In a world without fences and walls…

…we don’t need Windows and Gates.

Der Spruch hat sich gestern mal wieder bewahrheitet. Ich kam nach dem Zahnarztbesuch wieder nach Hause und war geplagt von Zahnschmerzen. „Sie dürften eigentlich keine Schmerzen mehr haben!“, sagte der Zahnarzt zu mir. HAHA!

Naja, jedenfalls war ich am Packen, bzw. fast fertig damit und wollte mich langsam daran machen, Taschen und Praktikantin ins Auto zu verfrachten und meiner Heimat den Rücken zu zukehren. Wir mussten ja wieder nach Magdeburg zurück. Da rief mich plötzlich meine Mutter und meinte es gäbe ein Problem mit dem neu aufgesetzten Rechner. Gab es tatsächlich, denn es konnten keine Works-Textverarbeitungsdateien aufgerufen werden, die nach dem November 2003 erstellt wurden. Eine ziemliche blöde Angelegenheit, da meine Mutter die Firmenrechnungen in Works schreibt.

Ich verstand ja das Problem, war aber jetzt wenig begeistert dort mit Zahnschmerzen zu sitzen und auch noch so quasi für das Problem verantwortlich gemacht zu werden. Prickelnd so ein Streit kurz vor der Abfahrt. Aber naja, ich hab es nicht hinbekommen. Alle Dateien wurden als Worksdateien erkannt, hatten die normale Größe, Festplatte war auch in Ordnung, aber trotzdem spuckte Works permanent einen Fehler beim Öffnen aus. Sinngemäß: Die Datei ist entweder beschädigt, wird von einem anderen Programm benutzt oder der Konverter ist hinnüber. Suche im Internet hatte auch keine gescheiten Ergebnisse gebracht und so fuhr ich dann irgendwann grummelnd ab.

Wieder in Magdeburg angekommen baute ich meinen Rechner wieder auf und machte mich wieder an das Problem. Erneute Internetrecherche mit variierenden Suchbegriffen. Ich hatte ja vorher 360km Zeit mir welche zu überlegen. Keine Ergebnisse. Dann dachte ich mir: Guckste dir mal das Backup der Dateien an, welches du extra gemacht hast. Und da wunderte ich mich, denn die Worksdateien wurden mir als solche angezeigt. Auf meinem Rechner ist Works, wovon ich vorher nicht viel wusste. Naja, dann kann ich ja mal auf eine Datei klicken, mal gucken was passiert: Und siehe da, sie wurde anstandslos geöffnet. Auch andere Dateien öffneten sich ohne weiteres Murren. Und langsam dämmerte mir, was da passiert sein musste. Ich hatte die neue Platte kurzzeitig als externe Festplatte an meinen Rechner angeschlossen, um die Dateien zu sichern, damit ich ein vernünftiges Backup habe. Etwas anderes als externe Platte anschließen und alle wichtigen Dateien auf meine Festplatte kopieren, habe ich dabei nicht gemacht. Trotzdem muss Works/Windows Vista/der liebe Gott irgendwie die „Works 2000“ (oder zumindest einen Teil davon) auf meine „Works 8“ Version geändert haben. Kein Wunder, dass ich die mit dem älteren Works nicht mehr öffnen konnte. Was soll sowas? Warum programmiert man etwas, was Dateien verändert, nur wenn es 10m an ihnen vorbeiläuft? Ist das die neue Masche? Muss ich demnächst aufpassen, wenn ich mit einem Laptop mit Microsoftprodukten in die Nähe eines Linux oder Mac Rechners komme? Wird der Code nur durch ungeschützten Festplattenkontakt oder auch durch die Luft übertragen? Gibt es ein Heilmittel?

Nachtrag: Okay, mittlerweile hat sich herausgestellt, dass auf dem alten Rechner zwischendurch eine neuere Version von Works gewesen sein könnte. Trotzdem, ich trau Microsoft alles zu…

2 Gedanken zu „In a world without fences and walls…“

  1. Also hier sei mal angemerkt, dass Bill Gates die kapitalste private Stiftung der Welt ins Leben gerufen hat, die maßgeblich die AIDS-Forschung unterstützt und sich nebenbei auch noch um notleidende Kinder kümmert. Im Gegensatz zu UNICEF wirtschaftet der Chef (im Blog genannter Mr. Gates) nicht in die eigene Tasche, sondern FINANZIERT aus eigener Tasche. Also ohne Windows könnte die Welt gut leben, ohne Gates wahrscheinlich ein paar tausend Menschen weniger gut.

  2. Doller Kommentar mit viel Wahrheit. Nützt aber nicht viel wenn man Dateien öffnen will, aber nicht kann.

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