Logistische Meisterleistungen

Heute war es im Praktikum etwas angenehmer, so langsam bekomme ich einen Plan und hoffe, dass ich es schaffe meine Stunden abzuleisten. Allerdings wird das ganze eine ziemliche logistische Meisterleistung, denn ich muss in den kommenden vier Wochen mindestens 5 Stunden pro Woche ableisten, damit ich meinen Soll erfülle. Um die Hospitationen mache ich mir da etwas weniger Sorgen.

Aber so ist das halt, wenn man sich seine Lehrer selbst zusammensuchen muss. Und dann auch noch mit niedersächsischen Erfindungen wie dem Vierteljahreskurs klarkommen muss. In manchen Fächern, darunter Politik, wird nur noch ein halbes Halbjahr lang in manchen Kursen unterrichtet. Da muss dann auch noch eine Klausur geschrieben werden und dann kann ich die Lehrer ja auch verstehen, wenn die keine Zeit und Lust haben das Zepter aus der Hand zu geben. Dafür fängt die eine Klasse demnächst ein neues Thema an und ich werd versuchen, der Lehrerin die Einstiegsphase aus den Rippen zu leiern, recht egal welches Thema das wird. Momentan sitzt die Klasse noch an Homo Faber und ich bin froh, dass ich da nichts unternehmen muss…ist wahrscheinlich Schicksal…

Ansonsten war ich heute zum ersten Mal in einer 5. Klasse. Ein Sack Flöhe ist ja nichts dagegen…

Außerdem will ich nicht mit den Schülern tauschen, die momentan das Abitur in 12 Jahren machen…30-38 Stunden pro Woche ist nun wahrlich nicht sonderlich angenehm.

Hab immer noch nicht rausgefunden, wo die ganzen rauchenden Lehrer abgeblieben sind, im Lehrerzimmer sind sie meistens nicht. Wahrscheinlich haben die doch irgendwo einen Platz um der Sucht zu frönen und müssen nicht wie ich, den ganzen Vormittag auf das schädliche Nikotin verzichten. Hat aber auch so seine Vorteile, wenn man nicht zum Rauchen kommt, geb ich ja ehrlich zu.

Und außerdem? Ja…äh…werde wahrscheinlich demnächst mal eine Ex Cathedra Kategorie einbauen, da kann man die lustigen Sprüche des Schulalltags besser wiedergeben, als in einem normalen Eintrag…

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0 Gedanken zu „Logistische Meisterleistungen“

  1. Wo bitte sind denn runde 32h Unterricht zuviel? Immerhin war das ja in den „guten alten Zeiten“ auch nicht anders, so neu is das 12er Abi nun nicht.

  2. Bei uns wird außen um die Ecke geraucht. Lehrer und Schüler (diejenigen, die das Schulgelände verlassen dürfen) haben sich jeweils ihr Fleckchen gesucht, das von den anderen nicht eingesehen werden kann, und man ignoriert sich höflich.

  3. @Matthias: Der Unterschied ist, dass der Lehrplan in Nds nur sehr bedingt (in meinen Augen fast gar nicht) auf 12 Jahre angeglichen wurde. Also Stoff für 13 Jahre in 12. Und ich hab im Abitur weit unter 30 Stunden gehabt…

  4. Vielleicht sollte ich dazu erwähnen, dass meine Schule zu dem Zeitpunkt noch weit weg von einer Ganztagsschule war. Nachmittagsunterricht gab es in den seltensten Fällen, der Stundenplan und alles war auf Unterricht von 8-13 Uhr ausgerichtet…und auf 13 Jahre Abitur…

  5. richtig, kurz und bündig. zur Zeit sind alle Lösungsvorschläge nur in Richtung kurz, über das bündig haben sich die Damen und Herren Entscheider bisher zuwenig Gedanken gemacht. Bündig könnte man ja auch mit (neu-deutsch) kompakt bezeichnen, und dass es kompakt derzeit nicht ist (sondern eher ausufernd), hat Flint schön gezeigt.

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