Der Olvenstedter Blitzkurier

Mich erreichte heute eine Mitteilung, die ich hier mal nacherzählen will. Die Nachbarin ( C. ) hat sich mal wieder gemeldet (ich dachte schon sie sei ausgewandert) und hatte gleich mal wieder amüsantes zu berichten.

Sie war gerade mit ihrem Soldaten dabei das Bad zu putzen. Also wahrscheinlich hat sie ihn gerade davon abgehalten den Spiegel wieder mit Zeitungspapier zu bearbeiten, als beide ein klirrendes Geräusch hörten und auch sofort bemerkten, dass dieses Geräusch seinen Ursprung außerhalb der Wohnung hatte. Schnurstracks öffnete der Soldat tapfer die Wohnungstür und spähte auf den Gang. Sofort sah er, was passiert war. Die hintere Eingangstür zum Wohnblock hatte sich einen Tritt an ihre empfindliche Stelle eingefangen, nämlich in die Glasscheibe im unteren Bereich der Tür. Austeiler des Trittes schien ein ungefähr 17jähriges Mädchen zu sein, von der…äh…ziemlich viel Mädchen da war. Wie bei der Bundeswehr gelernt machte sich der tapfere Soldat sogleich an die Erkundung des näheren Umfeldes. Warum weiß ich nicht so genau, vielleicht wollte er gucken ob sich hinter dem einen Mädchen noch andere verstecken. Ein anderer Bewohner des Hauses machte sich auch sofort daran ihm zur Seite zu stehen. Hier ergab sich für unseren Soldaten ein kleines Problem: Er hatte seine ABC-Schutzausrüstung nicht dabei, der andere Bewohner roch allerdings wie ein besonders gefährliches Giftgas. Während sich unser Protagonist versuchte mit der altbewährten TTV-Methode abzusetzen, gesellte sich noch eine weitere Person hinzu. Nennen wir sie Frau K., ebenfalls Bewohnerin des Hauses. Ihre genaue Aufgabe schien allerdings nur darin zu bestehen, alles und jeden zu kommentieren. Aber wahrscheinlich wurde herr Giftgas dadurch so sehr abgelenkt, dass TTV Erfolg haben konnte.

Meine Nachbarin war unterdessen nicht tatenlos, sondern verscheuchte Kelly Osborne, die inkognito ebenfalls in dem Haus wohnt, wieder in ihre Wohnung. Und das nur durch ihre reine Anwesenheit. Wahrscheinlich erinnerte sich Kelly nur daran, dass C. noch ein Hühnchen mit ihr zu rupfen hat. Warum ist mir allerdings gerade entfallen. Jedenfalls zerrte C. noch schnell ihren Soldaten in die Wohnung um ihn vor weiterer Kontamination durch Giftgas zu bewahren. Die Polizei wurde gerufen und in der Wohnung diskutierten die beiden dann über die neuen Fakten, die dieses kurze Intermezzo auf Grund der Laberei von Frau K. doch gebracht hatte.

Nächstes Ziel der Wohnblock Cosa Nostra ist es wohl eine Familie wegen Lärmbelästigung zum Auszug zu bringen. Mittlerweile ist sogar Frau K. aufgefallen, dass die anvisierte Familie taub oder recht rücksichtslos ist. Und manchmal muss man halt gegen solche Subjekte zusammenstehen. Wo kämen wir denn sonst hin? Nur gut, dass Frau K. mittlerweile auf Seiten von C. und ihrer besseren Hälfte ist. Sonst würden die beiden weiter gegängelt werden und das is ja auch nicht schön. Das spricht für dies ehrenwertes Haus…

P.S._ Und was wohl Herr Giftgas zu seinem Sohn sagt? Der wurde schließlich von dem…großen…Mädchen verfolgt. Woher C. das weiß, weiß ich nicht. Vielleicht wird mir das ja noch mitgeteilt.

2 Gedanken zu „Der Olvenstedter Blitzkurier“

  1. Wenn man einmal nich da ist wirds immer spannend…
    Naja, solche Typen gibts überall und gottseidank sind sie nicht die Norm.

Kommentar verfassen