Warum soll ich etwas unterstützen, für das ich bin? (Fragment)

Ja, richtig gelesen. Es geht nicht darum warum man etwas unterstützen soll, für das man nicht ist, sondern darum warum man etwas unterstützen soll, für das man ist. Die Antwort mag ja offensichtlich sein, aber ganz so einfach ist sie dann doch nicht.

Immer mal wieder ruft jemand Projekte ins Leben, die von anderen unterstützt werden sollen. Wenn diese Projekte keinen Anklang finden, weil die potenziellen Unterstützer sich nicht damit identifizieren können, dann verlaufen solche Projekte im Sande. Wenn sich die potenziellen Unterstützer damit anfreunden können, dann unterstützen sie eigentlich auch. Sollte man zumindestens meinen. Neu ist folgende Variante, die wir mal am Beispiel Mülltrennung besprechen wollen:

Man nehme eine Aktion, die zur Mülltrennung aufruft. Besser für die Umwelt und so weiter. Damit das alles nicht hohle Phrase bleibt sollen die Bewohner eines großen Hauses eine entsprechende Erklärung unterschreiben. „Wir werden in Zukunft unseren Müll trennen und versuchen überflüssigen Müll zu vermeiden.“ Irgendwie sowas. Nun gibt es immer welche, die darauf keine Lust haben. erstaunlich sind aber Leute, die sagen „Das ist doch selbstverständlich, das mach ich schon die ganze Zeit über! Ich unterschreib das nicht!“

Ja, äh…bitte?

Wie soll man so eine Äußerung verstehen? Man kann da etwas unterschreiben und sich zu etwas „verpflichten“. Sicher ist eine „Verpflichtung“ immer irgendwie einengend. Aber wenn man es an sich gut findet und es selbst praktiziert. Warum sollte man dann nicht noch einen kleinen, an sich nicht existenten, Schritt machen und so eine Erklärung unterschreiben? Will man sich damit irgendwas beweisen?

…only this and nothing more…

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