Liebling, gib mir mal die Axt

Vorhin im Büro kam eine Diskussion darüber auf, was alles in den Grund- und Menschenrechten verankert sein sollte. erst ging es darum, ob zum Beispiel auch Kinder und Frauen besonders bedacht werden sollten oder nicht. Diese Diskussion geht ja schon länger und manche gehen ja sogar soweit auch (fast) allen Lebewesen Grundrechte zuzuschreiben. einer der Diskussionsteilnehmer vertrat halt auch die Meinung, dass man Tiere egal welcher Art nicht halten oder domestizieren dürfe, ja sogar nicht einmal als Nahrung bejagen solle. Menschen müssten kein Fleisch essen usw.

Diese Meinung darf man haben, auch wenn ich sie nicht unbedingt teile. Ich will Fleisch haben, auch wenn ich von rohem Fleisch meistens absehe. Interessant finde ich aber folgendes Gedankenexperiment: Man nehme einmal an, wir Menschen würden Tiere wirklich nicht speziell als Nahrung züchten und halten, sondern sie wirklich noch bejagen. Und nehmen wir auch einfach mal an die Tierwelt hätte das überstanden ohne ausgerottet zu werden. Ansonsten wäre alles ähnlich wie im Moment. Zur Bejagung wären in diesem Fall aber nur Speere, Äxte, Bögen usw. zugelassen. Keine Schusswaffen oder ähnliches.

Würden wir das wirklich wollen? In den Großstädten würden ziemlich viele Leute mit ziemlich schmerzhaften Waffen rumrennen. Wahrscheinlich würden sich Teile der Bevölkerung auch nicht mehr über „herkömmliche“ Sachen, wie Musik, Kleidung usw. gegeneinander abgrenzen, sondern durch die gewählten Waffen. Ich würde wahrscheinlich zur Fraktion der Äxtler gehören, auch wenn diese zur Jagd nicht so gut geeignet sind, aber ich mag Äxte halt. Meiner Figur würde die Wahl sicher auch gut tun und die blöden Bögler mag ja eh keiner.

Man würde die Waffen ja auch ständig dabei haben, Fast Food is ja nicht mehr, also muss man ja bereit sein, wenn man Hunger hat. An der Uni würde es dann wahrscheinlich weniger Sprachenkurse, sondern eher Kurse über Waffenkunde und Jagdtechnik geben, Pflichtaufgabe im Abitur wäre Erlegung und Zubereitung von Wildbred.

Es würde natürlich auch weiterhin extreme Positionen geben, aber ich glaube Pazifisten hätten es zum Beispiel deutlich schwerer…so ständig von Waffen umgeben. Nur gegen die Vegetarier hätte niemand was, die fassen nämlich immer die Äxte falsch herum an und schneiden sich selbst.

Ja, wäre schon eine interessante, neue Welt.

„Schatz, du hast die Kuh schon wieder an der falschen Stelle getroffen. Würdest du mit deiner Axt nicht immer die besten Stücke zerhauen, dann hätten wir viel mehr von dem Rindvieh!“ – „Aber…aber…die hat sich gewehrt!“ – „Ach, papperlapapp, du kannst nur nicht zielen! Nächste Woche gehst du endlich zur VHS und besuchst ‚Axtgebrauch mit Stil‘! Und keine Widerrede!“

2 Gedanken zu „Liebling, gib mir mal die Axt“

  1. *rofl*
    Das würde mich voll benachteiligen, wo ich doch rohes Fleisch so mag…aber vorher noch jagen? Wenn ich Hunger hab, bin ich für sowas doch viel zu schwach. 🙁
    Das is voll blöd und du kennst voll die komischen Menschen (und ich kenn sie wahrscheinlich auch o.O)

  2. @madcynic: Du würdest die Kuh lebend essen… ich stelle mir dich gerade vor, wie du an ihrem hintern hängst…böses bild

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