün wie die Hoffnung „und der Zukunft zugewandt“ prangen die Plakate an strategisch wichtigen Stellen. Nur irgendwie mag das Wahlkampfplakat für mich nicht so recht zu den Grünen passen. Das Plakat ist zwar größtenteils grün, aber es fängt schon mit dem Slogan „…und der Zukunft zugewandt!“ an. Mag an Magdeburg liegen, aber ich muss sofort an „Auferstanden aus Ruinen“ denken, die Nationalhymne der DDR. Grün…Arbeiter und Bauernstaat…keine Ahnung was die sich dabei gedacht haben. Provokation? Apell an die „ostdeutschen“ Studenten? Ich weiß es nicht.

Genau so wenig weiß ich, warum die Pose der GHG-Mitglieder an Iwo Jima erinnert. Iwo Jima sagt euch nichts? Wikipedia weiß Rat:

Die Schlacht um Iwojima ist eines der bekanntesten Gefechte des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde zwischen den Streitkräften Japans und denen der USA im Rahmen des Pazifikkrieges ausgetragen. Die äußerst blutige und verlustreiche Schlacht währte vom 19. Februar bis zum 26. März 1945. Sie gilt heute als Paradebeispiel einer klassischen Amphibienlandeoperation.

Das Plakat der GHG gibt es leider nicht online, aber ich werde es die Tage mal online stellen, sobald ich es fotografiert hab. die Pose der GHG Mitglieder erinnert zumindestens stark an dieses Bild, ebenfalls aus Wikipedia entnommen:

iwojima1

Ich glaube, ich werde die Tage mal alle GHG-Mitglieder, die mir über den Weg laufen, fragen, warum diese Kombination aus Ostalgie und Marine Corps. Die Interpretationsansätze sind natürlich vielfältig und drüber geredet wird sicherlich auch…zumindest, wenn noch anderen Studenten die Parallelen auffallen. Der Emanzipation wurde zumindest auch Rechnung getragen, denn bei der GHG sind bedeutend mehr Frauen auf dem Bild, als beim „Original“.

Hier nun zum Vergleich (Handybild):

Wahlhampfplakat der GHG zur Gremienwahl 2008
Wahlhampfplakat der GHG zur Gremienwahl 2008

8 Gedanken zu „Wahlkampfplakate I“

  1. Doch, es erinnert stark an „Auferstanden aus Ruinen“, „Auf in den Kampf ihr Arbeiter und Bauern“ und Denkmale in der ehem. DDR und in Russland. Meiner Meinung nach nicht sehr gut gewählt, aber mir muss es nicht gefallen.Es liegt halt im Auge des Betrachters wass er da sieht und sich dabei denkt.

  2. Nuja, amerikanische und sowjetische Ehrenmale unterscheiden sich ja nu nich so, aber irgendwie ists schon ein merkwürdiges Motiv für unsere grünen Freunde.

  3. *lol*
    Genau auf den Gedanken bin ich beim Betrachten des Plakats auch gekommen…
    Wenn das unsere „Freunde“ in den USA sehen, dann können wir wirklich bald wieder aus den Ruinen auferstehen…

    Wie nennt man eigentlich die Darstellung der Politik mittels dieser Werbung? Fremdpatriotisches Historienzitat?

  4. hi flint, was hältst du vom interpretationsansatz: „sie sind die neuen helden der ökologischen revolution – entschlossen, grün und der zukunft zugewandt!“

    😉

    achso, und das motiv gibts online im downloadbereich auf http://www.ghg-md.de

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