Stumpfsinn, Stumpfsinn wo sind deine Grenzen?

Manche Leute kommen ja auf komische Ideen, vor allem im Laufe von Sitzungen oder kurz danach. Ich weiß auch nicht, muss daran liegen, dass Sitzungen irgendwie schon an sich etwas stupides an sich haben. Viele verschiedene Leute versuchen sich auf etwas bestimmtes zu einigen, wobei meistens keiner irgendwie wirklich weiß, wie das „bestimmte“ denn jetzt überhaupt aussehen soll. Da kommt es schon manchmal zu komischen Gedankengängen. Spielen dann auch noch die äußeren Umstände mit, dann geschehen sehr schnell Dinge, die normalerweise so nicht passieren würden.

So auch vor kurzem hier an der Unität. Eine Gruppe von Studenten hatte eine Sitzung. Eine Studentin wollte zu dieser Sitzung und betrat das Gebäude. Sie hatte einen Hund dabei.

Nun sind im Gebäude keine Hunde oder andere Tiere erlaubt, worauf sie der Mann vom sicherheitsdienst auch hinwies. Sein Tonfall war dabei nicht sonderlich angemessen, womit man auch erklären könnte, dass die Studentin ihren Hund nicht sofort draußen ließ, sondern erstmal (mit Hund) ihre Tasche wegbringen wollte, bevor sie den Hund jemandem übergeben wollte, der nicht an der Sitzung teilnahm und dementsprechend draußen warten konnte. Der Hund selbst war eine bunte Mischung aus allen möglichen größeren Rassen, aber vor allen Dingen noch ein Welpe. Wie bei kleinen Kindern muss man bei kleinen Hunden immer etwas andere Maßstäbe anlegen. Auch ich würde einen Welpen in den ersten Wochen und Monaten nicht unbedingt unbeaufsichtigt irgendwo angeleint lassen und dementsprechend auch kurzzeitig evtl. Verbote übertreten, vor allem wenn ich damit niemandem weh tue und das Verbot an sich ja respektiere.

Der Mann vom Sicherheitsdienst sah dies aber wohl etwas anders und machte einen ziemlichen Aufstand, der darin gipfelte, dass er mit Polizei das Hausrecht durchsetzen wollte. An sich sein gutes Recht, aber wie bereits angedeutet, befand sich der Hund nur sehr, sehr kurz im Gebäude und war dementsprechend schon lange, lange weg, ehe die Polizei auftauchte. Die beiden Beamten waren auch etwas genervt, da sie auf Grund dieser…Lappalie…extra anrücken mussten.

Die ganze Sache hätte damit eigentlich erledigt sein können, aber es folgten noch „Einlagen“ von an sich unbeteiligten. Aber über diese Einlagen später mehr, muss mir erstmal darüber einig werden, was ich von der ganzen Sache halten soll. Die „Einlagen“ hab ich zwar für mich selbst schon bewertet, aber die Kommentare einiger dazu muss ich erstmal eingehender reflektieren.

Die Reaktion der Studentin und die Reaktion des Wachmannes bieten schon genug Anlass zur Reflektion. Die Studentin hat natürlich eindeutig das Hausrecht verletzt, wobei man dies eigentlich nicht sonderlich hätte ahnden müssen. Kleiner Hund, nur eben Tasche reinbringen, an sich nichts gravierendes, wie ich finde. Selbst bei einem großen Hund könnte man da ein Auge zudrücken. Zur Zeit des Vorfalles waren kaum Personen im Gebäude, Lebensmittelverkauf und so ein Gedöns gibt es auch nicht.

Widmen wir uns also der Reaktion des Wachmannes. Natürlich könnte man davon ausgehen, dass dieser Mann tierische Angst vor Hunden hatte und schon aus dem Grund extrem angespannt war. Allerdings hat der Sicherheitsmann selbst einen Hund, also fällt diese Möglichkeit aus. Was war es also dann? Wird ihm nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet? Hatte er einen schlechten Tag? Will er seinen Job loswerden? Man weiß es nicht, man weiß es nicht.

Ich hab übrigens zusammen mit dem Zyniker mal die Hausordnung gesucht und als wir sie gefunden haben, haben wir uns gefragt: „Hing die da schon immer?“ Bleibt auch die Frage ob „in den Haupteingang rein und dann im ersten Flur links abbiegen“ wirklich so der beste Ort zum Aushang der Hausordnung ist. Direkt im Eingangsbereich wäre ja auch noch Platz.

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